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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Gold

Strategie Hebel
Steigender Gold-Kurs 5,01 10,00 15,07
Fallender Gold-Kurs 5,00 9,95 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH2R0G1 , DE000VJ9KD22 , DE000VY02YX9 , DE000VJ4E6E2 , DE000VY1C091 , DE000VJ9CDV0 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Caroline2008:

Abschluss eines Kaufprogramms

 
08.04.10 15:50
Normalerweise trade ich nur short oder long Produkte, nach Jahren nun auch mal ein Kaufprogramm in einer Aktie, mittelfristige Anlagedauer. Mal sehen, was daraus wird.
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Eidgenosse:

Was hast du gekauft, Caroline?

2
08.04.10 15:53
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
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Dreiklang:

Sanierung der Bankbilanzen? Unerwünscht!

3
08.04.10 16:02
Die überbewerteten Sicherheiten für Kredite sind Teil der allgemeinen Vermögensillusion. Im Generationenvertrag erbringt jede nachfolgende Generation Versorgungsleistungen für ihren Vorgänger. Dabei ist es prinzipiell egal, ob man zwangsweise in eine Renten"versicherung" einzahlt oder einem Senior überteuerte Aktien aus dessen Pensionssparplan abkauft. Das gleiche gilt für Hauskredite, bzw. die in Banken dafür gehaltenen Hypotheken etc.

Die diversen Vermögensklassen  (Assets (speziell Aktien und Bonds), Immobilien, Versicherungen) stellen nichts anderes als die monetarisierte und antizipierte Form von  Versorgungslasten in den öffentlichen Haushalten dar.

Insofern ist die Niedrigzinspolitik seit 20 Jahren (zuerst Japan, dann die USA) keinesfalls zufällig, da der Niedrigzins "Blasen" erst möglich machte. Aufgeblasene Assets aber entlasten die öffentlichen Haushalte, da die Versorgungslasten sonst eben dort angefallen wären. Abgesehen davon, dass der niedrige Zins auch die Finanzierung der Staatsverschuldung entlastet, ein schöner Mitnahmeeffekt.
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Malko07:

A.L., du glaubst also

4
08.04.10 16:02
alles geht synchron den Bach runter. Es gibt also kein Hin- und Hergeschiebe zwischen den verschiedenen Anlageklassen, keine Fluchtbewegungen. Und nach kurzer Zeit hat sich das gesamte Geld verflüchtigt und die Notenbanken schauen zu und bohren in der Nase? Und wann soll das sein? Nur eine Größenordnung. Innerhalb den nächsten 2 Jahren oder in 200 Jahren. Ich will nämlich nicht auf einem Berg an Raviolidosen sitzen und kann sie nicht gebrauchen denn 200 Jahre lebe ich nicht mehr.
Antworten
permanent:

Man sollte die Kraft der Bullen nicht

7
08.04.10 16:26

unterschätzen.

Ein Tag mit negativen Vorzeichen sind nicht gleich einem neuen Abwärtstrend. Ich gönne den Bären den Punktsieg von Herzen aber das bringt auch kein Geld aufs Bärenkonto.

Permanent

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Stöffen:

Die verreckten Bilanzen der Zockerbanken

10
08.04.10 16:35
wen interessieren die denn?

Die fehlende Kontrolle der Finanzwirtschaft war doch seit Jahren politisch gewollt. Das alles hat mit Regulierungsversagen und Staats- oder Marktversagen nichts zu tun. Es ist Politikversagen.

Die Politik hat den tief greifenden Wandel in der Finanzwirtschaft aktiv beschleunigt. Aber offenkundig hat in der Politik niemand begriffen, was man in den vergangenen Jahren mit der gezielten Deregulierung der Finanzwirtschaft angerichtet hat. Man hat nicht begriffen, dass man ein Casino geschaffen hat, welches mit Marktwirtschaft nichts mehr gemein hat.

Glücksspiele und Wetten müssen als solche behandelt werden, auch wenn sie "Finanzinnovationen" genannt werden. Es kann und darf nicht sein, dass ganze Volkswirtschaften als Geiseln genommen werden, nur weil's im Casino mal wieder geknallt hat.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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lumpensamml.:

Liquidität ist nicht nur Zockerei

12
08.04.10 16:38
Ist schon ne verflixte Sache mit der Übertragung von logischen, theoretischen und 2-dimensionalen Zusammenhängen auf eine 3-dimensionale Realität. Man kann einfach nicht glauben, dass sich die Realität nicht an das theoretische Modell hält. Ist Logikkette ist doch wasserdicht: Arbeitslosigkeit, Überkapazitäten, Krediteinschränkung, Nachfrageschwund, Überkapazitäten, Deflation, Runter mit dem Rotz. Die Liquidität wird meist so definiert, als ob sie nur in verschiedene Assetklassen fließen und dort statisch auf Verzinsung warten würde.

Da steckt vielleicht der Unterschied zwischen dem theoretischen Modell und der Realität. Die reichlich vorhandene Liquidität ist vermutlich zu einem nicht kleinen Teil in Unternehmensanleihen und in Kapitalerhöhungen von Unternehmen geflossen. Dort wartet das Geld aber nicht, sondern es wird meist tatsächlich etwas gemacht damit, ohne dass es eines Endverbrauchers bedürfte. Ich bin mir sicher, dass viele Unternehmen die Kohle genutzt haben oder noch dazu nutzen werden, um Rationalisierungsmaßnahmen oder anderweitige Investitionen zu finanzieren. D.h. ohne dass da ein Verbraucher dahinter steht, kurbelt diese Kohle in gewisser Weise die Wirtschaft an. Die wird dann eben nicht von der Nachfrage gezogen sondern vom Angebot angeschoben. "Kurzfristig" dürfte somit vor allem im Investitionsgütermarkt ein gewisser Boom entstehen. Dort entstehen dann best case auch Arbeitsplätze, die wiederum für Nachfrage sorgen, und irgendwann entwickelt sich best case ein selbsttragender Aufschwung, u.U. flankiert durch Hamsterkäufe von Bürgern mit Inflationsängsten. So in etwa dürfte der theoretische Masterplan aussehen. Die These stützt auch die vorlaufende und kapitalhungrige Nasdaq. Und das ist - jetzt aber ganz ganz langfristig gesehen - mein Hoffnungsschimmer. Denn mit diesem Gießkannenprizip kann selbst das blindeste Hühnchen mal zufällig ein Korn entdecken. Und wer weiß, vielleicht wird jetzt gerade der Grundstein für die Exploration des Weltalls oder was auch immer gelegt.

Das nur mal als mögliche Erklärung, weshalb die Welt trotz aller Bärenmodelle und -argumente doch noch nicht untergegangen ist. Weshalb ich aber trotzdem Bär bleibe (was die Wirtschaft und Börse anbelangt, aber jew. langfristig) ist die Tatsache, dass ich an das Funktionieren dieses Anschubs nicht glaube. Im Gegenteil, ich halte ihn für einen Kapitalfehler, da dem Markt damit das Regulativ der Marktbereinigung genommen wird und sogar noch eins drauf setzend in "tote" unwirtschaftliche Felder investiert wird. Was man dadurch erreicht, ist, dass selbst nicht überlebensfähige Firmen mit überholten Geschäftsmodellen plötzlich noch einmal die 2. Luft bekommen und die Überkapazitäten sogar noch ausbauen.

Deshalb bin ich auch überzeugt, dass all diese Maßnahmen evtl. nach einem kleinen Inflationsstrohfeuer die anschließende Deflation in der westlichen Hemisphäre noch verstärken werden, genauso wie ein nicht zu kleiner Teil der Unternehmensanleihen und Aktien samt deren Emittenten sich in Luft auflösen wird. Aber den Zeitpunkt dafür zu bestimmen, ist m.E. einfach nicht möglich. Noch schwerer dürfte es zu bestimmen sein, wann sich diese Entwicklung an der Börse abzeichnet.
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Platschquatsc.:

@permanent

5
08.04.10 16:54
Vielleicht überschätzen die Bullen im Moment ja ihre Kraft und brauchen mal eins auf die Hörner.
(Verkleinert auf 78%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 312013
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schlauerfuchs:

US Zinsdienst

7
08.04.10 16:56
Interessante Grafik aus dem Jahresausblick des Wellenreiter (www.wellenreiter-invest.de).
Seit Anfang der 80er ist der Zinssatz in den USA kontienuierlich gefallen, trotzdem ist der Zinsdienst abolut in etwa gleich geblieben. Das heißt: die Freiräume durch fallende Zinsen wurden nicht zur Entschuldung genutzt sondern mehr Schulden bei besseren Bedingungen aufgenommen. Wohl eine sehr menschliche Reaktion: die Belastung bleibt ja (absolut gesehen) gleich, also kann man sich mehr leisten...

Dumm nur wenn man an einen Wendepunkt kommt. Ab dem blauen Strich kommt die Projektion, die von zwei Entwicklungen ausgeht: steigende Schulden (ist ja schon passiert) und steigende Zinsen (wahrscheinlich) und das heißt, dass der absolute Zinsdienst plötzlich explodiert, weil er quasi in eine Zange gerät. Mehr Schulden zu schlcheteren Konditionen hat schon manche Privatinsolvenz verursacht, die Frage ist wie die USA da raus kommen.

Der Zusammenhang gilt übrigens auch für die anderen Volkswirtschaften, allen voran Japan, denen schon eine leichte Zinserhöhung "das Genick brechen" kann.
(Verkleinert auf 60%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 312014
Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das!
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permanent:

Der Bär ist noch nicht zu sehen oder bereits auf

8
08.04.10 17:05

Bullenjagt. Auf jeden Fall steht er nicht vor seiner Höhle.

Der USA Bären-Thread 7783375

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wawidu:

Wert von Longbonds - gemessen in Gold

7
08.04.10 17:26
Hierzu noch ein Link:  www.safehaven.com/showarticle.cfm?id=16293&pv=1
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 312023
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Malko07:

#60186: Summiert man die

8
08.04.10 17:39
ausstehenden Staatsanleihen. z.B. nur der G20, und vergleicht diese Summe in US-$ mit dem gesamten Gold in US-$ so kommt man zum Ergebnis, dass da Welten dazwischen liegen und zwar riesige und damit ein derartiger Vergleich keinen Sinn macht. Ich vergleiche ja auch nicht die Entwicklung meiner Briefmarkensammlung mit den schweizer Staatsanleihen.
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Dreiklang:

permanent: Der Bär

4
08.04.10 17:53
... wird sich derzeit nur am hellichten Tag im Schutz von Bollinger-Band und RSI aus seiner Höhle trauen und früh am Abend wieder Schluss machen, da die Bullen nachts hordenweise alles niedertrampeln können dank Future-Zock.
Antworten
Ischariot MD:

AL-Erstanträge egal

6
08.04.10 18:39
Griechenland egal, hauptsache, der Rubel rollt in die stores. Wie das mit der stark gefallenen privaten Kreditaufnahme zusammenpaßt, ist mir schleierhaft.
_____________

March sales are fresh signal that U.S. consumers are back

NEW YORK (MarketWatch) -- U.S. retailers' March sales exceeded already heightened expectations and rose to a record high, another sign that U.S. shoppers are back spending beyond what they need.

From high-end retailers Saks Inc. and Nordstrom Inc.  to discounters Costco Wholesale Corp.  and Target Corp. , same-store sales gains of more than 10% were seen across the board (...)

Total March sales rose 9.1%, a record high, with 92% of reported numbers topping Wall Street expectations, according to Thomson Reuters.
www.marketwatch.com/story/...-us-consumers-are-back-2010-04-08
___________________________________

AMZN gleich mal +4%  *kotz*
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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musicus1:

shorten ist im dax um 6500 oder 5900 angesagt.....

2
08.04.10 18:47
Antworten
schlauerfuchs:

Das ARIVA-Sentiment deutet ein Hoch an

11
08.04.10 18:56
Die ersten User fordern den USA-Bären-Thread abzuschaffen.
Jetzt brauchen wir noch Prognosen von "Experten", dass wir im DAX demnnächst die 7.000 und bis Jahresende die 8.000 sehen, dann dürfte das Sentiment reif für den Hochpunkt sein, von dem es dann wieder abwärts geht.

http://www.ariva.de/forum/...s-Original-397561?page=1111#jumppos27786
Der USA Bären-Thread 312048
Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das!
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Stöffen:

Ronald G. ist massiv long

10
08.04.10 19:01
Er hat's mittlerweile gerafft, dass das ständige Anputten gegen den Trend 'ne verdammt kostspielige Angelegenheit sein kann ;-))

Das Schlusswort aus dem aktuellen und durchaus lesenswertem Comment:

Nur denen zur Information, die mich nun seit Jahren mit dem (dem „Chillen“ gleichzusetzenden) Wort „Permabär“ titulieren (weil es so einfach und bequem ist), ohne genauer hinzusehen: Ich wollte mit dieser Kolumne meine Gedanken dazu darlegen, warum es permanent nach oben geht ... und ebenso klar machen, dass das nicht von Dauer sein wird. Der Zeitpunkt dieser Wende ist unbestimmbar, aber ich gehe durchaus davon aus, dass es danach ähnlich wie 1930 dann, wenn die Masse sich auf einmal in die Realität außerhalb ihrer Köpfe zurückversetzt sieht, zu einer dermaßen heftigen Schockwelle kommt, dass selbst denen, die schon jetzt massiv bearish sind, die Luft wegbleiben wird. Aber bis dahin weisen die Trends eben nach oben, und auch, wenn die „Gehrt=Permabär“-Herrschaften es nicht glauben mögen: Die Depots meines Börsendienstes weisen außer einem Euro-Put nur Calls auf. Solange Realität und Kurse auseinander laufen: Wem außer den Kursen kann man folgen, wenn man nicht dauernd auf der Nase liegen will? Eben. Denn wenn die Wende kommt ... und damit dann aus einer normalen Korrektur (die alleine schon überfällig ist) wirklich „mehr“ wird, ist Zeit genug, a la Baisse zu agieren. Dagegen halten ist sinnlos ... aber wachsam müssen wir bleiben, im Gegensatz zu der beängstigenden Zahl derer, die ahnungslos in ihren rosa Träumen schweben!

Komplett hier:

www.system22.de/Marktkommentar08.04.pdf
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Eidgenosse:

#60189

3
08.04.10 19:04
Ich hab mal was gelesen wonach die Kreditkartenfirmen die Zahlung von Raten ins 2010 verschoben haben damit die Kunden im 2009 genügend konsumieren können. (Im Herbst 2009 hab ich das gelesen)
Sollte das war sein werden die Amis ende 2010 oder im 2011 bei steigenden Rohstoffkosten und steigenden Zinsen und verschobenen Rechnungen, in ein Loch fallen das tiefer und schwärzer wird als alles was sie sich bis jetzt vorgestellt haben. Sollten sie dieses Loch mit Dollars zu füllen versuchen dann wird in ein paar Jahren die Inflation unhaltbar steigen.
Vor diesem Hintergrund sind Aktien und Rohstoffe jetzt tatsächlich nicht teuer und ein wenigstens teilweiser Kauf ist nicht falsch.
Vermutlich sehen das andere auch so, warum steigen sonst die Aktien und Rohstoffe?
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
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musicus1:

eid ich habe mal bei visa zugegriffen......

6
08.04.10 19:09
bei 10 proz plus fliegt die wieder raus
Antworten
permanent:

die heutige Treasury Auktion

8
08.04.10 19:19
Malko07:

#60193: Die Sparrate ist

7
08.04.10 19:54
zwar etwas gesunken aber für die Verhältnisse noch überraschend positiv. Der Schuldenabbau bei den Konsumenten geht also, trotz leicht geringeren Einkünften, weiter.
Antworten
Eidgenosse:

Trichet bleibt zuversichtlich für Griechenland

6
08.04.10 20:41
Jean-Claude Trichet erwartet keinen Ausfall griechischer Staatsanleihen.
Bild: Keystone08.04.2010 15:20

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet keinen Ausfall griechischer Staatsanleihen. «Nach meinen vorliegenden Informationen ist ein Ausfall griechischer Staatskredite kein Thema», sagte Trichet am Donnerstag in Frankfurt.

Vor allem die von Griechenland beschlossenen Reformen und der beschlossene Notfallplan sprächen für sich. Die EZB sei auch nicht gegen die beschlossene Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF).

«Wir haben uns nie gegen den IWF ausgesprochen», sagte Trichet. Der beschlossene Plan sei praktikabel und eine sehr ernsthafte Verpflichtung für die betroffenen Länder. Den Anstieg der Rendite von griechischen zehnjährigen Staatsanleihen auf über 7 Prozent wollte Trichet nicht kommentieren. Dies ist ein Rekordwert seit Einführung des Euro.

www.cash.ch/news/front/...chtlich_fuer_griechenland-895190-449
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
Antworten
schlauerfuchs:

Der Euro - Risiko oder Chance?

9
08.04.10 20:48
Seit der Griechenlandkrise wird immer wieder betont, dass ein Geburtsfehler des Euro die fehlende Zusammenarbeit der zugehörigen Staaten in der Fiskal- und Wirtschaftspolitik sei.
Die Schlußfolgerung daraus, z.b. heute in der SZ: "Die wirkliche Gefahr, die von der Verschärfung der Griechenland-Krise ausgeht, ist eine andere. Falls sich internationale Anleger von anderen angeschlagenen Euro-Staaten wie Portugal oder Italien abwenden, dann wankt die Währungsunion."
www.sueddeutsche.de/finanzen/938/508088/text/4/

Ist das wirklich so? Wenn man - wie ich - davon ausgeht, dass die "internationalen Anleger" erheblich zur Verschärfung der Griechenlandkrise beigetragen haben und das ganz bewusst gemacht haben, um über Devisen-Derivate abzukassieren, muss man feststellen: ganz nett, aber nicht wirklich durchschlagend. Ein Euro-Kurs von ca. 1,33 ist natürlich deutlich weniger als die 1,50 Ende letzten Jahres, aber auch noch deutlich über den 1,25 vor knapp einem Jahr. Die angeblich angepeilte Parität zum US-Dollar ist doch in weiter Ferne und der immer wieder bemühte Domino-Effekt der sogenannten PIGS-Staaten auch ausgeblieben.

Ist es vielleicht im Gegenteil sogar die Chance des Euro, dass er sich auf mehreren Schultern verteilt? Ich denke jetzt mal weiter: wenn ich Spekulant wäre, würde ich mir ein Land suchen, das leicht angeschlagen ist, wo Land = Währung ist und man entsprechend gehebelt gut voran kommt. Interessante Kandidaten: Schweiz, Großbritannien und Japan und zwar genau in der Reihenfolge. USA ist (noch) zu groß und der Dollar als "Weltwährung" nicht zu 100% ans Land gekoppelt. Schweiz (zu unwichtig) und GB hängen auch irgendwie mit den Europäern zusammen, ideales Ziel wäre für mich Japan. Wer hilft denen eigentlich, wenn der Staatshaushalt in Schieflage gerät? Die Chinesen? Die USA? Der IWF?

Wen einer dieser Kandidaten ins Rutschen gerät, wohin würde ich mein Geld abziehen? Natürlich nach wie vor in die "Weltwährung" Dollar, aber warum nicht auch einen Teil in Euro? Da verteilt sich das Risiko auf mehrere Staaten, der Pleitekandidat Griechenland ist im Verhältnis vernachlässigbar und immerhin steckt die gute alte Mark mit drin. Das ist jetzt sehr schablonenhaft gedacht, aber ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass ganz entgegen der jetztigen Unkenrufe nicht der Euro der Verlierer des "Staatspleitenspiel" wird, sondern ein Gewinner. Vielleicht weniger in Relation zum Dollar, aber zu anderen Währungen.
Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das!
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wawidu:

malko - # 60187

6
08.04.10 20:50
Warum ich den Goldpreis als Vergleichsparameter gewählt habe: Gold ist seit 2001 die größte "Erfolgsgeschichte" aller Assetgruppen. Der Wochenchart läuft seit 2002 ungebrochen oberhalb von MA 200. Der Einbruch in 2008 betrug gerade mal etwa 36 %, und diesen hat der Goldpreis seither mehr als wett gemacht. Ich weise nochmals darauf hin: Gold gilt international als Währungsreserve, und diese Reservewährung ist deutlich stärker als USD, EUR, GBP oder Yen. Die längerfristige Preisentwicklung in der aktuell global stärksten Währung, dem Austral-Dollar, spricht für sich. In EUR stand Gold Anfang 2005, als ich mit dem Aufbau von Goldpositionen begann, bei 325, aktuell bei 860.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 312076
Antworten
Malko07:

#60199: Wein ist auch sehr gut gelaufen.

5
08.04.10 21:01
Kann man sogar trinken, im Gegensatz zu Gold.

Historisch spielten Edelmetalle eine große Rolle im Währungssystem. Deren Bedeutung nimmt seit langer Zeit laufend ab:

Der Anteil der internationalen Goldreserven  an den gesamten Währungsreserven ist in den letzten drei Jahrzehnten durch Verkäufe und eine geringere Bedeutung für die Währungssicherung von 60% im Jahr 1980 auf 9% im Jahr 2005 zurückgegangen. (Vergleich Bank for International Settlements: Wooldridge, Philip D.: Veränderte Zusammensetzung von Währungsreserven - BIZ Quartalsbericht September 2006, URL: www.bis.org/publ/qtrpdf)

Da man keine Katastrophe am Edelmetallmarkt wollte, haben die Notenbanken sich darauf geeinigt diese Art der Reserve geordnet abzubauen. Bald haben sie es geschafft.
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