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Fannie Mae Aktie

Aktie
WKN:  856099 ISIN:  US3135861090 US-Symbol:  FNMA Branche:  Sparkassen u. Hypothekenfinanzierung Land:  USA
8,64 $
+0,29 $
+3,47%
7,2654 € 16:00:42 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
10,54 Mrd. €
Streubesitz
-
KGV
-
Dividende
0,49 €
Dividendenrendite
-   %
Index-Zuordnung
-
Fannie Mae Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) ist eine US‑amerikanische Government-Sponsored Enterprise (GSE) mit systemkritischer Rolle im Hypotheken- und Kapitalmarkt. Das Unternehmen agiert überwiegend als Sekundärmarktakteur für wohnwirtschaftliche Hypothekendarlehen und dient als verbindendes Glied zwischen originierenden Banken, Kapitalmärkten und Investoren. Fannie Mae stützt die Liquidität des US-Hypothekenmarktes, indem sie Kreditrisiken bündelt, transformiert und über strukturierte Wertpapiere und Kreditgarantien an institutionelle Investoren weitergibt. Der Fokus liegt auf dem US-Residential-Mortgage-Markt, einschließlich Einfamilienhäusern sowie kleineren Mehrfamilienobjekten. Als GSE operiert Fannie Mae mit einem öffentlichen Förderauftrag, steht jedoch seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Aufsicht und konservatorship der Federal Housing Finance Agency (FHFA).

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Fannie Mae basiert auf dem Ankauf, der Verbriefung und der Garantie von Hypothekendarlehen, die von Banken, Kreditgenossenschaften und spezialisierten Hypothekenbanken im Primärmarkt vergeben wurden. Fannie Mae übernimmt dabei vor allem das Zins- und Kreditrisiko, strukturiert aus den erworbenen Krediten Mortgage-Backed Securities (MBS) und versieht diese mit einer Kreditgarantie. Investoren erhalten dadurch ein standardisiertes Produkt mit definierten Zahlungsströmen und einem staatlich gestützten, aber formell nicht expliziten Support. Erträge resultieren im Kern aus Garantiegebühren, Spreads zwischen Refinanzierungskosten und Couponzahlungen sowie aus der Bewirtschaftung von Restportfolien. Das Geschäftsmodell ist stark reguliert; Bilanzstruktur, Kapitalanforderungen und Risikomanagement unterliegen detaillierten Vorgaben der FHFA und weiterer Aufsichtsbehörden. Operativ konzentriert sich Fannie Mae auf Skaleneffekte, datengetriebenes Underwriting und ein engmaschiges Kreditrisiko-Controlling entlang des gesamten Hypothekenlebenszyklus.

Mission und öffentlicher Auftrag

Die Mission von Fannie Mae ist es, bezahlbaren und stabilen Zugang zu Wohnraumfinanzierung in den gesamten USA sicherzustellen und die Funktionsfähigkeit des Sekundärmarkts für Hypotheken zu stärken. Als GSE verfolgt das Unternehmen einen hybriden Ansatz aus privatwirtschaftlicher Effizienz und öffentlichem Förderziel. Im Zentrum stehen die Ausweitung von Hypothekenkrediten für Kreditnehmer mit soliden, aber nicht perfekten Bonitätsprofilen, die Unterstützung von Erstkäufern und einkommensschwächeren Haushalten sowie die Stabilisierung der Kreditvergabe über Konjunkturzyklen hinweg. Die Mission umfasst auch die Förderung standardisierter Kreditprodukte, die Verbesserung der Markentransparenz sowie die Reduktion systemischer Risiken durch robuste Daten- und Risikostandards. Damit wirkt Fannie Mae als Infrastrukturplattform für den US-Hypothekenmarkt und als Transmissionsmechanismus geldpolitischer und makroprudenzieller Maßnahmen.

Produkte und Dienstleistungen

Fannie Mae bietet ein breites Spektrum an kapitalmarktfähigen Produkten und Dienstleistungen rund um Wohnimmobilienfinanzierungen. Dazu zählen insbesondere
  • Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS), bei denen Hypothekendarlehen zu Pools gebündelt und als MBS an institutionelle Investoren verkauft werden
  • Kreditgarantien für von Fannie Mae zugelassene Kreditgeber, die ihrerseits MBS mit Fannie-Mae-Garantie emittieren
  • Programme für Einfamilienhausfinanzierungen mit standardisierten Underwriting-Kriterien und automatisierten Prüfwerkzeugen
  • Finanzierungen und MBS-Strukturen für kleinere Mehrfamilienobjekte und bestimmte Segmente des bezahlbaren Wohnraums
  • Credit-Risk-Transfer-Instrumente, bei denen ein Teil des Kreditrisikos auf den Kapitalmarkt verlagert wird
  • Daten-, Analyse- und Reporting-Services für Marktteilnehmer, Aufseher und Investoren zur Bewertung von Kreditportfolien und strukturierten Produkten
Die Dienstleistungen umfassen ferner Servicing-Standards, Qualitätskontrollen bei der Dokumentation, Leitlinien für Kreditvergabepraktiken sowie technische Plattformen zur elektronischen Übermittlung, Prüfung und laufenden Überwachung von Hypothekendarlehen.

Business Units und operative Segmente

Fannie Mae gliedert ihr operatives Geschäft im Wesentlichen nach Produkt- und Marktsegmenten des Wohnimmobilienbereichs. Kernbereiche sind
  • Single-Family: Ankauf, Verbriefung und Garantie von Hypothekendarlehen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, einschließlich spezieller Programme für Erstkäufer und bezahlbaren Wohnraum
  • Multifamily: Finanzierungslösungen und MBS-Strukturen für kleinere Mehrfamilienobjekte und bestimmte Teile des Mietwohnungsmarktes, oftmals mit Fokus auf erschwinglichen Wohnraum
  • Capital Markets: Strukturierung, Platzierung und Handel von Fannie-Mae-MBS, Credit-Risk-Transfer-Transaktionen und weiteren kapitalmarktnahen Produkten
  • Enterprise Risk Management: Querschnittsfunktion zur Steuerung von Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken in allen Segmenten
Die genaue Segmentberichterstattung kann im Zeitverlauf regulatorischen und strategischen Anpassungen unterliegen, bleibt aber klar auf das Kerngeschäft rund um US-Wohnimmobilien ausgerichtet.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fannie Mae verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Als GSE mit explizitem Förderauftrag und impliziter staatlicher Unterstützung besitzt das Unternehmen einen privilegierten Zugang zu den Kapitalmärkten, was sich in günstigen Refinanzierungskonditionen und hoher Investorennachfrage nach Fannie-Mae-Wertpapieren niederschlägt. Der Marktstandardcharakter von Fannie-Mae-MBS im US-Hypothekenmarkt schafft einen tiefen Liquiditätspool und erleichtert Preisfindung, Hedging und Portfoliosteuerung für institutionelle Anleger. Die enorme Datenbasis zu Kreditnehmern, Sicherheiten und Zahlungshistorien verleiht Fannie Mae einen ausgeprägten Informationsvorsprung beim Kreditrisikomanagement und bei der Entwicklung von Underwriting-Modellen. Die enge Verzahnung mit Aufsichtsbehörden, Regulatoren und politischen Entscheidern sorgt für eine besondere Stellung bei der Ausgestaltung von Marktstandards und Regularien. Diese Strukturen bilden einen hohen Markteintrittsbarriere-Moat, da konkurrierende Plattformen weder die gleiche staatliche Einbindung noch die gleiche Daten- und Infrastrukturtiefe aufweisen.

