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Meldung des Tages: Waffenarsenal schrumpft: Startet hier der nächste strategische Rohstoff-Run?
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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,02
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Anti Lemming:

fkuebler - Erklärung der Aussage in # 44065

9
03.06.09 00:29

Wawidu: "Schau dir nur mal die verzweifelten Oszillationen im Chart des $BPFINA seit 2007 an - die stärksten Bull-zu-Bear-Wandlungen (und umgekehrt) innerhalb kurzer Zeiträume, die ich bei diesem Index je gesehen habe. Und dabei zeigt MA 600 unbeeindruckt die langfristige Tendenz auf!"

Einfacher ausgedrückt: Wenn die Anleger innerhalb kurzer Zeiträume ständig zwischen "sehr bullisch" und "sehr bärisch" hin- und herschwanken (wie der Chart im obigen Posting seit Mittel 2007 verrät), dann sind sie ihrer Sache nicht sicher und leichter manipulierbar. z. B. durch Analysten-Geschwätz.

Eine solche Lage kann man in der Tat als "verzweifelt" bezeichnen.

Antworten
fkuebler:

Danke für die Erklärung

2
03.06.09 00:41

"dann sind sie ihrer Sache nicht sicher und leichter manipulierbar. z. B. durch Analysten-Geschwätz.
Eine solche Lage kann man in der Tat als "verzweifelt" bezeichnen"

Aber auch als gefährlich, sowohl für Bullen als auch für Bären ;-)

Antworten
Kicky:

jahrelanger Kampf zwischen Scylla und Charybdis

6
03.06.09 00:43
für Zentralbanken www.nakedcapitalism.com/2009/06/...entral-banks-will-face.html
Edward Harrison of the site Credit Writedowns.
Nearly a month ago, back on May 5th, I highlighted some testimony by Federal Reserve Chairman Ben Bernanke before congress in a post labelled, “Bernanke expects recovery later this year".  In his testimony, Bernanke used the phrase ‘Scylla and Charybdis’ to describe the Federal Reserve’s policy challenge regarding deflationary and inflationary forces.  I would like to highlight this characterization because I believe it goes to the core of the debate as to how the global economy and asset markets will fare over the next 5-10 years.  In my view (and apparently in Bernanke’s), both inflationary forces and deflationary forces will be at work for some time to come. This will present policy makers with a problem as the reflation trade comes good, and the resulting policy responses will have serious implications on the medium term outlook for the economy and asset markets.
....
.......Richard Koo goes further in his book “The Holy Grail of Macro Economics.”  Here, he argues that the unwind of great bubbles suffers from what he labels a ‘balance sheet recession.’ In essence, companies go from maximizing profits, as they had done in normal times, to a post-bubble concern of reducing debt. Regardless of how much priming of the pump monetary authorities do, the psychology of debt reduction will limit the effectiveness of monetary policy as a policy tool....

...In sum, the psychology after a major bubble is very different than the psychology before its collapse.  The post-bubble emphasis becomes debt reduction and savings, making monetary policy ineffective, not because financial institutions are unwilling lenders but because companies and individuals are unwilling borrowers. These are forces to be reckoned with for some time to come.
Meanwhile, inflation is going to be a problem too.  Why?  Two principle reasons come to mind: commodity prices and money supply........
usw.
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wawidu:

Nur ein schöner "Stabreim"?

8
03.06.09 00:56
Als Stabreim bezeichnet man "Verse", deren Wörter mit gleichen Buchstaben beginnen.

In meinem Übersetzungswörterbuch findet sich folgende Formulierung: "lull them into a false sense of security" = "sie (wen auch immer; eig. Anm.) in trügerischer Sicherheit wiegen".

Diese Vorbemerkungen beziehen sich auf den VIX Index. Dessen Top erwarte ich deutlich höher als im Oktober 2008. Ich gehe nicht davon aus, dass MA 600 nochmals deutlich unterschritten wird.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236473
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wawidu:

kicky - # 44074

11
03.06.09 01:34
Du bist absolut Spitze, noch schneller als ich!

Mit Gretchen Morgenson von der New York Times, einer der mE besten Wirtschaftsjournalisten, die es gibt, stehe ich bereits seit etlichen Monaten in Mail-Kontakt. Sie und ihr Partner beschreiben in diesem Artikel exakt meine Mutmatmaßung bzgl. der Existenz eines mafiosen Bankenkartells (mMn unter Beteiligung der US-Treasury und der Fed), die ich schon vor vielen Monaten hier mehrfach gepostet habe:

"The nine biggest participants in the derivatives market — including JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Citigroup and Bank of America — created a lobbying organization, the CDS Dealers Consortium, on Nov. 13, a month after five of its members accepted federal bailout money."

Die zentrale "Schaltfunktion" dieses Kartells dürfte wohl JAMIE DIMON bei der New York Fed innehaben:

en.wikipedia.org/wiki/Jamie_Dimon  (habe ich auch schon mal gepostet).
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Anti Lemming:

Das Kapital - Zweifel an US-Industrie-PMI

7
03.06.09 07:33

Der Montag gemeldete starke Anstieg des amerikanischen ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) ging vor allem auf eine deutlich erhöhte Komponente zu den Neuaufträgen (51 Zähler) zurück. "FTD-Das Kapital" bezweifelt unten anhand von Vergleichsdaten, dass diese Zahl plausibel ist. Hier noch mal die Zahlen von Montag:

Veröffentlichung der Zahlen zum ISM Index des verarbeitenden Gewerbes (ISM Manufacturing Index) aus den USA für Mai 2009:Der US-amerikanische ISM Index notiert im Mai bei 42,8. Erwartet wurde er im Bereich 42. Im Vormonat hatte der Index noch bei 40,1 notiert.

Wenn die Zahl zu den Neuaufträgen nicht stimmt, gibt es vermutlich nicht mal eine Verbesserung zum Vormonat, geschweige denn die gemeldeten "über Erwartung" liegenden Anstiege.

Ansonsten geht es in "Das Kapital" um die Baisse bei US-Staatsanleihen und deren Gründe.


Das Kapital
Schon wieder eine Baisse

Die Kurse 30-jähriger US-Staatsanleihen sind nunmehr um 30 Prozent gefallen. Und trotz einiger Hoffnungsschimmer bleiben die mittelfristigen Perspektiven mau.

(Links im Orig.)

Darf man bei Verlusten von 30 Prozent von einer Baisse sprechen? Egal, wir nehmen uns diese Freiheit heraus, wenn die Kurse 30-jähriger US-Staatsanleihen seit Dezember derart gefallen sind. Trotz aller Wirren haben seither sogar Aktien zugelegt. Und sind die 4,5 Prozent respektive 3,7 Prozent, mit denen 30-jährige und zehnjährige US-Papiere rentieren, nunmehr attraktiv genug, um das Budgetdefizit von 2000 Mrd. $ decken zu können? Nun, Privatanleger werden es sich gut überlegen, denn während viele Konjunkturdaten nach oben zeigen, bieten europäische Aktien allein eine Dividendenrendite von vier Prozent; angesichts der inflationären globalen Geld- und Fiskalpolitik scheinen Aktien da doch verlockender, und bezeichnenderweise haben sich bisher selbst die mit Reserven überfluteten US-Geschäftsbanken mit neuen Engagements in US-Renten eher zurückgehalten. Derweil haben sich staatliche internationale Anleger an das kurze Ende des US-Anleihemarktes verzogen, um neben Währungs- nicht auch noch Kurseinbußen hinnehmen zu müssen. Bleibt die erhoffte Ausweitung der Anleihenaufkäufe durch die Fed. Nur könnte ein weiterer monetärer Impuls die anderen Rentenanleger erst recht in riskantere Vermögensklassen treiben.

