Anzeige
Meldung des Tages: Warum diese neue Germanium-News mehr bedeutet als eine klassische Explorationsmeldung
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 819  820  822  823  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.449
Zugriffe: 26.393.633 / Heute: 3.042
S&P 500 6.966,05 +0,63% Perf. seit Threadbeginn:   +377,46%
 
wawidu:

Entlarvende Dokumente (2)

7
05.04.08 00:54
Der angehängte Chart reflektiert m.E. eine der problematischsten Entwicklungen der US-Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg - ein enorm breites "Job-Top".
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 157893
Antworten
Malko07:

wawidu (20500), die Erholung

10
05.04.08 08:18
war schwach und sie lief auch noch größtenteils auf Pump. Aber in China hat sie viele Arbeitsplätze geschaffen (vorübergehend). Nur noch Hamburger zu fabrizieren und ansonsten hauptsächlich zu Spekulieren ist eben nicht der Weisheit letzter Schluss.
Antworten
metropolis:

Das Tief ist noch lange nicht erreicht

16
05.04.08 08:32

Heute bekam ich mal wieder ein Mail der dritten Art. Solange aber noch solche Mails noch massenhaft kursieren ist das Tief lange nicht erreicht. Also: Statt 2003 hätte er mal lieber 2001 schreiben sollen...

-----------------------------------------

Aus dringendem Anlass schreibt Ihnen heute der Herausgeber des xxxxx

Kaufkurs-Alarm
wie im März 2003!

Greifen Sie jetzt substanzstarke Nebenwerte ab - zu absoluten Schleuderpreisen!

3 Spitzenwerte stelle ich Ihnen hier vor - sie bringen Ihnen jetzt „fette“ Gewinne ...

Doch beeilen Sie sich: Die Zeit läuft unbarmherzig ab!

"2008 ist für uns Anleger das entscheidende Richtungsjahr. Wer sich jetzt die stärksten und preiswertesten Werte ins Depot legt, kann noch einmal Riesen-Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen. Nutzen Sie eiskalt die billigen Kurse. Dann können Sie Ihr Vermögen in den nächsten Jahren vervielfachen!"

-------------------------------------

usw usw.

Antworten
Anti Lemming:

Das Schneeballsystem der Kreditverbriefungen

16
05.04.08 10:43
Wir sind noch längst nicht am Ende der Fahnenstange (passender: Tiefbohrung).



Link dazu:
wirtschaft-querschuss.blogspot.com/2008/02/die-dominokrise.html

Auszug:

Je nach Jahr der Tranche sind im ABX Index die Kreditverbriefungen der Triple A Ratings auf 93% bis 65,5% ihres ursprünglichen Nennwertes gefallen. Hinunter geht es bis zu den BBB-Ratings, zwischen 27% und 13% des ursprünglichen Wertes der Kreditverbriefungen!...

Es ist schwierig abzuschätzen wie hoch die Wertberichtigungen sein könnten, da ständig Kreditverbriefungen herabgestuft werden und die einzelnen Tranchen immer weiter im Wert fallen. Selbst bei äußerst konservativ angenommenen durchschnittlichen 20% Wertverlust der Kreditverbriefungen nur aus den Jahren 2000 bis 2007 dürften bereits heute 2,5 Billionen Dollar an Kapital vernichtet sein. Selbst diese unvorstellbare Summe könnte nicht ganz ausreichen, denn das gesamte ausstehende Volumen der Kreditverbriefungen, die Summe der Securization von privaten und gewerblichen Immobilienkrediten, von kreditfinanzierten Firmenübernahmen [PE-Blase, A.L.], von Konsumenten,- Auto- und Kreditkartenschulden, von Studentendarlehen und anderen Krediten betrug nach Angaben des Economist, Stand Ende 2006, unfassbare 28 Billionen Dollar.

Diese Verluste sind immer noch versteckt und schlummern in den Bilanzen der Banken, Investmenthäuser und Hedgefonds! Ein Teil dieser Gift-Müllpapiere der Finanzinstitute ist als "Sicherheit" gegen frisches Geld - neue Kredite, im Besitz der Notenbanken gelandet. Prolongieren (aufschieben, verlängern) als eine Wette auf bessere Zeiten.

Der Wertverlust der Kreditverbriefungen ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. Die andere, ein wichtiges provisionsreiches Geschäftsfeld der Banken ist damit weggebrochen. 20%-30% der Gewinne der Investmentbanken generierten sich aus Kreditverbriefungen!
Antworten
Ischariot MD:

ahnungsloses Murmeltier ...

7
05.04.08 11:22

... könnte es nicht vielleicht so sein, daß die Banken mehr wissen als die EZB ?  

Banken verstehen EZB-Liquiditätspolitik nicht

NEW YORK (Dow Jones)--Nach Aussage des Direktoriumsmitglieds der Europäischen Zentralbank (EZB), Lorenzo Bini Smaghi, haben die Banken die Liquiditätspolitik der EZB noch nicht vollkommen verstanden. Liquiditätspolitik ziele auf die Stabilität der Geldmärkte ab, sagte Bini Smaghi am Freitag bei einer Rede in New York. Notenbanken seien schließlich "verantwortlich für ein angemessenes Funktionieren der Geldmärkte". Das habe die EZB bislang auch getan.

   Die EZB werde an ihrer Liquiditätspolitik festhalten, auch wenn die Banken diese "noch nicht vollständig begriffen hätten". Bei den wöchentlichen, drei- und sechsmonatigen Refinanzierungstendern würden die Banken Gebote zu viel höheren Zinssätzen abgeben und dabei "anscheinend ein Risiko einpreisen, dass überhaupt nicht existiert", erklärte das Direktoriumsmitglied weiter.

   Bini Smaghi zufolge ist es wichtig zu beachten, dass sich die Geldpolitik von der Liquiditätspolitik für die Stabilität der Finanzmärkte unterscheidet. "Das Leitzinsniveau ist das wichtigste Instrument, um Preisstabilität zu gewährleisten und sollte keinem anderen Zweck dienen", sagte das EZB-Direktoriumsmitglied. Die Geldpolitik solle sich nicht an den Vermögenswerten orientieren.

   Für die Geldpolitik sei die Verankerung der Inflationserwartungen besonders wichtig, außerdem sollte Geldpolitik vorhersehbar sein. Zu niedrige Zinsen könnten Anreize liefern, die die Stabilität der Finanzmärkte gefährden könnten, erklärte der Notenbanker weiter. 

   DJG/DJN/kth      (END) Dow Jones Newswires 

April 04, 2008 14:30 ET (18:30 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 30 PM EDT 04-04-08

http://www.finanzen.net/nachricht/...Liquiditaetspolitik_nicht_703726

 

@ jungchen: wie hat sich denn die Stimmungslage bei JP Morgan weiterentwickelt? Immer noch nix durchgesickert??
http://www.ariva.de/...chte_bei_ueber_t283343?pnr=4161861#jump4161861

Antworten
permanent:

Heute bin ich vierzig Jahre alt geworden.

14
05.04.08 14:24

 

Ich werde nun zu meiner eigenen Geburtstagsparty aufbrechen. Ich wünsche euch ein spannendes WE.

Permanent

http://www.ariva.de/Heute_ist_mein_vierzigster_Geburtstag_t325724

Antworten
Ischariot MD:

Jungspund ;o)

7
05.04.08 14:27
Happy birthday!
Antworten
Anti Lemming:

Fremont Bank (Kalifornien) steht vor der Pleite

14
05.04.08 14:47
Das wäre die größte Bankenpleite seit 20 Jahren. Auch Washington Mutual, die größte Savings&Loan-Bank in USA, und National City Corp. lechzen nach frischem Kapital. Ginge FMT bankrott, wäre dies der erste Fall, bei dem die FDIC (US-Einlagensicherungsfond) einspringen müsste, da bei der Bank auch 7 Mrd. Dollar Sparguthaben liegen.



Wall Street Journal
Housing Woes Shake Bank In California
FDIC Tells Fremont To Shore Up Capital;
By VALERIE BAUERLEIN DAMIAN PALETTA, and DAVID ENRICH
March 29, 2008; Page A1


The financial crisis threatened to claim its first casualty in the U.S. banking industry, as federal and state regulators gave a rare directive to Fremont General Corp. to shore up its operations immediately.

While the California lender's woes don't pose a threat to the broader financial system, its plight marks a new stage in the turmoil that began last summer. Regulators said the Brea, Calif., company, parent of a once highly active subprime lender called Fremont Investment & Loan, must raise new capital within the next 60 days or sell its banking subsidiary.

If it can't comply, Fremont could be subject to seizure by regulators, making it the biggest U.S. bank failure in 20 years. If regulators felt Fremont was making progress, they could modify the enforcement action to give Fremont more time.

For insured depositors, to be sure, no matter what happens to Fremont, their accounts would be covered up to $100,000 by the U.S. government's Federal Deposit Insurance Corp. The FDIC insures certain retirement accounts up to $250,000.

Fremont's troubles come as regulators over the past several weeks have started demanding that banks, especially small and midsize ones, get more aggressive at marking down the value of loans they're holding and that they correspondingly beef up their reserves. That is likely to force an increasing number of banks to raise fresh capital, experts say. At the same time, as mounting defaults take a toll on banks, the FDIC and other regulators say they are bracing for more lenders to fail.

No sizable federally insured bank has been brought to its knees during the credit squeeze and housing downturn, despite the collapse of many nonbank mortgage specialists and heavy losses forced on many large commercial and investment banks. Close scrutiny from regulators and the bread-and-butter business of collecting inexpensive deposits tend to insulate federally insured banks. But the tightening noose around Fremont shows how things can shift.

"It's an indication that banks that appeared well-capitalized a year ago could be in trouble," said Zach Gast, an analyst at the Center for Financial Research and Analysis, a forensic-accounting firm that is part of RiskMetrics Group.

Fremont disclosed Friday that the FDIC had issued a "prompt corrective action" order on Wednesday requiring it to raise capital or be sold, according to a filing with the Securities and Exchange Commission. "The financial condition of Fremont General Corporation, the company having ultimate control over the Bank, continues to deteriorate," the FDIC said in the order.

Along with the California Department of Financial Institutions, the FDIC set a May 26 deadline to raise the capital. At the same time, the regulators said the bank can't seek capital by offering depositors higher interest rates than the rates prevailing in the California market. In addition, the bank won't be allowed to make capital payments to its parent or an affiliate, or pay bonuses to bank executives.

In a statement, Fremont said there is "no assurance" it will succeed in developing a strategy to comply with the directive. A Fremont spokesman declined further comment.

Fremont doesn't appear likely to attract a federal rescue such as the one arranged for Bear Stearns Cos. Bear, a major Wall Street investment bank, had huge, complex exposure to other companies and creditors that could have provided a systemic shock to financial markets in the event of its collapse. Fremont's exposure is more isolated and contained.

Fremont was founded in 1937 and was long a sleepy Central Valley lender with fewer than two dozen branches. But it became an example of a company that emerged from the shadows during the housing boom and grew into a substantial player in subprime loans, those to borrowers with weak credit. At the peak of the boom, Fremont was one of the top 10 U.S. originators of subprime loans, thanks to practices that included loose underwriting and aggressive marketing to brokers.

Fremont was hardly a household name. All of its 22 retail branches were in California, and it didn't advertise directly to consumers with TV ads or newspaper pitches. Yet from 2004 to 2006, Fremont made $81 billion in high-interest-rate loans, fourth-highest among U.S. lenders, according to a Wall Street Journal analysis of lending data filed with federal regulators. Nearly all of its home mortgages were subprime loans, which then were bundled into pools, sliced up and sold off to investors.

Fremont aggressively wooed mortgage brokers, the middlemen who are supposed to help borrowers get the best deal from lenders. Fremont offered extremely flexible loan terms, meaning that approval was easy to get for even shaky borrowers. What's more, Fremont richly rewarded mortgage brokers who persuaded borrowers to opt for its most-expensive subprime loans -- in some cases, even if the borrowers had good enough credit to qualify for so-called prime loans.

According to securities filings, out of 60,000 loans securitized and sold by Fremont in 2005 and 2006, about 12% were issued to borrowers with credit scores of at least 700 -- well within the range that typically qualifies a borrower for prime terms.

Fremont's lending added fuel to some of the hottest real-estate markets, from Southern California to New England. But its underwriting practices and broker incentives drew sharp criticism from some regulators.

In March 2007, the federal government forced Fremont to stop making subprime loans and to cease operating with management whose "policies and practices are detrimental." The company agreed to the order and sold its subprime division. Fremont was permitted to keep its commercial real-estate operations, but the FDIC required the bank to shore up this business line and improve risk management.

In October, Massachusetts Attorney General Martha Coakley filed a suit against Fremont General and its banking unit, Fremont Investment & Loan, alleging that they were offering risky products such as 100% financing and "no documentation" loans that were unfair and deceptive.

Fremont denies wrongdoing. In a court filing in November, it said that without access to its loans -- often requiring a lower standard of proof of income, assets and credit history than traditional lenders -- "many Massachusetts residents who are homeowners today would never have been able to purchase homes." Last month, a Massachusetts court issued a preliminary injunction saying Fremont couldn't foreclose on mortgages in the state without checking with the attorney general.

Fremont was also a key player in Florida, one of the markets hardest hit in the real-estate slump. In 2005, at the housing boom's peak, Fremont made nearly 5,000 high-rate mortgages in the Miami/Miami Beach/Kendall metro area, making it the second-biggest subprime lender there.

Fremont submitted a capital-restoration plan last August, but the FDIC rejected it as "unacceptable," according to regulatory filings. The bank submitted a new capital-restoration plan on Nov. 9. But on March 17 of this year, the company told the FDIC that this plan was "obsolete," according to the FDIC.

The company, which hasn't filed financial results since Sept. 30, has been seeking a buyer for months. It installed a new CEO and executive team in November and a new board in January.

The FDIC has given "prompt corrective action" notices to only 13 other banks since it started releasing public data on these directives in 1993. Six of those banks failed, some within weeks of the notice. Such notices typically only come when a bank has very low capital levels or is at risk of failure. (Federal bank regulators often issue less-stringent public and private enforcement actions against banks.)

There have only been five bank failures since July 2004. But federal regulators have warned of more potentially insolvent institutions, particularly banks with high exposures to risky commercial real-estate loans.

After the savings-and-loan crisis of the late 1980s, Congress passed a law that required early intervention in problem banks -- known as "prompt corrective actions" -- to prevent troubled banks from digging themselves into a deeper hole. The 1991 legislation was called the Federal Deposit Insurance Corporation Improvement Act.

When a bank fails, the FDIC either transfers insured deposits to another bank or writes the account-holder a check for the insured amount of the deposit. Fremont's bank currently holds about $7 billion in deposits. Roughly 80% are federally insured, according to FDIC data. It is possible for customers with uninsured deposits to recoup a portion of their losses, but there is no federal guarantee on that money. The government's deposit-insurance system is funded by premiums levied on banks, but ultimately taxpayers stand behind the fund.

Theodore Kovaleff, a bank and thrift analyst at New York brokerage Sky Capital, said that in his view, Fremont is unlikely to be able to raise new capital because of the uncertainty surrounding the company. "One has absolutely no idea at all what the value behind the shares is," he said. "We don't know what's going to get written off."

The best hope for Fremont might be a federally engineered sale at a fire-sale price, or a deal structured in a way that cushions the buyer from some liabilities. For example, the 1983 purchase of Seafirst Corp. by BankAmerica Corp., a predecessor of Bank of America Corp., included new nonvoting preferred shares that left Seafirst shareholders bearing the financial risk of bad loans for five years. Also, Chemical New York Corp. -- now part of J.P. Morgan Chase & Co. -- was able to spin off problem energy and real-estate loans into a separate bank when it bought Texas Commerce Bancshares Inc. in 1987.

Some larger lenders also are trying to bolster depleted capital levels. Washington Mutual Inc., the nation's largest savings-and-loan, and National City Corp., a Cleveland-based bank, have hired investment bankers to help them raise cash, say people familiar with the matter. National City is also exploring a possible sale of itself. The capital-raising efforts haven't been successful so far.

-- Rick Brooks and Ruth Simon contributed to this article.
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 157929
Antworten
Anti Lemming:

Interview mit Bär Fred Sheehan

5
05.04.08 17:52

Market Commentary
A Conversation With Fred Sheehan
By Hewitt Heiserman 

Street.com, 4. April 2008

 

 

 

Fred Sheehan is co-author of Greenspan's Bubbles, with Bill Fleckenstein. A contributor to Marc Faber's Gloom, Boom & Doom Report and a former market strategist with John Hancock, Sheehan told clients eight years ago that U.S. credit markets were at risk. I recently caught up with Sheehan from his Boston office to learn how we got into this mess and what we can do to protect our net worth. An edited transcript of our conversation follows.

Fred, how did you go from studying history at Annapolis to studying the world financial markets?

By way of the Navy, then business school and finally to Hancock. I wrote my eighth-grade term paper on the 1929 stock market crash, so this progression seems to have been foredoomed.

What is the state of the U.S. financial markets now?

 

The bond market is not functioning. It is priced for a depression. The stock market is volatile -- but at least it trades.

Equities don't seem concerned about a recession, even though the lifeblood of corporate America --commercial paper, junk bonds, bank lending, etc. -- is frozen. Some think the government's recent activities will solve these problems. But money-center banks will stay out of the lending business for at least a year. At this point in the credit cycle, when losses and erosion of reserves are still mysteries, banks are reluctant to lend. A year from now will be too late to prop up the economy that has relied on credit cards and loans. Profit growth is harder to achieve when banks don't lend money.

The Fed has been busy. Are they helping things or hurting?

Four things concern me.

First, the fed funds rate is 2.25%, down from 5.5%. The Fed's goal here is to increase liquidity to the credit markets and to support stocks. But at these low rates, Chairman Bernanke can't cut much further. He doesn't have many more bullets in his gun; soon he'll be shooting blanks.

Second, the Fed's balance sheet is in ruins. It is lending banks and other financial institutions its Treasury portfolio in exchange for all kinds of stuff. Before the credit markets seized, the Fed had about $870 billion in assets, including around $700 billion of Treasury securities. We don't know exactly what securities the Fed is accepting as collateral, but my bet is they're taking the worst paper. It would be rated CCC by an outside auditor.

Our financial system has regressed from a currency that was redeemable into gold, to fiat currency that was backed by the Federal Reserve System's U.S. Treasury securities. Now, the dollar is backed by mortgage securities that banks and brokers can't sell. The investment firms are in the early stages of writing off bad paper; they'll need plenty more good paper just to meet their reserve requirements. What can the Fed do? Nothing, except ask for the Treasury to print money.

Third, the Fed started loaning Treasury paper to primary dealers on March 7. This unsettling behavior heralds a new era for the Fed, since they are now funding the banking system and the brokerage industry. This compromises the Fed's authority; they wouldn't have gotten involved unless the brokers demanded it -- in effect, telling the Fed they couldn't function. The Fed no longer has the balance sheet to help the credit markets. Broker-dealers hold about $3 trillion in assets, or four times the Fed's assets. What the Fed offered the brokers is just a drop in the bucket, and yet the Fed is practically tapped out.

Fourth, Fannie Mae (FNM) and Freddie Mac (FRE) have the green light to make $200 billion in loans, but their delinquencies and defaults are rising. They can't escape higher write-off rates in the future, since they are so large -- they are the market, and the housing market is getting worse.

These GSEs are also highly leveraged. Fannie is at 20-to-1 without off-balance-sheet guarantees, 75-to-1 with. They are raising more capital, but if default rates continue to rise, there is a good chance their capital bases will be wiped out. Normally, the Fed would not bail them out. But as recent headlines show, the Fed's appetite for bailing out financial institutions has gone well beyond its original mandate. Again, the Fed is practically tapped out. Fannie and Freddie have no room for error, and neither does the Fed.

And if Fannie or Freddie fail?

 

The government may have no choice but to nationalize them. A nationalized housing market puts us on the road towards a nationalized financial system, which will destroy the economy.

Let me give you an example. In 1913, one German paper mark was redeemable into one gold mark, meaning the country had an honest currency. By 1918, 1.6 paper marks were needed to buy one gold mark. In 1920, the ratio passed 10-to-1, and in 1922, it passed 1,000-to-1. By November 1923, it took one trillion paper marks to buy one gold mark. You've seen those famous news clips of housewives running down the street pushing wheelbarrows of money. Germans had lost faith in the Reichsmark.

The lesson here is that the Reichsbank took advantage of the people's trust for a long time before the general population wised up and rejected their currency. I fear the same loss in credibility may happen to the Fed and the dollar.

But our financial system today is a lot more sophisticated than Germany's circa 1920s. We'll never make the same mistake that Germany did.

People confuse information for wisdom.

Also, Bernanke thinks the way to fix bad economies is by printing more money. In a much-discussed speech in November 2002, the [future] Fed chair promised to drop greenbacks from helicopters if the country needed a stimulus. Combining Bernanke's thesis with the Treasury's recent proposals, I fear Washington wants to hand out enough money to homeowners to stop house prices from going down. They can do this, but only by printing so much money that a loaf of bread will cost $100.

We are much better off with deflation in the form of falling housing prices, with admittedly some people getting hurt, than inflation, which destroys all of society. Just look at the way inflation destroyed Germany in the 1920s, as I mentioned earlier.

How's the dollar reacting?

 

By lowering rates, the Fed is further debasing the greenback. A lower dollar begets additional consumer inflation -- which was already spiraling out of control.

Foreigners have warned us for years they won't buy U.S. Treasury securities and mortgage-backed securities at a rate to accommodate our home-renovation plans. With our national balance sheet destroyed and increased government spending, we're getting closer to bankruptcy. A trillion-dollar housing bailout by Congress might be the "sell" signal for foreign governments.

So you don't think the credit market problem will be fixed by this summer?

