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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Die grosse Lüge

11
11.02.10 20:18
Europa hat eine gemeinsame Währung - aber keine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Darum konnte Griechenland unter den Augen seiner Partner völlig ungeniert vor sich hinwirtschaften. Jetzt rächt es sich, dass die Europäische Union in der Wirtschaftspolitik so tut, als sei sie lediglich ein Büro zur Abfassung schlauer Studien. Der bitterböse Vergleich stammt vom Fraktionschef der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, der allen Anlass zur Empörung hat.

Zwar haben die Europäer einen gemeinsamen Binnenmarkt aufgebaut und stolz eine eigene Währung eingeführt. Doch sie verweigern den nächsten logischen Schritt: eine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Die europäischen Institutionen durften den Mitgliedsstaaten bisher lediglich ein bisschen auf die Finger schauen, sie durften ein paar Projekte koordinieren oder auch Empfehlungen geben. Ein paar Studien, ein paar Zahlen. Das war es auch schon.

Im Ergebnis ist nun ein Desaster zu beklagen. Das kleine Griechenland, das nicht mal drei Prozent der Wirtschaftsleistung in der Eurozone erbringt, hat unter den Augen seiner Partner ganz ungeniert zehn Jahre lang so schlecht gewirtschaftet, dass es nun nicht nur der größte Schuldner der Eurozone ist, sondern sogar die Stabilität der gemeinsamen Währung gefährdet. Und dabei ist Griechenland nur ein kleiner Teil des Problems. Denn auch Spanien, Portugal und Italien sind dramatisch überschuldet.

Selbst die Schuldenberge sind wieder nur Teil eines noch größeren Problems. Vor zehn Jahren schon hat die Union eine schmucke Wachstumspolitik beschlossen. Der Plan erlitt das typische Schicksal europäischer Ankündigungspolitik: Er scheiterte grandios. Die sogenannte Lissabon-Strategie sollte Europas Unternehmen wettbewerbsfähig machen und den Bürgern Jobs und Wohlstand bringen. Aber die EU ist nicht zum "wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" gewachsen, wie es der Zehnjahresplan vorsah.

Die EU hat auch nicht den Rückstand in Forschungs- und Entwicklungsausgaben aufgeholt. Im Gegenteil, sie gibt lediglich unbedeutende 1,77 Prozent ihrer Wirtschaftskraft dafür aus, während Japan fast den doppelten Satz und die USA immerhin noch 2,66 Prozent investieren. Die Wirtschaftskraft der Eurozone dürfte in diesem Jahr um nicht mal einen Prozentpunkt wachsen, für die USA werden immerhin vier Prozentpunkte prognostiziert, für China gar zehn.

Fast schon passt es ins Bild, dass nicht die Wirtschaftskrise an dem europäischen Dilemma schuld ist. Schon vor der Krise scherte sich Griechenland keinen Deut um die Auflagen aus Brüssel. Schon vor der Krise kultivierte die EU den Misserfolg, indem sie miserable Beschäftigungszahlen oder die niedrigen Forschungsausgaben einfach ignorierte. Nicht mal einer von drei Europäern im Alter zwischen 25 und 34 hat eine höhere Ausbildung abgeschlossen. Und nicht mal jedes zehnte Unternehmen der EU verdient den Titel "Hightech".

Der Grund für all diese Rück- und Fehlschläge ist immer derselbe. Die Europäischen Institutionen agieren unverbindlich. Im europäischen Führerhaus sitzen statt einer starken europäischen Instanz die Mitgliedsstaaten selbst. Sie sehen Europas Wirtschaft nicht als Gemeinschaftsleistung, die dem Vergleich mit der Wirtschaft Chinas, Indiens oder der USA standhalten muss. Sie sehen Europas Wirtschaft als eine Ansammlung voneinander abgegrenzter nationaler Volkswirtschaften, die zwar einen gemeinsamen Binnenmarkt haben (der längst nicht vollendet ist), die aber selbst entscheiden, was sie nun für richtig oder falsch halten.

