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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

daiphong, vom Kurzfristtrading

7
22.09.10 10:53
habe ich keine Ahnung und betreibe es manchmal nur mit sehr geringem Einsatz als Spiel. Momentan wäre ich etwas verunsichert ob die Decke halten wird. Sie hat schon oft gehalten und wie das Summenergebnis der Pokerspieler bei den Zockerbanken sein wird, wage ich nicht zu beurteilen. Sie haben sicherlich auch die Aufgabe die Distribution ans Laufen zu bringen. Welche queren Gedankengänge da wohl am Arbeiten sind?
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C&P

9
22.09.10 11:27

Fed-Sitzung

von Henrik Voigt

was hat sie denn nun gesagt, die US-Notenbank auf ihrer gestrigen Sitzung, auf die die Märkte so gespannt gewartet hatten? Wie erwartet bleibt der Leitzins unverändert bei einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent. Und er soll weiterhin „für einen ausgedehnten Zeitraum" dort bleiben. Im begleitenden Kommentar führen die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses an, dass sie sich Sorgen um eine mögliche Deflation machen und auf dem Sprung stünden, ihre Geldpolitik weiter zu lockern,um dieses Szenario zu verhindern. Die Inflationsrate befindet sich unter dem Niveau,das mit der Preisstabilität im Einklang stehe. „Der Offenmarktausschuss wird den wirtschaftlichen Ausblick und die finanziellen Entwicklungen genau im Auge behalten und ist darauf vorbereitet, der wirtschaftlichen Erholung mit weiteren Maßnahmen unter die Arme zu greifen und die Inflationsrate im Laufe der Zeit wieder auf das erforderliche Niveau zu bringen."

Hört, hört, die Inflation ist zu niedrig, lasst sie uns mit ein paar Billionen ankurbeln. Stellt sich die Frage, für wen oder was denn Inflation erforderlich ist. Soll die Fed nicht eigentlich für Preis- und Geldwertstabilität sorgen? 99 Prozent Kaufkraftverlust des US-Dollars seit Gründung der Fed sind ja eine „beeindruckende" Leistungsbilanz dieser Notenbank.

An den Aktienmärkten wurde gestern auch nur kurz gejubelt. Die Aussicht auf eine neue Runde Geldschwemme war erhofft worden, aber wohl bereits eingepreist. Außerdem kommen diese Maßnahmen erst in der Zukunft bei einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung zum Tragen. Dieser Wermutstropfen störte die Aktienmärkte wohl etwas. Nur der Dollar sackte direkt ab in den Keller. Er notiert jetzt an einer letzten Unterstützung, die ihn noch vor einer neuen Abwertungsrunde bewahren kann. Grundsätzlich ist das gut für den Aktienmarkt. Aber eben nicht für die Geldwertstabilität. Auch nicht für die hiesige. Denn damit könnte ein neuer Abwertungswettlauf zwischen den Währungen losgetreten werden. Einer schwachen (exportorientierten) Wirtschaft hilft man am besten mit einer schwachen Währung auf die Füße. Der Preis dafür ist aber importierte Inflation. Na dann Prost...


 

DAX vor Trendwende?

von Henrik Voigt

Der DAX legte gestern eine saubere Intraday-Kurswende hin und hinterließ eine bärische Tageskerze mit einem langen Docht in einer wichtigen Widerstandszone - ein potenzielles Topping-Muster. Die Betonung liegt auf potenziell. Wird diese Kerze heute nicht durch einen starken Abwärtstag bestätigt, können Sie das auch gleich wieder vergessen. Eine einzige Kerze macht noch keinen Trendwechsel.

Dieser wird noch kommen und vermutlich auch bald, aber erst wenn der letzte Bär das Handtuch geworfen hat. Wir könnten diesem Punkt allerdings schon sehr nahe sein, wenn ich mir die Stimmungsindikatoren (insbesondere die amerikanischen) so anschaue. So überhitzt waren sie weder am Aprilhoch 2010 (also direkt vor dem Blitzcrash) noch am Bullenmarkthoch in 2007. Sehr beeindruckend. Was mir allerdings noch fehlt, sind klare Verkaufssignale der Indikatoren. Ohne die wird es nicht gehen.

DAX im Tageschart

Der USA Bären-Thread 8673223enl.fid-newsletter.de/imgproxy/img/602907278/dax220910.png" style="max-width:560px" />

Nächste Widerstände: 6600, 6350/6450 Punkte

Nächste Unterstützungen: 6250, 6080, 5800, 5430, 5320, 5170 Punkte

 

Herzliche Grüße und viel Erfolg,

 

Ihr Henrik Voigt.

 

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Debt Restructuring in Euro Zone Inevitable

3
22.09.10 11:33
Debt Restructuring in Euro Zone Inevitable: Economists
DEBT, CREDIT, RESTRUCTURING, BONDS, SOVEREIGN, GREECE, IRELAND, PORTUGAL, SPAIN, DEFAULT
Posted By: Antonia Oprita | Web Producer, CNBC.com
CNBC.com
| 22 Sep 2010 | 05:24 AM ET

Demand may be strong for bonds issued by periphery euro-zone countries but those countries must restructure their debt at some point because yields are unsustainably high, two economists told CNBC Wednesday.

 

Fears on the ability of countries such as Greece, Ireland, Portugal or Spain to pay their debts have rippled through the markets since the spring of 2010 when Greece was bailed out with a 110 billion euros ($146 billion) joint European Union – International Monetary Fund aid package.

Last Friday, Ireland was the latest country to roil the markets as analysts worried about the government's ability to pay for a huge bailout for troubled banks.

"When you pay about four points over Bunds, you and I could borrow money," Dr. Irwin Stelzer, senior fellow and director Hudson Institute, told CNBC.

"But the fact is that people are very nervous about the ability of those economies to bear this kind of debt burden," he added.

"I don't see any way that continuation of this, at these interest rates, can go on without some sort of restructuring… the math is very simple: it can't happen," Stelzer said.

The latest European bond auctions on Tuesday enjoyed strong demand, but yields were higher compared with previous similar tenders.

"Yes, you are able to sell bonds at a certain price but sometime you will have to pay this money back," Par Magnusson, chief Nordic economist at RBS told CNBC.

"For instance, how on Earth is Greece ever going to repay 11 percent interest rate with 100 percent debt-to-GDP? That's 12.5 percent of GDP in interest payments alone, had they not been funded by the European facility," Magnusson said.

ECB 'Does What It Can'

Following the Greek crisis, the European Union set up an emergency funding facility to deal help euro-zone economies that face problems borrowing.  

The fund, called the European Financial Stability Facility (EFSF), was recently rated triple-A by the three major credit rating agencies.

But Stelzer said the EFSF is not as large as previously thought because of various issues of guarantees and some countries and it would not be able to help countries for a longer period of time.

"Anyone who still looks to the rating agencies for guidance as to the value of some of this stuff really hasn't been reading the newspapers in the past decade," he said.

 

Some analysts have been arguing that since the European Central Bank decided to step into bond markets and buy sovereign bonds the issue of restructuring euro-zone debt is off the table, because the central bank would buy as much as it needs to keep markets calm.

Magnusson disagreed.

"I think the ECB does what it can," he said. "There has to be restructuring at some point. They're just rolling the snowball ahead of themselves and sooner or later, there may be an avalanche if they don't do anything now."

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Die FED läuft auf dem eingeschlagenen Weg

15
22.09.10 11:46

weiter ohne das diese Richtung bisher Erfolge gebracht oder versprochen hätte. Es fehlt an Rezepten, so werden auf dem Umweg über QE die Rohstoffpreise weiter in die Höhe getrieben dem Verbraucher sowie Untnehmen Geld aus der Tasche gezogen das den Zinsvorteil durch mehr als egalisiert.
Daneben treiben diese Maßnahmen die Unvernunft der ungezügelten Spekulation immer weiter voran. Wie will man Weitsicht einfordern wenn man selber Gier und Spekuation fördert, Fehlallokationen duldet und gar beschleunigt.
Der Weg der FED wird andere Nationen ermutigen den gleichen Weg zu gehen, alleine um ihre Währungen nicht zu stark aufwerten zu lassen.
Gelernt wurde aus der verganenen, noch andauernden Krise nichts.

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WC

7
22.09.10 11:49

Der USA Bären-Thread 8673327

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Viagra für die Märkte

6
22.09.10 11:50

Der USA Bären-Thread 8673336

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Anti Lemming:

Malko - die Erholung seit März 2009

6
22.09.10 11:54
Du schreibst: "Fundamentale volkswirtschaftliche Daten haben die Kurse bis jetzt nicht abstürzen lassen."

Der Satz ist mehrdeutig. Man könnte ihn so verstehen, als hätte es in USA ökonomisch eine mehr oder minder statische Entwicklung gegeben. Das ist aber mMn nicht der Fall. Lediglich die Aktienkurse laufen seit etwa einem Jahr seitwärts; ökonomisch geht es langsam wieder abwärts.

Der Einbruch im Herbst 2008 ging zweifellos auf "fundamentale volkswirtschaftliche Daten" zurück.

Die Erholung seit März 2009 war/ist weitgehend von Liquidität getrieben, da die Fed Billionen Dollar in den Markt gedrückt hat. Weiterhin spielte die Vorstellung einer "V-Erholung" eine kurstreibende Rolle. Die Krise galt als "Betriebsunfall". Nach einer kurzen Episode staatlichen Anschubs würde, so glaubte der Konsens, ein "selbsttragender Aufschwung" einsetzen. Das wäre die Standard-Entwicklung nach Rezessionen, wie man sie seit Ende des 2. WK gesehen hat.

Dieser Auffassung ist Wall Street (nicht ohne Eigennutz) noch immer. Wir HABEN aber keine Standarderholung. Die Gegenargumente hatte ich schon wiederholt  gepostet, u. a. hier:

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2726#jumppos68161
http://www.businessinsider.com/...you-are-in-a-depression-when-2010-7

Das lässt sich auch sehr genau am US-BIP festmachen. Ende 2009 lag es bei 5,6 % (Nachholeffekte nach der Krise in Kombination mit maximaler Päppelwirkung). Im 1. Q 10 lag es bei 3,7 % (auslaufende Päppeleffekte) und im 2. Q 10 bei nur noch 1,6 %. Im dritten dürfte es bei 1,5 % liegen, in 4./2010 rechnet Rosenberg mit neuerlichem Nullwachstum.

Das BIP-Wachstum befindet sich somit auf einer "schiefen Ebene" bzw. auch Schrumpfkurs. Würde sich der Trend fortsetzen, fiele es bald erneut negativ aus - was per Definition eine "Doppel-Dip-Rezession" ausmacht.

Der Seitwärtsbörse seit Herbst 2009 steht daher auf fundamentaler Ebene eine sich deutlich abschwächenden Wachstumsdynamik gegenüber. Das wird an der Börse nur deshalb nicht eingepreist, weil

1. Wall Street immer noch mit der typischen Postrezessions-Erholung rechnen, ungeachtet sich weiter verschlechternder Makrodaten (rekordhohe AL-Quote, schwache Industrieauslastung, katastrophale Lage am US-Hausmarkt usw.);

2. es eine Doppel-Dip-Rezession bisher noch nicht gegeben hat (außer 1982, als Volcker brutal die Zinsen erhöhte, um die Inflation in den Griff zu bekommen - damals war der Abschwung von der Fed verursacht!). Daher RECHNET auch an der Wall Street niemand mit eine Doppel-Dip-Rezession, sie ist in keinster Weise eingepreist (so sie denn käme).  Das könnte den Bullen noch "double trouble" bescheren.

3. Bernanke eine Ausweitung von QE angekündigt hat. Trader/HFs gehen davon aus, dass die neuerliche Geldschwemme einen ähnlichen Börsenaufschwung bringt wie im Sommer 2009 - ungeachtet widriger Fundamentals und ausufernder Staatsverschuldung. Übersehen wird weiterhin,
dass staatliche Geldpumpereien mit der Zeit immer weniger Wirkungen entfalten.

4. Hedgefonds pures Momentum reiten, am liebsten in hochliquiden High-Beta-Aktien wie Apple. Die Zockerei erfolgt nicht strategisch, sondern konzeptlos-opportunistisch-chartgetrieben von einem Tag zum nächsten. Man könnte auch sagen: von der Hand in den Mund. Wenn es fällt, wird auch schnell mal die Seite gewechselt - auch von den HFT-Automaten, wie man beim Flash-Crash gut beobachten konnte.



Die ökonomische Lage in USA ist nicht statisch, wie der Seitwärts-Aktienmarkt suggeriert. Wir sehen vielmehr einen fortschreitenden (Aushöhlungs-)Prozess, in dem sich die "fundamentalen volkswirtschaftlichen Daten" zusehens abschwächen. Das Staatsgepäppel wirkt immer weniger.

Es ist kein Zufall, dass die Fed nun nochmals bis zu 1 Billion Dollar "drucken" muss, um den Markt vor einem zweiten Absturz zu bewahren. Gäbe es wirklich einen Aufschwung, könnte Bernanke stattdessen die Zinsen gefahrlos ERHÖHEN. Dies wäre sogar ein Kaufsignal: ab 2004 gingen Börsenanstiege und Zinserhöhungen Hand in Hand (ebenso im Jahr 2000)! Insofern ist die These, dass Nullzinsen automatisch Kursanstiege bringen werden/müssen, empirisch in keinster Weise abgesichert.

Bernanke bleibt stattdessen bei Nullzinsen und muss erneut die QE-Keule aus dem Sack holen - ein schlechtes Zeichen! Daraus resultiert allenfalls ein weiteres Börsen-Strohfeuer. Die Erkenntnis, das QE1 ökonomisch-fundamental nichts gebracht hat, lastet als Erblast auf QE2. Der Hype droht nun schneller als beim ersten Mal in sich zusammenzufallen, zumal wenn die AL-Quote demnächst über 10 % steigt.

Die Börse ignoriert die sich verschlechternde Makrolage (noch), weil die Strategen an eine Wiederholung des Aufschwungs wie ab 2003 glauben. Dumm nur, dass diesmal kein Treiber wie die Hausblase, die sich ab 2003 infolge der Tiefzinsen gebildet hatte, am Wirken ist. Das aktuelle Päppelgeld der Fed ist kein nachhaltiger Aufschwungstreiber, sondern allenfalls Benzin für ein Strohfeuer.
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Anti Lemming:

Industrieaufträge der Eurozone fallen um 2,4 %

5
22.09.10 12:01
Analysten hatten mit -1,6 % gerechnet.

Über's Jahr lag die Erwartung bei +16,3 %, geworden sind es lediglich 11,2 %. Die Ordereingänge sind somit um ein sattes Drittel niedriger als "vorhergesagt". Im Vormonat lagen sie noch bei +22,6 %. Der scharfe Einbruch zeigt, wie schnell sich der Wind drehen kann.



Sept. 22, 2010, 5:05 a.m. EDT
Euro-zone July industrial orders fall 2.4%

   * German ZEW sentiment gauge sees sharp drop (Sept. 14)
   * Euro-zone Aug. annual CPI slows to 1.6% (Sept. 15)

By William L. Watts

LONDON (MarketWatch) -- Industrial orders in the 16-nation euro zone fell 2.4% in July, the European Union statistics agency Eurostat reported Wednesday. Compared to July 2009, orders were up 11.2%. Economists had forecast a 1.6% monthly fall and a 16.3% year-on-year increase. June orders rose on the month by a revised 2.4% and increased 22.7% compared to the same month last year.