Wettbewerbsumfeld

Das Wettbewerbsumfeld von Fannie Mae ist atypisch, da das Unternehmen nicht in einem klassischen, rein marktwirtschaftlichen Setting operiert. Der wichtigste direkte Wettbewerber ist die ebenfalls als GSE organisierte Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation), die ein weitgehend ähnliches Geschäftsmodell betreibt. Daneben tritt die staatliche Ginnie Mae (Government National Mortgage Association) als Garantin für MBS auf, die von staatlich geförderten Kreditprogrammen wie FHA- oder VA-Darlehen gespeist werden. Private-label-MBS-Emittenten und Investmentbanken konkurrieren in bestimmten Marktsegmenten, insbesondere bei höher riskanten oder nicht standardisierten Hypothekenprodukten, jedoch mit deutlich geringerer Marktdurchdringung im Kernbereich des Prime-Hypothekengeschäfts. Regionale und nationale Banken, Non-Bank-Mortgage-Lender und Servicer stehen eher in einer Lieferanten- und Partnerbeziehung zu Fannie Mae, da sie Kredite originieren, die anschließend an Fannie Mae verkauft oder über Fannie-Mae-Programme verbrieft werden. Wettbewerb manifestiert sich daher primär in Konditionsgestaltung, Produktparametern und Servicequalität gegenüber den originierenden Kreditgebern, weniger im Endkundenmarketing.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Fannie Mae agiert unter den besonderen Rahmenbedingungen der staatlichen Aufsicht durch die FHFA. Strategische Zielsetzungen umfassen eine robuste Kapitalausstattung gemäß regulatorischen Vorgaben, die Stärkung der Risikotragfähigkeit, die Verringerung von Konzentrationsrisiken sowie den weiteren Ausbau von Credit-Risk-Transfer-Programmen zur Entlastung der Bilanz. Governance-Strukturen werden stark von regulatorischen Anforderungen geprägt, einschließlich detaillierter Vorgaben für Risiko- und Compliance-Funktionen, Stresstests und Berichtspflichten. Die Managementstrategie fokussiert auf
  • technologische Modernisierung der Kreditprüfungs- und Servicing-Plattformen
  • Verbesserung der Datenqualität und der analytischen Modelle
  • Förderung bezahlbaren Wohnraums in Einklang mit den Housing Goals der Aufsichtsbehörden
  • laufende Anpassung der Underwriting-Standards an makroökonomische und demografische Entwicklungen
  • Stärkung der Resilienz gegenüber Zins-, Kredit- und Immobilienpreiszyklen
Politische Entscheidungen über die langfristige Eigentümerstruktur und den zukünftigen Status der GSEs setzen allerdings einen übergeordneten Rahmen, den das Management nur bedingt beeinflussen kann.

Branche, Marktumfeld und Region

Fannie Mae ist ausschließlich im US-Hypotheken- und Kapitalmarkt tätig und damit direkt abhängig von der Entwicklung des Wohnimmobiliensektors sowie dem US-Zinsumfeld. Die Branche ist hochgradig reguliert und eng mit der Geldpolitik der Federal Reserve, der Fiskalpolitik und der Wohnungspolitik der US-Regierung verwoben. Zinsschwankungen, Veränderungen bei Kreditvergabestandards, Steuergesetze und Förderprogramme wirken sich unmittelbar auf Kreditnachfrage, Refinanzierungsvolumen und MBS-Aktivität aus. Strukturell wird der Markt von demografischen Trends wie Haushaltsbildung, Urbanisierung und Migration zwischen Regionen sowie von Angebotsengpässen im Wohnungsbau beeinflusst. Als zentraler Akteur im Sekundärmarkt reagiert Fannie Mae besonders sensibel auf Extremereignisse wie Immobilienpreisblasen, Rezessionen, Arbeitslosigkeitsschocks oder pandemiebedingte Sonderprogramme zur Kreditstundung. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von der Größe und Tiefe des US-Kapitalmarktes, der globale Kapitalströme anzieht und Fannie-Mae-Papiere als Benchmarkinstrumente für Zins- und Kreditrisiken nutzt.

Unternehmensgeschichte

Fannie Mae wurde 1938 im Rahmen des New Deal der US-Regierung gegründet, um die Hypothekenfinanzierung nach der Großen Depression zu stabilisieren und langfristige Wohnungsbaudarlehen zu fördern. Ursprünglich als staatliche Einrichtung konzipiert, war ihre Aufgabe, einen Sekundärmarkt für durch die Federal Housing Administration versicherte Hypothekendarlehen zu schaffen. In den späten 1960er-Jahren erfolgte die Umwandlung in eine börsennotierte, aber weiterhin staatlich geförderte Aktiengesellschaft mit GSE-Status, um die Staatsbilanz zu entlasten und privates Kapital zu mobilisieren. Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte sich Fannie Mae zu einem der größten Emittenten und Garanten von Hypothekenwertpapieren weltweit. Die Finanzkrise 2007/2008 offenbarte jedoch erhebliche Schwächen im Risikomanagement und in der Regulierung des Hypothekenmarktes. 2008 wurde Fannie Mae unter die Aufsicht der FHFA gestellt und in ein Conservatorship überführt, in dessen Rahmen das US-Finanzministerium Kapitalunterstützung bereitstellte. Seitdem operiert das Unternehmen in einem Übergangsstatus mit verstärkter Kontrolle, verschärften Kapitalanforderungen und tiefgreifenden Reformen im Kreditrisiko- und Governance-System. Diskussionen über eine umfassende Reform oder mögliche Rekapitalisierung und Freisetzung aus dem Conservatorship dauern an.

Besondere strukturelle Merkmale

Fannie Mae weist mehrere Besonderheiten auf, die sie von klassischen Finanzinstituten unterscheiden. Als GSE ist das Unternehmen weder eine reine staatliche Behörde noch ein gewöhnliches privates Kreditinstitut. Es agiert im Spannungsfeld zwischen politischem Auftrag und marktwirtschaftlichen Anreizstrukturen. Die Wertpapiere von Fannie Mae gelten am Markt vielfach als de facto staatlich gestützt, was zu einer besonderen Wahrnehmung des Kreditrisikos führt. Gleichzeitig unterliegt das Unternehmen umfassenden Offenlegungspflichten, Stresstests und Obergrenzen für bestimmte Risikopositionen. Ein weiteres Merkmal ist die starke Standardisierung von Kreditprodukten: Einheitliche Dokumentation, produktbezogene Eligibility-Kriterien und automatisierte Underwriting-Systeme prägen den Markt und reduzieren Transaktionskosten für Kreditgeber und Investoren. Zudem nutzt Fannie Mae umfangreiche Credit-Risk-Transfer-Programme, um Kreditrisiken über synthetische und strukturierte Instrumente an private Investoren zu übertragen, wodurch das Unternehmen als Plattform zur Risikoallokation fungiert. Die Kombination aus öffentlicher Mission, marktfähigen Strukturen, systemischer Bedeutung und regulatorischer Überformung macht Fannie Mae zu einem Sonderfall im globalen Finanzsystem.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Fannie Mae ein komplexes, chancen- und risikobehaftetes Profil, das sich deutlich von klassischen Industrie- oder Banktiteln unterscheidet. Chancen ergeben sich vor allem aus
  • der systemkritischen Rolle des Unternehmens im US-Hypotheken- und MBS-Markt
  • dem tief verankerten GSE-Status mit historisch starker politischer Unterstützung
  • Skaleneffekten, Datenvorteilen und hoher Marktstandardisierung
  • der zentralen Bedeutung von Wohnimmobilienfinanzierung für die US-Wirtschaft
  • der Möglichkeit, von langfristigen Wachstums- und Demografietrends im US-Wohnungsmarkt zu profitieren
Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber
  • regulatorische und politische Unsicherheit über die künftige Struktur der GSEs und des Conservatorships
  • Abhängigkeit von der US-Makroökonomie, Zinsniveaus und Immobilienpreisentwicklung
  • potenzielle Änderungen in der Wohnungspolitik, etwa strengere Housing Goals oder Eingriffe in Margenstrukturen
  • Reputations- und Rechtsrisiken, die aus früheren Krisenerfahrungen und Markteingriffen resultieren können
  • Komplexität der Bilanz- und Risikostruktur, die eine fundierte Analyse von Kredit-, Zins- und Liquiditätsrisiken erfordert
Für konservative Anleger ist insbesondere die politische Dimension entscheidend: Eigentümerstruktur, Dividendenfähigkeit und Kapitalpolitik stehen in starkem Zusammenhang mit regulatorischen Entscheidungen. Eine Anlagestrategie in Bezug auf Fannie Mae verlangt daher eine hohe Toleranz gegenüber regulatorischer Volatilität und ein tiefes Verständnis der US-Wohnungs- und Finanzmarktpolitik. Ohne klare politische Weichenstellung bleibt das Investmentprofil von Fannie Mae strukturell unsicher und setzt langfristige, risikobewusste Investoren einer erhöhten Planungs- und Bewertungsunsicherheit aus.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 8,35 $
Gehandelte Stücke 1.304.642
Tagesvolumen Vortag 36.110.753 $
Tagestief 8,20 $
Tageshoch 8,82 $
52W-Tief 4,83 $
52W-Hoch 15,99 $
Jahrestief 8,00 $
Jahreshoch 11,47 $

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Fannie Mae Aktie heute gestiegen?

  • Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) hat eine neue Strategie zur Verbesserung der Transparenz des Marktes für die Fannie Mae und Freddie Mac angekündigt.
  • Analysten heben die Bedeutung der Fannie Mae in der aktuellen Wohnungsmarktsituation hervor und betonen, dass die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens im kommenden Quartal positiv sein sollten.
  • Fannie Mae plant Investitionen in Technologien zur Steigerung der Effizienz, was potenziell positive Auswirkungen auf die Betriebskosten haben könnte.
  • Die jüngsten Marktentwicklungen deuten darauf hin, dass das Interesse an Hypothekenanleihen, einschließlich der von Fannie Mae ausgegebenen, in den nächsten Monaten weiter steigen könnte.
Hinweis

Community: Diskussion zu Fannie Mae Federal National Mortgage Association GSE

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Teilnehmer berichten von einer langen "Quiet Period", beobachten einen schrittweisen Kursrückgang (teils als "Salami‑Taktik" und angebliche Verkäufe von Ackman beschrieben) und äußern Unsicherheit darüber, wann Regierungskommunikation oder andere News den Kurs wieder bewegen werden, während einige Langfristanleger ihre bisherigen Gewinne hervorheben.
  • Gleichzeitig werden fundamentale Nachrichten und Analysen diskutiert — etwa das BTIG‑Kauf‑Rating mit einem Kursziel von 20 USD, die Debatte um die Rückzahlung vorrangiger Vorzugsaktien durch das US‑Finanzministerium, mögliche Lockerungen der Kapitalanforderungen (ERF) sowie politische Maßnahmen wie ein 200‑Milliarden‑USD‑MBS‑Kauf und steuerliche Immobilienanreize, die als potenzielle Treiber für eine Neubewertung und höheren Investitionsspielraum gelten.
  • Die Beiträge zeigen eine gespannte Mischung aus Skepsis und Hoffnung: viele betonen die Unsicherheit von Vorhersagen ("Hinterher ist man klüger"), fordern neue Nachrichten und diskutieren mögliche Ausstiegs‑ oder IPO‑Szenarien und deren Folgen für Kurs und Engagementen.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Fundamentale Kennzahlen (2022)

Umsatz in Mio. -
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite -
Umsatzrendite -
Return on Investment -
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote -

Derivate

Hebelprodukte (8)
Knock-Outs 8

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.08.2008 0,034 €
28.04.2008 0,22 €
29.01.2008 0,24 €
29.10.2007 0,35 €
27.07.2007 0,50 €
16.05.2007 0,074 €
26.04.2007 0,29 €
29.01.2007 0,31 €
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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 6,84 € -0,29%
6,86 € 12:31
Hamburg 7,02 € +3,54%
6,78 € 08:15
München 6,90 € +3,60%
6,66 € 14:16
Stuttgart 6,96 € +0,29%
6,94 € 15:32
L&S RT 7,20 € +3,30%
6,97 € 16:15
Nasdaq OTC Other 8,74 $ +4,67%
8,35 $ 16:00
Tradegate 6,90 € -1,43%
7,00 € 15:34
Quotrix 7,00 € +0,57%
6,96 € 07:27
Gettex 7,22 € +4,03%
6,94 € 16:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
29.01.26 8,35 43,0 M
28.01.26 8,13 31,4 M
27.01.26 8,48 54,8 M
26.01.26 8,80 29,7 M
23.01.26 8,87 16,0 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 8,87 $ -5,86%
1 Monat 10,30 $ -18,93%
6 Monate 8,58 $ -2,68%
1 Jahr 5,65 $ +47,79%
5 Jahre 1,95 $ +328,21%

Unternehmensprofil Fannie Mae Federal National Mortgage Association GSE

Die Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) ist eine US‑amerikanische Government-Sponsored Enterprise (GSE) mit systemkritischer Rolle im Hypotheken- und Kapitalmarkt. Das Unternehmen agiert überwiegend als Sekundärmarktakteur für wohnwirtschaftliche Hypothekendarlehen und dient als verbindendes Glied zwischen originierenden Banken, Kapitalmärkten und Investoren. Fannie Mae stützt die Liquidität des US-Hypothekenmarktes, indem sie Kreditrisiken bündelt, transformiert und über strukturierte Wertpapiere und Kreditgarantien an institutionelle Investoren weitergibt. Der Fokus liegt auf dem US-Residential-Mortgage-Markt, einschließlich Einfamilienhäusern sowie kleineren Mehrfamilienobjekten. Als GSE operiert Fannie Mae mit einem öffentlichen Förderauftrag, steht jedoch seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Aufsicht und konservatorship der Federal Housing Finance Agency (FHFA).

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Fannie Mae basiert auf dem Ankauf, der Verbriefung und der Garantie von Hypothekendarlehen, die von Banken, Kreditgenossenschaften und spezialisierten Hypothekenbanken im Primärmarkt vergeben wurden. Fannie Mae übernimmt dabei vor allem das Zins- und Kreditrisiko, strukturiert aus den erworbenen Krediten Mortgage-Backed Securities (MBS) und versieht diese mit einer Kreditgarantie. Investoren erhalten dadurch ein standardisiertes Produkt mit definierten Zahlungsströmen und einem staatlich gestützten, aber formell nicht expliziten Support. Erträge resultieren im Kern aus Garantiegebühren, Spreads zwischen Refinanzierungskosten und Couponzahlungen sowie aus der Bewirtschaftung von Restportfolien. Das Geschäftsmodell ist stark reguliert; Bilanzstruktur, Kapitalanforderungen und Risikomanagement unterliegen detaillierten Vorgaben der FHFA und weiterer Aufsichtsbehörden. Operativ konzentriert sich Fannie Mae auf Skaleneffekte, datengetriebenes Underwriting und ein engmaschiges Kreditrisiko-Controlling entlang des gesamten Hypothekenlebenszyklus.