 

No. These problems have a long way to run, especially since the Fed is not letting nature take its course.

Some analysts compare the U.S. government's efforts now to Japan's efforts in the 1990s and predict these initiatives will prevent an asset price collapse. Japan didn't let its institutions fail; banks, insurance companies and industrial companies were supported through behind-the-scenes maneuvers. We're doing the same thing now.

But if we don't get the people out of houses who can't pay the mortgage, and if we don't let the bad banks fail, then the solvent banks can't make a profit. The good banks still have to compete with the bad banks, the latter which suck oxygen out of an economy that's gasping for air. By following the current course, we're not dealing with the destruction of credit directly. Our failing financial institutions need to be allowed to fail, or at best we'll follow Japan's path: 18 years of stagnation and the stock market is still down 60% from its peak.

In reality, we don't have the luxury to follow Japan's path. Our situation is more dire. Japan could borrow from itself because the national savings rate was 10% before the crash. Our savings rate is zero. Also, Japan had accumulated huge savings; we haven't. We are tapped out.

What else?

Our debt bubble isn't confined to just mortgages. It also includes credit cards, autos, commercial property and student loans.

I am also concerned about derivatives. These come in many forms. The type, I think, that will be front-page news next are credit-default swaps.

A credit default swap, or CDS, is a form of insurance. CDS's have grown to a $45 trillion market from nothing in less than a decade. JPMorgan Chase (JPM) has the greatest CDS exposure -- it sold $7 trillion of protection against default through June 2007. This is one reason the Fed paired Bear Stearns (BSC) with JPMorgan. If Bear defaulted, the financial system might follow, including Morgan. Other commercial banks with large CDS exposures include Citigroup (C) , Bank of America (BAC) and Wachovia (WB) .

These securities aren't regulated, the issuers haven't reserved for these losses, and the models don't assume a full credit cycle. What will Bernanke and Paulson do if every CDS chit is cashed in at the same time? The Bear Stearns mess will pale in comparison. 

The Financial Select Sector ETF (XLF) rose more than 7% on Tuesday. Aren't the credit markets old news now, and is Wall Street looking ahead?

This ramp was a "first day of the quarter" phenomenon, where a lot of retirement money got invested. It was not due to fundamentals. This credit market problem has a long way to run, at least two to three years.

How can [investors] protect their financial assets?

Every asset class is leveraged, including my favorites like gold, silver and platinum. There are no "safe havens" now, because investors around the world are deleveraging. If we see a $100 decline in the price of gold, the reason may be because hedge funds leveraged at 30-to-1 have to sell. Nothing is more liquid than gold, so this is what panicking hedge funds will liquidate. So you'll need a cast-iron stomach. Still, the purchasing power of gold will be much higher than the dollar bill three to five years from now. Everyone should hold real money -- all precious metals beat paper claims.

There are different ways to own gold. First, you can buy coins, such as Krugerrands. Second, there are ETFs, like [StreetTracks Gold Trust] (GLD) . Third, there are mutual funds, like Tocqueville's TGLDX.

Also, world grain inventories are the lowest level since 1972. Yes, the ethanol distortions contribute, but new supply is limited. The water tables have fallen significantly in China, India and in the United States over the past 30 years. Crop yields are falling. New cities are reducing crop land. So buy companies that make the products that farmers need, such as fertilizer and farm equipment.

Also, buy the energy commodities and the companies that help reduce the supply problems. There are plenty of these companies that trade for less than 15 times earnings -- Encana (ECA) , BHP Billiton (BHP) , Freeport McMoran (FCX) , Bunge (BG) , Valero (VLO) . 

Isn't their five-year run over?

The deleveraging of speculators may hit commodities hard, as I said. So these are investments for someone with a three-to-five-year time horizon.

Are U.S. Treasuries overpriced?

Yes, and they'll stay overpriced as long as credit concerns chase investors from ordinary money market funds into U.S. Treasury bills. The 28-day Treasury bill yield fell to 0.12% in mid-March. The popularity of Treasuries means fixed-income investors do not trust non-government paper. Government bonds are also being bid up by hedge funds getting margin calls, and who are trying to buy collateral that their primary dealers will accept. 

How do we know when the credit markets are thawing?

When yields on the 10-year Treasury go up 1.5%, to around 5%, this is a bullish sign. It means petrified investors are loosening up and are willing to venture into other bonds.

Also, watch the media. They are a contra-indicator. When CNBC gives up hope for a recovery, then this is the time to buy undervalued bonds

Any other advice?

A friend told me of a jeweler on New York's 47th Street who just bought a $130,000 necklace for $30,000 from a woman who needed the money. We are going to hear a lot more of these stories. So stay liquid. Opportunities will arise. 

You just wrote a book called Greenspan's Bubbles. Why your interest with the former Fed chair?

Greenspan's decision to cut the funds rate in late 1995 led to a stock market bubble, followed by a housing bubble. Sir Alan left the United States on the edge of ruin when he retired

Thanks, Fred.

Antworten
Malko07:

Fehlspekulationen

9
05.04.08 18:09

Finanzaufsicht fürchtet Eskalation der Kreditkrise - Gerüchte um Dresdner Bank

Mehr Risiken, mehr Abschreibungen: In der Kreditkrise steht den Banken das Schlimmste noch bevor, warnen Regierung und Bundesbank. Ein Börsenbrief spekuliert über Probleme bei der Dresdner Bank - und die Finanzaufsicht warnt, auch Versicherungen und Fonds könnten bald erfasst werden.

Der USA Bären-Thread 4166121

Ljubljana - Mahnende Worte aus Slowenien. Am Rande des EU-Finanzministertreffens in Ljubljana sagte Bundesbank-Chef Axel Weber, die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten seien noch lange nicht ausgestanden. Den Banken stehe das Schlimmste sogar noch bevor, sagte er, weil sie "Verluste nicht wie im letzten Jahr gegen ein sehr gutes erstes Halbjahr buchen können".

Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erklärte: "Es ist nicht absehbar, wann da das Tal durchschritten ist." Für das laufende Jahr will der Finanzminister dennoch an seiner Wachstumsprognose von 1,7 Prozent festhalten. Er äußerte allerdings die Befürchtung, "dass die rezessiven Entwicklungen in den USA mit einem Time Lag 2009" auch das Wachstum in Europa dämpfen könnten. Weber schloss dagegen eine leichte Korrektur seiner Wachstumsprognose von 1,6 Prozent für 2008 nicht aus.

Kaum einer kann sich mehr sicher fühlen vor den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise - diesen Eindruck vermittelt auch ein Vermerk der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin über die globalen Folgen des Kreditdebakels. Die Kernbotschaft eines BaFin-Dokumentes: Viele Risikopotentiale schlummern noch immer unaufgeklärt.

Nüchtern listeten die Finanzaufseher bis Mitte März alle veröffentlichten Verluste von Instituten in Verbindung mit der vom US-Hypothekenmarkt ausgehenden Krise auf. Sie kamen auf ein Verlustvolumen von mindestens 295 Milliarden Dollar. Inzwischen dürfte die 300-Milliarden-Marke weit überschritten sein, denn es gab in den letzten zwei Wochen neue Verlustmeldungen - zuletzt von der BayernLB. Insgesamt könnten die geschätzten Einbußen als direkte Auswirkungen der Krise bei maximal 600 Milliarden Dollar liegen, für realistischer hält die BaFin aber 430 Milliarden Dollar.

