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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Die Geier in Germany kreisen immer noch

8
11.04.11 09:42
ein 6 Jahre alter Artikel,auf den ich stiess,weil ich wissen wollte ,wer jetzt der Eigentümer der benachbarten Degewo-Gebäude ist ,wo die Kaninchen in Scharen hausen.Es ist Cerberus -oder war er es? man blickt ja schon gar nicht mehr durch....

aber dieser Artikel -angefangen mit Schröder,der die Geier erst nach Deutschland holte ,bis zum Dualen System von KKR und den Methoden ,wie man so etwas durch Sparmassnahmen oder Börsengang rentabel macht-ist ein Lehrbuch für die Wohltaten des Kapitalismus.Vor allem auch wenn die alten Mieter sich bei den nun erneuerten Fassaden und Dachgeschossausbauten mit ständig steigenden Mieten rumschlagen dürfen.

www.freitag.de/politik/0506-kkr-cerberus-lone-star?p=2

Eine der Fortsetzungen der Geschichte ist der geplante Börsengang der GSW durch Cerberus und Goldman Sachs  www.immobilien-zeitung.de/106947/gsw-schraubt-wert-nach-oben
Der Finanzinvestor Cerberus und der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall planen für das Berliner Wohnungsunternehmen GSW im zweiten Quartal 2011 einen zweiten Anlauf an die Börse. Investoren sollen von Wachstum und steigenden Mieten in der Bundeshauptstadt profitieren. Letzteres schlägt sich positiv in der Bilanz 2010 nieder....
um Emissionserlös macht die GSW keine Angaben, die Financial Times will von 500 Mio. Euro plus 125 Mio. Euro Kapitalerhöhung erfahren haben. Die Gesellschaft selbst teilt lediglich mit, dass 40,1 Mio. Euro für die Rückzahlung von Steuerverbindlichkeiten vorgesehen sind, die sich aus dem früheren Status als steuerbefreites Wohnungsunternehmen ergeben, und zudem Einheiten in Berlin zugekauft werden sollen.

Da kommt die nächste Mieterhöhung für meine Bekannte nebenan!
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geldsackfrank.:

warum keinen Haircut für Anleihen

 
11.04.11 09:55
bis Ende 2012 ?

Warum können da einige auf Kosten der EU Steuerzahler hohe Renditen einfahren ??
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Malko07:

#79250: Einen Markt gibt es nicht

13
11.04.11 10:19
mehr, wenn eine Seite ausfällt: Käufer oder Verkäufer. Deshalb sind in beiden fällen die Preise jenseits von gut und bös.

Und die Aufgabe einen klassischen neoliberalen Staates wäre es, es nicht so weit kommen zu lassen. Dazu sind Regulierungen notwendig, damit es nicht zu Exzessen kommt. Es gibt nämlich keinen Markt, der längerfristig aus sich heraus funktioniert. Irgendwelche Gruppen werden mit der Zeit wesentlich erfolgreicher und fangen an den Markt zu monopolisieren. Das ist keine marxistische sondern eine urliberale Theorie. Deshalb ist, nach A. Smith, eine der wichtigsten Aufgaben des Staates Monopole zu verhindern, zu zerschlagen und nicht wie in der Neuzeit praktiziert, Großkonzerne zu formen. Auch ist es Aufgabe des Staates für transparente und faire Märkte zu sorgen und Übervorteilungen und Kriminalität möglichst zu verhindern. Funktionieren die Märkte und man lässt sie funktionieren, braucht es auch keine Notenbanken heutiger Prägung.

Die falsche Steuerungswut der Politik ist oft Ursache vieler Probleme und diese Fehlentwicklungen werden oft von der Bevölkerung unterstützt. So ist es bei uns angeblich eine gute Tat, den Wohnungsbau zu fördern und die Förderung des  Barsbesuchs und des Urlaubs sind verpönt. Auch das Sparen wird gefördert, bis in Ausmaße hinein, wo wir nicht mehr wissen wohin mit dem Geld. Darin steckt eine falsche Vorstellung vom Geld. Manche glauben man könnte es sehr lange aufbewahren. Funktioniert aber nicht so richtig wie man am laufendem Platzen von Blasen sehen kann. Da wäre doch der Barbesuch und der Urlaub besser gewesen.

Kurz gesagt, wenn in einem Bereich der Markt erst hinüber ist, ist er hinüber und es gibt keine Methode mehr richtige Preise festzustellen. Dazu muss der Markt erst gesunden und wieder weitgehend ins Gleichgewicht kommen. Gilt natürlich nicht für einige Bildchenmaler. Diese ersehen aus ihren Linien wo der faire Preis liegen müsste. Planwirtschaft in höchster Stufe.

Momentan erleben wir, wie die Staaten verzweifelt versuchen den Unsinn den sie und ihre Institutionen entfacht hatten zu glätten und zu heilen. Dabei wirken wie immer die üblichen Verteilungsprozesse. Und immer mehr Märkte funktionieren nicht mehr. In diesen Krisen versuchen dann sogar die gestern noch Geretteten ihre Retter umzubringen, nur um einen temporären Vorteil zu erhaschen. Kann man Verdenken, dass die Deutsche Bank, GS und viele andere momentan "short" auf Griechenland sind und aus allen Rohren Druck ausüben und ausüben lassen? Geht ihre Spekulation auf, gibt es einen Haufen Geld zu verdienen und das auf Kosten praktisch aller Steuerzahler in Europa, ob im Norden oder Süden. Auch in der neueren Vergangenheit hatten sie schon sehr viel Geld mit der Emission von Staatsanleihen verdient, die zu ihrer Rettung emittiert wurden. Aber Schuld sind nicht sie, Schuld ist die Politik, die weiter pennt und die Wähler, welche sich manipulieren lassen.
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Kicky:

Kritische Stimmen zum Bailout von Portugal

7
11.04.11 10:19
www.nytimes.com/2011/04/11/business/global/....html?ref=global
exzessive Kredite durch deutsche und farnzösische Banken an südliche europäische Länder!
Rui Ramos von der Universität Lissabon:“Germany and others must recognize that the problems of Southern European countries like Portugal are also due to excessive lending by their own banks,”....

LISBON — To secure a bailout worth about €80 billion, Portugal may have to agree to international creditors’ demands that it impose tougher austerity measures than those its own lawmakers rejected less than a month ago. ...
“For the first time in three generations, the Portuguese are being forced to accept that they may find themselves worse off than their parents, and that is a huge shock for which nobody wants to take the blame,” said Miguel Morgado, a political science professor at the Catholic University of Portugal....

International creditors will also be met in Lisbon with deep suspicion that a bailout, while necessary to meet Portugal’s immediate refinancing obligations, might not guarantee longer-term financial security. That fear has been fueled by the examples of Greece and Ireland, whose financing situation remains precarious even after securing last year €110 billion and €85 billion, respectively, in assistance....

In fact, the bailout negotiations come as Portugal faces another recession, with its central bank forecasting that the economy will contract 1.3 percent this year. Its public debt is expected to rise to almost 100 percent of gross domestic product this year from 60 percent five years ago.

Furthermore, Portugal recently revised its 2010 budget deficit — to 8.6 percent of G.D.P., rather than 7.3 percent — under stricter guidelines from Brussels about accounting at state-owned companies.   ...

Portugal’s economy has also remained heavily reliant on state financing, even in public infrastructure works that involved private sector operators.
The guarantees that such private operators have received amount to “keeping a system based on the principle that the state should cover all risks, whatever the costs,"

over the past 15 years, “75 percent of credit has been in some way linked to concrete and the building sector, and that is something that needs radical changing.” Portugal, for instance, has the highest density of highways in Western Europe,

Mr. Rehn, the European commissioner, argued that privatizations should feature prominently in any Portuguese rescue. The government of Mr. Sócrates already pledged to divest the state of €6 billion in assets by 2013. State holdings range from transport companies like the national railways and TAP, the flagship airline, to financial institutions like Caixa Seguros.

One of the challenges for bailout negotiators will be to determine what proportion of the rescue should be channeled to banks. Analysts estimate that Portuguese banks need €10 billion in fresh capital. ....Portuguese banks also did not finance a housing boom like that of Spain...

Since the start of this year, clients have withdrawn €468 million from funds managed by Portuguese investment companies, according to figures released last week by the industry.