Mission und öffentlicher Auftrag

Die Mission von Fannie Mae ist es, bezahlbaren und stabilen Zugang zu Wohnraumfinanzierung in den gesamten USA sicherzustellen und die Funktionsfähigkeit des Sekundärmarkts für Hypotheken zu stärken. Als GSE verfolgt das Unternehmen einen hybriden Ansatz aus privatwirtschaftlicher Effizienz und öffentlichem Förderziel. Im Zentrum stehen die Ausweitung von Hypothekenkrediten für Kreditnehmer mit soliden, aber nicht perfekten Bonitätsprofilen, die Unterstützung von Erstkäufern und einkommensschwächeren Haushalten sowie die Stabilisierung der Kreditvergabe über Konjunkturzyklen hinweg. Die Mission umfasst auch die Förderung standardisierter Kreditprodukte, die Verbesserung der Markentransparenz sowie die Reduktion systemischer Risiken durch robuste Daten- und Risikostandards. Damit wirkt Fannie Mae als Infrastrukturplattform für den US-Hypothekenmarkt und als Transmissionsmechanismus geldpolitischer und makroprudenzieller Maßnahmen.

Produkte und Dienstleistungen

Fannie Mae bietet ein breites Spektrum an kapitalmarktfähigen Produkten und Dienstleistungen rund um Wohnimmobilienfinanzierungen. Dazu zählen insbesondere
  • Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS), bei denen Hypothekendarlehen zu Pools gebündelt und als MBS an institutionelle Investoren verkauft werden
  • Kreditgarantien für von Fannie Mae zugelassene Kreditgeber, die ihrerseits MBS mit Fannie-Mae-Garantie emittieren
  • Programme für Einfamilienhausfinanzierungen mit standardisierten Underwriting-Kriterien und automatisierten Prüfwerkzeugen
  • Finanzierungen und MBS-Strukturen für kleinere Mehrfamilienobjekte und bestimmte Segmente des bezahlbaren Wohnraums
  • Credit-Risk-Transfer-Instrumente, bei denen ein Teil des Kreditrisikos auf den Kapitalmarkt verlagert wird
  • Daten-, Analyse- und Reporting-Services für Marktteilnehmer, Aufseher und Investoren zur Bewertung von Kreditportfolien und strukturierten Produkten
Die Dienstleistungen umfassen ferner Servicing-Standards, Qualitätskontrollen bei der Dokumentation, Leitlinien für Kreditvergabepraktiken sowie technische Plattformen zur elektronischen Übermittlung, Prüfung und laufenden Überwachung von Hypothekendarlehen.

Business Units und operative Segmente

Fannie Mae gliedert ihr operatives Geschäft im Wesentlichen nach Produkt- und Marktsegmenten des Wohnimmobilienbereichs. Kernbereiche sind
  • Single-Family: Ankauf, Verbriefung und Garantie von Hypothekendarlehen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, einschließlich spezieller Programme für Erstkäufer und bezahlbaren Wohnraum
  • Multifamily: Finanzierungslösungen und MBS-Strukturen für kleinere Mehrfamilienobjekte und bestimmte Teile des Mietwohnungsmarktes, oftmals mit Fokus auf erschwinglichen Wohnraum
  • Capital Markets: Strukturierung, Platzierung und Handel von Fannie-Mae-MBS, Credit-Risk-Transfer-Transaktionen und weiteren kapitalmarktnahen Produkten
  • Enterprise Risk Management: Querschnittsfunktion zur Steuerung von Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken in allen Segmenten
Die genaue Segmentberichterstattung kann im Zeitverlauf regulatorischen und strategischen Anpassungen unterliegen, bleibt aber klar auf das Kerngeschäft rund um US-Wohnimmobilien ausgerichtet.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fannie Mae verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Als GSE mit explizitem Förderauftrag und impliziter staatlicher Unterstützung besitzt das Unternehmen einen privilegierten Zugang zu den Kapitalmärkten, was sich in günstigen Refinanzierungskonditionen und hoher Investorennachfrage nach Fannie-Mae-Wertpapieren niederschlägt. Der Marktstandardcharakter von Fannie-Mae-MBS im US-Hypothekenmarkt schafft einen tiefen Liquiditätspool und erleichtert Preisfindung, Hedging und Portfoliosteuerung für institutionelle Anleger. Die enorme Datenbasis zu Kreditnehmern, Sicherheiten und Zahlungshistorien verleiht Fannie Mae einen ausgeprägten Informationsvorsprung beim Kreditrisikomanagement und bei der Entwicklung von Underwriting-Modellen. Die enge Verzahnung mit Aufsichtsbehörden, Regulatoren und politischen Entscheidern sorgt für eine besondere Stellung bei der Ausgestaltung von Marktstandards und Regularien. Diese Strukturen bilden einen hohen Markteintrittsbarriere-Moat, da konkurrierende Plattformen weder die gleiche staatliche Einbindung noch die gleiche Daten- und Infrastrukturtiefe aufweisen.

Wettbewerbsumfeld

Das Wettbewerbsumfeld von Fannie Mae ist atypisch, da das Unternehmen nicht in einem klassischen, rein marktwirtschaftlichen Setting operiert. Der wichtigste direkte Wettbewerber ist die ebenfalls als GSE organisierte Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation), die ein weitgehend ähnliches Geschäftsmodell betreibt. Daneben tritt die staatliche Ginnie Mae (Government National Mortgage Association) als Garantin für MBS auf, die von staatlich geförderten Kreditprogrammen wie FHA- oder VA-Darlehen gespeist werden. Private-label-MBS-Emittenten und Investmentbanken konkurrieren in bestimmten Marktsegmenten, insbesondere bei höher riskanten oder nicht standardisierten Hypothekenprodukten, jedoch mit deutlich geringerer Marktdurchdringung im Kernbereich des Prime-Hypothekengeschäfts. Regionale und nationale Banken, Non-Bank-Mortgage-Lender und Servicer stehen eher in einer Lieferanten- und Partnerbeziehung zu Fannie Mae, da sie Kredite originieren, die anschließend an Fannie Mae verkauft oder über Fannie-Mae-Programme verbrieft werden. Wettbewerb manifestiert sich daher primär in Konditionsgestaltung, Produktparametern und Servicequalität gegenüber den originierenden Kreditgebern, weniger im Endkundenmarketing.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Fannie Mae agiert unter den besonderen Rahmenbedingungen der staatlichen Aufsicht durch die FHFA. Strategische Zielsetzungen umfassen eine robuste Kapitalausstattung gemäß regulatorischen Vorgaben, die Stärkung der Risikotragfähigkeit, die Verringerung von Konzentrationsrisiken sowie den weiteren Ausbau von Credit-Risk-Transfer-Programmen zur Entlastung der Bilanz. Governance-Strukturen werden stark von regulatorischen Anforderungen geprägt, einschließlich detaillierter Vorgaben für Risiko- und Compliance-Funktionen, Stresstests und Berichtspflichten. Die Managementstrategie fokussiert auf
  • technologische Modernisierung der Kreditprüfungs- und Servicing-Plattformen
  • Verbesserung der Datenqualität und der analytischen Modelle
  • Förderung bezahlbaren Wohnraums in Einklang mit den Housing Goals der Aufsichtsbehörden
  • laufende Anpassung der Underwriting-Standards an makroökonomische und demografische Entwicklungen
  • Stärkung der Resilienz gegenüber Zins-, Kredit- und Immobilienpreiszyklen
Politische Entscheidungen über die langfristige Eigentümerstruktur und den zukünftigen Status der GSEs setzen allerdings einen übergeordneten Rahmen, den das Management nur bedingt beeinflussen kann.

Branche, Marktumfeld und Region

Fannie Mae ist ausschließlich im US-Hypotheken- und Kapitalmarkt tätig und damit direkt abhängig von der Entwicklung des Wohnimmobiliensektors sowie dem US-Zinsumfeld. Die Branche ist hochgradig reguliert und eng mit der Geldpolitik der Federal Reserve, der Fiskalpolitik und der Wohnungspolitik der US-Regierung verwoben. Zinsschwankungen, Veränderungen bei Kreditvergabestandards, Steuergesetze und Förderprogramme wirken sich unmittelbar auf Kreditnachfrage, Refinanzierungsvolumen und MBS-Aktivität aus. Strukturell wird der Markt von demografischen Trends wie Haushaltsbildung, Urbanisierung und Migration zwischen Regionen sowie von Angebotsengpässen im Wohnungsbau beeinflusst. Als zentraler Akteur im Sekundärmarkt reagiert Fannie Mae besonders sensibel auf Extremereignisse wie Immobilienpreisblasen, Rezessionen, Arbeitslosigkeitsschocks oder pandemiebedingte Sonderprogramme zur Kreditstundung. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von der Größe und Tiefe des US-Kapitalmarktes, der globale Kapitalströme anzieht und Fannie-Mae-Papiere als Benchmarkinstrumente für Zins- und Kreditrisiken nutzt.

Unternehmensgeschichte

Fannie Mae wurde 1938 im Rahmen des New Deal der US-Regierung gegründet, um die Hypothekenfinanzierung nach der Großen Depression zu stabilisieren und langfristige Wohnungsbaudarlehen zu fördern. Ursprünglich als staatliche Einrichtung konzipiert, war ihre Aufgabe, einen Sekundärmarkt für durch die Federal Housing Administration versicherte Hypothekendarlehen zu schaffen. In den späten 1960er-Jahren erfolgte die Umwandlung in eine börsennotierte, aber weiterhin staatlich geförderte Aktiengesellschaft mit GSE-Status, um die Staatsbilanz zu entlasten und privates Kapital zu mobilisieren. Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte sich Fannie Mae zu einem der größten Emittenten und Garanten von Hypothekenwertpapieren weltweit. Die Finanzkrise 2007/2008 offenbarte jedoch erhebliche Schwächen im Risikomanagement und in der Regulierung des Hypothekenmarktes. 2008 wurde Fannie Mae unter die Aufsicht der FHFA gestellt und in ein Conservatorship überführt, in dessen Rahmen das US-Finanzministerium Kapitalunterstützung bereitstellte. Seitdem operiert das Unternehmen in einem Übergangsstatus mit verstärkter Kontrolle, verschärften Kapitalanforderungen und tiefgreifenden Reformen im Kreditrisiko- und Governance-System. Diskussionen über eine umfassende Reform oder mögliche Rekapitalisierung und Freisetzung aus dem Conservatorship dauern an.

Besondere strukturelle Merkmale

Fannie Mae weist mehrere Besonderheiten auf, die sie von klassischen Finanzinstituten unterscheiden. Als GSE ist das Unternehmen weder eine reine staatliche Behörde noch ein gewöhnliches privates Kreditinstitut. Es agiert im Spannungsfeld zwischen politischem Auftrag und marktwirtschaftlichen Anreizstrukturen. Die Wertpapiere von Fannie Mae gelten am Markt vielfach als de facto staatlich gestützt, was zu einer besonderen Wahrnehmung des Kreditrisikos führt. Gleichzeitig unterliegt das Unternehmen umfassenden Offenlegungspflichten, Stresstests und Obergrenzen für bestimmte Risikopositionen. Ein weiteres Merkmal ist die starke Standardisierung von Kreditprodukten: Einheitliche Dokumentation, produktbezogene Eligibility-Kriterien und automatisierte Underwriting-Systeme prägen den Markt und reduzieren Transaktionskosten für Kreditgeber und Investoren. Zudem nutzt Fannie Mae umfangreiche Credit-Risk-Transfer-Programme, um Kreditrisiken über synthetische und strukturierte Instrumente an private Investoren zu übertragen, wodurch das Unternehmen als Plattform zur Risikoallokation fungiert. Die Kombination aus öffentlicher Mission, marktfähigen Strukturen, systemischer Bedeutung und regulatorischer Überformung macht Fannie Mae zu einem Sonderfall im globalen Finanzsystem.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Fannie Mae ein komplexes, chancen- und risikobehaftetes Profil, das sich deutlich von klassischen Industrie- oder Banktiteln unterscheidet. Chancen ergeben sich vor allem aus
  • der systemkritischen Rolle des Unternehmens im US-Hypotheken- und MBS-Markt
  • dem tief verankerten GSE-Status mit historisch starker politischer Unterstützung
  • Skaleneffekten, Datenvorteilen und hoher Marktstandardisierung
  • der zentralen Bedeutung von Wohnimmobilienfinanzierung für die US-Wirtschaft
  • der Möglichkeit, von langfristigen Wachstums- und Demografietrends im US-Wohnungsmarkt zu profitieren
Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber
  • regulatorische und politische Unsicherheit über die künftige Struktur der GSEs und des Conservatorships
  • Abhängigkeit von der US-Makroökonomie, Zinsniveaus und Immobilienpreisentwicklung
  • potenzielle Änderungen in der Wohnungspolitik, etwa strengere Housing Goals oder Eingriffe in Margenstrukturen
  • Reputations- und Rechtsrisiken, die aus früheren Krisenerfahrungen und Markteingriffen resultieren können
  • Komplexität der Bilanz- und Risikostruktur, die eine fundierte Analyse von Kredit-, Zins- und Liquiditätsrisiken erfordert
Für konservative Anleger ist insbesondere die politische Dimension entscheidend: Eigentümerstruktur, Dividendenfähigkeit und Kapitalpolitik stehen in starkem Zusammenhang mit regulatorischen Entscheidungen. Eine Anlagestrategie in Bezug auf Fannie Mae verlangt daher eine hohe Toleranz gegenüber regulatorischer Volatilität und ein tiefes Verständnis der US-Wohnungs- und Finanzmarktpolitik. Ohne klare politische Weichenstellung bleibt das Investmentprofil von Fannie Mae strukturell unsicher und setzt langfristige, risikobewusste Investoren einer erhöhten Planungs- und Bewertungsunsicherheit aus.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 10,54 Mrd. €
Aktienanzahl 1,16 Mrd.
Währung EUR
Land USA
Sektor Finanzen
Branche Sparkassen u. Hypothekenfinanzierung
Aktientyp Stammaktie

Community-Beiträge zu Fannie Mae Federal National Mortgage Association GSE

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FullyDiluted
esgeht2010
Die Lage ist unverändert. Jetzt ist erstmal shutdown. Davon ist auch das Finanzministerium betroffen. Es kann sein, muss aber nicht, dass das die Angelegenheit verzögert. Allerdings ist es ja bekanntlich Trump, der die Strippen zieht. So schrieb Pulte gestern auf X, dass Trump noch keine “leading bank” für das IPO ernannt hat. So etwas schreibt man nicht, wenn es gar kein IPO gibt! Trump und Pulte arbeiten daran, die großen Baufirmen, die „big builders“, für Fannie und Freddie an Land zu ziehen. Das würde den Umsatz und den Gewinn signifikant steigern. Alles unter dem Deckmantel: Safety and Soundness des Häusermarktes. Mal abwarten, inwieweit das klappt. Die Chancen stehen gut. Vor 16 Stunden hat Pulte seit langen mal wieder einen Tweet von navycmdr (Cmdr Ron Luhmann auf X) retweetet. Der hält ausschließlich Stämme, und zwar 700 000 Freddies. Das weiß der Pulte auch… Kann man als Durchhalteparole betrachten… Navy postet fast ausschließlich über Fannie und Freddie. Ich werte das als ein gutes Zeichen, ähnlich wie Trumps Tweets auf Truth Social, als er Fannie und Freddie über den grünen Klee gelobt hat und seinen Followern sagte, dass er die Firmen „public“ bringen werde. Denen schrieb er ja auch zuvor, dass es jetzt eine gute Gelegenheit wäre, Aktien zu kaufen, und zwar eine Stunde, bevor er die Zölle verschob und die Märkte in die Höhe schossen. Freilich alles Spekulation. Sollten hier irgendwelche Leute Sachen über mich behaupten, heißt das noch lange nicht, dass die Aussagen stimmen, nur weil ich nicht darauf reagiere. Das ist mir inzwischen zu blöd. Viel Erfolg Dir und natürlich auch allen anderen Investierten.
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FullyDiluted
esgeht2010
Die Lage ist nach wie vor hervorragend. Ich habe noch nie ein Interview mit einem Entscheidungsträger gehört, das mir so gut gefallen hat wie das von Bessent, welches Don59 in seinem letzten Beitrag verlinkt hat. Obwohl Bessent die Katze nicht aus dem Sack läßt, so ist doch so einiges drin: 1. Der Fahrplan steht: Bessent sagt, dass Bekanntmachungen in den nächsten Monaten veröffentlicht werden. Das deckt sich mit Trumps November-Andeutung und mit Lutnicks Aussage, dass das alles schneller vonstattengeht, als die meisten denken. Auch mit seiner eigenen Aussage, dass Ende September oder spätestens Anfang Oktober bekannt gemacht wird, welche Banken den Zuschlag für das IPO erhalten werden. Denn welche Bekanntmachungen stehen denn an? IPO, SPS, warrants, Kapitalanforderungen. Alles vor dem Börsengang. Und all denjenigen, die sich fragen, warum von Börsengang die Rede ist, obwohl wir doch schon an der Börse sind, sei gesagt: Fannie und Freddie werden in den USA nur „over the counter“ an der OTC gehandelt. Das ist ein außerbörslicher Direkthandel über eine elektronische Plattform, auf der Broker für einen direkten Handel zwischen Käufer und Verkäufer sorgen. Diese Broker können aber auch direkt als Handelspartner auftreten. Daher sind einige der Meinung, dass die Broker für die hohe Volatilität verantwortlich sind. Sprich, bei hoher Nachfrage den Preis in die Höhe treiben, um dann bei nachlassender Nachfrage den Kurs zu drücken, um die vorher von ihnen verkauften Aktien wieder günstiger zurückzukaufen. Das ist aber nicht ohne Risiko, scheint aber bislang gut geklappt zu haben. 2. Bessents Hauptaugenmerk sind nach wie vor die Hypothekenzinsen. Diese mortgage rates seien der „Nordstern“ für ihn, der noch vor den Einnahmen durch das IPO steht. Diese dürften nicht steigen und sollten möglichst gesenkt werden, immerhin sei der Häusermarkt noch in der Krise. Inzwischen spricht er nicht mehr von mortgage rates, sondern von mortgage spreads. Das ist präziser und liegt im direkten Einflussbereich der FHFA und des Finanzministeriums. Denn während die Höhe der mortgage rates zum größten Teil vom Leitzins der FED abhängen, so beziehen sich die mortgage spreads auf die Differenz zwischen den in aller Regel 10 jährigen Staatsanleihen und den Hypothekenzinsen. Somit ist diese Angabe um den Leitzins bereinigt, da er beiden Werten zugrunde liegt. Es geht also nur noch um die Kosten für den Kreditnehmer, auf den Fannie und Freddie, aber auch der gesamte sekundäre Hypothekenmarkt Einfluss haben. Stichwort Risikoprämie. Der ein oder andere hier wird verstehen, warum ich mich darüber freue und was das mit den SPS zutun hat. Nur kurz: SPS als zurückbezahlt betrachten ermöglicht es, das sog. funding commitment um 189 Milliarden Dollar zu erhöhen, was ein Senken der Kapitalanforderungen ermöglicht, was wiederum das ROE von derzeit 10 auf 17 erhöhen würde und im Zuge dessen die Hypothekenzinsen durch eine Senkung der von Fannie und Freddie erhobenen Versicherungsgebühren gesenkt werden könnten, bis der ROE bei sagen wir 15 liegt. Daraus würde ein höherer Firmenwert bei gleichzeitig niedrigeren Verbraucherkosten resultieren. Eine „unschlagbare“ Kombination und ein win-win für alle, die nur aufgrund der einzigartigen Sachlage möglich ist. Und auch nur auf dieses eine Weise. 3. Bessent sagt, dass vor dem IPO alles für den Erfolg von Fannie und Freddie getan wird. Das hört sich gut an. 4. Bessent möchte, dass auch kleine Privataktionäre in Fannie und Freddie investiert sind, um Teil des American Dreams zu sein. Ob er nur die Möglichkeit für private Kleinaktionäre anspricht, beim Börsengang Aktien zeichnen zu können, oder damit auch uns Altaktionäre adressiert, sei dahingestellt. Dass sein Fokus auf kleinen Aktionären liegt und er dabei vom American Dream spricht, gefällt mir jedenfalls sehr gut. Wer solch eine Sichtweise hat, der wird doch nicht die Kleinen, von denen er weiß, dass sie einen Bärenanteil der ausstehenden Aktien halten, mit den SPS zerstören, oder?! Vor allem, wenn es überhaupt keinen Sinn macht! Wir werden es bald erfahren…
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FullyDiluted
Heiße Phase hat begonnen
Finanzminister Bessent sagte vor ein paar Wochen im TV, dass die Banken, die den Börsengang bzw.das IPO durchführen sollen, den Zuschlag Ende September bis spätestens Anfang Oktober erhalten werden. Das sind noch höchstens 3 Wochen. Diese Banken müssen dann zeitnah alle relevanten Informationen erhalten, um das IPO vorbereiten zu können. Das beinhaltet den Umgang mit den SPS und den warrants. Dann werden auch wir erfahren, was unsere Aktien wert sind. Denn damit der Prozess des Börsengangs eingeläutet werden darf, müssen die Banken der Börsenaufsichtsbehörde SEC sämtliche relevanten Informationen zukommen lassen, die daraufhin geprüft und öffentlich gemacht werden. Außerdem würde Trumps Admin gut daran tun, eine Senkung der Kapitalanforderungen für Fannie und Freddie vor dem IPO bekannt zu geben. Denn dann würde sie einen höheren Preis für ihre Anteile, die sie veräußern will, erzielen. Natürlich vorausgesetzt, die Anforderungen sollen tatsächlich gesenkt werden. Wenn das IPO wirklich im November stattfinden soll, wie Trump auf Truth Social andeutete, dann geht es hier bald Schlag auf Schlag. Also bei mir kribbelt‘s. (-; Darauf habe ich seit 2012 gehofft und gewartet. Und jetzt passiert‘s. Unumstößlich. Daumen drücken. Und anschnallen nicht vergessen. Bier kaltstellen. Herztropfen bereithalten usw. …
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FullyDiluted
Na gut
Dass Pulte den inneren Wert von Fannie und Freddie “mehr als” verdoppelt hat, ist schon übertrieben. Jedenfalls bekämpft er sehr erfolgreich Kreditbetrug. Dafür hat er für Fannie und Freddie sogar die Firma Palantir an Bord geholt: https://www.fanniemae.com/newsroom/fannie-mae-news/fannie-mae-launches-ai-fraud-detection-technology-partnership-palantir Das ist ein bedeutender Schritt in Sachen Safety and Soundness. Nicht nur für Fannie, sondern den gesamten sekundären Häusermarkt. Der Wertzuwachs wird immens sein, läßt dich in Zahlen aber erst in vielen Jahren ausdrücken, wenn man Vergleichsdaten heranziehen kann. Zu Palantirs Kunden zählen u.a. das US-Verteidigungs- sowie das Landwirtschaftsministerium und viele andere, siehe hier: https://www.appsruntheworld.com/customers-database/products/view/palantir-platform Pulte baut zudem Bürokratie und Regulierungen in den Unternehmen ab und läßt die Firmen in ihren Geschäftsfeldern wieder selbständig entscheiden und agieren. Beaufsichtigt: ja, bevormundet: nein. Und Pulte weitet die Tätigkeiten der Firmen aus, wo immer er kann. Zuletzt zu sehen bei seiner Entscheidung, Kryptowährungen als Sicherheiten der Kreditnehmer zu betrachten. Wer also Bitcoins besitzt, kann dieses Vermögen bei seiner Kreditvergabe mit einfließen lassen, ohne die Coins vorher verkaufen zu müssen. Unter Pulte wird Fannies Fußabdruck nicht verkleinert oder klein gehalten, sondern massiv vergrößert. Das allein wird schon in diesem Geschäftsjahr zu einem Gewinnsprung von derzeit 25 Milliarden USD auf ca. 30 Milliarden USD bei Fannie und Freddie führen. Innerer Wert verdoppelt? Jedenfalls massiv vergrößert.
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Max84
dann gehen Sie doch weiter und verweilen hier
keine Sekunde - ist doch Ihre kostbare Lebenszeit, oder? Schönen Tag noch...
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FullyDiluted
Fannies Aktien / (Kapitalstruktur)
1. Stammaktien. Es sind 1,158 Milliarden Stämme ausstehend und somit handelbar. 2. Junior-Vorzugsaktien. Fannie hat über die Zeit 16 verschiedene Serien dieser JPS herausgegeben. Insgesamt hat Fannie durch die Ausgabe all dieser Vorzüge 19,1 Milliarden Dollar eingenommen. Rund 1 Milliarde Dollar werden an Dividenden für all diese Serien fällig, wenn es denn irgendwann wieder eine Dividende gibt. Oder Fannie kauft eine oder alle dieser Serien für dann 19,1 Milliarden Dollar plus einer vierteljährlichen Dividende wieder zurück. Hier sind alle Serien mitsamt ihren spezifischen Konditionen aufgeführt: https://www.fanniemae.com/about-us/investor-relations/stock-information Es ist auch möglich, dass diese Vorzüge im Rahmen einer Entlassung aus der Staatsobhut in Stämme umgewandelt werden. Das habe ich früher schon einmal beschrieben, würde an dieser Stelle aber zu weit gehen. 3. Senior-Vorzugsaktien. Diese hält der Staat, seit 2008. Damals wurde entschieden, dass man Fannie mit Rettungsgeldern aushelfen müsse. Hierzu wurde eine Vereinbarung getroffen, das SPSPA. Diese Vereinbarung hat das Finanzministerium aber nicht mit Fannie direkt getroffen, sondern mit ihrer Aufsichtsbehörde, der FHFA, die Fannie kurz zuvor in conservatorship gesteckt hatte und somit sämtliche Rechte des Vorstands übernommen hatte. Im Zuge dieser Vereinbarung erhielt der Finanzminister 1000 SPS mit einem anfänglichen Wert von 1 Million pro Aktie. Dieser Wert, also 1 Milliarde Dollar für alle, sollte mit jeder Hilfszahlung Dollar für Dollar steigen. Zudem sollte eine jährliche Dividende von 10% auf den aktuellen Wert der SPS anfallen. Bis Obama 2012 entschied, dass ab jetzt 100% Dividende anfallen, also sämtliche Gewinne der Firma ans Finanzministerium abgeführt werden; ohne dass sich der Wert der SPS wieder entsprechend verringert. Seit diesem Tag steht der Wert der SPS mit 119,1 Milliarden Dollar in Fannies Büchern. Die Liquidations Preferrence dieser SPS ist sogar noch höher, aber dies zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen. Um die SPS ausführlich zu beschreiben, bräuchte ich wahrscheinlich 20 A4-Seiten oder eher mehr. 4. Noch gibt es keine Aktien, die hier aufgeführt werden könnten. Aber der Finanzminister hat im Rahmen des SPSPA auch noch einen warrant/Optionsschein erhalten, der ihm bei Ausübung 79,9% aller dann ausstehenden Stämme sichert. Pro Aktie müsstet er dann 0,0001 Dollar für die Ausübung bezahlen. Ein Beispiel; sollte er den warrant heute vollständig ausüben - beliebig viele Teilausübungen sind auch zulässig - würde er so viele Aktien erhalten, dass er danach 79,9% aller Stämme besäße. Das wären rund viermal soviel wie ausstehend oder rund 4,6 Milliarden Aktien, für deren Erhalt er lediglich 46 tausend Dollar bezahlen müßte. (Aber da er seit 2009 kein Geld mehr in Fannie stecken darf, würde er diese 46 tausend mit Stämmen begleichen, die Fannie garnicht erst an ihn übergibt - bei einem aktuellen Kurs von 10 Dollar wären das 4600 Aktien, die er weniger erhalten würde. … Und so ist das überall: kompliziert und umfangreich. Es ist kaum noch möglich, einen Neueinsteiger alles genau zu erklären. ) Nur eins noch: die Senior-Vorzugsaktien heißen Senior, weil sie Vorrang gegenüber allen anderen Aktien haben. Vor ihrer Einführung hießen die Junior-Vorzugsaktien einfach nur Vorzugsaktien. Und diese SPS stehen einem Börsengang im Weg, da es dem Markt nicht möglich ist, alle anderen Aktien fair zu bewerten, da diese SPS derart viele Rechte besitzen, dass, wie schon gesehen, eine 100% Dividende einfach deklariert werden kann. Somit ist der aktuelle Wert der Stämme und JPS rein spekulativ. Ich würde sagen: so geht man nicht seriös an die NYSE. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Pulte von einer komplizierten Kapitalstruktur spricht, “an der Donald Trump gerade arbeitet”. Das heißt auf gut Deutsch: wir werden bald erfahren, was mit den SPS geschieht. Werden sie irgendwie entwertet, oder werden sie teilweise oder gänzlich in Stämme umgewandelt? Das sind die zwei wahrscheinlichsten Lösungen. Erstere wäre für uns ein Knaller, letzteres wäre eine (teilweise) Katastrophe.
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Goletho
Trump
Trump makes my Depot great again!! Trump: Our great Mortgage Agencies, Fannie Mae and Freddie Mac, provide a vital service to our Nation by helping hardworking Americans reach the American Dream — Home Ownership. I am working on TAKING THESE AMAZING COMPANIES PUBLIC, but I want to be clear, the U.S. Government will keep its implicit GUARANTEES, and I will stay strong in my position on overseeing them as President. These Agencies are now doing very well, and will help us to, MAKE AMERICA GREAT AGAIN!
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FullyDiluted
Mein vorläufiger Fahrpla
Trump übernimmt jetzt die Entscheidung, ob Fannie und Freddie freigelassen werden. Das hat er auf seiner Plattform Truth Social verkündet. Und er fackelt nicht lange, so kennen wir ihn und das haben wir bei anderen politischen Entscheidungen wie den Zöllen auch gesehen. Ich erwarte eine Executive Order - also eine Aufforderung mit Gesetzeskraft, die er als Präsident allein aussprechen kann - in den nächsten Tagen. Darin wird er Pulte und Bessent auffordern, die Firmen aus den Conservatorships zu entlassen, safe and sound. Denn alle Vorzeichen deuten darauf hin. Die will ich jetzt nicht alle wiederholen. Allein die Tatsache, dass Trump ein Post dazu veröffentlicht und darin zudem steht, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, da die Firmen eine Menge Cash verdienen, sagt doch schon alles. Die Weichen wurden auch schon gestellt, sodass es keiner langen Überlegung bedarf. Trump hat vor kurzem Finanzminister Bessent per Executive Order beauftragt, innerhalb von 3 Monaten einen Plan vorzustellen, wie Trumps Vision von einem Sovereign Wealth Fund (SWF) finanziert werden kann. Dazu hat Bessent bereits in einem Interview vor ca. 6 Wochen gesagt, dass u.a. die Anteile von Fannie und Freddie dazu genutzt werden können. Aber um das auch so zu planen, braucht er grünes Licht von Trump, dass die Firmen wieder freigelassen werden. Denn sonst sind die F+F-Aktien des Finanzministers nichts wert. Es ist also nicht verwunderlich, dass gerade jetzt Action in die Sache kommt… In der Zwischenzeit wird Pule als Chef der FHFA die Firmen fit für ein Ende ihrer Conservatorships machen. Damit hat er schon angefangen. Seiner Aussage nach sind die zwei Firmen viel mehr wert, als es die meisten denken. Er will sie wieder zu “Ikonen von Amerika” machen und sie kräftig wachsen lassen. Das ist natürlich extraklasse für uns Stammaktionäre und sieht ganz nach Ackmans Präsentation “The Art of the Deal” aus, in der Fannies und Freddies Dividenden von beginnend 2027 bei 3 USD pro Aktie jährlich wachsen. Und hier noch ein wenig Hintergrundwissen, dass euch nicht jeder vermittelt: Die gesamte Trump-Administration hat mehrfach betont, dass es ihre Hauptaufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die Zinsen für Häuserkredite, die sog. mortgage rates, nicht steigen werden, wenn Fannie und Freddie aus den Conservatorships entlassen werden. Und sie sind alle “laser focused”, dies umzusetzen. Natürlich hängt die Höhe dieser mortgage rates hauptsächlich vom Leitzins der FED ab, aber darum geht es hier nicht. Es geht um die Gebühren/Kosten, die auf dem sekundären Häusermarkt für die Versicherung der Kredite anfallen, die Fannie und Freddie erheben. Und jetzt das Entscheidende: je höher die Kapitalanforderungen für Fannie, desto teurer werden diese Gebühren, weil Fannie das einpreisen muss (Stichwort: ROE). Und gleichzeitig: je niedriger diese Kapitalanforderungen, desto schlechter die Ratings der Ratingagenturen - da höheres Risiko - was ebenfalls zu höheren Preisen im sekundären Häusermarkt führt, da dortige Investoren sich dieses Risiko bezahlen lassen. Das schwappt dann wiederum zu den mortgage rates und erhöht diese. Wie kann man dieses Dilemma lösen? Ich sag es euch: Man senkt die Kapitalanforderungen drastisch, auf sagen wir 2,5% der total assets. Und gleichzeitig erhöht man die Kreditlinie des Finanzministers, um die Märkte und die Ratingagenturen zu beschwichtigen. Letztere haben bereits mitgeteilt, dass es für das Rating ausschlaggebender ist, in welchem Maße das Finanzministerium die Firmen absichert, als dass es das Kapital der Firmen selbst ist. Sprich: die Zusage, dass man die Firmen retten wird, ist mehr wert als von den Firmen selbst angespartes Kapital in selber Höhe. - Ja, so ist das. Alles nachlesbar. Sodele, somit kommen wir zu dem für uns alles entscheidenden Puzzle-Teil: Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, die Rettungsgelder, das sog. funding commitment, administrativ und ohne Gesetzentschluss durch den Kongress zu erhöhen. Nur eine f…ing einzige: Der Finanzminister muss die SPS als zurückbezahlt betrachten und sie entwerten. Das ermöglicht es ihm, ihren Wert in den noch verbleibenden gesetzlich festgeschriebenen und ansonsten nicht mehr auffüllbaren Rettungsschirm zurückzuführen. Denn die gemäß HERA gesetzliche Frist, Fannie und Freddie mit Hilfsgeldern auszustatten, ist vor 15 Jahren ausgelaufen. Auf diese Weise, per Entwertung der SPS, unserer größten Verwässerungsgefahr, ist es dem Finanzminister möglich, den Rettungsschirm, der laut Ratingagenturen mehr wert ist, als wenn die Firmen dieselbe Summe an Cash selbst angespart hätten, um 191 Milliarden Dollar zu erhöhen. Und diese Summe ist sogar noch höher als die Senkung der Kapitalanforderungen auf 2,5%, was ca. 110 Milliarden USD ausmachen würde. Bingo! Ich werde mich hierzu nicht weiter äußern. Und ich werde mich schon garnicht darüber streiten. Seid froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, euch das mitzuteilen. Ihr wisst jetzt etwas, was nur eine Hand voll Leute wissen. Und das ist auch gut so. Ich musste es mir verkneifen, es auf Ihub zu posten. Vor ca. 6 Wochen, als mir der Sachverhalt klar wurde, habe ich dort ein “großartiges Post” angekündigt, mich dann aber entschieden, keine schlafenden Hunde zu wecken. Also lasst die Info bitte hier in diesem Forum. Der Sachverhalt stimmt. Ich habe das Gesagte gründlich überprüft. Ob es so kommt, wer weiß. Aber das macht am meisten Sinn. Viel Glück allen Investierten.
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totopoff
Nun ja,
wir waren heut schon tiefer im Keller. Würde eher sagen, dass der Kurs eine Kurze Verschnaufpause macht.
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Sozialaktionär
ich kenn da noch eine Bank,

