Robert Lembke
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US-Verbraucherkredite gehen zurück
Die US-Verbraucherkredite sind im Oktober um 2,0 Milliarden USD zurückgegangen und liegen damit klar unter der Konsensschätzung, die einen Anstieg um 1,5 Milliarden USD erwartet hatten. Zugleich wurde der Vormonatswert von 6,9 Milliarden auf 6,7 Milliarden USD nach unten korrigiert. GBP/USD reagiert auf die Daten mit einem Kurssprung bis 1,4742 im Hoch und wird gegen 20:55 Uhr UTC bei 1,4736 gehandelt. (vz/FXdirekt)
Seit dem zyklischen Tief von Anfang November bei 112 20/32 hat der US-T-Bond- Future nahezu ohne Korrektur bis in der Spitze auf 135 21/32 zugelegt, so dass das Kursziel aus dem Konsolidierungsdreieck von 2003 bis 2007 mehr als ausgeschöpft wurde. Damit drängt sich die Frage auf, ob hier gerade die nächste Blase entsteht. Zuletzt konnte das Rentenbarometer aus dem im Juni 2007 etablierten Aufwärtstrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 128 14/32) nach oben ausbrechen, was zumindest für eine klassische "Fahnenstange" spricht. Den gleichen Schluss legt derzeit die Markttechnik nahe. Insbesondere auf Tagesbasis sind RSI und Stochastik massiv überkauft, während selbst der trägere MACD historisch gesehen absolute Extremniveaus verzeichnet. Parallel dazu ist die Trenddynamik - gemessen am ADX - kaum noch zu steigern. Die einzigen Widerstände, die sich noch sinnvoll herleiten lassen, ergeben sich aus einer Fibonacci-Projektion (137 17/32) bzw. aus der Parallelen (akt. bei 138 31/32) zum Haussetrend seit 1990. Auf der Unterseite bildet das Hoch vom 20. November bei 129 19/32 zusammen mit der oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals seit Juni 2007 eine erste Unterstützungszone.
Lotet der US-T-Bond-Future im Verlauf der beschriebenen Fahnenstange tatsächlich die o. g. Kanalbegrenzung aus, sollten Anleger prozyklische Gewinnmitnahmen ins Auge fassen. Ansonsten dient ein Abrutschen unter die aufgeführte Kreuzunterstützung bei 129 19/32 bzw. 128 14/32 als Auftakt für einen deutlichen Korrekturimpuls.
Quelle HSBC Trinkaus
08.12.2008 , 13:03 Uhr
TMD Friction
von Annina Reimann
Der erste große deutsche Autozulieferer meldet Insolvenz an. Der Bremsbelägehersteller TMD Friction Holding GmbH hat beim Amtsgericht Köln vier Eigenanträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Hersteller von Bremsbelägen für die Automobil-Erstausrüstung. 4500 Mitarbeiter bangen um ihren Job.
Der erste Autozulieferer musste das Insolvenzverfahren eröffnen. Foto: ap
are LEVERKUSEN. Wen wundert's: Offene Stellen suchen Besucher der Internetseite vergebens: "Zur Zeit liegen keine Stellenangebote vor. Bitte schauen Sie später wieder", steht dort. 4500 Mitarbeiter sind wohl schon froh, wenn sie wenigstens ihren Job behalten dürfen. Noch überwiegt in Leverkusen die Zuversicht, doch ihr Arbeitgeber hat am Freitag Insolvenzanträge für seine vier deutschen Gesellschaften eingereicht. Das Unternehmen bestätigt das heute offiziell und gibt bekannt: "TMD Friction hat heute Insolvenz angemeldet."
Insolvenzverwalter Frank Kebekus betonte, er hoffe auf einen Komplettverkauf der Unternehmensgruppe. „Ich bin zuversichtlich, dass Kenner der Branche feststellen werden, über welche starken Marken TMD Friction verfügt und wie gut die langfristigen Perspektiven für die Gruppe sind“, sagte der Insolvenzexperte. Kebekus betreute zuletzt die insolvente Kaufhauskette Wehmeyer. Hier gelang es ihm, 23 der ursprünglich 39 Filialen mit rund 500 Arbeitsplätzen durch einen Verkauf an den Investor Rajive Ranjan zu erhalten.
Insolvenzverwalter Frank Kebekus betonte, er hoffe auf einen Komplettverkauf der Unternehmensgruppe. „Ich bin zuversichtlich, dass Kenner der Branche feststellen werden, über welche starken Marken TMD Friction verfügt und wie gut die langfristigen Perspektiven für die Gruppe sind“, sagte der Insolvenzexperte. Kebekus betreute zuletzt die insolvente Kaufhauskette Wehmeyer. Hier gelang es ihm, 23 der ursprünglich 39 Filialen mit rund 500 Arbeitsplätzen durch einen Verkauf an den Investor Rajive Ranjan zu erhalten.
Zu den Kunden von TMD Friction zählen unter anderem Audi, Daimler oder Ford. Seit einigen Wochen sagen Fachleute, dass die Folgen der Absatzkkrise für die Zulieferer sehr viel erheblicher sind als für die Autohersteller selbst. Die haben ein umfangreicheres Finanzpolster. Den kleineren Mittelständlern geht dagegen schneller das Geld aus.
Obwohl das operative Geschäft von TMD Friction gesund ist, haben der extreme Einbruch in der Automobilindustrie und der Rückzug der Kreditversicherer aus der gesamten Branche unsere Liquidität und unser Umlaufvermögen zu stark belastet“, beschrieb Firmenchef Derek Whitworth die Probleme des Unternehmens. Er sei enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, mit Kreditgebern und Eigentümern eine Einigung zu finden und den Gang zum Insolvenzgericht zu vermeiden.
Betroffen sind damit drei Gesellschaften in Leverkusen: TMD Friction Holding GmbH, die TMD Friction Services GmbH, die TMD Friction GmbH sowie die TMD Friction EsCo GmbH in Essen. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Düsseldorfer Wirtschaftsrechtler Frank Kebekus. Vier Beschlüsse des Amtsgerichtes waren am Morgen in seinem Büro eingegangen. Kebekus war am Mittag bereits zu einem Außentermin in der Firma und nicht für ein Gespräch zu erreichen. Das Verfahren beim Amtsgericht steht noch ganz am Anfang. Heute morgen gab es nach Angaben eines Sprechers "einen Beschluss zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung des Sachverhaltes".
Unterdessen teilte das Unternehmen mit, dass der Betrieb zunächst weiterlaufe. Derek Whitworth, CEO von TMD Friction, sagte: „Ich bin enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, mit unseren Kreditgebern und Eigentümern eine Einigung darüber zu finden, wie wir diesen Vorgang vermeiden. Obwohl das operative Geschäft von TMD Friction gesund ist, haben der extreme Einbruch in der Automobilindustrie und der Rückzug der Kreditversicherer aus der gesamten Branche unsere Liquidität und unser Umlaufvermögen zu stark belastet.“
Im Jahr 2007 erwirtschaftete TMD Friction in zwölf Ländern einen Umsatz von 690 Millionen Euro. Die Firma produziert nach Angaben auf ihrer Internetseite jeden Tag eine Million Bremsbeläge und sei damit der weltweit führende Hersteller von Reibbelägen für die Erstausrüstung der Automobil- und Bremsenindustrie. Die Mitarbeiter produzieren neben Scheiben- und Trommelbremsbelägen für Autos auch Bremsbeläge für den Rennsport und Reibmaterialien für den Schienenverkehr und die Industrie.
Soweit mir bekannt ist beruht die Deflationsthese vor allem auf fallenden Assetpreisen, nicht auf fallenden Güterpreisen.
der Serial-Bottom-Caller, denen man besser - wie schon im Juli/August, kein Gehör schenkt.
By Rev Shark
Street.com Contributor
12/8/2008 7:30 AM EST
Back in July and August, we had a surge of traditional market professionals predicting that the worst was priced in and that we had seen the market lows. We did have a decent bear-market rally, but it quickly fizzled -- as bear-market rallies always do -- and we have suffered some tremendous losses since then.
The same folks who so confidently called that bottom are back. Their arguments are pretty much the same, but because prices are quite a bit lower, they are even more emphatic that we'd better hurry up and buy or we will miss out on this great opportunity.
Last week we did hold up very well in the face of an onslaught of negative news. The charts are looking a little better and we have seasonality working for us, so I'm feeling more bullish as well. However, I see absolutely no point in trying to predict whether this is a major turning point. I don't think anyone should throw his precious capital at a market that still has a long way to prove itself. Trade this market, but don't trust it and buy into the "worst is over" argument until it proves itself.
Anlage-Strategie
Kursgewinne an den Börsen sind kaum nachhaltig
08. Dezember 2008 „Buy on bad news“ - das scheint zumindest kurzfristig das Motto der Anleger zu sein. Diese Wahrnehmung leitet sich aus der Tatsache ab, dass die Wall Street am Freitag sehr schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt abschüttelte und mit Kursgewinnen aus dem Handel ging.
Diese Entwicklung überrascht. Immerhin hat die amerikanische Wirtschaft im November außerhalb der Landwirtschaft 533.000 Jobs verloren. Das war nicht nur deutlich mehr als befürchtet, sondern rechnet man auch die optische Schönung ein, die durch das so genannte Birth-Death-Modell in den amerikanischen Arbeitsmarktbericht einfließen, so war das eindeutig die schlechteste Zahl seit 34 Jahren.
Schulden haben in die Krise geführt ...
Auch von Unternehmensseite sind die Nachrichten alles andere als positiv. Mit wenigen Ausnahmen begibt eine Firma nach der anderen Umsatz- und Gewinnwarnungen und vermeldet, Investitionen einschränken und Kosten senken zu wollen. Kostensenkungen bringen in der Regel den Abbau von Arbeitsplätzen mit sich. In den Vereinigten Staaten ist das längst nicht mehr zu übersehen, in Europa und anderen Teilen der Welt dürften sich entsprechende Zahlen in kurzer Zeit zeigen.
Angesichts der unsicheren Jobs und der anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten werden die Verbraucher verunsichert. Da sie ihren Konsum einschränken, kann sich die wirtschaftliche Abwärtsspirale selbst verstärken. Immerhin tragen die Konsumausgaben maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, zumindest in den entwickelten Staaten. Dagegen können auch öffentliche Ausgabenprogramme nicht ankommen, die in der Regel über Schulden finanziert werden.
Genau diese jedoch haben die gegenwärtige Krise ausgelöst. In den vergangenen Jahrzehnten strapazierten immer mehr Wirtschaftsteilnehmer ihre Bilanzen immer stärker. Das führte auf der einen Seite zwar zu einem Wirtschaftsboom, wie er sich in den Jahren 2000 bis 2006 in ausgeprägter Form an den angelsächsischen Immobilienmärkten zeigte. Allerdings hat der Boom zu einem unnatürlichen Preisauftrieb und zur Überschuldung vieler Wirtschaftsteilnehmer geführt.
Diese wurde genau in dem Moment zum Problem, an dem die Vermögenspreise nicht mehr weiter nach oben liefen, sondern nach unten. Immer mehr Kreditnehmer und -geber gerieten und geraten in der Folge unter Wasser, da der Wert von Sicherheiten, die bei der Vergabe von Krediten hinterlegt oder berücksichtigt wurden, schwand und noch immer schwindet. Sie sind zur Anpassung der Positionen gezwungen. Genau dieser Effekt führte zusammen mit der Intransparenz vieler strukturierter Produkte zu zunehmenden Insolvenzen, zu Verlusten bei Anlegern, zum Misstrauen der Banken untereinander und letztlich zum Kursverfall an den Börsen, zum „Einfrieren“ der Kreditmärkte und zum Überschwappen der Krise auf die Realwirtschaft.
... neue werden höchstens zu Strohfeuern führen
Staatsgarantien mögen zwar dazu führen, dass das Vertrauen der Banken untereinander langsam wieder zurückkommt. Allerdings werden sich ihre Geschäftsmodelle der Vergangenheit, die im Wesentlichen auf der stetig zunehmenden Verschuldung der verschiedenen Wirtschaftsteilnehmer beruhten, nicht wiederbeleben lassen. Daran werden auch keynesianische Ausgabenprogramme kaum etwas ändern. Denn sie können die überzogene Konsumneigung der vergangenen Jahre höchstens vorübergehend neu beleben, indem sie den Schuldenstand der öffentlichen Hand weiter nach oben treiben.
Mittelfristig sind sie sogar kontraproduktiv: Erstens werden Ausgaben und Investitionen, die aufgrund solcher Anreize vorgezogen werden, später nicht mehr anfallen. Dann wirken entsprechende Nachfrageausfälle dämpfend. Zudem stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Bürgern und Unternehmen erst Steuern abzuknöpfen, sie durch einen kostspieligen bürokratischen Apparat zu schleusen, um sie schließlich willkürlich Branchen mit starken Lobbies in Form von Subventionen zukommen zu lassen.
Insgesamt muss die Sparquote in vielen Staaten steigen, insbesondere in den angelsächsischen. Aus diesem Grund lässt sich das Konsumniveau der vergangenen Jahre nicht wieder erreichen. Das führt in der Zukunft zusammen mit der notwendigen Konsolidierung im Finanzsektor zu einer unterdurchschnittlichen Gewinnentwicklung. Deswegen sind Aktien keineswegs so günstig, wie sie optisch aufgrund zu optimistischer Gewinnerwartungen aussehen mögen.
Das schließt nicht aus, dass die Börsen kurzfristig aus technischen Gründen immer wieder einmal deutlich zulegen. Allerdings dürften die Kursgewinne kaum nachhaltig sein. Neue Tiefs sind keineswegs ausgeschlossen. Immerhin waren verschiedene Bärenmärkte der Vergangenheit mit deutlicheren und länger anhaltenden Kursrückschlägen verbunden, wie sie in den vergangenen Monaten realisiert wurden. Der Kursboden dürfte erst dann gefunden werden, wenn die Arbeitsmärkte deutlichere Schwäche gezeigt haben, sobald die Überbestände und die Überbewertungen an den Immobilienmärkten vollständig abgebaut worden sind und sobald sich die Lage an den Kreditmärkten normalisiert hat. Noch scheint es nicht soweit zu sein. Immerhin haben die verschiedenen Hauspreisindizes weiteren Spielraum nach unten.
www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/...on~Sspezial.html
| Jahr | Inflationsrate - Verbraucher - Preisindex | Rang | Änderung | Informationen Datum |
|---|---|---|---|---|
| 2003 | 3,60 % | 99 | 2002 | |
| 2004 | 3,60 % | 95 | 0,00% | 2003 est. |
| 2005 | 2,90 % | 92 | -19,44% | 2004 est. |
| 2006 | 3,50 % | 107 | 20,69% | 2005 est. |
| 2007 | 3,30 % | 94 | -5,71% | 2006 est. |
| 2008 | 2,60 % | 59 | -21,21% | 2007 est. |
Quelle: CIA World Factbook - Version Mai 16, 2008
Employers Plan to Slow Hiring Further: ManpowerEMPLOYMENT, HIRING, MANPOWER, GLOBAL ECONOMY, U.S. ECONOMY, FINANCIAL CRISIS, RECRUITMENT, LABOR,Reuters| 08 Dec 2008 | 10:36 AM ET
Employers globally expect to slow their hiring in the three months to March, a quarterly survey by Manpower showed, adding to the pain from the financial crisis that has already put much of the rich world into recession.
The staffing firm's quarterly survey of over 71,000 firms in 33 economies—coming a few days after a bleak U.S. jobs report—showed employers in 30 of them expect weaker recruitment, noticeably in the Asia-Pacific region.
"The vast majority of employers are telling us that they will take a 'wait and see' approach before hiring or further reducing staff," Jeffrey Joerres, chairman of Manpower, said in a report.
"Unless they see more positive economic signals ... it will be a rougher road for job seekers." Employers in all but three economies surveyed—Canada, the United States and Switzerland—expect to slow the pace of hiring from the final quarter this year, Manpower said.
Singapore and Taiwan were among the 21 economies that saw employers reporting the weakest hiring plans in the survey's history, with those planning to job cuts outnumbering those expecting jobs to increase.
The seasonally adjusted net employment outlook index—which measures the gap between employers who plan to add jobs and those who expect to cut them—showed negative readings in those economies, as well as in Britain, France, Italy, Spain and Ireland.
The U.S. net employment outlook was up one point at 10, marking the first increase in five quarters, but it was down from 17 a year ago, illustrating the U.S. job market slowdown.
The Labor Department said on Friday U.S. employers axed 533,000 jobs from payrolls in November, the most in 34 years, as the year-old recession hammered the economy, and the unemployment rate hit 6.7 percent, the highest since 1993.
CNBC.com Slideshows
Outlooks in 24 other economies including Japan also declined from the same quarter a year before.
The index fell sharply among employers in the Asia-Pacific region, with the reading for Singapore down 56 points from the previous quarter to minus 31 and the indices for India and Taiwan falling 24 points each to plus 19 and minus 1 respectively.
Manpower's survey dates back to 1962 when it first started in the United States and Canada, before launching polls in other economies.
The Milwaukee-based company does business in 80 countries and generates the bulk of its sales and profits outside the United States.
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| 29 | 3.795 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 02.01.26 11:22 | |
| 469 | 156.446 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 01.01.26 14:00 | |
| 55 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | ARIVA.DE | 19.10.25 10:00 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |