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Der USA Bären-Thread


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permanent:

US-Autobauer: Letzte Ausfahrt Washington

8
03.12.08 07:36

US-Autobauer: 34 Milliarden Dollar für ein Halleluja

03.12.2008 , 07:08 Uhr

Die Absatzzahlen der Fahrzeughersteller für Nordamerika vettiefen die Sorgenfalten der angeschlagenen Branche: Einbrüche bis zu fast 50 Prozent sprechen eine deutliche Sprache. So verwundert es nicht, dass General Motors 18 Milliarden Euro vom Staat fordert, um überleben zu können. Die Lage ist dramatisch, denn einen „Plan B“ gibt es nicht. Artikel

US-Autobauer: Letzte Ausfahrt Washington

02.12.2008 von Florian Brückner

Nein, mit Privatjets fliegen die Chefs der US-Autobauer dieses Mal nicht nach Washington, wo sie vor dem Kongress ihre letzte Chance auf das entscheidende Rettungspaket bekommen werden. Ford-Chef Mulally tuckert gar mit dem Auto von Detroit in die Hauptstadt. Im Gepäck: Pläne, die die Politiker überzeugen sollen. Über deren Inhalt gibt es reichlich Spekulationen. Artikel

 

In China gibt es erste Aufstände von Wanderarbeitern die, die Nase vom wilden Kapitalismus und der damit einhergehenden Ausbeutung voll haben. Sollte dieses Beispiel Schule machen, hat China ein Problem welches seinen Auslöser in der Subprime Krise hat, dessen Wurzel aber viel tiefer liegt und dessen Sprengkraft China explodieren lassen kann:
http://www.ariva.de/...n_von_Dongguan_t245628?pnr=5150941#jump5150941

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Anti Lemming:

Pfeifenlümmel- wo wir stehen und wie's weiterläuft

17
03.12.08 08:24

Ich glaube auch, dass an der Börse das meiste und einfachste Geld mit "Longs" verdient wird. Es kommt dabei jedoch sehr auf den richtigen Einstiegszeitpunkt an. Wer im März 2003 bei DAX 2300 eingestiegen war, hat womöglich heute noch Kursgewinne. Wer im September 2007 bei DAX 8000 eingestiegen war, sitzt auf über 50 % Verlusten.

Bären-Threads haben im Grunde zwei Funktionen:

-  Die eine (aktive) ist, an den fallenden Kursen zu verdienen. Das ist recht schwierig, weil Aktienmärkte meist einen bullischen "Bias" haben - und ist daher nur für Leute geeignet, die bereit sind, solche hohen Risiken einzugehen und die Märkte entsprechend aufmerksam zu beobachten.

- Die zweite (passive) ist, an den fallenden Kursen nicht zu verlieren. Das ist einfacher. Man muss nur, wenn die Indizes noch recht hoch stehten, sich aber bereits Ungemach ankündigt, verkaufen. Dies ist allerdings auch einfacher gesagt als getan, weil die meisten Leute nahe Höchstständen recht bullisch sind und daher nur ungern verkaufen. Hat man erst mal verkauft - seine Euphorie also durch "Vernunft" selber ausgebremst - braucht man den Märkten nur noch in Ruhe beim Fallen zuzusehen. Diese Strategie fuhr hier z. B. mE Malko.

Sicher ist, dass jeder Bärenmarkt einmal zu Ende geht, auch dieser hier - und dann ist wieder long angesagt. Auch ich bin kein "Perma-Bär", sondern zähle mich zu den "Teilzeit"-Bären, die lediglich "saisonal" unterwegs sind.

Dazu passt, dass ich in letzter Zeit auch schon mal wieder den einen oder anderen Long-Zock gewagt hab. Das waren aber wie gesagt Zocks und keine Langzeitinvestments, da die Zeit für letztere mMn noch nicht gekommen ist (noch zu früh).

Ich halte die Märkte, insbesondere den DAX, aber bereits für hinreichend stark korrigiert, dass ich selber nur noch selten Puts kaufe und diese auch nur noch kurz halte. Das Potenzial nach unten ist inzwischen klein geworden. Das heißt nicht, dass wir im DAX nicht noch 2000 sehen könnten (Ende 2009) - dass also die Unterstützung von März 2003 noch bricht und unterboten wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür würde ich "per Bauch" mal mit 50 % ansetzen. Das reicht mir für ein Short-Investment aber nicht aus. Eine Wahrscheinlichkeit von 50 % erhalte ich auch, wenn ich im Casino bei Roulette auf "rot" setze.

Vor einem Jahr sah das noch anders aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Dax von 8000 auf 6000 korrigieren würde, lag bei schätzungsweise 80 bis 90 %. D.h. umgekehrt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er weiter steigt, nur bei 10 bis 20 % lag. Unter solchen Prämissen "lohnen" sich Shorts.

Ich werde ab jetzt meine Strategie vor allem so ausrichten, dass ich an Panik-Verkaufstagen kurzfristig long gehe. Damit nehme ich die in jedem Bärenmarkt (auch am baldigen Ende) kommenden technischen Erholungen mit.

Diese Strategie hat zwei Gefahren:

- Die größte Gefahr ist, durch Unachtsamkeit den rechtzeitigen Ausstieg aus den Longs zu verpassen und den Zock wider Willen in ein "Investment" umzuwandeln. Man "hofft" dann, dass die Märkte "vielleicht doch noch drehen" - aber ehe man sich's versieht, ist die Position schon 20 oder 30 % im Minus. Dann "lohnt sich verkaufen nicht mehr" - und man sitzt in der gleichen Galeere wie die Longs, die bei DAX 8000 gekauft hatten und für die sich schon bei DAX 6000 der Ausstieg angeblich nicht mehr lohnte. Fakt ist: Wenn man von vornherein einen Zock als solchen plant, gehört zwingend dazu, auch Verluste zu realisieren, falls die Papiere "wider Erwarten" weiter fallen. Bei Investments, die eine hinreichende fundamentale Basis haben, ist das weniger zwingend nötig.

