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Der USA Bären-Thread


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permanent:

Maschinenbau erleidet stärksten Auftragseinbruch s

5
01.12.08 13:56

ROUNDUP: Maschinenbau erleidet stärksten Auftragseinbruch seit sechs Jahren

13:41 01.12.08

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weltweite Wirtschaftskrise hat den deutschen Maschinenbauern den stärksten Auftragseinbruch seit sechs Jahren beschert. In rasantem Tempo brachen im Oktober die Order der ausländischen Kunden weg, die rund drei Viertel des Geschäfts ausmachen. Insgesamt erhielt die deutsche Schlüsselbranche im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent weniger Aufträge. Die Nachfrage aus dem Ausland schwand noch stärker um 19 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt mitteilte. Das Inlandsgeschäft gab um 10 Prozent nach. Seit Monaten bröckelt die Nachfrage wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Zuletzt hatte die mittelständisch geprägte Branche 2002 ein solch hohes Minus verbucht.

Trotz der schlechten Daten erwartet der Verband aber nach wie vor ein Produktionsplus von fünf Prozent für dieses Jahr - das wäre das fünfte Wachstumsjahr in Folge. Im kommenden Jahr soll das Geschäft stabil bleiben. "Es macht doch keinen Sinn, aufgrund eines einzelnen Monatswerts daran zu rütteln", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. "Wir müssen deswegen keine Maschinenbau-Krise ausrufen." Für das laufende Jahr sei das Ziel gesichert, da die Produktion in den ersten neun Monaten um 8,2 Prozent gewachsen sei. "Wir gehen im Schlussquartal zwar von niedrigeren Wachstumsraten aus, aber nicht von einem Rückgang." Der Auftragsbestand reiche im Schnitt noch für 6,2 Monate. "Das ist deutlich über dem langjährigen Mittel."

 

'HÄTTE SCHLIMMERES ERWARTET'

Von einer kollektiven Investitionszurückhaltung wollte der Verband nicht sprechen und warnte vor Panikmache. "Ich hätte ein noch schlimmeres Abschneiden erwartet", sagte Wiechers. "Dass eine eins statt einer zwei vorne steht, ist schon fast beruhigend." Nach vier sehr guten Jahren hatten die Maschinen- und Anlagenbauer erstmals im Mai rückläufige Bestellungen hinnehmen müssen. Der zyklische Abschwung wurde durch die hohen Rohstoffpreise in der ersten Jahreshälfte und die Finanzkrise verschärft.

Hohe Einbußen erlitten im Oktober vor allem die Hersteller von Druck- und Textilmaschinen, von Baugeräten sowie von Maschinen für die Elektroindustrie. "Neu hinzugekommen zu den Verlierern sind die Werkzeugmaschinenbauer wegen der Absatzkrise in der Autobranche." Positiv verlaufe dagegen weiterhin das Geschäft der Energieindustrie- Zulieferer, der Landtechnikhersteller sowie der Produzenten von Gießereimaschinen. Die Spanne bei den Auftragseingängen reiche von plus 30 bis minus 50 Prozent.

SCHLECHTE STIMMUNG

In dem weniger von kurzfristigen Schwankungen beeinflussten Dreimonatszeitraum August bis Oktober ergibt sich ein Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hier ging die Nachfrage aus dem Inland um 2 Prozent und aus dem Ausland um 12 Prozent zurück.

Der mittelständisch geprägte Maschinenbau ist mit rund 968.000 Mitarbeitern im Inland und einem Umsatz von 190 Milliarden Euro einer der führenden deutschen Industriezweige.

Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist nach einer Umfrage der DZ-Bank so schlecht wie schon lange nicht mehr. Für das kommende halbe Jahr erwarten 24 Prozent von 1.500 befragten Unternehmen eine Verschlechterung der Geschäftslage. Vor einem halben Jahr hatte dieser Anteil erst bei neun Prozent gelegen. Am pessimistischen sind die Auto- und Metallindustrie. Trotz der trüben Aussichten beurteilten noch 76 Prozent (Frühjahr: 85 Prozent) der Firmen ihre Lage als gut bis sehr gut. Die Umfrage wurde im September durchgeführt./mt/das/rg

Quelle: dpa-AFX

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permanent:

Wal-Mart & Silber

4
01.12.08 14:04

Meine Silberposition ist per SL aus dem Depot geflogen:
http://www.ariva.de/...9_80_angehoben_t283343?pnr=5101743#jump5101743

Anpassung des SL auf meinen Wal-Mart Short vom Freitag:
http://www.ariva.de/...US_Konsumenten_t283343?pnr=5123588#jump5123588

Neuer SL bei 0,45€ gesetzt.

Gruß

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permanent:

Buffett's Approach to Investing is Dead: Dr Doom

3
01.12.08 14:06
Contrade 121:

Landesbanken und Sanio....

4
01.12.08 14:07
Kommt Sanio eigentlich vom Sanieren ;-))

Im Ernst, der Sanio redet doch nur Quark und sollte seinen Hut aufgrund des Mitverschuldens an der Landesbankenmisere. Es fällt, u.a. in seinen Aufgabenbereich die Kreditinstitute und Finanzdienstleister in Deutschland zu überwachen.

Landesbank(en) sind ein wichtiger Teil der Sparkassen bei Finanzierung größerer Projekte, v.a. im Auslandsgeschäft. Die Unternehmen, egal ob Mittelstand, Kleinunternehmer oder Großkonzern, arbeiten seit Jahren auf dieses Basis mit öffentlich rechtlichem Sektor zusammen. Daher kommt auch der Marktanteil von knapp 50% der öffentlich-rechtlichen Instituten. Davon können die Geschäftsbanken ja nur träumen - das auch zu recht, denn sie finanzieren nicht das kleinteilige Geschäft - da muss schon entweder ein Genosse oder öffentlich-rechtlicher her.

Das Problem mMn, an der ganzen Geschichte sind unzureichende Qualifikation der Vorstände/Aufsichtsgremien. Hey, 30 Mrd. in den Sand setzen... das ist schon harter Tobak. Oder wie die WestLB, Sachsen LB u.a. .... Mann, Mann....

Die Politiker verhindern leider eine adäquate Konsolidierung - entsprechend werden wir immer noch mind. 4-5 Landesbanken haben. Vielleicht in 10 Jahren 2 - Süd- und Nordbank.... das wäre dem Steuerzahler nur zu wünschen.


Nichtsdestotrotz
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Contrade 121:

wenn wir schon beim Thema sind...

2
01.12.08 14:13
www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...Haus/445754.html

5 Jahre um 1.000, davon 200 im Ausland, Arbeitsplätze abzubauen - also da kriegst echt die Krise... so was unflexibles...
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CaptainAmeri.:

@Malko

4
01.12.08 15:16
"mit der Ausgabe der Staatsanleihen wurde ja "Geld" dem Markt entzogen. Damit hat sich für jetzt und auch für die Zukunft bezüglich der Liquidität nichts geändert (unter der Annahme, dass der Staat das eingezogene Geld wieder ausgegeben hat). Gestiegen ist eventuell die Staatsverschuldung."

NEIN, das stimmt nicht. Beim QUANTITATIVE EASING kauft die Fed gegen NEUES GELD Staatsanleihen von der Treasury.
Antworten
CaptainAmeri.:

PS

2
01.12.08 15:27
Im von AL diskutierten Zusammenhang hast Du recht (Kauf durch Hedgefonds), nicht aber beim Quantitative Easing. Das erhoeht die Geldmenge UND die Staatsverschuldung in einem. Und seit September hat dieses QE das Fed balance sheet mehr als verdoppelt. Das QE ist die Quelle der zukuenftigen Inflation. Die ueberschuessige Liquiditat rechtzeitig wieder abzuziehen -- wie es die Theorie verlangt -- ist historisch nie gelungen, weil es an politischen Widerstaenden scheitert.
Antworten
Malko07:

#34229: Nicht so schnell.

5
01.12.08 15:40
Die deutsche Bundesbank übernimmt die laufende und operative Bankenaufsicht (§7 KWG). Dies umfasst
- die Auswertung regelmäßiger Berichte und Meldungen sowie
- die Prüfung, ob die Eigenkapitalausstattung und die Risikosteuerung angemessen sind (Prüfungen nach § 44 KWG).)


Die BaFin hat also nicht alleine gepennt. Aber wir reden ja hier über eine Landesbank:

Bis auf zwei Ausnahmen (HSH Nordbank AG, WestLB AG) sind die Landesbanken in Deutschland Anstalten des öffentlichen Rechts. Als solche unterstehen sie der staatlichen Aufsicht in den jeweiligen Ländern. Landesbanken entsprechen heute im Kern den früheren Staatsbanken, aus denen sie auch meist hervorgegegangen sind. Durch politische Einflussnahmen ihrer Gewährträger entsprechen sie international Staatsbanken oder gelten alternativ als „scheinprivate Unternehmen“.

Auch die KfW untersteht nicht der Aufsicht der BaFin, sondern den entsprechenden Bundesministerien. Die BaFin muss dann jeweils hoheitlich den Scherbenhaufen zusammen kehren.

Die im obigen Posting angeführten Geschäftspraktiken haben nur wenig mit dem realen Leben zu tun. Reine Zockerbuden, dabei sogar überflüssige. Auch der gegenseitige Institutsschutz (Sparkassen, Landesbanken) hat sich so richtig bewährt. In diesem öffentlich rechtlichen Sauladen gehört aufgeräumt - auch bei den Sparkassen.
Antworten
Malko07:

CaptainAmerica (#34231), nicht einfach

7
01.12.08 16:00
Schlagwörter in die Welt setzen. Etwas tiefer erläutern, z.B. an Beispielen. Ansonsten wird eine Diskussion verdammt schwierig. Besonders an Hand von Begriffen, über die es viele Auffassungen gibt.

Seriöse Quellen bezweifeln, dass die Fed schon beim quantitative easing angekommen sind und bei weitem nicht in allen Fällen fördert der Aufkauf von Staatsanleihen durch die Fed  irgendwann die Inflation ( www.econinfo.de ):

Hat die Fed die Druckerpresse angeworfen?
In letzter Zeit liest man immer häufiger, dass die Fed eine Politik des “quantitative easing” betreibe. Traditionellerweise versteht man darunter den direkten Ankauf von Staatsanleihen durch die Zentralbank, wodurch direkt die Geldmenge erhöht wird. In der Presse wird gerade die massive Ausweitung der Fed-Bilanz um gut 100% seit Anfang September mit einer Politik des quantitative easing gleichgesetzt - wie Tim Duy schreibt, ist dies aber falsch - diese Ausweitung der Bilanz ist nur notwendig zur Finanzierung der Liquiditätsmaßnahmen der Fed, d. h. sie wirken der Geldmengensenkung durch die Verkleinerung der Bankbilanzen entgegen. Insofern wirken die Maßnahmen nur wie eine Monetarisierung der Staatsschulden, die sterilisiert wird. So lange die Fed nicht zu einer unsterilisierten Übernahme der Staatsanleihen übergeht, wird sie nicht aus der Liquiditätsfalle herauskommen - wie der Fall Japans ja hinlänglich gezeigt hat.

Nach Duy ist das Schlimmste, dass anscheinend die Mitglieder der Fed der Meinung wären, dass sie bereits einen Politikwechsel hin zu quantitative easing betrieben hätten - was darauf schließen lassen würde, dass die Fed die Wirkung ihrer Politik nicht mehr versteht.

Tim Duy weisst übrigens auch darauf hin, dass die Senkung des Leitzins auf 0% jetzt keinerlei Wirkung mehr hat, deswegen sind die Diskussionen darüber auch müßig - die Fed könnte sich also viele Überstunden sparen, indem sie den Schritt zu 0% auch gleich macht (um der öffentlichen Erwartung gerecht zu werden).

Zum Begriff quantitative easing - sorry, bin gerade zu faul, um eine gute Übersetzung zu erarbeiten (LEO gibt als 1. Näherung “Lockerung der Geldmengenpolitik”, was aber zu kurz greifen würde, da damit auch eine normale Zinssenkung oder Ausweitung der Offenmarktpolitik gemeint ist): Die japanische Zentralbank führte diesen Begriff ein um ihre Anti-Deflationspolitik in den 1990er Jahren zu beschreiben. Hierzu gehörten vor allem diese drei Maßnahmen (geklaut von Sam Jones, FT Alphaville):

1.  Eine Erhöhung der Reserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank um die Kreditvergabe zu stimulieren, und dadurch die Geldmenge zu steigern.

2. Aufkauf von Anleihen um den Markt mit Bargeld zu versorgen, ohne eine Sterilisation der Geldmenge vorzunehmen, mit dem Ziel, die Renditen am Geld- und Anleihemarkt zu senken.

