Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 2006  2007  2009  2010  ...

Der USA Bären-Thread


Thema
abonnieren
Beiträge: 156.480
Zugriffe: 27.028.108 / Heute: 4.466
S&P 500 7.308,97 +0,46% Perf. seit Threadbeginn:   +400,96%
 
Kicky:

Deutsche Banken vermeiden Zwangsversteigerungen

6
06.10.09 09:45
Sinkende Immobilienpreise und wachsende Leerstände bringen Immobilienbesitzer in die Bredouille. Denn viele Investoren haben ihre Objekte stark durch Kredite finanziert und können diese nun nicht mehr bezahlen. Warum sich die Banken dennoch geduldig zeigen.
www.handelsblatt.com/banken-meiden-zwangsverwertungen;2464136

FRANKFURT. Viele Investoren haben Immobilien gerade in den Boomjahren 2006 und 2007 stark kreditfinanziert. Nun verstoßen sie gegen vereinbarte Vertragsklauseln, die in den Kreditverträgen festgelegt wurden. Oft betrifft das die Kreditquote, also das Verhältnis von Kreditvolumen zum Immobilienwert, in manchen Fällen auch die Zinsdeckungsquote, also das Verhältnis von Einnahmen zu den Zinsverpflichtungen.

Ein Beispiel ist die auf Einzelhandelsimmobilien ausgerichtete Investmentgesellschaft Deutsche Land, die ein Immobilienportfolio über die niederländische ABN Amro finanziert hat. Eigentlich war vereinbart, dass die Verschuldungsquote, also das Verhältnis von Kredit zu Immobilienwert bei maximal 90 Prozent liegen soll. Wegen des gesunkenen Immobilienwerts liegt die Quote mittlerweile bei 95,2 Prozent. Sollte die Bank den Bruch dieser Vertragsklausel offiziell anzeigen, bestehe die Gefahr, dass Deutsche Land die Kontrolle über einen Großteil ihrer Aktivitäten verliere, steht im Zwischenbericht der britischen Gesellschaft.

Gebrochene Kreditklauseln sind ein Problem, das viele Immobilieninvestoren umtreibt. In Fällen wie diesem dürfen Banken die Kredite theoretisch kündigen. "Doch in der Regel löst das keine Kündigung durch die Bank aus".....
Antworten
relaxed:

#50176 Ein verständliches Verhalten,

2
06.10.09 09:50
denn wenn der "Immobilien-Damm" bricht, dann haben wir Deflation. ;-))
Antworten
CarpeDies:

Aussie-Dollar steigt,

 
06.10.09 09:50
weil die Zinsen um 0,25% auf 3,25% angehoben wurden.
Antworten
WielandSchmi.:

@contrade

5
06.10.09 09:50
Welche Fakten? Jeder, der mal ein wenig mit Bilanzen "gespielt" hat, weiß, dass es hier massigst Interpretationsspielraum gibt. Was in diesem Forum bei den Banken ja auch zu Recht moniert wird. Wenn du Vertreter bist, dein Einkommen und dein Job davon abhängen, welche Umsätze du bringst, wirst du einen Teufel tun, sofern es in deiner Macht steht, die realen Umsätze in dein Excelsheet einzutragen.
Das beginnt schon ganz unten. Deren Vorgesetzten haben an den wahren Zahlen ebenfalls kein Interesse usw., weil auch hier derselbe Mechanismus Platz greift. Das ist ja auch der Grund, warum die Zusammenbrüche immer so "überraschend" erfolgen.
Antworten
Kicky:

Der Untergang des Dollars

8
06.10.09 09:55
Der britische Independent berichtet von geheimen Absprachen von arabischen Staaten mit China, Russland und Frankreich mit dem Ziel, die Bindung des Öls an den Dollar zu lösen und stattdessen einen Korb an Währungen zu wählen. Darunter seien der Euro, chinesische Yuan, japanische Yen sowie Gold und eine noch zu schaffende gemeinsame Währung für die Golfstaaten. Die Finanzminister und Zentralbanker hätten sich bereits in Russland, China, Japan und BRasilien getroffen, um sich abzustimmen. Der Plan sei eine Erklärung für den plötzlichen Anstieg der Goldpreise, schreibt das britische Blatt, das sich auf Quellen in den Golfstaaten sowie in China beruft. Die USA wüssten von dem Plan, seien allerdings nicht über Details informiert und wollten sich der Offensive früherer Verbündeter wie Japan oder den Golfstaaten widersetzen.
www.independent.co.uk/news/business/news/...ollar-1798175.html
By Robert Fisk

