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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf BioNTech SE ADR

Strategie Hebel
Steigender BioNTech SE ADR-Kurs 5,00 9,74 15,15
Fallender BioNTech SE ADR-Kurs 5,19 10,25 15,01
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VJ8DKC5 , DE000VY1E6J3 , DE000VY10UQ4 , DE000VG4U537 , DE000VJ4GB25 , DE000VJ7DP03 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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wawidu:

Kredite der US-Banken (2)

6
07.12.09 22:30
Wie stark dieser Umbruch ist, reflektieren folgende Daten: Allein seit Juni 2009 ist die Kreditsumme um 344 Mrd. USD geschrumpft - und das finde ich schon relativ gewaltig.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 281668
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Kicky:

BIS warnt vor niedrigen Zinsen

6
07.12.09 22:35
die zu excessivem Risiko führen und zu Assets Bubbles...

The Bank of International Settlements is taking a more public stand on a matter it took up with central bankers privately prior to the crisis, namely, that overly low interest rates stoke asset bubbles. Its chief economist William White had been warning against overly lax monetary policy as early as 2003:

   White recognized the brewing disaster. The analysis department at the BIS has a collection of data from every bank around the globe, considered the most impressive in the world. It enabled the economists working in this nerve center of high finance to look on, practically in real time, as a poisonous concoction began to brew in the international financial system.

   White and his team of experts observed the real estate bubble developing in the United States. They criticized the increasingly impenetrable securitization business, vehemently pointed out the perils of risky loans and provided evidence of the lack of credibility of the rating agencies. In their view, the reason for the lack of restraint in the financial markets was that there was simply too much cheap money available on the market. To give all this money somewhere to go, investment bankers invented new financial products that were increasingly sophisticated, imaginative — and hazardous…
    “One hopes that it will not require a disorderly unwinding of current excesses to prove convincingly that we have indeed been on a dangerous path,” White wrote in 2006.

White has retired, but his successors are taking up his theme more publicly than he was able to. One of a series of papers released today notes:

   Easy monetary conditions are a classic ingredient of financial crises: low interest rates may contribute to an excessive expansion of credit, and hence to boom-bust type business fluctuations. In addition, some recent papers find a significant link between low interest rates and banks’ risk-taking, pointing to a different dimension of the monetary transmission mechanism, the so-called risk-taking channel (Borio and Zhu (2008), Adrian and Shin (2009)). This channel may operate in at least two ways. First, low returns on investments, such as government (risk-free) securities, may increase incentives for banks, asset managers and insurance companies to take on more risk for contractual or institutional reasons (for example, to meet a target nominal return). Second, low interest rates affect valuations, incomes and cash flows, which in turn can modify how banks measure risk. .....

www.nakedcapitalism.com/2009/12/...-excessive-risk-taking.html
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Hagen v. Tronje:

@Malko 07

21
07.12.09 23:15

"Die Strukturen müssen möglichst so sein, dass die Bürokratie nicht funktionieren muss."

Vollkommen richtig.

Was mich nur stört, ist folgendes:

Die Banker sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Kaste aufgestiegen, die sich eine geradezu unglaubliche Arroganz gegenüber den  privatwirtschaftlichen Unternehmern herausgenommen hat.

Ich persönlich habe in den letzten  drei Jahrzehnten unzählige Male mit Bankern am Verhandlungstisch zusammen gesessen (sei es nun KSK, VB, Dresdner, Coba oder Dt. Bank etc.) und mir ihre (Welt-) Sicht der Dinge angehört.

Und je mehr Zeit ins Land ging, desto unerfreulicher wurden diese Gespräche (Anm. : Hatte nichts mit der Geschäftsentwicklung zu tun).

Saßen einem anfangs noch "gestandene" Personen gegenüber, mit  einer  gewissen  "Bescheidenheit " und  einem gewissen Respekt gegenüber dem "freien  Unternehmertum", so wechselten die Personalien mit der Zeit und mit ihnen auch die Sicht der Dinge.

Zum Schluss saßen dort nur noch "überhebliche" Fatzkes, die zu allem ihren Senf gaben, aber von nichts Ahnung hatten.

Wenn ich schon die freie Marktwirtschaft postuliere mit dem Risiko, dass evt. die Lichter ausgehen könnten, dann bitte schön auch für diese Schlaumeier, die angeblich alles besser wissen und am Ende den Staat um (Überlebens-) Hilfe anbetteln müssen.

Geht ein Unternehmen meiner Gruppe den Bach runter, dann heißt es:

Wie konnte das passieren? Sie hätten auf Zukunftsmärkte setzen und die inneren Strukuren rechtzeitig reorganisieren müssen.

Mitleid, Mitgefühl ? Mitnichten !!

Im Gegenteil: Er ist größenwahnsinnig geworden, heißt es dann. Ein typischer Verlierer eben. Er hat seine Grenzen nicht (rechtzeitig) erkannt. Gier frißt eben den Verstand. So lauten die typischen Statements.

Ich habe unzählige Bekannte, denen diese "Experten" quasi per Intrige über Nacht das Licht  ausgeknipst haben, so dass ich für die Sorgen und Nöten der Gierigsten unter den versammelten Bankvertretern nicht mehr das geringste Mitgefühl verspüre.

Diese Leute bereichern sich aktuell auf Kosten nicht nur der Unternehmen in unserem Land, sondern brutalstmöglich auch auf Kosten jedes (einfachen) Steuerzahlers.

Und die Politik macht mit, da o.g Experten too big to fail sind.

Diese Doppelmoral ist es, die mich gewaltig ankotzt.

Fast hätten sie es geschafft, auch mich  "zur Strecke zu bringen".

Aber eine ausländische Bank (GS) hat mir im letzten Moment die Luft verschafft, die ich benötigte.

Jetzt (bereits seit Jahren) ist alles in trockenen Tüchern (Ende gut, alles gut).

Aber (dennoch) mein Fazit:

Vertraue keinem Bänker, denn dann bist Du verlassen.

Ezähle mir keiner etwas über Banker.

Für mich (Ausnahmen bestätigen die Regel) nur noch eine riesengroße  Mespoke.

 

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wawidu:

malko - # 54067

7
07.12.09 23:41
Ich drücke diese Entwicklung mal ganz drastisch aus: Unter völliger Negierung des HIV-Risikos vögelten und vögeln immer noch Millionen von Anlegern ungeschützt munter drauflos.
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Hagen v. Tronje:

Nochmal @Malko07

13
08.12.09 00:41


"Die Sesselfurzer werden keine Katastrophe verhindern. Wenn man bedenkt, wer die Aufsichtsräte unserer Landesbanken waren und wie einfach die Überwachung sehen konnte was dort geschah und nichts unternahm, sieht wie gefährlich es ist vom Funktionieren des Apparates abhängig zu sein."

So ist es.

Malko, frag Dich doch einfach mal, woraus unser "Apparat" (in Deutschland) eigentlich besteht.

Die Top-Leute unseres (Behörden-)  "Apparates" bestehen (immer noch)  aus Volljuristen, welche es sich  aufgrund unserer (Jurisen-) Ausbildungs(ver)ordnung in Deutschland  leisten können,  0-Ahnung vom deutschen, geschweige denn internationalen Bankenwesen zu haben.