Veröffentlichung der Zahlen zu den europäischen Auftragseingängen in der Industrie für Juli 2010

Eurozone:

Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Euro-Zone im Juli um 2,4 % gefallen nach zuvor +2,4 %. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge um 11,2 % geklettert nach +22,6 %.
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Anti Lemming:

Malko - # 898

3
22.09.10 12:20
"Da viele US-Großkonzerne einen Großteil ihres Geschäftes im Ausland machen, muss zur Gewinnprognose die Weltwirtschaft und nicht nur die US-Wirtschaft betrachtet werden"

70 % des US-BIPs hängen vom Binnen-Konsum in USA ab. Das Ausland wird nicht als Ersatzkonsument einspringen können, wie Wall Street (mit Blick auf China) weismachen will. Europa ist ebenfalls auf verordnetem Spar/Deflations-Kurs (in den PIIGS), und in D. hinken die Löhne stark hinterher, so dass auch der hiesige Binnenmarkt darbt. Der einzige Wachstumstreiber sind zurzeit Auto-Käufe und Industrieaufträge aus China - doch dort neigt sich die Päppel-Sause aus der Staatsschatulle ebenfalls ihrem Ende zu.

In einer globalen Wirtschaft werden wir entsprechend einen globalen Abschwung sehen. Wenn DIE Exportnationen [China, Asien, Japan, Deutschland] nichts mehr exportieren, weil DIE Importnation (USA) in unfreiwilligen Käuferstreik getreten ist (Massen-AL), ist der Ofen aus.

Die These, dass die Eurozone weiterhin vom Nord-Süd-Transfer - dem bisherigen "inneren" Exportmotor - zehren kann, dürfte sich angesichts des verordneten PIIGS-Sparzwang ebenfalls als  Illusion erweisen.
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Anti Lemming:

Yen - die Intervention der Japaner "verpufft"

5
22.09.10 12:39
Muss der BoJ die gleiche Erfahrung machen wie die Schweizer Notenbank (SNB)?

Die SNB hatte versucht, EUR/CHF bei 1,43 mit massiven Käufen zu stützen. Es hat nichts genützt, denn aktuell steht EUR/CHF bei 1,3240. Der gestrige starke Ausbruch in EUR/USD auf heute fast 1,34 (vor der Fed-Sitzung noch 1,31) hat sich auf EUR/CHF nicht nennenswert ausgewirkt.

Zumindest der Devisenmarkt scheint sich von den Notenbänkern NICHT mit der Brechstange in eine ihnen genehme Richtung "biegen" zu lassen. Dafür sind die Volumina viel zu hoch.

.
(Verkleinert auf 86%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346607
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Anti Lemming:

Schweizer Franken nun unter Dollar-Parität

3
22.09.10 12:56
ein intakter Downtrend seit fast 10 Jahren.

USD/CHF steht aktuell vor einer wichtigen Langzeitunterstützung aus 2008 (Tief beim Bear Stearns Kollaps) und 2010, die der gestrichelten Linie entspricht.

Die Währungs-Heinis können sich offenbar nicht entscheiden, ob sie den Dollar "krisenbedingt" stärken oder schwächen sollen. Bei EUR/USD hieß es im Sommer noch, die Euro-Parität würde kommen, aktuell scheint das Paar aber wieder auf alte Hochs zuzusteuern. Goldman wird Dolarschwäche bevorzugen, weil dann der von GS bereits angekündigte Commodity-Reflations-Trade (Öl/Energie soll 17 % teurer werden) besser läuft. Dazu kommt noch Hokuspokus wie "saisonale Muster", die - obwohl unsinnig - gleichwohl Wirkung entfalten: Gold und EUR/USD treiben normalerweise im Spätherbst ihre "saisonalen Blüten".
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346609
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relaxed:

Nachdem sich jetzt auch der Steffens zum

 
22.09.10 12:59
Bullen gewandelt hat, steht der Hausse nichts mehr im Wege. ;-))
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Anti Lemming:

Adobe fällt vorbörslich um -15 %

3
22.09.10 13:02
wegen Gewinnverfehlung. Das werden wir mMn noch öfter hören. Intel war nur der Anfang. Auch PCM-Sierra notiert vorbörslich -7 % unter dem gestrigen Schlusskurs.

www.marketwatch.com/story/...s-on-late-session-deck-2010-09-21
(Verkleinert auf 94%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346612
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Anti Lemming:

New York Times mit Umsatzschwund

 
22.09.10 13:22
Wednesday, September 22, 2010

NEW YORK TIMES SEES Q3 REVENUE DOWN 2-3% 7:15 AM
NEW YORK TIMES SEES Q3 PRINT REVENUE DOWN 5%


...was branchen-typisch ist:

Newspaper advertising decline tapers off in second quarter
By David B. Wilkerson, MarketWatch

CHICAGO (MarketWatch) -- Spending on newspaper ads across the U.S. declined 5.6% in the second quarter, an industry trade group said Tuesday, marking the third straight quarter that the decrease has narrowed on a year-over-year basis.