Das allerdings ist nach Einschätzung der Finanzaufseher wohl noch nicht alles. "Die indirekten Auswirkungen könnten sogar noch gravierender sein", heißt es in dem Vermerk. Hinzu kämen Verluste in anderen Bereichen des US-Kreditgeschäfts, etwa bei Kreditkarten, Autofinanzierungen, Studenten-Krediten und in anderen Sektoren, die die Krise vertiefen könnten. Die Rede ist von neuen Verlustquellen, die zwar zunächst Finanzinstitute in den USA und in Europa treffen dürften, sich darauf aber nicht unbedingt beschränken müssten. Auch Hedgefonds, Versicherer und andere Fonds könnten stärker in Mitleidenschaft geraten.

"Es ist bereits offenkundig, das die Subprime-Krise ihrer Natur nach eine globale ist, die sich auf viele Länder erstreckt hat", befinden die BaFin-Experten. Es handle sich um das erste Mal, dass eine Krise in Kernbereichen des globalen Finanzsektors ein dermaßen großes Ausdehnungspotenzial gewonnen hat und die Realwirtschaft weltweit bedeutsam beeinträchtigt, heißt es.

Laut einem Bericht des Börseninformationsdienstes "Platow Brief" könnte die Dresdner Bank wegen der US-Hypothekenkrise im ersten Quartal mehr als eine Milliarde Euro abschreiben müssen. Ein Sprecher der Allianz-Tochterfirma wollte dazu auf Anfrage nicht Stellung beziehen. Nach Angaben des Frankfurter Instituts beliefen sich die Abschreibungen per 31. Januar auf 400 Millionen Euro. Seither haben sich die Marktbewertungen strukturierter Wertpapiere aber erheblich verschlechtert. Die Ergebnisse des ersten Quartals will die Dresdner Bank am 9. Mai veröffentlichen.

Angesichts der jüngsten Milliardenbelastungen bei der BayernLB mehren sich die Rufe nach einer grundlegenden Reform der Landesbanken. Mehrere CDU-Politiker favorisieren eine Fusion der BayernLB mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die Grünen sprachen sich sogar für den Zusammenschluss der Landesbanken zu einem Institut mit klarem Förderauftrag für den Mittelstand aus.

itz/Reuters/AP www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,545627,00.html

Antworten
pfeifenlümmel:

Immer wieder lustig,

7
05.04.08 20:20
wenn man die Vorschläge zur Fusion von Landesbanken zu einer Mammutlandesbank hört. Nun stelle man sich vor, dass bei dieser Mammutbank ein Nadelstreifenaffe das Kommando führt. Den Schaden, den der dann anrichten kann, ist immens größer als die Summe der Schäden, den die kleinen Nadelstreifenaffen angerichtet haben. Der bessere Weg wäre, die Landesbanken zu privatisieren, so müsste der Steuerzahler nicht für die Zockerei aufkommen und der Wettbewerb würde auch gefördert.
Antworten
metropolis:

Ist doch ganz einfach

 
05.04.08 21:24
mit den Landesbanken: Ein kranker Einäugiger + noch ein kranker Einäugiger = Ein gesunder Zweiäugiger

Die Frage ist: Wozu brauchen wir überhaupt Landesbanken?
Antworten
wawidu:

@AL - # 20504

6
05.04.08 21:29
... Gelderschaffung ohne Wertschöpfung, Spekulation statt Produktion, immense Verschuldung ...

Dies steht im Kopf des ausgezeichneten Blogs. Hierzu noch ein paar Ergänzungen:

Laut IWF lag die Summe aller ausstehenden Kreditderivate Ende 2007 bei über 45 Billionen USD. Diese Derivate werden sämtlich von den zwölf größten US-Investmentbanken garantiert, 85 % davon sogar lediglich von den fünf größten.

Nun eine geradezu erschreckende Zahlenreihe dazu:

2000: < 1 Bio. - 2002: 4 Bio. - 2004: 8 Bio. - 2005: 17,5 Bio. - 2006: 34,5 Bio. -
2007: > 45 Bio.

Laut IWF lag die Gesamtsumme aller global ausstehenden Derivate Ende 2007 bei rd. 320 Billionen USD, laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (engl.: Bank for International Settlements) sogar bei knapp 500 Billionen - nach 60 Billionen in 2000.

Die globale "Wertschöpfung" in USD stieg zwischen 2000 und 2007 von 32 auf 47 Billionen (ein Anstieg von knapp 50 %).
Antworten
wawidu:

@metro - # 20512

10
05.04.08 21:39
"Die Frage ist: Wozu brauchen wir überhaupt Landesbanken?"

Antwort: Als Pfründe für Politiker, speziell hochrangige Landespolitiker, in den Verwaltungsräten - und natürlich auch als "Notnägel" für zweitklassige Banker, die bei den Großbanken keine Chance hätten.  
Antworten
wawidu:

BLS jobs report

5
05.04.08 22:29
Birth/Death Model

This was a very weak jobs report. But it is even worse when one looks at Birth/Death Model assumptions.

The BLS should be embarrassed to report this data. Its model suggests that there was a net jobs of 28,000 coming from construction businesses, 44,000 jobs coming from leisure and hospitality, and a whopping 142,000 jobs in total coming from net new business creation.

Virtually no one can possibly believe this data. The data is so bad, I doubt those at the BLS even believe it. But that is what their model says so that is what they report. Just as there is mark to model in the investment world, there is mark to model in the BLS world.

BLS Black Box

For those unfamiliar with the birth/death model, monthly jobs adjustments are made by the BLS based on economic assumptions about the birth of death of businesses (not individuals). Those assumptions are made according to estimates of where the BLS thinks we are in the economic cycle. The BLS will not disclose what their methodology is or even on what it is based. Essentially it is a "black box" with the BLS essentially saying "trust us, we know what we are doing".

The BLS has admitted however, that their model will be wrong at economic turning points.

The latest birth/death numbers appear to be from Mars, Pluto, or France. With housing falling like a rock and homebuilders demanding concessions from contractors, the BLS is assuming that 28,000 new jobs were added in construction and 7,000 new jobs in manufacturing. With subprime lenders blowing up everywhere (going out of business) the BLS is assuming 6,000 new jobs were added in financial activities. The total number of jobs added by such assumptions for February was 142,000 jobs.

No doubt you will see some who will subtract 142,000 jobs from -80,000 jobs and conclude that 222,000 jobs were lost as opposed to the reported loss of 80,000 jobs. Such math is inaccurate because the establishment numbers are seasonally adjusted and the birth/death assumptions are not and one cannot simply add the two together and come up with an accurate total.

Here is the pertinent snip from the BLS on Birth/Death Methodology.

The net birth/death model component figures are unique to each month and exhibit a seasonal pattern that can result in negative adjustments in some months. These models do not attempt to correct for any other potential error sources in the CES estimates such as sampling error or design limitations.
Note that the net birth/death figures are not seasonally adjusted, and are applied to not seasonally adjusted monthly employment links to determine the final estimate.
The most significant potential drawback to this or any model-based approach is that time series modeling assumes a predictable continuation of historical patterns and relationships and therefore is likely to have some difficulty producing reliable estimates at economic turning points or during periods when there are sudden changes in trend.
The important point in this mess is that both the job data and employment data are much worse than appears at first glance (and the first glance looked horrid).

