| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Deutsche Bank AG-Kurs | 5,00 | 10,20 | 20,43 | |
| Fallender Deutsche Bank AG-Kurs | 13,98 | 15,11 | 19,70 | |
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Im Grunde genommen ein absolutes Trauerspiel.
Man hat erkannt, dass QE1+2 nicht die erhofften Wirkungen gezeitigt haben (Ausnahme: Kurzfristige Vermeidung des absoluten worst-case-Szenarios und Vorgaukelung "intakter" Verhältnisse) und dennoch sieht man keine Alternative, als diesen Weg weiter zu beschreiten.
Man kann es aktuell schon deutlich am Markt beobachten.
Allein der Gedanke an eine Neuauflage von QE3 i. V. m. einer (von zahlreichen Marktteilnehmern diesbezüglich erhofften) Konkretisierung am Freitag, lässt bereits die Preiskurven in die entsprechende Richtung tendieren.
"Heilend" haben QE1+2 nur in sehr begrenztem Umfang gewirkt (Aufwand und Ergebnis stehen m.E. - organisch betrachtet - in einem äußerst bescheidenen Verhältnis).
Ja, sie haben - zugegebenermaßen - kurzfristig die Luft zum Atmen verschafft, um das unmittelbar drohende worst-case-Szenario zu vermeiden.
Aber sie sind deshalb doch mitnichten eine Dauerlösung.
Man versucht sich mit ihnen schlichtweg Zeit zu erkaufen, da man sich anders nicht mehr zu helfen (bzw. zu einigen) weiß.
Es ist heutzutage einfach "aus der Mode" gekommen , unbequeme Wahrheiten anzusprechen, geschweige denn sie anzupacken.
Da sind wir Europäer uns mit den Amis (traurigerweise) ausnahmsweise mal einig.
Wir in Deutschland sind sowohl aus europäischer, als auch aus Sicht der USA eine im Grunde genommen eine recht konservativ - solide agierende - Nation, basierend auf katholischer und evangelischer Religionszugehörigkeít, sowie der in fast allen Haushalten im Grundsatz regierenden Abneigung gegenüber überbordendender Spekulation und "Geldmacherei" zu Lasten einer soliden Haushaltsführung.
Wir präferieren (immer noch) die sozíale Marktwirtschaft, zu deren Rechtfertigung es kein besseres Zitat geben kann, als das vom legendären Dt. Bank Bänker Hermann Josef Abs:
"Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschafteten, um Gewinne zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur lebten, um zu atmen.“
Beleg: Wir Deutschen sind absolute Hinterwäldler im Halten von Aktien oder sonstigen spekulativen Investments. Grund: Siehe oben.
Unsere Großeltern haben Krieg und Entbehrung erlebt und unsere Eltern infolgedessen Sparsamkeit und solides Haushalten.
Aber all diese - m.E. hervorragenden Tugenden - werden mittlerweile - aus verschiedensten Gründen - nicht nur untergraben, sondern geradezu lächerlich gemacht (leider auch aus den eigenen Reihen).
Es ist doch einfach nur eine Groteske, wenn selbst das europäische Ausland uns beschimpft und als Profiteure der Wirtschaftsunion (Euro, EU etc.) bezeichnet, während gleichzeitig Otto-Normalverbraucher geschröpft wird ohne Ende und sich die D-Mark ohne Globaliseriung zurückwünscht.
Wer hat Recht?
Ich weiß es nicht, weiß aber, dass man sich stets auf die einfachsten Tugenden im Leben immmer verlassen kann.
Und zu denen gehören: Soziale Marktwirschaft (kein Share-Holder-Value um jeden Preis, siehe Zitat von Abs), Sparsamkeit, Immunität gegenüber den inhumanen Auswüchsen der Globalisierung und - generell - eine bodenständige - realistische und humane - Sicht der Dinge.
Und vor allem: Sich niemals von Gier und Wahnsinn der Nachbarn anstecken lassen, sondern selbstbewusst die eigenen Positionen vertreten.
Motto: Man muss nicht jeden Unsinn mitmachen (weder den der unmittelbaren Nachbarn, noch den der Amis).
Aber: Wen interessiert´s ?
Traurig, aber (wohl) wahr.
Ich selber beziehe mein Einkommen seit ca. 8 Jahren ausschließlich aus Daytrading, bin Volljurist und habe 5 Jahre lang für eine international agierende Kanzlei gearbeitet.
Sprich: Ich verdiene meine Brötchen in einem absolut "unseriösen" Bereich (99 Tote und ein Überlebender), erlaube mir aber dennoch, meine Gedanken um das "Allgemeinwohl" im Land zu artikulieren und hoffe, dass mir aus meiner gegenwärtigen Tätigkeit kein "Strick" gedreht wird.
MfG
Cerberus
Ja, sollte man in der Tat annehmen.
Möchte dies daher auch vorliegend nicht in Abrede stellen, um Niemanden zu "gefährden" und vom rechten Weg abzubringen ;-)
Ende Juli, kurz vor dem Gipfel, welcher den dauerhaften europäischen Stabilitätsmechanismus gebar, notierten die Renditen griechischer Staatsanleihen ungefähr wie folgt:
2 Jahre: 39%
5 Jahre: 22%
10 Jahre: 18%
Nach dem Gipfel fielen die Renditen ungefährt folgendermaßen:
2 Jahre: 25%
5 Jahre: 16%
10 Jahre: 14%
Seither sind sie wieder gestiegen undzwar aktuell auf:
2 Jahre: 39,7%
5 Jahre: 20%
10 Jahre: 17%
Fazit: Die 2jährigen stehen heute im Kurs tiefer als vor dem EU-Gipfel, der vor gerade mal 4 Wochen stattgefunden hat. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Markt TROTZ erstem EU-Rettungsschirm und TROTZ EU-Stabilitätsmechanismus wieder fest an einen Staatsbankrott Griechenlands innerhalb der nächsten zwei Jahre glaubt. Was das für Banken, den Euro und die anderen Pleitestaaten bedeuten würde, ist schwer prognostizierbar, jedoch auf keinen Fall etwas Gutes.
Nun ja, nicht exakt auf deinen, sondern auf den von dir geposteten von Henry Blodget.
Tja, bei denen scheint's wirklich zu qualmen... ;-)
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Deutsche Bank AG-Kurs | 5,00 | 10,20 | 20,43 | |
| Fallender Deutsche Bank AG-Kurs | 13,98 | 15,11 | 19,70 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.795 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 02.01.26 11:22 | |
| 469 | 156.446 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 01.01.26 14:00 | |
| 55 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | ARIVA.DE | 19.10.25 10:00 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |