Sinnlos.
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gilt offenbar als einer DER Fachleute bezüglich dessen, was man Risk Management nennt und des globalen Derivate-Marktes in seinen vielseitigen Verästelungen. Ich bin wohl in diesem Thread auf ihn gestoßen, irgendjemand postete den Artikel "An Epic Bear Market" von Jon Markman, in dem er sich auf Satyajit bezieht. Satyajit warnt offenbar schon seit einiger Zeit vor den Gefahren der Derivateblase.
Sein Buch für Normalsterbliche heißt "Traders Guns and Money: Knowns and Unknowns in the dazzling World of Derivatives". Einen Auszug bzw. eine kurze Zusammenfassung eines Teils davon findet man hier: http://www.wilmott.com/blogs/satyajitdas/enclosures/perfectstorms%28may2007%291.pdf.
Der Mann schreibt wirklich gut und es macht Lust, mehr von ihm zu lesen. Es ist spannend und unterhaltsam. In dem 19-seitigen pdf beschreibt er unter anderem den LCTM- als auch den Amaranth-Zusammenbruch unter dem Blickwinkel der Handhabung der Risiken. Es wird wieder einmal sehr deutlich, dass die die Definition, Wahrnehmung und Bewertung der Risiken in den Kredit- und Investmentorganisationen ein zentraler Bestandteil der derzeitigen Malaise ist. Oder muss man inzwischen sagen: der sich anbahnenden Katastrophe?
"I started by asking the Calcutta-born Australian whether the credit crisis was in what Americans would call the "third inning." This was pretty amusing, it seemed, judging from the laughter. So I tried again. "Second inning?" More laughter. "First?" Still too optimistic. "
Für alle, die kein Faible für amerikanische Sportarten haben: ein Baseballspiel hat NEUN Innings.
Na dann: Gute Nacht, Marie. (Und jetzt mache ich auch wirklich das Licht aus :-). Bis Morgen.)
Die US-Hypothekenkrise erreicht Asien: Einer Zeitung zufolge wird die Bank of China für das vierte Quartal schmerzhafte Abschreibungen vornehmen müssen. Der Grund: Schlechte Geschäfte mit riskanten Subprime-Krediten.
Hongkong/ Peking - Zittern in China: Die schlechten Geschäfte im Subprime-Sektor könnten den gesamten Jahresgewinn der Bank of China (BOC) aufzehren und sie sogar in die roten Zahlen bringen, berichtet die "South China Morning Post" unter Berufung auf Bankenkreise. Wie hoch die Abschreibungen sein werden, die das Geldinstitut nun im vierten Quartal vornehmen muss, ist aber noch nicht bekannt. Ein Sprecher der Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Die BOC hatte ihr Subprime-Portfolio im September auf 7,95 Milliarden Dollar von 9,65 Milliarden Dollar im August abgebaut.
Der "China Business News" zufolge haben mehrere Regierungsstellen die Auswirkungen der Krise auf die Banken untersucht. "Der Schluss, den sie gezogen haben, ist nicht sehr erfreulich", hieß es ohne Angaben von Quellen. Der Präsident des sechstgrößten chinesischen Geldinstituts Merchants Bank, Ma Weihua, sprach heute von zwei Faktoren, die den Gewinn in dem Sektor treffen dürften: Die Hypothekenkrise in den USA und die Maßnahmen der Regierung in Peking, um die Wirtschaft abzukühlen. "Wir müssen das sehr realistisch sehen", sagte Ma der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir stehen in diesem Jahr vor vielen Herausforderungen, die nicht nur aus der Heimat, sondern auch aus der Ferne kommen."
In Asien rutschen die Börsen wegen der Sorgen um eine mögliche US-Rezession immer tiefer ins Minus. In Tokio fiel der Nikkei um 3,86 Prozent auf 13.325,94 Punkte. In Hongkong ging der Hang Seng im Handelsverlauf um 3,5 Prozent auf 24.323,44 Punkte zurück. In Shanghai gab der Index um 5,1 Prozent auf 4914,44 Zähler nach. Auch an den Börsen in Südkorea, Australien, Singapur, Taiwan und den Philippinen dominierten die Minuszeichen. Die Investoren befürchten, dass eine Rezession in den USA die Gewinne der Exporteure schmälern könnte. Allerdings würden größere Auswirkungen nicht erwartet, da ein großer Teil des Handels und der Investitionen in der Region blieben, erklärten Analysten. Das mache Asien weniger als früher von der US-Wirtschaft abhängig.
Das Konjunkturprogramm, das US-Präsident George W. Bush am Freitag angekündigt hatte, beeindruckte die Anleger allerdings kaum. Bush versprach Steuernachlässe für private Haushalte und Unternehmen in Höhe von etwa einem Prozent des Bruttosozialprodukts, also rund 145 Milliarden Dollar.
Schon in den USA hatten die Anleger mit Enttäuschung auf die Details des Konjunkturprogramms reagiert: Der Dow-Jones-Index war mit einem Minus von 0,49 Prozent aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent; der Technologieindex Nasdaq büßte 0,29 Prozent ein.
Auch in Europa schwelt die Rezessionsangst weiter: Die Vorgaben aus Asien könnten deutlich Druck auf den Deutschen Aktienindex (Dax) ausüben. Die Agentur Finspreads taxierte den Dax am Morgen mit 7273 Zählern um 0,56 Prozent unter dem Freitagsschluss. Händlern zufolge ist die aktuelle Entwicklung sehr schwer einzuschätzen - zumal die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen bleiben.
"Die Nervosität ist groß, da niemand weiß, wie es mit der US-Konjunktur weitergeht", sagte ein Händler am Freitag in New York. Daran ändere auch das geplante Milliarden-Programm zur Ankurbelung der Konjunktur nichts. "Die Tatsache, dass so ein Programm überhaupt nötig ist, ist negativ. Und Herr Bush wird mit seinem Zauberstab nicht alle Probleme lösen können"
ase/ssu/AP/dpa-AFX/Reuters www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,529832,00.html
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