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Der USA Bären-Thread


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Die Geiselhaft, in der die Kapitalmärkte und

6
23.05.11 13:16

Banken unsere Gesellschaft haben wird enden wenn es zu politischen und gesellschaftlichen Reformen kommt.
Hier liegt das größte Versäumnis der Politik. So lange hier keine Änderung im System erfolgt, werden die Politiker weiterhin gebannt auf die Kapitalmärkte schauen.

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Anti Lemming:

Reformen

5
23.05.11 13:32
werden nicht reichen. Es muss eine Enteignung der Banker geben. Am einfachsten schafft man das, indem man die PIIGS pleite gehen lässt und die Banken - die ja Verursacher waren - dafür bluten lässt ;-)  Das ist für das Volk immer noch billiger, als die PIIGs für die Banker mit Steuergeldern auszubailen.
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wawidu:

zaphod # 81491

 
23.05.11 14:06
Ergänzend hierzu: Wie die Indikatoren RSI, CCI und MACD kann auch das Sentiment über Wochen und Monate hinweg im unteren Extrembereich oszillieren - und die Kurse fallen permanent.

Hier mal eine schöne Studie des NDX-Stundencharts. Der Zusammenhang mit den deutlich fallenden Money Flow Indizes lässt sich hieraus sehr gut erschließen: Zwischen dem 18. April und Anfang Mai wurde über die Futures sehr viel heiße Luft in den Markt geblasen, und dann folgte bis zum 12. Mai eine Phase verdeckter Distribution, die seit dem 13. Mai in offene Distribution überging.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 405594
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@AL, Enteignung der Banker?

7
23.05.11 14:21

Wie soll das gehen. Banker sind in der Regel Angestellte die nicht haftbar sind und nur über ein begrenztes Vermögen verfügen. Die Eigentümer der Banken, Aktionäre, öffentliche Körperschaften, Genossen etc. haften nur mit ihrem begrenzten Einlagevermögen/Eigenkapital.

Die Masse der verliehenen Gelder sind Spargelder von Einzelpersonen die entweder über Einlagen in den Banken liegen oder in Versicherungsverträgen angespart worden sind.

Es ist zwar populär "Die Banker sollen bezahlen" als Schlagwort in die Runde zu werfen, führt allerdings vollkommen an der Realität vorbei.

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ivan73:

#Permanent #81504

3
23.05.11 14:26
Trotzdem brauchen wir ein "Bis hier hin und nicht weiter". Mit der Pleite einiger Banken würde ein Signal zur Umkehr gesetzt werden. Wenn es schief gehen würde, wäre der Effekt mMn nur vorgezogen.
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permanent:

@ivan73

8
23.05.11 14:34

Was hätten wir gewonnen wenn Banken pleite gehen?
Banken sollen sich an den Verlusten beteiligen, die Macht der Banken muss gebrochen werden, alles richtig aber eine Bankenpleite ist nicht Zielführend und gesamtgesellschaftlich gesehen auch nicht wünschenswert.
Eine Begrenzungslinie für Banken ist richtig aber der Weg über Konkurse würde das gesamte System unserer Wirtschaft in Frage stellen.

Bist du dazu bereit? Bist du dafür bereit?

Einen solchen Kollaps -absolutes Doomsdayszenario- würden nur sehr wenige wirtschaftlich überleben.
Dann wäre der Zeitpunkt gekommen um "Malko´s" Raviolidosen einzulagern. Wen würdest du damit treffen??

Die Banker?? Wahrscheinlich nicht, die sind dann lange in Sicherheit.

Opfer nur als Prinzip zu erbringen haben noch nie zum Erfolg geführt.

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Krisensitzung in Athen

3
23.05.11 14:36
Die Zeit drängt

Krisensitzung in Athen

Griechenlands Ministerpräsident Papandreou stellt einen neuen Plan mit zusätzlichen Maßnahmen zum Schuldenabbau und zur Haushaltssanierung vor. Zeitungsberichten zufolge plant die Regierung in Athen unter anderem weitere Gehaltskürzungen für Staatsbedienstete, Steuererhöhungen und Privatisierungen.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat eine Sondersitzung seines Ministerrates einberufen. Einziges Thema: Neue harte Maßnahmen zur Sanierung des Landes. Griechenland hat offenbar nur noch bis Mitte Juli Geld, um seine Verpflichtungen zu erfüllen und Löhne sowie Pensionen zu zahlen. Am Dienstag will Papandreou auch die Oppositionschefs über den Ernst der Lage informieren und ihre Zustimmung einfordern, hieß es.