Unser "Apparat" hat schlichtweg zu wenig (echte) Experten in solchen Fragen. Deshalb ist unser "Apparat" diesbezüglich auch ein absoluter "Laienrat" (zahnloser Tiger).

Wer, mit Banklehre, 2.tem. juristischen Staatsexamen  und einer  hohen Auffassungsgabe verbleibt denn  längerfristig im Staatsdienst ?

Die Top-Beamten (ja, solche Personen gibt es in der Tat noch) wechseln spätestens nach einigen Jahren in die freie Wirtschaft.

Es gibt kaum einen Top-Beamten, welcher längerfristig der "Privatwirtschaft" Paroli zu bieten imstande ist, ohne irgendwann ihren "Verlockungen" zu erliegen.

Deshalb halte ich auch den Glauben an einen funktionierenden "Apparat" für illusorisch und nehme dementsprechend auch die "Glaubensbekenntnisse" unserer politischen Klasse nur mit äußerster Skepsis zur Kenntnis.

Denn die Musik, wird längst auf einer anderen Ebene gespielt.

 

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permanent:

Konjunkturpaket in Japan

7
08.12.09 08:12
 
Nach langem Gezerre

Konjunkturpaket in Japan

Nach heftiger Debatte hat die japanische Regierung ein weiteres Hilfspaket zur Ankurbelung der Konjunktur auf den Weg gebracht. Der Umfang beträgt 7,2 Billionen Yen, also umgerechnet etwa 54,5 Milliarden Euro.

Das Paket fällt damit minimal höher aus, als von Ministerpräsident Yukio Hatoyama ursprünglich angestrebt. Die Verabschiedung der Maßnahme hatte sich im Kabinett verzögert, weil der kleinere Koalitionspartner, die Neue Volkspartei, deutlich mehr Geld gefordert hatte. Schließlich lenkte Parteichef Shizuka Kamei aber doch ein.

Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur finanziellen Stützung von kleineren Unternehmen, Hilfen für die ländlichen Gebiete und Anreize für den Kauf von Autos, Elektronikprodukten und Häusern mit niedrigem Energieverbrauch.

Für die Finanzierung des Konjunkturpakets soll ein zweiter Nachtragshaushalt beschlossen werden. Finanzminister Hirohisa Fujii kündigte die Entscheidung zu dem Nachtragshaushalt für den 15. Dezember an. Dabei dürfte auch beschlossen werden, neue Staatsanleihen über 9,3 Billionen Yen auszugeben. Das Emissionsvolumen für das gegenwärtige Fiskaljahr würde damit auf den Rekordbetrag von 53,5 Billionen Yen anschwellen.

Mit den Maßnahmen soll die japanische Wirtschaft auf einen soliden Wachstumspfad gebracht werden. Die Erholung der exportabhängigen Wirtschaft Japans wird durch die jüngsten Stärke des Yen und die Deflation im Lande bedroht.

Zurückgehende Exporte

Unterdessen ist der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz im Oktober den dritten Monat in Folge gestiegen. Wie das Finanzministerium in Tokio berichtete, erhöhte sich der Überschuss gegenüber dem Vorjahresmonat um 42,7 Prozent auf 1,398 Billionen Yen. Volkswirte hatten jedoch einen kräftigeren Zuwachs um 52,1 Prozent auf 1,490 Billionen Yen erwartet. Im September hatte sich der positive Saldo nach revidierten Angaben auf 1,568 Billionen Yen belaufen.

Die Exporte fielen im Oktober um 24,6 Prozent zum Vorjahr auf 4,966 Billionen Yen und damit deutlich schwächer als noch im September. Die Importe gingen - wie bereits im Vormonat - um 37,7 Prozent zurück und beliefen sich damit im Oktober auf 4,017 Billionen Yen.

Grund für den deutlich gestiegenen Leistungsbilanzüberschuss war vor allem ein Rekordzuwachs in der Handelsbilanz. Im Außenhandel kletterte der Überschuss auf 949,0 Milliarden Yen von 136,6 Milliarden Yen im Vorjahresmonat, womit der kräftigte Zuwachs binnen Jahresfrist seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1986 verzeichnet wurde.

Quelle: wne/rts/DJ

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relaxed:

#54078 Die Banker sind natürlich keine homogene

8
08.12.09 08:39
Gruppe, doch wenn man über Dekaden mit ihnen zu tun hat, dann ist der Verfall an Qualität - von Moral ganz zu schweigen - offensichtlich.

Das Bankgeschäft ist in dieser Zeit natürlich deutlich anspruchsvoller geworden, in Bezug auf die mathematischen und Abstraktionsfähigkeiten und in Bezug auf die Geschäftsmodelle und Technologien der Kunden/Unternehmen. Der Durchschnittsbanker ist dem intellektuell nicht mehr gewachsen und sucht seine Sicherheit indem er sich perfekt in die Herde eingliedert und entsprechend verhält. Deshalb machen auch fast alle Banken die gleichen Fehler.

Leider sind die meisten Kunden auch nicht klüger geworden. ;-))

Gerade fällt mir auf, dass wenn ich das Wort "Banker" durch "Politiker" ersetze, die obige Aussage wahr bleibt.
;-)))
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skunk.works:

..über den Zaun, nur so reingestreut.....

 
08.12.09 08:52

HK foreign currency reserves up $16.2 billion

Hong Kong's official foreign-currency reserve assets rose to $256.3 billion in November, up $16.2 billion over October, the Hong Kong Monetary Authority said on Monday.   HK foreign currency reserves up $16.2 billion China's foreign reserve may have hit $2.3t at end of September

Including unsettled forward contracts, foreign-currency reserve assets also stood at $256.3 billion in November, up $16.2 billion over October.  

Hong Kong is the world's seventh largest holder of foreign currency reserves based on the latest published figures, after the Chinese mainland, Japan, Russia, China's Taiwan, India and the Republic of Korea, said the Hong Kong Monetary Authority.  

The total foreign-currency reserve assets of $256.3 billion represent about 10 times the currency in circulation, or 55 percent of Hong Kong dollar    China's foreign currency reserve likely hit a record high by the end of September this year as its foreign trade and economy continue to recover from the global financial crisis, the Shang Securities News reported today.

CHINA: Confirmed data is not yet available.  The newspaper cited an unidentified expert who predicted that that the country's foreign currency reserve probably reached $2.3 trillion at the end of September, or about $170 billion more than the end of June.

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Malko07:

Demographie und Prognosen.

7
08.12.09 09:36
Das Märchen von der leeren Wiege

Geburtenrate

08.12.2009, 9:19

Von Felix Berth

Das Aussterben wird vorerst vertagt: Die Geburtenraten in den Industriestaaten steigen wieder. "Die Angst vor extrem niedrigen Geburtenraten, die seit den neunziger Jahren aufkam, ist unbegründet", sagt Joshua Goldstein vom Max-Planck-Institut für Demographie der Süddeutschen Zeitung.  

Demographie ist eine Wissenschaft für Menschen, die sich gern ein bisschen gruseln. Eine Katastrophe ist schnell vorhergesagt, wenn sich die Zahl der Menschen auf der Welt ändert: Werden es mehr, muss man diesen Trend nur weit genug in die Zukunft fortschreiben - und schon erkennt man die "Bevölkerungsexplosion". Werden es weniger, ist das auch nicht besser, nun droht auf lange Sicht die Entvölkerung.

Erstaunlicherweise schließen sich beide Ängste in der öffentlichen Debatte nicht aus: Man kann sich gleichzeitig vor dem einen wie dem anderen fürchten, worauf ein Cartoon aus den neunziger Jahren hinweist. Da halten zwei gleichaussehende Herren Plakate hoch - auf dem einen steht: "Weltuntergang wegen Bevölkerungsexplosion!" Und auf dem anderen: "Weltuntergang wegen Geburtenrückgang!"

Joshua Goldstein ist einer der Demographen, die das mit dem Grusel nicht so wichtig finden. Er kam vor zwei Jahren von der US-Universität Princeton nach Rostock, um dort mit James Vaupel das Max-Planck-Institut für Demographie zu leiten. Nun legt Goldstein einen Aufsatz vor, der für Debatten sorgen wird ("The End of Lowest-Low Fertility?" Population and Development Review, Dezember 2009).

       
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Goldstein tut darin etwas, was Demographen in Deutschland bisher selten tun: Er gibt Entwarnung. "Die Angst vor einer Bevölkerungsimplosion, die während der extrem niedrigen Geburtenraten der neunziger Jahre aufkam, ist unbegründet", lautet sein Fazit.

                       

Von extrem niedrigen Geburtenraten sprechen Demographen, wenn Frauen im Schnitt weniger als 1,3 Kinder bekommen. Früher gab es das allenfalls in Kriegszeiten. Doch in den letzten Jahren schien sich das Phänomen auszubreiten: Italien, Spanien und Griechenland waren unter den Ländern mit extrem niedriger Fertilität. Hongkong und Singapur zählten dazu, auch Russland, die Ukraine, Tschechien und der östliche Teil Deutschlands. In Westdeutschland dagegen blieb die Geburtenrate stets knapp über dieser Marke.

Appell des Papstes

Diese Trends riefen Verunsicherung hervor. Würde die Rate immer weiter sinken? Drohte eine "Kultur der niedrigen Fertilität", wie der Demograph Wolfgang Lutz vermutete: Weil die Geburtenraten sinken, verschwinden Kinder aus dem Alltag; große Familien kommen etwa in Fernsehserien nicht mehr vor.

Dieser Wandel kultureller Normen lässt den Kinderwunsch weiter sinken, was die Geburtenrate wieder drückt - eine Spirale nach unten. Sogar der Papst griff solche Ängste auf: "Europa will anscheinend kaum noch Kinder", sagte er an Weihnachten 2006; es scheine "sich von der Geschichte verabschieden zu wollen".

Joshua Goldstein zeigt jedoch, dass die Zeiten der extrem niedrigen Geburtenraten vorbei sind. Hatten im Jahr 2003 noch 21 Länder eine Geburtenrate unter 1,3, waren es im Jahr 2008 nur noch fünf. Vier davon liegen in Asien, ein letztes, Moldawien, in Europa. In allen anderen Staaten deuten die Kurven nach oben, nicht steil zwar, aber eindeutig: "Zum ersten Mal seit dem Babyboom in den sechziger Jahren nehmen die Geburtenraten gleichzeitig in den entwickelten Ländern rund um die Welt zu", stellt Goldstein fest. Zum Beispiel in Spanien: Lag die Geburtenrate im Jahr 1996 noch bei 1,19, stieg sie bis 2007 allmählich auf 1,39. In fast allen Ländern hatte der Trend diese Richtung, mal schwächer wie in Italien, mal stärker wie in Ostdeutschland (1994: 0,77 Kinder pro Frau, 2008: 1,40 Kinder pro Frau).

Goldstein wäre ein schlechter Demograph, wenn er nun in Jubel über den Kindersegen ausbräche. Denn er weiß, dass die Geburtenrate ein miserabler Indikator ist: Ihr Abwärtstrend in den neunziger Jahren war zum Teil ein Messfehler; auch der gegenwärtige Trend nach oben hat nur teilweise mit dem Verhalten der Menschen zu tun. Die Geburtenrate wird stark verzerrt, wenn Frauen ihre Kinder später kriegen, etwa weil ihre Ausbildung länger dauert.

Ein Rechenbeispiel: Im Jahr 2005 bekommen 19 von tausend Frauen Kinder. Die Demographen errechnen mit ihrer mathematischen Formel eine Geburtenrate von 1,4. Wenn im Jahr danach nur eine der 19Frauen das Kinderkriegen auf später verschiebt, sinkt die Rate schon auf 1,3. Holt sie im übernächsten Jahr das Kinderkriegen nach, steigt die Geburtenrate plötzlich auf 1,5. Letztlich hat sich die Zahl der Kinder pro Frau aber nicht geändert.

Genau das, argumentiert Goldstein, sei im letzten Jahrzehnt geschehen: Erst sanken die Raten, weil die Frauen das Kinderkriegen hinauszögerten. Dieser Trend sei inzwischen stark gebremst, weshalb die Kurven nicht mehr abwärts zeigten. Parallel dazu stellt Goldstein fest, dass die Politik wirkt: Alle Länder mit niedrigen Geburtenraten wollen inzwischen politisch gegensteuern. Manchmal, zum Beispiel in Japan, scheint dies zu scheitern. In anderen Fällen zeigen sich jedoch Erfolge: In Estland beispielsweise verbesserte ein neues Elterngeld die Situation der jungen Paare deutlich und ließ die Geburtenzahlen steigen.

Auch in Spanien und Australien wird der Einfluss der Politik sichtbar - wobei natürlich die Frage nach dem Zeitpunkt bleibt: Kommen dank Familienförderung tatsächlich mehr Babys zur Welt - oder gibt es auch hier einen "Tempo-Effekt", weil Paare ihren Kinderwunsch einfach früher erfüllen?

Beantworten lässt sich das erst nach ein paar Jahrzehnten; Goldstein nimmt jedoch an, dass politische Entscheidungen und wirtschaftliche Lage durchaus Einfluss haben. Er erwartet, dass die Frauen in den Ländern mit sehr niedriger Fertilität letztlich im Schnitt nicht 1,3, sondern zwischen 1,5 und 1,8 Kinder bekommen werden.

Nimmt man das ernst, fällt die demographische Katastrophe aus. Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes für eine Geburtenrate von 1,6 jedenfalls lesen sich nicht dramatisch: Im Jahr 2030 würden in Deutschland etwa so viele Menschen leben wie heute. Der Anteil alter Menschen stiege maßvoll. Und verblüffenderweise kämen auf einen Erwachsenen sogar mehr Kinder und Jugendliche als heute. Die Deutschen, so kann man mit Goldstein annehmen, sterben so schnell nicht aus.

           

(SZ vom 08.12.2009/jab) www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wissen/590/496901/text/

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fkuebler:

relaxed #082: Das funktioniert übrigens auch, ...

4
08.12.09 09:59

"Gerade fällt mir auf, dass wenn ich das Wort 'Banker' durch 'Politiker' ersetze, die obige Aussage wahr bleibt."

... wenn man das Wort durch "Normalbürger" ersetzt ;-)

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Contrade 121:

TARP-Kosten und US-Etat

3
08.12.09 10:05

Im Handelsblatt ist heute ein ganz interessanter Artikel über die Kosten für den Rettungsfonds TARP in USA:  Bankenerholung hilft US-Etat Die Kosten für den Rettungsfonds Tarp liegen deutlich niedriger als befürchtet (http://www.handelsblatt.com/_d=HB120908613,_p=1174,_t=ft_archive).

Darin wird der geschätzte Bedarf zur Bankensanierung mit $341 Mrd. angegeben. Davon wurden lediglich 140 Mrd. gebraucht. Der Grund für die positive Entwicklung sei die höher als erwartet (schmunz) ausgefallene Rendite (!). AIG-Hilfen werden natürlich herausgerechnet! Zur Erinnerung, das Gesamtvolumen des Rettungsfonds beläuft sich auf $700 Mrd.. There is room to grow, sag' ich da nur. Nach dieser Mathematik können noch viele Banken pleite gehen, bis das Gesamtvolumen vollends ausgeschöpft ist.   Obama würde den übrig gebliebenen Betrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze investieren.

Wie auch die Insolvenzlösungen, die innerhalb von 40 Tagen bei GM erfolgreich über die Bühne gebracht werden, wird auch hier aus der Misere nur Positives geschaffen. Die Amis, das sind schon richtige Teufelskerle!

 

 

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permanent:

Struktur in den Tag bringen

10
08.12.09 11:52

Im 14tägigen Rhythmus führe ich im Gemeindezentrum ein Englischsprachtraining durch. Es handelt sich um einen Gesprächskreis mit einer breitgefächerten  Zielgruppe, Studenten, junge Mütter/Väter die den Anschluss an das Berufsleben halten wollen, Rentner die der aktiven Berufszeit nachtrauen.
Es ist kein Unterricht im eigentlichen Sinne sondern eine tatsächliche Gesprächsrunde. Ich nehmen einen Zeitungsbericht aus der FT oder dem WSJE usw. über diesen Bericht unterhalten wir uns auf Englisch um im Training zu bleiben. Dabei schweifen die Gespräche häufig in andere Bereiche ab. Nach eine Stunde ist die Veranstaltung beendet man geht heim oder ins Kaffee und tauscht sich aus.
Eine junge  Frau, die ihr Studium der Betriebswirtschaft vor einigen Monaten abschloss und seitdem auf Jobsuche ist sagte dabei: Es ist wichtig eine Struktur in den Tag zu bringen.

Danach diskutierten wir kurz über das Thema. Menschen die Jung sind, keine Aufgabe haben, Menschen die alt sind (Rentner) die keine Aufgabe haben, schwimmen häufig teilnahmslos in der Gesellschaft umher, schaffen es nicht eine Struktur in ihr Leben zu bringen weil der disziplinierende Faktor Arbeit fehlt.
Arbeit geht weit über das reine verdienen eines Lebensunterhalt. Arbeit gibt halt und Struktur. Vielen Menschen ist diese Tatsache nicht so bewusst. Die meisten Menschen schaffen es wahrscheinlich selbständig Struktur in ihren Tag, in ihr Leben zu bringen. Diese gelingt aber nicht jedem Menschen.
In diesem Zusammenhang musste ich an meine eigene Person denken. Ich bin Anfang 40, bin in keinem angestellten Verhältnis und muss meinen Tag täglich selber strukturieren. Das fällt mir im Regelfall nicht schwer, da ich in einer festen Familienstruktur lebe. Wenn die Kinder aufstehen, um zur Schule zu gehen, beginnt der Tag im Haushalt, da käme ich mir schäbig vor wenn ich im Bett bleiben würde. So mache ich mir in der Frühe häufig Termine oder regele meine Büroarbeit.
Was aber wenn die Kinder Schulferien haben, dann wird es gleich viel schwerer weil der disziplinierende Faktor fehlt. An vielen Tagen schlafe ich aus, der Wecker wird nicht gestellt, es herrscht Ruhe im Haus.

Umso bemerkenswerter finde ich es wenn eine junge Frau sich über diesen  Tatbestand der eigenen Schwäche Gedanken macht, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, den inneren Schweinehund zu überwinden.
Dem Tag eine Struktur geben, dem Leben mehr Sinn geben, viele Menschen die keine Arbeit haben würden sich dieses wünschen, schaffen es aber aus eigenen Kraft nicht.
Es gibt aber auch Menschen die das nicht wollen.

 

Nun haben dieses Ausführungen vordergründig nicht viel mit der Börse zu tun. Bei genauerer Betrachtung dann aber doch. An der Börse bedarf es auch Disziplin und Struktur in den Entscheidungen um erfolgreich zu sein.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag.

 

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Pichel:

Revisionitits

2
08.12.09 11:57
07.12.2009 09:22

Die Daten zum US Arbeitsmarkt sind oft Auslöser von Diskussionen. Dabei geht es oft nicht um die Werte selbst, sondern um oft nicht gerade intuitiv verständliche Entwicklungen.





In der Regel liegen die Ursachen bestimmter Abweichungen verschiedener Statistiken in Änderungen der Struktur der Arbeitslosigkeit, da ja in den Staaten wie auch in Deutschland jemand zwar arbeitslos sein kann, aber trotzdem nicht als Arbeitsloser in den Statistiken auftaucht. Das kann verschiedene Gründe haben, auf die wir hier nicht im Einzelnen eingehen wollen. Es genügt die Feststellung, das derartige Statistiken in der Regel die Zahlen nicht zu negativ darstellen. Das ist kaum verwunderlich, wenn man sich vor Augen hält, wer diese Daten der Öffentlichkeit präsentieren darf.

In den Staaten nahm im November die Zahl der „Civilian Labor Force“ um 291.000 Personen ab. Dies hat Auswirkungen auf die Bezugsgröße der Arbeitslosenquote.





Die Grafik zeigt einen Auszug aus dem aktuellen BLS Report. Wie kommt es nun zu einem Absinken der Civilian Labor Force? Die Begründung liegt in der Art der Datenerhebung, die auf Umfragen basiert. Menschen werden befragt, ob Sie einen Job haben, einen solchen wollen und eine Stelle gesucht haben. Wer sich beispielsweise dazu entschließt, lieber noch einmal zur Uni zu gehen (angesichts der wegen der desolaten Finanzlage vieler Universitäten drastischen Anhebung der Studiengebühren um teils mehr als ein Drittel sicher besonders für Arbeitslose interessant...) fällt aus der Civilian Labor Force heraus. Das ist kein spezifisches Problem amerikanischer Statistiken, auch in Europa ist dies gang und gäbe. Addiert man die Menschen, die nicht in der Labor Force sind, zu denen, die dazugehören, und ermittelt die Quote der Arbeitslosen zu dieser Gesamtzahl so steigt der Wert kontinuierlich an.

Das soll kein Vorschlag sein, die Arbeitslosenquote auf diese Art und Weise zu ermitteln. Es kann allerdings nicht schaden, die Schwächen des aktuellen Modells zu kennen. Den Gedanken, dass die Zahl der Menschen, die wegen mangelnder Perspektiven und ohne Job aus der Gesamtmenge ausscheiden größer ist als die der Lottogewinner und Börsenprivatiers, können wir leider nicht ganz verdrängen.

Da sich nie genug Leute finden, die sich auf diesem Weg aus der Statistik schleichen, ist das Bureau of Labor Statistics vor langer Zeit dazu übergegangen, das Aufpolieren der Daten zu institutionalisieren. Zu diesem Zweck wurde das sogenannte Birth/Death (B/D) Modell geschaffen. Vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um ein Konstrukt, das Werte ausgibt, die die jeweils in einer Periode geschaffenen oder gestrichenen Stellen durch Firmenschließungen und Neugründungen darstellen sollen. In der Regel werden natürlich Jobs geschaffen, wen wundert’s, american flexibility, you know. Damit kommt man in ökonomisch besseren Zeiten halbwegs durch, gilt doch hier wie in der Politik im Allgemeinen der gängige Satz „wer fragt den Sieger nach der Wahrheit“. Fällt eine Volkswirtschaft in eine Rezession oder Depression offenbart der Modellansatz allerdings eklatante strukturelle Schwächen.

So weist das B/D Modell in der stärksten Wirtschaftskrise der Vereinigten Staaten der letzten Dekaden munter weiter neu geschaffene Stellen aus und sorgt so für kontinuierlich zu gut ausgewiesene Arbeitsmarktdaten.





Besonders interessant ist die beeindruckende Zahl von vermeintlich neuen Stellen im Baugewerbe, ist dies doch nicht der Sektor, der von einer veritablen Baukrise profitiert, vor allem dann nicht, wenn die Neubauzahlen auf einem Rekordtief dahinvegetieren. Sie verweisen auf die Infrastrukturprogramme? Ein interessanter Punkt, leider ist jedoch die Lage nicht nur im Hochbau schlecht, auch der Tiefbau muss sich die Straße zu den blühenden Landschaften erst noch bauen. So taucht der Gesamtsektor regelmäßig als eines der großen Sorgenkinder bei den Entlassungsstatistiken der Bundesstaaten auf.






Die Tabelle zeigt einen üblichen Wochenreport der Staaten, es liegt hier weder ein sonderlich guter noch ein außergewöhnlich schlechter Zeitraum vor.

Da man beim BLS vielleicht dreist aber nicht unbedingt dumm ist, hat man rechtzeitig einen Passus von der hauseigenen Webseite gelöscht. Diese Zeile stammt aus dem Disclaimer des Modells und ist ein Hinweis auf ein strukturelles Problem:

"The most significant drawback to this or any model-based approach is that time series modelling [...] is likely to have some difficulty producing reliable estimates at economic turning points..."

Das ist eine ehrliche und korrekte Aussage. Leider hat man diesen Passus von der Website des BLS gelöscht. Das geschah nicht gestern, sondern zu Beginn des Jahres 2008, also in einer Phase, die sich durchaus mit dem Begriff “economic turning point” bezeichnen ließe. Es gilt wohl auch für die Aufrichtigkeit: Alles zu seiner Zeit. Das Modell scheint übrigens über alle Maßen träge zu sein, denn der ökonomische Wendepunkt liegt nun schon ein Weilchen hinter uns. Vielleicht hat man ja die Modellierer der Ratingagentur Fitch eingestellt. Diese hatten, ein unvergessenes Highlight der Krise, zur Bewertung von Immobilienkrediten ein Modell konstruiert, das nur mit Hauspreissteigerungen arbeiten konnte. Mit sinkenden Preisen konnte es nicht umgehen. Das hat in der Folge prima funktioniert, wie Sie sich sicher denken können.

Neben den normal arbeitslos gemeldeten Personen gibt es noch diejenigen, die aus der staatlichen Hilfe und oft auch aus den Statistiken herausgefallenen Menschen. Diese können einen Antrag auf eine amerikanische Form der Sozialhilfe stellen, die Emergency Unemployment Compensation (ECU), die in der Verantwortung der einzelnen Bundesstaaten liegt.

Diese meldeten die erschreckende Zahl von 3.859.553 Menschen, die nach dem Auslaufen der normalen Unterstützung ECU beantragt haben. Immerhin sind dies gut 2,5% der gesamten US amerikanischen erwerbsfähigen Bevölkerung, womit die Zahl in etwa auf einem Niveau mit der Bevölkerungszahl des Bundesstaates Oregon liegt. Falls ihnen Oregon nicht viel sagt, dort wohnen mehr Menschen als in Nevada, Arkansas, Nevada, New Mexiko oder vielen anderen Staaten. Die Zunahme der Anträge auf derartige Hilfszahlungen ist nicht minder beeindruckend, lag der Wert vor einem Jahr doch bei 777.393. Innerhalb eines Jahres ist die Menschenschlange vor den Ämtern auf gut das Fünffache angestiegen. Laut der kürzlich gemeldeten Zahl für die Woche zum 14. November 2009 erreichten allein in dieser Woche mehr als eine Viertelmillion neuer Anträge die Behörden. Woher auch immer die Floskeln von einer Stabilisierung der Lage oder gar einer Wende hin zum Besseren ihre Berechtigung beziehen sollen, die Realität kann diese nicht liefern.

Im Hinblick auf die Situation bei der NASA, die gerade dabei ist, die verbliebenen Raumfähren soweit zusammenzuflicken, dass sie noch ein paar Mal um die Erde kreisen können, bevor auf russische Transporter zurückgegriffen muss, kann man wohl sagen, mit einem Mondflug wird es vorerst nichts werden. Das macht aber auch nichts, fände man auf dem Erdtrabanten wohl nur die eigenen Zahlen zur Arbeitslosigkeit und den Firmeninsolvenzen. Diese machen sich gerade auf den Weg, die Umlaufbahn des Planeten mit Schwung zu verlassen.

| 07.12.09

Komplette Volksverarschung !!
oder quasi staatliche Bilanzfälschung...

wer's glaubt kauft schnell noch ein paar Aktien...

| 07.12.09

In altmodischen Diktaturen manipuliert man Wahlen, in modernen Wähler!

| 07.12.09

Werte Mitleser,

zu diesem und vielen anderen statistischen Themen kann ich wärmstens den Blog www.wirtschaftsquerschuss.blogspot.com empfehlen.

Der Betreiber hat sich die Arbeitslosen-Zahlen der USA auch einmal genauer angesehen und interessantes zu Tage gebracht.

Freitag, 4. Dezember 2009
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/12/us-jobs-dat a-recovery-boost.html
Sonntag, 6. Dezember 2009
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/12/eine-gravie rende-anomalie.html

Bei dieser Verzerrung der Statistiken frage ich mich schon für was überhaupt noch eine Statistik angefertigt wird. Ebenso erschreckend finde ich, wie viele hier auch, das diese Zahlen sogut wie nicht hinterfragt werden.
Die menschheit will einfach belogen werden, anders kann ich mir das alles nicht erklären.

Beste Grüße

Quelle: www.cashkurs.com/...p;tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=6137
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."
"Wenn man in der falschen Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen"
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Kicky:

CO2 -Papiere als Credit Default Swaps

4
08.12.09 12:10
ausgerechnet die Frau,die die CDS bei JP Morgan  erfand-  Blythe Masters-  bringt jetzt das carbon trading scheme als Derivative auf den Markt.Und sogar Finanzexperten warnen davor den Co2-Markt den Zockern zu überlassen

As I have previously shown, speculative derivatives (especially credit default swaps or "CDS") are a primary cause of the economic crisis. They were largely responsible for bringing down Bear Stearns, AIG (and see this), WaMu and other mammoth corporations.

According to top experts, risky derivatives were not only largely responsible for bringing down the American (and world) economy, but they still pose a substantial systemic risk:

   * A Nobel prize-winning economist (George Akerlof) predicted in 1993 that CDS would cause the next meltdown

   * Warren Buffett called them “weapons of mass destruction” in 2003

   * Warren Buffett’s sidekick Charles T. Munger, has called the CDS prohibition the best solution, and said “it isn’t as though the economic world didn’t function quite well without it, and it isn’t as though what has happened has been so wonderfully desirable that we should logically want more of it”

   * Former Federal Reserve Chairman Alan Greenspan - after being one of their biggest cheerleaders - now says CDS are dangerous

   * Former SEC chairman Christopher Cox said "The virtually unregulated over-the-counter market in credit-default swaps has played a significant role in the credit crisis''

   * Newsweek called CDS "The Monster that Ate Wall Street"

   * President Obama said in a June 17 speech on his plans for finance industry regulatory reform that credit swaps and other derivatives “have threatened the entire financial system”

   * George Soros says the market is still unsafe, and that credit- default swaps are “toxic” and “a very dangerous derivative” because it’s easier and potentially more profitable for investors to bet against companies using them than through so-called short sales.

   * U.S. Congresswoman Maxine Waters introduced a bill in July that tried to ban credit-default swaps because she said they permitted speculation responsible for bringing the financial system to its knees.

   * Nobel prize-winning economist Myron Scholes - who developed much of the pricing structure used in CDS - said that over-the-counter CDS are so dangerous that they should be “blown up or burned”, and we should start fresh

   * A leading credit default swap expert (Satyajit Das) says that the new credit default swap regulations not only won't help stabilize the economy, they might actually help to destabilize it.

   * Senator Cantwell says that the new derivatives legislation is weaker than current regulation

Round Two: Carbon Derivatives

Now, Bloomberg notes that the carbon trading scheme will be largely centered around derivatives:
The banks are preparing to do with carbon what they’ve done before: design and market derivatives contracts that will help client companies hedge their price risk over the long term. They’re also ready to sell carbon-related financial products to outside investors.


   [Blythe] Masters says banks must be allowed to lead the way if a mandatory carbon-trading system is going to help save the planet at the lowest possible cost. And derivatives related to carbon must be part of the mix, she says. Derivatives are securities whose value is derived from the value of an underlying commodity -- in this case, CO2 and other greenhouse gases...

Who is Blythe Masters?

She is the JP Morgan employee who invented credit default swaps, and is now heading JPM's carbon trading efforts. As Bloomberg notes (this and all remaining quotes are from the above-linked Bloomberg article):

   Masters, 40, oversees the New York bank’s environmental businesses as the firm’s global head of commodities...

   As a young London banker in the early 1990s, Masters was part of JPMorgan’s team developing ideas for transferring risk to third parties. She went on to manage credit risk for JPMorgan’s investment bank.
   Among the credit derivatives that grew from the bank’s early efforts was the credit-default swap.

Some in congress are fighting against carbon derivatives:

   “People are going to be cutting up carbon futures, and we’ll be in trouble,” says Maria Cantwell, a Democratic senator from Washington state. “You can’t stay ahead of the next tool they’re going to create.” .....

Financial experts are also opposed to cap and trade:

   Even George Soros, the billionaire hedge fund operator, says money managers would find ways to manipulate cap-and-trade markets. “The system can be gamed,” Soros, 79, remarked at a London School of Economics seminar in July. “That’s why financial types like me like it -- because there are financial opportunities”...

   Hedge fund manager Michael Masters, founder of Masters Capital Management LLC, based in St. Croix, U.S. Virgin Islands [and unrelated to Blythe Masters] says speculators will end up controlling U.S. carbon prices, and their participation could trigger the same type of boom-and-bust cycles that have buffeted other commodities...

   The hedge fund manager says that banks will attempt to inflate the carbon market by recruiting investors from hedge funds and pension funds.

   “Wall Street is going to sell it as an investment product to people that have nothing to do with carbon,” he says. “Then suddenly investment managers are dominating the asset class, and nothing is related to actual supply and demand. We have seen this movie before.”

Indeed, as I have previously pointed out, many environmentalists are opposed to cap and trade as well. For example:
Michelle Chan, a senior policy analyst in San Francisco for Friends of the Earth, isn’t convinced.

na da gibt es noch wesentlich mehr Leute die gegen den Handel mit CO2-Papieren sind -Cap and Trade,Emissionshandel für Kohlendioxydemissionen heisst das bei der EU

aber man darf diese Gegner nicht unbedingt als Klimaskeptiker sehen
www.guardian.co.uk/environment/2009/dec/04/...s-public-opinion
Der Guardian hat heute einen Artikel dazu:Climate sceptics: are they gaining any credence?

und hier gibt es detailliertere Argumente www.guardian.co.uk/environment/climate-change
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Kicky:

Link wird nachgeliefert

 
08.12.09 12:11
www.washingtonsblog.com/2009/12/...d-credit-default-swaps.html
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Kicky:

Wer gewinnt am fallenden Dollar?

6
08.12.09 12:24
www.nytimes.com/interactive/2009/12/06/business/metrics.html
(Verkleinert auf 58%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 281792
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Caroline2008:

Druck auf die Banken

5
08.12.09 12:25
Die Baseler Kommission dürfte wohl derzeit tagen, Entscheidungen sind am 9.12. zu erwarten. Den Banken drohen harte Einschnitte, die deutsche Regierung hat von hiesigen Instituten bereits einen "Brandbrief" erhalten, sollte es zu den erwarteten harten Regelungen kommen, dürfte möglicherweise u. a. auch die 16,4 Mrd. schwere Bundeseinlage bei der Coba nicht mehr zum harten Kernkapital zählen - dass da was in dieser Richtung läuft, dafür spricht, dass viele Bankwerte dieser Tage unter Druck sind. Vor allem wollen die Amerikaner harte Regeln, sind doch ihre Banken nun besser kapitalisiert als die europäischen Mitbewerber.
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daiphong:

scheint für Bären ein interessanter Tag zu sein

 
08.12.09 12:46
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Nörgeli:

US-Arbeitsmarkt / Die da oben, die da unten

5
08.12.09 13:25
Die US-Wirtschaft berappelt sich langsam, mit einer Grundsatzrede will US-Präsident Obama jetzt neue Hoffnung schüren. Doch an Millionen Amerikanern geht der Aufschwung vorbei, die Krise auf dem Arbeitsmarkt spaltet das Land in eine Zweiklassengesellschaft. Zwei Betroffene berichten.

weiter: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,665753,00.html
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen
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Maxgreeen:

US-Arbeitsmarkt

5
08.12.09 13:31
blog.bankhaus-rott.de/#home

auszug:
Neben den normal arbeitslos gemeldeten Personen gibt es noch diejenigen, die aus der staatlichen Hilfe und oft auch aus den Statistiken herausgefallenen Menschen. Diese können einen Antrag auf eine amerikanische Form der Sozialhilfe stellen, die Emergency Unemployment Compensation (ECU), die in der Verantwortung der einzelnen Bundesstaaten liegt.