In einer Zeit, in der die Globalisierung alle Grenzen verwischt, ist dies ein absurder Zustand. Das hat nun offensichtlich auch die Bundesregierung begriffen, die bisher als besonders hartnäckige Gegnerin einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik auftrat. Zwei Jahre lang hat sie die vor allem aus Frankreich vorgetragene Idee einer engen wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit, der Gründung eines gouvernement économique, stoisch abgelehnt. Inzwischen ruft auch Berlin nach mehr Koordinierung und lässt verlauten, man habe nichts dagegen, eine europäische Wirtschaftsregierung zu schaffen, sofern alle 27 EU-Länder und nicht nur die Länder der Eurozone dabei wären.

Diese neue Politik macht noch lange nichts gut. Denn die Staats- und Regierungschefs müssen den Begriff der Wirtschaftsregierung erst noch mit Leben füllen. In welchen Wirtschaftszweigen wäre es also sinnvoll, eine gemeinsame Politik verbindlich zu machen? Wie eng sollen die Sozialsysteme, die Arbeitsmärkte oder die Pensionsfonds miteinander verkoppelt werden? Und wer genau soll sich diese Wirtschaftspolitik ausdenken, wer soll sie koordinieren? Soll es der Europäische Rat machen, mit dem ständigen Präsidenten Herman Van Rompuy an der Spitze? Oder die Europäische Kommission, deren Präsident José Manuel Barroso mit immer neuen Ideen vorprescht?

Wer die europäischen Verträge nicht erfüllt, sollte abgemahnt und bestraft werden. Wer über Jahre hinweg zu hohe Schulden macht, einzelne Industriezweige besonders schützt oder schlichtweg Auskünfte verweigert, der betrügt die Gemeinschaft. Das Studienbüro muss geschlossen werden. Brüssel braucht eine Polizeistation.

www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/741/502970/text/
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Malko07:

#57326: Eine gemeinsame Wirtschaftspolitik

10
11.02.10 21:22
ist überflüssig. Die EU ist größer wie die USA und soll noch zentraler verwaltet werden? Und anschließend schimpfen wir über den zentralen Bürokratismus. Es gibt keinen Grund, dass die EU zentralistischer als die USA organisiert werden.

Wieso braucht Brüssel eine Polizeistation und wir nicht. Seit Jahren wurden die Fördermittel für die neuen Bundesländer konsumiert und nicht wie vorgeschrieben investiert.

Die durchgestochensten Wirtschaftsregierungen gab es übrigens in den Staaten des früheren Ostblocks. Unser neues Modell? Naja, mit der sinnlosen Subventionspolitik sind wir schon auf dem Weg.
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Maxgreeen:

Lennar erhält 0% Kredit von der Fed für 7 Jahre ??

7
11.02.10 21:27
Lennar  (LEN  16.88, +1.27, +8.14%)  has purchased a 40% interest in the loan portfolios, while the FDIC is keeping the remaining 60% equity interest. The FDIC provided $627 million of financing at no interest for seven years.

Ps: es wird immer ungeheuerlicher in der sozialistischen USA
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Maxgreeen:

Aus der sozialistischen USA (2)

7
11.02.10 21:31
Erst schmeissen die Firmen Arbeiter raus verbessern ihre Bilanzen und jetzt sollen sie Steuerbefreiungen erhalten wenn sie wieder Leute einstellen

WASHINGTON (MarketWatch) -- U.S. companies would get a payroll tax exemption for hiring new workers this year under a draft Senate job-creation bill released Thursday.

The $85 billion draft bill, put out by Senate Finance Committee Chairman Max Baucus, D-Mont., and Sen. Charles Grassley, R-Iowa, would also make workers eligible for extended unemployment benefits and would let businesses write off certain capital expenses. It would also extend highway and transit programs, through calendar year 2010, and extend some expiring tax provisions. Read draft bill.

www.marketwatch.com/story/...nies-payroll-tax-break-2010-02-11
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Maxgreeen:

#57326 Airbus ist eigentlich ein gutes Beispiel

2
11.02.10 21:38
für europäische Wirtschaftspolitik, jedoch oft ein negatives weil jedes Land seine Vorteile sucht statt eine "europäische beste Lösung".

Es wird noch 10-20 Jahre dauern aber ich bin optimistisch
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Maxgreeen:

Big snow could fog up economic view

3
11.02.10 21:51
WASHINGTON (MarketWatch) - The massive snow storms that blasted the East Coast this week could reverberate in the economic data for a couple of months, clouding any assessment of the health of the economy.

The snow itself disrupted economic activity in a major, but mostly temporary way. Tens of millions of people couldn't get to work, but most of what they were supposed to do will get done eventually.

Tens of millions of people couldn't get to the stores, but eventually they'll buy their gallon of milk, their new video game, and their spring clothing. They'll get around to seeing that movie, and they'll probably reschedule that business meeting.

www.marketwatch.com/story/...d-fog-up-economic-view-2010-02-11

PS: Für die nächste 3 Monate muss jetzt das Winterwetter herhalten wenn die Zahlen mal schlechter sind.  
Vergesst die News bis Ende März.
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Anti Lemming:

Shark glaubt nicht an weitere Rallye

3
12.02.10 00:15

Still Wary

By Rev Shark
Street.com Contributor
2/11/2010 4:23 PM EST
    
     
We started off a bit wobbly this morning but we held technical support where we needed to, and that helped to bring in some buyers. We had good breadth and OK volume, but the dollar was the main driving force. The dollar weakened as the euro strengthened after it become clear that the eurozone will work to prop up Greece. We have been very strongly inversely correlated with the dollar lately, which is readily apparently as gold, oil, steel and commodities have been leading the market up and down.

There were some good long trades to be had today and I wouldn't be surprised to see some more upside in the near term, but I don't trust this bounce at all and expect that we'll have an opportunity for some aggressive shorting fairly soon. I know a lot of market players are rooting for this market to jump straight back up and resume the sort of action we saw in the latter part of last year, but conditions have changed and we are dealing with much more severe headwinds.

According to Sentimentrader.com, the trading days around Presidents Day have had a negative bias. Since 1976, the Friday before the holiday has been positive only 26% of the time, and in the last 18 years we've only be up three times. I wouldn't make any market bets based purely on those statistics, but it is something you might consider if the bulls start to waver.

I really would love to be a rip-roaring bull, but as I scroll through charts of individual stocks all day, I just don't see anything other than some oversold bounces into resistance areas.
The major indices are acting much better than the individual charts look, and that is not a good basis for buying.

Antworten
permanent:

Friday: US Data in Focus Ahead of Three-Day Weeken

4
12.02.10 08:17
Friday: US Data in Focus Ahead of Three-Day Weekend
CNBC MARKET INSIDER BLOG, LOOK AHEAD, GREECE, DEBT PROBLEMS, CREDIT CRISIS, RETAIL SALES, EURO, CURRENCIES, CHINA, CORRECTION, TREASURIES, INVESTMENT STRATEGY
Posted By: Patti Domm | CNBC Executive Editor
cnbc.com
| 11 Feb 2010 | 08:44 PM ET

Worries about Greece, its problems far from solved, have temporarily been put to the side, as traders shift focus to the more mundane January retail sales report Friday.

 

January sales are expected to come in with a slight gain of 0.3 percent, compared to December's 0.3 percent decline. Economists forecast that if autos are excluded, sales would be up 0.6 percent.

"Flat to positive is going to be fine, and that's about it. Then we skate into a long weekend, and nobody's going to make a big bet going into a long weekend," said Jefferies managing director Art Hogan.

The 8:30 a.m. retail sales report will be followed by consumer sentiment, reported at 9:55 a.m.

Stocks sprang higher Thursday, and investors put money back into risk assets globally as fears about Greece waned and China reported a rise in lending and slower inflation. The Dow was up 105 at 10,144 and the S&P 500 rose 10 to 1078.

David Gilmore, market strategist with Foreign Exchange Analytics, said the outcome for Greece is far from clear. European Union leaders issued a statement in support of Greece and passed the problems on to EU finance ministers, who meet Monday.

"There's a very vague response so far," said Gilmore. He does not expect any further details until the finance ministers meet. "They insinuated they took default risk off the table. That's constructive, but I don't think it's sufficient to take markets away from this concern on sovereign credit debt in Europe," he said.

Gilmore said Greek debt spreads had widened again at the end of Thursday, but not to the widest level of the day. "You have to look at what the Germans and French come up with. There's talk that the state owned bank KFW could buy Greek bonds, and then there's also some talk that they guarantee German investors who buy Greek bonds," he said.

Euro Trashed, But Not Broken

The euro was weaker on the day but finished off its low, at $1.383.

 

"I think there's more room for the euro to go down, and this is the 'Catch 22' of the story," said Gilmore. "The Europeans are quite happy with the weakness in the euro. They need exports to grow...maybe there's a sort of threading of the needle in the EU response. They don't want to be comforting and too reassuring on a plan to rescue Greece and draw the euro back up, and as long as they can take contagion out of the picture and keep the euro weak, that's the sweet spot."

Correction?

The big question for stock investors has been whether the market has been in a sell off that will finally give stocks a real 10 percent or greater correction. "We've had eight 'corrections' since March, all of them between 5 and 7 percent. Everybody's looking for something on the order of 10 to 15 percent..This one didn't prove to be it either. It was 8.3 percent..maybe this is it," said Hogan.

Hogan said the real concern for stocks is whether China demand will slow before the global economy gains enough traction to sustain the recovery. China's move to tighten bank lending has been spooking the market for several weeks. "Every time they sort of talk about it, the market rolls over a bit. That's much more important than what's happening in Greece and Spain right now," he said.

"If we focus on what's important to U.S. equities, and the drivers are in the United States, then things are fine," he said.

Action at the Auctions

Other than Tuesday's 3-year auction, the February refunding was a bit disappointing. However, it revealed some interesting dynamics Thursday. The government's auction of $16 billion in 30-year bonds saw weaker demand, with a bid to cover ratio of 2.36, below a 10-auction average of 2.48.

"We had a direct bidder that took 24 percent. I don't recall ever seeing one that big," said one trader. Direct bidders are bidders that are able to deal directly with the Fed. Many traders say they don't remember double-digit bids in the category prior to the credit crisis.

Indirect bidders, which could include foreign central banks, were just 28.5 percent, well below the 40 percent average and the lowest level since November, 2008.

While traders did not name names, they said the type of players that could have participated as direct bidders include big money managers, bond funds, mutual funds and even foreign banks. But one trader said it's highly unlikely foreigners participated in this category, and it may be some institutions that are aspiring to be primary dealers.

Some traders said even though the Fed has ended its program to buy Treasurys, the purchases almost looked like the type of buying the government could do. They note that there seems to be a consistent large buyer or group of buyers in the direct category.

Going into the auction, yields on the long end were at a one-month high. The 30-year finished at 4.67 percent and the 10-year rose to 3.69 percent.

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Anti Lemming:

CBS: Shorten = stupid investment of the week

5
12.02.10 08:29
Bubblevision treibt offenbar die Sorge, dass die vielen Joe Sixpacks in USA wieder vermehrt zu inversen Index-Fonds wie SDS (2 x Short-ETF auf den SP-500) greifen. Der Kommentator (Link unten) erklärt daher, dass Shorten nach den deutlichen Kursrückgängen der letzten Zeit das "dumme Investment der Woche" sei. Man komme jetzt zu spät zu der "pity party". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Denn bei Anstiegen findet Bubblevision Aktien selbst dann noch interessant, wenn sie sich ab dem Tief verdoppelt haben. Nun soll also ein Short, obwohl der Rückgang ab dem Top bei 1150 erst 6 % beträgt (nach 70 % non-stop Anstieg zuvor), nicht mehr interessant sein. Denn langfristig steigen Aktien ja immer, auch nach Verdreifachungen...

Die Ironie ist, dass eingefleischte Charttechniker jetzt erst überhaupt Chancen auf der Short-Seite sehen, da immerhin 6 % Kursrückgang als "Overhead Resistance" drückt. Nur in einem solchen Umfeld gibt es genügend desillusionierte Kurzfrist-Longs, die mit ihren Posis unter Wasser sind und bei weiter fallenden Kursen hinschmeißen. Das nutzen die "Last Hour Bären" auch so gut es geht aus.

Hintergrund der Bubblevision-Warnung: Es gibt bei den Daytradern eine Spezies, die jeden Tag nur das kauft, was steigt. Sind das, wie in den letzten Wochen, inverse ETFs, so kaufen sie halt diese als "long", so als wären sie normale Aktien, die steigen. Dass es de facto eine Wette auf fallende Kurse ist, interessiert sie nicht. Manche Trader in den Zockerstuben wissen nicht mal, was sich hinter den Tickerkürzeln verbirgt. Sie nutzen nur in Internet-Suchlisten die besten Performer des Tages oder der Woche - und halten dann drauf - egal ob Short-ETF oder nicht. Die Charttechnik beseitigt dann letzte Zweifel, und Kursgewinne rechtfertigen das "Investment".

Dieser Mechanismus könnte erklären, warum Marktbewegungen in den letzten Jahren so wenig Rücksetzer haben. Ganze Heerscharen von Tradern setzen in USA auf gehebelte ETF. Hauptsache, es steigt. So kommt es zu den seit langem zu beobachteten Übertreibungen: Erst stur rauf bis zum Exzess, dann stur runter bis zur Exitus. Kein Mittelmaß. MIt Futures arbeitende Zockerbanken verhalten sich im Prinzip ähnlich und verstärken die Extrem-Tendenzen.

Kein Wunder also, dass Bubblevision hier dämpfend eingreifen will - vor allem weil es seit Mitte Januar "übergeordnet nach unten" geht und die technische Erholung seit Anfang der Woche zum Shorten geradezu einlädt.

Womöglich soll der Artikel aber auch EFT-Zocker in Kurzfrist-Longs treiben, damit die immer noch shortenden Zockerbanken mehr Kanonenfutter haben. Wer weiß das Alles schon genau. Im Zweifel taugt CBS aber eher als antizyklischer Indikator - ähnlich wie die immer noch haufenweise rausgegeben Buy-Empfehlungen der Sell-Side-Analysten. Die schwenken bekannt erst nach 50 % Kursverfall auf "Sell" um, nämlich dann, wenn ihre Großkunden schon wieder auf der Käuferseite stehen.

www.marketwatch.com/story/...ks-now-could-be-stupid-2010-02-12
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musicus1:

währungen EURGBP und USDGBP

2
12.02.10 09:02
man gucke sich mal das verhältnis  von beiden währungspaaren an...............
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Anti Lemming:

Hilft die Fed bei verpatzten Auktionen?

6
12.02.10 09:17

aus # 57333 zur gestrigen, enttäuschend verlaufenden Auktion neuer 30-jähriger US-Staatsanleihen:

 

"We had a direct bidder that took 24 percent. I don't recall ever seeing one that big," said one trader. Direct bidders are bidders that are able to deal directly with the Fed. Many traders say they don't remember double-digit bids in the category prior to the credit crisis.

Some traders said even though the Fed has ended its program to buy Treasurys, the purchases almost looked like the type of buying the government could do. They note that there seems to be a consistent large buyer or group of buyers in the direct category.

 


 

Offenbar fährt die US-Regierung (via Fed?) mit dem Aufkauf frisch emittierter US-Staatsanleihen fort. Mit dieser inflationären Maßnahme ("Gelddrucken") soll eine ganze Reihe von Zielen erreicht werden:

 

- Die Staatsanleihen-Auktionen "platzen" nicht. Würde eine Auktion in die Hose gehen, droht ein Aktien- und Anleihe-Crash!

- Die Zinsen am langen Ende bleiben tief  (obwohl sie gestern schon mangels Nachfrage stiegen...)

- Direkter Aufkauf frisch gedruckter Staatsanleihen zielt als "Monetarisierung von Schulden" darauf ab, den US-Dollar zu schwächen.

- Vom schwachen Dollar erhoffen sich die USA Exportvorteile und eine inflationäre Senkung ihrer riesigen Schulden.

- Last not least soll via Dollar-Abwertung die Rohstoff-Echoblase weiter aufgepumpt und der Reflations-Trade (Assetpreis-Inflationierung) vorangetrieben werden.

- Hauptziel ist, die US-Hauspreise wieder hochzutreiben, damit die Banken aus ihren Schieflagen kommen.

 


 

Das Gelddrucken der Fed ist zudem eine Konter-Attacke auf die halbherzige Griechen-Rettung, die wiederum deshalb so halbherzig ausfiel, weil der EZB der schwächere Euro gut ins Export-Konzept passt.

Unterm Strich läuft all dies auf einen Abwertungs-Wettlauf der Währungen hinaus: Wer schafft es, seine eigene Währung am besten und schnellsten zu schädigen - zu Lasten der anderen Nationen.

 

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Anti Lemming:

Die deutsche Wirtschaft stagniert

2
12.02.10 09:19
FTD
Die deutsche Wirtschaft stagniert

Der Aufwärtstrend ist im letzten Quartal zum Halten gekommen: Die Leistung der deutschen Wirtschaft stagnierte. Ein Blick auf das gesamte Jahr 2009 macht inzwischen das ganze Ausmaß des Einbruchs deutlich.

Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2009 ins Stocken geraten. Im Herbstquartal habe die Wirtschaftsleistung stagniert, teilte das Statistische Bundesamt mit. "Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten und dritten Quartal nicht fortgesetzt", schrieben die Statistiker.

www.ftd.de/politik/deutschland/...haft-stagniert/50073237.html
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Anti Lemming:

EUR/GPB - das Empire schlägt zurück

7
12.02.10 09:38
Es läuft auf den im vorletzten Posting beschriebenen Abwertungs-Wettlauf hinaus.

Als 2008 die horrenden Schieflagen bei britischen Banken zutage traten, stürzte das Pfund grandios zum Euro ab. Manche meinten, das Pfund sei nun dem Untergang geweiht (roter Kasten).

Nun könnte der Euro - geschwächt von der PIIGS-Misere - seinerseits deutlich abgeben (blauer Kasten).

Sollte das alte Verhältnis EUR/GBP < 0,70 wieder hergestellt werden, heißt das nicht, dass Alles wieder im Lot ist. Es bedeutet vielmehr, dass beide Währungen "im Keller" wieder zusammengefunden haben.

Falls der Euro, wie von mir erwartet, weiterhin zum Dollar verliert (ich rechne mit einem Rückgang bis unter 1,30), bleibt es nicht aus, dass er auch zum Pfund verliert, weil USD/GBP mit relativ wenig Vola (d.h. tendenziell seitwärts) läuft.

.
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Der USA Bären-Thread 299044
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doden:

Die Griechenland-Problematik

3
12.02.10 09:43
ist weit weg von einer konkreten Lösung, die die Märkte positiv stimmen könnte. Was sollen die anderen Staaten denn machen? Kohle rüberzuschieben geht nicht wirklich, das ist bei den Wählern politisch nicht durchsetzbar. Abgesehen davon löst es auch nicht das strukturelle Defizit, daß sich in Griechenland (wie auch überall sonst) seit Jahren zeigt.
Falls es doch gemacht wird, werden die Spekulationskarawanen weiterziehen...nach Portugal, Spanien etc. Nach und nach würde der Euro so sturmreif gebombt...und die Kosten für die übriggebliebenen Länder stiegen exorbitant.

Eine rigorose Sparpolitik der entsprechenden Länder ist für die "Geberländer" die Grundvoraussetzung, um überhaupt zu helfen. Dies allerdings führt zu wegbrechender Nachfrage von allen Seiten, nicht wirklich verlockende Aussichten für die Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit wird entsprechen noch mehr zum Problem.
Die zu erwartenden höheren Steuern helfen diesbezüglich auch nicht.

Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich kann für die nächsten Jahre nichts positives erkennen. Man kann froh sein, wenn man noch auf der Sonnenseite des Lebens steht und hoffen, daß dies möglichst lange anhält!
Antworten
Anti Lemming:

Griechen gerettet - Euro "tot"

 
12.02.10 09:44
Die Euro-Schwäche dürfte auch auf Rohstoffe und Aktien durchschlagen
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Der USA Bären-Thread 299051
Antworten
Anti Lemming:

EUR/USD auf der Kippe - hält die 1,36?