Erstmals erwägt die Regierung die Entlassung von Staatsbediensteten mit Vollzeitjobs. Medienberichten zufolge sind auch weitere Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst und Steuererhöhungen im Gespräch.

EU und IWF zögern

Um aus der Zwickmühle zu kommen, braucht Athen dringend die nächste Tranche der kombinierten Hilfe von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von zwölf Mrd. Euro. Die Experten der EU und des IWF haben bislang aber kein grünes Licht für die Auszahlung der benötigten Hilfe gegeben, weil das bisherige Sparprogramm unzureichend sei.

Athen muss ein neues vierjähriges, noch härteres Sparprogramm vorlegen. 50 Mrd. Euro sollen vom Verkauf staatlicher Immobilien sowie aus Privatisierungen und der Verschlankung des Staatsapparates kommen. Zudem muss Athen allein in diesem Jahr weitere sechs Mrd. sparen.

Gespräche mit Vertretern von IWF und EU sind für diese Woche vorgesehen. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte am Wochenende den Druck auf die Regierung in Athen verschärft und angekündigt, das Privatisierungsprogramm enger als bisher zu begleiten.

Unterdessen forderte EU-Währungskommissar Olli Rehn Griechenland eindringlich zu mehr Reformen auf. Das Land müsse seine Haushaltssanierung ernsthaft verstärken und auch bald die Privatisierung angehen, sagte Rehn. "Das sind ganz dringende Angelegenheiten", sagte er. Das Risiko eines Finanzkollaps sei im Griff, aber nicht gänzlich aus der Welt, sagte er. Ein Staatsbankrott müsse verhindert werden, um eine Abwärtsspirale zu vermeiden.

Quelle: rts/dpa

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wawidu:

kicky # 81474

3
23.05.11 14:41
"Es stellt sich die Frage, wie es die Händler an den Trading-Tischen der Grossbanken schaffen, dauernd ein derart goldenes Händchen mit ihren Spekulationen zu haben. Sind die «boys» aus dem Investment Banking tatsächlich die vielen Millionen Dollar an Gehalt und Boni wert, die ihnen die Finanzinstitute stets zukommen lassen? Das wäre eine Erklärung für den herausragenden Leistungsausweis. Eine andere wäre, dass die Banken aufgrund ihrer Marktmacher-Funktion einen sehr guten Einblick in Transaktionen haben – und diesen dann zu ihren Gunsten ausnutzen."

ME haben die US-Großbanken deswegen einen sehr guten Einblick in die Transaktionen, weil sie zwar über das "Markit-Kartell" miteinander "verschwägert" sind, doch sie dürften sich auch gegenseitig permanent belauern, denn das "Große Spiel" ist die "Reise nach Jerusalem". Haie sind Kannibalen, und ein verletzter Hai wird von seinen Artgenossen gefressen (siehe Merrill Lynch, Lehman, Washington Mutual und AIG!)
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ivan73:

#Permanent

8
23.05.11 15:06
Ausbailen bis zum "geht nicht mehr" endet auch bei Ravioli. Ich wollte nur damit sagen, daß Verluste auch von den Verursachern (mit-)getragen werden sollten. Momentan herrscht bei den Banken eine "Vollkasko"-Mentalität, dies muß unbedingt aufhören. Ich bin natürlich nicht dafür, die komplette Banken-Landschaft zu zerschlagen, ein paar Exempel würden schon reichen.
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ivan73:

Papandreou warnt EU-Partner vor

6
23.05.11 15:19

griechischem Zahlungsausfall, falls fünfte Bailout-Tranche nicht fristgerecht fließen sollte.

http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=12275

Papandreou warnt  EU-Partner vor griechischem Zahlungsausfall

By Roman | Mai 23, 2011

 

Griechenlands Premierminister Papandreou gab am Wochenende zum ersten  Mal öffentlich zu, dass sein Land wahrscheinlich nicht dazu in der Lage sein  wird, bereits im Jahr 2012 an die Bondmärkte zurück zu kehren. Eine autarke  Kapitalaufnahme an den globalen Staatsanleihemärkten ab 2012 war jedoch Teil des  Plans, auf dem die Bailoutzusage der EU und des IWF für Griechenland basierte.  Wie Daten des Internationalen Derivateverbands zeigen, begannen Investoren  bereits zwei Jahre vor Bekanntwerden der griechischen Verschuldungsproblematik  auf einen Bankrott des Landes zu spekulieren.

Papandreou spricht von einem unmittelbar bevor stehenden Zahlungsausfall  Griechenlands, falls fünfte Bailout-Tranche nicht fristgerecht fließen  sollte

Wie Papandreou am Sonntag im Rahmen eines Interviews gegenüber der  Tageszeitung Ethnos erklärte, mache es zum jetzigen Zeitpunkt nicht den  Eindruck, als ob Griechenland dazu in der Lage sein werde, bereits wieder ab dem  Jahr 2012 Kapital an den internationalen Bondmärkten aufzunehmen. Teil des  Abkommens mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds in  Bezug auf die Bailoutzusage in Höhe von 110 Milliarden war es, dass Griechenland  ab 2012 aus eigener Kraft wieder Staatsanleihen in einem Umfang von 27  Milliarden emittieren sollte, um seine fälligen Rechnungen zu bezahlen.  Papandreou ergänzte, dass sein Land höchst wahrscheinlich einen Zahlungsausfall  auf seine ausstehenden Schulden erklären müsse, falls die fünfte Tranche aus dem  ehemals zugesagten Bailoutpaket nicht rechtzeitig zur Auszahlung komme.

Eine Entscheidung über die Auszahlung von weiteren 12 Milliarden Euro soll  nach Vorlage des Fortschrittsberichts der Europäischen Union im Juni getroffen  werden. Die so genannte Troika aus EU, IWF und EZB wird dann ermessen, ob es zu  weiteren Finanzhilfen an Griechenland kommt oder nicht. Die griechischen  Staatsanleihezinsen sind in den vergangenen Monaten exorbitant gestiegen, weil  die Kreditgeber des Landes die Befürchtung hegen, dass eine  Schuldenrestrukturierung oder ein Bankrott unmittelbar bevorstehen könnten.  Derzeit notieren die Zinsen auf die richtungsweisende 10-jährige griechische  Staatsanleihe bei rund 17 Prozent. Damit liegt die Zinsdifferenz im Vergleich  mit deutschen Bunds gleicher Laufzeit bei ungefähr 14 Prozentpunkten. Papandreou  fügte in dem Interview weiter an, dass Griechenland selbst dann nicht an die  Bondmärkte zurückkehren könne, wenn es wieder staatliche Haushaltsüberschüsse  produzieren wird. Wann dies der Fall sein könnte, ließ der Premier gänzlich  offen.

Die deutlichen Aussagen führender griechischer Politiker weisen darauf hin,  dass das Land zusätzliche Finanzhilfen seitens seiner Notkreditgeber benötigen  dürfte. Diese Finanzhilfen werden wahrscheinlich mindestens einen Umfang von 27  Milliarden Euro erreichen, somit den Betrag, den sich die griechische Regierung  im Hinblick auf die ehemaligen Pläne in 2012 eigentlich an den Finanzmärkten  besorgen wollte. Überdies sprachen sich einige politisch Verantwortliche der  Europäischen Union für die Idee einer Schuldenrestrukturierung Griechenlands  aus. Darunter befand sich auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble,  der gestern gegenüber Bild am Sonntag erklärte, dass Griechenland seine  Schuldenkrise irgendwann meistern werde, falls sowohl private als auch  öffentliche Gläubiger die Lasten eines Haircuts teilten. Auch Luxemburgs  Premierminister Juncker sagte, dass eine griechische Schuldenrestrukturierung in  Angriff genommen werden könnte, wenn das Land seinen Haushalt wieder unter  Kontrolle gebracht haben wird. Wie Juncker gegenüber dem Spiegel mitteilte,  könne eine Restrukturierung auf Basis einer Verlängerung der Laufzeiten  griechischer Bonds sowie der Senkung der darauf zu zahlenden Zinsen durchgeführt  werden.

