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Monte dei Paschi: Hängt das Schicksal davon ab?

Mittwoch, 30.11.2016 09:45

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

bei der weltältesten Bank Monte dei Paschi die Siena stehen entscheidende Tage bevor. Das italienische Finanzinstitut ächzt unter einem enormen Schuldenberg und einer dünnen Kapitaldecke, was dazu geführt hat, dass bei den beiden letzten Banken-Stresstests in Europa (2014, 2016) der unrühmliche letzte Platz belegt wurde. Um sich dringend benötigtes Kapital zu beschaffen, plant die Bank eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe. Insgesamt sollen mit der Kapitalmaßnahme rund 5 Mrd. Euro eingenommen und die Schulden in Eigenkapital gewandelt werden. Doch über dem Geschäft schwebt das anstehende Verfassungsreferendum wie ein Damoklesschwert. Ministerpräsident Matteo Renzi hat seine politische Zukunft vom Ausgang der Volksabstimmung abhängig gemacht. Investoren befürchten, dass auch die Kapitalerhöhung bei einem Misstrauensvotum ins Wanken geraten könnte. Ohnehin wird in diesem Fall mit schweren Turbulenzen an den Märkten gerechnet. Auch die Bank selbst weist in einem Börsenprospekt auf das bestehende Risiko hin. „Es gibt ein Risiko, dass das Geschäft nicht erfolgreich ist und nicht abgeschlossen werden kann.“

Daneben weist die im Jahr 1472 gegründete drittgrößte italienische Bank auf mögliche Belastungen im Zusammenhang mit Rechtstreitigkeiten hin. Hierdurch könnten auf das Geldhaus Kosten von etwa 8 Mrd. Euro zukommen. Auch die Gefahren weiterer Kreditausfälle und Liquiditätseinbußen seien nicht gebannt. Zuletzt hatte Monte dei Paschi ausfallgefährdete Kredite im Umfang von 28 Mrd. Euro mit hohen Verlusten verkauft. Diese Kapitallücke muss nun ausgeglichen werden. Gelingt dies nicht über eine Kapitalerhöhung, würde die Bank Staatshilfe benötigen. Nach den Regularien der EU würden dann zunächst die Anteilseigner zur Kasse gebeten: bei Monte dei Paschi befinden sich 55 Prozent der Anteile im Streubesitz von rund 150.000 Kleinanlegern.

Auch an der Aktie ist die Entwicklung der letzten Monate nicht spurlos vorübergegangen. Auf 1-Jahres-Sicht beläuft sich der Kursverfall auf rund 86 Prozent.

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