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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.950,68 +0,52% Perf. seit Threadbeginn:   +376,41%
 
wawidu:

Deutliche technische Schwäche im BKX

4
27.05.09 22:55
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Der USA Bären-Thread 235385
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wawidu:

Brutale Abrechnung mit der Fed

10
27.05.09 23:05
market-ticker.denninger.net/archives/...Failing-ALL-OF-IT.html
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wawidu:

Pleite für "QE"?

3
27.05.09 23:51
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 235390
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wawidu:

Brutal-Chart

 
28.05.09 00:04
Ein sehr bezeichnendes Licht auf die höchst vertrackte Lage der US-Finanzen wirft der Ratiochart des USD Index zum Zinssatz der 30yr-T-Bonds:
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 235391
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Kicky:

Chefvolkswirt von Barclays prophezeit Goldstandard

9
28.05.09 01:26
Thorsten Polleit prophezeit mittelfristig stark steigende Preise und die Rückkehr zum Goldstandard. Die Notenbanken würden mit ihrer Geldpolitik die Probleme nur weiter in die Zukunft verschieben.
Die Zentralbanken haben mit ihrer Niedrigzinspolitik ganz entscheidend zur jetzigen Krise beigetragen. Aus meiner Sicht werden daher noch niedrigere Zinsen und noch mehr Geld für die Banken das Problem nicht lösen, sondern es allenfalls in die Zukunft verlagern. Die Kosten der Krisenbewältigung könnten durch solch eine "Aufschubstrategie" sehr hoch werden. Denn eine solche Politik zielt nicht nur darauf ab, den Bankenapparat über Wasser zu halten, sondern auch darauf, die Banken dazu zu bewegen, noch deutlich mehr Kredite zu vergeben.

WELT ONLINE: Bekämpfen die Notenbanken nicht Feuer mit Öl, indem sie wieder frisches Geld in die Märkte pumpen?

Polleit: Rein technisch gesehen erhöht diese Politik "nur" die Geldguthaben der Banken. Die Zentralbank bewahrt einzelne Banken so vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit. Doch der entscheidende Aspekt, der sich damit verbindet, ist: Immer mehr Kredite und Geld müssen zu immer niedrigeren Zinsen in Umlauf gebracht werden, damit die Fehlinvestitionen, die zuviel Kredit und Geld angerichtet haben, nicht auffliegen. Das ist kein System, das nachhaltig verlässliches Geld schafft.

WELT ONLINE: Könnten die Notenbanken das Geld überhaupt rechtzeitig aus dem Markt herausnehmen?

Polleit: Theoretisch ja, denn die Zentralbanken halten das Monopol über die Geldmenge. Sie können jederzeit die Zinsen für die Kredite, die sie an Banken vergeben, anheben oder Kredite kürzen. Ob das aber geschieht, ist fraglich. Denn der öffentliche und politische Widerstand wäre immens.

WELT ONLINE: Was ist denn die größere Gefahr: Inflation oder Deflation?

Polleit: Die internationale Kreditmarktkrise ist das Ergebnis von zuviel Kredit und Geld, das die staatlichen Zentralbanken jahrelang zu Niedrigzinsen in die Märkte gepumpt haben. Jetzt soll die Krise mit noch mehr Schulden, noch niedrigeren Zinsen und noch mehr Geld bekämpft werden. Daraus folgen aus meiner Sicht klar Inflations-, aber keine Deflationsgefahren. Wenngleich in diesem und nächsten Jahr die Inflationsrate noch bei zwei Prozent verharren könnte, so ist doch zu befürchten, dass die Inflation im Trend anzieht.

WELT ONLINE: Warum ist Inflation so gefährlich?
Polleit: Durch Inflation wird nicht nur der Geldwert zerstört, Inflation verursacht insbesondere auch Fehlinvestitionen. Sie ruft ganze Industrien und Arbeitsplätze ins Leben, die jedoch nur bei fortwährender Inflation überlebensfähig sind. Inflation als Folge der Geldmengenausweitung erlaubt vor allem Regierungen, sich immer weiter zu verschulden. Und ist die Inflation erst einmal in Gang gekommen, ist sie politisch nur schwer wieder einzufangen, gerade in Zeiten, in denen Deflation aus ideologischen Gründen stärker gefürchtet wird als Inflation. Inflation wird als der leichteste Weg aus den momentanen Schwierigkeiten - gewissermaßen als Weg des kleinsten Übels - gesehen. Letztlich schädigt Inflation Wachstum und Beschäftigung und spielt so meist freiheitsfeindlichen Politiken in die Hände.
WELT ONLINE: Wie wird das Währungssystem in fünf bis zehn Jahren aussehen?

Polleit: Zunächst wird wohl das Verstaatlichen des Finanzsektors weiter voranschreiten, doch das Ende des ungebundenen Papiergeldes dürfte bereits eingeläutet sein. Das Geldsystem wird in den kommenden Jahren wieder zur währungshistorischen Normalität finden: Es wird wieder ein Geld sein, das nicht durch Kreditvergabe produziert wird und beliebig manipulierbar ist, sondern mit einem Sachwert gedeckt ist - ähnliches haben die Chinesen bereits gefordert. Ein Goldstandard könnte so eine mögliche Entwicklungslinie sein.
www.welt.de/wirtschaft/article3811486/...Geld-stabil-Nein.html

es gab da wohl eine Stellungnahme des Europa-Experten der Bank of America, Holger Schmieding. Er erwartet keine extremen Preissteigerungen, da die Notenbanken mit dem Krisenmanagement gut liegen und das in die Märkte gepumpte Geld bald wieder einsammeln können. Aber die ist nicht mehr zu finden......Entschuldigen Sie bitte. WELT ONLINE steht im Moment nur eingeschränkt zur Verfügung. In wenigen Minuten sind wir wieder mit dem gesamten Nachrichtenangebot für Sie da.
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CarpeDies:

QE kontraproduktiv

10
28.05.09 08:07
Bin mal gespannt wie heute die Verkäufe der 10-jährigen laufen.
MEn ist das QE ziemlich kontraproduktiv. Jeder weiss, dass das Geld das die Fed für QW verwendet, frisch aus der Druckerpresse kommt. Damit verbunden fällt der Wert der Bonds, weil die Anleger aufgrund dieser Verwässerung sich mehr und mehr aus den (langlaufenden) Bonds zurückziehen. Dieser Rückzug kann und soll ja nicht  mit QE ausgeglichen werden, sondern QE war ja als "weiterer grosser Käufer" geplant.
Durch die Flucht der Anleger werden die Bonds weiter fallen, die Renditen weiter steigen, und damit bei stark fallenden bzw. negativen Gewinnerwartungen der Firmen, die Anleger aus den Aktien getrieben, d.h. fallende Märkte, die Amis werden sich immer weniger reich fühlen, da ja auch der Immo-Markt als Einnahmequelle weggefallen ist.

Fraglich ist in meinen Augen, was mit den langlaufenden Bonds passiert. Wird sich ein Wirtschaftsszenario entwickeln unter denen Anleger bereit sind, wieder mehr in die langlaufenden Anleihen zu gehen? wie hoch wird der Zins da noch steigen müssen.
Die USA müssten eigentlich starkes Interesse haben, dass dieser Markt wieder mehr nachgefragt wird, um mehr Planungssicherheit zu bekommen. Sollte irgendwann der Geldkreislauf wieder in Schwung kommen und die Fed es nicht rechtzeitig schaffen, Liquidität aus dem Markt zu ziehen (was sehr wahrscheinlich ist), dann wird es eng:
Von heute auf morgen, werden die Zinsen der Kurzläufer stark steigen müssen, was zu wohl nicht zu bewältigenden Zinszahlungen führen wird. Es müssen weitere Schulden gemacht werden, was zu Dollarentwertung und weiter steigenden Zinsen führen wird. Der Volckersche Weg wird dann beschritten werden müssen! Damit verbunden wird auch eine stark steigende Steuerbelastung der Bevölkerung einhergehen, damit die Schulden überhaupt irgendwie gestemmt werden können.

Fazit: An der Stelle von Geithner und Co möchte ich nicht sein. Durch die sich hier anbahnenden Tornados unbeschadet zu kommen käme einem Wunder gleich
Antworten
Pichel:

war das jier schon? Unglaublich!

8
28.05.09 08:19
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."

http://clubkings-partygirls.prv.pl/
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CarpeDies:

@Pichel: wirklich Wahnsinn

7
28.05.09 08:34
Das ist ja unglaublich, wie man als Fed nach 8 Monaten so blank dastehen kann und nicht weiß, an wen die Billionen(!) Dollars gegangen sind, und ob Verluste und wenn in welcher Höhe entstanden sind.
Einen Kommentar auf youtube fand ich recht passend (obwohl ich wirklich nicht radikal bin) Cut thier heads off.....
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Malko07:

Staatsverschuldung, QE, Leitzinsen:

13
28.05.09 09:02
Eine steigende Staatsverschuldung entzieht den "privaten" Märkten Geld. In Krisenzeiten, bei stark gestiegener Risiokoaversion, ist dieser Effekt besonders hoch.

QE sorgt dafür, dass dieser Effekt erheblich gemildert wird. Politisch ist die Geldmenge mittels QE auch einfacher beeinflussbar.

Nehmen wir an, die Preise ziehen an und die Zinsen müssten erhöht werden, die Wirtschaft ist aber noch nicht so richtig aus den Puschen gekommen. Leitzinserhöhungen wären schwierig durchsetzbar. Der gesamte Propagandaapparat der Finanzbranche würde fürchterlich trommeln. Konnten wir die letzte Zeit sehr schön im Zusammenhang mit der EZB beobachten und wie diese schlussendlich eingeknickt ist. Vorher eingesammelte Staatsanleihen kann man aber ohne großes Tamtam in den Markt fließen lassen und damit den Zins nach oben manipulieren.

Geld entsteht bei uns im wesentlichen durch wachsende Kreditvolumen und verschwindet mit schrumpfenden Kreditvolumen. Niedrige Zinsen fördern meistens Kredite, hohe Zinsen erschweren sie. Dazu wäre auch keine Zentralbank notwendig. Das könnte alles der Markt alleine regeln. Die Notenbanken greifen in diesen Prozess ein um z.B. Konjunkturschwankungen auszugleichen. Konjunkturschwankungen sind aber absolut notwendig, damit der Markt immer wieder bereinigt wird und leistungsfähig bleibt. Die Manipulation der Notenbanken laufen über die Reglen der Kreditvergabe, die Leitzinsen und durch direktes Eingreifen am Markt.  In der Vergangenheit haben diese Manipulationen nichts Gutes erzeugt und mit dazu beigetragen, dass sich immer höhere Ungleichgewichte aufgetürmt haben. Wir brauchen also keinen Goldstandard, der auch nie längerfristig funktioniert hat (manche haben bewiesen, dass er eigentlich nie richtig existiert hat und sollte er es tun, jedwede wirtschaftliche Entwicklung ersticken würde) sondern müssen nur die Zentralbanken abschaffen (Schafft die Zentralbanken ab!) und gegen Handelsungleichgewichte mit den guten alten Zollschranken vorgehen.
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Anti Lemming:

Zu der "schützenden Future-Hand"

14
28.05.09 09:29

die gemäß # 43662 seit Monaten unter dem US-Aktienmarkt ausgebreitet ist bzw. war, hab ich eine Vermutung.

Es ist ja "offiziell" bekannt, dass die Fed die Kurse für länger laufenden US-Staatsanleihen künstlich nach oben manipuliert, indem sie via QE Stützungskäufe durchführt. Dafür wendet die Fed Beträge von mehreren Hundert Milliarden Dollar auf.

Gestern nachmittag sahen wir überraschend starke Kurseinbrüche bei US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten. Sie werden von den meisten Marktbeobachtern dahingehend interpretiert, dass die Fed mit ihren sehr hohen, aber dennoch begrenzten Mitteln nicht mehr gegen die zahlreichen Verkaufswilligen ankommt, die US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten (wegen Inflationsangst usw.) loswerden wollen. Im Prinzip könnte diese Gegenseite auch aus Asiaten (Chinesen) bestehen, die ihre "Altware" an Staatsanleihen über den Markt entsorgen, während sie gleichzeitig - um den schönen Schein zu wahren - die Unmengen an neuen (allein diese Woche gibt USA für 100 Mrd. "frische" Staatsanleihen heraus) bei den Auktionen zeichnen.

Der Zeitpunkt, solche Altware zu "entsorgen", ist ja optimal, wenn die Fed sowas gerade aufkauft. Mich würde nicht wundern, wenn mancher Verkaufswillige die Gunst der letzten Wochen genutzt hat...

Gestern jedoch nahmen die Verkäufe derart Überhand, dass die Fed der Verkaufs-Lawine mit ihren Aufkäufen nicht mehr "Herr werden" könnte - wie die fallenden Kurse verraten.

Bei den Auktionen in dieser Woche waren die weniger riskanten Kurzläufer (2 Jahre) bezeichnenderweise als erste dran (Dienstag). Mittwoch (gestern) folgten die schon schwerer verkäuflichen 5-Jährigen. Donnerstag (heute) kommen noch schwerer verkäufliche 7-Jährige. Kein Wunder, dass die Kurzläufer zunächst gute Bieter-Ratios aufwiesen, die gestern bei den 5-Jährigen schon schlechter ausflien. Gleichzeitig gab es den Ausverkauf am Markt bei den Zehnjährigen. Dies ist ein sehr schlechtes Omen für die heute ausstehende Tranche der 7-Jährigen...

Gestern fiel auf, dass gleichzeitig mit dem Absturz der Staatsanleihen auch die besagte "schützende Future-Hand" unter dem SP-500 "weggezogen wurde. Folge war der gestern nachmittag einsetzende parallele Abverkauf im US-Aktienmarkt.

Dies lässt vermuten, dass die schützende Hand bei den Futures ebenfalls von der Fed stammt. Wenn ihr beim Stützen der Staatsanleihen "das Geld ausgeht", könnte dies auch auf ihre künstliche Aktienmarkt-Stütze durchschlagen.

Es ist wie gesagt nur eine Vermutung, weil solche Manipulationen am Aktienmarkt ungleich schwerer wiegen würden (und bedenklicher wären) als solche am Anleihenmarkt. Dennoch ist der Parallel-Ausverkauf ein "Eye-Catcher".

Demnach wäre das ominöse PPT die Fed selbst - zumindest aktuell.

Mit dieser These ließen sich auch die rätselhaften Anstiege der US-Aktienindizes seit März trotz grottenschlechter Fundamentals erklären. Es waren ja kaum Fonds-Profis dabei, die stark auf die miesen Fundamentals achten und das Risiko scheuten. Das dünne Volumen im Anstieg und die erstaunliche Marktbreite (es gab kaum führende Sektoren) deuten ebenfalls auf Future-Schüsse aus der PPT-Kanone hin.

Als flankierende Maßnahme zu den Stützungskäufen bombardierten die US-Medien unbedarfte Kleinanleger mit einer passenden "Gehirnwäsche", in der ständig von zarten Konjunktur-Pflänzchen, fallenden Sinkraten usw. gefaselt wurde, um zu suggerieren, dass "die Krise überwunden" sei. Gestern gipfelte die Kampagne darin, dass von der Bankenkrise in der Vergangenheitsform geredet wurde!

Sinn der Übung war vor allem, die Indizes so weit hochzutreiben, dass die US-Großbanken - nach wunschgemäß "erfolgreichem" Stress-Test - ihre Kapitalerhöhungen durchziehen konnten, was ja auch unmittelbar danach mit geradezu panischer Hast geschah. Am März-Tief wäre das nur mit einer katastrophalen Kursverdünnung möglich gewesen.

Dadurch, dass nun Scharen Unbedarfter/Kleinanleger/Deppen/Staatsfonds usw. die Neuemissionen dieser Bankaktien zeichneten, spart die US-Regierung bares Geld: Die Mittel zur Rettung der siechen Banken kamen so von Investoren, sonst hätte sie der  US-Steuerzahler aufbringen müssen. Schon im März haben Macher an der Wall Street immer wieder getönt, dass der Markt "dringend höhere Kurse" für die Kapitalerhöhungen braucht. Was lag da näher, dass die Fed nicht nur den Anleihemarkt, sondern auch den Aktienmarkt "stützte"? Kommt ja schließlich am Ende den Staatsfinanzen zugute....

Solche Aufwärtsmanipulationen am Aktienmarkt sind schon mit recht kleinem Aufwand möglich: Mit einer ähnlichen "schützenden Future-Hand" hat je selbst der kleine Trader Kerviel von SG den DAX zeitweise "kontrollieren" können. Kerviel musste für seine DAX-Stützung die Futures ja nicht mal kaufen. Es reichte oft, eine Riesen-Kauforder ins Bid zu stellen, um anderen Future-Tradern Angst zu machen, so dass sie von Shorts absahen und selber long gingen. (Freilich hat solche Manipulation Grenzen, wenn sie allzu sehr gegen die Fundamentals verstößt - das Beispiel Öl zeigt jedoch, dass die Grenzen sehr fließend sind...).

In #43662 ist ebenfalls davon die Rede, dass seit März in USA wochenlang eine solche Riesen-Kaufposition im Bid stand. Sie wurde dort offenbar "manuell" platziert (d.h. kein Computer-Trading).

"Der Markt" ist dann artig über dieses Stöckchen gesprungen: Shorts coverten, und Charttechniker sagten:  "Der Markt will halt noch oben und ignoriert schlechte Fundamentals. Man muss traden, was man sieht."

Insofern könnte die "Dressierung" der US-Anleger (u. a. in den Medien) zu "Chart-Fetischisten" sogar Kalkül sein. Nur so lassen sich solche tendenziell widersinnigen Käufe überhaupt veranlassen. Die eher fundamental orientierten Fonds blieben dem Markt ja trotz dieser Machenschaften aus gutem Grund fern...

Antworten
Malko07:

A.L. (#43685), richtig. Die Umsätze

8
28.05.09 09:50
an den Aktienbörsen ist seit längerem sehr mager. Kein Wunder, die Risikoaversion ist immer noch hoch und viele Marktteilnehmer sind immer noch unentschlossen. Sollen sie jetzt schon kaufen? Sollen sie jetzt verkaufen? Richtig ist auch, dass hohe Kurse erst Kapitalerhöhungen erfolgreich machen. Aber wieso PPT+= Fed, also diese alte Verschwörungstheorie? Die Banken wurden mit Liquidität überschüttet und deren Eigenhandel ist in diesem Jahr stark angestiegen. Sie selbst haben ein Interesse sich etwas aus der Staatshand zu befreien. Also zocken sie auf allen Märkten, nicht nur an den Aktienmärkten.

Die momentane Kurserholung ist für große Baissen auch nicht außergewöhnliches. Außergewöhnlich war bis jetzt nur die Absturzgeschwindigkeit. Stand da auch Fed und PPT dahinter?
Antworten
pfeifenlümmel:

Anti,

9
28.05.09 09:51
Deinen Vedacht hatte ich auch schon. Passend dazu möchte ich auch den steigenden Baltic Dry nennen.  Auch die Rohstoffe ziehen an. Meiner Meinung nach kaufen die Chinesen nicht mehr so stark die US Anleihen, sondern decken sich inzwischen massiv mit Rohstoffen aus ihren Dollarüberschüssen ein. Insbesondere sollen sie Eisenerze aus Australien in hohem Maße eingekauft haben.
Was den Aktienmarkt betrifft: Die Kurse entstehen teilweise aus Manipulationen ( über Future, Aktien und Rohstoffe ) und Stimmungsmache, weniger bestimmen fundamentalen Gründe die Kurse. Im Moment geistert immer noch das "Licht im Tunnel" durch die Medien; aber auch Sterne leuchten, sind  aber Millionen von Liichtjahren entfernt.
Für Ende 2009 und 2010 beginnt bei uns erst recht das Heulen und Zähneknirschen, wenn bedingt durch den fehlenden Export die Bilanzen im Minus enden. Das jetzige Betteln einiger AG´s ist nur die Spitze des Eisbergs; reicht man einigen die Hand, kommen immer mehr aus ihren Löchern.
Entgegenkommen seitens des Steuerzahlers wird sofort ausgenutzt; witttern die Amis Morgenluft bei der Rettung von Opel, werden sofort neue Forderungen ( 300 Millionen Ablöse )gestellt.
Antworten
Jing:

Schafft die Zenralbanken ab,

5
28.05.09 09:55
zumindest die regierungsabhaengigen/bzw. beeinflussbaren.
Nur - dazu braeuchte es eine Mehrheit informierter, verstaendiger Waehler.
Mit "Joe Sixpack" geht das nicht. Die bestehende Demokratie, ein Buerger
eine Stimme eignet sich dafuer auch nicht.
Die Waehlerstimmen muessten nach Ausbildung und Wissenstand quotiert werden.
Vergess es, unmoeglich einzufuehren.
Ausserdem lassen sich Sixpack & Co viel leichter manipulieren und etwas anderes
will man gar nicht. Hinterher kann immer entschuldigt werden: "Bitte, Ihr habt so
gewaehlt."
(Etwas bissig, ich weiss, aber doch die Tatsache).
Antworten
Anti Lemming:

Wie zynisch US-Medien die Dressur

2
28.05.09 09:55

zum reflex-tradenden Trendfolge-Chart-Affen durchziehen, zeigt mustergültig dieser gestrige Artikel von J. J. Cramer, Amerikas Ober-Aktienguru.  Ich sah darin übrigens ein perfektes Short-Signal ;-)

 


Believe It, There's Money to Be Made

J. J. Cramer - Street.com

05/27/2009 5:46 AM


On Tuesday I wanted to shoot myself, as always when I woke up and went online to see what was going on. Here's a partial list of the beautiful data points that were in my purview in the first hour of looking over the market:

1. A trenchant note from a major strategist at a bank I trust who is talking about why the market must be avoided because private-equity valuations are collapsing so what's the point of owning equities.

2. Brutal reports from the middle class front: People losing their homes to foreclosure because they simply are losing their jobs. Not deadbeats, it's the unemployed not being able to pay their mortgages.

3. A Far Eastern guru everyone seems to love and respect for heaven knows what reason spouting on TV that the U.S. is about to experience hyperinflation that will destroy equities and all purchasing power.

4. General Motors (GM - commentary - Trade Now) bondholders getting stuck holding next to nothing as the unions do pretty well considering that they are the most highly paid factory workers in the world.

5. North Korea threatening to destroy the Western and Eastern world or, if you look at that Dear Leader, maybe Kirby's "Fourth World."

When you read these, come on, don't you want to crawl under the bed? Don't you want to say that the stock market is a gigantic charade, a joke, something that belongs at zero or not even worth opening?

Don't you want to say that you are buying German stocks going into the Weimar Republic or Russian equities as Lenin stormed the winter palace? Doesn't it seem like a total exercise in foolishness?

Why bother, right?


And what happens? We catch one of the greatest rallies of the year, one that is so broad-based [Futures! - A.L.] that many stocks that haven't gone up in weeks, like the apparel stocks or even some of the biotechs and foods, actually make you money.

It's a mockery of the data and the outlook and the worldview. It is a travesty of a rally based on what we know.

Sure, we can point to the Richmond Federal Reserve's manufacturing report, a glowing one, or a Dallas Fed report that says the world isn't ending. Or a couple thousand people in the Michigan survey -- is it even that big? - who are feeling a little better.

But it is a totally intellectually dishonest rally, one based on nothing when you consider all the bankruptcies and capital destruction that must face us, right? Right? Right?

I mean isn't everything that has happened that is bad totally irreversible? Aren't we being told that every house that is for sale is just going to be for sale again because no one can afford them and the Fed is just printing money which has to destabilize things mightily in the out years?

Isn't every point advance a colossal joke on the poor people who are trying to catch that advance?

It's all a fraud, right?


Except it happened.
Every bit of that rally. Apple (AAPL - commentary - Trade Now) did go up 8 and then go up another 2 because China will soon have the iPhone. Google (GOOG - commentary - Trade Now) did go up 10 because the quarter is tracking better.

VF Corp. (VFC - commentary - Trade Now) did go up 2 because if retail is doing better they are doing better. Nike (NKE - commentary - Trade Now) did go up 2 because if the sales remain constant and the job cuts go through the earnings estimates are probably too low.

BHP Billiton (BHP - commentary - Trade Now) and Freeport McMoRan (FCX - commentary - Trade Now) did go up because China demand for copper is increasing. The restaurant stocks did go up because business hasn't fallen off a cliff.

The banks did go up because they made money when they turned the lights on and because they are not all idiots. Research in Motion (RIMM - commentary - Trade Now) rallied huge because Blackberry sales remain strong. Qualcomm's (QCOM - commentary - Trade Now) stock did leap 2 because numbers are better than expected and estimates are too low.

These things did happen.

The advances did occur.

What do you do if you are intellectually honest and you see these gains and you aren't getting them?

I will tell you what I did every time I was intellectually honest. I found reasons to hate it, and dismiss it: light volume, short-covering, foolish public buying of mutual funds, end of month mark-up, stupid foreign buyers, uninformed hedge fund managers trying to catch up to the averages. I would say, "Go take those points, they aren't worth it." I would stomp my feet and clap my hands and bang the desk and throw water bottles at those who wanted to grab those points.

FOOLS!

But you know what? No matter how hard I tried, I couldn't wish those gains for others away.

And I realized that all my arguments, all of them were just as valid at some lower level than they are now.

Of course, we can get to levels where all of the buying simply is nothing but courting danger.

But you can sell when that happens. You can get out.

That is not intellectually dishonest. It is flexibility. It is dexterity. It is being nimble.

It is called "making money."

And it is what we are supposed to do.

So, stomp your feet. Clap your hands. Close your eyes. Pronounce today as absurd as the day before and the day before that and go all the way back to March 6 when Wells Fargo (WFC - commentary - Trade Now) and Citigroup (C - commentary - Trade Now) told you they were making money and dismiss those ridiculous claims.

Decide that everything that has happened is bogus. Do it! You've got the macro data on your side. You have the facts on your side. The big picture: It's all yours.

