Buh, ich schon wieder;--)))
Was den einen oder anderen Geldmarktfonds betrifft, die ja "ALLE" lt. Bankberater "so sicher wie ein Sparbuch" ..würg... sein sollen- nun ja - denke zu 99,9 % der Poster hier wissen alle, dass diese Geldmarktfonds so was von gar nicht sicher sind, da sie lt. Fondsprospekt einfach mal ein Ausfallrisiko von 100% bergen... super sicher also...;---))) - und nebenbei - aber das wisst Ihr natürlich auch schon längst - keinerlei Anspruch auf "gesetzliche Erstattung" in Höhe von mind. 20.000,-- Euro haben..., was einem die Bänker selbstverständlich ebenso verschweigen, wie, dass die 100%-Kapitalerhaltsgarantie zuzüglich Bonus oder Irgendwas-Garantie auf ein Lehman Brothers-Zertifikat = Inhaberschuldverschreibung = auch komplett auf 0,00 Euro gehen kann - da Emittenten -Risiko.
Nebenbei bemerkt: Lehman Brothers wurde wohl hauptsächlich von diversen Sparkassen vertrieben, u.a. die Frankfurter 1822...Und da hatten ja auch schon sehr viele Privatkunden große Verluste...
Wenn nun aber tatsächlich Morgan Stanley pleite gehen sollte - und so, wie es momentan scheint, könnte Morgan durchaus der nächste Kandidat sein... na dann gibt´s mächtig Ärger mit der Deutschen Bank - denn die hat eben sehr, sehr viele Morgan Stanley Produkte vertrieben...
Aber gut - vielleicht hat man a) aus der Lehman-Affäre gelernt, dass man nicht so einfach eine große Investmentbank pleite gehen lassen darf - aber vielleicht hat b) Morgan Stanley auch gar nicht so viele "Auslandsgläubiger" wie Lehman, so dass diese als durchaus rettungswürdig gelten könnte... who knows... So könnten vielleicht in diesem Falle sowohl die Deutsche Bank als auch deren Kunden, die Morgan Stanley (Inhaberschuldverschreibungen) gekauft haben, möglicherweise mit einem blauen Auge davon kommen...
Sorry, dass ich jetzt wieder ein bisschen vom Weg abgekommen bin - war doch eigentlich bei Geldmarktfonds, speziell Uni Opti 4 und nicht bei Inhaberschuldverschreibungen, Zertis etc. - seht es mir nach;--)))
Ich persönlich hatte den Uni Opti 4 niemals selbst. Ich hatte bis Mitte 2007 relativ viel Geld in dem DWS-Geldmarktfonds "Dynamic Cash" geparkt - und mit Ausbruch der Krise komplett abgezogen bzw. umgeschichtet in vermeintlich sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld.
Meine Schwester hatte aber noch bis vor ca. 10 Tagen einen Großteil ihrer Ersparnisse in diesem Uni Opti 4 angelegt.
Mitte letzter Woche riet ich ihr, das Geld vom Geldmarktfonds komplett umzuschichten in die "vermeintlich sicheren" Anlagen wie eben Giro, Spar, Fest...ihr wisst schon...weil da zumindest höchstwahrscheinlich der gesetzliche Schutz noch greifen könnte....
Das tat sie dann auch...(der sehr junge Bankangestellte (Azubi??) fragte dann zwar noch zaghaft: "Darf ich fragen, warum Sie das umschichten?" Mein Schwesterlein sagte einfach "NEIN." Der junge, kleine Neubänker versuchte dann noch mal ebenso zaghaft, meiner Schwester eine "Anlagenstrategie" zu verkaufen, die meine Schwester aber ebenfalls ablehnte.
Na, ja, jedenfalls konnte mein Schwesterchen Ende letzter Woche noch gut den Uni Opti 4 verkaufen bzw. umschichten.
Mittwoch dieser Woche las ich im Handelsblatt, dass alleine am Dienstag danach ca. 700 Millionen aus dem Fonds abgezogen worden seien. Die genossenschaftlichen Banken wie DZ und WGZ halfen mit einer "Kreditlinie!" von 1 Milliarde Euro (je Bank 500.000,-- Millonen) aus, damit der Mittelabfluss geordnet abgewickelt werden kann.
Heute, Sonntag, 12.10.2008 las ich selbiges im neuesten "Spiegel".
Meine kleine Schwester hat sich zwar heute noch mal bei mir bedankt, dass sie noch wahrscheinlich rechtzeitig aus der Nummer raus gekommen ist - auf der anderen Seite muss ich mich natürlich schon auch fragen - wie asozial bin ich eigentlich persönlich?
Denn klar ist ja auch, dass diese Geldmarktfonds u. a. auch sehr viel in Unternehmensanleihen investieren - sprich - ich ziehe jetzt indirekt mit solchen Warnungen/Tipps den Unternehmen Geld ab und verstärke damit vielleicht die Krise noch...
Ebenso verstärke ich natürlich die Krise, in dem ich mir vielleicht doch mal für die größte Not einen Teil meines Ersparten in bar abhebe und hier und da verstecke...
Das wird jetzt für mich persönlich schon zu einer Art Gewissensfrage. Sollte ich jetzt etwa tatsächlich das Zünglein an der Waage sein, der kleine Tropfen, der dass Fass zum Überlaufen bringt? Das kleine Arschloch, das das ganze System zum Einsturz bringen könnte? Mit meiner kleinen Abhebung von relativ wenigen Euronen, mit der ich einfach für den äüßersten Notfall sowohl meine Familie, meine besten Freunde und mich selbst ein wenig absichern möchte...
Auf der anderen Seite denke ich natürlich auch, dass sich die ganzen "Big Boys" und vielleicht auch "Big Girls" schon längst aus dem Geschehen verabschiedet haben und ihre Schäflein ins Trockene gebracht haben - egal in welcher Form. Jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass Joe Sixpack Äckermänn seine Milliönchen ganz bestimmt nicht zu 100% bei seiner Deutschen Bank liegen hat ;---))
Puuh, eines kann ich Euch allen versichern. Ich sch....auf irgendwelche Rendite... wäre einfach froh, wenn hier mal alles schön friedlich bleibt, meinetwegen kann sich ja auch das ganze Finanzsystem und meinetwegen auch die Welt neu ordnen - aber bitte, bitte, FRIEDLICH - ohne Kriege, Plünderungen etc. - einfach nur friedlich... wenn wir nicht in eine Art Hyperinflation mit gleichzeitiger Deflation rein rutschen...(wie jetzt? Hyperinflation bei gleichzeitiger Deflation? Wie soll das gehen?)
Ganz einfache Kosto-Laien-Interpretation oder auch Phantasie:
Stellt Euch einfach mal vor, Ihr habt unglaublich viel Blut in Euren Adern, in Eurem Körper - für Euren Körper - dieses Blut fließt und fließt in einem Kreislauf - ähnlich wie die Liquidität fließt - das Blut der Börse - der Wirtschaft...
Plötzlich drückt Dir jemand die Halsschlagader ab - bedeutet: obwohl nach wie vor sehr, sehr viel Blut vorhanden ist, und selbst, wenn Dir noch zusätzlich ein Arzt trotz Würgegriff ein paar Ampullen frisches Blut in den Körper schiesst, stockt es an einem bestimmten Punkt und kann nicht mehr, wie sonst, ins Hirn gelangen. Vakuum. Das viele inflationäre, also in Massen vorhandene Blut staut sich, und hortet sich, platzt fast, kommt aber trotzdem nicht mehr in den Kreislauf, da die Hauptschlagader (VERTRAUENSADER?) abgedrückt wurde...Im Hirn geht also auch nichts mehr. Deflation im Hirn, Inflation im Blut...
Ähnlich ist es ja nach meiner Auffassung, dass "theoretisch" eigentlich genügend Liquidität (also Blut) im Kreislauf vorhanden ist, der sogar praktisch, technisch mit Hilfe von Ärzten etc. (oder auch Notenbanken) täglich nachgeliefert werden kann... Praktisch aber kommt nur nichts mehr im Hirn oder sonst wo an, da Dir einer die Halsschlagader zudrückt - und sei es nur "imaginär".... Da gibt´s dann wohl einfach ´ne Sperre (=Vertrauensverlust) - also abgewürgt... Vakuum...Inflation/Deflation= gleichzeitig? Kann es so was überhaupt geben? Was denkt Ihr?
Keine Ahnung - nur so´n kleiner Kosto-Mini-Gedanke, der hoffentlich niemals Wirklichkeit wird...
Oje, so´n kleiner Kosto-Mini-Gedanke, der wieder mal so viele Zeilen beansprucht hat - daher verschone ich Euch bis auf Weiteres mit Kostos-Makro-Gedanken und wünsche Euch eine gute Nacht, einen schönen Morgen und vor allem:
Alles Gute
Kosto
PS: Bitte verzeiht es mir, sollte dieses Posting wieder einmal doppelt erscheinen. Beim ersten Versuch sagte mir mein Safari leider: "Safari kann Server nicht finden". Probiere es jetzt noch einmal und hoffe, dieses Posting kommt nur EINMAL bei Euch an. Gehe jetzt noch mal auf "Einfügen" und hoffe, dass es 1 x klapt....