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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

PQ

5
30.04.10 16:14
An der griechischen Börse, die sich seit Nov. mehr als halbiert hat, wird sehr wohl die Staatsverschuldung "berücksichtigt".

Die Überschuldung vieler US-Bundesstaaten ist mit der von Griechenland vergleichbar.

Die Börse ignoriert dies noch, aber vermutlich nicht mehr lange.
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Pichel:

das ist neu

2
30.04.10 16:16
das die sich jetzt schon selber schaden und ihre eigenen firmen abstufen....
"Kurzfristig helfen Schulden. Langfristig gehen wir alle tot"
John Maynard Keynes (Brit. Wirtschaftswissenschaftler, 1883-1946)
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Anti Lemming:

Qualitiative Verschlechterung im US-Arbeitsmarkt

2
30.04.10 16:24
- ein Trend, der sich seit 30 Jahren fortsetzt: Es gibt immer mehr unqualifizierte Billigjobs, während "mid-skill"-Jobs, die mehr Einkünfte bringen, wegfallen.

http://www.marketwatch.com/story/...ddle-skill-jobs-vanish-2010-04-30

Das bestätigt die heute Mittag von mir gepostete Vermutung:

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2459#jumppos61485
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fkuebler:

permanent 473: Börsen und Realität, "grosser Wurf"

9
30.04.10 16:26

"Dennoch läuft es für die Bären nicht rund. Ich habe in diesem Jahr mehrfach Shorts ins Depot gelegt. Im Januar mit schönem Erfolg, danach gab ich die Gewinne wieder ab bis der letzte kleine Abverkauf mich wieder gut in den positiven Performacebereich befördert hat.
Nichts desto trotz gelingt der richtig große Wurf nicht. Meine letzte Shortposition hatte vom finanziellen Engagement das Zeug dazu, allerdings habe ich -wie hier gepostet- nach dem Abverkauf Gewinne realiliert. Ich traue dem Braten nicht so recht. Immer wieder haben es die Bullen geschafft den Bären den Arsch zu verhauen"

Vielleicht ist die Suche nach dem grossen Wurf gerade ein Problem... Zumindest könnte ich diesen Eindruck bekommen, wenn ich über meine eigenen Erfahrungen in diesem Zyklus nachdenke. Im Herbst 2008 hatte ich eine neue Grundmethodik für meine Spekulationen entwickelt, die ich seitdem fahre und zu verfeinern suche. Ich lasse das mal Revue passieren:

Im Herbst 2008 habe ich massiv auf Reflationierungsversuche gesetzt und damit (annualisiert) 20% Jahresrendite auf das Depot erreicht. Mit diesem Kurs habe ich 2009 weitergemacht und zufällig wieder die gleiche Jahresrendite erreicht (exakt 20.2%). Diese Zahl muss man aber sehr stark differenzieren, denn die 20% setzten sich zusammen aus einem wirklich spektakulären H1-Erfolg, und einem (fast genauso, Gott-sei-Dank aber eben doch etwas weniger) spektakulären H2-Misserfolg. Der H2-Misserfolg basierte eben auf dem Traum vom "grossen Bären-Wurf", wenn ich das mal so sagen darf, also volle Kanne alles auf den Absturz gesetzt. Wenn ich so weitergemacht hätte, dann hätte ich vermutlich mittlerweile alle bisherigen Gewinne vernichtet und wäre insgesamt vielleicht sogar deutlich im Verlust.

Aber Gott-sei-Dank habe ich mich seit Anfang des Jahres allmählich auf kleinere Brötchen eingestellt. In Verbindung mit meinen ja bekannten gemischten Stillhalter-Konzepten versuche ich mich nicht mehr auf einen Absturz einzustellen, sondern nur noch auf einen Seitwärtsmarkt, der nicht mehr allzu stark auf neue Hochs klettert. Wenn es jetzt richtig "knallen" würde, dann würde ich davon allerdings nicht entsprechend profitieren, und der (hypothetische!) Verzicht darauf ist mir mental auch sehr schwergefallen. Auf der Habenseite steht allerdings, dass ich trotz grundsätzlich immer noch nicht richtiger Positionierung auch als Bär bisher in 2010 eine Absolutrendite von 8% erreichen konnte, annualisiert per Stand heute also immerhin sogar 24%. Ich will nicht verschweigen, dass ich darauf keineswegs un-stolz bin ;-)

Zu deinem "Nichts desto trotz gelingt der richtig große Wurf nicht." möchte ich dich also in dem Sinne bestärken, dass der Verzicht darauf vielleicht erst den Erfolg möglich macht. Es bleiben harte Arbeit, Einsatz von immer wieder frustrierter Intelligenz, und vor allem: Disziplin.