Immerhin gibt es Hoffnung für die Rentenliebhaber. Denn die Konjunkturindikatoren sind nicht halb so gut, wie sie aufgefasst werden. So ist der reale US-Konsum trotz fiskalischer Entlastungen zwei Monate in Folge gefallen. Besonders der Anstieg der Auftragskomponente im Industrie-PMI dürfte einige in die Irre geführt haben. Denn am ehesten korreliert die noch mit der Jahresveränderungsrate der echten Aufträge. Nähme man nun aber die 51 Zähler vom Mai zum Nennwert, müssten etwa die US-Gebrauchsgüteraufträge von April auf Mai einen saisonbereinigten Sprung von 33 Prozent gemacht haben, damit sich ein Plus zum Mai 2008 ergibt. Nicht nur mit Blick auf die US-Exporte Südkoreas (minus 58 Prozent im Mai) käme das einem Wunder gleich. Die harten Daten dürften demnächst also eher enttäuschen, wovon Anleihen zumindest vorübergehend profitieren könnten - sofern die Furcht vor einer noch anschwellenden Emissionsflut und weiteren inflationären Gegenmaßnahmen nicht sofort überwiegt.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...r-eine-Baisse/521851.html

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Anti Lemming:

Amis geben weniger Geld aus

11
03.06.09 08:41

Every month, the Bureau of Economic Analysis (BEA) releases a data series called Personal Income and Its Disposition. This measures personal income received by Americans and how this money is either spent or saved.  If the increase in income is good, generally that will flow through to consumption and ultimately increase retail sales and GDP.

Last year, as the recession took hold and commodity prices soared the real growth in personal income turned negative. That is to say the amount of money people earned adjusted for inflation was lower than it had been just 12 months prior.  This trend began in January 2008, just after the recession began.  Since Americans were earning less in aggregate (due mainly to inflation and job losses), they were spending less.  I like to look at the 6-month average real personal consumption expenditures (PCE) number as a proxy for the trend in American spending habits.  I compare this average to the average just 12-months prior to see if consumption is trending up or trending down.

personal-consumption (Chart unten)

Clearly, consumption in the United States is trending down. In fact, the average real PCE has never been negative in the studies 50 years until March 2009. Only in the early 1960s did it flirt with negative territory. It now stands at –0.7%.  Translation:  Americans are spending less.  This is true for two reasons.  First, many are losing their jobs. Therefore, personal income is under stress.  But, Americans are also saving more.  The savings rate hit 5.7% in April, the highest rate since 1995.

If you buy into Richard Koo’s balance sheet recession idea which I presented to you earlier today (see Central banks will face a Scylla and Charybdis flation challenge for years), then you should expect the savings rate to continue to march higher as consumers focus on debt reduction at the expense of consumption.

www.nakedcapitalism.com/2009/06/...t-personal-consumption.html

Der USA Bären-Thread 236484
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Anti Lemming:

Zweiter Chart: Spar-Rate steigt

4
03.06.09 08:42
Der USA Bären-Thread 236486
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Malko07:

Es geht aufwärts, oder?

10
03.06.09 08:42

USA: Massive Absatzrückgänge

Autohersteller auf Talfahrt

Die Flaute am US-Automarkt nimmt kein Ende: Heftige Absatzeinbrüche belasten alle Konzerne. Besonders betroffen: Branchenprimus Toyota.

Die Flaute am US-Automarkt hält an. Auch wenn einige Autobauer den Mai bereits als besten Monats des Jahres feierten, mussten sie immer noch Absatzeinbrüche um die 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Das geht aus am Dienstag veröffentlichten Mitteilungen der Unternehmen hervor.

Der insolvente US-Autobauer General Motors (GM) verkaufte mit 191.875 Autos auf seinem Heimatmarkt 29,6 Prozent weniger als im Mai 2008, aber doch 19.000 mehr als im April. Das sei in diesem Jahr die beste monatliche Absatzentwicklung gewesen, teilte der um das Überleben kämpfende Autohersteller mit.

Der einst weltgrößte Autokonzern hatte am Montag Insolvenz beantragt, am Dienstag legte das Insolvenzgericht bei einer ersten Anhörung bereits einen straffen Zeitplan fest. Trotz des Verfahrens hält GM an seinen Produktionsplänen fest. So sollen im zweiten Quartal (April bis Juni) nach wie vor 390.000 Autos gebaut werden nach 834.000 vor einem Jahr - und das obwohl auch die Konkurrenz weiterhin unter der Absatzflaute leidet.

So verkaufte der US-Automobilhersteller Ford im Mai mit 161.531 gut 24 Prozent weniger Autos als im Vorjahr. Der japanische Autobauer Toyota musste in den USA einen Absatzeinbruch von 38,4 Prozent auf 152.583 Fahrzeuge verkraften. Der Absatz des insolventen Autoherstellers Chrysler brach sogar um knapp die Hälfte auf 79.010 Fahrzeuge ein.

Volkswagen schlägt sich wacker

Auch die deutschen Hersteller mit ihren deutlich geringeren Marktanteilen kamen im Mai aus dem Absatztief nicht heraus: Daimler verkaufte in den USA mit 16.303 Autos etwas mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Auch BMW verbuchte einen Absatzeinbruch von rund 28 Prozent auf 22 993 Fahrzeuge. Selbst die Kleinwagenmarken Mini und Smart wurden inzwischen von der Automüdigkeit der US-Amerikaner erfasst. So schrumpfte der Smart-Absatz um mehr als die Hälfte von 2695 auf 1169 Einheiten. Daimler hatte die Kleinwagenmarke erst zu Beginn des vergangenen Jahres in den USA eingeführt, der Smart war dort teilweise euphorisch aufgenommen worden. In der BMW-Gruppe sank der Absatz der Marke Mini um 27 Prozent auf 4610 Autos.

Volkswagen schlug sich verglichen mit der Konkurrenz erneut vergleichsweise wacker und verkaufte mit 19.568 nur 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Sportwagenbauer Porsche setzte in Nordamerika mit 2140 Neuwagen 29 Prozent weniger Fahrzeuge ab.

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/196/470741/text/

Antworten
Malko07:

#44082: Berücksichtigen sollte man die

6
03.06.09 08:49
unterschiedlichen Erhebungs- und Berechnungsmethoden in den USA und bei uns. Ausnahmsweise muss hierbei eine Korrektur in eine ungewöhnliche Richtung gemacht werden. Um sie mit der unsrigen Sparquote vergleichbar zu machen muss man bei einem Wert von 5 ungefähr 3 dazu rechnen. Im Mai werden wir also sicherlich die 9% (EU-Brille) deutlich überschreiten.
Antworten
Anti Lemming:

Malko - was bleibt dann noch übrig

8
03.06.09 09:21
für den Konsum, wenn die Amis 9 % (nach EU-Maßstab) ihrer Einkommen sparen, nachdem sie von 2005 bis 2007 fast nichts gespart hatten (Chart in #44083)?

Man muss auch berücksichtigen, dass die Realeinkommen in USA seit vielen Jahren sinken. In der Boom-Phase der Housing-Blase konnten die Amis als Ausgleich ihre Häuser beleihen, um den Konsum aufrechtzuerhalten. Jetzt fällt nicht nur das "Haus als Geldautomat" weg. Die US-Konsumenten haben auch höhere monatliche Zinsbelastungen aus den aufgelaufenen Bestandsschulden. Der Schuldendienst reduziert das verfügbare Einkommen noch weiter. Vom Rest wird nun 9 % (EU-Größe) auf die hohe Kante gelegt. Da die Zinsen am langen Ende steigen, dürfte der Schuldendienst in Zukunft eher noch teurer werden (falls nicht wieder die Deflation überhand nimmt).

Fazit: Im Zuge der "balance sheet recession" geht der Trend bei Privaten wie bei Firmen zum "Deleveraging" - d.h. zum Abbau von Bestandsschulden. Somit steht dem Big Unwind nichts entgegen. Das Problem der Banken (und der Fed) ist, dass die Verbraucher gar keine neuen Kredite WOLLEN. Hinzu kommt, dass die Banken selbst auch nicht mehr an jedes Weichei Geld verleihen mögen.
Antworten
daiphong:

diese Sparrate ist für die Defizitökonomie

5
03.06.09 09:25
in jeder Hinsicht eine Katastrophe und markiert wohl einen echten Wendepunkt.
Eine ausreichende innere Inflation, von der man mit einer trotz Abwertung immer überbewerteten Währung schließlich lebte, kann damit nicht mehr erzeugt werden. Der Dollar-Überschuss-Recycling.Motor ist dann auch kaputt.
Antworten
pfeifenlümmel:

Baltic Dry

12
03.06.09 09:54
schießt geradezu in den Himmel, gestern über 5% plus, nun schon 11% plus und schon bei 4100.
Antworten
Andreano:

