|
Die Immobilienkrise, welche eine Bankenkrise auslöste wurde massiv durch Steuergelder abgemildert und für den Normalbürger erträglich(er) gemacht. Die nun aufkommende Runde 2.0 trifft den Staat, der ohnehin unter schwindenden Steuereinnahmen und wachsenden Ausgaben leidet.
Der Staat als größte Instanz (Unternehmen/Privathaushalte/Staat) kann von seinen Bügern bei exorbitanter Verschuldung nicht gerettet werden. Ab einer gewissen kritischen Größe kippt der Staat und kann sich nur durch einen Schuldenschnitt/Inflation wieder neu aufstellen.
In diesem Staat Reloadet kommt es zu einer Neuverteilung der Macht und Vermögen.
Wer sich schützen will sollte versuchen einfache Versicherungsmeachnismen für sich zu beachten.
Bei der Geldanlage sind erstklassige Werte zu bevorzugen, meine Wahl (Ackerland) ist bekannt. Eine Minimenge physicher Edelmetalle kann nicht schaden.
Viel wichtiger jedoch ist es den Kopf zu füllen. Bildung ist der Schlüssel für den Wiederaufstieg. Hier hat kein Staat eine Eingriffsmöglichkeit, was im Kopft an Wissen steckt kann kein Staat ausbeuten und sichert die Zukunft.
Darum empfehle ich ständige Fortbildung und eine erstklassige Ausbildung für die Kinder (falls ihr welche habt). Das ist nach meiner Auffassung das Beste das man seinen Kindern mit auf den Weg geben kann.
Permanent
"Noch vor Öffnung der Finanzmärkte wollen die EU-Finanzminister am Sonntagabend beschließen, dass die Kommission künftig in Krisenfällen am Kapitalmarkt Kredite für strauchelnde Euro-Länder aufnehmen kann"
Vor 2 Tagen hatte ich gesagt, er würde noch in 2010 kommen (Dreiklang 854: Ich schätze dass der Eurobond jetzt), und heute steht er schon vor der Tür.
Schön, dass unsere Wirtschaft in Zukunft von den Franchies regiert wird, da gibt's sicher mehr Käse in allen Varianten...
Die Bund-Shorts von Eidgenosse wird es sicher auch freuen... ;-)
Aus # 086:
Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone stellten bei ihrem Sondergipfel zu Griechenland am Freitag die Diagnose, dass der Euro durch eine ernste Attacke von Spekulanten bedroht wird.
Überall derselbe Schmarren. Der Euro WIRD nicht von außen durch Spekulanten bedroht, sondern er IST substanziell bedroht - und zwar von innen. Die Maastricht-Kriterien wurden über den Haufen geworfen. EU-"Schurkenstaaten" dürfen gezielt und weitgehend ungeahndet (da ausgebailt) Missbrauch betreiben und mit immer haarsträubenderen Dreistigkeiten EU-Substanz absaugen (die Griechen beriefen sich kürzlich ernsthaft darauf, dass Deutschland die Nazi-Reparationskosten nicht gezahlt hätte).
Hauptsache die Wahrheit kommt nicht auf den Tisch - dass nämlich der Euro eine anfällige, Ungleichheiten übertünchende Schönwetter-Konstruktion ist, die in einer schweren Finanzkrise wie der aktuellen an ihren Unzulänglichkeiten zerbricht.
Dasselbe sahen wir Donnerstag beim 1000-Punkte-Absturz im Dow Jones. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, wurde auch hier (u. a. von CNBC und Bubblevision) nach technischen bzw. "externen" Gründen gesucht. Ein Trader soll mit "fettem Finger" ein B statt eines M gedrückt haben und dadurch Milliarden (billons) statt Millionen Stücke verkauft haben. Da fragt man sich, wieso der Absturz dann quer durch alle Assetklassen ging - und wieso er zeitlich mit Trichets Weigerung zum Aufkauf von EU-Staatsanleihen durch die EZB zusammenfiel, die einen Euro-Absturz einläutete. Oder hatten etwa auch alle Devisen- und Rohstofftrader plötzlich fette Finger?
Fakt ist, dass auch in den US-Indizes der Wurm steckt - und zwar "innen" wie beim Euro: Wenn Zockerbanken die Indizes mit Zentralbankgeld hochzocken, um sich im Eigenhandel zu sanieren - obwohl die Fundamentals die starken Anstiege nicht hergeben - , dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Mr. Market ihnen auf die verfetteten Finger haut. Dass etwas im Busch ist, konnte man schon 1000 DOW-Punkte höher förmlich spüren. Bären in Ami-Threads wähnten den Absturz bereits seit Wochen "any minute now", wie Stöffen uns ja karikierend auf dem Laufenden hielt. Doch dieses Gefühl trügte nicht, es basierte auf realen Unstimmigkeiten - der extremen Kluft zwischen Wall Street und Main Street. Die Diskrepanz hat sich nun mit dem 1000-Punkte-Intraday-Sturz am Donnerstag zu entladen begonnen - und ich fürchte, dass noch weit tiefere Regionen ausgelotet werden müssen, ehe die Schieflagen wieder zu einem in sich stimmigen Bild zusammenrücken.
Dazu bedurfte es auch keiner "fat finger". Er reichte die vorhandene und unhaltbare Marktverzerrung.
Der Absturz wurde zudem "maschinell" forciert: Die Quant-Computer der Hedgefonds, die inzwischen 70 % des US-Handels erzeugen, lieferten sich einen Kampf "Maschine gegen Maschine". Die Szenerie erinnert an die Schluss-Dramatik von Roboter-SciFi-Filmen wie "I Robot", wo sich die Blechknechte am krönende Ende wechselseitig die Rüben abschlagen. Die Markverzerrer (nach oben) wechselten die Rollen und wurden nun Bären-freundlicherweise zu Markt-Entzerrern (nach unten).
Dazu bedurfte es ebenfalls keiner böswilligen Shortseller oder anderer sinistrer Attacken. Die System-immante Bosheit des HFT-aufgerüsteten Zocker-Bankensystem schlug auf sich selbst zurück. Der Absturz war nicht minder irrsinnig als zuvor der Mega-Anstieg.
1929 war es nicht anders.
"Another option is the ECB's direct purchases of sovereign debt. That so-called nuclear option ..."
Irgendwie hört sich das so an, als wenn es der erstmalige Einsatz einer Atombombe wäre.
Hab' ich da 'was nicht mitbekommen und vielleicht nur geträumt, dass die FED im letzten Jahr massenhaft ihren sovereign debt direkt gekauft hat?
Oder ist es vielleicht so, dass bei den Amis der Einsatz von Atombomben nichts besonderes ist, weil man das seit Hiroshima ja gewohnt ist?
Schon äusserst merkwürdig, um es mal vorsichtig auszudrücken...
Aber ein Philosoph hat mir mal gesagt, dass wenn man anfängt, alle für Idioten zu halten, dass man dann selbst derjenige ist...
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.810 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 23.02.26 12:38 | |
| 469 | 156.457 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 22.02.26 11:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |