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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Silber-Kurs | 5,00 | 9,99 | 10,54 | |
| Fallender Silber-Kurs | 5,08 | 5,66 | ||
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Exotisch ist das Unternehmensgebilde allein schon wegen seines ziemlich internationalen Aktionärskreises. Als zumindest indirekt Beteiligte an Opel sind zu nennen: der amerikanische Staat als künftiger Großaktionär der Opel-Mutter General Motors, der russische Staat als Großaktionär der Sberbank, die austro-kanadische Firma Magna International und die Opel-Arbeiter. Rüsselsheim wird zur Zentrale einer Firma von Barack Obamas und Wladimir Putins Gnaden. In kälteren Zeiten wäre Opel als Autobauer des Weltfriedens gefeiert worden. Der allgegenwärtige Betriebsratschef Klaus Franz, der ohnehin schon erfolgreich den Opel-Chef gab, kann sich künftig auch noch als Eigentümervertreter fühlen, wenn die Arbeitnehmer zehn Prozent übernehmen.
Die neuen Eigner haben ihre speziellen Motive für ihr Engagement: Der Käufer Magna International lebt eigentlich von Zulieferungen an Automobilbauer und produziert gelegentlich komplette Fahrzeuge, etwa den BMW X3 und den Aston Martion Rapid. Durch den Einstieg bei Opel sichert der Konzern eine wichtige Kundenbeziehung. Eine Pleite von Opel hätte Magna Umsatz gekostet.
Die neue Lösung gefährdet aber Magnas Position als Zulieferer anderer Autohersteller, sagen selbst Opel-Manager. Gering ist die Gefahr nicht: Zulieferer kennen die wichtigsten Geheimnisse ihrer Kunden und sind eng mit der Autoentwicklung verzahnt. Opel-Konkurrenten werden Magna nicht mehr nah an sich heranlassen.
Chancen in Russland
Dieses Risiko schätzt Magna-Chef Frank Stronach aber offenbar geringer als die Chancen. Und die sieht er in Russland: Deshalb nahm Stronach die russische Sberbank (siehe auch das Porträt des Sberbank-Chefs German Gref: Sberbank-Chef Gref: Der Russe für Rüsselsheim) und den bemerkenswerten Autobauer GAZ mit ins Boot. Dieser Fahrzeughersteller des finanziell angeschlagenen Geschäftsmannes Oleg Deripaska wird als industrieller Partner im Magna-Konsortium aufgeführt.
Der russische Automobilbauer GAZ ist allerdings selbst hoch verschuldet und schreibt Verluste, 2008 rund 120 Millionen Euro. Der Hersteller bringt ins Konsortium vor allem schlecht ausgelastete Fabriken ein, in denen Opel gebaut werden könnten. Dabei handelt es sich um die Fertigungsstätten für den Wolga Siber, der auf dem Chrysler Sebring basiert.
Das Modell ist ein grandioser Flop, der GAZ-Marktanteil liegt bei 0,2 Prozent. Die russische Regierung unterstützt das Unternehmen jetzt schon mit Staatsbürgschaften, Staatsaufträgen und Steuerrückzahlungen. Sie will GAZ wegen der Arbeitsplätze vor allem in Nischnij Nowgorod retten. Mit anderen Worten: GAZ rettet nicht Opel. Opel, so angeschlagen die Firma selbst ist, hilft bei der Rettung von GAZ.
Ambitiöse Pläne
Russland ist ein interessanter Markt, so weit stimmt die sogenannte industrielle Logik. Das Land war schon im vergangenen Jahr im Begriff, Deutschland als größten Automobilmarkt in Europa, gemessen an den verkauften Fahrzeugen, abzulösen. Für dieses Jahr rechnet jedoch das russische Industrieministerium mit einem Rückgang der Verkäufe von Neu- und Gebrauchtwagen um 60 Prozent.
Die Magna-Pläne, in Russland einen Marktanteil von 20 Prozent zu ergattern und in den nächsten Jahren 1 Million Fahrzeuge in Russland und Osteuropa abzusetzen, erscheinen deshalb ambitiös.
Die Risiken trägt der Staat
Die nüchterne Übersetzung lautet: Käufer wittern Chancen, weil die Risiken der Staat trägt. Magna und die Russen bringen so gut wie kein Eigenkapital ein, ärgerte sich dementsprechend Guttenberg. Bund und Länder garantieren vorerst sechs Monate lang für 1,5 Milliarden Euro. Als Soforthilfe stellt Magna Opel 350 Millionen für „unmittelbaren Finanzierungsbedarf“ bereit. Doch selbst dieses Geld bekommt der Zulieferkonzern zurück, wenn die Regierung die Überbrückungshilfe lockermacht.
Vollständiger Artikel unter http://www.faz.net/s/...02A395B2BD9EE10E71~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Fazit: In kälteren Zeiten wäre Opel als Autobauer des Weltfriedens gefeiert worden. Denn die wahren Herren im Haus heißen demnächst Barack Obama und Wladimir Putin. Finanzier ist der deutsche Staat - und die Zukunft der russische Markt.
Gruß Marlboromann
Präsident Barack Obama ist optimistisch. Er muss es auch sein, denn sonst könnte er gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit kaum rechtfertigen, warum er Milliardenbeträge von Steuergeldern in ein marodes Unternehmen steckt, das in den vergangenen vier Jahren insgesamt Verluste von 82 Milliarden Dollar angehäuft hat.
„Letztendlich wird GM wieder ein starkes, schlagkräftiges Unternehmen sein und wir werden dort heraus kommen, sobald sich die Wirtschaft erholt und sie ihre Restrukturierung abgeschlossen haben,“ sagte der Präsident vor wenigen Tagen einem amerikanischen Fernsehsender. Ähnlich hatte er sich zuvor auch zum kleineren Konkurrenten Chrysler geäußert, der bereits vor einem Monat unter den Schutz des Paragrafen 11 des US-Konkursrechts geschlüpft ist. „Meine Hoffnung ist, dass GM und Chrysler aus diesem Prozess schlanker und wettbewerbsfähiger hervor gehen, mit Produktlinien, die beim Konsumenten ankommen, mit guten Autos, die gute Verbrauchswerte aufweisen und die auf die Märkte von morgen blicken.“
Der US-Staat hat ja schon jedem der beiden ca. 20 Mrd nur für Werksmodernisierungen gegeben.
Wenn, wie im Bilderbuchszenario der US-Regierung vorgesehen, alles gut geht, könnte der gesunde Teil von GM bereits in zwei bis drei Monaten wieder außerhalb des Konkursrechtes operieren. Befreit von umfangreichen Altlasten - den teuren Vereinbarungen mit den Gewerkschaften, dem überdimensionierten Händlernetz und vor allem der drückenden Schuldenlast – sollen die verbleibenden Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC dann bald wieder für steigende Absatzzahlen sorgen.
Die Kostennachteile gegenüber anderen Herstellern würden verschwinden, sich möglicherweise sogar in einen Kostenvorteil verwandeln. Der schlechte Rest von GM – darunter voraussichtlich Opel - würde in einer Abwicklungsgesellschaft landen, teils als „Badco“ bezeichnet, und von einem Konkursrichter verwaltet beziehungsweise liquidiert oder verkauft. Im Jahr 2012, so ein Szenario, sollen auf dem US-Markt insgesamt wieder rund 14 Millionen Fahrzeuge verkauft werden – zurzeit sind es aufs Jahr hochgerechnet weniger als zehn Millionen – und GM würde laut einer Studie der Investmentbanker von Goldman Sachs dann wieder einen Gewinn von mehr als fünf Milliarden Dollar bejubeln können.
Und das sind die Gründe warum mit der US-Staatshilfe bald der US-Automarkt brummen werden wird.
Zudem wird der Schrumpfungsprozess der Branche bei den zahlreichen Zulieferern die Pleitewelle weiter anschwellen lassen – mit noch unabsehbaren Folgen für die Hersteller. Vor erst zwei Tagen meldete mit Visteon ein ehemaliger Ford-Ableger Insolvenz an und flüchtete sich ebenfalls unter den Schutzparagrafen Chapter 11. Schon jetzt ist absehbar, dass auch hier die Regierung in den nächsten Monaten weitere Hilfspakete schnüren muss.
Sollten Chrysler und GM eine „länger dauernde und ungeordnete Insolvenz erleiden“, so eine diese Woche veröffentlichte Studie des Center for Automotive Research (CAR) aus Ann Arbor in Michigan, würde das innerhalb eines Jahres in den USA mehr als 1,3 Millionen Arbeitsplätze kosten.
Ganzer Artikel unter www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/...-einen-bruchteil-zurueck-398731/2/
Ich sehe die US-Automobilindustrie sehr erstarken in den nächsten Jahren, dabei werden aber einige Zulieferer große Gewinner sein und andere schliessen müssen.
Gruß Marlboromann
wie wäre dazu die Strategie der Hasen?
Jetzt mit einem gesetzten Limit kaufen?
Erst ein wenig abwarten was passiert und dann einsteigen?
Feiertag geniessen?
Oder was haben die alten Hasen für Ideen?
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Silber-Kurs | 5,00 | 9,99 | 10,54 | |
| Fallender Silber-Kurs | 5,08 | 5,66 | ||
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 62 | 4.905 | 2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY | lo-sh | Orientexpressss | 21:59 | |
| 101 | 39.420 | QuoVadisDax - das Original - Nachfolgethread | MHurding | Absaufklausel | 16:53 | |
| 328 | 314.754 | COMMERZBANK kaufen Kz. 28 € | semico | Highländer49 | 15:36 | |
| 2 | 1.265 | Daxi immer im up und down | bullbaer1 | bullbaer1 | 12:48 | |
| 196 | 313.740 | QV ultimate (unlimited) | erstdenkendannle. | ARIVA.DE | 12:00 |