die gibt 3,5% auf euer erspartes muhahahaha

Die kollektive Form des absurden Verhaltens ist wohl die gefährlichste, weil die Absurdität niemanden mehr auffällt und weil sie als "Normalität" sanktioniert wird. [Alice Miller]
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tigercat
und ab gehts
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totopoff
Da sieht man es mal wieder....
...das Leben ist eine Kopie einer Kopie.... sie wollen es einfach nicht lernen die Spekulanten und warum nicht? Weil es einen Riesenspaß macht.
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Häufig gestellte Fragen zur Fannie Mae Aktie und zum Fannie Mae Kurs

Der aktuelle Kurs der Fannie Mae Aktie liegt bei 7,34948 €.

Für 1.000€ kann man sich 136,06 Fannie Mae Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Fannie Mae Aktie lautet FNMA.

Die 1 Monats-Performance der Fannie Mae Aktie beträgt aktuell -18,93%.

Die 1 Jahres-Performance der Fannie Mae Aktie beträgt aktuell 47,79%.

Der Aktienkurs der Fannie Mae Aktie liegt aktuell bei 7,34948 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -18,93% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Fannie Mae eine Wertentwicklung von -20,63% aus und über 6 Monate sind es -2,68%.

Das 52-Wochen-Hoch der Fannie Mae Aktie liegt bei 15,99 $.

Das 52-Wochen-Tief der Fannie Mae Aktie liegt bei 4,83 $.

Das Allzeithoch von Fannie Mae liegt bei 15,99 $.

Das Allzeittief von Fannie Mae liegt bei 0,00 $.

Die Volatilität der Fannie Mae Aktie liegt derzeit bei 101,50%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Fannie Mae in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 10,54 Mrd. €

Am 16.01.1996 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Am 16.01.1996 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Fannie Mae hat seinen Hauptsitz in USA.

Fannie Mae gehört zum Sektor Sparkassen u. Hypothekenfinanzierung.

Ja, Fannie Mae zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.08.2008 eine Dividende in Höhe von 0,034 € gezahlt.

Zuletzt hat Fannie Mae am 14.08.2008 eine Dividende in Höhe von 0,034 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,49%. Die Dividende wird monatlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Fannie Mae wurde am 14.08.2008 in Höhe von 0,034 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,49%.

Die Dividende wird monatlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.08.2008. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,034 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.