Table A-12

Table A-12 is where one can find a better approximation of what the unemployment rate really is. Let's take a look



click on chart for sharper image

If you start counting all the people that want a job but gave up, all the people with part-time jobs that want a full-time job, etc., you get a closer picture of what the unemployment rate is. The official government number is 5.1% but Table A-12 suggests it is closer to 9.1%. I believe that is on the low side.

Regardless, the trend in unemployment is now clear, it is rising sharply. Expect to see 6% this year. This report was a disaster.

Mike "Mish" Shedlock
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2008/...jobs-collapse.html
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 157989
Antworten
wawidu:

Baltic Dry Index (1)

4
05.04.08 23:02
Dieser Index reflektiert die Frachtraten im Seetransport. Hier zunächst der Chart seit 2001:
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 157991
Antworten
wawidu:

Baltic Dry Index (2)

3
05.04.08 23:17
Und hier der Chart in einem kürzeren Zeitfenster. Das quasi gleichschenklige Dreieck, in dem die Kurve seit 2007 verläuft ist aus technischer Sicht eine sehr prekäre Angelegenheit. Trotz des fulminanten Anstiegs im Januar und Februar blieb der ROC 200 erschreckend schwach.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 157992
Antworten
wawidu:

Tragödie oder Komödie?

9
05.04.08 23:37
von Bill Bonner
04.01.08

Es gibt keine Weltwirtschaftkrise. Aber das bedeute nicht, dass es nicht viele deprimierende Finanzstatistiken gibt… und viele finanzielle Entscheidungen die einer Korrektur bedürfen… und eine hohe Anzahl von Leuten, die sich wünschten, dass sie alles anderes gemacht hätten.

Aber am Dienstag dachten die Aktienmarktinvestoren, dass das Schlimmste, was man zu sehen bekommen könnte, bereits gesehen wurde. Es ist an der Zeit, die Aktien wieder nach oben zu treiben. Natürlich gehen die Investoren immer davon aus, dass sie das Ende gesehen haben… lange bevor das Ende wirklich da ist.

Im Jahr 1929 gab der größte Ökonom seiner Tage, Irving Fisher, bekannt, dass der Ausverkauf im November vorüber sei. Der Markt „würde nur die wahnsinnigen Randzonen abschütteln“, stellte er fest. Natürlich hat er bald auch alle anderen abgeschüttelt.

Und 1990 fing auch der japanische Aktienmarkt an zu kollabieren. Auch damals blickten die größten Köpfe der Zeit – in Amerika genauso wie in Japan – mit Wohlwollen auf den Nikkei. Der Index erreichte seinen Höchstwert mit 39.000… und begann dann seinen historischen Abwärtstrend. Bei 35.000… 30.000 und bei 25.000 verkündeten die Analysten, die Krise sei vorüber. Jedes Mal, wenn der Nikkei fiel, war es eine weitere „Kaufmöglichkeit“.

Aber der Einbruch hörte nicht auf. Er dauerte an, bis 80% der Kapitalisierung des Nikkei ausgelöscht waren. Heute, 18 Jahre später, kann man immer noch japanische Aktien für 60% weniger kaufen. Während die amerikanischen Geschäfte immer noch recht solide wirken, leidet der Finanzsektor. Die Banken sagen, dass sie bis zu 200.000 Stellen streichen werden.

George Soros, der am Dienstag Abend im Fernsehen sprach, sagte, dass er denkt, dass das nur Teil eines sehr großen und sehr lang andauernden Abwärtstrends bei den Krediten sei.

Kredite haben seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges expandiert. Heute geht er davon aus, dass sie während eines sehr langen Zeitraums schrumpfen werden. Die Verkaufszahlen für Unternehmensanleihen sind im ersten Quartal um 32% zurückgegangen.

„Die Ausfallquote steigt für Übernahmefirmen steil an“, berichtet die Financial Times. Charles R. Morris hat ein neues Buch auf dem Markt. „The Trillion Dollar Meltdown” nennt er es. Er sagt, dass wir erst den Anfang der Verluste im Finanzsektor gesehen haben.

Zusätzlich zu den minderwertigen Krediten, wird es gewaltige Verluste bei den ertragsreichen Anleihen, bei den fremdfinanzierten Krediten, den Kreditkartenschulden und anderen geben (und die machen allein 45 Billionen Nennwert aus.)

Ich habe die Schwierigkeiten des Jahres 1929 und Japans mit gutem Grund erwähnt. Die aktuelle Krise (in dem Maße, wie es sie gibt) hat ihre Wurzeln in den Finanzen – genauso wie die beiden anderen. Normalerweise wird eine Rezession von der wahren Wirtschaft angeführt, nicht von den Finanzen. Normalerweise zieht eine Wirtschaft, die eine Rezession erlebt, die Aktienkurse mit nach unten.

Diesmal ist die Krise – genauso wie 1929 und in Japan – exponentiell gefährlicher.

Denn es sind die Finanzen, die die übrige Wirtschaft mit nach unten ziehen.

Der Teil der Wirtschaft, der heute am schlechtesten in Form ist, sind die Verbraucher. Sie sind es, deren Löhne nicht gestiegen sind, sie sind es, deren Häuser zwangsversteigert werden. Und sie sind es, die Benzin und Lebensmittel kaufen müssen.

“Die Lücke zwischen denen, die etwas haben und denen, die nichts haben, wird immer breiter”, stellt Christopher Hancock fest. „und eine lockere Geldpolitik wird diesen Trend lediglich verschärfen.

An den Enden nehmen entweder die Milliardäre oder die Konkursanträge zu. Große Banken und das große Öl haben den Glücksfall erlebt, während die Hauptstraße refinanzieren musste, um mithalten zu können. Viele haben von geliehener Zeit gelebt. Dummerweise scheinen die Uhren jetzt Mitternacht zu schlagen.

„Die Leute auf der Hauptstraße werden sich Hilfe suchend an die Politiker wenden. Weitere Regulation und weitere Erleichterungen werden folgen. Das wird nach noch mehr Dollars und noch mehr Steuern verlangen. Barack, Hillary oder McCain… wer kann das sagen.

Aber ich frage mich, wer dieses Chaos überhaupt erben möchte.

„Horace Walpole hat einst geschrieben:

“Die Welt ist eine Tragödie für die, die fühlen, aber eine Komödie für die, die denken.“

Aber die wahre Welt, erklärt John Irving, „ist tragisch für die, die denken und fühlen, sie ist nur komisch für die, die Glück gehabt haben.“

Die Banken heute haben mehr als doppelt so viele zwangsversteigerte Häuser als noch vor einem Jahr. Die Leute machen Bustouren zu den zwangsversteigerten Grundstücken – und suchen nach Schnäppchen… und senken so die Preise ganz allgemein überall in der Stadt.

In Philadelphia wollen sie, einem Bericht zufolge, aufhören, die zwangsvollstreckten Häuser zu verkaufen – um dem Markt die Gelegenheit geben, sich wieder zu erholen. Die Leute kaufen heute weniger Geländewagen. Die großen Brummer haben Schwierigkeiten, Käufer zu finden… (ich habe einen Bruder in Virginia, der einen solchen Wagen hat, er sagt, seine Tochter würde sich weigern, darin zu fahren und auf den Umweltschaden hinweisen).

Die Verbraucher werden vorsichtiger wenn sie zum Lebensmittelladen fahren. Und selbst in den Hamptons scheint der Immobiliemarkt in einer Krise zu stecken.

Antworten
Anti Lemming:

Zur angeblichen Trendwende

10
06.04.08 10:32
die bereits wieder scharenweise "Serial-bottom-caller" aus den Löchern lockt, meine bescheidene Meinung:

http://www.ariva.de/...m_Fragezeichen_t325775?pnr=4167195#jump4167195
Antworten
Sarahspatz:

Dieser Thread ist absolute Spitzenklasse

15
06.04.08 11:45
Die verschiedensten sehr kompetenten Leutchen tauschen sich hier aus und man bekommt Durchblick durch weltwirtschaftliche Zusammenhänge. Ich lese hier fast alles, wenn ich auch längst nicht alles verstehe.

Wofür der Thread leider aber gar nicht taugt, ist Anleger(innen) bei der Entscheidungsfindung behilflich zu sein. Hier wird IMMER schwarz gemalt, egal ob der Zeitpunkt für einen Einstieg in Aktien günstig ist oder nicht. Ich denke aus diesem Grund werden viele Poster hier niemals eine Aktie anfassen. Wenn es richtig düster aussieht kauft ihr doch im Leben keine Aktien. Insofern ist der Nutzen des Threads für Anlagewillige genauso uneffizient wie etwa das eigennützige Marktgeschrei der Fondsmanager ala Grüner + Co.

Ist auch schwierig, Personen zu finden, die switchen können zwischen bullish/bärisch, da das wohl was mit Naturell zu tun hat. Aber es gibt diese Typen.
Antworten
Fundamental:

Value-Investoren schlagen zu

5
06.04.08 12:17

„Die Preise sind so verlockend wie selten“
06.04.2008

Bill Miller ist eine Fondsmanager-Legende. Der Investmentchef der US-Gesellschaft Legg Mason sieht im Moment Super-Chancen. Wo die liegen, verrät er €uro am Sonntag.

Bill Miller ist ein echter Bulle. Nicht nur von der Statur her, sondern auch im Hinblick auf seine Börsensicht. Wenn andere ihre Aktien in Panik verkaufen, schlägt der Investmentchef der US-Fonds­gesellschaft Legg Mason Capital Management zu. „Normalerweise zahlt es sich aus, genau dann in eine Branche oder eine Firma zu investieren, wenn sie in Schwierigkeiten steckt“, sagt er. „Vorausgesetzt, der Zeithorizont wird nicht in Tagen oder Monaten gemessen.“ Mit dieser Einstellung ist der Amerikaner ein Value-Investor wie aus dem Bilderbuch. Und sehr erfolgreich dazu: Mit seinem US-Aktienfonds Legg Mason Value Trust schaffte er, was sonst bisher keinem Fondsmanager gelang. Er schlug seinen Vergleichsindex S&P 500 insgesamt 15-mal in Folge – von 1991 bis 2005. Die Ratingagentur Morningstar krönte ihn daher zum „Greatest Money Manager of the 1990s“. Kein Wunder, dass andere prominente Fondsmanager von dem Doktor der Philosophie lernen wollen: Auf der Legg-Mason-Investmentkonferenz in London schrieb vergangene Woche auch Franklin Templetons ehemaliges Aushängeschild Murdo Murchison wie ein Schuljunge mit, als Miller einen Vortrag hielt. Und Acatis-Fondsmanager Hendrik Leber war extra aus Deutschland eingeflogen.

Die aktuelle Kernbotschaft von Bill, dem Bullen: Langzeitinvestoren sollten die aktuell niedrigen Kurse nutzen, um Aktien zuzukaufen. Die vielversprechendsten Schnäppchen seien in der Finanz- und Konsumbranche zu finden. Warum das so ist, erklärt er im Interview mit €uro am Sonntag.

€uro am Sonntag: Der Kurseinbruch von Bear Stearns hat auch Ihren Value Trust erwischt, weil die Bank dort mit zwei Prozent gewichtet war. Trotzdem kaufen Sie weiter Finanzwerte wie Countrywide Financial zu. Warum?
Bill Miller: Weil die Kreditkrise nach dem Zusammenbruch von Bear Stearns so gut wie ausgestanden ist. Der Markt brauchte ein Opfer, bevor er einen Schlussstrich ziehen konnte. Nun hat er es bekommen, und das beruhigt offenbar die Nerven der Investoren.

€uro am Sonntag: Woran machen Sie das fest?
Miller: Seit dem Montagmorgen, als die Übernahmepläne von JP Morgan für Bear Stearns bekannt wurden, sind Versicherungen gegen Zahlungsausfälle von Unternehmen nicht mehr teurer geworden. Und das, nachdem sie historische Höchststände erreicht hatten. Das zeigt, dass der Aktienmarkt nun in eine Erholungsphase kommt.

€uro am Sonntag: Aber es besteht doch nach wie vor Angst vor einer Rezession in den USA.
Miller: In der Tat scheinen viele Anleger geradezu besessen von der Frage, ob wir in eine Rezession schlittern werden oder nicht. Aber das ist völlig egal. Denn die Aktien, deren Kurse bei einer Rezession abstürzen, haben die entsprechenden Niveaus bereits erreicht. Die Preise sind so verlockend wie selten: Immobilien-, Finanz- und Konsumwerte sind so günstig wie zuletzt Anfang 1991, gemessen an den Kurs/Gewinn-Verhältnissen. Dagegen sind Anleihen, vor allem Staatsanleihen, sehr teuer. Zum Vergleich: US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit haben derzeit Kurs/Gewinn-Verhältnisse von etwa 30, wenn man die Zinsen als Gewinne betrachtet. Beim S&P 500 liegt das durchschnittliche KGV dagegen nur bei 21.

€uro am Sonntag: Heißt das, Anleger sollten schon wieder Aktien zukaufen?
Miller: Ja. Händler und kurzfristige Anleger sind zwar mitunter noch ängstlich. Aber auf lange Sicht sollten Investoren, die die aktuellen Einstiegsmöglichkeiten nutzen, belohnt werden.

€uro am Sonntag: Da sind Sie aber eher ein Gegenbeispiel. Schließlich hat Ihr Value Trust im Vergleich zum S&P 500 noch nie so schlecht abgeschnitten wie im ersten Quartal diesen Jahres.
Miller: Mit dieser Tatsache werde ich häufiger konfrontiert. Ich versuche es mit Humor zu nehmen: Immerhin haben wir 26 Jahre dafür gebraucht.

€uro am Sonntag: Wo sehen Sie denn die größten Gewinnchancen?
Miller: In der Finanz- und Konsumbranche. Deswegen baue ich dort meine Positionen aus. Anfang des Jahres hatte ich beim Value Trust rund 19 Prozent Finanzwerte im Portfolio, aktuell sind es 23 Prozent. An den Finanzwerten sind vor allem die hohen Dividendenrenditen verlockend. Und Konsumwerte werden von den niedrigen Zinsen profitieren.

€uro am Sonntag: So, wie Sie heute von Finanzwerten schwärmen, haben Sie sich 2007 für Immobilienaktien begeistert. Aber statt zu steigen, sind deren Kurse bis zum Jahreswechsel weiter abgerutscht. Dadurch hat der Value Trust knapp sieben Prozent an Wert verloren, während der S&P 500 um rund fünf Prozent zugelegt hat.
Miller: Dafür gehören Immobilienaktien in diesem Jahr bislang zu den wenigen Titeln mit positiver Wertentwicklung. Ähnlich war es 1990: Damals brach der US-Häusermarkt ebenfalls zusammen – und mit ihm Immobilienaktien. Ein Jahr später gehörten die Papiere schon wieder zu den renditeträchtigsten Werten. Das könnte sich in diesem Jahr wiederholen. Was uns Aktienanleger in diese Situation gebracht hat, wird uns schließlich auch wieder herausholen. Ich gehe davon aus, dass die Immobilienkrise 2009 zu Ende geht – auch wenn die Schlagzeilen nach wie vor negativ sind. Aktien sind der Frühindikator, nicht die Nachrichten.

€uro am Sonntag: Sind Sie mit Ihrer Empfehlung für Finanzwerte nicht vielleicht auch ein bisschen zu früh dran?
Miller: Sicher könnten die Bewertungen noch attraktiver werden, wenn der Markt sich weiter verfinstert. Aber sie sind bereits jetzt gut genug, um voll investiert zu sein. Bei den Banken, die nichts mit strukturierten Produkten zu tun hatten, geht es ja schon wieder bergauf – zum Beispiel bei Wells Fargo. In Kürze werden Unternehmen wie Lehman Brothers, Wachovia und die Deutsche Bank nachziehen.

Antworten
Malko07:

Sarahspatz, wenn man kein

18
06.04.08 12:20
Spekulant auf kurzfristige Sicht ist sondern auf Sicht von über einem Jahr oder länger spekuliert ist momentan ein Kaufzeitpunkt noch nicht erreicht. Das betrifft z. B. mich. Andere hier versuchen z. T. sehr erfolgreich die Up und Downs zu traden. Wieder andere sind schon seit Monaten short. Ob hier Ängste im schwarzen Tief zu kaufen weit verbreitet sind weiß ich nicht. Ich selbst bin z.B. mit dem Beginn des Irakkrieges massiv in deutsche Aktien eingestiegen und habe mein Depot im Februar 2007 geschmissen. Seitdem spiele ich mit Anleihen. Das Timing war besonders beim Ausstieg nicht optimal aber die Performance ist wesentlich besser als wenn ich drin geblieben wäre. Jetzt warte ich eben bis die Lage so richtig bösartig wird um wieder einzusteigen. Das ist sie momentan noch nicht. Wir sind erst beim Vorspiel. Wahrscheinlich ergeben sich spätestens 2009 Gelegenheiten. Man muss eben geduldig die Entwicklungen beobachten um zu einem akzeptablen Zeitpunkt zuschlagen. Um den Zeitpunkt zu erwischen braucht es eine möglich realistische Bewertung der Lage. Das wird hier versucht, nicht mehr und nicht weniger. Dass die Lage so ist wie sie ist dafür können die Teilnehmer hier nichts. Eine einheitliche Bewertung gibt es auch nicht. Es ist ein Meinungsaustausch. Für die eigenen Spekulationen ist jeder selbst verantwortlich.
Antworten
astrid isenberg:

sarah, kurzfristig bin ich bullish........

4
06.04.08 12:31
Antworten
relaxed:

Sarahspatz, wenn hier zum Einstieg "geblasen"

5
06.04.08 12:39
wird, dann wird kaum einer "mitgehen", da die Masse dann die Nase voll hat oder illiquide ist. Das war schon immer so. Kurzfristig gibt es immer lukrative Möglichkeiten, in beiden Richtungen.
Antworten
Anti Lemming:

Sarahspatz - wir sind hier nicht nur Schwarzmaler

13
06.04.08 13:16
Wirf doch mal einen Blick auf meine vielen Long-Threads, in denen ich Aktien empfahl. Einer der letzten war z. B. der Microsoft-Long-Thread vom Mai 2006 (eröffnet NACH meinem Doomsday-Bären-Thread, dem teilweise gesperrten Vorgänger dieses Threads):

http://www.ariva.de/Microsoft_long_Chance_t258059

Ich schreibe dies, um Dir zu zeigen, dass wir hier nicht unflexible Schwarzmaler sind, sondern in der Lage, zu "switchen", wie Du es nennst, und ab und an mit Stockpickings auch einige Long-Treffer zu landen. In die gleiche Kerbe schlug mein Countrywide-Long-Thread vom Januar 2008:

http://www.ariva.de/24_Gewinn_in_8_Monaten_mit_wenig_Risiko_t316256

- ein sehr spekulativer Long-Einstieg, der kurzfristig recht lukrativ war.

Hier gibt es auch einige Leute mit langem Anlagehorizont, die erkannt haben, dass das gegenwärtige Marktumfeld für langfristige Longs keine guten Chancen bietet. Malko etwa hat wiederholt ein Wiedereinstiegsziel für Longs bei DAX-Werten um 4000 genannt. Keiner weiß, ob das noch kommt. Die Chance, den Dax unter 4000 zu sehen, halte ich allerdings für weitaus größer als Grüners "DAX 10.000". Wer von solchen Prämissen ausgeht, sollte entweder temporär aus Aktien (und Fonds) rausgehen - Malko etwa ist in Staatsanleihen - , oder bei hinreichender Risikofreude einige Shorts wagen.

Wer 2001 long ging - fast egal in was - hat bis 2003 herbe Verluste gemacht. Warum sollte man nicht aus der Geschichte lernen? Wer Geschichte ignoriert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. NICHTS spricht dafür, dass der jetzige Bärenmarkt weniger brutal wird, da diesmal die Säulen der Finanzwirtschaft ernsthaft wanken. Nicht umsonst sprechen Alan Greenspan und George Soros von der größten Finanzkrise seit dem 2. Weltkrieg.

Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie viele Bären hier nach den erwarteten Kursrückgängen bis Ende 2009 zu Bullen mutieren. Rockefeller hätte auch nicht am Ende der Großen Depression Aktien zu Spottpreisen zurückkaufen können, wenn er sie nicht Ende 1928 - nachdem ihm ein Schuhputzer Aktientipps gegeben hatte (!) - verkauft hätte. Timing ist alles. Der Kick ist, am Tief noch liquide zu sein. Wer mit den anderen Unbelehrbaren ins Tal der Tränen rauscht, ist am Tief nicht handlungsfähig. ["The market can stay irrational longer than you can stay solvent." John Maynard Keynes (1883 - 1946)].

Du kannst freilich nicht erwarten, dass wir JETZT unisono mit den "Serial-Bottom-Callern" nach jedem Rücksetzer "den Boden" wähnen. Das ist zurzeit vermutlich genauso falsch wie von 2001 bis 2003.

Zur Flexibilität an der Börse, die Du anmahnst, gehört auch, das übergeordete Chartbild bzw. den zugehörigen fundamentalen Hintergrund zu erkennen. Nach der Hausse von 2003 bis 2007 ist das allerdings zugegeben schwierig. Der Pessmismus der Kleinanleger kommt meist erst wieder auf, wenn der DAX alte Tiefststände unterschritten hat. Klüger ist, bereits jetzt mental zu "switchen", die Zeichen der Zeit zu erkennen und den Sirenen-Gesängen der institutionellen Serial-Bottom-Caller standhaft zu widerstehen. Odysseus fesselte sich dazu an den Mast seines Schiffes. Bei zwanghaften Tradern empfiehlt es sich, vorübergehend den Maus-Stecker rauszuziehen.



Odysseus und die Fonds-Sirenen
Der USA Bären-Thread 158006
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 819  820  822  823  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
469 156.448 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 10.01.26 14:30
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
29 3.795 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 02.01.26 11:22
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--