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Der USA Bären-Thread


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permanent:

kurzfristig hängt der Markt an den

6
10.12.10 14:47

Entwicklungen der US Regionalanleihen sowie der Liquiditätsversorgung in China. Sollten die Chinesen weiter Liquidität aus dem Markt nehmen, werden Aktien und Rohstoffe eine Korrektur erleben. Läuft die üppige Liquiditätsversorgung weiter, so geht auch die Party an den Märkten weiter.
Lediglich die US Regionalanleihen (Bundesstaaten) könnten für ein Störfeuer sorgen.
http://www.ariva.de/...S_Anleihemarkt_t283343?pnr=9289468#jump9289468

Permanent

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Pichel:

Juhu, ich habs geschafft

7
10.12.10 14:57
Guten Tag, Herr Xxxxx,

ich habe nun Ihr Amazon.de-Konto geschlossen. Ihr Konto sollte nun innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht mehr zugänglich sein.

Aus bilanz- und handelsrechtlichen Gründen müssen wir bestimmte Daten, zum Beispiel Buchungsbelege für Bestellungen der von Ihnen getätigten Bestellungen für eine bestimmte Frist aufbewahren. Diese Daten werden - wie im Bundesdatenschutzgesetz vorgesehen - gesperrt. Sie sind nicht mehr zugänglich. Ein Zugriff auf das gelöschte Konto, um Bestellungen zu tätigen, ist nicht mehr möglich.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Freundliche Grüße
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
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Anti Lemming:

Pichel - das US-"Exportwunder" im Okt.

2
10.12.10 15:10

Dass die Handelsbilanz wie von Dir in # 725 gemeldet sank, geht vor allem auf den in der Zeit temporär schwachen Dollar zurück.

Bubblevision:

This is the smallest trade gap since January. The one-month improvement in the deficit is the biggest since July. The lion’s share of the improvement was due to a sharp increase in exports. Some of the strength in exports could be tied to a weaker dollar...

In October, exports jumped to a new record level while imports decreased slightly. Exports rose 3.2% to $158.7 billion in October. This is the highest level since August 2008, just before the start of the global financial crisis and subsequent recession.

www.marketwatch.com/story/...ows-sharply-in-october-2010-12-10
 

Ist es ein Wunder, dass der Export um 3,2 % im Oktober wuchs, wenn gleichzeitig EUR/USD um 15 % in die Höhe schoss? (siehe unten, grüner Kasten). Wobei dies wiederum ein temporärer Artefakt aus dem QE2-"Dollar-Aufweichungsversuch" ist.

Selbst wenn in Europa kein einziger Hamburger mehr gegessen und keine einzige Cola mehr getrunken wurde als im Vorquartal, resultieren "Exportgewinne" bei McDonalds und CocaCola, weil die für den Kauf in Europa verwendeten Euros nun in Dollar (wegen Dollarschwäche) mehr wert waren.

Solchen Augenwischereien zum Trotz (EUR/USD ist seitdem wieder um 11 Cents gefallen) werden die Amis es sich nicht nehmen lassen, diesen vermeintlich tollen Erfolg ihrer Exportmaschinerie zu feiern - zumal auch Ford und GM doch wieder soooo viele Autos verkaufen (dank Auto-Subprime-Gepäppel).

Wenn das Handelsdefizit deutlich deutlich sinkt, können die Amis ein höheres BIP für das entsprechende Quartal vermelden
, da die Handelsbilanz-Zahlen in die BIP-Berechnung einfließen. In den letzten Quartalen resultierte aus dem hohen Handelsdefizit ein Abzug vom BIP in Höhe von -3,5 % (2. Q.; Euro fiel bis 1,19) und -1,8 % (3. Q.)

 

(Verkleinert auf 81%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365039
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Anti Lemming:

Shark: be vigilant

2
10.12.10 15:32
Rev Shark Blog
Be Vigilant
By Rev Shark
Street.com Contributor
12/10/2010 9:15 AM EST

The market continues to walk the high wire in exceptionally fine fashion. There are a few wobbles as technical and fundamental negatives pile up, but market players just aren't feeling very worried right now. The dip buyers are providing excellent support and the bears don't even seem to be trying very hard.

One of the toughest things to do in trading is to stick with the trend as it becomes increasingly extended and more and more people look for a pullback. It never fails to surprise me how stubborn a trend can be but, as I've written often, the market just doesn't care what we think is reasonable or appropriate. Trends will almost always last longer than we think they will.

I have to admit that it is tempting to keep looking for a market top but there are simply no signs of it in the price action. Sentimentrader.com, which uses a variety of studies, states that its indicators are at bearish extremes that have been seen only three times since 2000 -- yet the market continues to act totally unconcerned.

One thing I'm finding rather troubling about the market isn't the price action but the huge number of secondary offerings (Neuemissionen) I'm seeing lately. There seems to be several each day and it is pretty clear that management teams at many companies feel that it is a good idea to sell their stock while they can. So far it hasn't mattered, but obviously there are a lot of insiders who don't think the market is all that cheap and it is not something that we can just ignore.

Perhaps positive end-of-the-year seasonality is contributing to the mood but the market seems surprisingly complacent. There doesn't appear to be any great worry or fear. If there is any fear or worry, it is about being left behind as the market continues to trend higher.

My approach to a market like this is to give the benefit of the doubt to the trend and to stay with it as long as I can. That doesn't mean blindly buying -- you still want to look for prudent entry points -- but it does mean maintaining a bullish bias and a focus on long-side trades.

Respecting the trend doesn't relieve us of the responsibility of being vigilant and watching for signs of trouble. The more extended the market becomes, the more careful we want to be. But we want to avoid acting in anticipation of a turn rather than waiting for signs that the market is actually turning. I suspect that traders tend to lose more money anticipating a change in trend than they do with staying with momentum too long. At least that should be the case if you are disciplined and use good money management.

The market has a slight gap up developing for the third time this week. The prior two gap-up opens have been quickly sold but then the dip-buyers jumped in and held us steady. The bears cannot gain any real downside traction.

We'll see what they can do with the positive open this morning but the dip-buyers have been doing so well and have had so few chances that they are unlikely to go away easily. There is some strong underlying support, so there is no reason to believe it will suddenly collapse.
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Malko07:

Chinas Außenhandel wächst um ein Drittel

2
10.12.10 15:52
Der USA Bären-Thread 9293703
Von solchen Wachstumswerten kann die westliche Welt nur träumen: Deutlich über 30 Prozent legten Chinas Import und Export im Vergleich zum Vorjahr zu. Die USA drängen immer stärker auf eine Aufwertung des Yuan.
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Ischariot MD:

AL, # 724

4
10.12.10 16:03
die Arbitargegeschäfte mit Tankern als schwimmende Lager gibt's natürlich, da das aber ziemlich teuer ist, scheint mir das eher ein deal für tiefe Rezessionen zu sein, wenn Tanker-Heuer billig und der Contango steil ist. Das hat sich in der gegenwärtigen Situation m.W. nach weitgehend aufgelöst und würde sicher auch nicht die Dimensionen des Crude-Futurehandels hedgen können.
Ich hab nicht umsonst von 'leidlich lagerbaren' Rohstoffen gesprochen und damit Öl gemeint, da ist Arbitrage durch Lagerung schwieriger als z.B. bei Industriemetallen mit 'hohem spezifischem Wert'.

>> "Aus diesem Grund ist das Future-Geschacher der Goldmänner ZWINGEND damit verbunden, dass sie gleichzeitig in äquvalenter Menge physisch am Spotmarkt kaufen" <<

Ich denke eher, daß die Ghoulmen als Hedge für ihre Lieferverpflichtung für den Lufthansa-Future lieber entsprechende Gegenpositionen mit deutschen Landesbanken und Kleinanlegern eingeht (aber Quanto, ist doch klar  *LOL*)

Ich bin also nicht so überzeugt davon, daß physische Arbitrage-Käufe der Zockerbanken derzeitig den Spotmarkt wesentlich beeinflussen.