@pfeifenlümmel

 
03.06.09 10:04
Baltic Dry danke dafür,

woher hast du denn die aktuellen Daten?

kannst du bitte den Link angeben, dank dir.
Antworten
Andreano:

Baltic Dry

3
03.06.09 10:06
habs:

www.bloomberg.com/apps/...=bdiy&exch=IND&x=15&y=11
Antworten
Andreano:

aktuelle Marktlage

2
03.06.09 10:13

schon Wahnsinn was der Markt für ne Rally seit seinem Tiefpunkt bei 6500 Punkten hingelegt hat

da waren auf jedenfall einige Dollar/ Euro drin.

Der Markt spielt zur Zeit das Inflationsszenario (von Antilemming bereits erwähnt), schön an den Commodities abzulesen.

Wir sehen einen Ölpreis von 70 USD in einer der, bzw. der schwersten Rezession seit 1929 und was sagt uns das !?

Hier wird mal wieder spekuliert was das Zeug hält.

Vielleicht werdet ihr mich dafür an den Pranger stelllen, aber ich denke wir werden in den nächsten 12 Monaten nen Ölpreis von über 200 USD sehen.

 

 

Antworten
Anti Lemming:

Zu den Kursrückgängen der US-Langläufer

7
03.06.09 10:20

Ich hab ja schon wiederholt die tendenziell bärische Interpretation gepostet, dass die Kursrückgänge bei den US-Langläufern darauf zurückgehen könnten, dass Ausländer sie aus Risikoscheu vermehrt verkaufen. Diese Vermutung wird indirekt dadurch gestützt, dass bei den Auktionen in der letzten Woche vermehrt die Kurzläufer gezeichnet wurden - offenbar weil die Bieter (insbesondere Ausländer) Sorgen vor Dollarverfall und Inflation haben.

FTD-Das Kapital gibt in # 44081 auch noch eine eher bullische Interpretation, die im Prinzip Doug Kass teilt: Pensionsfonds, die zu Crash-Zeiten in den sicheren Hafen der US-Staatsanleihen geflohen waren, schichten nun in Aktien um, weil sie sich dort mehr Rendite versprechen. Dieser Umschichtungs-Prozess läuft schon seit einigen Wochen, scheint aber im letzten Upmove der Börse seinen Höhepunkt erreicht zu haben, meint Kass (der in dem Link mit einer 50-Punkte Abwärtskorrektur im SP-500 rechnet).

Diese Auslegung ist aber nur bedingt bullisch. Denn Pensionsfonds sind typische Zuspätkommer, die oft als Letzte in bestehende Trends einsteigen. Das gilt nicht nur für ihren Einstieg in Staatsanleihen (nahe dem Hoch, als die Rendite sehr niedrig war) und aktuell für ihren Einstieg in Aktien (eher am von mir vermuteten Ende der laufenden Anstiegsphase), sondern galt auch 2008 für ihren verspäteten Einstieg in Rohstoffen. Nach deren Preiskollaps steigen viele Pensionsfonds auch viel zu spät wieder aus, was Milliardenverluste bescherte. Grund der Aufmerksamkeits-Defizite und des schlechten Timings ist nicht zuletzt, dass die Fondsmanager ja nur mit "other people's money" spielen.

Man kann daher sagen, dass die Pensionfonds von ihrem "Anleger-Intellekt" in etwa auf Hausfrauen-Niveau operieren - und entsprechend als Kontraindikatoren betrachtet werden können. Da sie viel Geld bewegen, sind sie dennoch ein marktbewegender Faktor (neben den Futurer-Pushern).

"Das Kapital" nennt aber auch Gründe, die eine Trendumkehr sowohl bei Aktien (runter) als auch bei Staatsanleihen (rauf) auslösen könnten. Es ist die Realwirtschaft, die die Versprechungen der schöngefärbten, wenn nicht gar getürkten Regierungszahlen (wie den ISM-Manuf.-Zahlen von Montag) nicht erfüllen wird (siehe # 44081, in rot). Fallen Aktien, dürften Staatsanleihen wieder stärker gefragt sein.

FAZIT: Die bullische Interpretation der Staatsanleihen-Kursverluste ist ebenfalls indirekt bärisch, da Pensionsfonds als Kontraindikatoren gelten können. Es bleibt spannend, wie lange die Future-Pusher (HF wie GS?) die Fonds noch unter "Kaufdruck"/Performance-Angst setzen können. In den letzten zwei Tagen ging es nach dem Blow-Off-Anstieg über die 200-Tage-Linien eher seitwärts weiter, was auf versteckte Distribution hindeutet (die HF-Pusher laden am Tief aufgelesenen Aktienbestände an die Fonds ab). Ich hatte ja am Montag vermutet, dass wir einen False-Break sehen werden. Demnach würde es wieder runtergehen, sobald die versteckte Distribution abgeschlossen ist.

Ingesamt ist der Kursverfall der Langläufer für den Markt schädlich, da er die Hypo-Zinsen verteuert. Sie sind mit jetzt 4,5 % schon an der kritischen Obergrenze angelangt. Auch die Verteuerung der Rohstoffe - von Bubblevision bejubelt - ist im Grunde ein Negativfaktor, sowohl für die Verbraucher, die mehr Geld für Benzin, Heizung und Nahrungsmittel ausgeben müssen, als auch für die Firmen, deren Produktionskosten steigen.

Antworten
Jing:

Ich setze dagegen, $ 30,-- +/ -

 
03.06.09 10:33
Antworten
Anti Lemming:

Andreano - Öl 200 Dollar

8
03.06.09 10:46
Ich stimme Dir zu, dass wir zurzeit stark spekulative Reflations-Trades sehen, vor allem in den Rohstoffen.

Öl dürfte aber an die Höhenflüge vom letzten Jahr nicht wieder anknüpfen. Anders als 2008 hat die IEA für 2009 einen rezessionsbedingten Verbrauchsrückgang von 5 % vorhergesagt, und die Lager sind randvoll. In 2008 war die Öl-Nachfrage deutlich höher (Produktionsabbau senkt halt den Energieverbrauch...).

Spekulation kann vorhandene Trends deutlich verstärken, aber mit Luftnummern nichts Dauerhaftes bewirken (auch am Aktienmarkt). Gas macht die Öl-Rallye übrigens (anders als 2008) nicht mit. Diese starke Divergenz sollte zu denken geben.

Einen weiteren Widerspruch sehe ich bei Gold, dass bald wieder auf 1000 Dollar steht - das gab es zuletzt beim Banken-Crash - , während Wall Street auf der anderen Seite die vermeintliche "Rückkehr zur Normalität" (zumindest bei Aktienkursen) feiert. Einer von beiden muss falsch liegen, vermutlich Wall Street. Wenn die Inflationsgefahren wirklich so stark sind, wie der Goldpreis suggeriert, müssten Aktien viel tiefer notieren.

Man kann auch sagen: Blase 3.0 nimmt vorerst wunschgemäß Gestalt an, nur Bonds bleiben außen vor. Die Realwirtschaft gibt das aber nicht her, so dass ein erneutes "Abkacken" nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte. "Öl 200 Dollar "werden wir bis auf weiteres nicht sehen, eher noch 20 Dollar.
Antworten
Jing:

Bei Gold bin ich mir nicht im Klaren,

6
03.06.09 11:01
hier koennten viele Kaeufe einfach aus Angst vor einem Finanzmeltdown
resultieren, weniger auf Inflationsaengsten.
Antworten
Anti Lemming:

Baltic Dry und seine Sub-Indizes

7
03.06.09 11:15

Der Anstieg des Baltic Dry geht überwiegend auf chinesische Rohstoffimporte zurück, die Autor McDonough als "transient" - vorübergehend - betrachtet.  Zurzeit warten 80 Capesize-Frachter vor der Küste Chinas auf Entladung. Ist die erfolgt, dürfte der BDI wieder deutlich sinken. (Das Warten der vollen Schiffe führt zu einer Verknappung des verfügbaren Schiffsangebots.)

Der BDI steht und fällt mit der Zahl der verfügbaren Schiffe. In einem früheren Artikel von McDonough, den ich kürzlich gepostet habe, schreibt er, dass demnächst eine Flut von neu bestellten Schiffen auf den Markt kommt, die den BDI wieder stark nach unten bringen wird. Die Schiffe wurden in der Boom-Phase des Welthandels bestellt, werden aber erst jetzt sukzessive geliefert. Es drohen massive Überkapazitäten.

Man sollte daher aus dem BDI keine Rückschlüsse über den Zustand der (Rohstoff-)Wirtschaft ziehen, es spielen zu viele andere Faktoren mit rein. Es wäre z. B. denkbar, dass die Rohstoffimporte in China vorerst nicht abebben, der BDI aber wegen der vielen neuen Schiffe trotzdem fällt.

 


 

Commodities
Market Pricing In Eventual Dry Bulk Glut
By Michael McDonough
Street.com Contributor
6/2/2009 10:49 AM EDT


The Baltic Exchange's Baltic Dry Index (BDI) came in this morning at 4,165, recording its twenty-second consecutive day of gains on the back of strong Chinese demand. The Baltic Capesize Index (BCI) continued to be the strongest performer among the sub-indices, with an 18% increase from yesterday, followed by the Baltic Panamax Index (BPI), which rose 8%. The Baltic Supramax Index (BSI) and Baltic Handysize Index (BHI) continued to lag, with gains of 0.4% and 0.7%, respectively.

As for pricing fixtures, cost per day for capesize vessels increased to $87,237 from $73,122 yesterday, while the average daily cost for supramax vessels remained relatively unchanged at $19,266 a day. In contrast to the positive pricing performance, a recent article published by Lloyd's List points out that the level of idle vessels -- idle meaning no activity within the last 35 days -- has actually risen over the past month. This could be due to weaker demand in the handysize and supramax classifications relative to the capesize and panama markets. An increment in idle ships combined with subdued prices in the non-capesize/panama market demonstrates how the recent surge in shipping is only benefiting a portion of the dry bulk shipping industry.

...I believe that the market is currently (and correctly) pricing in the transient nature of demand from China and the probability of an eventual supply glut in the dry bulk sector. However, in what I believe is an unlikely scenario, if demand for shipping remains robust and companies can mitigate the effects of excess supply of vessels, the DBSI could experience significant appreciation....

Der USA Bären-Thread 236523
Antworten
Anti Lemming:

Relative Entwicklung der BDI-Subindizes

6
03.06.09 11:18

Nur der Index der "großen Schiffe" (Capesize) boomt, während die kleineren unterperformen.  

Wenn die 80 Capesize-Schiffe, die zurzeit vor der Küste Chinas liegen, entladen sind, wird der BDI wieder deutlich fallen. Der BDI zeigt daher eher Engpässe bei der Entladung als einen Boom bei den Rohstofftransporten!

(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236524
Antworten
Anti Lemming:

Grund für die langen Entladungszeiten

 
03.06.09 11:20
Vielleicht basteln die Chinesen noch an den Lagerhallen für die Rohstoffe (ihren Dollar-Ersatz). Das kann dauern.
Antworten
Anti Lemming:

Der BDI ist ein Preisindex

3
03.06.09 11:28
für die Frachtraten. Die Frachtraten steigen, wenn die Nachfrage nach Schiffen - z. B. durch verstärkte Rohstoffimporte der Chinesen - steigt.

Die Frachtraten hängen aber auch von der Zahl der verfügbaren Schiffe ab. Demnächst kommen viel mehr neue Schiffe auf den Markt, als für die aktuellen Rohstofflieferungen benötigt werden. Diese Überangebots an Schiffen drückt auf die Frachtraten - und damit auf den BDI.

Der BDI allein erlaubt daher keine zuverlässigen Rückschlüsse auf das Volumen der Rohstofflieferungen.
Antworten
pfeifenlümmel:

Ölpreis pushen

5
03.06.09 11:37
durch Verringerung der Explorationsprojekte:
Allein zwischen Oktober 2008 und April 2009 seien 20 große Förderprojekte mit einem Wert von 170 Mrd. $ und einem potenziellen Volumen von zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich verschoben und ganz auf Eis gelegt worden. Weitere 35 Projekte mit einem potenziellen Volumen von 4,2 Millionen Barrel pro Tag würden sich um mindestens 18 Monate verzögern
www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...6lpreisschock/519191.html
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