Ich halte das Deflations-Geschwafel inzwischen für eine "gezielte Nebelbombe" - vergleichbar den schöngerechneten Kerninflationszahlen und den nach Birth-Death-Modell geschönten Arbeitsmarktzahlen.
Es ist die berühmte "Legitimation zum Gelddrucken".
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gegenüber dem Vorjahr.
Exakt:
GM: -45 %, Ford: -30 %, Toyota: -23 %, Porsche (in USA): -50 %
www.marketwatch.com/news/story/...D7E%2DB884%2D7F0A2E9E7E3D%7D
Veröffentlichung der Zahlen zum ISM Index des verarbeitenden Gewerbes (ISM Manufacturing Index) aus den USA für Oktober 2008
aktuell:
Der US-amerikanische ISM Index notiert im Oktober bei 38,9 %. Erwartet wurde er im Bereich 41,5 bis 42,0 %.
ECONOMIC REPORT
ISM index hits 38.9%, lowest since 1982, marking second straight big drop
By Greg Robb, MarketWatch
Last update: 11:54 a.m. EST Nov. 3, 2008
Comments: 473
WASHINGTON (MarketWatch) -- The nation's manufacturing firms reported the worst level of output in 26 years, further evidence that the economy is slumping sharply, according to a closely followed survey of top executives released Monday.
www.marketwatch.com/news/story/...F3E%2DAD6D%2DAF8828D1E493%7D
Rallye ahoi! ....einmal holt uns die See, und dann wird es vorbei seeeeiiiin (Hans Albers)
03. November 2008 Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten ist weiterhin für all' jene enttäuschend, die in den vergangenen Jahren unkritisch auf die Propaganda von Ökonomen und Banken vertraut hatten, die behaupteten, die Preise könnten nur weiter nach oben laufen.
Anleger, die sich bei Wetten auf steigende Preise nicht absicherten, müssen inzwischen deutliche Verluste hinnehmen. Wer nach den Preiseinbrüchen der Industriemetalle Nickel und Zink in den vergangenen beiden Jahren noch nicht aufgeweckt wurde, sollte spätestens durch den gewaltigen Preisauftrieb des Ölpreises noch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres aufmerksam geworden sein.
Preisauftrieb bei vielen Rohstoffen war spekualtiver Natur ...
Bei allem Verdacht auf Knappheit: Diese Entwicklung ließ sich mit der realen Nachfrage an den realen Märkten nicht mehr erklären. Längst ist klar geworden, dass es sich um die letzten Zuckungen einer spekulativen Blase gehandelt hatte. Sie zeigte sich nicht nur darin, dass sich zu Spitzenzeiten große Teile der Öl-Terminkontrakte in wenigen professionellen Händen konzentriert hatten. Sondern sie wird nun auch daran deutlich, dass selbst die Ankündigung einer deutlich Produktionskürzung der Opec den Preisrückgang kaum bremsen kann.
Mancher Ölförderer ist inzwischen sogar gezwungen, ungeachtet aller Quoten bei sinkenden Preisen auf Teufel komm ´raus zu fördern, um die Budgets decken zu können, die in den vergangenen Jahren des scheinbar nicht endenden Booms rasch angeschwollen sind, decken zu können. Staaten wie Irak, Iran, Oman und Bahrain liegen längst unter Wasser. Ihre „Break-Even-Preise liegen deutlich über 70 Dollar je Barrel Öl.
Inzwischen ist jedoch klar geworden, dass die Nachfrage nach Öl aufgrund einer sich immer deutlicher abzeichnenden globalen Rezession weiter zurückgehen wird. Beinahe schon täglich kommen neue Konjunkturdaten herein, die die Schwäche der amerikanischen Konjunktur dokumentieren. So ist der am Montag veröffentlichte ISM Index für das verarbeitende Gewerbe für den Monat Oktober um 10,6 Prozent auf 39,9 gefallen. Das ist nicht nur der niedrigste Wert seit 26 Jahren, sondern der Index zeigt die wirtschaftliche Schwäche in allen Unterkomponenten.
Der Index für den Auftragseingang ging um 6,6 Prozentpunkte auf 32,2 zurück, der Produktionsindex ging um 6,7 Prozentpunkte zurück, der Beschäftigungsindex um 7,2 Prozentpunkte, der Exportindex um elf Prozentpunkte und der Preisindex sogar um 16,5 Prozentpunkte. Dagegen gingen Unterindizes für die Lagebestände leicht nach oben. Das heißt, die Unternehmen sind nicht nur mit einer schwachen Wirtschaft konfrontiert, sonder sie haben längst ihre Preissetzungsmacht verloren und befinden sich in einem deflationären Umfeld mit wachsenden Überkapazitäten.
... die nun den fundamentalen Rahmenbedingungen weicht
Die amerikanische Wirtschaft verzeichnete im dritten Quartal mit minus 0,3 Prozent die stärkste Kontraktion seit dem Jahr 2001. „Das verarbeitende Gewerbe, das dazu beitrug, die Rezession relativ milde zu halten, ist nun völlig weggebrochen. Wir müssen uns auf eine viel tiefere Rezession einstellen'“, erklärt Lakshman Achuthan, geschäftsführender Direktor am Economic Cycle Research Institute in New York der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Es wird mindestens so schlimm werden wie Anfang der achtziger Jahre, vielleicht sogar schlimmer.“
Längst sind auch ehemalige Rohstoffoptimisten, wie die Analysten von Goldman Sachs Group ins Lager der Realisten gewechselt. Die Gefahr einer starken weltweiten Abschwächung könne die Rohstoffpreise noch weiter drücken erklären sie nun, nachdem sie noch vor wenigen Wochen Ölpreise von bis zu 200 Dollar je Barrel prognostiziert hatten. Damals saß das Unternehmen auch auf riesigen Positionen, mit welchen sie darauf gewettet hatten.
Codelco, der weltgrößte Kupferminenbetreiber, sieht angesichts des Preiskollapses das Ende des Superzyklus für das Metall. Die Rückgänge bei den Rohstoffpreisen korrelieren mit Einbrüchen im verarbeitenden Gewerbe. Während der acht Monate andauernden Rezession von März 2001 sank der 22 Positionen umfassende Reuters-Jefferies CRB Index of Raw Industrials um 8,7 Prozent, während die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 5,7 Prozent fiel. In der im Juli 1981 einsetzenden Rezession fiel der Index der Industrierohstoffe um 19 Prozent; die Industrieproduktion sackte um 7,1 Prozent ab.
Der Rückgang bei den Rohstoffen sowie die Konjunkturdaten signalisieren, dass die gegenwärtige Abschwächung mindestens 16 Monate anhalten und auch weltweit zu einer geringeren Dynamik führen wird, erwartet Achuthan. Die Konjunkturflauten von 1990 und 2001 dauerten acht Monate. „Wie gewöhnlich ist der Rohstoffindex dem Konsens voraus und signalisiert wie stark und wie lang diese weltweite Rezession sein wird“, erklärt Achuthan weiter.
Die Preiskorrektur im Energie- und Rohstoffbereich dämpft die Perspektiven der rohstoffreichen Staaten. Aus diesem Grund sind dort längst die Börsen in die Defensive geraten. Staaten, die eine schwache Finanzposition haben, mussten in den vergangenen Monaten auch die Abwertung ihrer Währungen hinnehmen.
So schwach die wirtschaftlichen Aussichten auch sein mögen, technische Zwischenerholungen scheinen nach den massiven Preis- und Kursverlusten der vergangenen Monate denkbar zu sein. Allerdings dürften sie nur für spekulative Anleger interessant sein.
www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/...on~Sspezial.html
Inflation / Deflation ?
Handelsblatt
04.11.2008 , 08:34 Uhr
Finanz- und die Absatzkrise
von Markus Fasse, Carsten Herz und Peter Köhler
Die Lage für die Autokonzerne und ihre angeschlossenen Banken wird immer prekärer. Die Finanz- und die Absatzkrise treffen die Hersteller doppelt: Nach massiven Einbrüchen beim Autoabsatz drücken nun auch die Kosten der Refinanzierung auf die Autobanken. Führende Hersteller wie BMW oder Mercedes zahlen jetzt für die Sünden der Vergangenheit.
Zudem sinken weltweit die Restwerte für Gebrauchtwagen, die für die Banken die wichtigsten Vermögenswerte darstellen. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Booz & Company dürfte allein bei den deutschen Herstellern in diesem Jahr rund eine Milliarde Euro verloren sein. "Wenn die Autokrise sich fortsetzt, kommen die Autobanken kaum darum herum, noch einmal den Rotstift massiv anzusetzen", warnt Booz-Berater Klaus-Peter Gushurst.
Handelsblatt
04.11.2008 , 08:34 Uhr
Autobranche
Wer dachte, es kann für die US-Autobranche nicht noch schlimmer kommen, der wurde am späten Montagabend eines Besseren belehrt: Der Absatz rutschte im Oktober weiter massiv ab. Ein GM-Manager kommentierte: „Das war der schlimmste Monat seit dem Zweiten Weltkrieg“. Die deutschen Hersteller konnten sich nicht entziehen.
HB DÜSSELDORF/NEW YORK. Schwarzer Oktober am US-Automarkt: Die Verkäufe sind erneut massiv eingebrochen, auch deutsche Hersteller wurden von dem Abwärtssog mitgerissen. Besonders schwer traf es abermals die amerikanischen Autogiganten. Die Opel-Mutter General Motors erlitt einen erdrutschartigen Absatzeinbruch von 45 Prozent. GM-Manager Michael DiGiovanni sprach vom schlimmsten Monat seit dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings verkaufte der größte US-Hersteller mit seinen gut 170 000 Fahrzeugen immer noch mehr als doppelt so viel wie die deutsche Konkurrenz.
Der gesamte US-Automarkt dürfte im Oktober Branchenschätzungen zufolge um 31 Prozent auf 850 000 Fahrzeuge geschrumpft sein. Experten erwarten, dass im gesamten Jahr weniger als 14 Mio. Fahrzeuge verkauft werden - der weltgrößte Automarkt schrumpft damit rapide auf das Niveau von Anfang der 80er Jahre.
Der aktuelle freie Fall ist vor allem eine Folge der Kreditkrise und der Wirtschaftsschwäche. Immer mehr Kunden bekommen entweder keine Kredite oder halten angesichts der unsicheren Lage ihr Geld zusammen.
Das „erschreckendste“ an der Entwicklung im Oktober sei, dass von September auf Oktober beim hochgerechneten Jahresabsatz zwei Mio. Fahrzeuge wegbrachen, sagte GM-Manager DiGiovanni in einer Telefonkonferenz am Montag. Bereinigt um den Anstieg der Einwohnerzahl dürfte die Branche den schlechtesten Monat seit Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben. GM-Verkaufschef Mark LaNeve stimmte zu: „Es war, als hätte jemand das Licht ausgeknipst.“ Er habe in 27 Jahren im Geschäft so etwas noch nie erlebt.
Die US-Autobauer kämpfen schon seit mehreren Jahren mit Problemen, seit der Anstieg der Spritpreise bei den Amerikanern die schweren Geländewagen und Pickups auf einen Schlag weniger populär machte. Damals führten vor allem die japanischen Konkurrenten mit ihren sparsameren Autos die US-Platzhirsche vor. Heute kann sich niemand mehr der Krise entziehen: Selbst der Überflieger Toyota verbuchte im Oktober ein saftiges Minus von 25,9 Prozent auf gut 152 000 Fahrzeuge.
Die desolaten Verkaufszahlen dürften den Druck bei den Fusionsgesprächen zwischen GM und Chrysler verstärken. Bei Chrysler fiel der Absatz um 35 Prozent auf rund 94 500 Fahrzeuge. Die beiden Autobauer, die mit Milliardenverlusten kämpfen, verhandeln unter Hochdruck über eine Fusion. Analysten warnen, dass ihnen binnen eines Jahres das Geld ausgehen könnte.
Der Rivale Ford erlitt einen Absatzeinbruch von 30 Prozent auf knapp 133 000 Fahrzeuge. Fast ein Drittel der Verkäufe entfiel dabei auf die großen Pickups der F-Serie - ein Zeichen dafür, dass es in Amerika immer noch einen großen Markt auch für diese Fahrzeugklasse gibt.
Von den deutschen Herstellern konnte sich einzig die VW-Tochter Audi mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 7433 verkaufte Autos gegen die Talfahrt stemmen. Volkswagen of America verkaufte dagegen mit 15 889 Fahrzeugen 7,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei Porsche fiel der Absatz in Nordamerika um 39 Prozent auf 1541 Fahrzeuge.
Bei BMW wurde der Rückgang vom Erfolg des MINI abgebremst. Die 25 475 verkauften Fahrzeuge bedeuten ein Minus von fünf Prozent. Der Absatz der Kernmarke fiel dabei um 13,9 Prozent auf 20 203 Autos. Die MINI-Verkäufe schossen dagegen um 56,4 Prozent auf 5272 Wagen hoch. Auch beim Konkurrenten Daimler milderte der Kleinwagen smart den Abschwung etwas ab. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz stürzte um 34,3 Prozent auf 14 996 Fahrzeuge. Der smart, der seit Januar in den USA auf dem Markt ist, wurde aber 2236 Mal verkauft. Dadurch fiel der Konzernabsatz noch um 24,5 Prozent auf 17 232 Autos.
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04.11.2008 , 08:30 Uhr
Hiobsbotschaft für die Versicherungsbranche: Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re ist wegen der Finanzkrise im dritten Quartal überraschend in die roten Zahlen gerutscht.
04.11.2008 , 07:19 Uhr
Der weltweit zweitgrößte Kreditkartenanbieter Mastercard hat im abgelaufenen Quartal mehr verdient als erwartet. Konzernchef Robert Selander schraubte zugleich aber die Umsatzziele für das nächste Jahr angesichts eines düsteren Wirtschaftsausblicks zurück.
Goldman Fund Loses Nearly $1 Billion in 9 Months: ReportGOLDMAN SACHS, INVESTMENT BANK, HEDGE FUNDS, BANKS, BANKING, EARNINGS, LOSS, CREDIT CRUNCHReuters| 04 Nov 2008 | 04:44 AM ET
A Goldman Sachs hedge fund that launched in January with over $6 billion under management lost close to $1 billion by September, according to the Financial Times.
The fund, known as Goldman Sachs Investment Partners, has told investors it lost $989 million by September, the newspaper said on Monday.
Most of the fund's losses stemmed from investments in commodities, basic materials, metals, mining, energy and agriculture, the FT said.
Losses from investments in convertible bonds -- debt instruments that can convert into equity -- also contributed to poor returns, the newspaper said.
Goldman Sachs spokesmen could not be reached for comment.
The average hedge fund has lost roughly 19 percent so far this year, according to data from Hedge Fund Research.
New Law Cuts LA Foreclosures 50%FORECLOSURES, HOUSING, CALIFORNIA, HOMES, MORTGAGE, REAL ESTATE, FINANCIAL CRISISReuters| 04 Nov 2008 | 06:23 AM ET
Los Angeles home foreclosures fell sharply in October from September as a new California law came into effect, while the number of foreclosures in Miami continued to grow at a slower rate, real estate research website PropertyShark.com said Tuesday.
The number of newly scheduled auctions on foreclosed properties in Los Angeles county fell 51 percent, the greatest monthly decline in two years.
The law, passed July 8, requires lenders to contact homeowners and explore options to avoid foreclosure before initiating the process. Some sections of the law became effective Sept 8.
Its implementation accounted for most of the decline, to 2,389, in the number of newly scheduled auctions foreclosures in Los Angeles County, said PropertyShark.com Chief Executive Bill Staniford.
By comparison, such auctions fell only about 1 percent to 4,863 between August and September.
However, the law requires only a 30-day waiting period before the lender files the foreclosure notice, which means the closure of that period might result in a reversal of this month's dip, Staniford said.
"We could see this snap right back," he said.
Foreclosures are at the heart of the slump afflicting the U.S. housing sector, its worst since the Great Depression.
The boom that peaked in 2006, fueled by a wave of lending to risky subprime borrowers, was followed by a bust as those borrowers began to default on their mortgages.
Foreclosures force supply up and prices down, setting off a vicious cycle in which a growing number of otherwise creditworthy homeowners default as well because they are "underwater" on their mortgages, or owe more than their homes are worth.
Metropolitan areas such as Los Angeles and Miami, where subprime lending and the accompanying overbuilding was most common, saw the highest price spikes, the steepest declines and the sharpest surges in foreclosures.
But in localities where prices have dropped more precipitously, as in Los Angeles, the rate of increase in foreclosures is slowing. "Buyers will be there at the right price," Staniford said.
October's foreclosures in Los Angeles are still up year over year, but only 10.9 percent versus an increase of 338 percent to 2,155 between October 2007 and October 2006. In Miami, however, foreclosures increased 34.9 percent to 861 from October of 2007. Between September and October, foreclosures in the city rose 93.5 percent.
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| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |