Noch eine Information: Steffen Bogs betreibt diesen Blog rein hobbymäßig - morgens früh oder abends spät -, wie dies auch Cordula Sauerland von Markt-Daten.de tut. Seien wir solchen uneigennützigen "Besessenen" dankbar!
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 19,45 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,52 | 9,99 | 20,01 | |
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in # 42847:
Der folgende Artikel aus CBS Marketwatch beschreibt "scheinheilig", dass die auffallende Korrelation zwischen steigenden Aktienkursen und steigenden Öl- bzw. Commodity-Preisen eine (Stimmungs-) Wende zum Besseren darstellen soll.
www.marketwatch.com/news/story/...53B%2DBDA3%2DD7C38D4615A1%7D
Der Artikel verschweigt allerdings, dass sowohl die Aktien- als auch die Öl-Anstiege auf Future-Gepushe bei GS zurückgeht. GS bringt immer erst die Sektor-Upgrades und hilft dann mit Futures nach, dass die Prognosen "wahr" werden - jedenfalls solange sich der Markt damit übertölpeln lässt.
Früher hieß es: Das Sein bestimmt das Bewusstsein
Heute heißt es: Die Futures bestimmen die Wahrnehmung
MORGAN STANLEY TO RAISE $5 BILLION THROUGH STOCK, DEBT OFFERINGS
Verständlich, dass die Banken die Märkte möglichst schnell anzapfen wollen, solange ihre Aktien - nach dem GS-Gepushe - noch hoch genug dafür stehen.
Die Alternative des Debt-to-equity-Swaps (TARP "preferred" in common), der durchgeführt werden muss, wenn sich keine privaten Investoren finden, ist wenig verlockend, da er zum einen massiv kursverwässernd wirkt und zum anderen den Staatsanteil drastisch erhöht.
Es könnte daher jetzt zu einem Massenandrang neuer KEs kommen.
Ob dies das Vertrauen in das US-Bankensystem fördert? Ich glaub eher nicht.
Fed:Losses based on scenario could be $600 billion
By Ronald D. Orol
Last update: 5:00 p.m. EDT May 7, 2009
WASHINGTON (MarketWatch) - Long anticipated, controversial stress tests for the health of 19 financial institutions Thursday showed that the banking sector is secure, however based on a pessimistic forecast considered by bank regulators, losses for 2009 and 2010 could be $600 billion. According to the report, ten institutions are ordered to raise $74.6 billion in private capital over the next seven months. Treasury Secretary Timothy Geithner indicated that bank credit losses will continue across asset classes. "Banks will need strong capital to weather these losses while making loans," Geithner said. End of Story
www.marketwatch.com/news/story/...439%2DBB38%2D6D0423DA891A%7D
American Express — no capital needed (Bloomberg News) no
Bank of America — $33.9 billion (Times) 33,9 billion
Bank of New York Mellon — no capital needed (Times) k.A.
Capital One Financial — no capital needed (Times) k.A.
Citigroup — about $5 billion (Times) 5,5 billion
Goldman Sachs — no capital needed (Bloomberg) no
GMAC — $11.5 billion (Reuters) 11,5 billion
JPMorgan Chase — no capital needed (Times) no
MetLife — no capital needed (Bloomberg) no
Morgan Stanley — no capital needed (Bloomberg) 1,8 billion
Wells Fargo — $15 billion (Bloomberg) 13,7 billion
Regions Financial — needs capital, undisclosed amount (Wall Street Journal) 2,5 billion
Unknowns:
BB&T k.A.
Fifth Third 1,1 billion
KeyCorp 1,8 billion
PNC Financial 0,6 billion
State Street k.A.
SunTrust 2,2 billion
USBancorp k.A.
Quelle: http://www.n-tv.de/1150815.html
Die Annahmen im Rechenmodell der Stress-Tester sind zu optimistisch, befürchten N.Roubini und Matthew Richardson:
...
"Die Schlussfolgerungen des Stresstests sind zu optimistisch, was die Gesundheit der Banken angeht", schreiben die Ökonomen im "Wall Street Journal". Die Tester setzten die Banken per Rechenmodell verschiedenen harschen Umständen aus und schauten, ob sie die Belastungen aushalten. Jedoch: In ihrem düstersten Szenario gingen sie laut Richardson und Roubini unter anderem von einer Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2009 von 7,9 Prozent aus, tatsächlich liegt sie bei 8,1 Prozent. Verlieren die USA weiter Jobs wie bisher, dürfte das Land auch die für Testzwecke fürs kommende Jahr unterstellte Quote von 10,3 Prozent hinter sich lassen.
...
mehr in http://www.n-tv.de/1149626.html
Is Thursday's stock tumble just a bank-oriented hiccup in a new bull market — or par for the course in a bear-market rally?
Robin Griffiths of Cazenove Capital said the charts indicate a pessimistic view.
He concedes that the FTSE today hit its 200-day moving average.
But he said that one must consider the make-up of "what caused the rally" in the first place:
"The lower the quality stock, the worse its balance sheet and profits — they led the rally. That isn't good if you're going to look for a bull market."
He notes that the big global miners "have done well," driven in part by now-slowing growth in "China, India, Brazil." Pointing to the explosive gains by BHP Biliton , Griffiths said, "Thank you very much for doubling — but I don't think I'll buy it on the long-term view."
Griffiths concluded: "I would take risk off the table at this point."
Ende der Rezession?
Hoffnung für die Weltwirtschaft
von Birgit Marschall und Thomas Fricke (Berlin)
Weltweit mehren sich die Anzeichen für ein baldiges Ende des dramatischen konjunkturellen Absturzes. Eines davon: Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist deutlich gesunken, gab die Regierung bekannt.
Experten deuten dies als Anzeichen für ein Ende der US-Rezession...
Das kommt dabei raus, wenn man von "Analysten" wie Ed Yardini abschreibt. Der hatte im FAZ-Interview fälschlicherweise erklärt, dass die Tatsache, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosigkeit in USA seitwärts läuft (zutreffend!), ein sehr positives Konjunktursignal sei: "Historisch gesehen, ist dies einer der besten Indikatoren, dass es aufwärts geht."
Tatsache ist, dass eine Seitwärtsbewegung bei 600.000 Erstanträgen pro Monat (Zahlen werden wöchentlich gemeldet) eine Katastrophe ist. Denn damit wächst das Heer der Arbeitslosen jeden Monat um 600.000, wenn nicht anderweitig Stellen geschaffen werden (was nicht der Fall ist). Seit nunmehr 14 Wochen hält sich die Zahl der Neuanträge über 600.000 - mit der Folge, dass die AL-Quote von 4,5 % vor zwei Jahren auf inzwischen 8,9 % gestiegen ist - der höchste Wert seit 26 Jahren!
Bleibt es auch weiterhin bei diesen 600.000 Neuanträgen pro Monat bzw. Wochenmeldung, dann wird die AL-Quote in USA in einem Jahr bei über 15 % liegen - dem Niveau der Großen Depression.
Wie also die FTD auf den Satz "Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist deutlich gesunken" kommt, ist mir schleierhaft. Das ist besonders peinlich, als Co-Autor Fricke ja als der "Chefsvolkswirt" der FTD bezeichnet wird. Fricke hat schon mehrmals zu früh den Boden ausgerufen.
Kommen wir zu den Fakten: Auch gestern lag die Zahl der Erstanträge wieder über 600.000. Damit wurde die 600.000-Marke zum 14. Mal in Folge getoppt:
7.5.2009
14:30 (MEZ)
Ort: Washington, D.C.
Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ("Initial Jobless Claims") für die Vorwoche
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 601.000 gefallen. Erwartet wurden 635.000 neue Anträge nach zuvor 635.000 (revidiert von 631.000).
Hier die letzten fünf Wochenzahlen:
aktuell: 601.000
30.4.: 631.000
23.4.: 640.000
16.4.: 610.000
09.4: 654.000
Von einer Trendwende kann da nicht ernsthaft gesprochen werden - außer man will etwas "wirklich exklusiv" im Blatt haben ;-)
Nur was man erfindet, hat man wirklich exklusiv.
Die Rahmendaten im Szenario einer negativeren Entwicklung sind: BIP-Minus von 3,3 Prozent 2009, Wachstum von 0,5 Prozent 2010, Arbeitslosenquote bis zu 8,9 Prozent 2009 und bis zu 10,3 Prozent 2010, Häuserpreise minus 22 Prozent 2008 und weitere minus sieben Prozent 2010.
Heutige Erwartung:
08.05.2009
14:30 (MEZ)
Ort: Washington, D.C.
Veröffentlichung der Zahlen zur US-amerikanischen Arbeitslosenquote (Unemployment Rate) für April 2009
Erwartet wird die US-amerikanische Arbeitslosenrate für April mit 8,9 % nach zuvor 8,5 %.
Fazit: Wenn um 14:30 h wie erwartet eine Arbeitslosenrate für April von 8,9 % berichtet wird, ist die "üblere Variante" der für 2009 veranschlagten Stress-Bedingungen bereits JETZT Realität.
Solange die Zahl der Erstanträge nicht drastisch fällt - wovon zurzeit nicht die Rede sein kann (# 42872) - , wird die AL-Rate über's Jahr weiter anwachsen. Auf dem US-Arbeitsmarkt wird aller Voraussicht nach schon im nächsten Monat das "Szenario einer negativeren Entwicklung" überboten.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 19,45 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,52 | 9,99 | 20,01 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| 469 | 156.447 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 04.01.26 10:00 | |
| 29 | 3.795 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 02.01.26 11:22 | |
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |