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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 14,97
Fallender DAX-Kurs 5,00 10,01 14,99
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH8NYP9 , DE000VJ9QAP8 , DE000VY0X6K9 , DE000VH37B02 , DE000VJ18HC5 , DE000VJ2CW75 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 7.124,96 +1,18% Perf. seit Threadbeginn:   +388,35%
 
Dozoern:

Dicke Backen gemacht....

9
08.09.08 19:27
hat der DAX heute morgen (und die meisten anderen Indizes), aber am Abend ist nicht mehr viel davon übrig. Nur eine grosse Libelle mit langem Docht und kleinerem Schatten. Und viele Einzelwerte haben diese Bewegung so auch mitgemacht.

Also, Vertrauen in die nahe Zukunft sieht anders aus. Das ist doch nix wie ein kleines Strohfeuer, Shorteindeckungen und Gezocke. Also das Übliche...

Der USA Bären-Thread 184976
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pfeifenlümmel:

Nun AL, ich

3
08.09.08 19:31
bin gespannt wie ein Flitzebogen. Die Beiden sind nicht pleite, sie stehen jetzt unter dem "väterlichen" Schutz, die größte Verarschung kann ihren Lauf nehmen. Alle wollen heute raus, morgen steht der Kurs wieder ein paar Dollar höher? Mich würde es nicht wundern im land der unbegrenzten Möglichkeiten.
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Anti Lemming:

Fannie und Freddie beide bei 77 Cents

2
08.09.08 19:58
Die beiden US-Firmen mit den höchsten Verbindlichkeiten (über 5 Billionen Dollar) sind damit zu Pennystocks degradiert.
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pfeifenlümmel:

Bis zur Stabilisierung,

 
08.09.08 20:24
Streichung der Dividenden,
aber nicht pleite!


Wie die zuständige Aufsichtsbehörde FHFA am Sonntag bekannt gab, wird sie die beiden Konzerne bis zu deren Stabilisierung führen. Mit dem Schritt soll noch größere Unruhe auf den amerikanischen und den weltweiten Finanzmärkten vermieden werden, erklärte Finanzminister Henry Paulson auf einer Pressekonferenz in Washington.

Im Rahmen der jüngsten Maßnahme müssen Aktionäre, die in den vergangenen zwölf Monaten bereits Kursverluste von jeweils über 90 Prozent erlitten haben, die Streichung der Dividenden akzeptieren. Zudem ist der Staatshaushalt betroffen, da sich das US-Finanzministerium bereit erklärt hat, Vorzugsaktien von jeweils bis zu 100 Mrd. Dollar zu kaufen. Darüber hinaus wird das Finanzministerium den Hypothekenfinanzierern kurzfristige Kredite gewähren und auf Hypotheken basierende Wertpapiere am Markt kaufen.

Antworten
KuK Hofmarsc.:

AL

10
08.09.08 20:38
Danke für den Fannie-Chart. Als fundierter Charttechniker sah ich sofort das Gap bei 3,75, das vor einer Einverleibung des Unternehmens in das neue Gebilde der sozialistischen US-Republiken noch geschlossen werden muss. Strong buy, hat bei EK von 0,75 über 400% Potential!
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Anti Lemming:

Kuk

6
08.09.08 20:42
Nach heftigen Schlägereien wachsen die Zahnlücken manchmal auch nicht wieder zu.
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KuK Hofmarsc.:

AL

 
08.09.08 20:49
Ach wo. Wir leben in einer völlig neuen Zeit.
Heute kann ja der Steuerzahler zur Begleichung der Rechnung für die Zahnprothese gebittet werden.
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Anti Lemming:

Man könnte das Gap

8
08.09.08 20:54
evtl. mit eine Chart-Prothese schließen, einfach um Regelkonformität zu gewährleisten. Wenn alte Regeln nicht mehr gelten und ausgeschlagene Zähne nicht mehr nachwachsen, werden US-Konsumenten nervös.

Keep Smiling! ;-))
(Verkleinert auf 46%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 184997
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Contrade 121:

Bail Out: Eine Sorge weniger...

5
08.09.08 21:05

Die Finanzkrise ist mit der Verstaatlichung von Fannie und Freddie keineswegs vorüber.

Paulson ist der Mann der Stunde. Er verkündete die lange erwartete Verstaatlichung.  der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

  => Ein Konkurs eines der beiden Institute hätte wahrscheinlich Schockwellen auf die globalen Märkte gesandt, die alles im Rahmen der Finanzkrise bisher da gewesene übertroffen hätten.

"Mit der staatlichen Übernahme solle noch größere Unruhe auf den amerikanischen und den weltweiten Finanzmärkten vermieden werden" Zitat Paulson. Für die Aktionäre der beiden Institute heißt dies, dass sie ihr Kapital verlieren werden. Für den Steuerzahler dürfte es richtig teuer werden.

Freddie und Fannie haben Schulden in Höhe von 1.500 Mrd. USD in den Büchern stehen. Dabei, so jüngste Erkenntnisse, sollen die Bilanzen noch geschönt und die Kapitalbasis zu hoch angegeben sein. Daher kann man den Schritt, den Paulson jetzt gegangen ist, getrost als reine Notbremse bezeichnen.

Aussichten:

Die kommende Berichtssaison dürfte bei so manchem Institut erneut große Löcher offenbaren. Zudem zeigt das Sterben kleiner, regionaler US-Hypothekenbanken – derzeit vergeht kaum eine Woche ohne neue Pleite – dass eine Stabilisierung des Häusermarktes immer noch nicht stattgefunden hat. Zu den Sorgen um den Immobilienmarkt haben sich zuletzt außerdem die Ängste über einen Konjunktureinbruch hinzugesellt. Die schlechten US-Arbeitsmarktdaten der letzten Woche haben gezeigt, dass diese Befürchtungen ihre Berechtigung haben. Die Lage an den Aktienmärkte dürfte daher auch zukünftig extrem volatil bleiben. Große Kursausschläge mahnen zur Vorsicht bei der Auswahl von Zertifikaten mit entpsrechenden Hebeln.

Good Luck!

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Katjuscha:

.

10
08.09.08 21:09
Der Chef-Aktien-Stratege der weltgrößten Bank Citigroup, Tobias Levkovich, sieht eine größere Rallye am amerikanischen Aktienmarkt voraus. So glaubt er, dass der S&P 500, der den breiten Markt repräsentiert, bis Jahresende um 17% zulegen wird. Dies wäre der größte Anstieg für diesen Index in diesem Zeitraum seit 10 Jahren, also dem Jahr 1998. Damals wurde der vor dem Zusammenbruch stehende Hedgefonds Long Term Capital Management (LTCM) gerettet. Levkovich begründet seinen Optimismus mit Preisrückgängen wichtiger Rohstoffe wie Öl, Mais und Kupfer. Dadurch würden die Verbraucher an Kaufkraft gewinnen und die Unternehmen würden auf der Kostenseite entlastet, was in absehbarer Zeit zu steigenden Gewinnen und damit steigenden Aktienkursen führen sollte

www.sharewise.com/news_articles/1045-Citigroup-Kurs…
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Anti Lemming:

für Katjuscha - Bananen-Variante

17
08.09.08 21:40
Der Chef-Stratege des höchsten Affenbaums in Tansania, Charly Lumumba, sieht eine größere Rallye am afrikanischen Bananenmarkt voraus. So glaubt er, dass das Bananenaufkommen infolge starker Geld-, Regen- und Samenergüsse bis zum Jahresende um 17% zulegen wird. Dies wäre der größte Anstieg für dieses Anbaugebiet in diesem Zeitraum seit 10 Jahren, also dem Jahr 1998. Damals wurde die vor dem Zusammenbruch stehende Bananenplantage Short Banana Management (SBM) gerettet. Lumumba begründet seinen Optimismus mit Preisrückgängen bei Künstdünger sowie dem vermehrten Kotaufkommen infolge der stark gewachsenen Affenpopulation. Dadurch würden die Äcker an Sprießkraft gewinnen, was die Bananenbäume über kurz oder lang in den Himmel wachsen lassen sollte.



Telefonisch war Lumumba leider nicht zu erreichen. Er sorgt sich zurzeit sehr um die Konsistenz der Bananen (zu weich, ähnlich dem Dollar). "Masse ist nicht gleich Klasse", klagt der Experte.
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 185003
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metropolis:

Diagnose: Exitus

5
08.09.08 21:43
Der USA Bären-Thread 185006
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Maxgreeen:

news

5
08.09.08 21:47
Die US-amerikanischen Verbraucherkredite haben sich im Juli um 4,56 Mrd. US-Dollar ausgeweitet. Erwartet wurde ein Anstieg um 8,5 bis 9,0 Mrd. US-Dollar. Zuvor war ein Anstieg um 11,0 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen gewesen. Damit wurde der Vormonatswert von 14,3 Mrd. US-Dollar nach unten revidiert.
Antworten
Katjuscha:

Musst du ihn gerade Lumumba nennen?!

3
08.09.08 21:48
Antworten
metropolis:

...

7
08.09.08 21:48
getreu dem Spock'schen Motto: "Das Wohl eines Einzelnen wiegt nicht so schwer wie das Wohl von vielen" - Die FMs sterben, damit der Rest des Marktes sich aus der Asche erheben kann...

...Leute, irgendwann wird diese Story verfilmt...  
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Kicky:

Fannie, Freddie rescue won't end housing woes

2
08.09.08 22:53
NEW YORK (CNNMoney.com) -- The federal government's takeover of Fannie Mae and Freddie Mac may save the battered real estate market from a complete meltdown. But financial experts say the bailout won't lead to a housing recovery just yet.

Instead, some on Wall Street said the housing sector is in as tough shape today as it was before Sunday's rescue by the Treasury Department.

"This isn't curing the patient. This is preventing the patient from developing a new problem he can't survive," said Barry Ritholtz, CEO and director of equity research, Fusion IQ.

Ritholtz and others pointed to a series of problems plaguing housing that the bailout of Fannie (FNM, Fortune 500) and Freddie (FRE, Fortune 500) does little, if anything, to address.
n particular, there is still a large supply of unsold homes on the market and an increasing number of foreclosures that threatens to add to the glut.

What's more rising unemployment and increased job losses should add to the woes for lenders, brokers, builders and others tied to the housing sector.

"Now we have a recession,'" said Dean Baker, co-director of the Center for Economic and Policy Research.
money.cnn.com/2008/09/08/news/economy/...ostversion=2008090816
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Kicky:

Fannie Mae and Freddie Mac still on NYSE

7
08.09.08 23:02
Fannie Mae and Freddie Mac both were penny stocks for a while today, but they will continue trading on the New York Stock Exchange for at least a week under a special exemption.

The NYSE on Monday proposed a rule change that would prevent Fannie and Freddie shares from being suspended from the Big Board, where they are listed. NYSE’s trading rules prohibit penny stocks from trading on the exchange. Once stocks fall below $1.05, they are moved to electronic platforms such as NYSE Arca and can only return to the exchange after they trade above $1.10 for a whole day.....As floor traders shouted out bids of 80 cents and 90 cents for Freddie shares, some questioned if the shares could trade on the exchange at those levels. NYSE officials watching nearby reacted quickly. Shortly before the opening bell, they informed traders that an exception would be made for the shares. They would trade on the Big Board throughout the day even if they fell below a dollar. The first trade in Freddie’s shares took place at 90 cents, while Fannie’s shares traded at $1.

The exchange took this unusual step because it expects heavy trading volumes and orders from investors in the U.S. and abroad. The proposed rule allows Fannie and Freddie to trade on the NYSE until September 15, following which the filing may be renewed.
blogs.wsj.com/marketbeat/
na das ist doch ne Chance für unsere Daytrader
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Kicky:

$1,400bn of structured assets have to be unwound.

4
08.09.08 23:18
www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...reditderivate/411038.html
.....Wiederholt äußerten sich Fed-Präsident Ben Bernanke und sein Kollege Timothy Geithner von der New Yorker Fed zum Thema Kreditderivate und prangerten die Probleme bei der Verarbeitung und Abwicklung von Transaktionen an. Mitunter dauert es Tage oder Wochen, bis die Geschäfte bestätigt und verarbeitet werden können. Das erhöht das Risiko enorm, wie auch die Beinahepleite von Bear Stearns Mitte März bewiesen hat. Hier bestand die Sorge, dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Marktteilnehmers plötzlich Tausende Kontrakte fällig gestellt werden könnten. Dies würde nicht nur die Abwicklung vor große Probleme stellen, sondern damit auch das Finanzsystem insgesamt bedrohen. Dass schon Kreditereignisse im kleineren Maßstab Probleme verursachen, beweist das Beispiel von Delphi. Der größte US-Automobilzulieferer musste im Herbst 2005 Konkurs anmelden, was bei den Kreditderivaten für große Turbulenzen sorgte. Viele Marktteilnehmer hatten auf die Insolvenz gewettet. Als das tatsächliche Kreditereignis eintrat, führte das zu einer Knappheit an unterliegenden Anleihen - was wiederum heftige Kursbewegungen nach sich zog. So legten die Anleihen von Delphi heftig zu. Und das nur, weil sich die Marktteilnehmer im Zuge der Abwicklung mit Papiere eindecken mussten, um sie später liefern zu können.Bei Fannie Mae und Freddie Mac kamen nun die maßgeblichen Marktteilnehmer zum Schluss, dass wegen der durch die Regierung verhängten "Conservatorship" ein Kreditereignis eingetreten ist. Das bedeutet, dass die ausstehenden Kontrakte beglichen werden müssen. Das Kuriose: Obwohl die Hypothekenfinanzierer gerettet sind, handelt es sich aus Sicht des Kreditderivatemarktes um einen "technischen Default", wie die Experten der Landesbank Baden-Württemberg in einem Researchbericht schrieben. Also um eine Pleite im technischen Sinne, ohne dass im wirklichen Leben Zahlungsunfähigkeit eintritt........

AL hat den schönen Artikel der FTD über das Derivatedebakel leider unkommentiert fast untergehen lassen.Aber der Alphaville blog schreibt auch darüber,nur offenbar kritischer
ftalphaville.ft.com/blog/2008/09/08/15702/...bust-or-not-bust/
Is this true? Did the US Treasury, the Federal Reserve, the Federal Housing Finance Agency, and their advisers at Morgan Stanley, really not consider the inverted derivatives iceberg perched upon Fannie Mae and Freddie Mac as they thrashed out their rescue?

And why didn’t Messrs Obama and McCain raise the matter when they were briefed on the “conservatorship” plan at the weekend?

Seriously. Amid all the ideological dancing (Big Government is bad good), the careful distribution of haircuts, the executive terminations, the assuaging of the Chinese, the crackdown on lobbying and the generalised plan to backstop/shrink the GSEs to something less of a systemic threat, did policymakers not consider for a moment that they might be nudging technical triggers that would stress -test the credit markets like never before?

The “market” in credit default swaps — 13 money centre banks, in the actuality — has decided that the decision to place the GSEs in conservatorship constitutes a “credit event” as defined by the International Swaps and Derivatives Association’s definition, .....

Clearly, in the real, legally-enforceable world, it’s difficult for a conservator to be a non-conservator, even in Washington.

Result? $1,400bn of structured assets have to be unwound. At least. Somehow. Over some unknown timeframe. In the most illiquid markets witnessed in modern times.
Luckily, the ISDA has a protocol for the settlement of credit derivatives trades when an issuer goes down involving multilateral settlement based on a final agreed price set at auction. Unluckily the existing protocol is based on a Canadian printing company called Quebecor World, which hit the wall in January. It was worth about $100m.

A new protocol is now promised.
Antworten
Platschquatsc.:

@Kat zu 27460

5
08.09.08 23:25

Die Analyse mag sich zwar logisch anhören aber wenn ich den CRB-Rohstoffindex von Reuters mal mit dem Dow vergleiche über die letzten 10Jahre dann seh ich eigentlich kaum eine Korrelation zw. steigendem Dow und fallenden Rohstoffpreisen bzw. könnte genauso auch zur gegenteiligen Schlußfolgerung kommen.

ÖL,Mais und Kupfer sind ca. mit 30-40% gewichtet  im CRB-Index(glaub ich).

 

 

Der USA Bären-Thread 185023
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Katjuscha:

Wieso schreibt ihr eigentlich immer an mich?

 
08.09.08 23:55
ich hab das nur reinkopiert. Das stellt nicht meine Meinung dar.
Antworten
Anti Lemming:

Kat - Lösung

 
09.09.08 05:24
Entweder einfach nicht reinkopieren oder reinkopieren und mit einem Kommentar versehen wie: "Seht her, was Citigroup heute wieder für einen Mist schreibt, da werden ja die Bananen weich!"
Antworten
Anti Lemming:

Platschquatsch -# 27469

 
09.09.08 05:27
Ich bin bereits vor einem Monat zu der "gegenteiligen Schlussfolgerung" gekommen:

http://www.ariva.de/Lemmings_Anti_Rohstoff_Thread_t340852
Antworten
Anti Lemming:

FAZ: Rettung von Fannie/Freddie wird teuer

8
09.09.08 06:20

Bis 300 Milliarden Dollar

Rettung von Freddie und Fannie wird teuer

Von Claus Tigges - FAZ

08. September 2008 Die amerikanischen Steuerzahler müssen womöglich mehrere hundert Milliarden Dollar bezahlen, um den Fortbestand der angeschlagenen Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae zu sichern. Gleichwohl stößt die Entscheidung der Regierung vom Wochenende, die Kontrolle über die beiden Unternehmen zu übernehmen, im Kongress und unter Ökonomen zumeist auf Zustimmung.

„Es ist das letzte Mittel, um einen Zusammenbruch des amerikanischen Hypothekenmarktes zu verhindern“, sagte der frühere Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, William Poole. Poole hat seit langem vor den Risiken gewarnt, die durch das nahezu unkontrollierte Wachstum von Freddie Mac und Fannie Mae für das Finanzsystem und die Wirtschaft entstanden sind. Der Ökonom befürchtet, die vom Finanzministerium und damit vom Steuerzahler zu tragenden Verluste aus dem Geschäft mit Hypothekendarlehen könnten sich letztlich auf rund 300 Milliarden Dollar belaufen.

„Die Finanzmärkte werden stabilisiert“

„Finanzminister Paulson hat es ganz richtig eingefädelt. Auf diese Weise werden die Finanzmärkte stabilisiert und die Belastungen für die Steuerzahler so gering wie möglich gehalten“, sagte Senator Charles Schumer, der Vorsitzende des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses von Senat und Repräsentantenhaus. Der Plan werde im Kongress auf breite Unterstützung treffen, vor allem deshalb, weil darin keine Entscheidung über die langfristige Zukunft von Freddie Mac und Fannie Mae vorweggenommen werde.

Paulson hatte am Sonntag deutlich gemacht, dass die nächste Regierung (Dolchstoß-Legende? - A.L.) sich mit dem weiteren Schicksal der Hypothekengiganten befassen müsse. Zur Option steht eine Aufspaltung der Unternehmen oder womöglich eine vollständige Verstaatlichung. Der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Christopher Dodd, kündigte für die kommenden Tage Anhörungen zur Rettungsaktion an. „Es gibt noch viele offene Fragen“, sagte Dodd.

Portfolios sollen bis auf 850 Milliarden Dollar anwachsen

Das Finanzministerium wird zunächst Vorzugsaktien der beiden Unternehmen für zusammen rund 200 Milliarden Dollar erwerben. Darüber hinaus wird das Ministerium neue Anleihen von Freddie Mac und Fannie Mae erwerben, die mit Forderungen aus Hypothekendarlehen besichert sind. Dafür sollen in diesem Monat allein rund 5 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Ziel ist es, den Hypotheken- und damit den Immobilienmarkt in Amerika wieder in Schwung zu bringen.

Aus diesem Grund ist auch geplant, die Portfolios von Freddie Mac und Fannie Mae bis Ende 2009 auf jeweils rund 850 Milliarden Dollar wachsen zu lassen [Blase, ick hör Dir trappsen - A.L.]. Danach sollen sie jährlich um rund 10 Prozent abgeschmolzen werden, bis sie sich auf jeweils 250 Milliarden Dollar verringert haben. Fannie besitzt derzeit Hypotheken und Anleihen von 758 Milliarden Dollar, Freddie Mac hat 798 Milliarden Dollar Hypotheken und verwandte Wertpapiere im Portfolio.


Text: F.A.Z.

Antworten
Malko07:

US-Autokonzerne pumpen Staat an

10
09.09.08 08:27

Wirtschaftliche Sorgen

US-Autokonzerne pumpen Staat an

von Michael Gassmann (New York)

 

Die amerikanische Autoindustrie drängt die Politik, ihr ein 50 Mrd. $ schweres staatliches Kreditprogramm zu gewähren. Das Geld soll für die Entwicklung energieeffizienter Modelle eingesetzt werden. Der Staat unterstützt schon andere Branchen.

General Motors-Chef Rick Wagoner wolle das Thema am Freitag bei einem Energiegipfel des US-Kongresses offensiv ansprechen, berichteten Zeitungen aus der Autostadt Detroit. Auch Manager von Ford und Chrysler planen Lobbytermine in Washington. Der Kongress hat wegen des Schlussspurts im Präsidentschaftswahlkampf ab Ende September nur noch wenige Sitzungstage in diesem Jahr.

Schon jetzt unterstützen die USA die heimische Flugzeugindustrie, Stahlhersteller und andere Branchen. Die beiden Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae stellte die US-Regierung in einer Notaktion am vergangenen Wochenende unter staatliche Kontrolle. Mit der Autoindustrie sucht nun eine weitere Branche den Schutz durch die Regierung. Kritiker werfen den amerikanischen Herstellern vor, die Entwicklung zu kleineren und spritsparenden Autos verschlafen zu haben.

Wirtschaftliche Sorgen sind inzwischen zu einem der wichtigsten Wahlkampfthemen geworden. Das könnte den "Big Three", den drei großen amerikanischen Autoherstellern, in ihrer Hoffnung auf den Milliardenkredit helfen. Bereits im vergangenen Jahr setzten sie in einem Energiegesetz subventionierte Darlehen in Höhe von rund 25 Mrd. $ durch. Diese Summe soll nun verdoppelt werden. Kredite zu Marktkonditionen sind für die Autokonzerne teuer geworden, nachdem ihre Bonität von Ratingagenturen mehrmals heruntergestuft worden war. [Malko07: Banken braucht man nicht mehr. Können alle geschlossen werden. Kredit gibt es zu günstigen Konditionen beim Staat!]

General Motors (GM) verteidigte den Ruf nach Subventionen. "GM und andere US-Autohersteller müssen das Auto wortwörtlich neu erfinden", erklärte der Konzern auf einer speziell eingerichteten Lobbywebsite mit der Adresse gmfactsandfiction.com. GM führte auch das gesamtstaatliche Interesse an: "Dieses Kreditprogramm ist ein starker und angemessener Anreiz, um diesen Wandel in Gang zu bringen, der für unsere Industrie und das ganze Land lebenswichtig ist", hieß es.

Zwar haben sich die Autoverkäufe in den USA im August nach einer langen Schwächephase wieder etwas erholt. Allerdings konnten GM, Ford und Chrysler davon nicht profitieren - sie produzieren immer noch zu einem erheblichen Teil große, schwere Autos und mussten deshalb zuletzt Absatzeinbrüche zwischen 20 bis 35 Prozent hinnehmen.

Düster sind vor allem die mittelfristigen Aussichten, sollte der Ölpreis erneut auf 150 $ oder mehr ansteigen. "Der Fahrzeugmix würde sich dann dramatisch ändern", sagte George Magliano, Analyst bei Global Insight. "Diesel, Hybridautos, neue Technologien und leichtere Materialien würden florieren." Der Verkauf von schweren Pick-ups, Geländewagen und Minivans - allesamt Spezialitäten der amerikanischen Anbieter - würde in den USA von 8,6 Millionen auf 4,7 Millionen abstürzen, prophezeite Magliano: "Die Auswirkungen auf dieses Segment wären brutal."

US-Autoindustrie baut Stellen ab

Ob die US-Hersteller die erhofften Hilfen bekommen, ist noch offen. Mehrere Abgeordnete, wie der frühere Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, sprachen sich dagegen aus. Die Autokonzerne haben allerdings die Unterstützung einer parteiübergreifenden Gruppe von Politikern, die meist aus Michigan, Ohio und von weiteren Standorten der Autoindustrie stammen.

Die amerikanische Autoindustrie hat seit dem Jahr 2000 mehr als 300.000 Stellen abgebaut und ist mit rund 800.000 Beschäftigten einschließlich der Zulieferer immer noch einer der größten Arbeitgeber des Landes. Zweistellige Milliardenverluste allein im vergangenen Quartal bringen sie inzwischen an den Rand der Existenzfähigkeit. "Mit Subventionen löst man das Problem nicht, man verlängert das Leiden nur", hieß es am Montag in Kreisen der europäischen Autoindustrie. Die US-Konzerne versuchten, sich einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu sichern. "Die Kosten für die Produktentwicklung fallen für alle gleichermaßen an", sagte ein Insider. General Motors spielte auf seiner Website die Auswirkungen der erhofften Hilfen dagegen herunter: "Es handelt sich um direkte Kredite, die voll zurückgezahlt werden müssen - einschließlich der Zinsen."

www.ftd.de/unternehmen/autoindustrie/...e-pumpen-Staat-an/411130.html

Antworten
Anti Lemming:

US-Kombinate "Kraftfahrt" und "Zahlungswesen"

8
09.09.08 09:07
Fannie und Freddie verstaatlicht, nun auch noch GM, Ford und Chrysler?

Wann werden die Funktionäre der neuen Kombinate "Kraftfahrt" und "Zahlungswesen" den Präsidenten absetzen? Ich rechne - noch - mit einer unblutigen Lösung.

Doch der revolutionäre Geist von 1917 wartet im verkorsten Flaschenhals.
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