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Die Anleger flüchten aus dem Euro in den Dollar, weil Griechenland überschuldet ist, über seine Verhältnisse lebt, seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat und seine Statistiken fälscht. Doch könnte man dasselbe nicht auch als exakte Beschreibung der USA anführen?
Amerika werde seine Bonitätsbestnote nie verlieren, meint US-Finanzminister Timothy Geithner. Das glauben wir ihm aufs Wort, denn bei einer Herabstufung könnten sich die Jungs und Mädels von den Ratingagenturen vermutlich auf Lynchjustiz gefasst machen. Doch nicht nur deswegen mutet die Flucht der Anleger in den sicheren Hafen des Dollar putzig an. Zumal dann, wenn als Grund der Schlamassel in Griechenland genannt wird, das nicht mal für drei Prozent des BIPs im Euro-Raum steht. Griechenland ist überschuldet, lebt über seine Verhältnisse, hat seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt und fälscht seine Statistiken, heißt es. Dasselbe könnte man als exakte Beschreibung der USA anführen, mit dem Unterschied, dass in Amerika anders als in Griechenland auch der Privatsektor übel in der Kreide steht. Dass nicht nur Washington das Wasser bis zum Hals steht, sondern auch einigen Bundesstaaten wie Kalifornien, sei nur als Randnotiz erwähnt.
Wenn ein Land sich nicht mehr anders zu helfen weiß, als seine Zentralbank staatliche und private "Wert"papiere von fast 2000 Mrd. $ aufkaufen zu lassen, dann ist im Grunde alles über seine Finanzlage gesagt. Aber es ist noch schlimmer, als man denkt: Trotz eines Etatdefizits von einem guten Zehntel des BIPs liegt die reale inländische Endnachfrage in Amerika um 11,4 Prozent unter ihrem exponentiellen Trend seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Erfassung 1947. Und trotz der schwachen Nachfrage beläuft sich die gesamtwirtschaftliche Nettoersparnis auf minus 2,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens (Durchschnitt: 7,2 Prozent). Aus eigener Kraft könnte Amerika mithin nicht mal mehr seinen Kapitalstock erhalten. Dabei hätte es allen Grund, in seine Wettbewerbsfähigkeit zu investieren, wobei der Faktor Arbeit wohl noch wichtiger wäre als der Faktor Kapital. Denn wenn ein Land in dieser Lage immer noch ein Außenhandelsdefizit von drei Prozent des BIPs aufweist, stockt einem der Atem.
Aber Amerika hat doch großartige Technologiefirmen hervorgebracht, nicht wahr? Zweifellos. Nur produzieren die lieber in Asien als in Amerika, denn selbst bei den sogenannten "Advanced Technology Products" hat das Land zwischen Januar und November 2009 ein Handelsdefizit von 51 Mrd. $ verzeichnet. Natürlich hat Europa seine eigenen - wirtschaftlichen wie institutionellen - Schwächen, nicht nur in der Peripherie, wo Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland für ein gutes Drittel des BIPs in der Euro-Zone stehen. Für keines dieser Länder - fraglich, ob Italien in diese Liste gehört - ist eine einfache Lösung der Probleme in Sicht, wobei der Ausstieg aus dem oder die Einstellung des Schuldendienstes wohl zu den teuersten Varianten zählten. Im Gegensatz zu Amerika hat der Euro-Raum insgesamt jedoch Reserven, abzulesen etwa daran, dass die gesamtwirtschaftliche Bruttoersparnis um rund acht Prozentpunkte des BIPs höher ist als auf der anderen Seite des Atlantiks. Freilich hat Europa keine Zentralbank, die jedes Loch freimütig stopft. Doch falls das ein Argument für den Dollar sein soll, dann nur zu. Wir sind gespannt, wann die - angeblich hochproduktiven - US-Exporteure bei Geithner anklopfen, um lauthals zu jammern.
www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...mer-dollar/50071560.html
den aktuellen Kursverlust hast Du ohne Frage "herbeigetrommelt" ;-)
Mein (ehrliches) Kompliment.
Kleine Bitte anbei:
Habe noch eine (kleine) Verlustposi aus August 2009 liegen.
Möchte diese gerne schließen.
Also bitte:
Lass Dich in naher Zukunft nicht mehr in Scharmützel (mit Stöffen oder Malko) verwickeln, sondern schwing die Tasten.
Die paar Punkte schaffen wir auch noch !
Ein dreifach Hoch auf den Bären-Thread und seine(n) Protagonisten.
[ Ich hoffe, es hilft ;-) ]
Lieber ein deutschsprachiger Winzling, als ein angebliches Universalgenie ;-)
Wirklich meinen Respekt, perfekt ;-)
(bei Megaerfolg) wirkt magisch: Ich nehm die Blonde links ;-)
Wo siehst Du (charttechnisch) beim Dax das aktuelle worst case Szenario ? [ Jetzt sag bitte nicht bei Null ;-) ]
Die Banken waren heute der schwächste Sektor in den Indizes. Sie sind das Rückgrat des SP-500. Ohne Banken läuft dort nichts. Ähnliches gilt für SOX und den Nasdaq (siehe meine letzten beiden Posts): Die Halbleiter sind das Rückgrat des Nasdaq, ohne sie läuft ebenfalls nichts.
Fazit: Es läuft hinten und vorn nichts, außer Angstschweiß ;-)
Easily Spooked
By Rev Shark
Street.com Contributor
2/8/2010 4:31 PM EST
The bulls struggled to build on Friday's late-day bounce and finally gave up as the day wound down. Banks were the most obvious weak spot, but breadth finished just a little better than two decliners for each advancer, and there just wasn't much of interest. The most common description of the action today was "dull."
The bad thing about this action today is that we had a decent setup for some upside. We are still oversold, we had the late-day bounce on Friday, and Monday has been the best-performing day for the market over the past year. We didn't have any negative news of note, but the buyers just weren't interested.
What seems to be weighing on the market is increased talk about how the Fed is going to start unwinding the liquidity it has injected into this market. There are lots of very carefully worded comments about how the Fed will do this slowly and in a way not to cause any alarm, but the fact that it is even talking about the possibility of raising rates at some distant point in the future is enough to spook this market.
This market rode up off the March low on a huge wave of liquidity. Liquidity crushed any fundamental argument against the market. All year long, people struggled to reconcile Wall Street with Main Street because they didn't understand that all the funds that were being pumped into the economy were benefiting stocks far more than they were the overall economy.
Market players are now worried about the inverse. When we suck the liquidity out of this market, it will override the positive fundamentals and good earnings news. We will wonder why stocks continue to act poorly even when the news sounds so good.
The story of the market is the story of liquidity, and the Fed is starting to write the next chapter.
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