Ich denke schon seit einigen Jahren, dass die Charttechnik -welche bis 2001 noch blendend funktioniert hat- im klassischen Sinne nicht mehr anwendbar ist.
Zu einfach ists heute den Bigplayern mit hochvolumigen Tradingsystemen die gläubigen Anleger und Börsenbriefe immer wieder durch gefakte Ausbrüche zu veräppeln.
Ich habe meine persönliche Chartanalyse daher sinnvollerweise um folgende Regel erweitert:
Keine Trendwende ohne vorhergehende Bullen- oder/und Bärenfalle (siehe Herbst 2007, als der Dow im Oktober nochmals auf ein ATH geklettert ist). Nur typisch erscheint es mir in diesem Bild, dass wir im Herbst eine kleine Bärenfalle gesehen haben. Die kleine Bärenfalle fördert die Gewinnmaximierung weiter... (zigfach) verbrannte Bären wechseln das Lager.
Nun haben wir unsere Bullenfalle am laufen und es schaut ganz danach auch, als könnte sie bis Weihnachten die Fahne locker hochhalten... ist ja nur noch etwa ein Monat von jetzt an. Spätestens zum Jahreswechsel allerdings wird es so sicher bergabgehn, dass ich mir da sogar überlege bei passendem Umfeld zusätzlich mit "After"-Burner auf Kredit zu shorten.
Hier hatte ichs ja schon vor einer halben Ewigkeit angedeutet und nicht wirklich damit gerechnet, dass sich das bullische Umfeld noch so unfassbar lange würde halten können:
www.ariva.de/Jetzt_DIE_Gelegenheit_short_zu_gehen_t283343
Baut man die Verarschungsstrategie-Denke weiter aus, so könnte man evtl. zu dem Schluss gelangen, dass die Weihnachtrallye genau dann zuende ist, wenn absolut keiner damit rechnet. Also nicht erst am Jahreswechsel, sondern genau eine Woche vor Weihnachten.
Hier gilt es, die Medien genau zu beobachten, denn uns wird in diesem Fall das maximal denkbare "Medienverarschungsgebimmel" aufgefahren m.E. gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Sollte weitgehend verbreitet werden, dass zum Jahresbeginn erstmal mit einer guten Korrektur zu rechnen ist, so wird die Korrektur vermutlich schon VOR Weihnachten kommen.
2. Falls "keine Sau" darüber spricht, dass wir die vergangenen zwei Jahre jeweils extrem schlecht in das neue Jahr gestartet sind, bzw. darüber geredet wird, dass für alle "Experten" die Krise ohnehin schon lange überwunden ist, dann würde ich fest damit rechnen, dass wir auch beim dritten Jahrenwechsel einen deutlichen Schwenk nach unten machen, der u.U. mittelfristig durchaus wieder in die Nähe der alten Tiefs führen könnte.
Im Moment sollte man eher "auf keinen Fall" (wortwitz ick hör dir trapsen...;)) short gehen... Mein Favorit ist (2.) und wir haben täglich noch genug neue Dollars im System, die uns Luft nach oben geben.
(Verkleinert auf 53%)