Tuesday, 6 October 2009
In the most profound financial change in recent Middle East history, Gulf Arabs are planning – along with China, Russia, Japan and France – to end dollar dealings for oil, moving instead to a basket of currencies including the Japanese yen and Chinese yuan, the euro, gold and a new, unified currency planned for nations in the Gulf Co-operation Council, including Saudi Arabia, Abu Dhabi, Kuwait and Qatar.

Secret meetings have already been held by finance ministers and central bank governors in Russia, China, Japan and Brazil to work on the scheme, which will mean that oil will no longer be priced in dollars.

The plans, confirmed to The Independent by both Gulf Arab and Chinese banking sources in Hong Kong, may help to explain the sudden rise in gold prices, but it also augurs an extraordinary transition from dollar markets within nine years.


The end of the dollar spells the rise of a new order
www.independent.co.uk/opinion/...e-of-a-new-order-1798200.html
.......the US is not the dominant power that it once was. The financial crisis has left it hobbled with significant government and household debts and sharply reduced prospects for growth. Developing nations such as China, Brazil and India, on the other hand, have weathered the economic storm significantly better. So while this latest proposal is born of financial calculation, it is also a reflection of a new economic world order.

We should not be sentimental for the dollar. It makes economic sense for world trade to be conducted in a variety of currencies. Relying on one only has the advantage of clarity, but it also creates instability if the economy that underpins it faces uncertain prospects.

Yet we need to understand that exchange rate volatility is a symptom, rather than a cause, of what truly ails the world economy. The biggest driver of global economic instability in recent years has been the determination of China to boost its export sector at all costs. Beijing's persistently large trade surpluses and manipulation to prevent its own currency from appreciating have effectively forced Western nations into running persistently large trade deficits. It was this pressure that blew up various asset bubbles that burst with such disastrous effect last year.

A gradual move away from the dollar makes sense. But without a commitment from world governments – both in the rich and developing world – to reduce these destabilising global trade imbalances we will enter an uncertain new era; and one that could yet make us pine for the days of the dominant greenback.
Antworten
permanent:

Saudis geloben Treue

4
06.10.09 10:40
Bröckelt die Dollar-Front?

Saudis geloben Treue

Der Bericht sei "absolut falsch", sagte der Chef der saudiarabischen Notenbank, Mohammed al-Dschasser. Sein Land führe keine derartigen Gespräche. Der Dollar legte nach seiner Erklärung zu. 

Die britische Zeitung "The Independent" hatte von geheimen Gesprächen der arabischen Staaten mit Russland, China, Japan und Frankreich berichtet.

Anstelle der US-Devise solle es einen Währungskorb geben, der unter anderen aus dem japanischen Yen, dem chinesischen Yuan, dem Euro und Gold bestehen werde. Der US-Dollar reagierte am Devisenmarkt entsprechend. Die Währung rutschte in Richtung seines Jahrestiefs.

Geheime Treffen seien bereits von Finanzministern und Zentralbankgouverneuren mit Russland, China, Japan und Brasilien abgehalten worden, um an dem Plan zu arbeiten, zitierte das Blatt anonyme Quellen aus den Staaten des Golf-Kooperations-Rates (GCC) und Bankenkreise in Hongkong. "Das Vorhaben bedeutet, dass der Ölpreis nicht länger in US-Dollar festgesetzt wird."

Der schwächere Dollar heizt immer wieder Spekulationen um eine möglicherweise schon bald bevorstehende Dollar-Abkehr an. Die meisten arabischen Golfstaaten haben ihre Währungen an den US-Dollar angebunden.

Die Tatsache, dass die Anbindung immer wieder zur Debatte steht, zeigt das zunehmende Ausmaß der Dollar-Schwäche und die nachlassende politische und wirtschaftliche Dominanz der USA. Es spiegelt aber auch den gestiegenen Reichtum und die größere Macht der Ölstaaten wider.

Quelle: ddi/rts

Antworten
Malko07:

Der US-$ ist schwach weil damit

5
06.10.09 11:10
weltweit alle möglichen Vermögenswerte zusammen gekauft werden. Die Diskussionen über eine Ersatzwährung ist Kinderkacke und soll beim Vernebeln der Gesamtlage helfen. Alles ist gut, was von den notwendigen Diskussionen über eine Reform der Finanzmärkte ablenkt. In einer neuen künstlichen Währung nicht konvertierbare Währungen wie den Yuan aufzunehmen, der fest an den US-$ gekoppelt ist, den US-$ selbst, die größte Währung der Welt, aber nicht, ist selten blödsinnig. Solche Gerüchte können nur aus Großbritannien kommen. Sind kurz vor dem Umkippen und versuchen mit allen Tricks noch zu überleben.
Antworten
CarpeDies:

Samsung kann Gewinn fast verdreifachen

5
06.10.09 11:13
Das ist doch mal eine Meldung; die Bären sollten also weiterhin sehr vorsichtig sein, weil so etwas in Verbindung mit short squeezes schnell zur Falle werden kann...

Elektronikhersteller hebt die Erwartungen für das Quartal

Samsung hat den operativen Gewinn fast verdreifacht. Eine Erklärung für den unerwarteten Anstieg blieb der Elektronikkonzern jedoch schuldig.
Samsung Electronics hat in seinem dritten Finanzquartal mehr Gewinn gemacht als von den Analysten erwartet. Der südkoreanische Elektronikkonzern erzielte nach vorläufigen Angaben einen operativen Gewinn von 4,3 Billionen Won (2,49 Milliarden Euro), nach 1,48 Billionen Won (860 Millionen Euro) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Analysten hatten nur 3,85 Billionen Won (2,24 Milliarden Euro) erwartet.

Höhere Preise für Chips und Flachbildschirme und eine gestiegene Nachfrage nach Samsungs Mobiltelefonen und Fernsehern machten nach Ansicht der Börsenexperten das Ergebnis möglich. Der Umsatz soll auf 36 Billionen Won (20,9 Milliarden Euro) steigen. Im Vorjahr wurden zur selben Zeit 30,27 Billionen Won (17,58 Milliarden Euro) verbucht.

Endgültige Zahlen für das Quartal wird Samsung erst Ende des Monats vorlegen. Der Berichtszeitraum endet am 30. September 2009.
Antworten
Anti Lemming:

Was lernen wie aus der Krise?

12
06.10.09 11:17

- Bernanke macht 'nen guten Bläh-Job

- Er ist die Reinkarnation von Bläh-Boy Greenspan, der inzwischen als Berater an der von ihm mitverursachten Krise verdient

- Sparer werden weltweit um Zinsen beschissen, damit sich die verzockten Banken sanieren können

- vor allem US-Banken sind praktisch pleite und können nur wegen aufgeweichter Bilanzregeln als Zombies überleben

- die Börse ignoriert dies und tut so, als wären die Banken gesund und die ausgewiesenen "Milliardengewinne" real

-  die Fed versucht mit Erfolg, USA aus dem Schlamassel herauszuinflationieren:  Blase 3.0 nimmt Gestalt an.

- unter dem Vorwand der Deflationsbekämpfung wird mittels QE und anderen Schiebereien der Grundstein für eine langfristige Dollarentwertung inkl. Inflation gelegt, die USA als weltgrößten Schuldner im Ausland entschuldet

- dank der kollektiven Asset-Aufblähung wird an den Börsen Unvernunft mit Kurssteigerungen belohnt

- Bläh-Boys wie GS und DB treiben nun auch wieder Rohstoffe und Grundnahrungsmittel wie Zucker sinnlos in astronomische Höhen

- ob Dritte-Welt-Länder deshalb unter Hungersnöten leiden, interessiert die Bläh-Boys nicht

- damit die Boni fließen, dürfen bei Hungerleidern auch mal Tränen fließen

- da die Wirtschaft nur noch durch Staats-Blähung wächst, verschulden sich weltweit die Regierungen maßlos

- die schuldenfinanzierten Hilfsprogramme bewirken lediglich, dass  Käufe vorgezogen werden: Geier sahnen Staatszuschüsse auf Kosten der Allgemeinheit ab. Organisches Wachstum kommt dabei nicht zustande

- um den schönen Schein zu wahren, verbreiten Regierungen schamlos Lügen, in USA ist das inzwischen nachgewiesen

- auch die Erholungslügen der Weltwirtschaft zählen dazu, vor allem was das "Asien- und China-Wunder" betrifft

- die Zockerbanken machen genau da weiter, wo sie bei Krisenausbruch aufhören mussten, nun aber "umso doller"

- man erkennt bei Großzockern wie GS sogar einen offensiven Zynismus: Sie nutzen ihren "too big to fail"-Status dazu, die Risiken auf die Spitze zu treiben. Vater  Staat haut ja Alle raus, wenn's kracht

- anfängliche Pläne für Regulierungen und einen Neuanfang werden von Wall Street weggewischt oder bis zur Unkenntlichkeit aufgeweicht,  weil ja wieder alles so schön gestiegen ist und man an den Anstiegen prächtig verdient hat. Krise? Welche Krise?

- Marionette Obama nickt in Washington willfährig alles ab. Wall Street tanzt ihm auf der Nase rum. Neuregulierungen bleiben Stückwerk und werden nur insoweit umgesetzt, als sie Blase 3.0 treiben (z. B. neue Short-Verbote).

 

Antworten
fkuebler:

AL #50184: Da ist aber einer richtig sauer... ;-)

3
06.10.09 11:20
#50184: Da ist aber einer richtig sauer... ;-)">
Antworten
fkuebler:

Kann ich aber auch reichlich gut verstehen...

4
06.10.09 11:23

Ich fahr' jetzt erstmal in die Toscana und kann euch deshalb nicht mehr so intensiv mit weisen Posts beglücken...

Aber ich seh' schon: ihr werdet es verkraften... ;-)

Antworten
Anti Lemming:

CarpeDies - warum Samsung Gewinne macht

5
06.10.09 11:35
Ich gehe davon aus, dass Halbleiterhersteller wie Samsung im Vorfeld von Window 7 (kommt Ende Oktober) mal wieder ihre Lager aufstocken, um den "gestiegenen Speicherbedarf" des neuen Betriebssystems decken zu können. Ähnliches - inkl. DRAM-Preisanstiege - sah man vor der Einführung von Vista. Vista floppte jedoch, niemand wollte diese Fehlgeburt.

Die eigens - und eilends - aufgebauten Chip-Schmieden spuckten trotzdem reichlich Chips aus. Die Folge war ein horrender und ruinöser Preisverfall, der auch Qimonda und Inflneon an den Rand des Abgrunds trieb. Halbleiter sind so ziemlich die zyklischste (zickigste) Branche überhaupt.

Wenn jetzt die Halbleiterfabriken wieder stark produzieren, stocken auch Computerhändler ihre Chip-Bestände auf, weil der Aufbau der Fabriken ja "einen Sinn haben muss". Die Händler wollen nicht mit leeren Händen dastehen, wenn (falls) die nächste Computer-Upgrade-Lawine kommt. Folglich verkauft Samsung auch schon einen Teil der vorauseilend produzierten Chips. Der Umsatz steigt, die Preise ziehen "erwartungsvoll" an.

Wie geht es weiter?

Ich rechne damit, dass auch Windows 7 floppen wird. Der erhoffte Upgrade-Zyklus bei den Rechnern dürfte weitgehend ausbleiben. Folge: Die Chip-Preise werden mangels Nachfrage erneut einbrechen.

Die Firmen müssen schließlich sparen. Wer die halbe Belegschaft aus Kostengründen entlassen musste, wird das knappe Geld kaum in neue Hard- und Software stecken, die unterm Strich auch die Produktivität nicht sonderlich erhöht. Die Killerapplikationen der Bürowelt bleiben: Textverabeitung, Tabellenkalkulation, Internet. Das läuft alles auch noch auf den alten Rechnern prima.

Die neuen Rechner sind übrigens kaum schneller. Hinzu kommt, dass neue, aufgeblähte Betriebssysteme Ressourcen fressen (daher der erhöhte Speicherbedarf), so dass etwaige Tempogewinne der Hardware durch den Software-Overhead "aufgefressen" wird. Der inzwischen verstorbenen Computer-Prof. Weizenbaum sagte mal treffend: "Die Hardware wird langsamer schneller als die Software langsamer."

Warum sind die neuen Rechner nicht (wesentlich) schneller? Die Taktfrequenzen der Prozessoren stagnieren seit Jahren bei 3 Gigahertz, weil technische Limitationen weitere Steigerungen schwer machen (zuviel Stromverbrauch, zuviel Hitze). Also bauen Intel und AMD nun Mehrkernprozessoren mit bis zu vier Kernen. Die meisten Büroprogramme nutzen aber eh nur einen Kern, der völlig reicht. Folglich sind in den neuen Rechnern der zweite, dritte und vierte Kern meist "arbeitslos", verbraten aber sinnlos Hitze. Wozu sollten Firmen sich das antun, solche Heizlüfter in die Büros zu stellen? Das hebt im Sommer auch noch die Kühlkosten....
Antworten
CarpeDies:

Premium-Hersteller wächst in China

4
06.10.09 11:40
Audi wächst im September um 37 % ggü Vorjahresmonat in China.
Im Jahr 2009 sind das immer noch 20 % über vergleichbaren Vorjahreszeitraum

Finde ich schon interessant, dass trotz der Export-Einbrüche (aus chinesischer Sicht) und der angeblich eingeschränkten Kreditvergabe immer noch solche Steigerungsraten möglich sind.
Man muss dabei allerdings bedenken, dass es sich hier um Auslieferungszahlen handelt; über den Auftragsbestand bzw. Auftragseingänge wird hier nichts gesagt.
Antworten
permanent:

Nachkauf Shorts bei 5609 DAX Punkten

5
06.10.09 11:54
Gleiche Stückzahl wie beim ersten Kauf.

Permanent
Antworten
Anti Lemming:

CarpeDies - chinesische Steigerungsraten

5
06.10.09 12:00

"Finde ich schon interessant, dass trotz der Export-Einbrüche (aus chinesischer Sicht) und der angeblich eingeschränkten Kreditvergabe immer noch solche Steigerungsraten möglich sind."

Nicht trotz, sondern wegen der Export-Einbrüche, CarpeDies. Bislang haben die Chinesen exportiert und die Einnahmen in US-Staatsanleihen gesteckt, also Geld gespart. Da wegen der US-Krise die Exporte stark einbrachen, wurden die Staatsersparnisse im Rahmen der Stützprogramme dazu benutzt, die Binnenwirtschaft anzukurbeln - in der Hoffnung, die dadurch entstehende Binnennachfrage könne das Loch bei den Exporten kompensieren. Dabei wurden die chinesischen Banken mit Geld überschüttet, und sie reichten es mit ebenso vollen Händen weiter. Da es aber wegen Überkapazitäten nichts Vernünftiges zum Investieren gab, haben die Chinesen einen nennenswerten Teil der Gelder in Aktien gesteckt - der SSE hat sich von Dez. bis August verdoppelt. 

Ein Teil dieser "irgendwelcher Anlagen" harrenden Gelder haben die chin. Firmenbosse  dann sicherlich in Anschaffungen wie neue Audis gesteckt. Die stehen auf deutsche Produkte, Siemens z. B. gilt in China als Edelmarke...

D.h. diese Auto-Käufe wurden erst dadurch möglich, dass die chin. Zentralbank das Spielgeld dafür "freisetzte".

Erst ab Sept. hat die chin. Regierung begonnen, die Kreditblase zurückzufahren Das dürfte sich im Vorjahresvergleich der Autoimporte noch nicht ausgewirkt haben, wohl aber beim SSE, der seit August um 20 % gefallen ist.

Zynisch gesagt sind die gestiegenen Audi-Importe in China somit ein Krisen-Symptom, ebenso wie die gestiegenen China-Börsen ;-)

Antworten
Malko07:

Es bringt nichts

11
06.10.09 12:00
wütend zu sein weil die Aktienpreise sich nicht so entwickeln wie erwartet. Wut, Gefühle im allgemeinen, sind keine guten Voraussetzungen Spekulationsentscheidungen zu treffen. Inzwischen steigt die Short-Quote wieder stark an und wird einen baldigen Absturz unter Garantie verhindern.

Unbestritten sind die Aktienpreise der wirtschaftlichen Lage nicht angemessen. Aber das sind sie selten. Es gibt auch keine brauchbare Möglichkeit die Zukunft zu sehen. Die Zukunft liegt eben nicht in der Vergangenheit. Das wird besonders frappierend sichtbar wenn sich die Gegenwart total geändert hat (moderne computergestützte Tradingsysteme).

Man sollte sich zurück lehnen und die Marktmanipulatoren das Spiel unter sich austragen lassen, egal wie lange es dauert. Irgendwann wird abgepfiffen und die Preise sind unten und man kann zugreifen. Dann dürfen die großen Spieler wieder nach oben und man kann nach ausreichenden Gewinnen aussteigen. Man muss kein Aktionär sein und schon gar nicht pausenlos.

fkuebler wünsche ich noch einen angenehmen Herbst bei gutem Wein und gutem Essen in der Toskana. Wenn er sich wieder nach Hause kugelt sieht die Welt eventuell schon etwas besser aus - für die Bären.
Antworten
Contrade 121:

@permanent

2
06.10.09 12:00
hi,

kannst Du kurz erläutern auf welcher Basis Du Dich für die Short-Position entschieden hast?

Thx ;-)
Antworten
Ischariot MD:

Samsung-Zahlen trotzdem ziemlich beeindruckend

2
06.10.09 12:01
wenn man sich die Zahlen Q3/2006 dagegen anschaut:
(operativer Gewinn 1,8 Billionen Won = 1,5 Milliarden Euro)
Antworten
permanent:

IMF Needs to Spot New Investment Bubbles: Geithner

5
06.10.09 12:04
IMF Needs to Spot New Investment Bubbles: Geithner
IMF, BUBBLES, INVESTMENT, TIMOTHY GEITHNER, G20
Reuters
| 06 Oct 2009 | 05:48 AM ET

U.S. Treasury Secretary Timothy Geithner on Tuesday called on the International Monetary Fund to provide rigorous surveillance to spot new investment bubbles and keep country foreign exchange policies in line with goals to rebalance the global economy.

 

In remarks prepared for delivery to the IMF and World Bank annual meetings here, Geithner said the IMF needed to help police economic and currency policies among the Group of 20 developed and emerging countries.

"The IMF will need to be a truth-teller," Geithner said in the remarks, which were to be delivered by Treasury Acting Assistant Secretary Mark Sobel.

"For the IMF, this means that rigorous surveillance must help us shed light on trends that could lead to the next unsustainable boom," Geithner said.

"Under the new G20 framework for strong, sustainable and balanced growth, the IMF must provide forward-looking analysis of whether the world's major countries are implementing economic policies, including exchange rate policies, which are collectively consistent with G20 objectives."

Geithner said the global economy was stabilizing and showing initial signs of recovery but conditions remained fragile.

 

He said the international community had recognized that "the world cannot return to a pattern of uneven growth, characterized by an excessive reliance on a single engine of consumption-led growth, while others relied heavily on external demand." "First and foremost, the responsibility for tackling these problems rests with sovereign governments, including my own," he said.

Geithner added that the IMF and World Bank needed to enhance their legitimacy and the United States was "delighted" with international commitments for a shift of at least 5 percent in IMF quota share toward "dynamic underrepresented countries" by January 2011 and by a call to shift at least 3 percent of voting power in the World Bank by spring 2010.

Geithner called the World Bank the "centerpiece" of the multilateral development system, but said it will need to focus more on building resilience to crises and laying foundations for prosperity, with a special focus on support for the poorest, Geithner said.

"With concessional financing deploying more quickly, donors must commit to successful and timely replenishments of IDA and the African Development Fund, Geithner said.

"When considering the MDB capital requests, we must recognize the importance of maintaining the IBRD's financial soundness." He said the World Bank must more actively prioritize work on three emerging global priorities: agriculture and food security, support in the most fragile environments, and facilitating a transition to a green economy.

Antworten
Pichel:

zu Australien

3
06.10.09 12:09
DJ: DEVISEN/Carry Trades lasten auf dem US-Dollar
FRANKFURT (Dow Jones)--Eine überraschend frühzeitige Zinssenkung der Reserve
Bank of Australia (RBA) belastet am Dienstag den US-Dollar gegen die meisten
anderen Währungen. Die australische Notenbank hat den Leitzins um 25
Basispunkte auf 3,25% angehoben. Das ist die erste Zinserhöhung seit März 2008.
Gleichzeitig hat sich mit der RBA die erste Notenbank eines G-20-Staates von
der expansiven Geldpolitik seit Beginn der Finanzkrise verabschiedet.

 Der australische Dollar ("Aussi") hat zum Dollar auf 0,8877 USD aufgewertet
von 0,8760 USD kurz vor der Zinserhöhung der RBA. Der Euro ist im Tageshoch zum
Dollar auf 1,4750 USD und somit auf den höchsten Stand seit fast zwei Wochen
gestiegen. Auch Yen und Schweizer Franken profitieren von der Schwäche des
Dollar. "Der Schritt der RBA ist dem Marktkonsens weit voraus, der eine
Zinserhöhung erst im November erwartet hatte", merkt der schweizerische
Online-Broker AC Markets an.

 "Die US-Währung leidet nach der Zinserhöhung in Australien nun verstärkt
unter ihrem Status als Finanzierungswährung für Carry Trades", sagt ein
Händler. Bei diesen Zinsdifferenzgeschäften verschulden sich Investoren in
niedrig verzinsten Währungen wie dem Dollar und legen diese Mittel in höher
verzinsten Währungen wie dem australischen oder neuseeländischen Dollar oder
auch dem Euro an. Europas Aktienmärkte legen kräftig zu, während die
Euro-Rentenmärkte kaum nachgeben.

 Viel beachtet wird an den Währungsmärkten auch eine Meldung der britischen
Tageszeitung "The Independent", der zufolge die arabischen Golfstaaten den
US-Dollar als Devise im Ölhandel ersetzen wollen. Es habe bereits geheime

Gespräche mit China, Russland, Japan und Frankreich gegeben, berichtete die
Zeitung. "Weiteres Öl ins Feuer" nennt die Metzler Bank diese Meldung mit Blick
auf die Stellung der US-Währung.

 Das Pfund Sterling hat nach der Zinserhöhung in Australien zum Dollar anfangs
ebenfalls kräftig zugelegt von 1,5970 auf 1,6048 USD. Das Pfund hat diese
Kursgewinne im weiteren Verlauf aber wieder komplett abgegeben. Das "Cable"
genannte Währungspaar handelt bei 1,5950 USD. Überraschend schwache Zahlen zur
britischen Industrieproduktion im August haben das Pfund gegen 10.30 Uhr zum
Dollar stark nachgeben lassen.

 Die Schwäche des US-Dollar stützt unterdessen den Goldpreis. Die Feinunze
Gold wurde in London am Vormittag mit 1.020,25 USD gefixt. Am Montagnachmittag
wurde sie mit 1.005,50 USD festgestellt. Laut dem "Independent" könnte dem
Währungskorb, der künftig den Dollar als Handelswährung für Ölgeschäfte
ersetzen soll, auch das Edelmetall Gold beigemischt werden.

===
           Europa       Europa      New York
           (11.50)      (7.54)    (Mo Späthandel)
EUR/USD     1,4739       1,4722       1,4651
USD/JPY      89,02        89,02        89,54
EUR/JPY     131,22       131,06       131,19
EUR/GBP     0,9232       0,9206         --
EUR/CHF     1,5111       1,5116         --
===
-Von Benjamin Krieger, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 219,
benjamin.krieger@dowjones.com
DJG/bek/hru/cln
Besuchen Sie auch unsere Webseite www.dowjones.de

 (END) Dow Jones Newswires

 October 06, 2009 05:50 ET (09:50 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2009
"Wer gegen den Strom schwimmt, sollte das möglichst in der Nähe des Ufers tun."
"Wenn man in der falschen Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen"
Antworten
nopanic:

malko das glaube ich nicht

7
06.10.09 12:15
dass die shortrate ansteigt.die länger short sind ,werden bei diesen futurespielen stoplossmäßig rausgeschmiessen.wer in shorts seit längerem drin ist kann ein lied davon singen.manche eignen sich an der seitenlinie auch eine gewisse überheblichkeit an,und dass an der börse zum einstieg geblasen wird,nach unten wie nach oben,glaube ich nicht.ich gehe trotzdem seit anfang oktober von einem abwärtstrend  aus,nur wer ordnungsgemäß stoploss setzt ist bei dieser verarsche schnell auch viel geld los.und marktmanipulationen werden nie mehr aufhören,eher zunehmen,da die banken am längeren hebel sitzen,ausser man reglementiert sie.
Antworten
Anti Lemming:

Samsung

3
06.10.09 12:19
hat zweifellos gute Produkte (z. B. die Flachbildschirme, Mobiltelefone, Festplaten, Drucker, Speicherchips usw.) und ist breit aufgestellt. Der durch die chin. HIlfsprogramme gestiegene China-Binnenkonsum dürfte einen hohen Anteil an Samsungs Gewinnanstieg haben, ebenso die Hoffnung auf Windows 7.

Die Löhne in Korea sind niedrig, und die Produkte werden auf dem Weltmarkt teuer vermarktet. Das ist ein bewährtes Patentrezept zum Geldverdienen. Ähnlich lief es bislang in China. Korea ist aber insofern weiter, als es viele eigene Produkte herstellt und nicht nur die verlängerte Werkbank Amerikas und Europa ist.

China ist erst langsam auf dem Weg dorthin, konnte aber in einigen Märkten wie Solarzellen bereits erfolgreich Unheil bei deutschen Konkurrenten stiften.
Antworten
Anti Lemming:

Inschariot - die neue Rolle des IWF

2
06.10.09 12:26
Klingt für mich so, als würde Geithner dem IWF nun freudestrahlend die Verantwortung bzw. den "schwarzen Peter" der generellen Aufsicht zuschieben. Dann wären die Fed und die US-Banken ja fein raus. Der IWF kann eh nur Empfehlungen aussprechen und hat ansonsten keinerlei Macht. Schweigt er, haben GS und Co. das erwünschte Macht-Vakuum für ihre Zockerspielchen.
Antworten
thai09:

Pichel, ? versteh was nicht

 
06.10.09 12:26
Carry Trades lasten auf dem US-Dollar
FRANKFURT (Dow Jones)--Eine überraschend frühzeitige Zinssenkung der Reserve
Bank of Australia (RBA) belastet am Dienstag den US-Dollar gegen die meisten
anderen Währungen. Die australische Notenbank hat den Leitzins um 25
Basispunkte auf 3,25% angehoben.

Zinssenkung oder angehoben ?
Wenn angehoben muesste es den US als Carrytrade-Waehrung bevorteilen.
Antworten
hello_again:

Unternehmensbesichtigung

8
06.10.09 12:28
Ich hatte vergangenes Wochenende die Möglichkeit zwei bedeutende Maschinenbauer im Rahmen einer Exkursion zu besichtigen.

In Sachen Anschaulichkeit "hatten wir Glück, dass Wirtschaftskrise ist" , da normalerweise nie so viele Motoren auf Lager sind, die man sich anschauen kann.

Auf meine Frage, wie sehr denn das Unternehmen betroffen ist, bekam ich zu hören: "Wir hoffen, dass sich die Situation auf diesem Niveau einpendelt."
Bedeutet für mich, dass in dem entsprechenden Unternehmen vom Ende des Abschwungs noch nichts zu spüren ist.
Anmerkung dazu: Diese  Aussage stammt vom Entwicklungschef eines "Spätzyklikers", der natürlich aus seiner Sicht berichtet.

Im zweiten besuchten Unternehmen, gleiche Branche, hieß es ebenfalls, dass es "noch eine Weile dauern wird". Man hofft auf 2011...
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 2006  2007  2009  2010  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.861 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 10.06.26 14:08
469 156.479 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 12.05.26 18:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--