ThyssenKrupp nähert sich der kritischen Marke!

Freitag, 25.11.2016 13:15

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

die Anleger treibt derzeit die Hoffnung um, dass Trumps Kampfansage an China den Stahlpreis wiederbeleben könnte. Das Hier und Jetzt ist eher von Tristesse bestimmt, wie der Jahresabschluss von ThyssenKrupp zeigt. Die Krise der Stahlsparte kostete den Konzern praktisch alle Überschüsse aus den profitablen Unternehmensbereichen.

Enttäuschung bei der Dividende

Der Umsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2015/16 um 8 % auf 39,3 Mrd. Euro. Der Gewinn schmolz um 4 % auf 296 Mio. Euro zusammen. Dies ist vor allem auf den Preisdruck und die Überkapazitäten im Stahlgeschäft zurückzuführen. Auch der Anlagenbau schwächelte. Die Segmente Aufzüge, Automotive und U-Boote konnten hingegen Wachstum verzeichnen.

Das Ergebnis hat auch direkte Folgen für die Aktionäre. Denn etwaigen Hoffnungen, dass sich die Dividende erhöhen könnte, erteilte der Vorstand eine klare Absage. ThyssenKrupp schüttet lediglich 0,15 Euro je Aktie aus.

Verschuldungsrate steigt

Die Konzernspitze argumentiert, dass die Finanzsituation keine andere Entscheidung zulasse. Das Eigenkapital sei im vergangenen Geschäftsjahr um mehr als 20 % zurückgegangen. Man habe mehr Kapital aufwenden müssen als erwartet, um die Verzinsung des Pensionsfonds gewährleisten zu können. Gleichzeitig stieg die Verschuldung auf 3,5 Mrd. Euro an. Damit beträgt das Verhältnis von Schulden und Eigenkapital (2,6 Mrd. Euro) nun 134 %. Damit hat man sich um mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr verschlechtert und nähert sich der als kritisch angesehenen Grenze von 150 % an.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger will deshalb den Konzernumbau vorantreiben. Das Unternehmen will sich von den konjunkturanfälligen Rohstoff- und Werkstoffmärkten zurückziehen und sich stattdessen auf hochwertige Industrieprodukte konzentrieren. Dazu muss man allerdings eine Lösung für die Stahlsparte finden. Wie das Unternehmen im Rahmen der Bilanzkonferenz bestätigte, laufen in dieser Frage weiterhin Verhandlungen mit dem indischen Konkurrenten Tata. Aber eine Einigung ist noch nicht in Sicht, da Tata seine Probleme mit hohen Pensionsverpflichtungen in Großbritannien nach wie vor nicht gelöst hat.

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