Sehe ich etwas anders. Im Gegensatz zu vielen, die gern von "Stammtischparolen" und ähnlichem sprechen, ist die Meinung der Menschen in vielen Bereichen durchaus völlig korrekt.
Diese Meinung wird aber von den Politikern nicht mehr abgedeckt, weil die Demokratie nicht mehr so funktioniert, wie sie es früher getan hat, also über die Bildung und Umsetzung von Programmen seitens der Basis aus, also seitens der Ortsvereine und Landesverbände.
Politik ist heute die Umsetzung von Programmen per Order de Mufti. Nicht von unten nach oben wird etwas demokratisch durchgezogen, sondern von oben nach unten, was dann Verdrossenheit und Politikmüdigkeit hervorruft.
Die Aufgabe eines Politikers kann nur die sein, entsprechend der bestehenden Verfassung mit der Bevölkerung Gesetze zu erlassen, also die breite Bevölkerung zu befragen. Dies ist in unserem Grundgesetzt deutlich hervorgehoben. Die Politik möchte dies nicht, möchte ich vorerst nicht bewerten.
Ein Politiker mit Charisma, für mich Helmut Schmidt als letzter großer Politiker unserer Republik, kann natürlich durch seine Überzeugungskraft bis in den tiefsten Bereich der Menschen vordringen und sie von einer wichtigen Aufgabe überzeugen. Dieses Talent ist notwendig, um Menschen zu führen, kann negativ und positiv genutzt werden.
Ein Politiker, der seine Überzeugungen vertritt, auch wenn sie unopulär sind, benötigt für eine Wahl seiner person Vertrauen. Dieses erlangt er nur, indem klare Aussagen auch umgesetzt werden. Das geschieht bei den politikern derzeit nicht, es geschieht bei den Parteien nicht. Wenn das Gegenteil eines Parteiprogrammes durchgesetzt wird, von BEIDEN großen Volksparteien, wie bei der Mehrwertsteuererhöhung, dann baut man damit kein Vertrauen auf.
Ich denke, daß die Politik den völlig falschen Weg geht, sich nicht mehr an der Verfassung orientiert, sondern einzigst versucht, die Lobbyverbände zu befriedigen, um für sich Geld, oder Positionen herauszuhandeln. Also purer Machtanspruch, so wie es Kohl deutlichst jahrelang bewiesen hat.
In den Müll gefegt werden die Politiker, die sich gegen das jetzt bestehende System auflehnen und versuchen etwas daran zu ändern. Das liegt nicht im Interesse der Machtpolitiker, die keinerlei Verpflichtung mehr in meinen Augen darin sehen, für das Volk zu regieren, sondern die ihre eigenen Interessen und die ihrer Geldgeber über alles andere stellen.
Angesichts der Griechenland Situation zeigt sich das überdeutlich und es ist kein deutsches Problem, sondern findet weltweit statt.