Die Spekulationen unter den globalen Marktteilnehmern auf einen möglichen  Zahlungsausfall Griechenlands begannen zu einem weitaus früheren Zeitpunkt als  allgemein angenommen. Wie publizierte Informationen aus der offiziellen  Datenbank des Internationalen Derivateverbands zeigen, notierten die in  Griechenlands Credit-default Swaps (CDS) investierten Kapitalbeträge zwischen  Juni 2009 und März 2010 bei täglich $450 Millionen. Dies war lange bevor Athen  erstmals öffentlich zugab, dass das Haushaltsdefizit des Landes vollkommen außer  Kontrolle geriet, was letztendlich zur Aufnahme der Bailout-Gespräche mit den  europäischen Partnerländern und dem IWF führte.

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daiphong:

Chicago Fed National Activity Index rückläufig

4
23.05.11 15:26
(verdammte Eurokrise ;-))

14:41 23.05.11

Chicago (aktiencheck.de AG) - Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für April 2011 einen Rückgang beim National Activity Index.

Wie am Montag mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,45 Punkte verschlechtert, nachdem für März ein Wert von +0,32 Punkten ausgewiesen worden war.

Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,12 Punkten gemeldet, nach +0,08 Zählern im März.

Ein Indexstand von null signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf historischem Trendniveau. Weist der Index einen positiven Stand auf, deutet dies auf eine Expansion oberhalb des historischen Trendniveaus hin. (23.05.2011/ac/n/m)
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US Worse Off Financially Than Euro Nations: Walker

5
23.05.11 15:44
US Worse Off Financially Than Euro Nations: Walker
ECONOMY, US, AUSTERITY, BUDGET, TAXES, POLITICS, ITALY, GREECE, SPAIN
Posted By: Jeff Cox | CNBC.com Staff Writer
CNBC.com
| 23 May 2011 | 09:25 AM ET

The US is spending $4 billion a day more than it is taking in, putting the country on an unsustainable fiscal path perpetuated by both Democrats and Republicans, according to David Walker, head of the Comeback America Initiative.

Solving America's problems will require a combination weighted toward spending reductions but one that also will require spreading the taxation burden around more evenly, said Walker, the former US comptroller general.

"We're not growing enough and we're not going to grow our way out of this problem," he said in a CNBC interview. "We would have to have double-digit real GDP growth for decades to grow our way out of this hole."

Walker's organization promotes fiscal stability and is warning that the US is trailing many other developed nations in terms of getting its fiscal policies in order.

In fact, according to an index that Comeback America developed, the US is in worse shape from a fiscal standpoint than debt-plagued nations such as Italy or Spain, he said.

With the nation hitting its $14.294 trillion debt ceiling and in need of an extension, Congress is debating the proper mix of tax increases and spending cuts so that the US does not end up like weaker euro zone nations such as Greece, Spain and Portugal that are in danger of debt defaults.

Walker leans more towards the spending-cut side, but also sees inequities in the tax structure that must be corrected to help generate revenue.

 

"We have to broaden the base—51 percent of Americans don't have any income taxes," he said. "That's not acceptable in a democracy."

The richest Americans are paying just 18 percent income tax rates even while the top marginal rate is supposed to be 35 percent, he said.

Straightening out the imbalances will be a tough choice for politicians and, Walker said, will be an integral part of next year's presidential campaign.

"The 2012 election is going to have to be about what's the proper role for government," he said. "How are we going to solve our financial problems?"

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Amazon Shorts zur Hälfte wieder

4
23.05.11 15:51
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Anti Lemming:

Bei Bankpleiten

13
23.05.11 15:59
trifft es in erster Linie die Aktionäre und Bondhalter der Banken. Diese würden bei PIIGS-Pleiten (ohne EZB- oder Hilfsfonds-Rettung) mehr oder minder Totalverlust erleiden. Das wäre in Anbetracht des unverhältnismäßig hohen Risikos, das sich die Banken in den PIIGS aufgeladen haben (Gier der 25%-EK-Rendite), auch richtig so.

Früher -  in Vor-Staatsbailout-Zeiten - nannte man das "unternehmerisches Risiko". Es war selbstverständlich, dass man für die eingegangenen Risiken persönlich haftet. Man wollte im Erfolgsfall ja auch privat den Nutzen daraus ziehen.

Wer in eine Firma investiert bzw. sich an ihr beteiligt, die wegen Fehlleistung oder schlechter Konzeption zugrundegeht, kann nicht erwarten, von der Allgemeinheit die Kosten erstattet zu bekommen. Wer eine Pommesbude oder Videothek aufmacht, die nicht läuft (oder ohne Versicherung abbrennt), kann auch nicht zum Finanzamt gehen und sich die Kosten für die Einrichtung/Investitionen erstatten lassen.

Genau das aber wird seit 2008 von den Banken/Politikern in USA und Europa praktiziert - erst als Notgeburt, inzwischen aber schon als dreiste Routine.

Das ganze Herumgeeier um die PIIGS-Rettung hat den Hintergrund, dass Merkel und Co. sehr genau wissen, dass ein zweiter Banken-Bailout wie in 2008 vom "Steuerzahler" nicht mehr hingenommen würde. Das wäre weder politisch vermittelbar noch durchsetzbar. Die Aktionäre und Bondhalter zählen aber zu Merkels engster Klientel (sie sind, wie Wall Street, Teil der "Finanzmafia", die in USA längst die Macht übernommen hat).

Im Interesse der deutschen Finanzmafia versucht Merkel deshalb - ganz im Paulson-Stil - einen verkappten Banken-Bailout, der pro forma von europäischen Hilfsfonds finanziert wird, faktisch aber größtenteils vom dt. Steuerzahler, weil der hinterher die meisten Mittel für den Hilfsfonds nachschießen muss. Das Ganze ist ein riesiges Versteckspiel, mit dem verborgen werden soll, dass der dt. Steuerzahler nun schon ein zweites Mal im großen Stil für die Verzockerschäden "seiner" Finanzmafia aufkommen soll.

Motto: Durch Eingehen von Irrsinns-Risiken jährlich 25 % EK-Rendite abgreifen und privatisieren (Boni-Zahlungen), solange "die Musik noch spielt" - um dann beim unausweichlichen Totalverlust ("Reise nach Jerusalem") die Hand beim Steuerzahler aufzuhalten - d.h. die Verzockerverluste zu sozialisieren.

Das ist keine "freie Marktwirtschaft" mehr, sondern finsterstes Stamokap. USA macht es vor, Merkel äfft es nach.

Folglich die zig politischen Spielarten der "Euro-Rettung", für die es aber keine schmerzfreie Lösung geben KANN. Irgendwer MUSS am Ende zahlen. Ich finde eine Lösung, bei der die Verantwortlichen (Aktionäre, Bondhalter) persönlich haften bzw. bluten, sehr viel angemessener als eine erneute Ausbail-Aktion durch die Allgemeinheit. Dass das "zur Katastrophe" führen würde, glaube ich nicht. Solche Behauptungen sind pure Propaganda. War das nicht schon 2008 das von Paulson vorgetragener "Erpresser-Argument"?

Wie lange NOCH wollen Politiker uns diese "too big to fail" Spielchen zum Ausbailen ihrer Klientel zumuten?
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Anti Lemming:

SP-500 "mit Schwung" abwärts

3
23.05.11 16:15
durch die 50-Tage-Linie.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 405630
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Sollte ein großes Institut

7
23.05.11 16:19

tatsächlich Pleite gehen, so würde Chaos ausbrechen. Nehmen wir die Dt. Bank als Beispiel:
Bei einer Bilanzsumme von gut 1900 Mrd. Euro, wäre die Pleite dieses Institut gleichzusetzen mit der Pleite der BRD und damit dann auch der Eurozone.
http://www.deutsche-bank.de/ir/de/download/...bericht_2010_gesamt.pdf
Es ist eine Traumtänzerei anzunehmen eine solche Pleite könnte wirtschaftlich überlebt werden.

Banken sollen für ihre Unvernunft zahlen, dann sollte Politiker jedoch auch in die Haftung genommen werden.

Es ist nicht richtig Banken immer wieder ungeschoren davonkommen zu lassen jedoch muss man immer auch den möglichen Gesamtschaden im Blick haben.

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Bärentatze:

In einer Demokratie dauern Veränderungen.

9
23.05.11 16:29
Wenn die CDU sich wundert dass sie Landtagswahlen verliert bei diesen Regierungsstil dann ist denen auch nicht zu helfen. Wir Wähler werden häufig als Stimmvieh beachtet, und sind in der Masse leicht manipulierbar, aber wenn die CDU-Politiker nicht langsam eine Linie hinbekommen, dann werden sie weitere Wahlen verlieren. z.B. ZickZackkurs mit der Atom-Laufzeitverlängerung.

Oder, auf die bösen Griechen schimpfen, nur weil man hierzulande mit der Einführung der Rente bis 67 sein Volk in die Verantwortung nimmt. Wobei es vielen klar ist was auch mit der Piigs-Rettung eigentlich bezweckt werden soll. Vergangene Versäumnisse der Politik auszusitzen. (Eurobeitritt GR, wenig regulierte Banken/Hedgefonds)

Anstatt zu agieren reagieren (oder lassen sich treiben) die Politiker. So werden weitere Versäumnisse später ihre Auswirkungen entfalten. z.B. dieser tolle Aufschwung, ich möchte diesen nicht schlecht reden, aber dieser ist sehr exportlastig. Ob das den Politikern klar ist? Wann sind Bundestagswahlen? Ich habe gehört das eventuell Steinbrück für die SPD antritt.
Gruß Bärentatze

Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
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Anti Lemming:

Permanent - # 516

15
23.05.11 16:34
Das ist genau das "too big to fail"-Erpresserargument.

Das Perverse ist, dass die Großbanken dies sehr genau wissen und bewusst in ihr Kalkül einbeziehen, indem sie besonders hohe Risiken eingehen. Die 25 % EK-Rendite, die Ackermann - wie er mit "stolzgeschwellter Brust" verkündet - erneut erzielen will, sind nur durch das Eingehen exorbitanter Risiken möglich, die wiederum im (letztlich unvermeidlichen) Verzocker-Fall erneut Staatsbailout nötig machen.

Ackermanns Geschäftsmodell läuft letztlich auf Mega-Gezocke mit "Staats-Put" hinaus.

Würde es die latente Staatsbailout-Garantie nicht geben, würden Leute wie Ackermann sehr viel kleinere Räder drehen, und das wäre auch gut so. Paul Volcker war exakt auf dem richtigen Weg, als er die Banken durch die Finanzreform so klein machen wollte, dass sie im Pleitefall nicht mehr "systemrelevant" sind. Aber Wall Street und deren Washingtoner Vasallen haben Volcker an die Wand gedrückt und diese Regelungen bis zu Unkenntlichkeit verwässert.

FAZIT: Es darf nicht länger hingenommen werden, dass Banker mit diesen Erpresser-Spielchen, an denen sie sich im Erfolgsfall schamlos bereichern, durchkommen.
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Marlboromann:

Ich hab mir mal die Commerzbank angeguckt

9
23.05.11 16:43
Der USA Bären-Thread 405640
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permanent:

Ja AL da sind wir ja im Grunde

12
23.05.11 16:49

genommen einer Meinung. Nur sehe ich die Verantwortlichen in der Politik. Hier müssen die Weichen gestellt werden und nicht in den Bankzentralen.
Die Politik muss die Handlungsspielräume neu definieren und hier wurde bisher versagt. Durch die Staatsbailout Politik wurde Zeit erkauft, kostbare Zeit die nun verstreicht ohne Reformen zu sehen.

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Anti Lemming:

QE2 ging in die Hose

9
23.05.11 16:51

May 23, 2011, 10:18 a.m. EDT
QE2 was a bust
Economic data is worse than before

By Brett Arends, MarketWatch

BOSTON (MarketWatch) — It‘s cost $600 billion of your money. And it was supposed to rescue the economy. But has Ben Bernanke’s huge financial stimulus package, known as “Quantitative Easing 2,” actually worked as planned?

QE2 is being wound down in the next few weeks. Fed Chairman Ben Bernanke has said it has left the economy “moving in the right direction.”

But an analysis of the real numbers tells a very different story.

Turns out the program has created maybe 700,000 full-time jobs — at a
cost of around $850,000 each.
(Wenn man dann noch bedenkt, dass die meisten Jobs Bullenbrater, Hilfskräfte am Verkaufstresen oder "Rückenkrauler" im Altersheim waren... A.L.)

House prices are lower than before QE2 was launched. Economic growth is slower. Inflation is higher.

Yes, it’s sparked a massive boom on the stock market. Ordinary investors have started piling back into shares again. And last week we saw the latest example of the return of animal spirits on Wall Street, as stock in new dot-com LinkedIn (NYSE:LNKD)  skyrocketed on its debut.

But even the stock market boom hasn’t been what it appears. An analysis shows that most of the rise in the Standard & Poor’s 500 Index under QE2 has simply been a result of the decline in the dollar in which shares are measured.

The truth? QE2 has created a massive new bubble in dollar-based financial assets, from stocks to gold. [Mein Reden, A.L.] Meanwhile, it has had zero visible effect on the real economy.

Take jobs. According to the U.S. Labor Department, since last August the number of full-time workers has gone up by just 700,000, from 111.8 million to 112.5 million.

At a cost of $600 billion, that’s $850,000 a job.

The picture’s even more meager. Over the same period, the number of part-time workers has gone down by 600,000. In other words, we’ve basically shifted 600,000 or 700,000 workers from part-time jobs to full-time jobs.

The percentage of the population in work is actually lower today — 58.4%, compared to 58.5% last August. The percentage of the workforce in actual work, the so-called “participation rate,” has fallen by half a percentage point.

Housing is double-dipping. Big time. According to the National Association of Realtors, the average price of an “existing” (i.e. used) home was $177,300 in August, just before QE2.

Today? It’s $163,700 — or 8% less.

Economic growth has slowed. It was 2.6% last summer. It’s a miserable 1.8% now.

Meanwhile inflation has risen, from 1.2% before QE2 to 3.1% now.

Okay, maybe the economy would have been even worse without QE2. But the data do puncture any claim that these economic policies are working as advertized. Economists are now growing more and more gloomy about the outlook ahead. Retailer Gap on Friday became the latest economic bellwether to warn on weak sales and rising costs.

Meanwhile QE2 has created an entirely artificial bubble in all dollar-based assets.

Look at the stock market. Since Aug. 27, when Bernanke unveiled his plan for QE2 in Jackson Hole, Wyo., the S&P 500 has risen by 26%.

So far, so good, right? But it’s an illusion. What’s really happened is a decline in the value of the dollars that the shares are measured in.

Measured in hard currencies, the stock market boom has been much less impressive. In Swiss francs, the S&P has risen by just 8.4% since Aug. 27. In currencies like the Swedish krone and Australian dollars it’s even less. Measured in gold, the S&P 500 is up just 4.5%.

Meanwhile the illusion of a boom is causing all sorts of investors to take crazy risks. Witness LinkedIn’s IPO. Economists from the so-called “Austrian” school say this is a reason to go back to a gold standard. It certainly makes you wonder what’s next.

www.marketwatch.com/Story/story/...832B-11E0-B24D-00212804637C

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Anti Lemming:

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3
23.05.11 16:52
Es macht keinen großen Sinn, Politik und Großbanken voneinander zu trennen. In USA machen "die Goldmänner" die Politik, und Washington inkl. Fed sind deren Vasallen.
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permanent:

AL, sicher macht es Sinn Staat und Banken

6
23.05.11 17:02

zu trennen. Hier liegt doch der Ursprung der Problematik. Durch gute Lobbyarbeit haben die Banken Gesetze zu ihren Gunsten beeinflusst. Damit muss schluss sein, die Politik muss sich durch Reformen freischwimmen.

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Anti Lemming:

Banken und Staat

14
23.05.11 17:09
müssten in der Tat getrennt werden.

Und die Banken müssten so klein werden, dass sie im Verzockerfall nicht mehr ausgebailt werden müssen, weil sie nicht mehr systemrelevant sind.

Nur wollen die Banker dies nicht - aus gutem Grund (Argument in # 518).

Daher werden Reformen erst zu Reförmchen, bis sie am Ende komplett verwässern und alles weiterläuft wie bisher. Genau so lief es in USA seit 2009. Obama hat die Chance zum historischen "Wechsel", den er großspurig ankündigte, komplett verpasst. Er ist ein Schauspieler und Massenverführer im Dienste der Zockerbanken, mehr nicht.

Die Macht haben nach wie vor die Banken, und sie üben diese Macht auch weiterhin schamlos auf Politiker (die sie in USA mit Wahlkampfspenden bestechen) aus.

Wer glaubt, in einem solchen System könnten Politiker eine Kehrtwende erzwingen, erliegt Illusionen. Oder er hat nicht verstanden, was "draußen im Lande" wirklich läuft.
Antworten
relaxed:

Welchem Politiker/in in Deutschland

6
23.05.11 17:18
traut ihr strategische Reformen zu? ;-))

... und deshalb wird es keine geben.

Es wird nur noch das Spiel gespielt, wer wieviel von seinem Vermögen oder Versorgungsansprüchen in die nächste Runde rettet.

Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
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