übrigens mehr als verdreifacht. Sie stieg von 15 auf teils über 50 Euro.
Klar war das März-Tief (15 Euro) ein Panik-Schlussverkauf, weil der "Untergang des Weltfinanzsystems" vor der Tür zu stehen schien. Es wäre daher ein Fehler, die 15 Euro als "realistische Referenz" heranzuziehen.
Ebenso unsinnig ist freilich, die Kurse zur Zeit des 2007-Investmentbanking-Booms als Referenz zu verwenden. Die DB wird Kurse von 150 Euro vermutlich auf viele Jahre nicht mehr wiedersehen.
Wer also meint, die Aktie wäre mit 46 Euro billig, weil sie bis 150 Euro steigen könnte, der sollte bis zu einigen Jahrzehnten Sitzfleisch mitbringen.
Das gilt m. E. auch für den DAX.
So gesehen ist auch das ganze Gequatsche von einer V-Erholung - die suggerieren soll, der DAX würde schon 2010 schon wieder bei 8000 anklopfen - nichts anderes als "Flausen", die Großbanken den Kleinanlegern in den Kopf setzen, um jetzt noch ungestört ihre kurz nach dem März-Tief im Eigenhandel eingesammelten Bestände abladen zu können ("versteckte Distribution").
In USA ist bei Bubblevision letzte Woche sogar die ultimative Spin-Story einer "Konsumenten-freien Erholung" erschienen - obwohl der US-Konsument nachweislich für mindestens 70 % der US-Wirtschaftsleistung "verantwortlich" ist:
www.marketwatch.com/story/...nfirms-winning-sectors-2009-08-20
Zitat daraus:
"Technology has benefited from the bet that businesses have to continue running with fewer workers through the recession and boost productivity by spending money on such items as software and better printers."
Wenn US-Firmen mit immer weniger Mitarbeitern arbeiten, schwillt das Heer der Arbeitslosen, die die Produkte dieser Firmen kaufen könnten, immer weiter an. Folge ist Konsumrückgang. Die Firmen können ihre Gewinne aber nicht durch immer weitere Entlassungen im grünen Bereich halten. Irgendwann müssen sich auch wieder mehr verkaufen. Bei den Zahlen zum 2. Quartal wurde deutlich, dass die Umsätze im Schnitt aller US-Firmen um 10 % gefallen sind (siehe Chart von Turbo oben). Wozu die Lager aufstocken, wenn die Zahl der Arbeitslosen in Zukunft noch weiter steigt - und damit der Umsatz noch weiter fällt?
Es besteht auch keine Notwendigkeit, mit "better printers" (welch ein Hohn!) die Produktivität der Firmen zu erhöhen. Wenn weniger umgesetzt wird, reicht die vorhandene, durch die Entlassungen geschmälerte Produktivität, um die gesunkene Nachfrage zu bedienen.
Deflation, ick hör dir trappsen.