Mit anderen Worten: 856 wäre der neue Mittelwert, um den der SP-500 in den nächsten Jahren schwankt:
http://www.ariva.de/...tizykliker_Thread_t348181?page=288#jumppos7220
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nlich.
"Das entstehen dieses Verlaufs ist mit Sicherheit nicht völlig auszuschließen, aber die Frage sei erlaubt, wie nachhaltige wäre so ein Boom. Aus meiner Sicht gelangen wir damit zur Base 3.0, alle Schwierigkeiten aus der Vergangenheit wären weiterhin virulent, sie würden sich sogar teilweise verstärken, weil die Probleme in keinster Weise an der Wurzel behandelt worden sind, sondern lediglich von den Zentralbanken, und die Fed sei hier ausdrücklich hervorgehoben, eben unter Zuhilfenahme der Notenpresse mit Geld zugeschüttet wurden."
Auch ich kann das natürlich nicht wirklich ausschliessen, aber die Wahrscheinlichkeit scheint mir doch sehr klein. Als Grund scheint mir, dass die wichtigsten Handelnden (Zentralbanker, Finanzpolitiker) unter dem Strich eben doch nicht so dumm und/oder unverantwortlich sind, wie man das manchmal aus der halb zynischen, halb verschwörungstheoretischen Grundstimmung vieler Postings herauslesen könnte.
Die Leute wissen mMn sehr genau, dass eine wirkliche Blase Zerstörungsarbeit an der Wirtschaft bedeutet, weil Ressourcen fehlallokiert und damit letztendlich vernichtet werden. Das will man unter dem Strich nicht, und es gibt ja sogar heute im Obama-Team Leute wie Volcker, die in Verfolgung ihrer inneren Überzeugung dessen, was unter dem Strich für das Land gut ist, sogar unter starker Gefährdung ihres eigenen Jobs der Inflation in den 80-ern den Garaus gemacht haben.
Egal wieviel Macht ein Volcker heute faktisch haben mag, solche Verantwortlichkeitsgefühle gibt es, und man sollte sie nicht unterschätzen, nur weil es gleichzeitig auch Leute wie einen Funke von HRE oder einen Thain von Merrill Lynch gibt. Verbrecher und/oder Idioten gab es immer, aber meistens ist man unter dem Strich schlussendlich doch einer Linie einer gewissen Vernunft gefolgt, sobald man die erkannt zu haben glaubte (was in der realen Welt nur in Foren leicht fällt :-).
Soweit meine Einschätzung zum Langfristigen, aus der ich hinreichend Komfortgefühl ziehe, dass es nicht zu einer bewussten grossangelegten Blase 3.0 kommt. Auch nicht zu einem "aus Versehen". In der äusserst schwierigen Betrachtung, was überhaupt Inflation ist, haben Zentralbanker ja schon begonnen, "Asset-Inflation" in die Betrachtungen einzubeziehen. Ein VoWi-Novum.
Eine ganz andere Frage ist - sozusagen - das "Taktische", also was macht man als Zentralbanker/Finanzpolitiker mittelfristig, d.h. jetzt und in den nächsten 12..24 Monaten? Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich diese Frage nicht beantworten muss.
Für das Kurzfristige kann mMn mit gutem Grund gesagt werden, dass "ein bisschen" Nach-Blase (aka Stimulus/Deficitspending) sein muss. Ich möchte jetzt nicht allzusehr ins Triviale abgleiten, aber wenn man morgens einen schweren Kater hat, dann ist eine wohldosierte Menge Alkohol nicht unbedingt das verkehrteste... Aber wirklich nur wohldosiert ;-)
In dieser Blickrichtung glaube ich, dass wir das meiste an initialem Stimulus-Pushing schon hinter uns haben (auch wenn die Wirkung manchen Infrastruktur-orientierter Massnahmen vielleicht erst in der näheren Zukunft einsetzen sollte). Auch in der öffentlichen Diskussion hat sich die Stimmung mMn leicht gedreht: Während es in der Krise und der maximalen Absturzbefürchtung eher hiess "stimulus as stimulus can", so kommt jetzt doch zunehmend die Wahrnehmung der potenziellen künftigen Verschuldungslevel ins Zentrum. Sehr vernünftig, aber das alleine ist natürlich auch noch keine Lösung, zumal es sich diametral widersprechende Einschätzungen auch bei Verantwortlichen dazu gibt, was man denn konkret tun solle.
In einem äusserst komplexen System vieler miteinander zum Teil kontraintuitiv verwobener kommunizierender Röhren sind die wirtschaftlichen (und börsentechnischen) Kurz- und Mittelfrist-Wirkungen aber nur sehr sehr schwer einzuschätzen. Für mich persönlich gilt: sogar den Versuch unternehme ich äusserstenfalls für ein viertel oder halbes Jahr.
Aber mit all diesen Einschränkungen: eine wirkliche weltweite Blasenwirtschaft 3.0 und der Nebenwirkung Börsenbubble 3.0 wird es nicht geben.
Das sagt natürlich noch praktisch nichts über die persönlichen Spekulationsentscheidungen der nächsten Tage, Wochen, und Monate. Die sind "sauschwer", und die muss natürlich jeder selbst entscheiden. Meine eigene Einschätzung dazu ist und bleibt erstmal eine tendenziell bärische, aber mit hohem Alertness-Grad!
Es hat schon seinen Grund, wenn an der Börse - meiner groben Schätzung nach - nur vielleicht 5..10% Gewinner sind, denen die anderen 90..95% ständig unfreiwillig ihr Geld geben...
"Jedoch schreckt das kaum Bankenhäuser ab, ihre Jahresprognosen zu senken - so erwartet z.B. Goldman einen Jahreschlussstand im Nikkei um die 12000 Punkte - Marke. Im Februar gingen sie noch von 8000 Punkten aus - was einer Steigerung um gut 50 Prozent entspricht - ein Trend der nicht nur bei diesem Institut zu beobachten ist!"
Die Sellside-Analysten (geben "Gratisanalysen" an die Zockergemeinde = gezielte Fehlinformation zum eigenen Vorteil) sind bekannt dafür, dass sie ihre Prognosen erst senken, NACHDEM die Kurse deutlich gefallen sind. Solange die GS-Eigenhandel-Trader noch an euphorisierte Kleinanleger "distribuieren", wären solche Warnungen geschäftsschädigend.
Die Zockerbanken bauen nun ihre im März eingesammelten Longs ab und gehen sukzessive short, was in der Summe die Indizes im Verlauf von einigen Wochen (bei der Distribution werden ja riesige Posi "umverteilt", das dauert...) tatsächlich drückt.
Oft kann man beobachten, dass "die Analysten" ihre Langzeitprognosen erst dann senken, wenn die Indizes schon wieder deutlich gefallen sind - der Nikkei z. B. auf 8500. GS würde dann das alte Kursziel von 12.000 auf 6.000 zurücknehmen und als Grund die (de facto heute schon erkennbare...) scharfe Verschlechterung der Lage anführen. Die drastische Runterstufung erzeugt Verkaufspanik, die GS wiederum dafür benötigt, die hauseigenen Shorts ungestört einzudecken (dauert ebenfalls Wochen, in denen die Medien noch gezielt Pessimismus unters Volk streuen. Bubblevision Drama-News sind ja ebenfalls gratis...).
Oder hat irgendwer bei Bubblevision im März eine Einstiegsempfehlung gelesen (außer denen von Perma-Bullen)?
FAZIT: Das Unterlassen der Kurssenkungen ist "das alte Spiel" - und ebenso unmaßgeblich wie die vorangegenen Kursziel-Erhöhungen. Oberste Prämisse bleibt, dass GS den Kleinanlegern in nächsten Quartal wieder 3 Milliarden Dollar an Eigenhandel-Gewinnen aus der Tasche ziehen kann. Erst durch "Grillen" von Shorts, dann mit Bullenfleisch in Pandora-Dosen.
mehr und mehr unmöglich, die Schulden wachsen den Ländern über den Kopf. Die Steuereinnahmen brechen weg, gleichzeitig müssen die Ausgaben (antizyklisch) erhöht werden. Hier schlagen insbesondere die Transferleistungen ins Kontor. Bereits heute gibt es eine Bundeszuschuss von rund 80 Mrd. p.a. für die Rentenversicherung.
Die Politik ist nicht in der Lage echte Reformen durchzuziehen (dieses gilt weltweit nicht nur in D, man schaue sich die USA mit der polemischen Disukussion um die Gesundheitsreform an), gibt es dann doch einmal Fortschritte (Rente mit 67) so wird dieses im nächsten kleinen Aufschwung gleich wieder aufgeweicht.
Auch wenn es keiner hören will, die Rente ist so wie sie heute organisiert ist unbezahlbar. Die Menschen verbringen einen zu langen Zeitabschnitt ihres Lebens im Ruhestand (ist ja auch schön so, nur eben nicht bezahlbar).
Dabei versteht die Politik es nicht den Menschen die Grundlagen eines Umlagesystems zu erklären. Die heutige arbeitende Generation zahlt für ihre Eltern ein (nicht für sich selber, auch wenn der Rentenbescheid mit diffusen Punkten so etwas suggeriert), die nächste Generation zahlt für die heutigen Arbeitnehmer, wie diese Pyramide in einer schrumpfenden Gesellschaft ausschaut kann sich jeder (auch mit geringem Bildungsniveau) selber ausrechnen.
Nun zurück zum Ausgangspunkt, den Staatsschulden. Es wird unmöglich sein diese zurückzuführen. Damit verliert das Geld eine seiner Hauptfunktionen: Die Wertaufbewahrungsfunktion, das Sparen für den Konsum in der Zukunft.
Hier kann man dann fast schon die provokante Frage anschließen: Brauchen wir noch Zentralbanken. Wenn das System so nicht überlebensfähig ist wieso machen wir es uns dann unnötig schwer? Wieso gibt es Staatschulden? Wieso nimmt der Staat nicht die Notenpresse selber in die Hand?
Die Antwort: Die Maaßlosigkeit der Menschen, das Anspruchsdenken an ein Verteilungssystem würde den Staat mit der Notenpresse sofort zur Explosion bringen.
Nun bleibt das Problem, wie kommen wir zu neuem Wohlstand? #339966">Über Bildung, Innovationen und Produktivitäswachstum.
Leider verstehen viele Menschen den Begriff Produktivitätswachstum nicht einmal. Der Schlüssel zu mehr Wohlstand und auch einen eventuellen Verteilungsspielraum.
Permanent.
Millions of older people face shrinking Social Security checks next year, the first time in a generation that payments would not rise.
The trustees who oversee Social Security are projecting there won't be a cost of living adjustment (COLA) for the next two years. That hasn't happened since automatic increases were adopted in 1975.
By law, Social Security benefits cannot go down. Nevertheless, monthly payments would drop for millions of people the Medicare prescription drug program because the premiums, which often are deducted from Social Security payments, are scheduled to go up slightly.
"I will promise you, they count on that COLA," said Barbara Kennelly, a former Democratic congresswoman from Connecticut who now heads the National Committee to Preserve Social Security and Medicare. "To some people, it might not be a big deal. But to seniors, especially with their health care costs, it is a big deal."
Cost of living adjustments are pegged to inflation, which has been negative this year, largely because energy prices are below 2008 levels.
Advocates say older people still face higher prices because they spend a disproportionate amount of their income on health care, where costs rise faster than inflation. Many also have suffered from declining home values and shrinking stock portfolios just as they are relying on those assets for income.
"For many elderly, they don't feel that inflation is low because their expenses are still going up," said David Certner, legislative policy director for AARP. "Anyone who has savings and investments has seen some serious losses."
About 50 million retired and disabled Americans receive Social Security benefits. The average monthly benefit for retirees is $1,153 this year. All beneficiaries received a 5.8 percent increase in January, the largest since 1982.
More than 32 million people are in the Medicare prescription drug program. Average monthly premiums are set to go from $28 this year to $30 next year, though they vary by plan. About 6 million people in the program have premiums deducted from their monthly Social Security payments, according to the Social Security Administration.
Millions of people with Medicare Part B coverage for doctors' visits also have their premiums deducted from Social Security payments. Part B premiums are expected to rise as well. But under the law, the increase cannot be larger than the increase in Social Security benefits for most recipients.
There is no such hold-harmless provision for drug premiums.
Kennelly's group wants Congress to increase Social Security benefits next year, even though the formula doesn't call for it. She would like to see either a 1 percent increase in monthly payments or a one-time payment of $150.
The cost of a one-time payment, a little less than $8 billion, could be covered by increasing the amount of income subjected to Social Security taxes, Kennelly said. Workers only pay Social Security taxes on the first $106,800 of income, a limit that rises each year with the average national wage.
But the limit only increases if monthly benefits increase.
Critics argue that Social Security recipients shouldn't get an increase when inflation is negative. They note that recipients got a big increase in January -- after energy prices had started to fall. They also note that Social Security recipients received one-time $250 payments in the spring as part of the government's economic stimulus package.
"Seniors may perceive that they are being hurt because there is no COLA, but they are in fact not getting hurt," said Andrew G. Biggs, a resident scholar at the American Enterprise Institute, a Washington think tank. "Congress has to be able to tell people they are not getting everything they want."
Social Security is also facing long-term financial problems. The retirement program is projected to start paying out more money than it receives in 2016. Without changes, the retirement fund will be depleted in 2037, according to the Social Security trustees' annual report this year.
President Barack Obama has said he would like tackle Social Security next year, after Congress finishes work on health care, climate change and new financial regulations.
Lawmakers are preoccupied by health care, making it difficult to address other tough issues. Advocates for older people hope their efforts will get a boost in October, when the Social Security Administration officially announces that there will not be an increase in benefits next year.
"I think a lot of seniors do not know what's coming down the pike, and I believe that when they hear that, they're going to be upset," said Sen. Bernie Sanders, an independent from Vermont who is working on a proposal for one-time payments for Social Security recipients.
"It is my view that seniors are going to need help this year, and it would not be acceptable for Congress to simply turn its back," he said.
"Solange die Masse sich in der Ansicht und Bewertung einer Fiktion einig ist, kann das Spiel schon funktionieren"
... "solange". Und wenn die ersten sowohl wirklich gewichtigen als auch smarten auszusteigen beginnen, fängt dieses "solange" an zu wackeln. Erst tröpfelt es nur, dann kippt es irgendwann.
Das wissen viele, man nennt den Initial-Mechanismus ja nicht ohne Grund "Reise nach Jerusalem".
Wenn man Sicherheit haben will, ist man hier falsch aufgehoben, ob mit oder ohne HS, mit oder ohne Fundamentalanalyse...
Sehen wir es positiv: ein wirklich spannendes Spiel! ;-)
Zu #48143 noch: mMn werden wir auf Sicht der nächsten Jahre, vielleicht Jahrzehnte, in einer wesentlich frugaleren Welt sein. Solche Shifts sind in den auf kurze Zeiten ausgelegten Wahrnehmungsreflexen der Menschen schwer konkret festzustellen, aber meiner Meinung nach schon im Gange.
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