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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 7.124,96 +1,18% Perf. seit Threadbeginn:   +388,35%
 
wawidu:

Unternehmensanleihen

7
13.09.08 14:24
Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass neben den Munibonds auch die USD Corporate Bonds in einen Bärenmarkt eingetreten sind. Dabei handelt es sich bei dem ETF, dessen Chart ich anhänge, um einen Fund, dessen Korb nur Investment Grade Bonds (AAA bis A) enthält.
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Der USA Bären-Thread 186142
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Platschquatsc.:

Also mal langsam mit den jungen Bären

12
13.09.08 15:49
Ob der Thread jetzt zum Kontraindikator wird wissen wir sowieso erst in 2-4Wochen aber wenn hier neben der Postingfrequenz auch die Zahl der Posting mit Panikeffekthascherei ohne echten Inhalt dazu kommt kann es nicht verkehrt sein das Bärenfell etwas lockerer zu tragen.
Anti das was du schreibst in deinem Posting ist sicherlich richtig nur kann man deinen fundamentalen Erkentnisse auch zu jedem andern  fast beliebigen Punkt seit Frühjahr als Grund anführen nur ist sowas kurzfristig nicht immer der entscheidende Grund für Kursbewegungen.
Du schreibst u.a......Die besteht im Wesentlichen darin, dass sich die Märkte in Anbetracht der recht erschreckenden News-Lage erstaunlich gut oben halten. Diese "Resiliance" wird als bullisch gewertet. Was aber passiert, wenn die Indizes plötzlich 5 % oder mehr nachgeben? Dann hat der Strohhalm, den dieses Resiliance-Argument liefert, plötzlich einen Knick. ;-))....... richtig aber das kann man auch umgekehrt sehen.
Zig Banken und Finanzwerte zeigen zweistellige hohe Wochenverluste aber die Indices stehen fast alle im Wochenplus(außer NDX) also was muß passieren damit die Indices mal 5% fallen oder wo werden die Indices stehen wenn die Finanzwerte/Banken mal eine schwarze Wochennull schaffen oder sogar im Plus schließen?
Aktuell stehen wir beim S&P ca. in der Mitte des Downtrends und in beide Richtungen ist für ca.100Punkte Luft also eher kein Grund sich so eindeutig auf die Bärenseite zu stellen wegen fundamentalen News die ihre Gültigkeit sowohl oben als auch unten am Trendkanal beibehalten.Denn 100Punkte ändern Fundamental an der Bewertung/Gesamtlage nichts aber für jemanden der im Markt gehebelt spekuliert ändert sich eine Menge!
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Der USA Bären-Thread 186145
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Platschquatsc.:

Die News das FNM und FRE

9
13.09.08 16:03
aus den S&P500 geflogen sind scheint hier diese Woche auch etwas untergegangen zu sein oder ist mir nur entgangen.
www2.standardandpoors.com/spf/pdf/index/lychnobitic374.pdf
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Platschquatsc.:

@musicus1

4
13.09.08 16:26
.....immer noch sind die long dreamer unterwegs,  mich interessiert es zur zeit nicht, ob der dax oder sp500 etc.  in die höhe schiesst,diese bewegungen werde ich konsequent weiter shorten, natülich konservativ mit langen lz..... das ganze.......

Naja jedem seine Strategie und vielleicht ist deine Strategie ja so gut um bei der nächsten größeren Bewegungen im Markt die ariva-ID-Fluktuationwelle zu überleben.

Viel Glück
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Anti Lemming:

Platschquatsch - gerade bei den Finanzwerten

10
13.09.08 16:27
ist in den letzten zwei Monaten die besagte "Resiliance" (Widerstandsfähigkeit gegen schlechte Nachrichten) zu beobachten. Trotz der Horror-News zu Fannie, Freddie, AIG, Lehman und Co. und deren drastischen Kursrückgängen notiert der XLF (Subindex Financials des SP-500) aktuell noch deutlich - um ca. 20 % - über seinen Jahrestiefs von Mitte Juli.

Bullen können argumentieren: Bei den Banken ist das Übelste bereits eingepreist. Wenn die Rettung für die Wackelkandidaten durch ist (wie auch immer die aussehen mag, z. B. Staats-Bailout) und/oder die Fed am Dienstag die Zinsen deutlich senkt, dann gehen der XLF und BKX (Banken-Index) stramm nach oben und reißen den gesamten SP-500 mit hoch..

Bären können argumentieren: Trotz drohender Pleiten wichtiger großer US-Finanzinstitute (Lehman und AIG) und der de-facto-Pleiten der "systemtragenden" Hypobanken FNM und FRE steigt der XLF in einer "widersinnigen Divergenz" zu den sich verschlechternden Fundamentals weiter. Die Leute lügen sich in die Tasche, dass das Übelste bereits ausgestanden sei. Tatsache aber ist, dass sich die Kreditklemme täglich verschärft und Banken und Broker wie Lehman/AIG nun sogar ihr Tafelsilber veräußern müssen, um überhaupt noch an Geld zu kommen, da asiatische Staatsfonds zunehmend die Nase rümpfen. Auch Kapitalerhöhungen sind kaum mehr möglich, weil die Aktienkurse der Finanztitel bereits zu tief stehen und die Kursverwässerung sonst vernichtend wäre.

Was wäre denn umgekehrt, wenn der XLF jetzt auf das Juli-Tief zurückfiele? Die nicht-finanziellen SP-500-Werte müssen ja im Schnitt seit Juli gefallen sein, sonst stünde der SP-500 - trotz der deutlich gestiegenen Finanz-Aktien - nicht schon wieder nahe den Juli-Tiefs.

Würden die nicht-finanziellen Aktien nach ihren Kursrückgängen nun seitwärts laufen und die Finanzwerte - z. B. weil Lehman ohne Bailout den Geiern vorgeworfen wird - deutlich fallen (XLF wieder in Richtung 17 Dollar), könnte der SP-500 leicht das Juli-Tief durchschlagen und damit ein starkes Verkaufssignal liefern.

Dies sind Alles wohlgemerkt keine "generellen" bzw. zeitlosen Infos zur Housing- und Finanzkrise. Ich habe stattdessen etwas sehr Aktuelles berücksichtigt - nämlich die sich in der letzten Woche zuspitzende Klemme am Kreditmarkt, erkennbar an den stark gestiegenen Spreads bei den Credit Default Swaps (z. B. bei Lehman, AIG und WaMu, siehe meine Postings von gestern abend).
Der USA Bären-Thread 186146
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permanent:

Die Benzinpreise sind in weiten Teilen der USA

6
13.09.08 16:34

als Folge von IKE um bis zu 20% gestiegen. Dabei mag es sich um ein vorrübergehendes Phänomen handeln bis Klarheit über den Zustand der Raffinerien herrscht.

Ein phsychologischer Schaden beim gebeutelten US Verbraucher sollte dennoch entstanden sein. Die Menschen stehen in Schlangen vor den Tankstellen und müssen zusehen wie die Preise in mehreren Runden angehoben werden bis sie an der Reihe sind.

Pain at the pump.

 iReporters flee Ike, brave gas lines
  • Story Highlights
  • Long gas lines reported as Hurricane Ike approaches
  • Gas prices jumped overnight in Canada
  • Police had to restore order at North Carolina gas stations
  • Are you in Ike's path? Send photos, videos

(CNN) -- Cheri Morgan spent about half-an-hour in line at a Houston-area gas station on Thursday before evacuating the city.

"Everyone was driving crazy and they really need some kind of traffic flow at the gas stations. It's wild," she said. "Everybody's rushing and panicking. I could have stayed, but I thought it was best to just get out of there."

Morgan said it took her about five hours to make the 200 mile drive to San Antonio -- a trip that normally only takes about three hours.

Ike is expected to make landfall on the Gulf Coast of Texas, which is home to many of the country's oil refineries.

That's led to a scramble at gas stations as people try to fill up before the storm hits. iReport.com: Are you in Ike's path?

People were filling up their cars and their gas cans at a Sam's Club in College Station, Texas, iReporter Kyle Norton told CNN.com.

"The lines were a tad ridiculous," the 30-year-old banker said.

Norton said his 2002 Dodge Ram pickup was on empty, so he had no choice but to wait in line for an hour.

Despite the long lines, Norton said gas was about $3.49, which is pretty normal for the area.

He said a friend had to go to four different stations before he could find one that still had regular unleaded.

iReporter Jeremy "Clete" Terrell said the lines also were long at the Costco in Alpharetta, Georgia.

"I was getting gas and realized that everybody else was too," he said.

iReporter Curtis McNeely said a Kangaroo Express station in Evansville, Indiana, imposed a 10 gallon limit.

"It's causing paranoia more than anything," he said adding that people are returning to the gas station to fill up multiple times.

A spokeswoman for the company that runs the Kangaroo Express chain says it's imposed a limit at its 1,660 stores because gas supplies are tight.

Several stations in Ocala, Florida, were limiting sales if they still had gas to sell, iReporter Christine Bailey said.

Canadian Ian McIntosh said gas prices jumped 57 cents per gallon overnight in Milton, Ontario.

"This stuff's in the tanks, it's just sitting in the gas stations, they're using this as a windfall event," the retired teacher said.

McIntosh said he heard prices were going up on the news, so he and his wife got gas last night -- along with many other residents of the Toronto suburb.

"A gas station that would normally have three or four cars -- you had 15 cars and you had to line up to get to the pumps," he said.

Rumors that gas would jump to $6 a gallon caused a panic in Sylva, North Carolina. iReport.com: Police called in at mountain gas station

Lines were a half-mile long Thursday night at the stations that stayed open, and police were called in to maintain order, iReporter April Brendle said.

"Supposedly there was a fight at one station," she said.

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Anti Lemming:

Zum Vergleich: Der SP-500 hat die "Erholung"

8
13.09.08 16:39
seines Finanz-Subindex XLF (Chart in # 27880) nicht mitgemacht. Das lässt nur den Schluss zu, dass die nicht-finanziellen Aktien gefallen sein müssen, während die Finanzaktien stiegen. Zu den "gefallen Engeln" zählen vor allem die zuvor heißgelaufenen Energie-, Öl- und Rohstoff-Aktien, die nach dem Platzen der Öl/Rohstoff-Blase im Juni gehörig Federn gelassen haben. Bei denen auf eine Trendwende nach oben zu hoffen scheint mir mutig. Eher ziehen fallende Finanzwerte diese Aktien in den nächsten Wochen noch weiter runter. Sobald im SP-500 die 1200-Marke fällt, sieht es zappenduster aus.
Der USA Bären-Thread 186151
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Anti Lemming:

FTD: Lehman-Lösung nur "Beruhigungspille"

3
13.09.08 16:55

Lehman-Lösung nur Beruhigungspille

von Elisabeth Atzler, Yasmin Osman, Rolf Lebert (Frankfurt) und Lia Petridis (New York)

Die Entwicklung der Aktienkurse hängt nach Einschätzung von Experten auch in der kommenden Woche davon ab, wie es bei Lehman Brothers weitergeht. Zuversichtlich geben sich die Analysten nicht.

Vor allem die Frage, wie es mit der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers weitergeht, treibt Investoren um. Es wird erwartet, dass Lehman Chef Richard Fuld am Wochenende eine Lösung präsentiert - was zumindest kurzfristig für ein Aufatmen am Aktienmarkt sorgen könnte. Entsprechend dürften Anleihekurse vorübergehend, aber nicht nachhaltig verlieren. Die jüngste Dollar-Rally halten Beobachter vorerst für beendet. Insgesamt aber dominiert weiterhin Skepsis die Anlegerstimmung.

Spekuliert wurde, dass die Bank of America den Rivalen Lehman, dessen Aktie Freitag erneut fiel, erwerben könnte. Kommt eine solche Übernahme zu Stande, dürfte das für eine Beruhigung am Aktienmarkt sorgen, allerdings nur vorübergehend. Immerhin schafften die Börsen vergangene Woche ein kleines Plus - die Verstaatlichung der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddi Mac hatte kurzzeitig Kauflaune verursacht. Der deutsche Leitindex Dax stieg um 1,8 % auf 6234,9 Punkte. Der europäische Stoxx 50 legte 2,9 % zu. In den USA gewann der S&P 500 0,8 %.

Jäh gestoppt werden könnte dieser Trend schon von Sorgen um die größte US-Sparkasse Washington Mutual. Die Bank hat ernsthafte Kapitalprobleme und erwägt den Verkauf von Filialen. "Die Bank hat zwar versucht, die Märkte zu beruhigen, aber sowohl Kunden als auch Investoren sind weiter nervös", sagt Jamie Peters, Analystin von Morningstar. "Man darf nicht naiv sein und denken, dass angesichts der größten Kreditkrise in der Geschichte nur noch eine Bank untergeht", meint Richard Yamarone, Ökonom bei Argus Research. Zuletzt mehrten sich Meldungen, dass auch der Versicherer American International Group, der stark im Hypothekengeschäft engagiert ist, vor einem Kapitalengpass steht.

Nun blicken Anleger auf Goldman Sachs und JP Morgan, die Quartalszahlen diese Woche vorstellen. "Ich erwarte Verluste an allen Fronten", sagt Brian Fabbri, Stratege von BNP Paribas.

Diese Hiobsbotschaften wirken unmittelbar auf die hiesigen Aktienmärkte. Die DZ Bank weist darauf hin, dass die Stimmung am deutschen Aktienmarkt selten so schlecht ist wie zurzeit: Der Sentiment-Index der Deutschen Börse zeige einen ähnlich hohen Pessimismus wie beim Dax-Jahrestiefstand von 5999 Punkten am 15. Juli. "So ein hoher Grad an Angst und Verunsicherung hat in der Vergangenheit nicht selten die Ausbildung eines neuen Bodens am Aktienmarkt zur Folge gehabt", schreiben die DZ-Bank-Analysten.

Ob der Bankenprobleme treten sonst viel beachtete Konjunkturdaten in den Hintergrund - allerdings ergaben am Freitag veröffentlichte Zahlen auch kein klares Bild. Zum Wochenauftakt gibt es Daten zur Industrieproduktion, am Dienstag die Verbraucherpreise. Mehr Aufmerksamkeit finden wird ebenfalls am Montag die Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Zwar wird kein Zinsschritt erwartet. Daher geht es vielmehr aber um Äußerungen der Notenbanker, die sich erstmals nach dem Heraufschnellen der Arbeitslosenzahlen treffen.

Auch an den Anleihemärkten diktiert Lehman die Richtung. Analysten rechnen fest mit einer raschen Lösung und damit einhergehend zunächst mit Rückschlägen bei risikoarmen Anlagen wie Anleihen. Mit einem nachhaltigen Effekt rechnet jedoch kaum ein Experte.

"Die Skepsis in den Märkten gegenüber Rettungsaktionen der US-Regierung wachsen. Die Erleichterung über Stützungsmaßnahmen verpufft immer schneller", sagt John Davies, Rentenstratege der WestLB. Nach Bear Stearns habe der Optimismus rund drei Monate gehalten, die ersten Gespräche über eine Rettung von Fannie Mae und Freddie Mac hätten nur wenige Wochen für Erleichterung gesorgt und deren Stützung nur noch einen Tag. In der anbrechenden Woche würden sich die Rentenmärkte vermutlich auf dem aktuellen Niveau halten, doch schon bald dürften die Renditen weiter sinken, sagt Davies.

Dazu trägt neben der Furcht weiterer Hiobsbotschaften aus der Bankenbranche auch der Rückgang des Ölpreises. "Mit dem psychologisch wichtigen Abtauchen unter die 100-$-Marke pro Barrel (159 Liter) ergeben sich günstige Perspektiven in den kommenden Monaten", schreibt die Helaba. Das könnte die Inflationsängste dämpfen.

Die Dollar-Rally dürfte vorerst beendet sein. Nach einer massiven Abwertung des Euro in den vergangenen Wochen sei die Zeit nun reif für eine Gegenbewegung, sagen Analysten. Zuvor hatte der Greenback davon profitiert, dass US-Anleger aufgrund der Nervosität Auslandsanlagen liquidiert und Kapital zurück in die USA transferiert hatten. Eine Lösung bei Lehman dürfte daher wieder Euro und Währungen von Schwellenländern stützen.

[D.h. EUR/USD und US-Börsen korrelieren auch weiterhin, fallen die US-Börsen, steigt der Dollar wegen Risikoaversion - A.L.]

Von der Zinssitzung der Fed erwarten Experten, dass sie die Inflationsrisiken weniger stark betont und die Konjunkturgefahren mehr hervorhebt. Auch das könnte den Dollar zunächst schwächen. "Mittelfristig wird aber auch der Trend zum Abbau von schuldenfinanzierten Geldanlagen und die Repatriierung von Kapitalströmen in den USA den Dollar erneut stützen", sagt Hans-Günter Redeker, Devisenanalyst von BNP Paribas.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...le/413179.html?mode=print

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NavigatorC:

kreisch

8
13.09.08 17:46
am 01.08.08 ist es passiert:

navigatorc
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Der USA Bären-Thread 186153
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wawidu:

@dreistein - # 27874

6
13.09.08 17:49
"Im Frühsommer beschloss der Kongress Hilfe für die notleidenden Hausbesitzer, von denen seit Platzen der Immobilienblase rund zwei Millionen ihre Anwesen zwangsversteigern mussten. Washington erhöhte die staatliche Garantie für Hypotheken und bietet rund 400 000 Hausbesitzern unter bestimmten Bedingungen die Umfinanzierung ihrer Kredite an. Um das Programm zu schultern, wurden im Staatshaushalt 300 Milliarden Dollar zur Seite gelegt."

ICH kann nur das "zur Seite legen", was ich übrig habe. Im nun zu Ende gehenden Fiskaljahr wird ein Haushaltsloch von über 500 Mrd. bleiben - ohne diese "Rücklage". Aber diese ist ja durch Steuereinnahmen gedeckt (hahaha!). Das ist so ähnlich wie mit den Stromanbietern, die einen Tarif für "100 % ÖKO-Strom" haben. Klein Erna glaubt daran, dass dann aus der Leitung tatsächlich nur solcher kommt.
Antworten
metropolis:

AL #27882

7
13.09.08 18:18
Sorry, aber ich finde es schon ziemlich einseitig, den Chart "nach unten" zu interpretieren. Man könnte auch sagen: noch +50 Punkte bis 1300 und ein klassisches Doppeltief ist vollendet (Im Dow sieht es sogar noch besser aus mit steigenden Lows). Ob also -50 oder +50 muss sich erst zeigen...

platsch sprach es an: Der XLF ist zwar diese Woche abgestürzt, aber 1) noch 20% über dem Juli-Tief und 2) Frage: Was passiert, wenn die Finanzwerte nächste Woche wieder steigen sollten? Dann dürfte die Handbremse im SP gelöst werden und der Index gibt Gas Richtung oberen Downtrend ca. 1350 (siehe #27877)

Auch der größte Permabär muss zugeben, dass diese Woche mit einem Saldo-Plus ein ziemlicher Schlag ins Wasser für ihn war. FM-Pleite, LEH-Pleite => der SP steigt... Wieviel schlimmer muss es denn kommen, damit das Teil endlich mal abstürzt? Zudem ist nächste Woche FED-Sitzung, die T-Bonds zeigen eine Zinssenkung an... Short ist zur Zeit Mord ME.
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Malko07:

Amerika befindet sich im Niedergang

11
13.09.08 18:36

Gespräch mit Richard Sennett

"Amerika befindet sich im Niedergang"

 

Abrechnung mit den USA: Der Soziologe Sennett erklärt, warum die Amerikaner den Glauben an den Kapitalismus und die Zukunft ihres Landes verlieren.
Interview: Nikolaus Piper

Deutschland wird die Folgen der Finanzkrise besser verkraften als die Vereinigten Staaten - dieser Ansicht ist der amerikanische Soziologe Richard Sennett. Der 65-Jährige lehrt an der New York University und der London School of Economics. Sein Forschungsgebiet sind die Arbeitsbedingungen in der Industriegesellschaft. Kritisch setzte er sich zuletzt vor allem mit der hohen Flexibilität auseinander, die in der Globalisierung verlangt wird. Sein erstes wichtiges Buch war "Verfall und Ende des öffentlichen Lebens" (1977). Über sein Fachgebiet hinaus bekannt wurde er 1998 mit "Der flexible Mensch". Sein neuestes Buch "Handwerk" erschien zu Jahresbeginn. Darin untersucht er die Entwicklung handwerklicher und industrieller Fertigkeiten in der Geschichte. Sennett wuchs in einem Armenviertel Chicagos auf und hat neben der amerikanischen die britische Staatsbürgerschaft.

SZ: Herr Professor Sennett, die Vereinigten Staaten stecken in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Wie wirkt sich das auf die amerikanische Gesellschaft aus?

Sennett: Die Folgen sind gewaltig. Diese Gesellschaft hat bisher Ungleichheiten dadurch überdeckt, dass sie auf Pump lebte. Durch die Subprime Loans (zweitklassige Hypotheken), durch die unzähligen Kreditkarten, die die meisten Amerikaner haben, entstand eine Illusion von Wachstum, die jetzt zerstört wird. Die Menschen verlieren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihr Haus, sie können sich das gewohnte Konsumniveau nicht mehr leisten. Das hat eine tiefe Bedeutung: Die Amerikaner glaubten, sie seien Sieger im Kapitalismus. Dies Selbstvertrauen verschwindet und wird ersetzt durch das Gefühl des Niedergangs.

SZ: Haben Sie Belege für diese fundamentale Aussage?

Sennett: Mein Forschungsgebiet ist die Arbeitswelt. Dies ist nicht nur eine Finanzkrise, sie hat mit der mangelnden Fähigkeit der amerikanischen Arbeitnehmer zu tun, im Wettbewerb mit dem Rest der Welt zu bestehen. Amerika hat es nicht geschafft, in der breiten Bevölkerung jene Fähigkeiten zu entwickeln, wie es sie in Europa oder in China gibt. Der falsche Finanz-Boom des frühen 21. Jahrhunderts hat die Illusion geweckt, dass der fundamentale Verlust an Fertigkeiten keine Rolle spielt. Und jetzt werden die Menschen gewahr, dass sie sich getäuscht haben.

SZ: Auch in anderen entwickelten Ländern verschwinden Arbeitsplätze und wandern in die frühere Dritte Welt ab. Was ist in den USA anders als in Europa?

Sennett: Es kommt darauf an, über welches europäische Land wir reden.


SZ: Nehmen wir Deutschland.

Sennett: Es mag Sie überraschen, aber Deutschland ist besser in der Lage, mit dieser Krise fertig zu werden als die USA. Die deutschen Arbeitnehmer sind besser ausgebildet, Deutschland exportiert immer noch Hightech-Maschinen in die ganze Welt, das System der Lehrlingsausbildung ist ausgezeichnet. Die USA haben eine effektive Analphabeten-Quote von 28 Prozent.

SZ: Was meinen Sie damit konkret?

Sennett: Sowohl Senator John McCain als auch seine Partnerin Sarah Palin repräsentieren die Sehnsucht nach einer vergangenen, wohlbekannten und sicheren Welt. Dagegen sind sich sehr viele Demokraten der Tatsache bewusst, dass die Dinge falsch laufen, dass die Arbeitnehmer geschwächt sind, dass einige Konsummuster selbstzerstörerisch sind. Es ist nur noch nicht klar, was sie mit dieser Erkenntnis tun werden.

SZ: Inwiefern sind die Arbeitnehmer geschwächt? Die Arbeitslosigkeit in den USA ist niedriger als in Deutschland.

Sennett: Einer der Gründe, weshalb die Statistik so aussieht, ist die Tatsache, dass hier die beinahe 1,5 Millionen Menschen in den Gefängnissen nicht mitgerechnet werden, ebenso wenig wie jene, die nur Teilzeit arbeiten. So entsteht ein falsches Bild. Der entscheidende Punkt sind die Fertigkeiten: Ein Lehrer kann Ihnen sofort die Unterschiede zwischen dem Absolventen einer guten High School und einem deutschen Abiturienten sagen. Nach einer Faustregel brauchen High-School-Absolventen ein bis zwei Jahre, um zu ihren europäischen Altersgenossen aufschließen zu können. Weiter unten sieht es noch viel schlechter aus. Unsere Unternehmen haben zu wenig Anreize, ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Die kaufen die Arbeit dort ein, wo sie sie finden können, sie investieren nicht in Mitarbeiter. 40- und 50-Jährige werden oft an den Rand gedrängt, weil sich niemand die Mühe macht, sie auf den neuesten Stand zu bringen. Das ist der Unterschied zwischen der amerikanischen und der japanischen Autoindustrie. Manchmal ärgere ich mich über Deutsche, die sich über die "Dummheit" der amerikanischen Arbeiter auslassen...

SZ: ... so etwas sagt man in Deutschland wirklich?

Sennett: Ja, ganz oft. Aber die Amerikaner sind nicht dümmer, sie haben nur keine Weiterbildungsmöglichkeiten.

SZ: Aber machen die Amerikaner diesen Mangel nicht durch Innovation wett?

Sennett: Ein paar wenige Spitzenfirmen tun das. Wall Street und Silicon Valley geben aber ein falsches Bild. Die durchschnittliche US-Firma ist nicht innovativ und ziemlich unbeweglich im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden. Dies lässt sich in der Fähigkeit der Amerikaner zum Export messen, die in den vergangenen zehn Jahren erodiert ist. Die deutschen und andere europäische Exportunternehmen werden dagegen immer innovativer und flexibler. Nokia ist innovativ, Microsoft hat nur ein Monopol.

SZ: Eine Konsequenz in den USA scheint wachsender Protektionismus zu sein.

Sennett: Damit wird das Problem auf eine moralisierende Ebene gehoben: Wenn die Chinesen besser sind, dann kann das nur daran liegen, dass sie unfair spielen. Aber diese Moralisiererei dürfte in sich zusammenfallen. Selbst wenn die chinesische Währung freigegeben würde, würde das den Amerikanern nicht viel helfen, weil die Chinesen ihre Waren woanders einkaufen.

SZ: Wird das Gefühl für die Krise von den Amerikanern geteilt?

Sennett: Ich führe seit 15 Jahren Interviews mit Arbeitern. Dabei zeigt sich immer mehr eine tiefe Verunsicherung über die Zukunft der Arbeitsplätze. Diese Verunsicherung taucht in keiner Statistik auf. Ja, die Menschen sind sich der Krise bewusst, aber sie haben noch keinen Namen dafür.

SZ: Ändern die Menschen ihr Konsumverhalten?

Sennett: Nein, und das ist Teil des Problems. Es gibt ein sehr amerikanisches Verhaltensmuster: Bist du unglücklich, geh einkaufen.

SZ: Aus ökonomischer Sicht ist die Lösung doch klar: Die USA gehen durch eine Reinigungskrise, und am Ende steht eine höhere volkswirtschaftliche Sparquote.

Sennett: So funktioniert das nicht. Wir befinden uns in einer stagnierenden Wirtschaft, und das hat auf eine fundamentale Weise mit unserer Lebensweise zu tun. Wenn wir richtig nachmessen würden, wären die Menschen vermutlich schockiert, wie wenige in diesem Land wirklich vollbeschäftigt sind. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass es Einwanderern auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt in der Regel besser geht als Einheimischen. Das hat zwei Gründe: Erstens sind die Konsummuster der Einwanderer anders, besonders in der ersten Generation. Sie versuchen zu sparen und sind noch nicht dieser Konsumkultur verfallen. Und fast durch alle Einwanderer-Gruppen hindurch legen die Neuankömmlinge auch mehr Wert auf den Erwerb von Fähigkeiten und Bildung als jene, die schon länger im Land leben. Klassische Beispiele sind etwa die Koreaner, die Kenianer, die Brasilianer und die Leute aus der Dominikanischen Republik.

SZ: Was sind die politischen Konsequenzen der von Ihnen beschriebenen Krise?

Sennett: Barack Obama fühlt sich in die Probleme hinein. Sein erster Instinkt war, sehr protektionistisch zu werden. Er hat noch kein sehr detailliertes Programm, um mit den Problemen umzugehen, jedenfalls soweit es über den rein finanziellen Aspekt der Krise hinausgeht. Aber die Leute in seiner Umgebung denken weiter. Obama hat ein exzellentes Wirtschaftsteam. Die Republikaner dagegen sind eine Partei der Phantasien. George Bush phantasierte über globale Kontrolle, McCains Phantasien haben mit Stärke als Charaktereigenschaft zu tun, seine Partnerin Sarah Palin träumt von der Rückkehr zur heilen Welt der amerikanischen Kleinstädte. Für mich ist sie eine dekadente Figur. Wenn die Republikaner die Wahl gewinnen, wird sich die Krise vermutlich noch verschärfen. Obama weiß noch nicht genau, was er tun soll, aber er ist Realist. Und er hat unzählige junge Leute mobilisiert, die alle wissen, dass sich das Land ändern muss. Ich hoffe nur, dass er gewählt wird.

SZ: Im Januar hielten Sie es noch für unmöglich, dass er überhaupt nominiert wird.

Sennett: Ich hatte gefürchtet, dass der immer noch vorhandene Rassismus in den USA dies verhindern würde, und bin jetzt sehr froh, mich geirrt zu haben.

SZ: Angenommen Obama wird gewählt und er engagiert Sie als Berater - was würden Sie ihm raten?

Sennett: An erster Stelle würde ich sagen: Geben Sie mehr Geld für die Schulen aus, das ist die einzige Zukunft, die wir haben. Im vergangenen Jahr gaben unsere Schuldistrikte 600-mal mehr für Sport aus als für Naturwissenschaften - können Sie sich das vorstellen?

SZ: Was genau ist falsch im Bildungssystem? Die ganze Welt beneidet die USA um ihre großen Universitäten.

Sennett: Die Elite-Universitäten sind in der Tat hervorragend, aber das sind nur ungefähr hundert. Wenn Sie eine Stufe niedriger gehen, gibt es nichts mehr zu beneiden. Das ist überall so: Oben ist Amerika spitze, aber die große Masse der Gesellschaft droht zu scheitern. Harvard ist ein Traum, der ist aber nur für ganz wenige erreichbar. Für die anderen gibt es nichts Vergleichbares. Der größte Mythos über Amerika ist der von der klassenlosen Gesellschaft.

SZ: In Amerika sind die Unterschiede vielleicht größer als in Europa, aber es gibt viele Menschen, die sehr schnell von ganz unten nach ganz oben kommen.

Sennett: Das sind die Leute, die Sie treffen, weil sie in den entsprechenden Kreisen verkehren. Aber die soziale Mobilität ist in den USA seit den siebziger Jahren gesunken. Es kommt nicht darauf an, ob jemand, der in Armut geboren ist, nach Harvard geht. Worauf es ankommt ist, ob es viele Leute aus der Armut in die untere Mittelschicht schaffen. Das alte Muster, dass jede Generation einen gewissen Aufstieg erwarten kann, funktioniert nicht mehr.

SZ: Und woran liegt das?

Sennett: Dafür gibt es viele Gründe, das Bildungssystem, aber auch die Starrheit vieler amerikanischer Institutionen. In normalen US-Firmen geht es nicht zu wie bei Google. Und dann der Staat: Für viele Schwarze in New York begann der soziale Aufstieg über eine Anstellung im öffentlichen Dienst. Jetzt schrumpft dieser öffentliche Dienst und eine junge Frau, die früher Sekretärin bei der Stadt geworden wäre, findet nur noch einen sehr schlechten Job.

SZ: Führt der Weg nicht von den sogenannten McJobs zu den besseren?

Sennett: Das ist sehr schwierig. Apropos McJobs: McDonald's muss man eines zugutehalten: Das Essen ist schrecklich, aber sie tun wirklich etwas, um ihre Mitarbeiter zu fördern. Aber die sind die Ausnahme. Ein weiterer Faktor, der die soziale Mobilität hemmt, ist das Scheitern vieler kleiner Firmen. Der Anteil ist viel höher als in Deutschland oder Skandinavien. Einer der großen Fehler der zweiten Regierung Bush war die Politisierung der Small Business Bureaus - das ist eine nationale Einrichtung zur Förderung von Kleinunternehmen. Die Büros sind zu einer Pfründe für verdiente Republikaner geworden - inkompetent und nutzlos. So etwas macht keine Schlagzeilen, aber es ist wichtig.

SZ: Welche Rolle spielen Gewerkschaften?

Sennett: Wenn wir in Amerika Gewerkschaften wie die IG Metall hätten, dann wären wir besser dran. Unsere Gewerkschaften kümmern sich nur um ihre langgedienten Mitglieder.

SZ: Aber ist nicht die amerikanische Autogewerkschaft UAW, die man am ehesten mit der IG Metall vergleichen kann, mit schuld am Niedergang der Autoindustrie?

Sennett: Wie kommen Sie darauf?

SZ: Die UAW hat den Konzernen Gesundheitskosten aufgezwungen, die europäische und asiatische Firmen nicht haben.

Sennett: Das ist die Frage nach der Henne und dem Ei. Die UAW musste das tun, weil ihre Mitglieder sonst keine Krankenversicherung bekommen hätten. Ich sage Ihnen noch etwas: Sie finden Ihr System der Mitbestimmung vielleicht nicht so gut, und es hat sicher Mängel. Aber in Amerika haben die Arbeitnehmer fast gar keine Stimme in ihrem Betrieb, es fehlt die Verfahrens-Gerechtigkeit, wenn sie sich über etwas beschweren wollen. Besonders in Unternehmen, die immer wieder umstrukturiert wurden, fühlen sich die Arbeiter nicht mehr autonom in ihrer Arbeit. Hätten wir Mitbestimmung, wäre das anders. Für viele Gewerkschafter hier sind die Verhältnisse in Deutschland geradezu wie ein Traum.

SZ: Trotz der Arbeitslosigkeit?

Sennett: Wissen Sie, was mir an Deutschen und auch an Skandinaviern auffällt? Sie haben eine wahre Freude daran, sich zu beklagen, sie sind unfähig zu sagen: Ja, wir haben einen ganz guten Job gemacht.

SZ: Auf Deutsch: Hört auf zu jammern!

Sennett: Ja, und das ist auch wichtig. Europäer halten seit dem Zeiten Weltkrieg Amerika für ein Modell. Und das ist es nicht.

SZ: Denken Sie, dass Deutschland ein Modell für Amerika ist?

Sennett: In Teilen seines Sozialstaats: Ja.

 

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/90/310023/text/

 

Antworten
Malko07:

Wegen der Bankenkrise

10
13.09.08 19:04
werden wir wahrscheinlich nicht gezielt nach Süden marschieren, Da die Menschheit schon zu viel erlebt hat ist sie ausreichend abgehärtet. Mit ein Grund weshalb man jetzt Lehman hops gehen lassen kann. Desweiteren sind "Rettungsaktionen" kein Grund griesgrämig zu werden, sie sind eher ein Grund zu feiern. Ich hatte mit einer um mindestens einen Tag längeren Feier wegen den FM's gerechnet. Sollten dem Krisenmanagement allerdings die Probleme über den Kopf wachsen und sie machen dicke Fehler wird es dunkel werden. Das ist keine Frage der Interpretation von Charts.

Wenn uns etwas nach Süden bringt, sind es deutlich schlechtere Ergebnisse der Firmen außerhalb der Finanz- und Immobilienbranche. Bei Firmen, deren Markt primär die USA sind werden wir das auch erleben und die Ergebnisse werden längere Zeit sehr schlecht bleiben. Firmen, die primär den Weltmarkt bedienen, müssen nicht zwangsweise dazugehören. Bezüglich der Weltkonjunktur gibt es etliche Prognosen, die ohne entsprechend fundamental unterfüttert zu sein, fürchterlich übertreiben. Naja, werden die Prognosen eben in 3 Monaten wieder korrigiert. Prognostiker sind eben auch stark stimmungsgetrieben denn die Zukunft können sie auf keinen Fall berechnen. Den "Berechnungen" liegen viele Annahmen zu Grunde, die dauernd wechseln und dann ein sogenanntes wissenschaftliches Ergebnis vorlügen.

Wir sollten uns deshalb bezüglich der Zukunft nicht streiten und so tun als ob wir sie irgendwo gesichert lesen könnten. Wir können nur Meinungen kundtun und manchmal sogar einige Aspekte von uns geben von denen wir glauben (aber letztendlich es nicht wissen) sie wären die Grundlage unserer Meinung.
Antworten
Malko07:

Lehman Deal Could Come Tonight

5
13.09.08 19:44

Lehman Deal Could Come Tonight
As High-Level Talks Continue

By CARRICK MOLLENKAMP, DEBORAH SOLOMON, AARON LUCCHETTI, JON HILSENRATH and SUDEEP REDDY  
September 13, 2008 1:05 p.m.

Talks continued Saturday between federal officials and top Wall Street executives aimed at resolving the crisis swirling around Lehman Brothers Holdings Inc. and soothing jittery U.S. financial markets.

While the situation remains fluid, some sort of solution might be reached as soon as Saturday night, according to people familiar with the situation. But it isn't clear how much progress has been made toward clearing the biggest hurdle in the discussions, which is whether any government funding will be provided to help engineer a rescue for the battered investment bank.

Treasury Department and Federal Reserve officials have made it clear to participants that no government bailout should be expected. Potential bidders, worried about the risk of buying an ailing financial institution like Lehman, want the government to step in with a package similar to what was offered to J.P. Morgan when it bought Bear Stearns Cos. Then, the federal government agreed to absorb as much as $29 billion in losses.

On Saturday, the main task ahead in discussions being led by the Federal Reserve is identifying whether a so-called "bad bank" structure could be designed to hold Lehman's souring assets. That issue is now seen by people familiar with the situation as the key stumbling block to completing a deal, especially if Treasury and Fed officials keep digging in their heels on opposition to a government-backed rescue.

Potential buyers such as Bank of America Corp. and Barclays PLC are loathe to take on Lehman's bad assets, which are seen as an immovable object to getting a deal done, according to people familiar with the situation.

At an emergency meeting Friday night called by the Federal Reserve Bank of New York, New York Fed President Timothy Geithner, described two potential scenarios: either a liquidation of Lehman or an industry-driven solution in which Wall Street firms would possibly providing financing to remove some of Lehman's real estate assets, one person briefed on the matter said.

Most of the Wall Street executives present at the meeting listened and asked questions, "but didn't show their hands" as to what they thought, this person said.

In addition to Mr. Geithner, government officials in attendance included Treasury Secretary Henry Paulson and Securities and Exchange Commission Chairman Christopher Cox. The Wall Street executives included Morgan Stanley Chief Executive John Mack, Merrill Lynch Chief Executive John Thain, J.P. Morgan Chase CEO Jamie Dimon, Goldman Sachs Group CEO Lloyd Blankfein, Citigroup Inc. head Vikram Pandit and representatives from the Royal Bank of Scotland Group PLC and Bank of New York Mellon Corp.

Other industry leaders that attended were Credit Suisse CEO Brady Dougan, Morgan Stanley Chief Financial Officer Colm Kelleher, Citigroup Chief Financial Officer Gary Crittenden, UBS AG Chief Risk Officer Thomas Daula, J.P. Morgan investment bank co-head Steve Black and Goldman Sachs Co-president Gary Cohn, according to a person familiar with the matter.

The meeting appeared similar to one a decade ago when the New York Fed pulled together top Wall Street executives to prevent the collapse of hedge fund Long-Term Capital Management.

In all, about 30 banks were represented at the meeting, which also included an assessment of the risk Lehman's trading partners and other counterparties face and discussion of Merrill Lynch and Washington Mutual Inc., which saw their stock prices slide in recent days on growing fears about their financial condition.

In trying to hold firm to their no-bailout stance even while pressing for a deal, federal officials could try to pit Bank of America and Barclays against each other. But that leverage can work only if both banks stay in the discussions.

Bank of America and Barclays know each other very well, having considered a merger several years ago. More recently, Bank of America agreed to pay $21 billion for ABN Amro Holding NV's LaSalle Bank of Chicago in 2007. That deal came at a time when Barclays was trying to buy ABN and fend off a European consortium bid. Bank of America's purchase was seen at the time as helping that Barclays bid, which ultimately failed.

At Barclays, a big question will be whether President Robert E. Diamond Jr. and CEO John Varley both agree on buying all or part of Lehman. Mr. Diamond is eager to expand Barclays's U.S. Investment bank operations. But the unit, called Barclays Capital, is also responsible for write-downs the bank has recorded.

After orchestrating the rescue of Bear and advising on the shift of Fannie Mae and Freddie Mac into government conservatorship, Federal Reserve officials would very much like to draw a line with Lehman and avoid any involvement that goes beyond the role officials have played in advising Lehman to help it resolve its problems.

After Bear's collapse, the Fed set up lending facilities to help investment banks with short-term liquidity needs. As of Wednesday, it hadn't been tapped by Wall Street since July. The mere presence of the lending program – called the primary dealer credit facility - might be helping to reassure market participants that Lehman is a reliable counterparty, since they know it has access to the facility should it need it. It isn't clear whether the Fed would be willing to extend its lending facilities even further for anything beyond helping a firm manage a short-term liquidity crisis.

"The financing that we did for Bear Stearns is a one-time event that has never happened before, and I hope it never happens again," Fed Chairman Ben Bernanke told lawmakers in April.

"As far as I know, we've never lost a cent. So it is not our intention on anything like a regular basis to be putting taxpayer money at risk."

Mr. Bernanke also has expressed reservations about lending to troubled institutions. "The intended purpose of Federal Reserve lending is to provide liquidity to sound institutions," he said in a July 8 speech. The Fed used its lending powers to help Bear in March "only because no other tools were available to the Federal Reserve or any other government body for ensuring an orderly liquidation in a fragile market environment."

Paramount to Fed officials is the broader health of the financial system. Behind the rescue of Bear was a fear that its collapse would disrupt already shaky credit markets.

Conditions now are mixed. Short-term lending rates such as the London Interbank Offered Rate, or Libor, are elevated relative to expectations for the Fed's benchmark fed funds rate, a sign of pervasive risk aversion, but have been stable. Risk premiums on junk bonds also are back to levels they hit in March. But the broader stock market has been relatively stable through this latest round of turmoil.

One constraint for federal officials is that many of the steps they hoped to have taken to resolve another investment bank crisis have not yet been taken. Investment banks are big players in the credit default swap market, in which firms trade contracts tied to corporate default risks. It's an immense market that trades against $62 trillion worth of debt. Officials worry that the collapse of an investment bank could send problems cascading through the financial system through this market. They've been pushing Wall Street to create a new clearinghouse to diminish that risk, but it isn't in place yet.

They've also want Congress to develop new procedures to handle the collapse of an investment bank so that it can be closed by the government in an orderly way, as happens with failed commercial banks. That also is far from completion.

Write to Carrick Mollenkamp at carrick.mollenkamp@wsj.com, Deborah Solomon at deborah.solomon@wsj.com and Aaron Lucchetti at aaron.lucchetti@wsj.com

online.wsj.com/article/SB122132019771832253.html

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wawidu:

Lehman

9
13.09.08 20:32
Ich hätte nichts dagegen, wenn BoA Lehman übernehmen würde, denn dann dürfte sich eine nette Shortmöglichkeit eröffnen. BoA wird nämlich wohl noch einigen Trouble wegen Countrywide bekommen. Da stehen noch eine Reihe von Klagen seitens Share- und Bondsholders von CFC an. Des weiteren ist BoA die größte Kreditkartengarantin und wird in diesem Geschäftsfeld in Zukunft wohl steigende Ausfälle verzeichnen. Auch bei Krediten für Commercial Real Estate steht BoA in vorderster Front.
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Der USA Bären-Thread 186183
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pfeifenlümmel:

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6
13.09.08 20:42
der Hangman ist meist dem Dax etwas voraus und lässt für den Dax auf Bullshit schließen.
Der USA Bären-Thread 186186
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pfeifenlümmel:

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2
13.09.08 20:43
der Hangman ist meist dem Dax etwas voraus und lässt für den Dax auf Bullshit schließen.
Der USA Bären-Thread 186187
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wawidu:

SP Industrials

 
13.09.08 20:43
Der zweite große Sektorindex neben dem SPF zeigt aktuell ein deutlich schwächeres technisches Bild als jener.
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Der USA Bären-Thread 186185
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wawidu:

@metro - # 27886

4
13.09.08 21:27
"Im Dow sieht es sogar noch besser aus mit steigenden Lows."

Widerspruch! Die DOW-Kurve bewegt sich z.Z. quasi in der Schrittfolge der "Echternacher Springprozession".
Echternach ist ein Städtchen in Luxemburg, in dem sich alljährlich am Dienstag nach Pfingsten Pilgergruppen zu einer Tanzprozession einfinden, bei der man sich unter Begleitung von Blaskapellen jeweils drei Schritte vor und zwei Schritte seitwärts und leicht zurück bewegt.
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Der USA Bären-Thread 186192
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Anti Lemming:

"SPX 1200" auf dem Prüfstand

7
13.09.08 21:38
Autor Manning (unten) rechnet damit, dass der SP-500 zumindest kurzzeitig bei hohem Volumen unter die 1200-Marke fällt, was viele Bullen auf dem falschen Fuß erwischt und "schwache Hände" kapitulieren lässt. Entpuppt sich der Move als "false break" (schließt der SPX also innerhalb von 2 Tagen wieder oberhalb 1200), so ergibt sich laut Manning eine mittelfristige Long-Chance. Anderenfalls bekommen wir einen heißen Herbst. Der jüngste Anstieg des VIX deutet ebenfalls auf weiter fallende Kurse.



Technical Analysis
The S&P Prepares to Test the Floor
By Mark Manning
Street.com
9/12/2008 6:46 AM EDT


It appears that even the federal government is now confirming that a severe economic downturn is a real possibility. Readers know that many of us here at RealMoney have been pointing out that the market has been telling us this for quite some time.

The big news this week of course was the federal government's move to bail out Fannie Mae (FNM) and Freddie Mac (FRE) along with its plan to help small banks that are left holding Freddie and Fannie stock.

This, of course, will cost us taxpayers $200 billion in order to prevent the collapse of these mortgage lenders, while it will add over a trillion dollars in mortgages to the federal government's books. This is not how free-market enterprise is supposed to work, but the other side of the coin is that a collapse would have resulted in failures throughout the global financial system.

There is also likely a political connection to this action, because by taking over these two companies, the federal government can make sure mortgage rates fall and therefore bring relief to homeowners to reduce the wave of rising delinquencies, just in time for the coming election.

Whether this really helps the markets over the long term, no one knows for sure. For that, we will have to just keep an eye on the action of the market over the next few months and look for divergences that may give us a hint of a coming change of character.

Last week, as the S&P 500 was bumping up against the 1300 resistance level, I said that the S&P "has worked has worked its way out of its prior bearish wedge and is now currently moving sideways in a consolidation pattern. However, the indicators are also pointing to further downside and at least a test of the July lows."

The downside move has now taken place, and it certainly appears that we will test the July lows. I believe the action that we will see next week will carry some important information over the intermediate term for the entire market.

I pointed out in my column on Tuesday that the long-term outlook still looks very volatile. However, from an intermediate-term perspective, if we were to see a sharp down day on heavy volume that breaks below the July lows in the indices, that could certainly wash out the weak holders who can no longer take the constant pounding they are getting in the market.

If we take out those lows and get a close back above that level in a day or two, it may signal the beginning of an intermediate-term rally.  However, if a break happens and a rebound doesn't quickly ensue, it raises the risk of another leg down.


If you look at the market and index returns from the beginning of the year you will notice that the small-cap S&P 600 Index is down a little over 4% compared with the S&P 500, which is down about 15%.

Astute investors know that that is not very logical, given that we have an economic slowdown occurring in the U.S. When a slowdown is occurring, investors normally flock to the large-cap stocks for safety.

So one may wonder why this convergence is occurring. One answer might be that strength in the small- and mid-caps is signaling that the current slowdown may come to an end quicker than expected.

Another analogy which I think is possible is that the forced selling of financial and commodity stocks by large institutions that Jim Cramer has been talking about in his columns could be the culprit here. That means that large institutions have been forced to raise cash while smaller investors have been holding out.

From a technical perspective, you can see that the 600 Index has been in a trading range for the past nine months, and the key will be for it to break above the 400 level before a change in the primary trend can occur.

You can see the same type of divergence going on in the banking sector. If you look at the chart of the S&P Bank Index, you can see that it is down about 34% for the year.

After the recent bounce off of the July lows the index is now trading at a sideways consolidation. If the end of the financial crisis is anywhere close, we should see this index break above the 200 area in the near future. Unfortunately, if we see a break below the support area, it is likely that we will see a test of at least to July lows.

The divergence that I was talking about appears in the regional banking sector that has fared much better than the larger issues. You can see from the chart that after the index made a low July, it has been in a study uptrend ever since. Year to date, it is down only 6%.

Does that mean that the regionals may be near the end of their correction process? Only time will tell, but the leading indicator will be the direction of the price as it enters the apex of its ascending triangle.

If we see a break above the resistance, it may be a signal that these banks are in the process of repairing the damage that has been done. On the other hand, a break below the uptrend line could quickly lead to another test of the July lows.

At time of publication, Manning had no positions in stocks mentioned, although holdings can change at any time.
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Der USA Bären-Thread 186194
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wawidu:

Leseempfehlung

2
13.09.08 21:47
www.safehaven.com/article-11228.htm
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Anti Lemming:

Metro

6
13.09.08 21:53
Wir sind hier in einem Diskussionsforum, und es ist keinesfalls notwendig, dass Alle immer dieselbe Meinung haben (trotz des Ober-Konsens "Bären-Thread").

Du siehst es jetzt also eher steigen (wie schon seit Wochen), ich nicht. So what? Kein Grund, den anderen mit rüden Worten "zurechtzuweisen", finde ich. Was ich hier schreibe, ist meine persönliche Meinung, zu der ich stehe und die ich hier nach bestem Wissen vertrete. Eine Garantie darauf, dass ich richtig liege, kann und will ich nicht geben.

Entscheidend ist, dass man sich nicht zu früh entsprechend dem eigenen (Aber-)Glauben positioniert und Verluste einfährt. Da wir beide zurzeit "flat" sind (ich zumindest über das WE), droht zumindest aus der Ecke vorerst keine Gefahr.

Die Lage bei der Lehman-Rettung und bei sonstigen Rettungsaktionen über das WE ist derart ungewiss, dass jede Art der Positionierung, egal ob long oder short, einem Roulettespiel gleicht. Wer den Kick braucht, der mag jetzt Wetten abschließen, ich kann da getrost drauf verzichten.
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Anti Lemming:

Wawidu - Dein Link in # 27896

3
13.09.08 21:58
zeigt das Bild unten.

Ich hatte die (faule) Sache mit den Bananen bereits vor einigen Tagen geahnt:

http://www.ariva.de/...nanen_Variante_t283343?pnr=4687903#jump4687903
Der USA Bären-Thread 186196
Antworten
metropolis:

AL

7
13.09.08 22:13
Ich sehe meine Rolle hier zur Zeit als "Malko für Arme", den agent provokateur der mich schon zu Recht vor so mancher Bären-Euphorie gerettet hat, insbesondere wenn es wieder aufwärts ging und ich das verschlief. Wenn meine Worte also als rüde empfunden werden, dann tut es mir Leid.

Zur Zeit sind wir, AL, eigentlich auf einer Linie: Langfristig bearish, kurzfristig aus Risikogründen flat (Intraday-Zocks mal ausgenommen). Glaub mir, ich bin der erste der sich hier einen Ast freut wenn endlich wieder Shorting-Time ist. Aber leider sehe ich das noch lange nicht...

Aber gut, ich werde mich erstmal wieder zurückhalten, zumal sich die Inhalte meiner Postings ja wiederholen. Wenn ich was Neues zu berichten habe komm ich wieder, vermutlich bereits morgen abend mit Sentix.  
Antworten
wawidu:

Neue Entdeckung (1)

 
13.09.08 23:23
Diesen Index sollte man in der nächsten Zeit sehr engmaschig beobachten. Die Kurve zeigt eine ausgeprägte Topbildungsphase seit Juli 2007.
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Der USA Bären-Thread 186213
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