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Der USA Bären-Thread


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Diskussion um Steuererhöhungen in D

 
16.05.10 11:03

Mit dem Versprechen, Steuern zu senken, hatte die schwarz-gelbe Koalition die Regierung angetreten. Um den Haushalt in Krisenzeiten zu sanieren, schließen erste Unionspolitiker jetzt auch Steuererhöhungen nicht mehr aus. Sie ernten dafür scharfe Kritik aus den eigenen Reihen. mehr...

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Verstaatlichung der Notenbanken

 
16.05.10 11:31

Ich würde es sogar als sinnvollen Schritt ansehen die Notenbanken für einen kurzen Zeitraum zu verstaatlichen. Es wäre wichtig in diesem Zeitraum Reformen durchzuziehen um die Wirtschaft wieder auf gesunde Beine zu stellen und die Notenbanken nach einem fest definierten Zeitplan wieder in die Unabhängigkeit zu entlassen.

Wir haben in vielen Volkswirtschaften den Zenit überschritten bis zu dem eine Staatsentschuldung über Reformen und Sparpläne gelingen kann.
In diesem Szenario würde (leider) der, der am meisten über seine Verhältnisse gelebt hat am meisten profitieren.  Ich sehe jedoch kaum noch einen andere Möglichkeit.
Nehmen wir als Beispiel GB. Die neue Regierung -der ich einige zutraue- kann das Land entweder zu Tode sparen oder einen neunen kreativen Weg wählen.

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Anti Lemming:

Kübi - # 556/557 - "Euro-Unterbewertung"

7
16.05.10 11:31

Kübi, Du hältst den Euro zurzeit für unterbewertet und vermutest, er stehe charttechnisch vor einer Wende nach oben. Mag sein.

Im "Spaßdepot" bei Ariva setze ich mit einem riskanten (da engen) K.O.-Long auf EUR/AUD ebenfalls darauf. Allerdings ist die dahinter stehende Überlegung eher die, dass der Aussi wegen der anstehenden Rohstoffschwäche (Platzen der Rohstoff-Echoblase) noch schneller zum Dollar fallen wird als der Euro zum Dollar (was EUR/AUD nach Adam Riese nordwärts befördert). Es ist daher eher eine Wette auf "relative Fallgeschwindigkeiten".

Im realen Depot hatte ich diesen Long-K.O. auf EUR/AUD ebenfalls erwogen, aber wegen des "irrsinnigen" Abwärtsmomentums im Euro als zu riskant verworfen. Es gibt übrigens kaum noch K.O.s mit tieferem Strike. Kein Wunder: Der Kurs von EUR/AUD notiert mit 1,39x auf einem Allzeittief. Gemessen an der Kaufkraft-Parität (was bekomme ich beim aktuellen Wechselkurs in Australien für meine Euros?) ist der Austral-Dollar sicherlich bereits viel zu teuer.

Doch "der Markt" ist ein sinistres Tierchen, das Allen, die auf Vernunft wetten, liebend gern eine schallende Ohrfeige verpasst. Wir leben in der Ära des "Momentum-Investings", wo Trends auf Biegen und Brechen weiter geritten werden. Fundamentals sind irrelevant, wenn der Kurs jeden Tag um 1,5 % zulegt. Die Vernünftigen (die auf Fundamentals setzen) werden zu Schlacht-Opfern der Momentum-reitenden Hedgefonds - nach oben wie nach unten.

Natürlich trägt Momentum nur so weit, bis es bricht, und da es in den Rohstoffen bereits "kriselt", dürfte der Anstieg in EUR/AUD - bedingt durch Aussie-Schwäche! - nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das CRV für Longs ist daher nicht allzu schlecht. Noch lukrativer aber scheint es mir bei einem Short auf AUD/USD, weil man dann "netto" auf die Aussi-Schwäche setzt. Denn wenn die Rohstoffe "abkacken", wird vermutlich auch der Euro weiter schwächeln, so dass EUR/AUD - falls obige Überlegungen aufgehen - langsamer steigt, als AUD/USD fällt.

 


 

Eigentlich ging es mir in diesem Kommentar um etwas anderes - nämlich um die "normative Kraft des Faktischen" bei Kursen aller Art. "Der Mensch" gewöhnt sich an Hoch- oder Tiefstände, wenn diese nur lange genug anhalten - auch wenn sie jeweils fundamental unbegründet sind. Kommt es dann zu einer Gegenbewegung, gerät das "persönliche Werte-System" durcheinander. Es ist durch Gewohnheit "konditioniert". Kommt es nun zu einer stärkeren Abweichung (nach oben oder nach unten), greift eine Art "Erinnerungs-Konservatismus": Der Mensch erinnert sich an das, was war - und vor allem an die Begründungen, die damals als Garnierung gereicht wurden (meist "trendfolgend verlogen" - aber egal). Und das führt dann dazu, dass er "gefühlsmäßig" eine Gegenbewegung erwartet (oder sogar darauf "wettet"), die einer Rückkehr zum bislang Gewohnten entspricht.

MMn arbeiten die Großzocker in USA ganz klar mit diesen Gewohnheiten und spielen mit ihnen: 

- Zunächst lange Zeit prozyklisch trendfolgend, was eine "übergeordnete Anstiegs-Erwartung" erzeugt. Folge sind parabolische Anstiege, Kirchturm-Charts und an Rinderwahn grenzende Bullen-Euphorie. Das hatten wir zuletzt von ca. zwei Wochen.

- Das ist dann der ideale Zeitpunkt für die Großzocker, um mit dem Momentum-Hammer dagegenzuhalten. Der 1000-Punkte-Rutsch letzte Woche kommt mMn genau daher. Das war abgekartetes Spiel und keinesfalls ein Fettfinger-Irrtum.

"Die Gewohnheit" verleitete uns im letzten Herbst, als der DAX aus der 4000-er Region in die hohe 5000-er aufstieg, zu dem Gefühl: "Das ist ja Alles schon wieder viel zu teuer." Grund: Der lange Niedergang seit Lehman hatte unser Wertesystem auf eine tiefere Bezugsgrundlage "geeicht". Hinzu kam, dass die Krise erkennbar noch keinesfalls beendet war. Es häuften sich (bis heute) immer noch Zwangsversteigerunge, die Staatsschulden ufern ins Grenzenlose aus usw.. Doch wer gegenan-shortete, landete auf der Schlachtbank der Momentum-Großzocker, die es scheinbar besser wussten.

In den letzten Monaten ist nun aber das Umgekehrte geschehen. Dax-Stände von 6000 sind "keine Utopie mehr", sondern sogar die neue Norm. Das neue Hochplateau ist - ungeachtet der Schieflagen, die nun zunehmend ignoriert werden - die neue Bezugsgrundlage. Wenn es fiel, kauften Dip-Buyer inkl. Quo-Vadis-Zocker reflexartig nach. Sie verdienten damit auch lange prächtig Geld, bis beim 1000-Punkte-Rutsch am 6.5. der "große Rückzahltag" anstand. Großzocker machten Kasse und verletzten die Gewohnheit und Normsetzung "kreativ".

Auch heute (noch) wissen wir im Grunde Alle, dass es hinter den Fassaden - in den Bank- und Zentralbank-Bilanzen - mächtig stinkt. Die Staatspleiten-Arie in der Eurozone hat das nun erneut ins kollektive Bewusstsein gerückt. Aber die "normative Kraft der Faktischen" - sprich: die von den Zockerbanken forcierte "Gewöhnung an zu hohe Kurse" wirkt teilweise nach: Sie hat vielen den Kopf verdreht, und sie fördert die Neigung zum "Dip-Buying".

Man sieht es auch bei Dir, Kübi, am Öl. Seit einem Jahr shortest Du gegen die Anstieg an (was mit Short call und Contango-Spielchen sogar einträglich war), doch inzwischen haben Dich das Momentum und die Dauerhochkurse dazu verleitet, einen Short Put mit Strike bei 79 Dollar zu verkaufen, der nun tief "unter Wasser" ist. Dasselbe geschah mit Deinem Short Put auf Euro bei 1,28.

Grund: Die monate- oder gar jahrelange Höchstkurse wirkten "normsetzend". Der Mensch nimmt dies unbewusst in sein Wertesystem auf und handelt bei Abweichungen in diesem Sinne "wertkonservativ". Und genau das macht ihn nun zum Opfer der auf Ausbrüche (egal in welche Richtung) lauernden Hedgefonds (inkl. GS) und ihrer emotionslosen Trading-Automaten. Die schlagen in der Richtung "drauf", wo es am meisten zu verdienen gibt. Und das ist die Richtung, die "gefühlsmäßig" am wenigsten Sinn zu machen scheint....

 


 

Dies gilt mMn auch langfristig für Aktien. Die Verzehnfachung in den 1990-er Jahren gilt aus heutiger Sicht im Rückblick als "normal". Dax 8000 im Jahr 2000 war zwar teuer, inzwischen gilt aber selbst DAX 6000 als "billig", da "Märkte ja langfristig immer steigen" und daher das alte Hoch am Horizont zu winken scheint. Wer - wie mancher Bär - DAX 2000 auszusprechen wagt, erntet schallendes Gelächter.

Doch Aktien und (Staats-)Anleihen sind mMn ein langjährig angelegtes Schneeballsystem. Dahinter steckt die Illusion ewigen Wachstums, die schon wegen der begrenzten Ressourcen auf der Erde eine Schapsidee ist. Die Erdbevölkerung wird auch nicht "ohne Ende" wachsen können, weil sie irgendwann mit den begrenzten Ressourcen nicht mehr ernährbar ist und zudem bei hoher Populationsdichte vernichtende Massenepidemien (die teils wie die Pest im Mittelalter halb Europa wegraffen können) immer wahrscheinlicher werden. Die Natur schlägt dann sozusagen zurück.

Querschüsse führt mMn völlig Recht folgendes Leitmotiv im Kopf aller seiner Artikel: "Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen  Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein  Wirtschaftswissenschaftler."

Doch die normative Kraft des Faktischen, die Gewohnheit an neue Höchstkurse und dadurch genährte/konditionierte Erwartung weiter steigender Kurse, ist die "geistige Mohrübe", die wir uns zur Selbstverdummung vor die eigene, allzu enge Stirn hängen.

 


 

Um zum eigentlichen Thema, EUR/USD, zurückzukommen: Als der Euro eingeführt wurde, lag der Kurs bei 1,18 (zum Dollar). Die Währungshüter gingen offenbar davon aus, dass dies langfristig ein vernünftiger Mittelwert "werden könnte". Doch sie haben ihre Rechnung ohne die Zocker gemacht. Als der Euro noch lediglich Buchwährung war (DM war noch im Umlauf), hielten Amis und sonstige Angelsachsen massiv dagegen - auch argumentativ: Sie prügelten EUR/USD im Herbst 2000 bis auf 0,8250 runter. Zu der Zeit hagelte es Kursziele von 0,75. Als Begründung wurde genannt: Europa sei ja gar keine Wirtschaftsunion, sondern ein bloßes Durcheinander von Regierungen, die in babylonischer Sprachverwirrung" alle ihr eigenes Süppchen kochen. Der Euro sei eine Schönwetterkonstruktion, die bei Problemen "auseinanderfällt". (Man vergleiche dies mit dem, was jetzt wieder kusiert...)

Die damalige Saat ging auf - und die Gewohnheit hielt sich erstaunlich lange. Noch 2003, als USA in den teuren Irakkrieg zog, hielt sich EUR/USD teils unter der Parität. Doch als Greenspan mit Tiefzinsen die neue Blase (Haus- und Verschuldungsblase) aufzupumpen begann, kamen Goldman und Co. auf die glorreiche "Idee", den Assetpreis-Reflationstrade (1.0, nach dem Dot.com-Kollaps) zu starten. Die Zinsen auf den Dollar waren niedrig, so dass er sich als Verschuldungwährung für das Hochkaufen von Assets aller Art anbot. Die tiefen Zinsen - gedacht zur Ankurbelung der Wirtschaft, was de facto aber nur auf Schuldenblähung hinauslief - sorgten für zunehmende Inflationssorgen. Den Goldmännern kam auch zugute, dass Ende der 1990er nicht nur Glass-Steagall-Gesetz gestrichen wurde, sondern auch Auflagen zur Begrenzung von Zockertrades an den Warenterminbörsen. Die Lehren aus der Großen Depression wurden über den Haufen geworfen (was uns mMn zur Wiederholung des Elends "verurteilt"...) Für GS und Co waren das Ideale Voraussetzungen, um mit "billigen Dollars" eine Rohstoff- und sonstige Assetblase aufzupumpen, an der alle Zockerbanken prächtig verdienten. Und dass die kleinen Leute ein bisschen mehr an der Tanksäule und beim Bäcker blechen mussten - who cares?...

Dieser strategische Reflations-Trade, der letztlich - ebenso wie die willkürlichen Tiefzinsen - allein dazu diente, nach dem grandiosen Platzen der Dot.com-Blase die Illusion ewigen Wachstums am Köcheln zu halten, setzte den Dollar unter Druck und trieb im Gegenzug die einst so geschmähte "Vielvölker-Währung" Euro hoch. Rohstoffe stiegen, der Dollar fiel. Es dauerte nicht lange, bis die vereinigten Goldmänner eine Schutzbehauptung in die Welt setzten, die - dank ewigem Nachbeten in den Medien - irgendwann erfolgreich in die Köpfe der Anleger "gehämmert" war: Der Dollar sei eine Loser-Währung, weil in USA zuviel Geld gedruckt wird. "Deshalb" fliehen" die Anleger aus dem Dollar und in Rohstoffe, die langfristig Wert versprechen. Sogar die Chinesen fielen auf diese Goldman-Sprüche rein. Goldman setzte mit "Öl Peak" noch eins drauf. Die Rohstoffe werden "bald alle" sein....

Als das Momentum 2008 bis zum Exzess geritten war (EUR/USD 1,60, Öl 147 Dollar), war die Sollbruchstelle erreicht. Die Lehman/Bankenkrise im Herbst 2008 war ein willkommener Anlass, per Schocktherapie "nach unten" Geld zu verdienen (ganz ähnlich wie letzte Woche..): Öl fiel wie ein Stein um haarsträubende 80 % auf 30 Dollar. Die Goldmänner, längst short, rieben sich die Hände.

Doch das "ideologische Erbe" aus dieser Bläh-Ära- die zur Rechtfertigung herausposaunte Behauptung, dass "der Dollar langfristig wertlos wird" - wirkt auch heute noch in den Köpfen fort. Sie ist genauso haltlos wie die Behauptung, dass der Euro langfristig wertlos wird (wie man sie jetzt zunehmend hört, sie wird bei Parität noch lauter werden...)

Die normative Kraft von Euro-Kursen zwischen 1,40 und 1,60 - was gemessen an der Kaufkraftparität von ca. 1,20 viel zu teuer war - hat in den Köpfen der Anleger erfolgreich "das Wertesystem verschoben". Plötzlich ist der Euro bei 1,25 spottbillig oder sogar "absturzbedroht", obwohl er doch bei seiner Einführung 7 Cents billiger war (1,18).

Und unsere durch die Dauerprogaganda ("Dollar wird wertlos") vernebelten "Gewohnheits-Hirne" spielen uns jetzt den Streich, den Euro bei 1,25 als "viel zu billig" einzustufen. Tatsächlich wird er erst bei 0,90 viel zu billig sein - wo er nach 2000 ja auch lange stand. Und ich traue den Zockerbanken zu, genügend Panik zu sähen (auch argumentativ via "EU-Staaten-Abstufungen durch Moody's) und Momentum loszutreten, dass auch dieses Extrem wieder erreicht werden kann. Wir hätten dann, gemessen an der "wahren Norm" von 1,18 - eine Übertreibung nach unten, die vom Ausmaß her der vorherigen Übertreibung nach oben (1,60) entspricht.

Meine Wette (long Dollar in cash) basiert auf diesen Überlegungen - und auf der Erfahrung, dass die Trendritter (nun abwärts) gewerbsmäßig daran verdienen, von ihnen selbst erzeugte Gewohnheiten "kreativ zu verletzen". Bei Aktien wird das mMn nicht anders laufen....

 

 

 

 

 

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relaxed:

#62601 An dem Artikel ärgert mich folgender Satz:

8
16.05.10 11:36
"Zuvor hatte der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Steuererhöhungen für den Fall nicht ausgeschlossen, dass Sparmaßnahmen nicht durchsetzbar sein sollten."

Die Politik - und der geistig erstarrte Herr Koch im Besonderen - lernen einfach nichts dazu.

"Nicht durchsetzbar " ist Unfug. "Schwieriger durchsetzbar" als Steuererhöhungen wäre wohl richtig.  

Auf die Diskussion Steuererhöhung bei gleichzeitiger Finanzierung des europäischen Hilfspakets bin ich jetzt schon gespannt. Wie blöd ist der Deutsche eigentlich und für wie blöd wird er von den Politikern gehalten? ;-))

Ich kann den Damen und Herren sogar schon mit Argumenten helfen. "Steuererhöhungen brauchen wir, weil die Einnahmen wegbrechen. Das Hilfspaket kostet uns nichts, das Geld ist ja nur geliehen und wird gut verzinst, da machen wir noch ein Geschäft, ohne welches die Steuerhöhung noch höher ausfallen müsste."
;-)))
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permanent:

Griechenland und Ackermann

3
16.05.10 11:39

dne/HB DÜSSELDORF. Der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, unterstützt die von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann öffentlich geäußerten Zweifel, dass Griechenland seine Schulden nicht zurückzahlen könnte. „Griechenland wird es sehr, sehr schwer haben, die Schulden ordnungsgemäß zu bedienen“, sagte Kater Handelsblatt Online. Für sinkende Schulden benötige das Land Primärüberschüsse in der Größenordnung von fünf Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Primärüberschuss entspricht dem Haushaltssaldo vor Zinszahlungen und ist somit ein wichtiger Indikator zur Bestimmung der fiskalischen Nachhaltigkeit eines Landes.

Doch die Wachstumsaussichten Griechenlands seien „angesichts der geringen Wettbewerbsfähigkeit und des Sparkurses kurzfristig schlecht, so dass die Sparpolitik einen langen Atem benötigt“, erläuterte der Ökonom. Obwohl dies politisch schwer durchsetzbar sei, müsse die Regierung in Athen „alles daran setzen, die Ziele so gut wie möglich zu erreichen, um nicht den Anschluss an Europa zu verlieren“.

http://www.handelsblatt.com/politik/...tere-griechen-prognose;2581647

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permanent:

Deutsche Botschaft in Thailand schließt

 
16.05.10 11:41

Deutsche Botschaft in Thailand schließt

Wegen der Gewalteskalation in Bangkok will Thailands Regierung ab Sonntagabend eine sechsstündige Ausgangssperre verhängen. Die Zustände sind so dramatisch, dass die deutsche Botschaft für den Publikumsverkehr geschlossen hat.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...chliesst;2581733

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Anti Lemming:

Eidgenosse - # 600 - Gold und "die Angst"

4
16.05.10 12:11

Wenn die Flucht in Gold, wie ich ebenfalls vermute, überwiegend emotional erfolgt - was man gehässig auch als "irrational" bezeichnen könnte - besteht nach meiner Erfahrung forcierte Rückschlagsgefahr, die auch der "Kirchturm-Chart" von Gold (Posting von Wawidu) nahelegt.

Natürlich "warten" in der Ära des Momentum-Investings Extreme nur darauf, durch weitere Extreme überboten zu werden. Die Zockerbanken "spielen" hier - im übrigen messerscharf kalkulierend und mit über dem Sell-Knopf kreisendem Zeigefinger  - "den Vollidioten".

Doch das wird, wie beim Öl in 2008, den allfälligen Niedergang nicht verhindern.

Im Zweifelsfall finde ich die von Dir genannten Immobilien als Sachwert-Anlage noch lukrativer, wenn man sie günstig und in guter Lage einkauft. Die bringen wenigstens noch Mieteinnahmen (= Zinsersatz). Das Risiko von Wertverfall bzw. "Kursrückgängen" ist bei soliden Immoblien mMn sogar eher kleiner als beim Gold. Außerdem gibt es da nicht "den Marktpreis", sondern zig Gelegenheiten vor Ort, wo man sich in Ruhe die besten aussuchen kann.

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Stöffen:

Gold und Bonds

2
16.05.10 12:18
Also, wenn a) der Goldpreis steigt und b) der US-Dollar sich ebenfalls nach oben windet, so könnte man ja eigentlich dafür zwei wesentliche Gründe anführen

a) Angst vor einer Inflation bzw.
b) Flucht in die größtmögliche Sicherheit aufgrund von Ängsten bzgl. kriegerischer Auseinandersetzungen / Terrorattacken

Nun kann ich Punkt 2 nicht ausdrücklich kommentieren, da diese Gefahr wohl latent vorhanden ist (z.B. Israel-Iran-Konflikt) mir aber hier die genauen News / Anhaltspunkte fehlen, um Stichhaltigkeiten für ein rasches Eskalieren der momentanen Situation zu begründen.

Zu Punkt 1 bleibt anzumerken, dass wenn die Inflationsgefahren sich zügig in den Vorderund spielen würden, die Bond-Märkte eigentlich abtauchen sollten, da die Inflationierung auch unmittelbar die Zinsbombe zünden würde

Aber z.Z. passiert exakt das Gegenteil, Bond-Kurse & Goldpreis laufen momentan recht strong. Wie das, ist man geneigt zu fragen.

Hat jemand 'n paar Gedanken dazu?
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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permanent:

AL Goldanlage ist irrational

5
16.05.10 12:21

muss aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit dumm sein. Einen Kirchturm sehe ich im Chart nicht. Wären wir heute bei 2000 oder 3000 Dollar je OZ könnten wir von Kirchturm sprechen. Der Anstieg erfolgte moderat über viele Jahre.

Meine Postings zur Unabhängigkeit der Notenbanken sind in diesem Zusammenhang durchaus ernst gemeint. Es gibt sicher Alternativen zur Vermögenskonservierung aber Gold ist eine Möglichkeit. Zugegeben eine -da gehe ich mir dir ausdrücklich konform- irrationale.

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Anti Lemming:

Gold ist was für "verschlagene Investoren"

4
16.05.10 12:36

die wissen, dass sie ein irrationales Momentum reiten, das bei weiter ausufernden Staatskrisen auch noch deutlich höhere Kurse mit sich bringen kann. Diese Einstellung bedingt jedoch - ähnlich wie beim Öl-Höhenflug in 2008 - dass man bei nachhaltiger Schwäche konsequent die Reißleine zieht.

Nach meinem Bauchgefühl steht Gold zurzeit ungefähr beim äquivalenten Ölkurs von 120 Dollar. Öl stieg 2008 bis 147 Dollar, um danach auf 30 Dollar abzustürzen. Bei einer Doppel-Dip-Rezession in USA dürfte Gold die alten Tiefstände aus Herbst 2008 (um 700 Dollar) erneut testen. Falls diese sich zur Depression auswächst, weil der Staat nicht mehr erfolgreich "gegenan-stimulieren" kann, wären nach meiner Erwartung auch Goldkurse um 500 Dollar möglich (was mit mindestens ebenso starken Kursrückgängen in anderen Rohstoffen und Metallen einherginge).

Gold ist jedoch gefährlich für emotionale Investoren, die es für die Ultima Ratio und den "Heiligen Gral der Geldanlage" halten. Solche Leute sind meist mit ihren Posis "verheiratet". Sie würden bei Rücksetzern nachkaufen statt - rational - Gewinne mitzunehmen.

 

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Anti Lemming:

Stöffen

 
16.05.10 12:39
der kleinste gemeinsame Nenner für die Goldanstiege UND die parallelen Bond-Anstiege ist:

zuviel Zentralbank-Geld in Zockerhänden, das "Assets aller Art" nach oben pumpt
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Anti Lemming:

Gold am Ende des Regenbogens

3
16.05.10 12:52
"Irgendjemand wird enttäuscht werden."
Der USA Bären-Thread 320487
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Anti Lemming:

Ponzi aller Orten

10
16.05.10 12:55
"Ok. Madoff, woher nahmen Sie die Idee, die ersten Investoren mit dem Geld später einzahlender Investoren auszuzahlen?"

Madoff: "Vom Sozialversicherungs-System."
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320488
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Anti Lemming:

Neues vom Bankberater

4
16.05.10 13:00
Der USA Bären-Thread 320490
Antworten
Anti Lemming:

Am Ende zählt nur "die wahre Freundschaft"

8
16.05.10 13:03
Der USA Bären-Thread 320491
Antworten
Anti Lemming:

FDP-Politiker fordert Trichets sofortigen Rücktrit

3
16.05.10 13:12

Umstrittener EZB-Beschluss
FDP-Politiker fordert Trichets sofortigen Rücktritt


Der Chef der Europäischen Zentralbank habe alles Vertrauen in sein Haus verspielt, behauptet der Liberale Frank Schäffler. Der Ankauf von Staatsanleihen illiquider Länder sei das "Fallbeil des Euro".

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat den sofortigen Rücktritt von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet  gefordert. Die Europäische Zentralbank befinde sich nach ihrem Beschluss, von Schulden geplagten Euro-Ländern mit dem Aufkauf von Staatsanleihen unter die Arme zu greifen, in der größten Vertrauenskrise ihrer Geschichte, sagte der Politiker dem "Handelsblatt". Dafür trage Trichet die Verantwortung. "Bundesbank Axel Weber muss jetzt das Amt von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet übernehmen und nicht erst 2011", forderte Schäffler....

www.ftd.de/politik/konjunktur/...igen-ruecktritt/50114718.html

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fkuebler:

Heute ein Fundi-Zock für leichtverdientes Geld ;-)

13
16.05.10 13:17

Der Aufmerksamkeit des geneigten Lesers möchte ich in aller Ernsthaftigkeit unbedingt folgenden Sachverhalt anempfehlen: Light Sweet Crude Oil (WTI)

Seit einem Jahr bin ich in wechselndem Masse short Öl und habe mir da erhebliche Zitterprämien-Anwartschaften verdienen dürfen, in Form von relevanten zwischenzeitlichen Verlusten (wegen chronischer Stopp-Loss-Inkontinenz :-). In diesen Tagen war und ist aber Zahltag, und weil ich das Thema immer eng beobachtet habe, möchte ich eine interessante neue Entwicklung darlegen. Die spricht mMn aktuell für ein ungewöhnlich gutes CRV, das ich auszunutzen empfehle:

Öl hatte die ganze Zeit ein Contango (also einen höheren Preis für weiter weg liegende Liefermonate) von ca. 0.5..1 USD. Das passt auch dazu, dass - soweit ich glaube gehört zu haben - die Lagerkosten für physisches Öl bei ca. 0.5 USD pro Barrel und Monat liegen. Wie den meisten vermutlich bekannt, sind entsprechend auch die Lager am Futures-Erfüllungort Cushing proppenvoll und grosse Mengen sind auf den Ozeanen in stillliegenden Tankern gelagert. Hintergrund war, dass "der Markt" wegen Konjunkturerholung eher steigende Ölpreise erwartete. Unter dieser Annahme sind die Einlagerung und das (bei konstantem Preis sonst ja verplemperte) Contango spekulativ richtig.

Jetzt ist in den letzten Wochen aber das Contango geradezu explodiert! Für 2 Monate von Juni auf August von den lange üblichen 1..2 USD auf gestern 7 USD (siehe obigen Link), im Peak der Woche sogar 8 (acht!) USD. Also 10% höherer Ölpreis für 2 Monate Warten!

Was dürfen wir daraus schliessen? Bei allererster flüchtiger Betrachtung könnte man vielleicht denken, dass die mittelfristigen Ölpreiserwartungen in die Höhe geschossen sind und deshalb ein drastisch höheres Contango rechtfertigen.

Das ist falsch, wie man an der Strukturkurve erkennt: sie ist kurzfristig steiler und mittelfristig flacher geworden. Im unmittelbar bevorstehenden Monat ist das Contango 4.60 USD/Monat, im dahinter folgenden 2.40 USD/Monat, in einem halben Jahr nur noch 0.50 USD/Monat, in einem Jahr nur noch 0.25 USD/Monat.

Das hat mMn folgende Ursache: die Grossspekulanten halten entweder physisches Öl auf den Weltmeeren gebunkert und/oder grosse Mengen Long-Futures. Solange die grossen Preissteigerungen nicht gekommen ist, müssen sie an den Futuresmärkten rollen und dafür das Contango zahlen. Dadurch entsteht Druck auf den Spotmarkt bzw. den nächstliegenden Futures-Monat. Diese Entwicklung hat sich nun drastisch verstärkt.

Dass der kurzfristige Contango so extrem gross geworden ist, bedeutet mMn, dass die Grossspekulanten es nicht mehr für so lukrativ halten, Öl in Erwartung steigender Preise zu bunkern! Denn sonst würden sie selbst bei wegen Lagervehikel-Knappheit evtl. gestiegenen Lagerkosten die kurzfristigen ca. 4 USD/Monat einfach "mitnehmen". Das halten sie aber kurzfristig nicht mehr für aussichtsreich. Etwas dramatisch ausgedrückt: das explodierende Kurzfrist-Contango ist demzufolge ein starker Indikator für jetzt regelrecht zusammenbrechende Ölpreise. Dies ist keine Langfristaussage, sondern eine Mittelfristaussage auf Sicht von 2..3 Monaten. Was längerfristig ist, überlasse ich den hier im Thread ausreichend vertretenen Weltuntergangsstrategen ;-)

Was kann man tun? Nichts kompliziertes, sondern ganz geradeaus short August-Kontrakt mit folgenden CRV-Aspekten:

a) wenn der Spot-Ölpreis innerhalb von 2 Monaten um 7 USD (=10%!) steigt, macht man trotzdem noch keinen Verlust,

b) wenn der Spot-Ölpreis innerhalb der nächsten 2 Monate gleich bleibt, dann macht man 10% Gewinn (bei Futures immerhin eine Verdoppelung des Einsatzes),

c) wenn der Spot-Ölpreis innerhalb der nächsten 2 Monate wie von mir erwartet deutlich weiter sinkt, dann wäre (Konjunktiv :-) der Gewinn sogar noch grösser.

Dies ist eine ungewöhnliche Situation, die man zumindest nicht an sich vorbeilaufen lassen sollte, ohne darüber nachgedacht zu haben.

Geneigte Leser meiner allgemein-philosophischen Postings wissen, dass es leichtverdientes Geld nicht gibt. Aber zur Wahrung der Konsistenz würde ich in leichter Abwandlung heute sagen wollen: normalerweise ist es noch schwerer verdient... ;-)

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Anti Lemming:

fk

2
16.05.10 13:29
Wenn alle short Öl sind, greift Israel auf Geheiß von Obama/Bush/Cheney den Iran an.
Antworten
fkuebler:

AL #603: In meinem Alter schlage ich dich locker

8
16.05.10 13:47

... in Bezug auf Eitelkeit und Rechthaberei und möchte deshalb deine Behauptungen unbedingt richtigstellen ;-)

"Kübi, Du hältst den Euro zurzeit für unterbewertet und vermutest, er stehe charttechnisch vor einer Wende nach oben"

Nein, ich halte den Euro nicht für unterbewertet. Und als Nicht-Chartist habe auch keine charttechnische Meinung zu einer Wende. Ich glaube nur, dass der Euro unter dem Strich solider konstruiert ist als der USD, dass die Sparmassnahmen zur Deflationstendenz in EU mit implizitem Aufwertungsdruck führen, und als Allerwichtigstes: dass die Momentumtrader in Kürze den Euro-Downtrend eher für ausgereizt halten und sich aufgrund der erwähnten fundamentalen Aspekte dann eine kurz- bis mittelfristige Gegenbewegung ereignet. Darauf würde ich noch knapp über 1.20 setzen.

"Man sieht es auch bei Dir, Kübi, am Öl. Seit einem Jahr shortest Du gegen die Anstieg an (was mit Short call und Contango-Spielchen sogar einträglich war), doch inzwischen haben Dich das Momentum und die Dauerhochkurse dazu verleitet, einen Short Put mit Strike bei 79 Dollar zu verkaufen, der nun tief 'unter Wasser' ist"

Da jault mein Narzissmus ja geradezu auf! ;-)

Die Wirklichkeit ist, dass ich seit einiger Zeit meine Gier-versus-CRV-Balance zu verbessern versuche. Das bedeutet, dass ich nicht mehr so sehr den Gewinn für den Fall des Eintreffens meiner Spekulation optimieren will (hier also für den Fall des Ölpreis-Zusammenbruchs), sondern dass ich die Chancen bei einem Verlauf seitwärts oder sogar leicht gegen mich verbessern will. Das führt bei Shorts zum Schreiben von covered Puts. Konkret: ich war Juni-Öl bei 84.36 short gegangen und hatte mir überlegt, dass ich bereit war, unterhalb von 79 USD auf zusätzliche Gewinne zu verzichten. Also habe ich einen covered Put für 1 USD verkauft (covered, weil ich ja den Short-Kontrakt habe und bei im-Geld-Expiration des Puts de facto bei 79 glattgestellt wird). Der geschriebene Put hat meinen Gewinn also auf 5.36 Punkte begrenzt (eigentlich ja 6.36), aber dafür hätte ich für den Fall eines Seitwärtsmarktes auch wenigstens den 1 USD Gewinn gemacht (zusätzlich zum Contango), und im Fall eines steigenden Ölpreises, also einer falschen Spekulation, den Verlust immerhin um 1 USD verringert.

Diese zugegeben schon etwas sophisticated Taktik empfehle ich übrigens generell zu überlegen. Auf lange Sicht gibt es kaum etwas so lukratives wie Zeitwert-kassieren. Von all den Leuten, die sich mit Puts vor dem "unendlichen Verlustrisiko" schützen wollen... ;-)

Bei meinem derzeitigen short August-Öl (#62617) halte ich das Abwärtspotenzial allerdings für so ausgeprägt, dass ich im Augenblick erstmal auf die Prämie für einen covered Put verzichtet habe.

Antworten
wawidu:

Die Kehrseite der "Medaille"

 
16.05.10 13:54
EUR/GOLD - ein "Misstrauensvotum":
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 320496
Antworten
Anti Lemming:

fk - der Knackpunkt

 
16.05.10 14:16
bleibt, wieso Du gerade jetzt auf die Idee gekommen bist, mittels short Put zusästzlich auf "unterbleibende Rücksetzer" zu wetten.

O.K, Du hast erklärt, dass es ein Hedge war zu anderen Posis usw. - Alles richtig und sinnvoll. Nur: Warum gerade jetzt? Und da bleibe ich bei meiner Meinung: Momentum spült die hellsten Birnen weich ;-)
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saschapepper:

Ackermann Prognosen

13
16.05.10 14:20
Ackermanns Prognosen bezüglich der Krise sind bisher im Bereich von „Ungenügend“ angesiedelt. Erst hat er nichts gesehen, dann hat er verharmlost, dann hat er mehrmals zu früh das Ende der Krise verkündet.

Offensichtlich hat man aber gerade in Deutschland eine hohe Medienpräsenz wenn man sich oft geirrt hat.

Ackermann wünscht sich einen schwachen Euro damit der Export in der EURO-Zone und vorallem Deutschland weiter anspringen wird. Dadurch würde auch die DB massiv profitieren. Alle Prognosen von Ackermann hatten bisher nur etwas mit seinem eigenem Profit zu tun.

Was momentan im Devisenhandel abläuft hat mit der Realität nur noch wenig zu tun.

Letzten Mittwochabend wurde das Defizit des US-Staatshaushalt per April veröffentlicht. Analysten hatten das Defizit des Einzelmonats April bei -40,0 Mrd. USD erwartet. Aber es wurden tatsächlich -82,7 Mrd. USD trotz geschönter Zahlen und Statistiken. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte sich das Defizit auf -20,9 Mrd. Dollar belaufen. Und in den Medien wurde das Thema nicht mal Nebenbei erwähnt.

Auch die Meinung von Volcker aus den USA war nur ein egoistisches Ablenkungsmanöver. Das 750 Mrd. Euro schwere Rettungspaket bezeichnete er als Gefahr für die Disziplin, womit er grundsätzlich Recht hat. Doch lenkt er damit bewusst von der in der USA betriebenen Geldpolitik ab. Was er für den Euro als Gefahr sieht, ist in den USA gängige Praxis. Seit langer Zeit aktiviert das Fed-System US-Staatsanleihen und Ramschpapiere und druckt somit praktisch Geld. Auch ist die wirtschaftliche Situation in den USA dramatischer als die in der Eurozone, sodass die derzeitige Fokusierung auf Europa und den Euro übertrieben scheint. Noch nie mussten die Vereinigten Staaten in ihrer Geschichte so hohe Schulden aufnehmen.

Es wird aber an den Devisenmärkten deutlich, daß die Eurozone nicht nach dem Gesamtdefizit betrachtet und bewertet wird, sondern nach der Einkommenskraft eines Landes, das einen Anteil von 2,5% der Gesamtwirtschaft der Eurozone hat. Das kann nicht ewig so weiter gehen.
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daiphong:

wawidu, hatt ich dir nicht schon vor 232

2
16.05.10 14:50
weiteren gold-charts gesagt, du must die Goldpreis-Performance z.B. mit Staatsanleihen inkl. Zinsen vergleichen und nicht etwa mit einem Euro-Index? Auch dieser Chart ist völliger Schrott.

Gold steigt aus Misstrauen gegen Staat und Wirtschaft und die Zukunft  Misstrauen in allen Ehren, aber was in ein paar Jahren aus Gold, Staat und Wirtschaft geworden ist, läßt sich daraus nicht ableiten. In die Horrorwelt einer Goldwährungs- Klassen- und Kolonialgesellschaft führt jedenfalls kein Weg, das ist reine Horror-Fantasy.
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permanent:

Wir brauchen neue Denkansätze

3
16.05.10 14:59

Die alten Kausalzusammenhänge und Korrelationen funktionieren nicht mehr. In diesem Sinne hatte ich einen Vorschlag http://www.ariva.de/...tion_Inflation_t283343?pnr=8018770#jump8018770 gebracht der seiner Zeit noch voraus ist.

Das exponentielle Wachstum der Staatsverschuldung wird schon sehr schnell nach radikalen Lösungen verlangen. Gemeinsames sparen führt in die Deflationsspirale. Die Party lief zu lange, es wird schwer den Patienten wieder zu gesunden. In diesem Zusammenhang müssen neue Denkweisen Einzug in die Wirtschaftswissenschaften halten.
Wer eine einge Notenbank hat ist klar im Vorteil. Hier sehe ich den größten Nachteil von Euroland.

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permanent:

Eines der größten Grundübel ist,

11
16.05.10 15:17

die Angst vor Veränderungen. Dieses Phänomen ist so stark in der Gesellschaft verankert, dass es schwer ist echte Reformfortschritte zu erzielen wenn man nicht die Angst vor dem Untergang am Himmel aufmalen kann.
So ist es noch heute schwer -auch in Anbetracht der drohenden Staatspleite- das Rentenalter heraufzusetzen. In den USA ist diese Diskussion immer wieder im Keim erstickt worden. In Frankreich gehen Menschen auf die Barrikaden sobald das Thema auf der Agenda steht.
In Deutschland hat RotGrün die Heraufsetzung des Rentenalter beschlossen, von SchwarzRot wurde das Ziel wieder weichgewaschen und nie auf Staatsdiener umgesetzt.
Jeder Mensch kennt die demographische Entwicklung, weiß um das fortschreiten der Lebenserwartung. Jeder Mensch kennt die Notwendigkeit zu Handlen und dennoch herrscht eine unglaubliche Starre.

Dieses ist nur ein kleines Beispiel für den mangelnden Anpassungswillen der Gesellschaften an neue Realitäten, an neue Rahmenbedingungen. Dabei ist einem jedem Menschen aus der Evolutionstheorie bekannt, dass Anpassungen notwendig sind um Fortschritte zu erzielen.

Auch im BT herrscht immer noch ein sehr staatisches Denken vor.

Gruß

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