Gerade letzteres fällt zumindest mir mörderisch schwer, falls das jemanden trösten kann... ;-)

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Platschquatsc.:

@Anti Ja und Nein

4
30.04.10 16:51
Wie war das doch gleich mit der Argentinienpleite und wie hat sich die Börse danach entwickelt?
Der USA Bären-Thread 316823
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permanent:

HRE frisst weiteres Geld

5
30.04.10 17:15
Kapitalbedarf ungebrochen

HRE frisst weiteres Geld

Der Hunger nach frischem Kapital ist bei der Hypo Real Estate (HRE) noch nicht gestillt. Nun bekommt das schwer angeschlagene Geldinstitut weitere fast zwei Milliarden Euro vom Soffin. Die HRE rechnet auch weiterhin mit einem Kapitalbedarf von insgesamt zehn Milliarden Euro.

Die krisengeschüttelte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) erhält vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) weitere 1,85 Milliarden Euro. Wie die mittlerweile verstaatlichte Bank in München mitteilte, soll das frische Kapital in mindestens zwei Tranchen in die Kapitalrücklage der HRE eingezahlt werden.

Damit wären bislang 7,85 Milliarden Euro des von der HRE angemeldeten Kapitalbedarfs in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro geflossen. Die HRE rechne auch weiterhin mit einem Kapitalbedarf von insgesamt zehn Milliarden Euro für den Konzernverbund, teilte die Bank mit. Die Maßnahme bedarf noch der Zustimmung der EU-Kommission.

Der Soffin will über die abschließende Rekapitalisierung der Bank nach Abschluss des laufenden EU-Beihilfeverfahrens und der Einrichtung der beantragten Abwicklungsanstalt, einer sogenannten "Bad Bank" entscheiden. In diese "Anstalt in der Anstalt" (Aida) will die HRE risikobehaftete Vermögenswerte von bis zu 210 Milliarden Euro auslagern.

Die HRE war nach der knapp verhinderten Pleite und Hilfen von mehr als 100 Milliarden Euro im Herbst vergangenen Jahres vollständig verstaatlicht worden. Der Konzern steckt noch immer tief in den roten Zahlen und sieht frühestens für 2012 eine Rückkehr in die Gewinnzone. Unter dem Strich häufte die HRE bis zum Jahresende 2009 ein Minus von rund 2,2 Milliarden Euro an.

Quelle: dpa

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musicus1:

so, wochenende..... frei....

7
30.04.10 18:30
bei euro-usd habe ich  speku mein e longposi erhöht mit dem hier SDL16G,  ich gehe von einer gegenbewegung  aus u.u. interv. im euro..... gbpusd halte ich meine short posis  weiter , indizies sp500 und  dax  weiter im short  laufen und cu auch weiter short .........
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Kicky:

Bankenhilfe-Strippenzieher Ackermann

4
30.04.10 18:40
Die öffentlichen Kassen werden wohl mit mehr als 100 Milliarden Euro Griechenland aushelfen. Für die Kreditwirtschaft aber auch für die Unternehmen ist das ein großes Geschenk. Banken und Anleger hätten normalerweise für die Ausfälle haften müssen.Jetzt schnüren offenbar deutsche Kreditinstitute, Versicherungen und Industriefirmen ein Milliarden-Hilfspaket für Griechenland. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann helfe bei der Zusammenstellung, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise.

Ackermann, der erst am Montag das zweitbeste Quartalsergebnis in der Geschichte seines Instituts verkündet hatte, sei nach Beratungen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) tätig geworden. Ein Deutsche-Bank-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.
Bisher hätten "eine Handvoll" Firmen ein bis zwei Milliarden Euro informell zugesagt. Um welche Art der Hilfen es sich dabei handle, sei im Detail noch nicht geklärt.