Punitive bailout terms could also spur social unrest. José Almada, a 65-year-old retired welder who was attending a weekend rally of the Portuguese Communist Party, said that “workers need to fight against allowing the E.U. to help only their bankers.”

Portugal’s economy was transformed by huge subsidies after it joined the European Union in 1986.

“Nobody questions such benefits, but I also think that we sadly created here an environment where investing and working became less attractive options than relying on subsidies and borrowing,” said Mr. Ramos, the political historian.
Antworten
obgicou:

fuelstamps

8
11.04.11 10:24
als nächstes?
über EUR-Öl-Kopplung hat Trichet am Do auch die US-Zinsen erhöht.
Was bleibt den Amis noch?
Bei Ankündigung von QE3 wäre der Benzinpreis schnell über 4$
Warten wir also auf Downgrade von PIIGS-Anleihen auf Junkstatus
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 394786
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Malko07:

#79252: Neidisch?

3
11.04.11 10:25
Selber kaufen!

Übrigens ein Großteil dieser Anleihen wurde in jüngster Zeit nicht umgeschlagen. Bei vielen Alterssicherungen ist dazu das Volumen zu groß. Die haben also keine hohen Renditen und da diese Anleihen nicht liquide sind auch keine realistische Möglichkeit zum Verkauf. Deshalb geht auch nicht nur die Solvenz des Schuldners in die Bewertung ein. Die Liquidität ist dabei nicht unwichtig.
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imagine:

#78586 Anti Lemming, der kleine Unterschied

12
11.04.11 10:26
Hallo Anti lemming,

der kleine Unterschied ist nunmal,

das die Gruppe 3 nicht in Fantasieprodukte investiert, sondern es auch Material besitzt. Diese Gruppe weiß auch wenn es krachen sollte, was niemand bewußt will, dass auch ihr materieler Besitz am Tag X erst einmal nichts mehr wert ist, weil zum Überleben der Mensch Wasser und Brot braucht. Diese Gruppe hat auch in dieser Bereich zum Überleben vorgesort damit ein bestimmter Zeitraum für sich selber und seinen liebsten überbrückt werden kann. Sollte es dann irgendwie weitergehen dann zählt danach doch bestimmte Dinge, wenn die Phase nachdem worst case scenario überstanden sein sollte und da hilft die Erfahrung die die Menschheit seit Jahrtausenden gemacht hat. Es fangen doch nicht alle wieder bei Null an, sondern es gibt so ungefähr 5% der Menschen die einfach besser starten, weil sie tatsächlich doch nachdem Plan A dann einen Plan B und dann wiederum Plan C hatten und besser auf die neue Welt vorbereits waren wie andere.


Da ich mich einwenig zur Gruppe 3 zähle, verschließe ich mich dieser Argumentation nicht, auch wenn ich versuche jeden Tag an das gut der Menschen zu glauben und ich hin und wieder enttäuscht wurde, mache ich weiter!

Soviel zu meiner Sichtweise der Lage die meiner Meinung nach nicht falsch sein muss!

Auf das ein worst case scenario der Finanzwirtschaft nie eintreten möge!

Grußle aus Stuttgart

imagine
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Anti Lemming:

Zur Refinanzierung von Geithners Verschuldung

8
11.04.11 10:33
(Staatsverschuldung) ist die Fed natürlich immer noch gut. Das gedruckte Geld kann aber nur 1 x wirken. Die Cyber-Dollars der Fed fließen fast ausschießlich zu Geithner, der damit seine Päppel- und Almosenprogramme (zig Steuersenkungen, Zahlungsverlängerungen von AL-Geld, Food stamps, Transferzahlungen aller Art) finanziert. Das bewahrt den US-Konsum trotz des immer noch sehr schwachen Arbeitsmarktes vor Einbrüchen. Die US-Wirtschaft, die stark vom Konsum abhängt, wächst damit pro forma weiter, doch dieses Wachstum ist nicht organisch, weil es indirekt aus der Notenpresse stammt.

Bernanke hatte sich von dieser Mega-Stimulation Multiplikatoreffekte erhofft, die jedoch nur unzureichend eingetreten sind. Im US-Hausmarkt war die Wirkung von QE nicht nur Null, sondern sogar negativ, weil die Langfristzinsen hochschossen und Hauskäufer verprellten. Die Details habe ich in # 250 erläutert.

Die Assetpreisanstiege werden im Wesentlichen privat von den Zockerbanken und ihren ausgelagerten Hedgefonds finanziert - wie üblich stark gehebelt. Sie kommen zustande, weil das pro forma-Päppelwachstum (teils böswillig bzw. betrügerisch) als organisch fehlinterpretiert wird, d.h. die Mega-Staatsverschuldung, ohne die es den Aufschwung überhaupt nicht gäbe, wird ebenso großzügig missachtet wie die faulen Bankbilanzen, in denen reihenweise auf 100 % gesetzte faktisch wertlose Assets ihrer Abschreibung harren.

Die Zockerbanken und Hedgefonds setzen dabei psychologisch - ähnlich bluffenden Pokerspielern - das  "Inflationierungs-Ansinnen" der Fed um. Die Inflationierung wird erst durch deren breite Marktstützung zur Sich-selbst-erfüllenden Prophezeihung. Die Inflationierung gelingt aber nur im relativ handelsengen und von Derivaten wie Futures pushbaren Aktien- und Rohstoffmarkt. Beim Dollar gelingt es schon schlechter (nur indirekt via Dollar-Carrytrade).

Zum Stützen von US-Anleihen und zum Stützen des US-Hausmarktes reichen die aufgewandten Mittel (staatlich und privat) hingegen definitiv nicht aus. Beide sind "too big to push".

Und in Märkten, die "too big to push" sind, fordert Mr. Market seinen Unwind-Tribut.

FAZIT:  QE ist hinsichtlich der Refinanzierung der Staatsverschuldung und zur Aufrechterhaltung der Wachstumsillusion sehr wohl geeignet. QE kann jedoch nicht den Unwind der vorherigen Kreditexzesse verhindern. Die Hoffnung der Freie-Markt-Strategen, ein auf wundersame Weise infolge des Gepumpes kommender "selbsttragender Aufschwung" würde den Amis den Unwind (im japanischen Stil) ersparen, wird sich mMn NICHT erfüllen. Man sieht es trefflich am immer noch deflationären US-Hausmarkt.

Auch einem möglichen Abverkauf bei US-Staatsanleihen, die sich infolge der Fed-Inflationierungspolitik als unerwünschter Sekundäreffekt einstellen kann (und vermutlich wird), hat Bernankes Gelddruckmaschine NICHTS entgegenzusetzen. Im Gegenteil. Wenn Bernanke als Reaktion auf Bonds- und Dollarschwäche noch stärker druckt, manövriert er sich immer stärker an den Rand des Abgrunds. Dann droht eine dynamische, sich selbst verstärkende Abwärtswelle (C).
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Kicky:

Chinesische Invasion in Guayana

3
11.04.11 10:39
www.nytimes.com/2011/04/11/world/americas/...=me&ref=world
....Anchored by a surge in immigration to this country since the 1990s, and smoothed with gifts of aid and low-interest loans, China has quietly but surely established a foothold in Suriname, a tiny corner of South America that is often an afterthought even for its neighbors.
While the economic aid has certainly been welcome in Suriname, formerly known as Dutch Guiana, the growing political and demographic profile of the Chinese here has created concerns, ranging from xenophobic calls from some political leaders here to investigate what they call a “Chinese invasion” to more tempered efforts to decipher what effect China’s rising influence will have on a country that is already distant linguistically and culturally from the rest of South America...
...Mr. Yuan ,the chinese embassador,said that he met with Mr. Bouterse(Prime Minister) at least once a month, about the same pace of meetings he had with Robert Mugabe, the president of Zimbabwe, where he served as ambassador before coming to Suriname. ....In parts of Suriname, concerns over whether some Chinese laborers illegally stay past the end of their visas has led to debate over whether Chinese companies should be allowed to bring their own workers to the country, possibly depriving some Surinamese of jobs. .....

“What’s next, Chinese Guiana?” asked John Gimlette, a Briton whose book, “Wild Coast,” about the forgotten corner of the world on South America’s northeastern shoulder — Guyana, French Guiana and Suriname — was published this year. Fotos :
www.johngimlette.com/Photos-Wild-Coast.html
ein Freund von mir-ein Statikingenieur-war vor einigen Jahrenin Paramaibo,er war völlig bezaubert von dern alten Häusern,der Farbenpracht und den schönen Frauen,wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
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Malko07:

#79258 Für die hier gelaufene

4
11.04.11 10:48
Diskussion ist es letztendlich unwichtig, wozu das Geld von QE genutzt wird. Würde es QE nicht geben und der Staat würde im gleichen Umfang Anleihen emittieren, stünden die Renditen im mittleren und längeren Bereich schon wesentlich höher. Wirkt also mehr als nur psychologisch. Und am kurzen Ende wirkt bei den Anleihen der Leitzins. Also sind die Anleihepreise über die gesamten Laufzeiten manipuliert.

Was bei weiteren QE's und umfangreicheren QE's passieren kann, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall sind andere Prognosen von vor QE nicht eingetreten.
Antworten
Andreano:

Taglich grüßt das Murmeltier

4
11.04.11 11:08

Ein schweres Nachbeben unterbricht die Stromversorgung an der Atomruine von Fukushima. Wie der Betreiber Tepco mitteilt, fällt der Strom für die Pumpen zum Kühlen der Reaktoren 1, 2 und 3 aus. Das Einfüllen von Wasser sei dadurch gestoppt.

Antworten
Anti Lemming:

Malko, bist Du sicher?

4
11.04.11 11:14
# 258: "Würde es QE nicht geben und der Staat würde im gleichen Umfang Anleihen emittieren, stünden die Renditen im mittleren und längeren Bereich schon wesentlich höher."

Ich wage mal die Gegenthese aufzustellen, dass die US-Mittel/Langfristzinsen ohne QE sogar niedriger sein könnten als jetzt.

Grund: QE ist eine schallende Ohrfeige für die Alt-Halter länger laufender US-Staatsanleihen. Die Fed greift zum letzten Verwässerungs-Strohhalm, um den schönen Schein (staatsgepäppeltes BIP-"Wachstum") zu wahren. Und einige dieser durch QE verunsicherten Alt-Halter verkaufen nun aus Risikoaversion. Gelangen durch Verkäufer mehr US-Staatsanleihen auf den Markt, als die Fed via QE zukaufen kann, sinken die Kurse - und die Zinsen steigen.

FAZIT: Die Langlaufzinsen steigen wegen QE.

Unstrittiger Fakt dürfte sein, dass die Zinsen auf zehnjährige US-Staatsanleihen zurzeit um mehr als 1 % höher stehen als zu Beginn von QE2 im Nov.  Ich zeige dies unten Mal als Chart, wohlwissend, dass solche "Bildchen" ja angeblich weniger erhellend sind als Tabellen (= andere Darstellungsform):
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 394801
Antworten
Anti Lemming:

P.S.

3
11.04.11 11:20
Man denke nur an PIMCO, den weltgrößten Bondsfonds, der nach eigenen Angaben sämtliche US-Staatsanleihen im eigenen Bestand verkauft hat.

Und zwar wegen QE, wie Bill Gross und M. El-Erian ausdrücklich erklärten. QE ist laut Gross die größte Unverschämtheit, die sich die US-Notenbank je geleistet hat.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

malko

 
11.04.11 11:25
"Darin steckt eine falsche Vorstellung vom Geld. Manche glauben man könnte es sehr lange aufbewahren. Funktioniert aber nicht so richtig wie man am laufendem Platzen von Blasen sehen kann."

letzter Querschuss von mir:
funktioniert doch. Gold.
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Malko07:

#79262: Du darfst dir

5
11.04.11 11:30
zusammen Malen was du willst, es wird deshalb nicht wahrer.

Nehmen wir an, ein Selbstmörder will vom Dach eines sechsstöckigen Hauses springen und die Feuerwehr platziert ein Luftsack. Der Selbstmörder springt, landet im Luftsack und bricht sich dabei ein Bein. Dann würdest du die These aufstellen, der Luftsack hätte negativ gewirkt, da doch der Selbstmörder eindeutig verletzter ist als kurze Zeit vorher auf dem Dachi.

Du verstehst schon, dass man nicht jede These akzeptieren muss, besonders wenn sie mit genau nichts unterfüttert ist.
Antworten
permanent:

Ohne QE hätte Pimco die Anleihen nicht aus

11
11.04.11 11:39

dem Bestand verkaufen können da es an Käufern gefehlt hätte. Somit hat die Allianz Tochter sehr wohl von dem QE Programm profitiert und sollte sich bei der FED bedanken. Offiziell muss man schimpfen da es sich ja um einen Regelbruch im marktwirtschaftlichen System handelt.

QE ist im Grunde nichts anderes als die Staatsfinanzierung durch die Notenbank. Im nächsten Schritt kann die FED der US Bundesregierung die Gelder unmittelbar zur Verfügung stellen.  Hätte das nicht den Dollarkollaps zur Folge wäre es wahrscheinlich bereits geschehen.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Zweiter Gegen-Beweis

5
11.04.11 11:39

Die Zinsrendite 30-jähriger US-Staatsanleihen (Chart unten), die im Rahmen von QE2 nicht aufgekauft wurden, legte seit Nov. (QE2-Start) lediglich um 70 Basispunkte von 3,95 auf 4,6 % zu. Das ist absolut ein Anstieg um 17,2 %.

Die Zinsrendite 10-jähriger US-Staatsanleihen (Chart in # 262), die im Rahmen von QE2 in hohem Umfang gekauft wurden, legte seit Nov. (QE2-Start) um 104 Basispunkte von 2,55 auf 3,59 % zu. Das ist absolut ein Anstieg um 40,8 %.

FAZIT:  Die im Rahmen des QE2-Programms aufgekauften Staatsanleihen stiegen seit QE2-Beginn deutlich stärker als andere, die nicht unter das Programm fielen.

Was die These bestätigt, dass QE2 die Zinsrenditen HOCHTRIEB, statt diese zu senken.
 



Chart der 30-jährigen US-Staatsanleihen seit QE2-Beginn, wobei die 30-jährigen nicht unter das Programm fielen.

 

(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 394804
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Anti Lemming:

Malko - # 265

 
11.04.11 11:42
"Du darfst zusammen Malen was du willst, es wird deshalb nicht wahrer."

Es ist - gelinde gesagt - lächerlich, wie Du Dich über die Chartdarstellung von Preisen als "Gemälde" lustig machst, während Du dieselben Daten in Tabellenform als "fundierte Analyse" durchgehen lassen würdest.

Du begibst Dich damit in die Niederungen eines Libuda.
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Anti Lemming:

Korrektur zu # 267

 
11.04.11 11:47
Es muss am Ende heißen:

FAZIT: Die Zinsrenditen der im Rahmen
Antworten
Dreiklang:

Man muss zwischen QE-FED und EuroRettung-EZB

8
11.04.11 12:12
unterscheiden.

Natürlich greift die FED direkt in den Markt ein, wenn sie QE-Programme ankündigt. Ob man es wahrhaben will oder nicht: Im Prinzip würde Bernanke alle Treasuries aufkaufen, wenn es seitens der Kurspflege wünschenswert wäre.  

Da kann die EZB nicht mithalten. Wenn sie Staatsanleihen aufkauft, dan tut sie das "auf eigene Rechnung", was naturgemäß nur ein kleines Volumen ergibt ("klein" = max. einige 100 Mia €). Völlig ausgeschlossen wäre es für die EZB, z.B. Bunds zu stützen. Hier liegt letztlich die Schwachstelle im EMU-System.

Der Markt für UST existiert praktisch nicht mehr. Der Markt für Euro-Anleihen existiert sehr wohl. Entsprechend sind die Spreads.
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Malko07:

Die Wirklichkeit ist

2
11.04.11 12:14
erheblich komplexer als eine monokausale Betrachtungsweise es zu glauben meint. Was einen Beweis ausmacht kann man auch sehr schön, z.b. bei Karl Popper nachlesen. Auf keinen Fall sind es die Kommentare zu zweidimensionalen Betrachtungsweisen und dem was gerade z.B.  in "Bild" veröffentlicht wurde. Gilt auch für die Börsen. Vieles wirkt gleichzeitig.
Antworten
Anti Lemming:

Wenn der Euro

11
11.04.11 12:42
oder Euroland-Staatsanleihen "angegriffen" werden, dann wird hier laut Malko immer "monokausal" argumentiert, wo doch die Ursachen in Wahrheit soooo komplex und vielschichtig seien.

Am schnöden Ende steht jedoch, allen (Ver-)Windungen zum Trotz, der Fakt:

Die Griechen, Iren und Portugiesen sind pleite. Und Deutschland steht, zur Rettung der hauseigenen Banker, als Erster in der Reihe, um die Schuldensuppe auszulöffeln.

Laut Popper ist ein Widerspruchsbeweis übrigens sehr einfach zu führen. Wenn jemand behauptet, ALLE Schwäne seien weiß, so reicht es, einen einzigen schwarzen Schwan zu finden, um die Allgemeingültigkeit der Aussage zu widerlegen.

Laut A.L. ist ein Widerspruchsbeweis ähnlich leicht zu führen. Wenn jemand behauptet, die Euro-Zockergemeinschaft bestehe ausschließlich aus weißen Schafen, so reichen bereits 3 schwarze Schafe (Griechenland, Irland, Portugal) um die Allgemeingültigkeit der Behauptung zu widerlegen.

Der Euro WAR sicher, bevor die PIIGS ihn versauten.
Antworten
Dreiklang:

malko, das loch in deinem system

10
11.04.11 13:16

hast du selbst beschrieben.

Und ein Land wie Griechenland wird sich auch nach einem Schuldenschnitt, bei bleibender Rechtslage wie jetzt, nicht selbst finanzieren können. Sie werden mindestens für einige Zeit weiterhin auf ausländische Gläubiger angewiesen sein. Wenn sie aber ausländische Anleger treffen werden, werden sie auf absehbare Zeit keinen Sous mehr aus dem Ausland bekommen. Wenn man glaubt, dass ein Schnitt bis zu einem totalen Ausfall nur für Inländer etwas besonderes wäre, kennt die deutsche Geschichte nicht.  Und nie vergessen: Ein Schuldenschnitt ändert an strukturellen Fehlentwicklungen erst mal nichts. Und ohne starke strukturelle Änderungen wird Griechenland von Pleite zu Pleite wandern.

Also Haircut geht nicht. Was heißt aber bei bleibender Rechtslage ? Es muss heißen: bei bleibender Schuldenlage  ...  wird sich Griechenland nicht mehr selbst finanzieren können. Also wird Griechenland in absehbar längerfristiger Zukunft nur noch über Rettungsfonds finanziell gehalten werden. Damit ist Griechenland verbrannt - genauso wie Portugal übrigens, wenn man sich die fundamentalen Daten (VGR) ansieht.  

Die EMU verwandelt ihre Peripherie in Zombie-Staaten.  Und wird selbst zu einem Zombie. Dieses Loch im System kannst du nicht schließen, können Merkel, Sarkozy et al. nicht schließen. Man hat etwas Zeit gewonnen und schiebt den Knall so lange es geht vor sich her. Knallen wird es, (aller) spätestens ca. 2017, und Dtl. kann von Glück reden, wenn die dt. Staatsschulden bis dahin "nur" auf 2,5 Billionen € angewachsen sind , "dank" EuroMerkelRettung.


 

Antworten
Anti Lemming:

"US-Staatsanleihen = Riesen-Schneeballsystem"

10
11.04.11 14:03
meint Yu Yongding, ein früheres Mitglied der chin. Zentralbank. Er leitet nun eine staatseigene Politik-Agentur.

April 11, 2011, 7:08 a.m. EDT
U.S. Treasuries 'Ponzi scheme': ex-PBOC official
By Chris Oliver

HONG KONG (MarketWatch) -- A former adviser to China's central bank said on Monday that China should have retreated from the U.S. government-bond market and instead allowed the yuan to appreciate more freely, warning that U.S. sovereign debt was akin to a giant Ponzi scheme, according to a newswire report that cited an editorial on Caixin Media Group's website. Yu Yongding, a former member of the People's Bank of China monetary-policy committee and now a member of a state-run policy group, said allowing appreciation of the yuan against the U.S. dollar under a free-floating currency regime would have reduced China's need to acquire U.S. Treasuries. He likened the U.S. Treasury market to a "giant Ponzi scheme," arguing that Federal Reserve buying of Treasuries has artificially kept bond prices high, but that they would eventually fall to levels which reflected fundamentals of the U.S. economy.

www.marketwatch.com/story/...e-says-ex-pboc-adviser-2011-04-11



IWF-Chef D. Strauss-Kahn hingegen hält den US-Kahn für unsinkbar. Sogar der Dollar soll "auf lange Sicht stark" bleiben.

www.ftd.de/politik/international/...-sicht-stark/60037548.html



Es bleibt spannend, welche Sicht sich durchsetzt. Der IWF gilt als sehr US-freundlich. Die ausländischen Käufer von US-Staatsanleihen (um die nach dem Ende von QE wieder gerungen werden dürfte) sitzen jedoch vorwiegend in China/Asien. Wenn die Meinung dies obigen hochrangigen Kritikers (was zu vermuten ist) der offiziellen Sicht der Dinge in China entspricht (was zu vermuten ist), dann sieht es für US-Staatsanleihen und den Dollar mittelfristig schlechter aus, als Strauss-Kahn es wahrhaben will.
Antworten
Anti Lemming:

Pimco ist jetzt short US-Staatsanleihen

9
11.04.11 17:30
Tim Melvin, street.com

PIMCO Short
4/11/2011 10:55 AM EDT

I am a little surprised to see no one has commented on the articles on the wire this morning about PIMCO. It seems the world's largest bond manager is going short US debt instruments and is raising cash because of concerns about the US fiscal problems. Bill Gross now has the fund net short treasuries and is holding 31% cash according to the article from Reuters. The firm has expressed concerns about the end of QE2 in June and the lack of real buyers for treasuries when the Fed is no longer bidding. If he is right things could get messy not just for bonds but stocks as well.



REUTERS
PIMCO now betting against U.S. government debt
10:28am EDT

NEW YORK (Reuters) - The world's largest bond fund began betting against U.S. government debt last month on the expectation that shaky finances will jolt interest rates higher.

PIMCO, through its outspoken co-chief investment officer, Bill Gross, have been raising alarms about a lack of buyers for Treasuries once the Federal Reserve ends its own bond purchase program, also known as QE2, in June.

In February Gross revealed his ultra-bearish view on the United States by dumping all of his fund's U.S. government-related debt holdings.

(Vgl. meine bärische Erwartung zu US-Staatsanleihen von heute morgen:
http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=3170#jumppos79258 )

The portion of PIMCO's $236 billion Total Return Fund held in long-term U.S. government debt, including U.S. Treasuries, declined to "minus 3" percent in March from zero in February and 12 percent in January.

In a short position, an investor sells a borrowed security on a bet it can buy the bond back later at a lower price.

Cash equivalents, including Treasury bills and other debt with maturities of less than a year, rose to 31 percent of the fund's assets from 24 percent in February.

PIMCO also expects the lingering U.S. budget deficit and the Fed's easy monetary policy will fuel faster inflation and hurt the dollar.

PIMCO's vote on the state of U.S. finances comes just as Washington narrowly averted a government shutdown on Saturday after Democrats and Republicans agreed on cutting $38 billion in spending for the fiscal year.

The 11th hour compromise probably had little impact on the investment strategies of Gross, who said in an April newsletter that the U.S. government was "out-Greeking the Greeks," a reference to the out-sized government debt in Greece that forced the country to ask for a bailout.

"We are smelling $1 trillion deficits as far as the nose can sniff," if the government fails to address the biggest entitlement programs: Medicare, Medicaid and Social Security, Gross said in his outlook.

PIMCO's move mirrors a broader dislike of U.S. Treasuries. Some exchange-traded funds that bet against the Treasury market have seen a jump in volume lately. Volume in the ProShares Short 20+ year Treasury, which shorts the Barclays Capital U.S. 20+ Year Treasury Bond Index, on Thursday of last week had its most active session since February 24.

And speculators went net short on Treasuries for the first time in six weeks as of April 5, according to the latest data from the Commodity Futures Trading Commission.

U.S. Treasury yields have moved higher since the Fed began purchases of the securities in its second quantitative easing program in November. Yields on 10-year Treasury notes have risen 80 basis points since then to 3.59 percent.

http://www.reuters.com/article/2011/04/11/...rt-idUSTRE73A2IR20110411
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