 
12.02.10 09:54
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Der USA Bären-Thread 299056
Antworten
Anti Lemming:

Deutschland: Nullwachstum im 4. Quartal

3
12.02.10 10:05
Wiesbaden
Land: Deutschland
Beschreibung:
          §

Veröffentlichung der Schnellmeldung zum deutschen Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2009

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vierten Quartal zum Vorquartal saison-, preis- und kalenderbereinigt unverändert geblieben nach +0,7 % im Quartal zuvor. Zum vierten Quartal des Vorjahres fiel das BIP um 1,7 %, kalenderbereinigt lag der Rückgang bei 2,4 %.
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Anti Lemming:

Lehrer Lämpel und die Euro-Implosion

6
12.02.10 11:01

...Lenkt er freudig seine Schritte
Zu der heimatlichen Hütte,
Und voll Dankbarkeit sodann             
Zündet er sein Pfeifchen an.
"Ach!" spricht er, "die größte Freud
Ist doch die Zufriedenheit!"                    (hyperbullisches Sentiment)

Rums, da geht die Pfeife los                (Euro unter 1,36)
Mit Getöse, schrecklich groß!
Kaffeetopf und Wasserglas,                 (Rohstoffe)
Tabaksdose, Tintenfaß,                   
Ofen, Tisch und Sorgensitz                   (Aktien, Altersversorgung)
Alles fliegt im Pulverblitz.                        (...in Luft aufgelöst)

Als der Dampf sich nun erhob,
Sieht man Lämpel, der - gottlob! -
Lebend auf dem Rücken liegt;             (Der DOW ist noch über Null)
Doch er hat was abgekriegt.

Nase, Hand, Gesicht und Ohren
Sind so schwarz als wie die Mohren,  (Oh-bama!)
Und des Haares letzter Schopf
Ist verbrannt bis auf den Kopf.              ("Ich rauche nur noch Selbstgedrehte und Marihuana")

 


 

 

(Verkleinert auf 85%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 299083
Antworten
Anti Lemming:

Duplizität der Ereignisse

2
12.02.10 11:03
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 299086
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Malko07:

Der Dämpfer in der wirtschaftlichen

13
12.02.10 11:59
Entwicklung kommt schneller als erwartet. Ich hatte ihn erst in 2010 erwartet. Dabei haben wir einen Stillstand, trotz aller  Konjunkturprogramme, schon im 4. Quartal 2009 erreicht. Das Wachstum ist also erheblich zurückgegangen. Ohne Konjunkturprogramme würde schon Rezession herrschen. Betrachtet man die Auftragseingangentwicklung werden wir leider 2010 mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in die Rezession eintauchen.

Wie hier erwartet hatte die Rohstoff- und Aktienpreisentwicklung nichts mit der realen Welt zu tun. Es reicht eben nicht auf die Preisentwicklung verschiedener Vermögensklassen zu starren und daraus großspurige Schlüsse für die reale Welt zu ziehen. Auch die sogenannten weichen Indikatoren kann man getrost in der Pfeife rauchen. In vielen von ihnen geht die Preisentwicklung der Rohstoffe (in manche sogar die Aktienpreisentwicklung) und die Geldmenge ein (die Geldmenge steigt üblicherweise durch verstärkte Kreditvergabe). In unseren aktuellen Lage spiegeln diese Indikatoren nur die "verrückte" Liquiditätsschöpfung unserer Notenbanken wieder die nicht in der realen Wirtschaft ankommen kann.

Auch die Konjunkturprogramme sind größtenteils kontraproduktiv. Sie beheben nicht die Fehlstrukturen die durch übermäßige Verschuldung entstanden sind, nein, sie konservieren sie und verschlimmern damit längerfristig die Lage. Diese Ausgabenpolitik wird nicht durchzuhalten sein. Schon in 2010 wird man mit der Bremsung bei der Staatsneuverschuldung beginnen müssen, nicht nur in Griechenland.