Total print- and online-ad expenditures fell to $6.44 billion from $6.82 billion in the second quarter of 2009, according to the Newspaper Association of America.
Murdoch on media

Rupert Murdoch talks this summer about the future of media and News Corp.'s plans to generate subscriber revenue with online content.

After dropping 29% in the second quarter of 2009, the rate of decline in ad spending slipped slightly to 27.9% in the third quarter, and then to 23.7% in the fourth quarter.

The decline then moderated considerably in the first quarter of 2010, to 9.7%.

...Gannett, the largest U.S. newspaper publisher, said in July that print-ad revenue fell 6%, the smallest decline for that company in three years.

FAZIT:

Das Gute: Die Werbeeinnahmen fallen langsamer.
Das Schlechte: Sie fallen dennoch ohne Pause.


www.marketwatch.com/story/...ing-decline-tapers-off-2010-09-07
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Anti Lemming:

Heute nachmittag

13
22.09.10 13:37
treffe ich eine alte Studien-Freundin aus San José, Kalifornien, die im Mediensektor arbeitet und sich zurzeit beruflich in D. aufhält. Ich werde sie mal fragen, wie sich die aktuelle Lage in Kalifornien aus Sicht des "Mittelstands" darstellt. Zuletzt hatte ich sie 2005 in USA getroffen und bei ihr gewohnt. Bei meinem Besuch hatten wir uns spaßeshalber einige Hausangebote ("open house") in ihrer Gegend angesehen, darunter bessere Hundehütten für 500.000 Dollar. Ich hatte damals schon größte Bedenken....
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wawidu:

Interessante Aspekte

6
22.09.10 13:58
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2010/...-investigates.html
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346633
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Anti Lemming:

Adobe -20 %

3
22.09.10 14:05
www.marketwatch.com/story/...s-on-late-session-deck-2010-09-21
(Verkleinert auf 95%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346640
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Mortgage Demand Falls Despite Low Loan Rates

5
22.09.10 14:32
MORTGAGES, HOUSING, REAL ESTATE, CREDIT, LOANS, LENDING, ECONOMY, RECESSION, GOVERNMENT, FORECLOSURES, CONSUMERS
Reuters | 22 Sep 2010 | 07:09 AM ET
U.S. home loan demand fell for a third straight week though fixed mortgage rates slid near all-time lows, with potential buyers still unnerved by the jobs market, Mortgage Bankers Association data showed on Wednesday.


While the housing market is seen unlikely to plunge anew, it lacks traction. Unemployment and underemployment prevent many buyers from making such a big financial commitment.

Loan applications to buy homes and refinance declined last week despite average 30-year mortgage rates dropping 0.03 percentage point to 4.44 percent. At a record low dating back to 1990, the rate fell to 4.43 percent last month.

"I don't think we're going to see massive dips like we did before, but housing can't recover until employment recovers," said Margaret Kelly, chief executive of RE/MAX in Denver.

The housing market has been whip-sawed by a surge in demand before, and a plunge in demand after homebuyer tax credits ended on April 30.

Now the market enters a seasonally slower period, when sales typically slow after the school year begins and the winter approaches.

The industry group's mortgage market index that includes both purchase and refi applications fell 1.4 percent last week, seasonally adjusted, with purchase loan demand down 3.3 percent and refi requests off 0.9 percent.


Overall loan demand has grown over the past year, but refinancing far overshadows home buying, the MBA said. Applications to buy homes sank 38 percent from a year ago while refinancing requests jumped 51 percent.

About 8 of every 10 loans requested are for a refinance rather than a purchase.

The latest housing data depict a market that is scraping along the bottom.

New building rose to a four-month high in August and permits to build also increased, though single-family permits dropped for a fifth straight month.

Home sales reports later this week are seen showing improvement, from deeply depressed levels.

While borrowing costs and home prices are low, lending practices remain restrictive and a record stockpile of unsold foreclosed properties looms over the market.

"Home ownership is still the American Dream," Kelly maintains. "But what will change is the fact that for probably the last 10 years plus, people thought they could get into a home, live in it for three years, sell it and make 100 or 50 percent. That doesn't happen anymore."

As buyers become more realistic about the financial gains in housing, as well as more confident about jobs, sales will pick up, she said.

The Federal Reserve on Tuesday opened the door wider to giving more support to the economy, and reiterated its plan to keep interest rates near zero.
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Pichel:

FHFA

7
22.09.10 16:25
DJ: US/FHFA-Hauspreisindex fällt im Juli um 0,5% zum Vormonat
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Hauspreise in den USA sind im Juli den zweiten
Monat in Folge gesunken. Wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am
Mittwoch mitteilte, sanken die Preise gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um
0,5%. Im Juni war eine Abnahme um revidiert 1,2% (vorläufig: minus 0,3%)
verzeichnet worden. Die Ende Juni neu eingegangenen Daten seien deutlich
schwächer ausgefallen als im vorherigen Monatsverlauf, hieß es zur Begründung
der Revision.

 Für die zwölf Monate bis Ende Juli wies die FHFA ein Minus von 3,3% aus. Seit
dem Hochpunkt im April 2007 seien die Hauspreise damit um 13,8% zurückgegangen,
erklärte die Behörde.

 Die FHFA ist die Nachfolgebehörde für die beiden fusionierten Behörden Office
of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) und Federal Housing Finance
Board (FHFB) und fungiert als Aufsichtsbehörde der beiden Hypothekenagenturen
Freddie Mac und Fannie Mae. Die Behörde verwendet bei der Indexberechnung die
Verkaufspreise von Häusern, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae
verkauft oder garantiert worden sind.


  Webseite: www.fhfa.gov

  DJG/kth/mle

 (END) Dow Jones Newswires

 September 22, 2010 10:17 ET (14:17 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
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permanent:

Die Flutung der Märkte mit Geld treibt die

14
22.09.10 17:01
Rohstoffe hoch, JunkBonds hoch, Edelmetalle hoch, stabilisiert den Aktienmakrt nur ironischerweise nicht den Immobilienmarkt.
Die Wurzel des Übels fault weiter.

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wawidu:

Deutliche Deflationstendenz

6
22.09.10 17:03
zeigen die Renditen der Inflations-indexierten Treasuries.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346674
Antworten
Dreiklang:

So, bei 6208 letzte short posi weg

 
22.09.10 17:39
das wars dann heute mit down.... und bissl long rein, es wird schon wieder n paar punkte rauf gehn
Antworten
Dreiklang:

long 11 P raus

 
22.09.10 18:04
...warten...
Antworten
Dreiklang:

QE3a: Der FED werden langsam die Giftzähne gezogen

9
22.09.10 18:28
weil der Wirkungsgrad von QE , das QE-eff, in den Keller rauscht und demnächst sogar negativ ausfallen dürfte.

In meiner QE-Zählung sind wir bei QEIIIa/augmented angekommen:

http://www.ariva.de/...3?search=augmented&pnr=8545988#jump8545988

Wie man jetzt sieht, lassen sich die Aktienmärkte von QE nicht mehr beeindrucken, es gab gestern beim DAX gerade mal 2 Stufen a 20 P. rauf. Heute Abverkauf der "good news". Dafür steigt Gold und die Rohstoffe. Dieser Mechanismus wird beim nächsten QE(IV) noch deutlicher zu beobachten sein: Man wird wird sehen, dass dann die Aktienmärkte sofort fallen, aber Rohstoffe nach oben schießen. Spätestens dann hat Bernanke (erinnert mich irgendwie an Ulbricht)  die Gelegenheit, den Defekt in seiner Ideologie zu erkennen. Ist er zu befangen für solche Erkenntnis, werden andere es um so eher erkennen. Einfach deswegen, weil weitere QE die Position der USA nur noch verschlechtern würde. Hehre Bekenntnisse um Geldwertstabilität etc. interessieren hingegen niemand.

Die beiden vorgehenden Posts waren für den QV bestimmt :)
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Malko07:

A.L. ( #68907 + #68909)

11
22.09.10 18:30
Als erstes einige Sätze zur wirtschaftlichen Entwicklung:

Schon bevor die Finanzmarktkrise virulent wurde, zeigten sich erste deutliche Zeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung. Mit der Lehman-Pleite entstand eine weltweite Panik, auch in den USA, um die Finanzmärkte. Man hatte Angst das gesamte Finanzsystem könnte krachen und trat quasi synchron weltweit auf die Investitions- und dann auf die Konsumbremse. Die Bremsung war brutaler als erforderlich. Auch die meisten nicht überschuldeten Firmen und Konsumenten (immerhin die Mehrheit) gingen weltweit in Wartestellung. Deshalb war der Abschwung auch in den Ländern am größten wo noch heftig produziert wurde. Die Panik löste sich sukzessive auf und es entstand weltweit ein relativ großer Nachholbedarf, der je nach den wirtschaftlichen Strukturen sich etwas früher oder später im wirtschaftlichen Ergebnis spiegelte. Inzwischen sind wir auf dem Weg in das neue Normal, das sich durch sehr kleines Wachstum bis negatives Wachstum auszeichnen wird. Das Wachstum, das vorher durch die massive Verschuldung der Firmen und Konsumenten entstand fehlt eben für sehr lange Zeit. Die staatlich Verschuldung brachte nicht viel, da sie die richtigen Ecken in der Wirtschaft größtenteils nicht erreichte. Deshalb auch das schlechte Ergebnis beim BIP im Verhältnis zum reingesteckten Geld. Aber deshalb wird das eventuelle Auslaufen der staatlichen Stimuli auch nicht die großen negativen Wirkungen haben. Die USA hatte, bedingt durch ihre ausgeprägte Dienstleistungslastigkeit, einen zeitlichen Vorlauf. Die Lage ist dort inzwischen so mies, dass sie nicht mehr viel mieser werden kann. Auf jeden Fall ist es nicht legal, die Paniksituation um die Lehmanpleite linear in die Zukunft zu verlängern. Es mag noch etwas abwärts gehen um dann wieder geringfügig aufwärts zu gehen, das was es gewesen. Aus meiner Sicht hat die temporäre Erholung in der Wirtschaft nichts mit der Liquiditätsschwemme zu tun - es lag nur eine entsprechender Nachholbedarf vor. Diese Schwemme hat primär auf die Aktien- Anleihen- und Rohstoffpreise gewirkt. Hätte sie stark in die reale Wirtschaft gewirkt, würde der veranstaltete Unsinn ja funktionieren und er wäre kein Unsinn mehr.

Zu den US-Firmen:

Wenn ich von US-Firmen spreche die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes und Gewinn im Ausland erwirtschaften, ja sogar dort produzieren, hat das sehr wenig mit der Konsumlastigkeit der US-Wirtschaft zu tun. Und dann sollte man auch immer die Größenordnungen berücksichtigen. Der Konsum in den USA wird nicht auf Null fallen und auch die wirtschaftliche Tätigkeiten in den PIIGS-Staaten werden nicht einschlafen. Man muss also Größenordnung annehmen und dann abschätzen. Die Eurozone lebt auch nicht vom Nord-Südtransfer. Der Handel mit dem armen Südstaaten kann man vom Umfang her vergessen. Ich hatte dazu hier schon mal die Daten von den Statistikämter publiziert. Zu Aussagen, dass die Exportnationen nichts mehr exportieren werden, braucht man wirklich keine Stellung zu nehmen. Wenn man annimmt, dass der Mond auf die Erde kracht, ist die Erde hinüber. Aber ist diese Annahme irgendwas wert?
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