Eine andere mit den Plänen der Banken vertraute Person fügte hinzu, eine freiwillige Beteiligung der Institute an den Hilfen für das schuldengeplagte Griechenland "sei eine sehr intelligente Lösung". Es müsse ein Betrag von sechs bis sieben Milliarden Euro zusammenkommen, um ein symbolisches Zeichen zu setzen. Die Bemühungen um eine Beteiligung des Finanzsektors werden offenbar von Deutschland vorangetrieben. Auf europäischer Ebene gebe es keine entsprechenden Pläne, sagten weitere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im Gespräch ist Kreisen zufolge unter anderem, dass sich Banken an den Milliardenhilfen beteiligen, in dem sie Anleihen der Hellenen aufkaufen. Schäuble hatte am Vormittag gesagt, die Banken könnten freiwillig an der Rettungsaktion teilnehmen. Das Handelsblatt berichtete, Schäuble wolle die Spitzenvertreter in Einzelgesprächen dazu bringen, verstärkt in griechische Anleihen einzusteigen.

Ob das Vorhaben gelingen wird, steht aber noch in den Sternen. HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer hat bereits Widerstand angekündigt. Staatliche Schuldenkrisen wie die Griechenlands sollten nicht von der Finanzwirtschaft ausgebadet werden. ......www.sueddeutsche.de/finanzen/832/509958/text/
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Kicky:

kann Portugal es schaffen?

4
30.04.10 18:51
Running the numbers on its own fiscal austerity plans in a note on Friday, Goldman analyst Nick Kojucharov has given us a chance to see if that’s a risk.
ftalphaville.ft.com/blog/2010/04/30/217006/can-portugal-cut-it/
....Waiting for recovery is also a bad idea if, er, recovery won’t arrive. As Kojucharov writes:

   If we assume that real GDP growth in 2010 comes in flat as opposed to the 0.7%yoy currently envisioned by the SGP, then the 2010 deficit declines to just 9.0% of GDP as opposed to 8.3%, and no longer falls below 3% by 2013. Moreover, the ratio of outstanding debt-to-GDP, which was already declining by 2013 under the SGP scenario, is still on a (slight) upward trajectory in the low-growth scenario.

..... as the Goldman note also observes, Portugal’s near-term debt refinancing schedule looks very, er, Hellenic:

   Portugal’s financing schedule for the remainder of this year shares some similarities with Greece’s—an outsized lump of obligations in May (€7.8bn of debt service obligations on top of what we estimate will be roughly €0.7bn in primary deficits, and at least an €0.8bn contribution to the Greece rescue package), followed by a relatively light financing load in subsequent months…
Der USA Bären-Thread 7922261av.r.ftdata.co.uk/files/2010/04/Goldman_PortugalII.jpg" style="max-width:560px" />
…Apart from the May financing needs, there are also pressure points stemming from the fact that the government has a large portfolio of short-term debt to roll over this year. Given the current fluidity of sovereign spreads, rolling this short-term debt may prove much costlier than the debt management office had initially envisioned, and force the government to make additional fiscal adjustment in order to stay within its budget.

It’s all going a bit Greek.
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pfeifenlümmel:

Wo ist eigentlich

7
30.04.10 18:58
unser malko? Macht der Bursche etwa eine Kreuzfahrt und haut seine Euros auf nen Kopp, bevor die Griechen sie kriegen?
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nopanic:

platsch

3
30.04.10 19:01
argentinien hat rindviecher und saftige steaks,griechenland hat nur touristen und olivenöl.bei steigender alkoholsteuer und teuerem urlaub und einer gewissen griechenantistimmung dürfte es zu einem sicheren rückgang inder tourismusbranche kommen.wo bekommen die dann die kohle her um die schulden abzubezahlen.
Es wird böse enden (Werner Enke)
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permanent:

Homebuyer Tax Credit Ends, But Other Incentives Em

4
30.04.10 19:01

Homebuyer Tax Credit Ends, But Other Incentives Emerge

Der USA Bären-Thread 7922300

With tonight's expiration of the homebuyer tax credit, real estate firms and home owners are already taking matters into their own hands by offering incentives or refunds to buyers after the credit expires.

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pfeifenlümmel:

Gesetz zur Erhaltung der Stabilität der

3
30.04.10 19:05
Währungsunion. Wie schön, dass Schäuble offenbar eine Gelddruckerei in seinem Keller hat.
de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE63Q0K420100427
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Malko07:

Eine Woche ohne Internet

12
30.04.10 19:07

war gar nicht so schlimm. Und ab Sonntag wird es für weitere 14 Tage unwahrscheinlich das große weltweite Netz zu erreichen. Schaut man sich um, stellt man fest, dass eh nichts weltbewegendes passiert ist, weder in der realen Welt noch in der Welt der Finanzmärkte. Auch hier wird weiter gefleht, dass die Kurse endlich fallen sollen. Aber was hätten wir davon? Wären die Verluste "nachhaltig"? Nein, es würde wieder steigen und wir hätten die gleiche Pein.

Die USA haben ein veritables "starkes" Wachstum von 3,2%, aufs Jahr hoch gerechnet, hingelegt. Vergleicht man die USA mit Spanien, sollte man schon die hedonistische Verfälschungen herausnehmen. Damit blieben ca. nur noch 1%. Berücksichtigt man jetzt noch die höhere Neuverschuldung der USA, zwecks Stimulierung der Wirtschaft, in den verflossenen Quartalen im Vergleich zu Spanien, kommt man zum Ergebnis, dass Spanien sich besser entwickelt. Deshalb wurde es ja auch abgewertet. Aber was soll schon so eine popelige Abwertung wenn man zum Ausgleich nicht von den himmlischen Kräften bestraft wird und die Küsten nicht durch eine Ölpest verseucht werden.

Die Anleihen laufen weiter schön, auch wenn ihnen schon seit fast einem Jahr der Absturz prophezeit wird. Wird selbstverständlich nicht ewig so weiter gehen. Spätestens bei einer Rendite um 0% ist Schluss mit lustig. Eine böse Inflation wird in dieser Entwicklung sichtbar. Also kauft Gold und Immobilien, besonders Gewerbeimmobilien. Sind echte Werte und die Kosten werden einen die nächsten Jahre erfreuen.

Der USA Bären-Thread 7922325x.onvista.de/...LARITY_UNIT=DAY&TYPE=LINE&SUPP_INFO=0" style="max-width:560px" />

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Kicky:

Deutsche Bank nicht besser als Goldman

5
30.04.10 19:12
.....Now some point out, correctly, that Goldman is being singled out. On the one hand, there was a lot of bad behavior in the industry that has yet to be scrutinized closely. On the other, collateralized debt obligations were the ground zero of the crisis, and the banks like Goldman that were particularly “innovative” are now looking to have been too clever by half. As I discuss in some detail in ECONNED, these vehicles were spectacularly leveraged. Comparatively small amounts of capital produced greatly disproportionate systemic effects. Both our own contact with structured industry experts, and other accounts of subprime short strategies make clear that DeutscheBank was at least as aggressive as Goldman as far as real-estate-related CDOs were concerned. For instance, Deutsche was also creating synthetic CDOs on behalf of subprime short John Paulson; it had its own version of Goldman’s Abacus program (Deutsche’s was called Start). .....
....Moreover, industry participants believe DeutscheBank was engaged in similar activity. One industry participant who had the vast misfortune to be long some of the CDOs that Deutsche pedaled recalls in 2007, when Deutsche came to his firm proposing a hedge against some of those deals, recalls his board asking point blank, “Are you short our company?” and not getting a straight answer.
www.nakedcapitalism.com/2010/04/...utschebank-as-predator.html

und dies fand ich dazu auf deutsch:....Das Geschehen, über das jetzt vor Gericht entschieden werden soll und über das in der Öffentlichkeit heiß diskutiert wird, ist alles andere als neu: Der renommierte US-Finanzjournalist Gregory Zuckerman behandelte das Thema bereits in seinem im November 2009 erschienenen Buch "The Greatest Trade Ever" detailliert.
www.stock-world.de/analysen/..._Sachs_Klage_Nur_Ablenkung.html
Darin wird die Wette des US-Hedgefonds-Managers John Paulson gegen verbriefte US-Hypotheken im Detail beschrieben. Paulson und sein engster Vertrauter Paolo Pellegrini waren sich sicher, dass die US-Hypothekenblase platzen würde und witterten den Trade ihres Lebens. Sie hatten dabei allerdings ein Problem: Sie fanden am freien Markt nicht genügend so genannte Collateralised Debt Obligations (CDOs) auf deren Wertverlust sie indirekt - nämlich durch den Kauf von Credit Default Swaps - spekulieren wollten.

Das Rezept, um noch mehr Geld verdienen zu können: Investmentbanken sollten eigens für Paulsons Hedge Fonds neue CDOs kreieren, die dieser dann shorten konnte. Unnötig zu erwähnen, dass die Hypothekenkredite, die als Sicherheit für die CDOs dienten, dabei so "faul" wie möglich sein sollten, weil sich dadurch deren Ausfallwahrscheinlichkeit erhöhte.

Paulson und Pellegrini spielten dabei mit offenem Visier, gingen direkt auf die Investmentbanken zu und erklärten ihnen ihre Absichten. Für letztere stellte sich dabei die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, CDOs mit von vorneherein erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit, an Investoren zu verkaufen.

*Bear Stearns lehnte ab, Goldman Sachs nicht

Glaubt man den Ausführungen in Zuckermans Buch, hatten hier einige Investmentbanken tatsächlich Skrupel. Ein Bear Stearns Senior Trader wird zitiert, dass man in seiner Firma, die Idee verworfen habe. Er zieht den Vergleich zu einem Sportwetter, der den Trainer einer Football-Mannschaft, gegen die er wettet, dazu zwingt, den wichtigsten Spieler nicht einzusetzen, um die Chance auf eine Niederlage zu erhöhen.

Seiner Ansicht nach hätte die Gegenpartei dann ein Recht, über diese Geschehnisse informiert zu werden. Das wäre bzw. ist aber bei dem Deal nicht der Fall gewesen.

Goldman Sachs und übrigens auch die Deutsche Bank waren aber die beiden Banken, die offenbar keine Bedenken hatten und derartige Deals mit Paulson eingingen. Am Ende hatte die Wette des Hedgefonds gegen eine Handvoll CDOs den Umfang von fünf Milliarden US-Dollar.

Wichtig bei der Beurteilung der Geschehnisse ist aber zu wissen, dass es sich bei den Käufern der CDOs, also denen, die letztlich die Zeche zahlten, nicht um ahnungslose und schutzbedürftige Kleinanleger handelte, sondern um überwiegend ausländische Finanzhäuser, die genau wussten, was sie taten.

Besser gesagt, die eigentlich hätten wissen sollen, was sie tun, es aber offensichtlich nicht wussten, was letztlich den deutschen Steuerzahler Milliarden kostete und immer noch kostet. Es ist jedenfalls kein unglücklicher Zufall, dass im Falle der Abacus-CDOs, um die es in der Anklageschrift gegen Goldman Sachs geht, mit der IKB ausgerechnet eine deutsche Bank "die Dumme" war. Wobei man "Dumme" in dem Fall durchaus wörtlich nehmen kann.

Denn es waren vor allem deutsche Banken, die über ihre eigens gegründeten Zweckgesellschaften in Irland und anderswo noch fleißig CDOs und andere toxische Hypothekenprodukte einkauften, während an der Wall Street schon die Alarmglocken schrillten und beispielsweise Goldman Sachs versuchte, die Papiere wieder los zu werden.

Symptomatisch ist dabei ein Treffen im Konferenzraum der US-Notenbank im Dezember 2007, an dem Finanzwissenschaftler und Notenbanker teilnahmen. In einem Vortrag wurde dabei erörtert, dass zwei Drittel der Refinanzierungsprogramme im Verbriefungsmarkt zwar in US-Dollar aufgelegt sind, aber 80 Prozent der Werte von europäischen Banken betrieben werden.

Bei der FED fragte man sich daraufhin verwundert: "Who are these guys?" Der Finanzjournalist Leo Müller gibt in seinem Buch "Bankräuber" dann die Antwort: "Es sind Commerzbank, Dresdner, Deutsche, HSH Nordbank und neun deutsche Landesbanken."


*Das Ablenken vom eigenen Versagen

Wenn jetzt nach Bekanntwerden der Anklage gegen Goldman Sachs diejenigen deutschen Institute, die damals die Lage komplett falsch eingeschätzt haben, als erste den Stab über Goldman brechen, dann soll damit wohl vor allem Eines bezweckt werden: Man will vom eigenen Versagen ablenken.

Auch Politiker nutzen die Situation aus, um im Vorfeld der NRW-Wahlen fleißig Wahlkampf zu machen: Der Unions-Fraktionsvize Michael Meister ereifert sich beispielsweise im Handelsblatt: "Der Bund war der größte Minderheitsaktionär bei der IKB. Wenn man jetzt Verantwortliche dingfest machen könnte, an die sich die Schadensersatzansprüche des Bundes oder der KfW richten, sollten wir das dringend ausnutzen."

Was Meister dabei offenbar vergisst ist, dass die Politik jahrelang dabei zugeschaut hat bzw. deutsche Banken sogar tatkräftig dabei unterstützt hat, wie in ausländischen Zweckgesellschaften fahrlässig immer größere Risiken angehäuft und versteckt worden sind. Dabei hätte gerade die staatliche KfW als Großaktionär bei der IKB längst einschreiten und dem Treiben ein Ende setzen können.

Es war frühzeitig erkennbar, dass der Umfang der Verbriefungsvehikel deutscher Banken in ausländischen Zweckgesellschaften in keinem Verhältnis zu deren Eigenkapitalausstattung stand. Jetzt versucht man nachträglich andere zum Sündenbock zu machen.

Um es nochmals in Erinnerung zu rufen: Speziell die IKB hat die Öffentlichkeit bis zuletzt an der Nase herumgeführt und noch am 20. Juli 2007 "sehr gute" Ergebnisse gemeldet. Gerade einmal eine Woche später kam dann die Horrormeldung, dass die staatliche KfW die IKB mit 8,1 Milliarden Euro stützen muss......

Fakt ist, dass vor allem deutsche Banken überproportional viel Geld im Rahmen der US-Hypothekenkrise versenkt haben. Erstens, weil sie viel zu spät auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind und zweitens, weil sie dann auch noch umso massiver in die Schrottpapiere investiert
haben.

Der Spruch vom Stupid German Money, den beispielsweise ausländische Stock Promoter hinter vorgehaltener Hand verwenden, wenn sie deutschen Privatanlegern wertlose Aktien andrehen, wurde damit quasi in der Hochfinanz bestätigt.........
Armin Brack
Antworten
Malko07:

pfeifenlümmel, nein ich habe festen Boden

12
30.04.10 19:20
unter den schweren Schuhen. Manchmal steigt er leider so an wir die Kurse. Nein, es ist nicht Griechenland. Wir Feiglinge haben umdisponiert. Aber unter den PIIGS hat man ja reichlich Auswahl.

Selten liest man einen so großen Haufen Blödsinn wie im Zusammenhang mit der Pleite Griechenlands. Sogar Nobelpreisträger leiern mit der Fabel vom Vorteil der eigenen Währung. Nehmen wir an, Griechenland hätte noch den Drachmen. Sie könnten schon seit Jahren keine Anleihen in Drachmen mehr auflegen. Sie müssten mit $- und oder €-Anleihen an den Markt. Dann würde bei weiterer Abwertung die Schulden richtig stark explodieren. Sie bekämen dann überhaupt nichts mehr, auch keine Zeit sich zu bessern.
Antworten
Kicky:

225 Milliarden Debt Rollover Risk in Spain

4
30.04.10 19:23
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2010/...-rate-tops-20.html

....Spain's economic crisis is far more important to the EU than Greece. In addition to massive unemployment and a stagnant economy, one of Spain's biggest problems at the moment is ability to rollover 225 billion of euro denominated debt.
Please consider a few snips from Spain’s Debt Rating Cut as Finance Officials Meet

   “The issue is rollover risk,” said Jonathan Tepper of Variant Perception, a research group based in London and known for its bearish views on Spain. “Spain has to issue new debt to the tune of 225 billion euros this year. Forty-five percent of their debt is held by foreigners. So they are dependent on the kindness of strangers.”

   Though they are under the most immediate pressure, Greece and Portugal are relatively small economies.

   Given Spain’s size, its debt crisis is seen by many as the looming problem for world markets. On the surface, its debt load appears manageable. Its debt relative to gross domestic product, the broadest measure of its economy, is 54 percent — compared with 120 percent for Greece and 80 percent for Portugal.

   But what Spain does have is the highest twin deficit, or combined budget and current account deficits, of any country in the world except Iceland, a reflection of how dependent it is on increasingly fickle foreign investors for financing. Spain has 225 billion euros in debt coming due this year — an amount that is about the size of Greece’s economy.

   The base of investors willing to invest in the bonds of Spain and other distressed European countries is dwindling. .....Given the losses that European investors have taken on Greek, Spanish and Portuguese bonds in recent months, it seems doubtful that such investors can be relied on to provide the capital these countries need.
Antworten
pfeifenlümmel:

Für ein Stündchen

 
30.04.10 19:31
noch schnell long im DOW.
Antworten
Stöffen:

We're scroomed, blah, blah, blah....

7
30.04.10 19:42
How many times do I gotta repeat myself before these perma-gloomers get it through their thick skulls?

The EU won't collapse. The bailouts have already been pre-funded via the HALF A TRILLION fiatscos pumped into the IMF expressly for this purposes.

All the PIIGS, then all the other deadbeat, dirtbag spendthrift countries WILL be bailed out by repeated blasts of fiat from the "Magic Money Swap Machine".

Sheesh, you'd think that after fourty years of successful "Bretton Woods II" chicanery, these nattering nabobs would give up?

And c'mon, Anti Lemming

please tell us you don't REALLY believe that any stock market, anywhere in the world, would be allowed to tank at this late stage of Infinite Pumpage.

LOL.
Der USA Bären-Thread 316854
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Eidgenosse:

Es liegt nicht an der Währung

6
30.04.10 20:18
ob man Pleite geht oder nicht. Ich hab mein Haus in Franken gekauft und hab mich in Franken verschuldet. Wenn ich den Zins nicht mehr bezahlen kann ist ende Haus. Würde ich in DE wohnen wäre es die gleiche Situation in Euro.
Es geht nur darum das man das was man sich Zeit seines Lebens leistet auch etwa verdienen sollte sonst hat man entweder zuviel gespart oder zuviel ausgegeben.
Sozusagen das persöhnliche Handelsgleichgewicht.
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
Antworten
pfeifenlümmel:

Immer diese Caba Gesöff,

3
30.04.10 20:28
damit ist nun Schluss, short in Cacao.
Antworten
Platschquatsc.:

@nopanic

7
30.04.10 20:37
"....argentinien hat rindviecher und saftige steaks,griechenland hat nur touristen und olivenöl.bei steigender alkoholsteuer und teuerem urlaub und einer gewissen griechenantistimmung dürfte es zu einem sicheren rückgang inder tourismusbranche kommen.wo bekommen die dann die kohle her um die schulden abzubezahlen...."

Wie kommst du bloß auf die Idee das Schulden zurückgezahlt wurden/werden?
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 316860
Antworten
pfeifenlümmel:

zu # 516 malko,

8
30.04.10 20:47
die Griechen kamen mit ihren Drachmen gut  klar. Sie wussten selbst, dass ihre Währung nichts wert war, haben laufend fleißig abgewertet, aber gelebt ohne Megaverschuldung. Im Euro können sie nicht mithalten; ein Lohnniveau wie in China oder Indien wäre theoretisch möglich, allerdings gäbe es dann hier bei uns an jeder Ecke ein griechisches Fresslokal, nichts gegen griechische Kost, nur in Griechenland würden die Greisen bleiben.

Was ich hier sehe, sind Ausgleichszahlungen der übrigen Länder an die piigs ohne Ende.

Wenn ein Volk dazu bereit ist, sollte es in einer Abstimmung auch gefragt werden!!!

Demokratisches Verständnis in diesem Lande sieht anders aus; um einem drohenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gegen Tranferzahlungen zu entgehen, soll hier ein Gesetz durchgepeitscht werden zur "Stabilisierung der Währungsunion".

Alle Partein sollen eingebunden werden, damit später alle ( anderen Parteien )  die Schnauze halten.
Antworten
daiphong:

PQ, MERV aber bitte inflationsbereinigt

2
30.04.10 20:59
oder sind  10% oder die zeitweisen über 40% Inflation im Chart etwa eingearbeitet ????
Antworten
Anti Lemming:

Querschüsse: Griechenland irreparabel

6
30.04.10 21:06
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/04/...-irreparabel.html
Antworten
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