Anzeige
Meldung des Tages: Diese Biotech-Aktie steht wieder am 2025er Aufwärtstrend – und der Markt könnte erneut falsch liegen

Polytec Holding Aktie

Aktie
3,87 €
+0,11 €
+2,93%
16:42:37 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
73,48 Mio. €
Streubesitz
59,77%
KGV
-9,71
Dividende
0,30 €
Dividendenrendite
7,77%
neu: Nachhaltigkeits-Score
43 %
Index-Zuordnung
-
Polytec Holding Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Polytec Holding AG ist ein österreichischer Automobilzulieferer mit Spezialisierung auf Kunststoff- und Leichtbaukomponenten. Das Unternehmen positioniert sich als integrierter Entwicklungspartner für OEMs und Tier-1-Zulieferer entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen kundenindividuelle Systemlösungen aus Kunststoff, Hybrid- und Composite-Materialien, die auf gewichtskritische Anwendungen, Akustikoptimierung und Oberflächenfunktionalität zielen. Polytec adressiert primär europäische Fahrzeughersteller und Nutzfahrzeugproduzenten und verbindet Werkzeugbau, Serienfertigung und Montage unter einem Dach. Für Investoren ist Polytec ein fokussiertes, mittelständisches Industrieunternehmen mit starker operativer Ausrichtung, hoher Kundennähe und exponierter Stellung im zyklischen Automobilsektor.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Polytec agiert als vollintegrierter Systemanbieter für Kunststofflösungen, der den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis zur Serienproduktion abdeckt. Das Geschäftsmodell beruht auf langfristigen Lieferverträgen für fahrzeugspezifische Komponenten mit hohen Anlaufkosten und langen Produktlaufzeiten. Wesentliche Elemente der Wertschöpfung sind:
  • Kundenspezifische Co-Entwicklung von Bauteilen in enger Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller
  • Inhouse-Werkzeugbau zur Absicherung von Qualität, Lieferfähigkeit und Serienreife
  • Serienfertigung mittels Spritzguss, Press- und Formtechnologien, unter Einbindung von Lackier- und Montageprozessen
  • Supply-Chain-Management und Just-in-Sequence- beziehungsweise Just-in-Time-Lieferungen
Das Unternehmen erwirtschaftet seine Erträge überwiegend über wiederkehrende Produktionsumsätze in laufenden Fahrzeugplattformen. Entwicklungsleistungen und Werkzeugbau fungieren als vorgelagerte Erlösquellen, dienen aber vor allem der Sicherung nachgelagerter Serienvolumina. Der Kapitaleinsatz ist stark an Produktionsanlagen gekoppelt, während die Margen maßgeblich von Auslastung, Materialpreisen und vertraglichen Weitergabeklauseln abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Polytec zielt auf technologisch anspruchsvolle Kunststofflösungen, die Gewicht, Kosten und Funktionalität in Einklang bringen. Das Unternehmen positioniert sich als verlässlicher Partner für OEMs, der Komplexität reduziert und durch vertikale Integration Prozessrisiken abfedert. Strategisch verfolgt Polytec drei Stoßrichtungen:
  • Stärkung der Marktposition im europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugsektor mit Fokus auf anspruchsvolle Leichtbau- und Akustikkomponenten
  • Weiterentwicklung von Material- und Prozesstechnologien, insbesondere im Bereich Faserverbundwerkstoffe, Hybridbauteile und Oberflächentechnik
  • Schrittweise Diversifikation in angrenzende Industrieanwendungen zur Reduktion der Abhängigkeit vom Pkw-Zyklus
Im Zentrum steht der Anspruch, durch Effizienz, technisches Know-how und Liefertreue als bevorzugter Lieferant in Schlüsselsegmenten des Kunststoffkomponentenmarktes wahrgenommen zu werden.

Produkte und Dienstleistungen

Polytec deckt ein breites Spektrum an Kunststoffprodukten für Fahrzeugexterieur, -interieur und strukturelle Anwendungen ab. Dazu zählen unter anderem:
  • Exterieurkomponenten wie Stoßfänger, Spoiler, Schwellerverkleidungen und Karosserieanbauteile
  • Unterboden- und Motorraumverkleidungen mit Fokus auf Aerodynamik, Geräuschreduktion und Bauraumoptimierung
  • Interieurbauteile und funktionale Kunststoffkomponenten, die mechanische, akustische und designbezogene Anforderungen kombinieren
  • Nutzfahrzeug- und Lkw-Komponenten, einschließlich großvolumiger Außen- und Strukturteile
  • Technische Formteile und Systembaugruppen für industrielle Anwendungen außerhalb der Automobilbranche
Neben der Serienfertigung bietet Polytec Engineering-Dienstleistungen, Prototypenbau, Werkzeugkonstruktion und Qualitätssicherungsleistungen an. Diese Services unterstützen OEMs bei der Plattformentwicklung und ermöglichen eine frühe Integration von Leichtbau-, Akustik- und Funktionsanforderungen in die Bauteilkonzeption.

Business Units und Segmentstruktur

Die Konzernstruktur von Polytec orientiert sich an kundenspezifischen Produktgruppen und Endmärkten. Übergeordnete Geschäftsfelder bilden Exterieur- und Interieurkomponenten, Strukturteile sowie industrielle Kunststoffanwendungen. Innerhalb der Automobilsparte unterscheidet Polytec zwischen Pkw- und Nutzfahrzeugkunden, um unterschiedlichen Anforderungsprofilen, Stückzahlen und Lebenszyklen gerecht zu werden. Ergänzend dazu bildet der Bereich für Nicht-Automotive-Anwendungen ein Diversifikationsstandbein, das vor allem technische Kunststoffteile und Spezialanwendungen abdeckt. Diese Segmentierung erlaubt eine differenzierte Kapazitätsplanung, Risikosteuerung und Preisgestaltung.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Kompetenzen

Polytec profiliert sich durch die Kombination von Entwicklungskompetenz, vertikaler Integration und breiter Fertigungstechnologie. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Umfassende Kunststoff- und Verbundwerkstoffexpertise entlang der gesamten Prozesskette
  • Integrierter Werkzeugbau als Kernkompetenz zur Sicherung von Qualität, Zykluszeit und Serienfähigkeit
  • Erfahrung in Gewichtseinsparung und Leichtbauarchitekturen für Pkw und Nutzfahrzeuge
  • Kombination von Struktur-, Akustik- und Designanforderungen in einem Bauteilportfolio
  • Langjährige OEM-Beziehungen mit Plattform- und Modellgenerationen übergreifenden Projekten
Diese Eigenschaften verschaffen Polytec eine differenzierte Position gegenüber reinen Lohnfertigern oder spezialisierten Nischenanbietern, da das Unternehmen als Engineering-Partner mit Systemverantwortung auftreten kann.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von Polytec resultieren primär aus technologischer und prozessualer Verankerung in den Entwicklungs- und Lieferketten der Automobilhersteller. Wesentliche Moats sind:
  • Hohe Wechselkosten für OEMs aufgrund von Werkzeugbindung, Homologation, Qualitätsfreigaben und Logistikanbindung
  • Lange Produktlebenszyklen von Fahrzeugplattformen, die über mehrere Jahre stabile Abrufe sichern
  • Spezifisches Prozess- und Material-Know-how in Leichtbau- und Verbundtechnologien
  • Integration von Werkzeugbau und Serienproduktion, die Reaktionsgeschwindigkeit und Prozesssicherheit erhöht
  • Etablierter Track Record bei Liefertreue und Qualitätskennzahlen im OEM-Umfeld
Diese Wettbewerbsvorteile sind jedoch im stark kostengetriebenen Automobilsektor nicht absolut, sondern werden kontinuierlich durch Preisdruck, Plattformwechsel und Kapazitätsanforderungen getestet.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Polytec agiert in einem fragmentierten, intensiv umkämpften Markt für Kunststoffkomponenten und Systemmodule. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Kunststoffspezialisten und breit aufgestellte Automobilzulieferer, darunter:
  • Große globale Systemlieferanten mit breiter Produktpalette im Bereich Exterieur- und Interieurmodule
  • Mittelständische, auf Kunststoff- und Verbundtechnik fokussierte Zulieferer in Europa
  • Regionale Tier-2- und Tier-3-Lieferanten mit kostenfokussierter Fertigung
Der Wettbewerb erfolgt vor allem über Kostenstruktur, Lieferperformance, Engineering-Kompetenz und die Fähigkeit, Kapazitäten flexibel an OEM-Produktionspläne anzupassen. Differenzierungspotenziale liegen in innovationsgetriebener Leichtbaukompetenz, konsequenter Prozessoptimierung und verlässlichem Programm-Management.

Management und Unternehmensführung

Die Polytec Holding AG wird von einem erfahrenen Managementteam mit stark industrieller Prägung geführt. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die operative Exzellenz, Kostenführerschaft in ausgewählten Segmenten und kontrolliertes Wachstum kombiniert. Zentrale Steuerungsgrößen sind Kapazitätsauslastung, produktionsnahe Effizienzkennzahlen und Cashflow-Stabilität. Die Eigentümerstruktur weist einen signifikanten Kernaktionärsanteil auf, was auf eine langfristig orientierte Governance und strategische Kontinuität hindeutet. Das Management setzt auf schrittweise Portfolioanpassungen, Standortoptimierungen und eine selektive Erweiterung des Kunden- und Anwendungsportfolios, ohne die Balance zwischen Investitionsvolumen und Bilanzstabilität zu überdehnen.

Branchen- und Regionenfokus

Polytec ist signifikant im europäischen Automobilcluster verankert, mit einer starken Präsenz in Zentraleuropa und wichtigen Standorten in der Nähe großer OEM-Werke. Der Kernmarkt ist die europäische Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, die von hoher Plattformdichte, regulativen Emissions- und Sicherheitsanforderungen sowie zunehmendem Kostendruck geprägt ist. Die Branche befindet sich im Strukturwandel: elektrifizierte Antriebe, strengere CO2-Vorgaben und verschärfte Lieferkettenanforderungen verändern die Stücklistenstrukturen und Materialanforderungen. Für Kunststoff- und Verbundkomponenten eröffnet die Elektrifizierung einerseits zusätzliche Leichtbaupotenziale, andererseits entsteht Substitutionswettbewerb durch alternative Materialien und Funktionsintegration. Polytec reagiert darauf mit Fokus auf Leichtbau, Akustiklösungen und funktionsintegrierte Kunststoffarchitekturen. Regionale Diversifikation außerhalb Europas spielt bisher eine untergeordnete Rolle und begrenzt die geografische Risikostreuung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Polytec entwickelte sich aus einem österreichischen Kunststoffverarbeiter zu einer international tätigen Holdinggesellschaft im Automobilzuliefersektor. Das Wachstum erfolgte über einen Mix aus organischer Expansion, Kapazitätsaufbau nahe OEM-Standorten und selektiven Akquisitionen von spezialisierten Kunststoffwerken. Mit dem Börsengang professionalisierte das Unternehmen seine Kapitalmarktausrichtung und schuf Zugang zu Eigenkapital für weitere Investitionen in Technologie und Standorte. Die Historie ist durch die typische Zyklik der Automobilindustrie gekennzeichnet, einschließlich Phasen hoher Auslastung, aber auch Perioden mit Nachfrageeinbrüchen, in denen Restrukturierungen, Standortanpassungen und Effizienzprogramme umgesetzt wurden. Polytec nutzte diese Zyklen, um Prozesse zu straffen, das Produktportfolio zu fokussieren und den Werkzeugbau als Kernkompetenz zu stärken.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Kunststoff- und Automobilzulieferer steht Polytec verstärkt im Fokus von Nachhaltigkeits- und ESG-Diskussionen. Wesentliche Themen sind:
  • Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit der eingesetzten Kunststoffe
  • Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse
  • Emissionen in der Lieferkette und Einhaltung von OEM-Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Arbeits- und Sicherheitsstandards an europäischen und internationalen Standorten
Polytec reagiert mit Initiativen zur Prozessoptimierung, dem verstärkten Einsatz effizienter Fertigungstechnologien und der Ausrichtung auf leichtere, energieeffizienzfördernde Bauteile. Für institutionelle und konservative Anleger sind die Fortschritte bei Transparenz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferketten-Compliance zunehmend relevant, da sie direkten Einfluss auf die langfristige Akzeptanz als OEM-Lieferant haben.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors bietet Polytec mehrere potenzielle Chancen:
  • Verankerung in etablierten europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugplattformen mit langfristigen Lieferverträgen
  • Technologie- und Prozesskompetenz im Leichtbau, die im Kontext strenger CO2-Regulierung an Bedeutung gewinnt
  • Vertikale Integration inklusive Werkzeugbau, die operative Steuerbarkeit und Qualitätssicherung verbessert
  • Potenzial zur Margensteigerung bei anziehender Fahrzeugnachfrage durch bessere Kapazitätsauslastung
  • Optionale Wachstumschancen in angrenzenden Industrieanwendungen und bei selektiver Diversifikation
Für Anleger mit langfristigem Horizont kann Polytec als gezieltes Engagement im europäischen Automobilzuliefersektor dienen, sofern die unternehmens- und branchenspezifischen Risiken bewusst in die Portfoliokonstruktion integriert werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Investoren besonders zu beachten sind:
  • Hohe Zyklizität der Automobilbranche mit potenziell abrupten Nachfrageschwankungen
  • Konzentrationsrisiken bei OEM-Kunden und Plattformabhängigkeit einzelner Werke
  • Anhaltender Preis- und Kostendruck seitens der Hersteller, der Margen nachhaltig begrenzen kann
  • Transformationsrisiken durch Elektrifizierung, neue Fahrzeugarchitekturen und geänderte Materialanforderungen
  • Inputkostenvolatilität bei Rohstoffen und Energie, die trotz vertraglicher Mechanismen nicht vollständig kompensiert werden kann
  • Begrenzte geografische Diversifikation mit Fokus auf Europa und damit Exponierung gegenüber regionalen Konjunktur- und Regulierungsrisiken
Konservative Anleger sollten diese Faktoren gegen die technologischen Stärken und die etablierte Position im OEM-Lieferantennetzwerk abwägen. Eine sorgfältige Beobachtung der Kapazitätsauslastung, des Auftragsbestands, der Kundenstruktur und der strategischen Anpassungsfähigkeit bleibt für eine risikobewusste Einschätzung zentral, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 3,90 € / 3,99 €
Spread +2,31%
Schluss Vortag 3,76 €
Gehandelte Stücke 13.428
Tagesvolumen Vortag 45.725,57 €
Tagestief 3,81 €
Tageshoch 3,90 €
52W-Tief 2,11 €
52W-Hoch 3,90 €
Jahrestief 3,30 €
Jahreshoch 3,90 €

News

NEU
Kostenloser Report:
5 defensive Top-Picks für 2026!

Weitere News »

Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Polytec Holding Aktie heute gestiegen?

  • Polytec Holding AG hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023 eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt, was auf eine positive Marktentwicklung hindeutet.
  • Das Unternehmen hat erfolgreich neue Aufträge im Bereich Automotive akquiriert, die zur Stabilität und zum Wachstum des Unternehmens beitragen.
  • Die Innovationskraft von Polytec zeigt sich in der Einführung neuer Produkte, die den steigenden Anforderungen der Branche gerecht werden sollen.
  • Die Analysten empfehlen die Aktie als robustes Investment, da Polytec trotz Herausforderungen in der Branche solide Finanzkennzahlen präsentiert.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 677,83 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 5,19 €
Jahresüberschuss in Mio. -6,45 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -0,21 €
Gewinnrendite -3,07%
Umsatzrendite -
Return on Investment -1,27%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -9,71
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +41,35%

Derivate

Anlageprodukte (13)
Aktienanleihen 5
Bonus-Zertifikate 4
Discount-Zertifikate 4
Hebelprodukte (22)
Optionsscheine 12
Knock-Outs 6
Faktor-Zertifikate 4

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.07.2021 0,30 €
15.05.2019 0,40 €
22.05.2018 0,45 €
29.05.2017 0,40 €
24.05.2016 0,30 €
18.05.2015 0,25 €
19.05.2014 0,25 €
27.05.2013 0,35 €
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 3,86 € +5,18%
3,67 € 16:30
Frankfurt 3,87 € +9,63%
3,53 € 10:57
Hamburg 3,82 € +6,41%
3,59 € 08:17
München 3,83 € 0 %
3,83 € 08:12
Stuttgart 3,90 € +5,12%
3,71 € 19:16
L&S RT 3,93 € +4,66%
3,755 € 19:32
Wien 3,95 € +5,33%
3,75 € 17:35
Tradegate 3,87 € +2,93%
3,76 € 16:42
Quotrix 3,85 € +7,54%
3,58 € 07:49
Gettex 3,91 € +5,11%
3,72 € 19:14
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
15.01.26 3,87 52 T
14.01.26 3,76 45.726
13.01.26 3,59 8.661
12.01.26 3,45 202
09.01.26 3,34 20.556
08.01.26 3,34 47
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 3,34 € +15,87%
1 Monat 3,33 € +16,22%
6 Monate 3,34 € +15,87%
1 Jahr 2,27 € +70,48%
5 Jahre 8,32 € -53,49%

Unternehmensprofil Polytec Holding AG

Die Polytec Holding AG ist ein österreichischer Automobilzulieferer mit Spezialisierung auf Kunststoff- und Leichtbaukomponenten. Das Unternehmen positioniert sich als integrierter Entwicklungspartner für OEMs und Tier-1-Zulieferer entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen kundenindividuelle Systemlösungen aus Kunststoff, Hybrid- und Composite-Materialien, die auf gewichtskritische Anwendungen, Akustikoptimierung und Oberflächenfunktionalität zielen. Polytec adressiert primär europäische Fahrzeughersteller und Nutzfahrzeugproduzenten und verbindet Werkzeugbau, Serienfertigung und Montage unter einem Dach. Für Investoren ist Polytec ein fokussiertes, mittelständisches Industrieunternehmen mit starker operativer Ausrichtung, hoher Kundennähe und exponierter Stellung im zyklischen Automobilsektor.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Polytec agiert als vollintegrierter Systemanbieter für Kunststofflösungen, der den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis zur Serienproduktion abdeckt. Das Geschäftsmodell beruht auf langfristigen Lieferverträgen für fahrzeugspezifische Komponenten mit hohen Anlaufkosten und langen Produktlaufzeiten. Wesentliche Elemente der Wertschöpfung sind:
  • Kundenspezifische Co-Entwicklung von Bauteilen in enger Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller
  • Inhouse-Werkzeugbau zur Absicherung von Qualität, Lieferfähigkeit und Serienreife
  • Serienfertigung mittels Spritzguss, Press- und Formtechnologien, unter Einbindung von Lackier- und Montageprozessen
  • Supply-Chain-Management und Just-in-Sequence- beziehungsweise Just-in-Time-Lieferungen
Das Unternehmen erwirtschaftet seine Erträge überwiegend über wiederkehrende Produktionsumsätze in laufenden Fahrzeugplattformen. Entwicklungsleistungen und Werkzeugbau fungieren als vorgelagerte Erlösquellen, dienen aber vor allem der Sicherung nachgelagerter Serienvolumina. Der Kapitaleinsatz ist stark an Produktionsanlagen gekoppelt, während die Margen maßgeblich von Auslastung, Materialpreisen und vertraglichen Weitergabeklauseln abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Polytec zielt auf technologisch anspruchsvolle Kunststofflösungen, die Gewicht, Kosten und Funktionalität in Einklang bringen. Das Unternehmen positioniert sich als verlässlicher Partner für OEMs, der Komplexität reduziert und durch vertikale Integration Prozessrisiken abfedert. Strategisch verfolgt Polytec drei Stoßrichtungen:
  • Stärkung der Marktposition im europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugsektor mit Fokus auf anspruchsvolle Leichtbau- und Akustikkomponenten
  • Weiterentwicklung von Material- und Prozesstechnologien, insbesondere im Bereich Faserverbundwerkstoffe, Hybridbauteile und Oberflächentechnik
  • Schrittweise Diversifikation in angrenzende Industrieanwendungen zur Reduktion der Abhängigkeit vom Pkw-Zyklus
Im Zentrum steht der Anspruch, durch Effizienz, technisches Know-how und Liefertreue als bevorzugter Lieferant in Schlüsselsegmenten des Kunststoffkomponentenmarktes wahrgenommen zu werden.

Produkte und Dienstleistungen

Polytec deckt ein breites Spektrum an Kunststoffprodukten für Fahrzeugexterieur, -interieur und strukturelle Anwendungen ab. Dazu zählen unter anderem:
  • Exterieurkomponenten wie Stoßfänger, Spoiler, Schwellerverkleidungen und Karosserieanbauteile
  • Unterboden- und Motorraumverkleidungen mit Fokus auf Aerodynamik, Geräuschreduktion und Bauraumoptimierung
  • Interieurbauteile und funktionale Kunststoffkomponenten, die mechanische, akustische und designbezogene Anforderungen kombinieren
  • Nutzfahrzeug- und Lkw-Komponenten, einschließlich großvolumiger Außen- und Strukturteile
  • Technische Formteile und Systembaugruppen für industrielle Anwendungen außerhalb der Automobilbranche
Neben der Serienfertigung bietet Polytec Engineering-Dienstleistungen, Prototypenbau, Werkzeugkonstruktion und Qualitätssicherungsleistungen an. Diese Services unterstützen OEMs bei der Plattformentwicklung und ermöglichen eine frühe Integration von Leichtbau-, Akustik- und Funktionsanforderungen in die Bauteilkonzeption.

Business Units und Segmentstruktur

Die Konzernstruktur von Polytec orientiert sich an kundenspezifischen Produktgruppen und Endmärkten. Übergeordnete Geschäftsfelder bilden Exterieur- und Interieurkomponenten, Strukturteile sowie industrielle Kunststoffanwendungen. Innerhalb der Automobilsparte unterscheidet Polytec zwischen Pkw- und Nutzfahrzeugkunden, um unterschiedlichen Anforderungsprofilen, Stückzahlen und Lebenszyklen gerecht zu werden. Ergänzend dazu bildet der Bereich für Nicht-Automotive-Anwendungen ein Diversifikationsstandbein, das vor allem technische Kunststoffteile und Spezialanwendungen abdeckt. Diese Segmentierung erlaubt eine differenzierte Kapazitätsplanung, Risikosteuerung und Preisgestaltung.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Kompetenzen

Polytec profiliert sich durch die Kombination von Entwicklungskompetenz, vertikaler Integration und breiter Fertigungstechnologie. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Umfassende Kunststoff- und Verbundwerkstoffexpertise entlang der gesamten Prozesskette
  • Integrierter Werkzeugbau als Kernkompetenz zur Sicherung von Qualität, Zykluszeit und Serienfähigkeit
  • Erfahrung in Gewichtseinsparung und Leichtbauarchitekturen für Pkw und Nutzfahrzeuge
  • Kombination von Struktur-, Akustik- und Designanforderungen in einem Bauteilportfolio
  • Langjährige OEM-Beziehungen mit Plattform- und Modellgenerationen übergreifenden Projekten
Diese Eigenschaften verschaffen Polytec eine differenzierte Position gegenüber reinen Lohnfertigern oder spezialisierten Nischenanbietern, da das Unternehmen als Engineering-Partner mit Systemverantwortung auftreten kann.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von Polytec resultieren primär aus technologischer und prozessualer Verankerung in den Entwicklungs- und Lieferketten der Automobilhersteller. Wesentliche Moats sind:
  • Hohe Wechselkosten für OEMs aufgrund von Werkzeugbindung, Homologation, Qualitätsfreigaben und Logistikanbindung
  • Lange Produktlebenszyklen von Fahrzeugplattformen, die über mehrere Jahre stabile Abrufe sichern
  • Spezifisches Prozess- und Material-Know-how in Leichtbau- und Verbundtechnologien
  • Integration von Werkzeugbau und Serienproduktion, die Reaktionsgeschwindigkeit und Prozesssicherheit erhöht
  • Etablierter Track Record bei Liefertreue und Qualitätskennzahlen im OEM-Umfeld
Diese Wettbewerbsvorteile sind jedoch im stark kostengetriebenen Automobilsektor nicht absolut, sondern werden kontinuierlich durch Preisdruck, Plattformwechsel und Kapazitätsanforderungen getestet.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Polytec agiert in einem fragmentierten, intensiv umkämpften Markt für Kunststoffkomponenten und Systemmodule. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Kunststoffspezialisten und breit aufgestellte Automobilzulieferer, darunter:
  • Große globale Systemlieferanten mit breiter Produktpalette im Bereich Exterieur- und Interieurmodule
  • Mittelständische, auf Kunststoff- und Verbundtechnik fokussierte Zulieferer in Europa
  • Regionale Tier-2- und Tier-3-Lieferanten mit kostenfokussierter Fertigung
Der Wettbewerb erfolgt vor allem über Kostenstruktur, Lieferperformance, Engineering-Kompetenz und die Fähigkeit, Kapazitäten flexibel an OEM-Produktionspläne anzupassen. Differenzierungspotenziale liegen in innovationsgetriebener Leichtbaukompetenz, konsequenter Prozessoptimierung und verlässlichem Programm-Management.

Management und Unternehmensführung

Die Polytec Holding AG wird von einem erfahrenen Managementteam mit stark industrieller Prägung geführt. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die operative Exzellenz, Kostenführerschaft in ausgewählten Segmenten und kontrolliertes Wachstum kombiniert. Zentrale Steuerungsgrößen sind Kapazitätsauslastung, produktionsnahe Effizienzkennzahlen und Cashflow-Stabilität. Die Eigentümerstruktur weist einen signifikanten Kernaktionärsanteil auf, was auf eine langfristig orientierte Governance und strategische Kontinuität hindeutet. Das Management setzt auf schrittweise Portfolioanpassungen, Standortoptimierungen und eine selektive Erweiterung des Kunden- und Anwendungsportfolios, ohne die Balance zwischen Investitionsvolumen und Bilanzstabilität zu überdehnen.

Branchen- und Regionenfokus

Polytec ist signifikant im europäischen Automobilcluster verankert, mit einer starken Präsenz in Zentraleuropa und wichtigen Standorten in der Nähe großer OEM-Werke. Der Kernmarkt ist die europäische Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, die von hoher Plattformdichte, regulativen Emissions- und Sicherheitsanforderungen sowie zunehmendem Kostendruck geprägt ist. Die Branche befindet sich im Strukturwandel: elektrifizierte Antriebe, strengere CO2-Vorgaben und verschärfte Lieferkettenanforderungen verändern die Stücklistenstrukturen und Materialanforderungen. Für Kunststoff- und Verbundkomponenten eröffnet die Elektrifizierung einerseits zusätzliche Leichtbaupotenziale, andererseits entsteht Substitutionswettbewerb durch alternative Materialien und Funktionsintegration. Polytec reagiert darauf mit Fokus auf Leichtbau, Akustiklösungen und funktionsintegrierte Kunststoffarchitekturen. Regionale Diversifikation außerhalb Europas spielt bisher eine untergeordnete Rolle und begrenzt die geografische Risikostreuung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Polytec entwickelte sich aus einem österreichischen Kunststoffverarbeiter zu einer international tätigen Holdinggesellschaft im Automobilzuliefersektor. Das Wachstum erfolgte über einen Mix aus organischer Expansion, Kapazitätsaufbau nahe OEM-Standorten und selektiven Akquisitionen von spezialisierten Kunststoffwerken. Mit dem Börsengang professionalisierte das Unternehmen seine Kapitalmarktausrichtung und schuf Zugang zu Eigenkapital für weitere Investitionen in Technologie und Standorte. Die Historie ist durch die typische Zyklik der Automobilindustrie gekennzeichnet, einschließlich Phasen hoher Auslastung, aber auch Perioden mit Nachfrageeinbrüchen, in denen Restrukturierungen, Standortanpassungen und Effizienzprogramme umgesetzt wurden. Polytec nutzte diese Zyklen, um Prozesse zu straffen, das Produktportfolio zu fokussieren und den Werkzeugbau als Kernkompetenz zu stärken.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Kunststoff- und Automobilzulieferer steht Polytec verstärkt im Fokus von Nachhaltigkeits- und ESG-Diskussionen. Wesentliche Themen sind:
  • Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit der eingesetzten Kunststoffe
  • Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse
  • Emissionen in der Lieferkette und Einhaltung von OEM-Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Arbeits- und Sicherheitsstandards an europäischen und internationalen Standorten
Polytec reagiert mit Initiativen zur Prozessoptimierung, dem verstärkten Einsatz effizienter Fertigungstechnologien und der Ausrichtung auf leichtere, energieeffizienzfördernde Bauteile. Für institutionelle und konservative Anleger sind die Fortschritte bei Transparenz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferketten-Compliance zunehmend relevant, da sie direkten Einfluss auf die langfristige Akzeptanz als OEM-Lieferant haben.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors bietet Polytec mehrere potenzielle Chancen:
  • Verankerung in etablierten europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugplattformen mit langfristigen Lieferverträgen
  • Technologie- und Prozesskompetenz im Leichtbau, die im Kontext strenger CO2-Regulierung an Bedeutung gewinnt
  • Vertikale Integration inklusive Werkzeugbau, die operative Steuerbarkeit und Qualitätssicherung verbessert
  • Potenzial zur Margensteigerung bei anziehender Fahrzeugnachfrage durch bessere Kapazitätsauslastung
  • Optionale Wachstumschancen in angrenzenden Industrieanwendungen und bei selektiver Diversifikation
Für Anleger mit langfristigem Horizont kann Polytec als gezieltes Engagement im europäischen Automobilzuliefersektor dienen, sofern die unternehmens- und branchenspezifischen Risiken bewusst in die Portfoliokonstruktion integriert werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Investoren besonders zu beachten sind:
  • Hohe Zyklizität der Automobilbranche mit potenziell abrupten Nachfrageschwankungen
  • Konzentrationsrisiken bei OEM-Kunden und Plattformabhängigkeit einzelner Werke
  • Anhaltender Preis- und Kostendruck seitens der Hersteller, der Margen nachhaltig begrenzen kann
  • Transformationsrisiken durch Elektrifizierung, neue Fahrzeugarchitekturen und geänderte Materialanforderungen
  • Inputkostenvolatilität bei Rohstoffen und Energie, die trotz vertraglicher Mechanismen nicht vollständig kompensiert werden kann
  • Begrenzte geografische Diversifikation mit Fokus auf Europa und damit Exponierung gegenüber regionalen Konjunktur- und Regulierungsrisiken
Konservative Anleger sollten diese Faktoren gegen die technologischen Stärken und die etablierte Position im OEM-Lieferantennetzwerk abwägen. Eine sorgfältige Beobachtung der Kapazitätsauslastung, des Auftragsbestands, der Kundenstruktur und der strategischen Anpassungsfähigkeit bleibt für eine risikobewusste Einschätzung zentral, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 73,48 Mio. €
Aktienanzahl 22,00 Mio.
Streubesitz 59,77%
Währung EUR
Land Österreich
Sektor zyklischer Konsum
Branche Kraftfahrzeugkomponenten
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+40,23% Weitere
+59,77% Streubesitz

Community-Beiträge zu Polytec Holding AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge berichten über operative Transaktionen (Verkauf des UK-Geschäfts, Übernahme des Composites-Geschäfts von Profol), die strategische Ausrichtung auf „Smart Plastic“ mit Ziel ~30% des Umsatzes, Kostendisziplin inklusive Werksschließung und Einmaleffekten sowie den Unternehmenskalender mit Hauptversammlung und der erwarteten Wiederaufnahme von Dividenden (Diskussion um ca. 0,10 € und höhere Beträge in Folgejahren).
  • Analystenstimmen und Marktkommentare werden überwiegend positiv wiedergegeben: Warburg und Baader bestätigen/erhöhen Kaufempfehlungen mit Kurszielen im Bereich von rund 4,0 bis 5,95 €; die Q3-Zahlen, erwartete EBIT‑Verbesserungen (für 2026 etwa 3,5–4,0%) und mittelfristig höhere Margen dienen als Begründung für den Optimismus.
  • Parallel dominieren technische Diskussionen und gemischte Stimmung: es werden Kaufsignale und Ausbrüche über 3,40 bzw. 3,65 € berichtet, zugleich wird auf sehr niedrige Handelsvolumina, einen wahrgenommenen Kursdeckel bei 3,35 € bzw. mögliche Verkäufe/Kurspflege hingewiesen und einzelne Anleger äußern Skepsis wegen früherer Verluste und der Entwicklung in der Autobranche.
Hinweis
Avatar des Verfassers
juche
Polytec übernimmt Composites-Geschäft von Profol
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-01/67430944-pta-news-polytec-holding-ag-polytec-group-investiert-in-ud-tape-und-organosheet-technologie-polytec-uebernimmt-composites-geschaeft-von-profol-015.htm Der charttechnische Widerstand bei 3,65 wurde heute mit gutem Umsatz überwunden. 3,75 Euro ist nun neues Jahreshoch mit viel Platz nach oben...
Avatar des Verfassers
Baura
Conference Call Q3 mit CFO
Die Q3-Zahlen finde ich gut und kamen auch bei den Analysten und Matejka im Call mit CFO Mühlböck durchaus gut an. Es ist mit 1,7% EBIT noch keine überragende Ertragskraft zurückgekehrt, aber meiner Meinung nach unter den aktuell vorherrschenden Rahmenbedingungen und nach 3 Verlustjahren durchaus beachtlich - die Richtung stimmt jedenfalls, was auch die vier positiven Quartale in Folge untermauern. Kostendisziplin steht vor Umsatzwachstum und die exekutierten Personalkürzungen werden nächstes Jahr voll wirksam werden. Das Werk Weierbach in Idar-Oberstein wird per April 2026 geschlossen, 3 Mio. Einmalkosten stecken im 1. Halbjahr 2025 schon drinnen. Etwas Umsatz fällt weg, dafür sind die ertragsseitigen Verwerfungen Geschichte. Das Ziel des 30%igen mittelfristigen Umsatzanteil mit Smart Plastic war großes Thema und von hohem Interesse. Entsprechende Produkte und ein großer Kunde (in USA) konkretisieren sich, wird aber erst 2027 so richtig anlaufen. CFO erwartet ca. 3,5-4,0% EBIT in 2026 und bis zu 6% in späteren Jahren. 8% wie in den besten Jahren vor Corona sieht Mühlböck derzeit als nicht umsetzbar. Bei positivem Jahresergebnis 2025 (wovon auszugehen ist) gibt's auch wieder Dividende. Ich erwarte nach den Ausfällen in den letzten beiden Jahren 0,10 € Dividende für 2025, in etwa ein Pay-out-ratio von 50%. Der schwächelnde Quartalsumsatz in Q3 lag an deutlicher Delle bei Smart Plastic (auch noch in Q4 zu erwarten) und dem Stillstand nach Cyber-Attacke bei Jaguar LandRover in GB im kompletten September und halbem Oktober. Ich hatte große Sorge, dass dieser Ausfall beim drittgrößten Kunden in Q3 ein positives Ergebnis zunichte machen würde - Polytec scheint aber seine Kosten mittlerweile gut im Griff zu haben und auch derartige Verwerfungen abfedern zu können. Ein sehr gutes Zeichen, wie ich finde! Bessere Zeiten liegen vor uns - der Aktienkurs wird über kurz oder lang auch die positiven Entwicklungen entsprechend widerspiegeln.
Avatar des Verfassers
juche
Die aktuellen Analysteneinschätzungen:
BAADER-Helvea Equity Research, München (Peter Rothenaicher) 14. August 2025 Buy EUR 4,00 M.M.Warburg Research, Hamburg (Marc-Rene Tonn) 14. August 2025 Buy EUR 4,90 ODDO BHF SCA Research, Wien (Markus Remis) 19. August 2025 Outperform EUR 4,00 Durchschnitt Kursziel EUR 4,30 https://www.polytec-group.com/investor-relations/aktie/kursinformationen/analysen
Avatar des Verfassers
juche
Zahlen 1. Halbjahr
Umsatz, EBITDA, EBIT und Ergebnis sind gestiegen, geplante Jahreszahlen wurden bestätigt. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-08/66176083-pta-news-polytec-holding-ag-positives-nettoergebnis-im-1-halbjahr-bestaetigt-trotz-herausforderndem-umfeld-015.htm Hier der CEO im Börsenradio: https://www.brn-ag.de/44666-Schwieriges-Marktumfeld-Markt-ruecklaeufig-Polytec Läuft lt. CEO "nach Plan", gibt somit keinen Grund mehr für die massive Unterbewertung. Buchwert 9,40 Euro - Kurs 3,26
Avatar des Verfassers
juche
Q2-Zahlen kommen am 14.8.2025
Folgende Zahlen aus dem Halbjahr 2024 gilt es zu schlagen: Umsatz: 349,6 Mio. Euro EBITDA: 19,1 Mio. Euro EBITDA-Marge: 5,5 % EBIT: 3,5 Mio. Euro EBIT-Marge: 1 % Ergebnis: - 2,7 Mio. Euro Ergebnis/Aktie: - 0,11 Euro Im 1. Quartal gab es folgende Zahlen: Umsatz: 181,4 Mio. Euro EBITDA: 10,8 Mio. Euro EBITDA-Marge: 6 % EBIT: 3,2 Mio. Euro EBIT-Marge: 1,8 % Ergebnis: 1 Mio. Euro Ergebnis/Aktie: 0,04 Euro
Avatar des Verfassers
juche
Warburg bestätigt "kaufen" - Kursziel 4,90 Euro
https://www.boerse-express.com/news/articles/polytec-knapp-50-prozent-kurspotenzial-806926
Avatar des Verfassers
economist
@juche
Wenn die Erwartungen tief genug sind, war das ein guter Start. Aber Spass bei Seite, es ist ein wichtiges Lebenszeichen. Polytec war eigentlich schon wie ein insolventes Unternehmen bewertet. Und Hand aufs Herz, eigentlich sind sie das immer noch.
Avatar des Verfassers
Baura
Es sieht nach Ausbruch aus ...
Charttechnik sieht vielversprechend aus, das Orderbuch ist bärenstark und es ist kein Verkaufsdruck mehr zu spüren. Im Kursbild scheint das Schlimmste vorüber zu sein - auch operativ und fundamental sehe ich wesentlich optimistischer in die Zukunft, als noch vor einigen Monaten.
Avatar des Verfassers
Versucher1
@juche
danke für die Infos ... Sagte ich es nicht ... bevor Polytec an neue Zukäufe ( immer ein Wagnis ....) denken sollte, sollten die Hausaufgaben intern gemacht werden und die Kapazitätsvollauslastung per 'optimalem Betriebsablauf' in klingende Münze umgesetzt werden ... dort liegt oft das meiste Geld und man ist dort am wenigsten abhängig von äusseren Einflüssen. Wünsche Dir und allen Threadteilnehmern ein gutes 2012.
Avatar des Verfassers
juche
Polytec:
Mit dem Verkauf des bisherigen Kerngeschäftes Interieur hat sich die börsennotierte Polytec-Gruppe im Sommer von gut der Hälfte ihres Umsatzes getrennt. Ein hoher Margendruck und eine zu geringe globale Aufstellung der Polytec wurden als Gründe für den Verkauf genannt. Käufer Toyota Boshoku hat alle Interieur-Werke bis auf den spanischen Standort in Zaragoza übernommen. Als schlechtes Werk der Sparte (zwischenzeitlich sieben Millionen Euro Verlust bei einem Umsatz von 25 Millionen Euro) wurde Zaragoza aus dem Verkaufspaket genommen, um einen schnelleren Abschluss zu ermöglichen. „Wir hatten hier den größten Restrukturierungsaufwand. Die Mitarbeiterzahl wurde bei steigendem Umsatz von 270 auf 140 reduziert. 2011 erzielen wir ein leicht positives Ergebnis“, sagt Huemer. Am Tag vor Weihnachten wurde wie berichtet nach zähen Verhandlungen der Verkauf des Standorts Zaragoza besiegelt. Käufer ist die spanische Celulosa Fabril. Sie gehört zu 50 Prozent zur Peguform, die 2008/09 kurzzeitig selbst Teil der Polytec-Gruppe war. Mit dem nunmehr vollständigen Verkauf des Interieurgeschäfts ist Huemer seine Sorgenkinder los: „Ab der zweiten Jahreshälfte 2010 musste der Vorstand 90 Prozent seiner Zeit für diesen Geschäftsbereich aufwenden. Finanziell und managementmäßig können wir uns jetzt auf anderes konzentrieren.“ Langweilig wird den Polytec-Managern aber sicher nicht. Denn während der größte Geschäftsbereich „Automotive Systems“ – nicht zuletzt dank des Verkaufes des Interieurgeschäfts – im laufenden Geschäftsjahr einen Ergebnissprung gemacht hat, ist die Ergebnisqualität der Sparte „Car Styling“ schlechter geworden. Das operative Ergebnis (Ebit) war im dritten Quartal um 18 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Zu dieser Sparte gehört das Stammhaus in Oberösterreich. „Auch wenn die Ertragssituation in Hörsching nach wie vor gut ist, liegen wir hier derzeit deutlich hinter Budget“, sagt Huemer. Ursache seien zwei verspätete Produktanläufe und damit fehlende Umsätze. Im zu Ende gehenden Geschäftsjahr rechnet Huemer mit einem Umsatz von 650 Millionen Euro. Auch für 2012 ist der Vorstandschef zuversichtlich. „Wir verbuchen derzeit eine gleichbleibend gute Auslastung.“ Huemers Vorstandsvertrag, der Ende 2011 ausgelaufen wäre, wurde um fünf Jahre verlängert. http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/art467,788328
Avatar des Verfassers
juche
Daimler:
Der Lastwagenbauer Daimler hat von Januar bis November mit 420.000 Neubestellungen den stärksten Auftragseingang seit 2007 verzeichnet, wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Bis 2013 plant die LKW-Sparte von Daimler nun ein Absatzwachstum auf 500.000 Einheiten, bis Ende des Jahrzehnts sogar auf 700.000 Stück. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs der Bestelleingang um 26 Prozent, wie es hieß. Der Absatz stieg um 15 Prozent auf 371.400 Fahrzeuge. Das Wachstum komme vor allem aus Nordamerika, wo die Verkäufe um 47 Prozent zugelegt hätten. In Westeuropa lag das Plus laut Daimler bei 11 Prozent, in Asien jedoch wurde Nullwachstum verzeichnet. (dapd)
Avatar des Verfassers
juche
Hallo,
die Reihenfolge der Top 5: 1. Kapsch TrafficCom 2. Immofinanz (hab ich auch ) 3. OMV 4. Lenzing 5. Polytec
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Polytec Holding Aktie und zum Polytec Holding Kurs

Der aktuelle Kurs der Polytec Holding Aktie liegt bei 3,87 €.

Für 1.000€ kann man sich 258,40 Polytec Holding Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Polytec Holding Aktie beträgt aktuell 16,22%.

Die 1 Jahres-Performance der Polytec Holding Aktie beträgt aktuell 70,48%.

Der Aktienkurs der Polytec Holding Aktie liegt aktuell bei 3,87 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 16,22% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Polytec Holding eine Wertentwicklung von 24,44% aus und über 6 Monate sind es 15,87%.

Das 52-Wochen-Hoch der Polytec Holding Aktie liegt bei 3,90 €.

Das 52-Wochen-Tief der Polytec Holding Aktie liegt bei 2,11 €.

Das Allzeithoch von Polytec Holding liegt bei 22,87 €.

Das Allzeittief von Polytec Holding liegt bei 1,99 €.

Die Volatilität der Polytec Holding Aktie liegt derzeit bei 40,58%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Polytec Holding in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 73,48 Mio. €

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Polytec Holding bei 43%. Erfahre hier mehr

Polytec Holding hat seinen Hauptsitz in Österreich.

Polytec Holding gehört zum Sektor Kraftfahrzeugkomponenten.

Das KGV der Polytec Holding Aktie beträgt -9,71.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Polytec Holding betrug 677.831.000 €.

Die nächsten Termine von Polytec Holding sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Polytec Holding zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.07.2021 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Zuletzt hat Polytec Holding am 14.07.2021 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 7,77%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Polytec Holding wurde am 14.07.2021 in Höhe von 0,30 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 7,77%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.07.2021. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.