- Die kleinere Gefahr ist, dass mann dann, wenn die langfristige Wende tatsächlich kommt, "aus Gewohnheit" zu früh aussteigt, weil man die Anstiege - obwohl sie nun real sind - als techn. Erholung fehlinterpretiert. Man verpasst dan also den "anfahrenden Long-Zug. Die Wahrscheinlichkeit für solche Fehlinterpretationen hängen ebenfalls vom DAX-Stand ab. Bei DAX 4500 sind solche Bären-Headfakes unwahrscheinlicher als bei DAX 2000. Je tiefer der DAX absolut steht, desto größer ist die Chance, dass ein Boden länger hält.

Bei solchen Extrem-Tiefständen im Bereich von 70 bis 80 % unter dem ATH (ähnlich war es im März 2003) kann man ziemlich gesichert davon ausgehen, dass die Bären kaum mehr Zündstoff haben, d.h. nicht mehr viel (und nachhaltig) Druck nach unten ausüben können. Dann ist der Untergang des Abendlandes bereits in den Kursen "eskomptiert", wie Fonds-Fuzzis so schön sagen.

Wenn diese Sicherheit mMn hinreichend groß geworden ist, werde ich hier im Thread evtl. abstimmen lassen, ob wir ihn auf ein Nebengleis schieben sollten. (Jetzt ist es noch nicht so weit). Ich würde dann evtl. einen Parallel-Thread "Stammbullen unter sich" aufmachen, der dann irgendwann zum Hauptthread wird. Das "Aussperrungsfilter", ohne das dieser Bären-Thread wegen der Spammer, Belehrer und Bedenkenträger nicht so gut funktionieren würde, wäre in der Bullen-Version sogar verzichtbar. In der Anfangsphase des neuen Bullenmarktes muss man allerdings die ewigen Warner, Weltuntergangspropheten, Kassandras, Gold- und Perma-Bären u. ä. "aussperren". Die nerven dann nicht minder als Bullen nahe dem ATH.

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doden:

Der Baltic Dry Index...

12
03.12.08 08:35
...hat nach seiner Erholung Mitte November seine Talfahrt fortgesetzt und steht jetzt bei 684. Ich denke, es könnte durchaus nochmal unter die 4000 im DAX gehen. Die Lage in vielen Firmen ist dramatisch möchte ich mal sagen. Kurzarbeit ist noch das Beste, was vielen passieren kann. Viele kleine Autozulieferer haben große Probleme...kein Wunder, wenn die Hersteller auch in I/09 teilweise 30% weniger produzieren.
An dieser Industrie hängt bei uns soviel, daß das Abwärtspotential noch erheblich ist. Vor allem ist es bei vielen noch gar nicht richtig angekommen, denn die akute Krise besteht ja erst seit gut zwei Monaten.

Die Diskussion über möglich Konsumschecks ist auch nicht gut, denn die Leute werden erstmal mit großen Investitionen warten...könnte ja durch den Scheck billiger werden. ERGO: Entweder kommen diese Schecks ganz schnell, oder es wird klipp und klar gemacht, daß sie nicht kommen...alles andere bremst die Wirtschaft noch weiter.

Ich bin weiterhin short!
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Anti Lemming:

Politischer Hintergrund der Deflationsbehauptungen

14
03.12.08 08:57

in der Süddeutschten Zeitung (# 34308) steht:

Das beste Rezept gegen Deflation sei es, Inflationsangst zu schüren, glaubt jedenfalls Jan Hatzius, der US-Chefvolkswirt von Goldman Sachs. Die US-Behörden hätten mit ihren milliardenschweren Aktionen nicht nur das Kreditgeschäft und den Konsum im Sinn, sie wollten auch die Inflation anheizen. Soll das gelingen, können die Pakete nicht groß genug sein.

Diesen Verdacht hege ich schon länger. Die Deflations-Behauptungen sind - wie schon 2002 - der vorgeschobene Grund, eine Mega-Inflation anzuheizen. Man braucht dafür ja ein "Vorzeige-Argument" um sich hinterher nicht schuldig fühlen zu müssen. Dieses Vorzeige-Argument ist die "Sorge vor Deflation" - technisch unterfüttert vom Verfall der Haus- und Rohstoff-Preise.

Wirkt das Geld-Drucken dann "wider Erwarten" doch inflationär, so war das natürlich "nicht gewollt" - wiewohl es den segensreichen Nebeneffekt hat, den weltgrößten Schuldner (USA) durch inflationionäre Abwertung der eigenen Währung ("Leitwährung Dollar") von der Schmach der Rückzahlung zu befreien. Je stärker die Fed ins Füllhorn der "Maßnahmen" greift, umso stärker signalisiert sie, dass niemand in USA ernsthaft daran denkt, die sich immer höher auftürmenden Schulden jemals zurückzuzahlen. Die "Lösung" wird irgendwann ein Hyperinflation à la Weimar samt Währungsrefom sein.

Danach heißt es dann, wie am Flipper-Tisch: "Same player shoots again!".

 

He's a pinball wizard, there has to be a twist,

a pinball wizard, got such a supple wrist..."

THE WHO

 

Bei der Fed müsste es eher heißen: got such a subtle risk

Der USA Bären-Thread 203254
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Anti Lemming:

Die "IT-Revolution" und das Internet suggerieren

8
03.12.08 09:20

noch immer, dass die Welt sich auf einem technologischen Zukunftspfad befindet und Elendsperioden wie die Große Depression auf den Friedhof der Weltgeschichte gehören. Doch wenn es an's Eingemachte geht - sprich: um das liebe Geld oder besser dessen Mangel - , ist die US-Wirtschaft nur noch drei Steinwürfe vom Rückfall in die Steinzeit entfernt.

Bernanke und Paulson versuchen zurzeit in einem letzten Gewaltakt, am Fass der Liquidität sämliche Hähne aufzureißen, um den Geldmangel künstlich zu ersäufen. Mehr Geld ohne entsprechend produzierte Waren bedeutet jedoch zwangsläufig Inflation. Der Geldmangel wird zwar formal beseitigt (es gibt wieder genug Geldscheine) und die Bilanzen mit dem "Frischgezapften" wunschgemäß frisiert, doch die Kaufkraft des Dollars wird schwinden. Die Geldüberflutungs-Notmaßnahmen der Fed sind hastig vorgenommene Nacht- und Nebelaktionen ohne jegliche Nachhaltigkeit.