Diese meldeten die erschreckende Zahl von 3.859.553 Menschen, die nach dem Auslaufen der normalen Unterstützung ECU beantragt haben. Immerhin sind dies gut 2,5% der gesamten US amerikanischen erwerbsfähigen Bevölkerung, womit die Zahl in etwa auf einem Niveau mit der Bevölkerungszahl des Bundesstaates Oregon liegt. Falls ihnen Oregon nicht viel sagt, dort wohnen mehr Menschen als in Nevada, Arkansas, Nevada, New Mexiko oder vielen anderen Staaten. Die Zunahme der Anträge auf derartige Hilfszahlungen ist nicht minder beeindruckend, lag der Wert vor einem Jahr doch bei 777.393. Innerhalb eines Jahres ist die Menschenschlange vor den Ämtern auf gut das Fünffache angestiegen. Laut der kürzlich gemeldeten Zahl für die Woche zum 14. November 2009 erreichten allein in dieser Woche mehr als eine Viertelmillion neuer Anträge die Behörden. Woher auch immer die Floskeln von einer Stabilisierung der Lage oder gar einer Wende hin zum Besseren ihre Berechtigung beziehen sollen, die Realität kann diese nicht liefern.
Jeder hat ein System, reich zu werden, das nicht funktioniert.

Die moderne Medizin und immer bessere Analysemethoden führen dazu das es kaum noch Menschen gibt die gesund sind.
Antworten
permanent:

C&P: Fünf Gründe für eine Dollar-Rally

6
08.12.09 13:44

EUR/USD - Fünf Gründe für eine Dollar-Rally

von Robert Schröder

Liebe Leserin, lieber Leser,

Das Währungspaar EUR/USD ist aus vielerlei Hinsicht im aktuellen Chart-Bild nach oben hin gedeckelt. Folgende Gründe sprechen - nach Elliott Wave und aus technischer Sicht - für einen stärker werdenden US-Dollar in den kommenden Monaten. EUR/USD sollte entsprechend dazu deutlich fallen.

Der USA Bären-Thread 7050109

1. Ab dem Hoch bei 1,60 läuft eine riesige ABC-Korrektur, die erst zu 2/3 komplett ist.

2. Nach dem 5teiligen Abwärtsimpuls A, läuft eine 3teiliger Korrekturwelle B. Diese erreichte kürzlich einen wichtigen Widerstand (die obere Trendkanallinie) sowie das 76,4% Fibonacci-Retracement und prallte deutlich nach unten ab.

3. Seit Ende Oktober hat sich ein steigender Keil als Abschlussmuster der Welle 5 von c von B gebildet. Dieser ist typisch für eine Top-Phase und tritt oft in Trendwendeprozessen auf.

4. Auf Stundenebene ist ein erster 5teiliger Abwärtsimpuls erkennbar, der den Aufwärtstrend seit Februar 2009 nun deutlich verletzt hat.

5. Zu guter Letzt spricht das extrem negative Sentiment beim US-Dollar für eine bald einsetzende Rally. Die "Marktteilnehmer" sind fast einstimmig auf einen weiteren Dollar-Crash "eingeschossen".

Der USA Bären-Thread 7050109

Dreh- und Angelpunkt ist jetzt die Marke von 1,4757. Wird sie unterschritten, werden damit im Rahmen der Welle C (dem dritten Teil der ABC-Korrektur) weitere schnelle und dynamische Verkäufe Richtung 1,40 eingeleitet. Übergeordnet gilt es die Marke von etwa 1,14 zu erreichen. Dieses Kursziel ergibt sich, wenn Welle C typischer Weise genau so lang wird wie Welle A.
Bis es damit soweit ist, besteht allerdings kurzfristig die Möglichkeit einer Gegenbewegung auf 1,49 bis 1,4950 - dem Niveau der unteren Keillinie. Spätestens dort sollte es dann wieder zu einer deutlichen Umkehrbewegung kommen.

Antworten
fkuebler:

Kicky #091: Die NYT-Analyse zum USD-Fall hört sich

4
08.12.09 14:31

... an, als ob sie direkt aus der PR-Abteilung der Fed kommt. Sie enthält für den normalen Leser praktisch keine erkennbaren Nachteile durch einen fallenden USD, wenn man mal frivole Auslandsreisen in die diversen terroristisch infizierten Aussengefielde der Welt ausnimmt...

Die PR-Analyse soll vielleicht das Volk einstimmen, in dem Sinne: lasst uns in jeder Sonntagspredigt Hosiannah du starker USD singen, damit die nervigen aber mental beschränkten und sowieso irrelevanten Foreigner da draussen nicht immer so blöde rumquengeln, aber lasst uns im Übrigen einfach weiter die Luft aus der USD-Rate raussaugen, solange bis Hochvakuum herrscht.

Tja, einfach mal ausprobieren, wie sich ein Amerika mit EUR/USD=2 oder mehr und entsprechenden anderen Korrelationen anfühlt...

Vielleicht wie Mexiko in den 90-ern oder Argentinien jetzt?

Antworten
Anti Lemming:

Ausverkauf bei griechischen Staatsanleihen

7
08.12.09 14:32
www.ftd.de/politik/europa/...chen-staatsanleihen/50047715.html
Antworten
permanent:

Government 'Out of Bullets,' Consumers in Trouble:

7
08.12.09 15:58
Government 'Out of Bullets,' Consumers in Trouble: Whitney
MEREDITH WHITNEY, RECESSION, ECONOMISTS, BANKS, CONSUMERS
Posted By: Jeff Cox | CNBC.com
CNBC.com
| 08 Dec 2009 | 08:38 AM ET

The government is running out of ways to help the economy as the US faces major issues regarding credit and employment ahead, banking analyst Meredith Whitney told CNBC.

 

"I think they're out of bullets," Whitney said in an interview during which she reinforced remarks she made last month indicating she is strongly pessimistic about the prospects for recovery.

Primary among her concerns is the lack of credit access for consumers who she said are "getting kicked out of the financial system." She said that will be the prevailing trend in 2010.

Despite being able to borrow at near-zero percent interest, banks are not taking that money and putting it back into the marketplace. The Federal Reserve said Monday that consumer lending dropped 1.7 percent on an annualized basis in October, the ninth straight monthly decline.

 

With consumer spending making up about 70 percent of gross domestic product, the inability of even credit-worthy consumers being able to be able to borrow could put a severe crimp in future growth.

"What's so frustrating is you have an administration that is arguing such a populist (ideology) and not appreciating all the unintended consequences that the consumer and small businesses have far less credit," Whitney said.

"You're going to get a situation where you revert from a consumer standpoint," she added, "where those that had bank accounts for the first time, credit cards for the first time, homes for the first time get kicked out of the system and then fall prey to real predatory lenders."

The problems taken together also will pose difficulties for investors.

"I have 100 percent conviction that the consumer is not getting any better and there's not more liquidity," Whitney said. "So if everything touching the consumer is going to be represented in the S&P, then the S&P is going to be under pressure."

The solution, she said, is for the government to take proactive steps that will give consumers more money to spend.

"I don't think you can cut taxes enough to stimulate demand," Whitney said. "For a 2010 prediction, which is so disturbing on so many levels to have so many Americans be kicked out of the financial system and the consequences both political and economic of that, it's a real issue. You can't get around it. This has never happened before in this country."

Antworten
fkuebler:

Öl-Topp? Würde auch so langsam mal Zeit! ...

8
08.12.09 16:01

                   Öl koppelt sich vom Dollar ab                

Und wenn wir dann in 2010 noch 'nen knackigen Dabbeldipp kriegen, dann schnurrt der Contango auch wieder auf Null, oder tiefer...

In gewissem Sinne ist das schwimmende Zwischenbunkern auf Tankern und Contango-kassieren ja auch 'ne Art von Carrytrade. Und wenn der in's negative dreht, dann gibt's 'nen schönen kleinen Longsqueeze ;-)

Und wenn dann noch die ganzen Notverkäufe von Olivenöl (#54098) dazukommen, dann macht's noch mal ganz besonders Freude ;-)

Rohstoffmarkt

Öl koppelt sich vom Dollar ab

Fällt der Dollar, steigt der Ölpreis. Dieser Zusammenhang trieb das schwarze Gold bis auf 80 $ je Fass. Doch die Rally ist erst einmal gestoppt. Stattdessen achten die Investoren stärker auf abnorme Preisdifferenzen - und schwimmende Vorräte. 

von Tobias Bayer Frankfurt
Auf dem Ölmarkt bricht eine neue Phase an. War der Dollar-Verfall über Monate ein wichtiger Treiber für den US-Ölpreis, so verringerte sich zuletzt die Abhängigkeit zwischen dem Greenback und dem schwarzen Gold. Stattdessen beherrscht der steigende Abstand zwischen amerikanischen Öl zur sofortigen Lieferung und den Terminpreisen - im Fachjargon wird die Konstellation Contango genannt - die Situation. "Der Dollar scheint seinen Einfluss auf den Ölpreis zu verlieren. Das bedeutet, dass nur größere Wechselkursbewegungen als bisher eine Rally des Ölpreises auslösen dürften", sagte Tim Evans, Analyst von Citi Futures Perspectives.
Momentan kostet Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar 74,08 $. Ungewöhnlich groß ist der Preisabstand zur Februar-Lieferung, der sich seit Mitte November von 64 Cent auf mehr als 2 $ am Dienstag ausweitete. Ebenfalls gewachsen ist die Differenz zum Nordseeöl Brent, das momentan mit einem Aufschlag von 2,66 $ zu WTI notiert. Normalerweise ist das umgekehrt.
 
 
"Zuletzt hatte die Entwicklung des WTI-Contangos eine größere Bedeutung für den Preis als der Dollar-Index. Main Street scheint zu erkennen, dass sich das Contango in den vergangenen 20 Tagen verdreifacht hat. Das sollte jede dollar-getriebene Rally des Ölpreises begrenzen", sagte Olivier Jakob, Managing Director beim Researchhaus Petromatrix. Er hat ausgerechnet, dass der Ölpreis derzeit 3,40 $ billiger ist, als es die bisherige Korrelation zwischen Dollar und Öl rechtfertigen würde.
Der neue Zusammenhang weist daraufhin, dass Angebot und Nachfrage bei den Ölinvestoren wieder in den Vordergrund rücken. Das spricht eher für sinkende Preise. Denn: Der Verbrauch der Industriestaaten ist nach wie vor schwach. Das US-Energieministerium revidierte zuletzt die Nachfrage der Vereinigten Staaten im September um 536.000 Barrel (je 159 Liter) täglich nach unten. Energy Intelligence schätzt, dass im November 2 Millionen Barrel pro Tag mehr produziert als konsumiert wurden. "Den viel zitierten Sommeraufschwung hat es in den USA also gar nicht gegeben", sagte Steffen Bukold, Gründer des Hamburger Beratungshauses Energycomment und Herausgeber eines wöchentlichen Ölnewsletters.
 
Die neuen Preisverhältnisse sind indes auch Besonderheiten des amerikanischen Ölmarkts geschuldet. Lieferungsort für den WTI-Kontrakt ist Cushing im Mittleren Westen. Der Ort gilt als losgelöst vom Weltmarkt. "Der Spotmarkt in Cushing ist logistisch isoliert, um kurzfristig auf Impulse von außen reagieren zu können", sagte Bukold. Ein Lageraufbau in Cushing führt regelmäßig zu ungewöhnlichen Abschlägen von WTI zu anderen Sorten wie Brent oder Dubai.
Seit Jahren wird WTI deshalb als globale Referenzgröße in Zweifel gezogen. Zu den Kritikern zählt beispielsweise die Internationale Energieagentur. Großes Aufsehen erregte die Entscheidung Saudi-Arabiens, Öllieferungen in die USA nicht länger nach WTI, sondern einem Index von Argus zu richten. Die Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME), an deren Tochter Nymex der WTI-Kontrakt gehandelt wird, geht in die Offensive. Am Montag gab sie bekannt, einen Kontrakt auf stark schwefelhaltiges Öl an der Golfküste aufzulegen.
 
Der USA Bären-Thread 7051109 An der Nymex wird bald auch schwefelhaltiges Öl gehandelt
Stabilisierung oder Absturz?
Fraglich ist, wie sich das Contango in den nächsten Wochen auf das allgemeine Preisniveau auswirkt. Energycomment-Experte Bukold rechnet damit, dass es den Ölpreis eher festigt: "Das Contango könnte paradoxerweise den WTI-Preis stabilisieren, da die Lagerarbitrage profitabler wird. Hier wird Öl im Spotmarkt gekauft und gleich wieder zu höheren Preisen im Terminmarkt verkauft. Bis zum Liefertermin wird es in Cushing oder auch auf Tankern eingelagert. Auf diese Weise wird der Spotmarkt entlastet."
Das würde die eingelagerte Menge auf schwimmenden Depots wieder erhöhen. Die Deutsche Bank schätzt die weltweiten Gasöl-Vorräte auf Tankern auf 100 Millionen Barrel. Im April waren es noch 24 Millionen Barrel gewesen. "Ein Einbruch bei den Tankerraten und das Contango machen schwimmende Depots lukrativ. Seit Juli wurde das zwar etwas unattraktiver, hat den Trend aber nicht gestoppt", schrieb Deutsche-Bank-Analystin Soozhana Choi in einem Researchbericht. Damit verbunden sei jedoch auch ein Risiko: "Wenn die Praxis anhält, wird das Einlagern irgendwann teurer. Das könnte einen sofortigen Abbau auslösen." Das wiederum würde das Angebot anschwellen lassen und die Preise drücken.

 

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