I just want the money, the dishonest, intellectually dismissed money
, the money that shouldn't be made, the money that doesn't deserve to be made.

We will both go to the bank together. You can deposit the rigor; I'll deposit the money.

I like my bank account better.


At the time of publication, Cramer was long VF Corp., Nike, BHP Billiton, Qualcomm and Wells Fargo.

Antworten
CarpeDies:

@Malko

 
28.05.09 10:01
Könntest Du deine Aussage erläutern:
"QE sorgt dafür, dass dieser Effekt erheblich gemildert wird. Politisch ist die Geldmenge mittels QE auch einfacher beeinflussbar."

Auch dein erstes Statement, dass eine steigende Staatsverschuldung den "privaten" Märkten Geld entzieht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Jeder ist nach wie vor frei, sein Geld entsprechend umzuschichten, anders einzusetzen. Deine Aussage trifft nur zu, wenn alle gleichzeitig an ihre Kohle wollten...
Antworten
daiphong:

AL, eine gewisse Einigkeit unter den US-Banken,

6
28.05.09 10:05
eine solche Rallye loszutreten, reicht vollkommen als Erklärung auch für die Futures aus. Sie sind durch die Fed liquide genug, um das alleine zu machen. Interessant wirds, wenn die Einigkeit zerfällt, wenn die Distribution und Weitergabe der Aktien nicht mehr gelingt, wenn durch eine Rallye Öl, Zinsen, Inflationserwartungen zu hoch gehen, Dollar zu tief, wenn also die Fed selbst das Bläschen 3.0 wieder begrenzen muss.
Antworten
Nörgeli:

Köstlich!

4
28.05.09 10:11
General Motors düpiert Merkels Krisenteam

Washington schickte einen drittklassigen Vertreter, General Motors forderte im letzten Moment 300 Millionen Euro von Berlin: Der Opel-Gipfel ist dramatisch gescheitert, die deutschen Unterhändler stehen mit leeren Händen da. 26.000 Opelaner bangen weiter um die Rettung ihres Arbeitgebers.

weiter: www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627254,00.html


Aber macht nichts, irgentwo werden unsere Helden schon ein paar Millarden auftreiben, ist ja Wahljahr.
Ich bab`s ja gewußt! Warum hab ich nur nicht danach gehandelt?
Antworten
Anti Lemming:

Malko - Stützung bei fallenden Indizes

5
28.05.09 10:16
Als es Anfang des Jahres rapide nach unten ging, war der Aktienmarkt  ebensowenig durch Stützungskäufe aufzuhalten, wie es zurzeit der Markt für US-Staatsanleihen ist (die Bonds-Kurse fallen, und die Fed kann mit QE nicht dagegenhalten).

Ursache für den Aktien-Absturz war u. a. hoher Margin-Kredit, der erst mal abgewickelt werden musste (durch Zwangsliquidierung), ehe man überhaupt auch nur von einem (temporären) Boden träumen konnte. Dieser stellte sich erst ein, als der SP-500 in Niederungen unter dem 2003-Tief angelangt war (666), die eine Bodenbildung auch charttechnisch zumindest wahrscheinlich machten.

Erst ab diesem Punkt machte es überhaupt erst Sinn, das beginnende Aufwärtsmomentum durch die besagte "schützende Hand" zu stützen. Es war zugleich die Zeit, als die US-Regierung zig Rettungs-Programme aller Art aus dem Hut zauberte. Was liegt da näher, als diesen Programmen durch (nun wieder) steigende Aktien-Kurse zusätzliche Kredenz zu geben?

Die Stützspielchen, bei denen sicherlich auch Eigenhandel der Banken mitgespielt hat, wurden so lange durchgezogen, bis die Bankaktien wieder hoch genug standen, um die notwendigen Kapitalerhöhungen durchzuführen. Da diese KEs nun durch sind, kann die schützende Hand jetzt auch mal wieder kurz weggezogen werden (ist sonst auf Dauer zu kostspielig und wirkt unglaubwürdig).

Langfristig lässt sich mit solchen Manipulationen natürlich nichts gewinnen. Kurzfristig erlauben sie, Zeit zu schinden. Außerdem brachten sie die hohen KE-Kurse für die Banken. Das Zeitschinden erfolgt in der Hoffnung, dass die Banken durch die steile Zinskurve in der Zwischenzeit von allein etwas gesunden (billig leihen, teuer ausleihen). Außerdem wird Zeit gewonnen, bis die  2-Billionen-Bailouts wirken. Das Geld muss freilich zuvor erst mal bei den Chinesen und Arabern eingesammelt werden. Auch dabei wirken hohe Aktienkurse "vertrauensbildend".

Dass die gestern fallenden Staatsanleihen-Kurse ebenfalls vertrauensbildend wirken, wage ich allerdings zu bezweifeln. Wenn die Bieter-Ratio bei der heutigen Auktion der 7-jährigen schlecht ausfällt und der Kursverfall am Bondsmarkt sich fortsetzt, sieht es finster aus für Blase 3.0.
Antworten
Contrade 121:

AL Zahlen, Deutschland

 
28.05.09 10:18
Ich glaub' das nicht: Jetzt fangen die hier auch schon an mit "better than expected".... Der Lerneffekt in Puncto Ökonomie in Europa wirkt zwar zeitverzögert, aber er wirkt! Definitiv.

Arbeitslosenzahl steigt überraschend deutlich

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Mai überraschend um 127.000 auf 3,458 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote ging damit um 0,4 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent zurück.
Quelle:www.godmode-trader.de/front/index.php?p=news&ida=1250021
Antworten
Anti Lemming:

Kann man bei GM nicht die 300 Lehman-Mio.

8
28.05.09 10:18
verrechnen, die jener Suppenkasper von der KfW am Tag der Pleite an Lehman überwiesen hatte?
Antworten
CarpeDies:

Wie sich der Kreis schliesst

8
28.05.09 10:19
Wie AL gut beschrieben hat und ich es mal drastischer ausdrücke: Die Fed kauft den eigenen Schrott von den Chinesen zurück. Das war so sicher nicht geplant. Die Tatsache dass sich jetzt ein Grossteil der Investitionen in Kurzläufer ergiesst, ist ein nicht zu übersehendes Alarmzeichen.
Die Schlinge wird damit sehr viel enger gezogen, die Gläubiger implementieren ein schnelles Exit-Szenario.
Damit droht den USA das, was die HRE schon erlebt hat: wenn die Kurzläufer sehr teuer werden, dann können die langfirstigen Schulden nicht mehr bedient werden. Der kleine Unterschied: es gibt niemanden, der die USA dann "bailouten" könnte
Antworten
Malko07:

CarpeDies, wenn in unsicheren Zeiten wie

7
28.05.09 10:25
diesen der Staat viel Geld abschöpft (Staatsverschuldung) kriegt der Privatunternehmer weniger ab oder er muss mehr dafür zahlen. Die "Geldmenge" bleibt ja gleich ob nun ein Unternehmer oder der Staat Anleihen emittieren wollen.  Würde der Staat alles aufsaugen um es anschließend zu verteilen hätte er die Privatwirtschaft erfolgreich abgeschafft.

Bei QE ist der 2. Satz wirklich verwirrend. Entschuldigung.  Gemeint war, dass QE im Gegensatz zu direkten Zinssatzmanipulationen  feiner und geheimer wirken kann. Es gibt sogar monetaristische Modelle, in denen die Zinsen nur über QE manipuliert werden. Die Steuerung ist feiner und in beiden Fällen (Leitzinsen, QE) steigt oder sinkt die Geldmenge.

Jing, es gibt auch keinen Grund, dass es unabhängige Zentralbanken gibt. Einfache Begründung: Es gibt in der Realität keine Unabhängigen und auch ein Unabhängiger könnte den Markt nicht durchblicken und richtig steuern. Sie sind so überflüssig wie ein Kropf, sie sind der weg in den Sozialismus.
Antworten
daiphong:

kann man aktuelle US-Bankbilanzen einsehen?

 
28.05.09 10:30
Ich vermute, dass sie mit Treasuries vollgepumpt sind und darüber QE bisher wesentlich läuft. Dann dürfte es weitere Gründe für bald wieder anziehende Kurse und sinkende Börsen geben
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Malko07:

Ich bin verwundert, was man hier alles weiß.

2
28.05.09 10:32
Wieviel hat die Fed denn die letzten Tage von den Chinesen abgekauft? Und was machen die Chinesen jetzt mit den Dollars? Fragen über Fragen. Und was macht derjenige, der den Chinesen was gegen Dollars verkauft? Kauft der dann US-Staatsanleihen oder verbrennt er die Dollars? Noch größere Fragen!
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CarpeDies:

Eilmeldung auf der ftd

6
28.05.09 10:44
Einbruch der Aufträge im Maschinenbau um 58%
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