Die eigentliche Nagelprobe kommt, wenn diese Mega-Verschuldung auf dem Weltmarkt über die Emission weiterer US-Staatsanleihen "refinanziert" werden muss. Tritt dort ein Käuferstreik ein - was ich befürchte - , dann wird es der Fed nicht besser gehen als der deutschen Hypo-Real-Estate, deren Staatsfinanzierer Depfa sich ebenfalls mangels Substanz nicht mehr auf dem freien Markt refinanzieren kann.

Dann heißt es für die Fed und USA nur noch: Daumen runter.

Vor diesem - todernsten - Hintergrund ist nur noch lachhaft, wenn "Anstandsdame" Merkel hier zu Lande die Banken "auffordert", doch bitte mehr Geld zu verleihen. Ex-Ossi-Naivität prallt auf Real-Kapitalismus.

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schlauerfuchs:

Ein bisschen Inflation könnte helfen

8
03.12.08 09:24
Prof. Gerhard Illing von der LMU München hat am 7. Mai 2008 in der Süddeutschen Zeitung zu dem angesprochenen Inflations-Szenario bereits einen Beitrag veröffentlicht.

Ich stelle eine Kopie ein, die man hoffentlich lesen kann.
(Verkleinert auf 39%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 203259
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Malko07:

Wir erleben derzeit eine

14
03.12.08 09:37
Deflation in fast allen Anlageklassen. Die ist sicherlich real und keine Behauptung. Inzwischen schlägt sich der Verfall der Rohstoffpreis auch im ganz normalen Leben nieder. Die Güter des täglichen Bedarfs werden billiger oder die Preiserhöhungen gehen erheblich langsamer vor sich. Diese Entwicklung ist nicht nur bei uns so. Diese deflationären Tendenzen wirken momentan noch massiver in den USA. Demnächst müssen die Statistiken in die andere Richtung manipuliert werden. Dazu auch:

www.ariva.de/...n_den_Fehler_dass_sie_t348181?pnr=5151048#jump5151048

Uns ist ja weitgehend bekannt, wie seit über einem Jahr in den USA die Liquidität forciert wird. Nach den üblichen Sprüchen soll sowas ja schon in 6 Monaten wirken. Die Wirkung ist momentan genau seitenverkehrt. Natürlich ist das, nicht nur für die USA, eine Katastrophe. Um die US-Probleme "sanft" anzugehen, wäre eine etwas stärkere Inflation mit einem einhergehenden kontrollierten Verfall des $ notwendig. Aber man bekommt nicht immer was man braucht.  Die Fehlerquelle Mensch ist unberechenbar. Selbstverständlich bleibt eine hohe Inflation nicht ausgeschlossen. Bevor man massiv long geht, sollte man mindestens zu dieser Problematik eine gefestigte Sicht haben. Sowohl Deflation als auch eine starke Inflation sind Gift für Aktienkurse. Ob wir den Weg dazwischen finden werden? Könnte sein, dass wir die alten Hochs 10 Jahre nicht wieder sehen. Trotzdem sind bei einem Kauf im Bereich des Tiefs Kursgewinne innerhalb von wenigen Jaheren möglich. Ich werde auf jeden Fall die Ergebnisse des 4. Quartals abwarten und hoffen bezüglich der Abschätzung der Rezession einen Schritt weiter zu sein.
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Malko07:

#34331: Auch bei einer

9
03.12.08 10:25
Inflation zur Angleichung der Einkommen an die Hauspreise gibt es nicht nur Gewinner. Ich meine jetzt nicht die Gläubiger, die im Ausland sitzen. Auch in den USA werden die Einkommen nicht mit der Inflation mithalten können. Dazu liegt der Arbeitsmarkt schon zu stark am Boden. Es gibt deshalb nicht wenige Volkswirte die glauben, dass es für eine derartige Strategie zu spät ist.
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permanent:

Veränderung der Lebenshaltungskosten

2
03.12.08 11:00

Die Veränderung der Lebenshaltungskosten (Inflation/Deflation) wird an einem Warenkorb gemessen. Hierbei zählt nur die Veränderung des Niveau und nicht die der Einzelpreise. 
Inflation wird aufgrund der daraus entstehenden Lohn-Preis-Spirale gefürchtet.
Deflation wird aufgrund der daruas resultierenden Kaufzurückhaltung in Erwartung weiter fallenden Preise gefürchtet. Hieraus kann sich eine Abwärtsspirale entwickeln.
Eine moderate Erhöhung der Lebenshaltungskosten somit eine minimale Inflation ist wünschenswert und wird von den Zentralbanken und Regierungen angestrebt. In diesem Szeanario entwickelt sich die Wirtschaft laut Lehrbuch am Besten und Stabilsten.
Ich will hier nicht auf Erhebungsmethoden -Kernrate, Hedonistik, statistische Spielereien, Manipulationen usw.- eingehen.

Vielmehr möchte ich gerne über die Deflation und die daraus gefürchtete Abwärtsspirale sprechen:
Zunächst einmal klingt es logisch, dass sich Konsumenten mit ihren Ausgaben, in der Hoffnung weiter fallender Preise zurückhalten. Bei Lebensmitteln -diese will ich ausklammern- ist die Situation anders da es sich um Dinge des täglichen Bedarf handelt. 


Am Beispiel der Informationstechnologie und Unterhaltungselektronik zeigt sich nach meiner Auffassung das Sektordeflation -die in diesem Bereich  normal ist- nicht in Konsumzurückhaltung münden muss. Ein LCD oder Plasma TV ist in den letzten Jahren für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich geworden. Erstaunlicherweise waren es nach der Gruppe der Meinungsführer (in der Hauptsache Technikfreaks) und Unterhemenskunden (für schöne Präsentationen)  zunächst die Oberschicht, gefolgt von der Unterschicht die sich zunächst diese Geräte in ihr Wohnzimmer stellten. Die Mitttelschicht folgte als letzte Gruppe.

Zur Zeit hat die globale Kaufzurückhaltung nach meiner Auffassung zwei Gründe:
1. Amerikanische Konsumenten müssen nach Jahren des Überkonsum sparen.
2. Weltweit haben Konsumenten Angst vor der Wirtschaftskrise es kommt zum Angstsparen.

Beide Gründe haben nichts mit Deflation oder Deflationserwartungen zu tun. Zur Volkswirtschaftlichen Theorie:
Ist ein Stück Deflation oder anders ausgedrückt, die Tatsache, dass sich Menschen vom gleichen Einkommen immer mehr leisten können in modernen funktionierenden Volkswirtschaften nicht einfach Normalität. Besagt das nicht genau die durchaus belegbare  These des Skaleneffekt oder der Economies of Scale??

Hier einmal eine detaillierte Erläuterung zur Auffrischung des Gedächnis:

Economies of Scale

sinkende Erzeugungskosten je Produktionseinheit mit steigender Ausbringungsmenge. Kostenverminderung (Degression) als Folge der Aufteilung der Fixkosten auf einen wachsenden Ausstoß, sodass die Durchschnittskosten fallen.

Skalen- oder Größenvorteile. Durch die Ausweitung der Produktionsmenge ergeben sich verminderte Durchschnittskosten. Wichtigste Ursache ist die sog. Fixkostendegression. Bei höherer Kapazitätsauslastung werden die Fixkosten auf eine größere Produktionsmenge aufgeteilt. Hiermit verbunden ist die Strategie der Kostenführerschaft durch Produktion auf Lager und Massenfertigung.

Massenproduktionsvorteile, die in Form von Kostenersparnissen bei wachsender Ausbringungsmenge auftreten. Begründet sind diese Vorteile durch produktivitätssteigernde Spezialisierung, durch Lernprozesse (zunehmende Erfahrung) oder durch Kapazitätsgrößenvorteile. Unteilbare Anlagen werden besser genutzt, oder Produktionsfaktoren können billiger beschafft werden. Skaleneffekte treten auf, wenn die langfristig en Durchschnittskosten (Stückkosten) sinken, d.h. die Gesamtkosten nehmen langsamer zu, als die ausgebrachte Menge. (Gegenteil : Diseconomies of scale)

Economies of scale sind konstante oder zunehmende Skalenerträge. Der Skalenertrag die Erhöhung der Ausbringungsmenge x kann in Abhängigkeit vom Prozeßniveau durch den Prozeßstrahl dargestellt werden. Wenn eine homogene Produktionsfunktion vorliegt, können die beiden folgenden Fälle unterschieden werden. Eine proportionale Erhöhung des Prozeßniveaus k kann

1. zu einer proportionalen Erhöhung der Ausbringungsmenge x führen (konstante Skalenerträge),

2. zu einer überproportionalen Erhöhung der Ausbringungsmenge x führen (zunehmende Skalenerträge).

Gegensatz: diseconomies of scale Führt die proportionale Erhöhung des Prozeßniveaus k zu einer diskontinuierlichen Erhöhung der Ausbringungsmenge x, so liegt eine inhomogene oder heterogene Produktionsfunktion vor.

Heterogene Produktionsfunktionen weisen bei Prozeßniveauvariationen keine einheitlichen Werte für die Elastizität a der Ausbringungsmenge x in bezug auf das Faktoreinsatzniveau 2 auf.

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Anti Lemming:

Ansonsten hilft nur Stockpicking

5
03.12.08 11:01
;-)
(Verkleinert auf 71%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 203283
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Kicky:

UBS prophezeit für S&P Anstieg um 53% in 2009

6
03.12.08 11:28
da wir ja alle auf den Turnaround warten hier mal ne typische Analystenprognose,wie man sie gerne hört aber kaum glauben kann schon gar nicht von UBS und von David Bianco,der für 2008 16% Anstieg prophezeit hatte:
By Alexis Xydias

Dec. 3 (Bloomberg) -- Global stocks will withstand a “full-blown” recession and surge in 2009 as cheap valuations and efforts by governments to restore confidence in the financial system lure investors back to equities, UBS AG said.

The Standard & Poor’s 500 Index, which tumbled 42 percent to 848.81 this year, may rally 53 percent to 1,300 by the end of 2009, David Bianco wrote in a note dated yesterday. The New York-based strategist, who a year ago predicted a 2008 advance of 16 percent for the S&P 500, is now forecasting a gain that would exceed the index’s best annual performance on record.

The U.K.’s FTSE 100 Index may increase 41 percent from yesterday’s close to 5,800 in 2009, while the FTSEurofirst 300 Index may climb 25 percent from current levels, Zurich-based UBS said in separate notes.
“The consensus outlook for 2009 is a full year of gloom,” Bianco, 33, wrote in his 2009 market outlook. “We believe 2009 will bring signs of a dawn in confidence with the first faint light appearing earlier than most investors expect.”

The S&P 500 climbed 13 percent from an 11-year low on Nov. 20 as the government agreed to protect New York-based Citigroup Inc. from further losses and the Federal Reserve stepped up efforts to unfreeze credit markets. This year’s slump gives investors a chance to buy the biggest “growth” stocks in the S&P 500 at “deep discounts to intrinsic value,” according to Bianco, who recommends energy, technology and industrial shares.

Cheaper Valuations

The benchmark for U.S. equities is valued at 11.3 times the estimated earnings of its 500 companies, data compiled by Bloomberg show. The S&P 500 on average over the past five years has traded at 19.5 times the reported profit of its companies.

The U.K.’s FTSE 100, which is currently valued at 7.4 times profit, may climb to 5,800 next year, based on a price-earnings multiple of 13, strategist Gareth Evans wrote in a separate note. Price-earnings valuations may climb to lift the FTSEurofirst 300 Index 25 percent from current levels, a team of London-based strategists led by Nick Nelson forecast.
European per-share earnings will still tumble 25 percent as the euro-zone economy contracts 0.9 percent, they said.

“The macroeconomic and corporate profit outlook for 2009 is horrible,” Nelson’s team wrote. “But share prices have moved well ahead of this and are now pricing in a multi-year recession/depression.”
The brokerage also forecast gains for Latin American markets and recommended Brazilian equities.
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Gutscheine für alle?Konjunkturprogramm 2.0

5
03.12.08 11:49

So ein Schwachsinn. Eine Steuerreform zur Entastung der Mittelschicht wäre die richtige Antwort. Zunächst könnte ein Anfang mit der Abschaffung der kalten Progression gemacht werden. Wenn die Bürger dann ihren Gehaltszellte Januar in der Hand halten schieben sie den Konsum schon an.

Permanent

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Gutscheine für alle?Konjunkturprogramm 2.0


Allen Dementis zum Trotz denken SPD und CDU verstärkt über ein zweites Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Wirtschaftskrise nach. Denkverbote gibt es dabei ausdrücklich nicht. Die SPD plant dazu für Januar eine Konferenz in Berlin. Dazu würden Bürgermeister und Kommunalpolitiker aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck der dpa.
 
"Wir wollen von vor Ort direkt erfahren, wo wir mit weiteren Investitionen helfen können", kündigte er an. Es stünden Milliarden zur Verfügung. Gleichzeitig sollten Städte und Kommunen informiert werden, wo sie ab Januar Bundeshilfen abrufen könnten. Auch die CDU-Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, Günther Oettinger und Jürgen Rüttgers, regten mehr Investitionen an.
 
Richtung noch unklar
 


Die SPD-Spitze ist sich aber noch uneins über weitere Maßnahmen zur Konjunkturförderung. Parteichef Franz Müntefering, Finanzminister Peer Steinbrück und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hätten sich bislang nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen können, berichtet die "Rheinische Post". Steinmeier habe sich offen gezeigt für Münteferings Forderung nach Ausgabe von Konsum-Gutscheinen. Steinbrück habe dies abgelehnt.
 
Das Lauterbach-Konzept
 
In der SPD-Bundestagsfraktion stellte laut "Süddeutscher Zeitung" der Abgeordnete Karl Lauterbach ein nicht abgestimmtes Konzept für solche Konsum-Gutscheine vor. Es enthält den Vorschlag, einen Gutschein über 500 Euro an alle erwachsenen Bürger zu verschicken, mit denen Konsumgüter gekauft oder Handwerkerrechnungen beglichen werden könnten. Wirksam wird der Gutschein demnach nur, wenn er mit einem Eigenanteil von 200 Euro aufgestockt wird, wobei die Zuzahlung für Sozialhilfe- und Hartz-IV-Empfänger entfällt. Auch Kinder und Jugendliche müssten nichts drauflegen, erhielten dafür aber lediglich 250 Euro.
 
Laut Modell haben die Bürger nach der Zustellung des Gutscheins acht Wochen Zeit, ihn einzulösen. Danach verfällt er. Die Firmen, die die Gutscheine entgegennehmen, können diese mit der Steuer verrechnen. Banken und Versicherungen allerdings dürften die Schecks nicht annehmen. Damit solle verhindert werden, dass die Summe gespart werde, heißt es in dem Konzept. SPD-Vize Andrea Nahles habe sich hinter das Konzept gestellt.
 
Ein "Strohfeuer" entfachen
 
In der Wirtschaft stoßen Konsum-Gutscheine auf Ablehnung. Sie entfachten wie in den USA "bestenfalls ein Strohfeuer", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, warnte davor und erklärte, ein Großteil der Summe würde investiert in Dinge, die "man ohnehin kaufen wollte". Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger dagegen befürwortete einen solchen Schritt in der "Berliner Zeitung". Er riet aber, Gutscheine auf Menschen mit einem Jahreseinkommen unter 63.600 Euro – der Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherungen – zu beschränken.
 
Koch fürchtet um das Weihnachtsgeschäft
 
Hessens Ministerpräsident Roland Koch nannte die Debatte in der "Passauer Neuen Presse" "absolut kontraproduktiv", weil die Erwartung solcher Gutscheine die Menschen mitten im Weihnachtsgeschäft eher vom Einkaufen abhalte.
 
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel findet die Gutschein-Debatte unspannend: "Das ist ein Vorschlag, da können sie auch zu dem Bauern auf den Hof gehen, ihm die Sau wegnehmen und ein Kotelett zurückbringen und ihm sagen, er soll glücklich sein. Das ist nicht unser Ansatz", sagte Niebel bei n-tv.
 
Oder lieber für neue Straßen?
 
Oettinger und Rüttgers machten sich – ähnlich wie es Bundestagsfraktionschef Volker Kauder auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart – für andere Konjunkturhilfen stark. "So könnte man noch einmal zwei Milliarden Euro in den Ausbau der Bundesfernstraßen stecken, die Programme zur Stadtsanierung weiter ausbauen oder Schulen und Hochschulen mit modernstem Klimaschutz ausrüsten", sagte Oettinger der "Augsburger Allgemeinen". Rüttgers will den Bau neuer Kohlekraftwerke fördern, um die Konjunktur anzuschieben, ohne staatliches Geld auszugeben. Es sei möglich, "Geld zu mobilisieren, das bei den Energieversorgern vorhanden ist. Dazu müssten nur die Investitionsbedingungen etwa beim Emissionshandel verbessert werden."
 
Offiziell wollen die Koalitionsspitzen im Januar erörtern, ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

n-tv

Antworten
permanent:

2009 wird das Anno horribilis der Autoindustrie

 
03.12.08 11:57

2009 wird das Anno horribilis der Autoindustrie  Der USA Bären-Thread 5151864

03.12.2008, 11:02 Uhr

Es deutete sich schon lange an. Nun die Gewissheit: Seit der Wiedervereinigung sind noch nicht so wenige Autos zugelassen worden wie in diesem Jahr. VDA-Präsident Wissmann sieht eine Talfahrt von ungekannten Ausmaßen. Artikel

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Ischariot MD:

#337, Die beste Entlastung wäre

2
03.12.08 12:05
natürlich die Entlastung für MICH  ;o)
Aber im Ernst: Die Konjunkturschecks mögen in den USA anwendbar sein, nicht aber in Deutschland. Weil damit ein riesiges Faß aufgemacht und perpetuiert werden würde. Ich sehe die Wahlkampfforderungen der Herren/Damen Nahles, Scholz, Bofinger, Lauterbach und noch weiter links für die Jahre 2009 ff schon vor mir, in denen "endlich wieder" Steuerschecks für "Bedürftige" versprochen werden, und das alle paar Jahre wieder, und bald definiert die begünstigte Schicht bereits ihr "Grundrecht auf Konjunkturschecks"  :o(
Politik in D ist in mancher Hinsicht halt schwieriger als in den USA ...
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Anti Lemming:

Chinesen machen Bogen um Banken

6
03.12.08 12:30

Auf einen Bailout durch asiatische Staatsfonds können marode Banken vorerst nicht mehr setzen, den Chinesen reicht die bisherige "Bescherung" mit Blackstone und ähnlichem Fallobst aus der Bankenlandschaft.

 


FTD

 

Nach Milliardenverlusten

Chinesen machen Bogen um Banken


Sie sollten die Retter des Finanzsystems sein: Große Hoffung ruhte darauf, dass die Chinesen mit ihren Währungsreserven europäischen und US-Banken beispringen. Doch wegen schlechter Erfahrungen halten sich die staatlichen Investoren aus Fernost lieber zurück.

Den Chinesen ist die Lust am Einstieg in amerikanische und europäische Banken gründlich vergangen. Der 200 Mrd. $ schwere Staatsfonds China Investment Corp. (CIC) macht nach den bisher enttäuschenden Engagements beim Wall-Street-Haus Morgan Stanley und der Beteiligungsgesellschaft Blackstone erst einmal einen weiten Bogen um den Finanzsektor.

"Momentan würde ich den Teufel tun, mein Geld in Bankenaktien anzulegen", sagte CIC-Chairman Lou Jiwei am Mittwoch auf einer Konferenz in Hongkong. "Die Rettungspolitik der Staaten ist nicht klar. Was passiert, wenn die Banken pleite gehen? Dann würde ich alles verlieren", sagte Jiwei. Im vergangenen Jahr erwarb der Staatsfonds für 5 Mrd. $ einen Anteil von knapp zehn Prozent an Morgan Stanley und stieg mit 3 Mrd. $ bei Blackstone ein. Seit dem Einstieg verloren die Aktien beider Gesellschaften rund dreiviertel ihres Werts.


CIC steht mit den negativen Erfahrungen nicht allein. Auch die China Development Bank erlitt heftige Verluste. Im Juli 2007 stieg sie für 2,8 Mrd. $ bei Barclays ein und legte im Juni 2008 um weitere 202 Mio. $ nach. Im Zuge einer Kapitalerhöhung wurde der Anteil jedoch verwässert. Inzwischen ist er nur noch knapp 580 Mrd. $ wert.

Gefahr für Bankenrekapitalisierungen

Für das weltweite Finanzsystem ist die Skepsis der Chinesen eine schlechte Nachricht. Viele Banken werden nach Einschätzung von Analysten in den kommenden Monaten weitere Wertberichtigungen vornehmen müssen, was ihre Eigenkapitaldecke auszehren könnte. Große Hoffnung ruhte darauf, dass Staatsfonds die Rekapitalisierungen mit tragen. Verweigern sich die staatlichen Gesellschaften, droht ein Finanzierungsengpass im größeren Stil.

"Die Engagements chinesischer Investoren in amerikanische und europäische Banken sind zum Scheitern verurteilt", sagte Li Jing, Analyst bei Ping An Securities. "CIC sollte Einstiege vermieden, solange die Kreditkrise nicht ausgestanden ist. Nicht nur sind die Turbulenzen noch nicht vorbei. Die Chinesen haben auch keine Erfahrung, wie sie mit den Unternehmen umgehen sollen", sagte Jing.

China verfügt über Währungsreserven in Höhe von 1800 Mrd. $. Größtenteils legt die Volksrepublik ihr Kapital in amerikanischen Staatsanleihen an. Da diese Papiere aber nur geringe Renditen abwerfen, setzte die Regierung in Peking den Staatsfonds CIC auf, der auch in höher rentierliche Anlageklassen wie Aktien und Unternehmensanleihen aktiv werden soll.

FTD

Antworten
Malko07:

#34334: Wir befinden uns nicht in einem

17
03.12.08 12:35
normalen wirtschaftlichen Zyklus. Wir befinden uns in einer riesigen Finanz-/Kredt-/Bankenkrise. Kann mir in diesem Zusammenhang jemand erklären, wie diese Krise enden soll, wenn der Verfall der Hauspreise (indirekter Auslöser) nicht zum Stillstand kommt?

Weshalb sollte aber ein noch kreditwürdiger US-Amerikaner jetzt ein Haus kaufen, wo doch die Preise täglich niedriger werden und die Kreditzinsen weiter fallen? Damit er das Risiko eingeht, ein Haus in einem Neubauviertel zu kaufen, das demnächst verslumt weil zu viele wegziehen? Weshalb sollte er das zusätzliche Verschuldungsrisiko eingehen, wo er doch auch noch Angst um seinen Arbeitsplatz hat? Nur vweil Bernanke mit der Gelddruckmaschine droht?

Es wurden grundsätzliche Fehler gemacht. Man hätte gleich am Anfang die Banken stützen/kapitalisieren müssen und die Zinsspielereihen hätte man sich schenken können. Nein, man glaubte mit den erhöhten Zinsmargen die Banken am Leben zu halten. Ein totaler Fehlgriff. Anschließend glaubte man ein politisches Zeichen setzen zu müssen und entließ Lehman in die Pleite. Dies löste den Schock aus, der bis heute nicht überwunden ist, aus. Die Einlagesicherung musste erhöht werden und wurde richtig teuer. Man hätte gleich die Einlagesicherung erhöhen müssen und Banken auffangen müssen. Dann wollte man den Banken in großem Umfang den Schrott aufkaufen und musste eine Woche später zur Rekapitalisierung umschalten.

Begonnen hatte das ganze mit den übertriebenen Zinssenkungen und dem zu lange andauernden Niedrigzins unter Greenspan. Bernanke spielte dann mit der Muskulatur und trieb den Zins ohne Bestandsaufnahme nach oben und den gesamten Markt in die Katastrophe. Da hätten einige Hausaufgaben gemacht gehört, bevor es mit dem Zins nach oben geht. Es hätte ausgefeilten Regulierungen für die Finanzwirtschaft bedurft. Es hätte Gesetzesänderungen bezüglich Kredite und deren Abwicklung bedurft. Die geistig Beschränkten dachten, der Markt kommt schon klar damit.

Bis heute zieht sich der Faden absoluter Unfähigkeit durch diese Krise. Wieso sollte sich das, bei gleichem Personal und Mentalität, die nächsten Wochen  ändern? Wieso glaubt jemand, Bernanke hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen, wo er sich bis heute durch absolute Unfähigkeit auszeichnete. Ja, er hat eine Doktorarbeit über die große Depression geschrieben. Allerdings konnte bis jetzt keiner nachprüfen, ob die Schlussfolgerungen einen Cent Wert sind. Volkswirtschaft ist nämlich keine klassische Wissenschaft. Sie beruht im wesentlichen auf falsch wiedergegebenen Erfahrungen. Nicht grundlos treiben sich in diesem Bereich so viele Ideologen rum.

Wieso sind wir da wo wir sind? Die Verantwortlichen waren offensichtlich nicht in der Lage über ihre Fußspitze hinaus zudenken. Sie akzeptierten riesige Handelsungleichgewichte über Jahrzehnte. Der Markt sollte angeblich das lösen was man ihn nicht lösen lassen  wollte. Wie kann ein Marktmechanismus unter total manipulierten Bedingungen wirken: Währungsrelationen, Arbeitsbedingungen, Löhne, Umwelt?
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lebigmacke:

#34329

2
03.12.08 13:07
Ich hege schon seit längerem einen ähnlichen Verdacht. Mir ist der Ölpreisanstieg im heurigen Jahr größtenteils sehr suspekt vorgekommen. Auf jeden Fall wurde durch den Ölpreisanstieg das Inflationsempfinden der breiten Bevölkerung geändert. Zuerst war es alamierend, dass die Inflation über dem Ziel der EZB liegt (2%), nicht einmal ein halbes Jahr später sind wir alle froh, wenn die Inflation nur mehr bei 3% liegt.

Der Haupttreiber für das was uns die Regierungen als Inflation verkaufen, war in den letzten Monaten nun einmal der Ölpreis. Könnt ihr euch vorstellen, dass "böse Spekulanten" gegen den Willen der US Regierung den Ölpreis auf 147$ treiben können? Oder war es den USA und vielleicht auch der EU ganz recht so?

Im Grunde ist es doch so, dass die USA aus ihren Schulden nur durch Inflationierung wieder herauskommen.

Grüße aus Münster.
Respektiert meine Autorität!!!
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Mortgage Applications Index Soars 112.1 Percent in

3
03.12.08 13:14

US Mortgage Applications Surge by Record Amount

Der USA Bären-Thread 5152185

Mortgage applications surged by the largest amount on record last week as a new Federal Reserve program pushed interest rates down to their lowest level in more than 3 years.

BofA, Merrill Job Cuts May Be 3 Times Worse

Der USA Bären-Thread 5152185

Bank of America could end up cutting 30,000 jobs as it moves to absorb Merrill Lynch, three times as many as previously estimated, sources told CNBC.

 

Mit Posting 34334 wollte ich keine Debatte zur Verharmlosung der Finanz- und Bankenkrise entfachen. Es ging mir lediglich um die Feststellung, dass Defaltion alleine noch kein Desaster sein muss, so wie es immer dargestellt wird. Wohlstandsgewinne enstehen durch Produktivitätsfortschritt. Produktivitätsfortschritt ermöglicht Verteilungsspielraum in Form höherer Löhne, steigender Gewinne und/oder sinkender Veräußerungspreise. Hierzu dienten meine Denkanstöße zu Skaleneffekten:
http://www.ariva.de/...haltungskosten_t283343?pnr=5151598#jump5151598

Bericht 1 in diesem Posting wird an der Börse soeben als Erfolg der Reflationierungspolitik gefeiert. Mehr Anträge auf Refinanzierung erhöhen den Ausgabenspielraum.

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ADP Arbeitsmarktbericht könnte für Bewegung sorgen

 
03.12.08 13:31

RegionHSBC T&BKonsenserwartungLetzter Wert
     
USAADP-Arbeitsmarktbericht, Nov. (14.15)***-230.000-200.000-157.000

Gruß

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Maxgreeen:

news

3
03.12.08 14:18
U.S. Nov. ADP employment index down 250,000 as expected
"Kluge leben von den Dummen. Dumme leben von der Arbeit"
Robert Lembke
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Malko07:

#34343: Mit den wirklichen

9
03.12.08 14:19
Produktivitätsfortschritten sieht es schon einige Zeit nicht mehr so toll aus. Die Produktvermehrung, bei gleichzeitig sinkenden oder stabilen Preise, beruhte die vergangenen Jahre schon sehr stark auf sehr billigen Arbeitskräften. Fabriken auf Wanderschaft zu Arbeitnehmern, die sehr wenig verdienen und nicht sozial abgesichert sind, bei fast voller Steuerfreiheit, subventionierten Energiepreisen und wo keine Rücksicht auf die Umwelt genommen werden musste. Das ist sicherlich kein Spiel welches länger funktioniert und so einfachen aber richtigen Einsichten widerspricht, die der alte Kapitalist Ford schon hatte: Die Arbeitnehmer sollten so viel verdienen, dass sie in der Lage sind die Produkte auch zu kaufen die sie herstellen. Ein Resultat dieser Fehlentwicklung sind die riesigen Handelsungleichgewichte, der wahre Grund der aktuellen Krise.
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wawidu:

@malko - # 34341

8
03.12.08 14:24
Selbst wenn es in Kürze zu einer Stagnation beim Verfall der Hauspreise käme, würde dies die Finanz-/Wirtschaftskrise noch nicht mal ansatzweise mildern, geschweige denn beheben. Dafür hat sich ein zu großer Berg an diversen ökonomischen Verwerfungen mit vielschichtigen positiven Rückkopplungseffekten (sind für das "System" negativ!) aufgebaut. Aus "Pandoras Büchse" kommt immer noch wachsendes Ungemach. Ich bin gespannt, was noch alles darin lauert.
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November Layoffs Hit Highest Level in Seven Years

2
03.12.08 14:30

November Layoffs Hit Highest Level in Seven YearsLAYOFFS, ECONOMY, JOBS, ADP, CHALLENGER, CHALLENGER, GRAY & CHRISTMAS, JOBS REPORT, LAYOFFSReuters| 03 Dec 2008 | 08:27 AM ET

November layoffs at U.S. firms surged to their highest monthly level in nearly seven years during November, led by the financial and auto sectors, according to separate reports released Wednesday.

 

Job cuts announced in November totaled 181,671, up 61 percent from October and 148 percent higher than November 2007, when job cuts totaled 73,140, outplacement firm Challenger Gray & Christmas said in a report released on Wednesday.

A separate report by ADP Employer Services put the November job cuts at 250,000 jobs.

The November planned layoffs was the largest monthly toll since January 2002, when employers announced a record 248,475 planned layoffs.

The most dramatic job cuts cited for November was Citigroup's plan to reduce its payroll by 52,000 employees.

Overall, financial sector layoffs announced totaled 91,356 in November, the report said.

 

John Challenger, chief executive officer of Challenger, Gray & Christmas, said that while the financial sector struggled and the automotive sector continued to see heavy job cuts, slower spending by consumers and businesses was causing layoffs in other sectors of the economy to climb as well.

Historically, the holiday spirit said to prevail in December has not kept the hand off the job chopping block, Challenger noted.

"Many employers make last-minute staffing adjustments to meet year-end earnings goals," he said.

ADP also said it revised the number of jobs cut in October to 179,000 from the originally reported loss of 157,000.

Economists had expected the ADP report to show 200,000 private-sector jobs were lost in November, according to the median of forecasts in a Reuters poll. The 24 forecasts ranged from a drop of 350,000 to a decline of 175,000.

The ADP Employer Services report was jointly developed with Macroeconomic Advisers LLC

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Retail Tracker Slashes Holiday Sales Forecast

 
03.12.08 14:47

SL Anpassung für meinen Wal-Mart Short:

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http://www.ariva.de/Wal_Mart_Silber_t283343?pnr=5142481#jump5142481

Retail Tracker Slashes Holiday Sales Forecast

RETAIL, RETAIL SALES, DISCOUNT, SALES, SHOPPING, SHOPPERS, ONLINE, HOLIDAY SHOPPING, HOLIDAY CENTRAL,WALMART, WMT, ECONOMYReuters| 03 Dec 2008 | 08:10 AM ET

A leading consumer research firm slashed its 2008 holiday retail sales forecast to a 3.5 percent drop from last year Wednesday, far worse than its previous call for a 1 percent decline.

America's Research Group said the move follows "disappointing" Black Friday survey data showing that shoppers were sticking to budgets and checking gifts off their lists by snapping up deeply discounted doorbuster specials.

 

On Nov. 12, company founder and Chief Executive Britt Beemer forecast that the shrinking U.S. economy would usher in the first decline in holiday sales in almost a quarter century of holiday spending surveys. On Nov. 30, he said he expected to lower his estimate.

"I thought I was going to reduce my forecast but I thought I was going to go to minus 2 versus minus 3.5," he told Reuters in an interview.

"When you look at the numbers, you see that over the weekend consumers were frugal and focused, staying within their budgets and concentrating on the deals and advertised specials," said Beemer. He cited data from the third installment of the America's Research Group/UBS Christmas Survey conducted during the Black Friday weekend that marks the start of the holiday shopping season.

 

  • The Cost of 12 Days of Christmas

    More consumers are mostly finished with their holiday shopping this year than a year ago, leaving retailers less room to squeeze out more sales.

     

    Just over 19 percent of the 809 shoppers surveyed said they had finished 90 percent or more of their holiday shopping, compared with 13.6 percent last year. Nearly two-thirds of the respondents, or 63.1 percent, said they would finish their shopping in three days or less.

    Disciplined shoppers were making lists and sticking to them, Beemer said. For example, 70.2 percent of consumers polled said they stayed within their budgets.

    The survey showed that 88.1 percent of shoppers turned out for "early bird" specials on Black Friday and the same number said they bought items they saw advertised.

    Of the consumers who said they planned to shop over the weekend, 37.0 percent shopped on Friday and another 37.0 percent did not shop at all, the highest numbers in over a decade, according to the ARG/UBS, which has an error factor of plus or minus 4.5 percent.

    Blue Christmas?

    The U.S. economy has been in a recession since December last year. Job losses are mounting amid a global credit crunch that has made it more difficult for consumers to buy now and pay later.

    As a result, demand for everything from cars to restaurant meals has fallen as worried consumers pay down debt and squirrel away cash.

    None of that bodes well for retailers, who traditionally move from losses to profits during the holiday shopping frenzy, and some analysts are calling this the worst sales environment in almost two decades.

     

    Retailers started slashing prices long before the holidays -- a strategy that boosts revenue and clears inventories but sacrifices profits.

    Beemer said Wal-Mart Stores appears to be one of the industry's few winners.

    The company, known for its aggressive discounting, has been outperforming rivals as the economy has weakened and the trend appears to be holding true this holiday season.

     

    According to the survey 61.3 percent of consumers said they shopped at Wal-Mart for gifts, compared with 59.3 percent last year.

    Beemer is expecting tepid sales up until the final weekend before Christmas, "when retailers get even more desperate."

    After studying shoppers for nearly 30 years, he thinks consumer behavior is changing in ways that could endure for some time.

    "Consumers have a new shopping pattern. I don't see things getting better any time soon. I think this is what we're going to be into for a long, long time," Beemer said.

     

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