3.Null-Prozent-Leitzins-Politik

Zur Zeit betreibt die Fed also Maßnahmen 1 und 3, wobei die Erfahrung zeigt, dass die Politik erst wirksam wird, wenn alle drei Maßnahmen zusammenkommen.
Antworten
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#34235

CaptainAmeri.:

@Malko (#34234)

6
01.12.08 16:14
Ich verstehe Deinen Einwand, dass das bisherige Easing nur die Verluste bei den Banken ersetzt. Ich habe aber zwei Probleme damit:

(1) Die Loecher in den Bankbilanzen sind Geld, das nicht primaer die monetary base (M0) betrifft, sondern nur Kredite, die aufgrund fractional reserve banking, also M1, abgeschrieben werden muessen. Das neue Geld geht aber direkt auf M0 und kann in der Zukunft wegen fractional reserve banking einen zehnmal so hohen Betrag darstellen als der, der jetzt vermeintlich nur ersetzt wird.

(2) Abgesehen davon wird die Fed auf noch weiteres, in Deinem Sinne "echtes" Easing nicht umhinkommen, weil die jetzigen Monetisierungen die Junk-Schulden von den Banken auf die Fed verschieben. Das geht voll auf die Kreditwuerdigkeit des Staates, dessen Aktie seine Waehrung ist. Sobald aus diesem Grund eine Flucht aus den Anleihen und der Waehrung stattfindet, wird sich der Staat anders als durch "echtes" Easing nicht mehr finanzieren koennen. Dieser Weg ist vorgezeichnet und aus meiner Sicht nicht mehr zu vermeiden.
Antworten
Anti Lemming:

Fed-Bilanz schwillt auf 2.200 Milliarden Dollar

15
01.12.08 16:17

Quantitative Easing

Fed-Bilanz schwillt auf 2200 Milliarden

von Tobias Bayer (Frankfurt)

Die amerikanische Notenbank lässt nichts unversucht, um die Krise einzudämmen. Dabei kauft sie massenweise problematische Wertpapiere auf. Wie alte wissenschaftliche Untersuchungen von Fed-Chef Bernanke zeigen, wird der Kaufrausch wohl anhalten.




Historische Zeiten erfordern historische Schritte. Die US-Notenbank Fed verdoppelte allein in den vergangenen vier Monaten ihre Bilanzsumme auf inzwischen 2200 Mrd. $. Doch das könnte nur der Anfang sein. Einige Experten gehen schon davon aus, dass die Summe in den kommenden Wochen und Monaten auf bis zu 6000 Mrd. $ anschwellen könnte.

"Die Notenbank darf sich hier nicht wie eine prüde Jungfrau verhalten. Wir durchlaufen eine gefährliche Phase. Deshalb muss die Fed alle mögliche Arten von Wertpapieren kaufen", sagte Vince Reinhart, Forscher am American Enterprise Institute und ehemaliger Fed-Mitarbeiter, in einem Interview.

Die Fed stemmt sich mit aller Macht gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise. Nicht nur senkte sie den Leitzins von 5,25 Prozent Mitte September 2007 auf inzwischen 1,0 Prozent. Sie kaufte und sicherte auch massenweise Wertpapiere ab. Das geschah beispielsweise beim Notverkauf von Bear Stearns an JP Morgan Mitte März, bei dem die Notenbank 29 Mrd. $ an problematischen Papieren garantierte. Ähnliches vollzog sich im Fall des angeschlagenen Versicherers American International Group (AIG) und des Finanzkonzerns Citigroup.


Bernanke widmete sich der Frage schon 2004

Hinweise auf das, was bevorstehen könnte, findet sich in der wissenschaftlichen Literatur. Denn: Die Personen an den Schalthebeln der Macht äußerten sich in der Vergangenheit zustimmend zu Wertpapierkäufen in großem Stil. 2004 veröffentlichte Notenbankgouverneur Ben Bernanke gemeinsam mit Vince Reinhart und Brian Sack eine Analyse unter dem Titel: "Monetary Policy Alternatives at the Zero Bound". Übersetzt bedeutet: "Geldpolitische Alternativen bei Nullzinsen".

Darin untersuchten die drei Ökonomen die Wirksamkeit des "Quantitative Easing" - das ist der Fachausdruck für die Ausweitung der Bilanzsumme der Notenbank - und zogen ein optimistisches Fazit: "Wir finden empirische Hinweise, dass Vermögenskäufe der Notenbank in großem Stil die Renditen beeinflussen können."

In ihren Ausführungen zitierten sie auch ausführlich die Arbeiten Christina Romers zur Großen Depression. Die Forscherin von der kalifornischen Berkeley-Universität stellte die These auf, dass die aggressive Geldpolitik der Notenbank in den 30er-Jahren Schlimmeres verhinden half. Romer wurde vor kurzem zur wirtschaftlichen Beraterin des designierten US-Präsidenten Barack Obama ernannt.

Positive Erfahrungen in Japan

Bernanke, Reinhart und Sack fanden Belege für ihre These sowohl in den USA als auch in Japan. In den USA analysierten sie drei Perioden: Die Zeit der verringerten Emission von Treasuries Ende der 90er-Jahre während der Clinton-Regierung, den Aufkauf von amerikanischen Staatspapieren durch ausländische Regierungen zwischen 2002 und 2004 und die Marktspekulationen im Jahr 2003 über mögliche direkte Bondrückkäufe Washingtons. Das Ergebnis: In allen Fällen wurden die Renditen beeinflusst.

Auch die Erfahrungen in Japan stützten die These, dass "Quantative Easing" wirksam sei. "Es findet zwar kein starker Beweis dafür, dass die Bank of Japan erfolgreich war. Immerhin war die langfristige Rendite niedriger als in den vorausgegangenen Jahren. Das gibt der Möglichkeit Raum, dass die Politik positive Effekte hatte", schrieben Bernanke, Reinhart und Sack.

Die große Frage lautet nun: Wie wird die Fed in den kommenden Monaten vorgehen? Einige Experten verweisen auf den Markt für Unternehmensanleihen. Momentan haben die Unternehmen Schwierigkeiten, ihre Schulden zu refinanzieren. Investoren rechnen derzeit mit mehr Ausfällen als zu Zeiten der Großen Depression - und fordern deshalb eine hohe Verzinsung, was die Schuldenlast der Firmen deutlich erhöht.

Der Zinsaufschlag für Anleihen von Emittenten guter Bonität über Staatsanleihen lag im November laut Merrill Lynch bei 6,39 Prozent. Das ist der höchste Wert, seitdem Merrill Lynch den Index berechnet. Die Datenreihe reicht bis in das Jahr 1996.

Denkbar wäre nun, dass die Fed die Palette an akzeptierten Sicherheiten ausweitet oder sogar Unternehmensanleihen direkt aufkauft. Auch andere Notenbanken tragen sich mit dem Gedanken. In Japan trifft sich die Zentralbank am Dienstag zu einer Notsitzung. Thema: Verhinderung einer Kreditklemme und Ausweitung des Sicherheitsspektrums. Da Fed-Chef Bernanke schon einmal das Beispiel Japan hervorgoben hat, wird er nach Ansicht der Experten auch diesmal genau hinschauen.

FTD

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Anti Lemming:

Fazit

2
01.12.08 16:17
Die Krise ist bewältigt, Amerika und der Dollar "haben fertig".
Antworten
Anti Lemming:

US-Industrie im freien Fall

12
01.12.08 16:30

Rezession in Amerika

US-Industrie im freien Fall


Schwächster Einkaufsmanagerindex seit 26 Jahren: Das verarbeitende Gewerbe in den USA befindet sich in der schlimmsten Situation seit 1982. Die Aufträge brechen weg, die Preise gehen zurück. Volkswirte erwarten für die US-Wirtschaft ein Fünfprozentminus.


Das verarbeitende Gewerbe in den USA schrumpft so stark wie seit 26 Jahren nicht mehr. Der ISM-Einkaufsmanagerindex, der am Montag veröffentlicht wurde, fiel im November von 38,9 auf 36,2 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit 1982. Ein Wert von 50 ist die Scheidelinie zwischen Wachstum und Rezession. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit 37 gerechnet.

Besonders schlecht fielen die Auftragseingänge aus. Sie fielen von 32,2 auf 27,9. Das ist der tiefste Stand seit 1980. Der Preis-Subindex ging auf 25,5 zurück. Das ist der niedrigste Wert seit 1949. "Angesichts der sich weltweit ausbreitenden Krise, ist es unwahrscheinlich, dass sich die amerikanische Industrie erholt", sagte Peter Kretzmer, Volkswirt bei der Bank of America.

Die Börsen gaben nach den Daten deutlich nach. Der Dow Jones rutschte um mehr als vier Prozent ins Minus, der deutsche Leitindex Dax notierte zeitweise sogar fünf Prozent nach.

Schwerer Einbruch im vierten Quartal erwartet


Der größten Volkswirtschaft der Welt droht eine schwere Rezession. Nachdem sie bereits im dritten Quartal um 0,5 Prozent auf Jahresbasis schrumpfte, spekulieren Volkswirte auf eine noch schlechtere Zahl im vierten Quartal. "Die wird ziemlich mies sein", sagte Joel Naroff, Präsident von Naroff Economic Advisors, in einem Fernsehinterview. Volkswirte von Goldman Sachs und Morgan Stanley rechnen mit einem Minus von fünf Prozent im vierten Quartal.

Regierung und Notenbank versuchen verzweifelt, den Abschwung zu stoppen. US-Finanzminister Henry Paulson bezeichnet die Lage als "dramatisch": "Die US-Wirtschaft stürzt in dramatischer Weise ab", sagte er am Dienstag vergangener Woche - und kündigte ein weiteres 800 Mrd. $ schweres Rettungspaket an - diesmal für den amerikanischen Häuslebauer und Konsumenten.
Schlechte Stimmung der Industrie

Ob das Krisenmanagement greift, ist allerdings fraglich. Denn nicht nur der Konsum bricht weg, auch die Exportindustrie schwächelt. Im ersten Halbjahr kurbelte der Verfall des Dollar noch die amerikanischen Exporte an. Doch im zweiten Halbjahr trübte sich der Ausblick zusehends ein - nicht zuletzt, weil wichtige Handelspartner in die Rezession rutschten.

Die Einkaufsmanager der Industrie berichteten im Oktober von den geringsten Geschäftsabschlüssen seit 1982. Vor allem die Auslandsnachfrage brach ein. "Die US-Wirtschaft ist nun in einer schweren Rezession", sagte Anna Piretti, Ökonomin bei BNP Paribas in New York. Damit droht dem gegenwärtigen Abschwung ein Ausmaß wie bei der schweren Doppelrezession 1980 bis 1982, sagte Bernd Weidensteiner, US-Experte bei der Commerzbank.

Die Auftragseingänge langlebiger Güter für Oktober fielen am Mittwoch vergangener Woche um 6,2 Prozent. Den Transport ausgeklammert, lag das Minus bei 4,4 Prozent. Der Einkaufsmanagerindex Chicago blieb mit 33,8 Zählern deutlich hinter den Erwartungen zurück.

FTD

Antworten
Malko07:

CaptainAmerica (#34236). Die sogenannten

8
01.12.08 16:35
Schrottpapiere wurden mittels "echtem Geld" erworben und werden gegen Papiere getauscht die den Bezug von "echtem Geld" erlauben oder direkt in "echtes Geld" getauscht. Damit kann auch meiner Meinung nach die Krise nicht gelöst werden. In dem gesamten Spiel fehlen nämlich die früheren Hebel. Damit Deflation wahrscheinlicher als Inflation.

Natürlich kann die Notenbank auch Geld ohne Sicherheiten verschenken (an wen?). Sofort ab diesem Zeitpunkt könnten die USA aber den internationalen Verkauf von Staatsanleihen einstellen und sich den Kopfschuss geben. Ich sehe es deshalb als unwahrscheinlich an, dass sie das tun werden. Wahrscheinlicher wird, dass immer im größerem Umfang Anleihen von Firmen durch den Staat garantiert werden und es größere Staatsbeteiligungen bei großen Firmen geben wird. Hintergrund ist da kaputte Finanzsystem und die kaputte US-Automobilindustrie. Auch bei uns wird in 2009 der Staat in einem großen Umfang  Refinanzierungen von etlichen Industriebetrieben garantieren müssen. Die Gefahr dabei ist nicht das Aufkommen einer großen Inflation sondern mittelfristig die Gleichschaltung aller Firmen, deren Einzelschicksale dann irgendwann in irgendeiner Ministerialbürokratie beschlossen werden. Breite Verstaatlichung bleibt breite Verstaatlichung, egal unter welcher Fahne sie durchgeführt wird und zerstört die Produktivität und damit den Wohlstand.
Antworten
Malko07:

#34238: Noch hält sich der US-$

3
01.12.08 16:44
sehr gut und wird es weiterhin tun (solange die Ausländer fleißig US-Staatsanleihen kaufen). Die kommende starke tiefe Rezession wird auch die USA nicht erledigen. Sogar eine längere Deflation könnten die USA nicht als Weltmacht fertig machen. Eher gehen da viele andere unter den Problemen der USA zu Grunde.
Antworten
CaptainAmeri.:

@Malko

5
01.12.08 16:46
"Natürlich kann die Notenbank auch Geld ohne Sicherheiten verschenken (an wen?). Sofort ab diesem Zeitpunkt könnten die USA aber den internationalen Verkauf von Staatsanleihen einstellen und sich den Kopfschuss geben."

Ich habe jetzt keinen Link dazu da, aber ich meine doch, gelesen zu haben, dass sie genau das jetzt tun (Geld ohne Sicherheiten).  
Antworten
CaptainAmeri.:

Spaetestens

3
01.12.08 16:50
wenn die Kreditkartenschulden auch monetisiert werden, sind wir soweit (die sind unbesichert).
Antworten
Contrade 121:

@malko07

3
01.12.08 16:52
ja klar, deshalb schrieb ich auch Mitverschulden... Die Zusammenarbeit mit der Bundesbank aber scheint gegeben zu sein.

Die BaFin ist die Instanz, die Sonderprüfungen anordnen kann. Also wenn den bis dato nichts aufgefallen ist, dann weiß ich auch nicht. Zumal die Jungs einen Extra-Experten Team zu diesem Zwecke haben.    
Antworten
pfeifenlümmel:

Vom Truthahn

6
01.12.08 17:11
liegen nur noch die Knochen auf dem Teller, die Thanksgiving Euphorie ist verflogen  und die Sorgen sind wieder da.
Antworten
Malko07:

CaptainAmerica, es wird auf jeden Fall

7
01.12.08 17:12
interessant werden. MMn wird eine Deflation, die in eine nette Depression übergehen kann, täglich wahrscheinlicher. Ich habe regelmäßig Kontakt mit entfernten Verwandten im Südwesten (sind Ende des 19. Jahrhundert ausgewandert, in den 70-ziger haben wir wieder Kontakt aufgenommen). Nach deren Schilderungen scheint sich eine Deflationsmentalität immer stärker auszubreiten. Der US-Verbraucher geht in einen Streik über, auch derjenige der noch könnte. Es wird gespart! Wenn dann der Fed-Hubschrauber unterwegs ist, wird er wahrscheinlich ignoriert werden.
Antworten
pfeifenlümmel:

Selbst der Hund mag

 
01.12.08 17:14
die Knochen nicht mehr:

Hypo Real Estate        2,85 €   +2,88%    2,77 €    16:57    2,27 M          
  Volkswagen        281,00 €   +0,23%    280,33 €    16:57    122 M          
  Fresenius Medical Care        33,24 €   -3,04%    34,28 €    16:57    26,9 M          
  Münchener Rück        103,42 €   -3,31%    106,96 €    16:57    91,0 M          
  adidas        23,55 €   -3,73%    24,46 €    16:57    22,8 M          
  Henkel Vz.        21,35 €   -3,83%    22,20 €    16:57    19,8 M          
  SAP        25,755 €   -4,05%    26,84 €    16:57    105 M          
  Metro        23,11 €   -4,11%    24,10 €    16:57    21,5 M          
  Dt. Telekom        10,41 €   -4,41%    10,89 €    16:57    139 M          
  Merck        62,96 €   -4,45%    65,89 €    16:57    18,0 M          

  BMW        18,78 €   -4,55%    19,675 €    16:57    53,5 M          
  Bayer        38,52 €   -5,31%    40,68 €    16:57    88,6 M          
  Lufthansa        9,785 €   -5,33%    10,335 €    16:57    18,7 M          
  Siemens        44,53 €   -5,40%    47,07 €    16:57    167 M          
  Dt. Postbank        15,18 €   -5,43%    16,05 €    16:57    8,02 M          
  RWE        61,68 €   -6,66%    66,08 €    16:57    128 M          
  Linde        53,55 €   -6,76%    57,43 €    16:57    28,8 M          
  Continental        34,58 €   -7,27%    37,29 €    16:57    5,40 M          
  Dt. Börse        52,10 €   -7,33%    56,22 €    16:57    54,1 M          
  Dt. Post        10,43 €   -7,62%    11,29 €    16:55    44,0 M          
  BASF        23,18 €   -7,65%    25,10 €    16:57    96,6 M          
  Infineon        1,705 €   -7,84%    1,85 €    16:57    13,3 M          
  Allianz        59,95 €   -8,07%    65,21 €    16:57    148 M          
  Commerzbank        6,595 €   -8,60%    7,215 €    16:57    47,9 M          
  ThyssenKrupp        14,58 €   -8,65%    15,96 €    16:57    50,4 M          
  Daimler        22,505 €   -8,73%    24,655 €    16:57    92,9 M          
  MAN ST        32,47 €   -8,93%    35,65 €    16:57    31,0 M          
  E.ON        25,06 €   -8,98%    27,53 €    16:57    216 M          
  Dt. Bank        25,15 €   -10,12%    27,98 €    16:57    147 M          
  K+S AG        31,44 €   -10,84%    35,26 €    16:57    51,7 M          
  Ausgewählte:   Charts vergleichen Zu Watchlist hinzufügen Zu Depot hinzufügen Im Depotspiel ordern Detailvergleich für gewählte Wertpapiere


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CaptainAmeri.:

@Malko

7
01.12.08 17:19
Ich habe bis vor einem halben Jahr selbst im Suedwesten (CA) gelebt. Die letzten Jahre sind die Preise definitiv stark gestiegen. Die Leute gehen in Kaeuferstreik ueber, das stimmt. Allerdings nicht erst seit letzten Monat, sondern schon eine ganze Weile. Die Deflationsmentalitaet kommt allein aus der anderen historischen Erfahrung gegenueber Deutschland. Ich kann nicht verstehen, wie in einem Fiatregime und bei entsprechendem Willen der Notenbank eine dauerhafte Deflation entstehen soll. Der Fall Japan ist ein schlechtes Beispiel, wie ich schon ein paar mal gesagt habe, weil ueber den YCT ein Grossteil der Liquiditaet gar nicht im Land blieb. Ausserdem war die Kreditwuerdigkeit damals noch nicht ganz so im Eimer wie heute bei USA (und Japan, EU). Bernanke wird mit Sicherheit nicht als ein Deflations-Chairman in die Geschichte eingehen wollen und daher ALLES auch noch so Absurde unternehmen, die Welt mit Dollars zu fluten.
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NavigatorC:

Manufacturing index drops to 26-year low

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01.12.08 17:21
Monday December 1, 10:24 am ET
By Christopher S. Rugaber, AP Economics Writer  
Manufacturing index drops to 26-year low as new orders, production fall


WASHINGTON (AP) -- A measure of U.S. manufacturing activity fell to a 26-year low in November as new orders dropped for the twelfth consecutive month, a trade group said Monday.
The Institute for Supply Management's monthly index of manufacturing activity fell to 36.2 from October's 38.9. The reading is worse than Wall Street economists' expectations of 38.4, according to a survey by Thomson Reuters. A figure below 50 indicates the sector is
biz.yahoo.com/ap/081201/economy_manufacturing.html
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Notsitzung der Notenbank

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01.12.08 17:28
Japan droht neues Deflationsdesaster
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Mehr als eine Dekade lang kämpfte Japan mit fallenden Preisen und rückläufigem Wachstum. Jetzt ist die Krise wieder mit voller Stärke zurück: Es rutschen soviele Unternehmen wie nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr in die Insolvenz. Die Notenbank steuert verzweifelt gegen

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...tionsdesaster/445758.html

Konjunktur
Japan vor Deflation: Notenbank schlägt Alarm
01.12.2008  Nach den Horrormeldungen über drastische Auftragseinbrüche für die heimische Industrie, steht Japan wohl bald die nächste Hiobsbotschaft ins Haus. Nach Worten von Wirtschaftsminister Kaoru Yosano steht dem Land eine Deflation bevor. Die Krise ruft auch Japans Notenbank auf den Plan. In einer eilig einberufenen Sitzung soll über die Situation beraten werden.

www.wiwo.de/politik/japan-steuert-auf-deflation-zu-379748/

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