Argumente für einen weiteren Aufschwung so genannt werden.. ich frage mich dabei nur ob diese überhauupt einer simplen Darlegung von Fakten standhalten? Fest steht derzeit nur folgendes:
1. Der "Aufschwung" an den Weltbörsen und in der Wirtschaft ist fast ausschließlich auf günstige Kredite bzw. Geldausgabe seitens der Zentralbanken und der damit vorhandenen Liquidität, sprich spekulationslust seitens Finanzinstituten verbunden und an diese gekoppelt.
2. Die Realwirtschaft kann faktisch an diesen Übertreibungen nur bedingt teilhaben, da sichdiese weniger leicht via Geldmengen nach oben hiefen lässt sondern viel eher stagniert bis nur leicht aufwärts läuft.
3. Mit steigenden Zinsen würde dieses System umgeschrieben werden müssen - sobald das billige Geld fehlt ist der Hauptwachstumstreiber vorerst Geschichte - eine Kosolidierung bis Korrektur erfolgt.
Nun ist es seit März fast 60 % im Dax gestiegen - die Unternehmensgewinne hingegen kaum. Gut - die Börse nimmt diese in der Theorie vorweg, nur was passiert wenn Börse nicht mehr fundamental sondern von Spekulationen bedingt agiert?
Es folgt eine Blasenbildung, wie jedes mal in solch einer Phase. Dafür ist markant, dass es sich hierbei zu 90 % um keinen nachhaltigen "Aufschwung" an den Märkten wie beispielsweise 2004 handelt, das gesamte Szenario wird deutlich schneller durchlaufen - ein Ende setzt folglich früher ein.
Seit März konnte man hervoragende Gewinne in Aktien, Rohstoffen und CO machen - warum dieser Trend über die nächsten Jahre anhalten sollte? - dafür gibt es volkswirtschaftlich keine einzige Begründung. Jedes Problem, das diese Krise ausgelöst hat, besteht weiterhin - eine "Krise" soll eine Bereinigung des Marktes von den davorigen Problemen sein - soviel zur Definition - ist jedoch bisher nicht erfolgt, insofern ist die Krise auch niht vorbei, sie ist nur verschoben!
Dazu gibt es aus der Historie schöne Beispiele wie .B. 1855, damals war es noch ser viel einfacher den Komplex zu verstehen - der Grundkern jedoch derselbe wie der heutige ohne darauf weiter eingehen zu wollen.
Jeder der auch nur einen Hauch vonStudiengängen in diesen Bereichen belegt hat weiß, dass es sich in dem aktuellen Trend nicht um DEN nachhaltigen Aufschwung, sondern eine Liquiditätsblase handelt.
In Blasen wie der jetzige noch einzusteigen - warum sollte man? Blasen sind generell nur für Verkäufe vom CRV gut geeignet - z.B. um die nachgekauften Aktienbestände aus Feb/März/April zu veräußern.
Fürs übergeordnete shorten ist es bis zum Trendbruch noch zu früh bzw. dem einsinken der Liquidität - nur dieses sinnlose "es steigt weil es davor auch schon gestiegen ist" gefasele von oe und O ist vollkommen an der Realität der Wirtschaft und des Marktes vorbei - als ich Anfänger war dachte ich übrigens ähnlich wie oe heute... allerdings war das noch 1995 - es geht darum zu erkennen welche Faktoren einen Markt/Wirtschaft bewegen und diese einzuschätzen über ihre Dauer und sich nicht vom Markt täuschen zu lassen - das habe ich über diese 16 Jahre wo ich nunmehr an der Börse agiere (seit dem 16. Lebensjahr) gelernt - eine Feststellung die im Handelssystil vieler ausbleibt - Börse ist nicht das Gegenteil zur Realität sondern lediglich eine verschobene Wahrnehmung - Gruß:

Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.
Martin Luther