Hey, VoWis hier: Es muß doch Mydriaden an Arbeiten zur Effizienz von Spotmärkten geben, oder? ICH (Kevin ;o) hab sowas natürlich nicht im Regal stehen ...
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Malko07:

Pfizers schmutzige Tricks

4
10.12.10 16:12
Der USA Bären-Thread 9293870
Hat Pfizer Druck auf die nigerianische Justiz ausgeübt, um Prozessen nach einer umstrittenen Medikamentenverabreichung zu entgehen? Einige Kinder starben damals. Nun zitiert Wikileaks aus einem Geheimpapier.
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permanent:

@AL, der US Außenhandel ist nicht

3
10.12.10 16:22

so reagibel als das er hätte schnell auf einen temporär schwächeren Dollar derart stark hätte reagieren können.

Kurzfristig haben Exporte von Nahrungsmittelgrundstoffen (Softcoms.) einen sehr starken Einfluss auf die US Handelsbilanz. Außerdem sind Exporte von Kohle immer wieder für Ausreißer verantwortlich.

Der Dollar fällt hier als Argument flach. Um dieses Argument zu bringen muss man längere Tendenzen, Auftragseingänge etc. beobachten.

Permanent

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Ischariot MD:

anbei übrigens die aktuelle forward Kurve für Cru

3
10.12.10 16:25
crude an der NYMEX. Kurzfristig sehr steil, ich gebe zu, da könnte sich Arbitrage durch Tankerlagerung vielleicht grenzwertig bezahlt machen, aber die Preisspanne über die nächsten 7 Jahre ist lächerlich gering. Und was soll die Hängebauchschwein-Konfiguration? Scheint mir sehr ungewöhnlich ... was ist Ende 2013 anders als Ende 2011?
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365058
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Anti Lemming:

Permanent

 
10.12.10 17:02
Meine Aussage war ja gerade, dass der US-Außenhandel im Oktober vom Volumen her praktisch konstant geblieben ist (was im Einklang steht mit Deinem Kommentar), allerdings wurde dieses Volumen nun mit 1,42 in EUR/USD "abgerechnet" statt zuvor mit 1,27.
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Anti Lemming:

Ischariot - jeder 12. Tanker dient als Öllager

6
10.12.10 17:18
für die Zockerbanken. Was Du schreibst ist richtig - es geht nur bei Contango. Ideal waren 2008 und 2009, aber es lohnt sich auch jetzt noch.

Wikipedia schätzt, dass jeder 12. Öltanker auf der Welt als schwimmender Öltank für Contango-Arbitrage verwendet wird. Wer geschickt dealt, musste die Tanks nicht mal leeren, sondern kann auch den Exit via Futures erledigen. Die Broker brauchen dennoch zur Sicherheit das physische Öl in der Hinterhand.

Würde man alle als Tanklager "missbrauchten" Öltanker aufreihen, entstünde eine knapp 42 Kilometer (26 Meilen) lange Kette.


Oil-storage trade

The oil-storage trade is a trading strategy where oil tank owners and companies that lease storage buy oil for immediate delivery and hold it in their storage tanks, then sell contracts for future delivery at a higher price. When delivery dates approach, they close out existing contracts and sell new ones for future delivery of the same oil. The oil never moves out of storage. Trading in this fashion is only successful if the forward market is in "contango", that is if the price of oil in the future also known as forward prices are higher than current prices or spot prices. Storing oil became big business in 2008 and 2009 [1], with many participants - including Wall Street giants such as Morgan Stanley, Goldman Sachs or Citicorp - turning sizeable profits simply by sitting on tanks of oil.

It has been estimated that one in twelve of the largest oil tankers are being used for the storage, rather than transportation of oil,[3] and that if lined up end to end, the tankers would stretch out for 26 miles.

en.wikipedia.org/wiki/Oil-storage_trade
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Malko07:

#72735: Etwas unklar dagestellt.

3
10.12.10 17:19
Für Importe und Exporte gelten prinzipiell die gleichen Devisenrelationen und hier geht es um die Handelsbilanz.

Gut, viel billiges Zeug kommt aus dem $-Raum (z.B. China) und die Luxuskarossen kommen größtenteils aus dem Euroraum. Wie aber die genauere Aufteilung ist, kann ich aus den vorhandenen Daten nicht ersehen. Man sollte nicht zuviel annehmen und man muss sich nicht mit jedem unsinnigen US-Statistikpfurz auseinandersetzen. Bei jedem Land gibt es über das Jahr relativ starke Schwankungen im Handel. Das Betrachten von zu kurzen Zeiträumen führt also nur zu unsinnigen Schlüssen.
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Anti Lemming:

Malko - wundersame Exportvermehrung via EUR/USD

 
10.12.10 17:43
Die Import-Seite ist praktisch Dollar-neutral. Es wurde für x Mio. Dollar importiert. Ein Großteil der Importe stammt ohnehin aus China, und der Renmimbi ist fast fix an den Dollar gekoppelt.

Die Export-Seite hingegen ist nicht Dollar-neutral, da die Erträge in Fremdwährung anfallen. Nehmen wir an, die Exporte nach Europa (also z. B. das, was McDonalds, CocaCola u. a. in D. absetzten) blieben vom Volumen her im Oktober unverändert, dieses Volumen würde aber nun zu EUR/USD 1,42 statt zuvor mit 1,27 abgerechnet - und siehe da, man erhält "in Dollar gerechnet" eine wundersame Exportsteigerung.

Aber Du hast Recht, man sollte nicht jeden Statistikfurz kommentieren.

Strategisch sind die Überlegungen insofern interessant, als sie zeigen, wie Bernankes Dollar-Abwertungsstrategie (QE, Nullzinsen) zu Schein-Anstiegen im US-BIP führt, die allein auf Währungsrelationen zurückgehen. Dies ist einer der Eckpfeiler im "Währungskrieg".

Das US-Handelsdefizit fließt als Negativ-Posten ins US-BIP ein. J e kleiner das Defizit ist, desto höher fällt das BIP aus. Und natürlich wird hier Nichts "Dollar-bereinigt". Bereinigt wird nur, wenn USA hinterher besser dasteht.
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Anti Lemming:

The End is nigh

2
10.12.10 17:46
- anyway...

Looks like the whole shit is falling off a cliff RIGHT NOW!!
Der USA Bären-Thread 365082
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Anti Lemming:

US-Staatsanleihen fallen weiter

2
10.12.10 17:56
Und Bubblevision hat auch schon die nächste bullische Erklärung zur Hand. Das weitere Aufsteilen der Zinskurve gehe auf die besseren Wachstumsaussichten zurück, die sich aus dem "höheren Export" ergeben.

Meine Gegenthese: Ausländer bekommen Angst vor Bernankes Geldgedrucke und verlassen das sinkende US-Anleihenschiff.

Der Chart unten zeigt die Preiskurve von 10-jährigen US-Staatsanleihen (bei uns fiel der Bundfuture ebenfalls).



Dec. 10, 2010, 11:42 a.m. EST
Treasurys decline after trade, price data
Benchmark yields up by the most this week since 2009

By Deborah Levine, MarketWatch

NEW YORK (MarketWatch) — Treasury prices slipped a little further Friday, pushing long-term yields higher and towards the biggest weekly increase this year, after the U.S. said its trade gap narrowed in October, boosting the prospects for economic growth.


...Treasurys started a move higher after a report showed the U.S. trade deficit narrowed in October to $38.7 billion, smaller than analysts expected. Read more on trade deficit.

TD Securities strategists said U.S. gross domestic product in the fourth quarter is now likely to rise by 2.6%, compared with a previous forecast of 2.1%.

www.marketwatch.com/story/...-positive-trade-report-2010-12-10



Man bekommt auch gleich die BIP-Hochrechnung serviert - nun sollen es 2,6 % Wachstum werden statt zuvor 2,1 %. Und alles nur, weil Bernanke mit QE2-Androhung den Dollar temporär auf EUR/USD 1,42 gedrückt hatte  (aktuell steht er übrigens wieder bei 1,32).
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365087
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Anti Lemming:

Geithners Nierensteine reißen den DOW hoch

2
10.12.10 18:03
Die Bankenkrise hatte US-Finanzminister Tim Geithner auf die Nieren geschlagen. Bären hofften, das nun keine weitere Nierensteine mehr reinpassen. Nun werden die Steine aber überraschend operativ entfernt. Damit kann Geither zukünftig vermehrt neue Bankenpleiten wegstecken - für den Markt ein klar bullisches Signal!

www.marketwatch.com/story/...r-kidney-stone-2010-12-10-1147410
Der USA Bären-Thread 365092
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Malko07:

Markets Defy Fed's Bond-Buying Push

 
10.12.10 18:29
Anti Lemming:

XLF (US-Finanz-Spyder) bricht aus

3
10.12.10 20:30
was auch den SP-500 beflügelt. Doch das extrem niedrige Volumen (Chart unten) deutet eher auf einen "False Break" bzw. auf ein Doppeltop mit dem Hoch Anfang Nov. hin, als die Fed zuletzt tagte.

Es kursieren Spinstories, dass die Banken an der steileren Zinskurve nun besser verdienen: Sie bezahlen für Spareinlagen bzw. "am kurzen Ende" immer noch fast keine Zinsen und profitieren nun von den höhere Renditen "am langen Ende" bzw. auf langlaufende Staatsanleihen. Können sie wegen der steileren Zinskurve nun höhere Kreditzinsen verlangen? Und falls ja, wie wirkt sich dies auf den Konsum auf, wenn in USA eh Deleveraging-Tendenzen vorherrschen?

Dass sie von den höheren Zinsen auf Staatsanleihen (im eigenen Bestand) profitieren, halte ich für falsch.  Die meisten US-Banken halten ihre US-Staatsanleihen ja schon länger. Dies bedeutet, dass ihnen eher noch die jüngsten Kursverluste (# 740) zu schaffen machen, weil die das EK senken. Für Bestandsanleihen ändern sich die Zinserträge nicht, da der Coupon fix ist. Nur beim Kauf neuer UST würden sie profitieren, weil die Kurse tiefer stehen (bei gleichem Coupon).

Die große Frage lautet auch hier, ob die Zinsanstiege am langen Ende auf verbesserte Wachstumsaussichten in USA zurückgehen (Bullen-Spinstory) oder darauf, dass Ausländer ihre US-Staatsanleihen auf den Markt werfen, weil ihnen die Dauerpäppelspiele, die letzte Woche in einer abermaligen 900-Mrd.-Dollar Zinssenkungen "für alle" (Verlängerung der Bush tax cuts) plus Lohnsteuersenkungen gipfelten, ein Dorn im Auge sind. In Irland und Griechenland sind Staatsanleihen ebenfalls wegen Risikoaversion im Kurs gefallen. Bullen freilich betrachten die Steuersenkungen als bullisch, weil sie die US-Wirtschaft ankurbeln. Fragt sich eben nur, "zu welchem Preis", wenn demnächst die Schulden/BIP-Quote auf Irland-Level hochkriecht.

Für steigende Risikoaversion spricht, dass die Chinesen ihre Bestände an  US-Staatsanleihen in diesem Jahr abgebaut haben: Sie halten netto für 50 Mrd. Dollar weniger als noch vor einem Jahr. Womöglich nutzen sie - schlau wie sie sind - die QE-Aktivitäten der Fed dazu, ihre eigenen Bestände an US-Staatsanleihen schonend abzubauen. Außerdem fallen sie damit den Inflationierungs-Spielen der Fed in den Rücken, was sie ja auch auf anderen Kanälen (Zinserhöhungen, Erhöhung von Mindestreserven, Preiskontrollen) laufend durchspielen.

Die Verkäufe der Chinesen könnten mit ein Grund dafür sein, dass QE2 offenbar verpufft. Die Zins-Charts der 10-jährigen schießen jedenfalls von einem Hoch zum nächsten (Chart im nächsten Posting) und gingen heute förmlich durch die Decke.

Falls der Aktienmarkt - wie es aussieht - dies als Zeichen ökonomischer Stärke interpretiert, könnte er mMn ziemlich daneben liegen. Man denke nur auf die Auswirkungen auf den US-Housing-Markt, der trotz historisch niedriger Hypotheken (in den Sommermonaten) am Boden liegt. Die Festzins-Hypotheken werden mit den Langlaufzinsen am Bondmarkt steigen. So mag es kurzfristig noch einen letzten Run von Leuten geben, die sich die immer noch niedrigen Zinsen sichern wollen - doch danach könnte der US-Hausmarkt noch tiefer im Schwarzen Loch versinken.

Für US-Banken ist auch das Problem von "Mortgage-Gate" ebenfalls noch nicht gelöst. Es spricht nur keiner mehr drüber. Die Amis wollen sich offenbar die Adventszeit nicht mit "übertriebenen Pessimismus" vermiesen. Naja, dafür haben sie ja Alfred, das A.L.-Ekel.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365133
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Anti Lemming:

Zins-Chart der 10-jährigen US-Staatsanleihen

 
10.12.10 20:34
(Verkleinert auf 86%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365137
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Anti Lemming:

"Geiz ist geil" gilt auch für US-Shopper

3
10.12.10 20:49
Dave Rosenberg:

FRUGALITY THEME INTACT

It’s interesting that so many pundits lay claim to how great the shopping season is going – and yet nobody is using credit! Have a look at On Christmas Shopping Lists, No Credit Slips on the front page of today’s NYT. A mere 17% of shoppers have relied on plastic since the Thanksgiving weekend — half of last year’s level and lowest in the 27-year year history of the American Research Group survey. Britt Beemer, who heads up America’s Research Group, had this to say: “The consumer really feels a lot of pressure from previous debts, and they just aren’t going to dig themselves into that kind of hole.” That sounds pretty disinflationary to us.

To be sure, the University of Michigan consumer sentiment index did pick up in December, to 74.2 from 71.6 in November — well ahead of consensus estimates of 72.5. Before you uncork the champagne, this is still shy of the 76 nearby peak reached in June, but it is the second increase in a row. How fascinating that it is still below where we were when the last two recessions began.

Ami-Verbraucher scheuen die Aufnahme neuer Schulden:
(Verkleinert auf 85%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365138
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Dreiklang:

Klasse Artikel in der FTD

2
10.12.10 21:34

www.ftd.de/politik/konjunktur/...n-die-deutschen/50203789.html

Auch wenn ich von Frîcke nicht so viel halte, in diesem Artikel hat er 100% getroffen

Nur ist die Übertragbarkeit auf heute nicht gegeben, da damals kurzzeitig die Bundesbank die monetäre Expansion (Wiedervereinigung) abwürgte, doch heute gibts für die Bundesbänker nichts mehr zu würgen, wir sind immer noch in der Liquidätsfalle

Antworten
Dreiklang:

Wie gut, dass es die EZB gibt

 
10.12.10 23:00

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/anleihemaerkte-unbedingt-raus-um-jeden-preis

Die Staaten des Euro-Landes verkaufen sich an Händler, die in Glaskästen in den Finanzzentren dieser Welt sitzen. Und doch fällt es schwer, genau zu durchschauen, wer derzeit was treibt. Klar ist allen Beteiligten, dass der Verkaufsdruck steigt. Gleichzeitig fallen fast alle Käufer aus. "Es gibt für PIIGS-Anleihen genau einen Käufer, und das ist die Europäische Zentralbank", sagt ein Fondsmanager. Wenn aber viele Verkäufer auf nur einen Käufer treffen, bricht am Ende der Markt zusammen.

Es ist eben doch gut, dass es die EZB gibt. Grundsätzlich ist die Kaufkraft der EZB auf  Euro-notierte Titel unbegrenzt, auch wenn das (noch) nicht ihren Statuten entspricht. Ein Zusammenbruch des Marktes wird verhindert werden.

Pulver trocken halten

"Ich halte mein Pulver trocken", sagt auch der US-Hedge-Fonds-Manager Lee Munson. Ihm fehlt nach dem neuerlichen Ausbruch der Krise ein Bekenntnis vor allem der Deutschen, im Notfall für den Euro und alle auf Euro lautenden Schulden einzustehen.

Jaaa, dieses Bekenntnis der Deutschen fehlt noch. Nicht einmal der Eurobond ist sicher...

Sarkozy will keine Eurobonds

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,734042,00.html

Freiburg - Deutschland und  Frankreich stemmen sich Seite an Seite gegen gemeinsame Staatsanleihen der  Euro-Länder. Sie wollen stattdessen die Wirtschaftspolitik der EU enger verzahnen - dies vereinbarten Bundeskanzlerin  Angela Merkel und Frankreichs Staatschef  Nicolas Sarkozy am Freitag in Freiburg. Wenige Tage vor dem EU-Gipfel erhielt Merkel damit bei ihrer Ablehnung von Euro-Bonds Rückendeckung von Sarkozy.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis Sarkozy seine Position ändert... Dann wird ein Telefonat nach Berlin durchgestellt. Man scheint aber nicht zu glauben, dass der EuroBond die Finanzierung von Staatsschulden "günstig" machen wird - er wird sie auch für Frankreich signifikant verteuern, also Hinausschieben so lange wie möglich.

 





 

Antworten
Ischariot MD:

Freitag ist Trotteltag in der ftd

2
10.12.10 23:28
den Flassbeck haben sie heute auch was schreiben lassen.

Das einzig richtige am Frîcke-Artikel ist die Chronologie der EWS-Krise 1992/93 und implizit daraus die Erkenntnis des Lesers, daß der Beschluß zur Euro-Einführung gerade mal 5 Jahre danach politischer Wahnsinn war. Die Zombi-Tage der Kohl-Regierung  ...
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Ischariot MD:

Dreiklang

2
10.12.10 23:42
"Ihm fehlt nach dem neuerlichen Ausbruch der Krise ein Bekenntnis vor allem der Deutschen, im Notfall für den Euro und alle auf Euro lautenden Schulden einzustehen"

>> eine Regierung, die das tut, gehört standrechtlich xxxxxxxx

(****** - automatische Kürzung durch den Bundes-Trojaner - ******)
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Kicky:

Verluste mit Staatsanleihen

6
10.12.10 23:58
Den Liebhabern von Renten muss es langsam schwindelig werden. In Deutschland haben Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit innerhalb weniger Monate Kursverluste von rund 13 Prozent verzeichnet, in Amerika noch mehr. Dennoch sind die Renditen mit 3,4 respektive 4,4 Prozent mickrig geblieben.

Viele setzen weiter auf eine disinflationäre oder gar deflationäre Entwicklung im Zuge der privaten Entschuldung in weiten Teilen der Welt, so sehr das jüngste Fiskalpaket in den USA den Anleihemarkt auch verschreckt haben mag. Tatsächlich weisen eine Reihe von Indikatoren - OECD, Euro-M1, ISM-Auftrags-Lager-Verhältnis - darauf hin, dass der Wachstumsoptimismus herb enttäuscht werden könnte. Von den fundamentalen Schwierigkeiten - Überschuldung, Bankenmisere, Wettbewerbsschwäche, Arbeitslosigkeit, Bildungsnotstand und Deindustrialisierung in weiten Teilen der alternden entwickelten Welt - zu schweigen.
Schwindelig wird dem unbeteiligten Beobachter allerdings auch, wenn die OECD in ihrem Mitgliedsraum für 2010 einen Anstieg des Konsumdeflators von 1,8 Prozent vorhersagt - nach 0,6 Prozent 2009 und 3,2 Prozent 2008. Ganz unwissenschaftlich betrachtet, ist das ein Schock. Denn schriebe man einfach den realen exponentiellen Trend des BIPs Amerikas, Eurolands und Japans zwischen 1991 und 2007 fort, ergäbe sich für die Triade aktuell eine Produktionslücke von rund neun Prozent.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ten/50203792.html
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