Also freuen wir uns wieder auf steigende Aktienkurse. Zu viele erwarten in dieser Lage einen Abstieg. Sogar die sich in größerem Umfang auflösende CCT auf Basis von Yen und $ bringen uns nicht wirklich runter. Wir brauchen zuerst die Gewissheit der Depression und spätestens dann geht es mit Karacho ins Untergeschoss. Die Depression wird leider wahrscheinlicher.
Antworten
wawidu:

Währungspaar GBP/USD

3
12.02.10 12:00
Irgendwie kommt mir das Verlaufsmuster bekannt vor:
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 299104
Antworten
Anti Lemming:

Malko - einverstanden, nur...

4
12.02.10 12:11

...Dein letzter Absatz wundert mich:

"Also freuen wir uns wieder auf steigende Aktienkurse. Zu viele erwarten in dieser Lage einen Abstieg. Sogar die sich in größerem Umfang auflösende CCT auf Basis von Yen und $ bringen uns nicht wirklich runter. Wir brauchen zuerst die Gewissheit der Depression und spätestens dann geht es mit Karacho ins Untergeschoss. Die Depression wird leider wahrscheinlicher. "

 

Denn was wir hier im Thread erwartet hatten und was sich nun offenbar erfüllt (Deine ersten drei Absätze), ist ja das Gegenteil der Konsensmeinung. Letztere aber ist maßgeblich für die (rosigen) Prognosen und für die (größtenteils bereits erfolgte) bullische Positionierung.

Wird die Konsenserwartung nun durch den Doppel-Dip "enttäuscht", werden die in voreiliger Vorfreude eingegangenen Long-Posis wieder gegeben. Wie kannst Du daraus auf "wieder steigende Aktienkurse" schließen? Wenn Verkaufsdruck aufkommt, fallen Aktien normalerweise - zumal nach 70 % Anstieg seit dem letzten Tief in nur 10 Monaten.

 

Antworten
Malko07:

Ich hoffe, dass die vielen

6
12.02.10 12:13
US-$-Bullen hier auch im US-$ drinnen sind. Es kann ohne weiteres bis auf pari runter gehen. Momentan stehen wir immer noch zu hoch. Bei 1,27 liegt die angebliche Kaufkraftparität. Dieser Unsinn soll ja  Anhänger haben.  Wenn es also über 30 Cents darüber hinsausschoss kann es nach der gepflegten Thread-Logik mindesten um die gleichen Wert nach unten gehen (es lebe der Chart - Hirn bitte ausschalten, es ist Fasching). Da gibt es also richtig was zu verdienen.

Auch sollte langsam auf Spanien umgeschaltet werden. Griechenland wird inzwischen sogar der FTD zu langweilig:
... Rezession, Arbeitslosigkeit, Reformblockade - das südeuropäische Land steht vor gewaltigen Problemen. Viele Experten halten Spanien - nicht Griechenland - für die größte Schwachstelle der Euro-Zone. ...

Helau und Alaaf

;o)
Antworten
Malko07:

A.L. (#57347), die Börse

4
12.02.10 12:21
folgt nun mal nicht stramm der fundamentalen Lage, ob es einem gefällt oder nicht. Damit es jetzt schon abstürzt müsste das Bewusstsein der Marktteilnehmer zur Zukunft wesentlich weiter entwickelt sein. Sie müssen nämlich die Zockerbanken zur Umkehr zwingen. Dazu fehlt mMn noch die Kraft. Auch dein intensives Posten von bunten Schnittmuster wird das Bewusstsein bei den potentiell Austeigenden nicht ändern. Die lesen hier nicht mit und malen sich ihre eigenen bunten Bildchen. Und was ist schon normal? Die jetzige Lage bestimmt nicht.

Die Politik ist verstummt, das sollte auch dir aufgefallen sein.
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Anti Lemming:

Dollar-Parität

4
12.02.10 12:22
Welche Auswirkungen das für die Dollar-Carrytrader samt ihrer Bläh-Trades in Rohstoffen, Aktien und sonstigen Assets hätte, muss ich hier wohl nicht noch einmal ausbreiten.

Der starke Dollar, den niemand in USA will, führt zu fallenden US-Börsen, die niemand dort will. Der DAX hat eh kein Eigenleben und fällt mit, obwohl er bei schwachem Euro sehr viel konkurrenzfähiger ist.

Bei Parität könnte man ernsthaft überlegen, im DAX long zu gehen.
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