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NYSE Arca Gold Bugs (Monthly) - 155/146 Punkte als Kernunterstützungen

Mittwoch, 11.01.2017 08:04 von

















155/146 Punkte als Kernunterstützungen


Traditionell nehmen wir im Rahmen des Jahresausblicks auch den NYSE Arca Gold Bugs
unter die Lupe, der die Kursentwicklung der 15 größten Goldminenunternehmen zusammenfasst,
welche ihre Produktion in möglichst geringem Umfang absichern. Die Idee dieser Indexkonstruktion
liegt darin, dass diese Titel am stärksten von einem Anstieg des Goldpreises profitieren.
Ein simpler Blick auf die Kursentwicklung des vergangenen Jahres unterstreicht diese
These. So vollzog der NYSE Arca Gold Bugs 2016 einen wahren Husarenritt. So kam es
im Januar – nach einem Abtaucher in zweistelliges Terrain (99 Punkte) – zu einer dynamischen
Rally. Seit August vollzieht das Aktienbarometer allerdings die klassische „Rolle
rückwärts“. Damit steht aktuell die Schlüsselhaltezone bei 155/146 Punkten erneut
zur Disposition (siehe Chart 7). Seit Beginn des Jahrtausends hatte die angeführte
Zone in schöner Regelmäßigkeit als Unterstützung bzw. Widerstand fungiert. Mit anderen
Worten: Da die Vielzahl der Tests die Relevanz der angeführten Zone unterstreicht,
muss ein Rebreak dieser Bastion unbedingt verhindert werden. Auf dieser Basis erwarten
wir aber eher eine Kursberuhigung, was wir vor allem mit der Konstellation bei den
Bollinger Bändern begründen.











NYSE Arca Gold Bugs (Monthly)





"chart"

















Weniger Schwankungen in 2017?


Schließlich liegen die Begrenzungen des Volatilitätsindikators zwar nicht auf dem
Extremniveau von 2014, aber immer noch weit auseinander. Aufgrund des großen Abstands
bei den Bollinger Bändern sollte die Achterbahnfahrt des abgelaufenen Jahres 2017
keine Fortsetzung finden. Vielmehr zählen der Goldpreis im Allgemeinen und Goldminentitel
im Speziellen möglicherweise zur einzigen Assetklasse, die im Vergleich zum Vorjahr
2017 eine geringere Volatilität zeigen dürfte. Die Analyse des typischen Verlaufs
des Goldpreises in Nachwahljahren der USA seit 1973 fördert einen holprigen Jahresstart
und zwei gute Phasen im Jahresverlauf zu Tage. Die erste beginnt Anfang Februar und
hält bis zum Monatsultimo Mai/Juni an. Die zweite Periode mit zyklischem Rückenwind
setzt Mitte August ein und hält bis zum Jahresende an (siehe Chart 8). Dazwischen
kommt es im Durchschnittsverlauf zu einer Dürreperiode, welche beim Goldpreis bis
in den Hochsommer hinein fast ein Wiedersehen mit dem Jahresauftaktniveau bringt.
Unter dem Strich scheint das Edelmetall im typischen Nachwahljahr gut unterstützt
zu sein, so dass die zyklische Komponente ein kleines Gegengewicht zu der (noch) verhaltenen
charttechnischen Ausgangslage darstellt.











Gold (Daily)





"chart"

















Gold: Die Alternative im dritten Quartal?


Wie lösen wir diesen scheinbaren Konflikt auf? Zur Beantwortung dieser Frage ist ein
weiterer Aspekt wichtig: Wenn Anleger den typischen Verlauf des Goldpreises in 7er-Jahren
(1977,1987, 1997 und 2007) heranziehen, dann setzt die zweite saisonal günstige Phase
bereits im Juli ein und fällt preislich sogar stärker aus (siehe Chart 9). Aufmerksame
Leser haben an dieser Stelle womöglich ein déjà-vu: Auf der Aktienseite betonen verschiedene
zyklische Einflussfaktoren die 2017 bestehenden Rückschlagsgefahren im 3. Quartal,
während beim Währungspaar EUR/USD aus ähnlichen Überlegungen heraus ab der Jahresmitte
möglicherweise eine temporäre Trendwende ansteht. All dies harmoniert bestens mit
der zuvor herausgestellten günstigen Edelmetallphase zur gleichen Zeit im typischen
Verlauf des 7er-Jahrs. Unter Berücksichtigung aller charttechnischen wie auch saisonalen
Faktoren möchten wir als Zwischenfazit festhalten, dass Edelmetalle keine Assetklasse
für das Gesamtjahr, sondern vielmehr eine für die Periode Juli/August bis Oktober/November
darstellen. Die Sternstunde des Goldpreises schlägt 2017 offensichtlich erst, wenn
es zu den ersten Verwerfungen auf der Aktienseite kommt.











Gold (Daily)





"chart"

















200er-Marke: make or break


Im nächsten Schritt möchten wir uns der Rohstoffseite zuwenden. Beginnen möchten wir
mit der Analyse des CRB Index. Nachdem das Rohstoffbarometer zu Jahresbeginn 2016
noch einmal neue Verlaufstiefs (155 Punkte) verkraften musste, folgte im weiteren
Jahresverlauf zumindest der Bruch des steilen Abwärtstrends seit Sommer 2014. Zu der
sich bessernden Ausgangslage tragen auch die quantitativen Indikatoren bei. Hervorheben
möchten wir in diesem Zusammenhang das 2016 erfolgte Kaufsignal seitens des MACD.
Das positive Schnittmuster des Trendfolgers entstand dabei sogar auf niedrigerem Niveau
als das Pendant von 2009. Darüber hinaus liegt im Verlauf des RSI eine Bodenbildung
vor. Was aus charttechnischer Sicht allerdings noch fehlt ist ein Sprung über die
Widerstandszone bei rund 200 Punkten. Neben den jüngsten beiden Verlaufshochs bei
196/97 Punkten speist sich diese aus dem 2009er-Tief bei 200 Punkten. Gelingt der
skizzierte Befreiungsschlag, dann ergibt sich deutliches Anschlusspotential bis rund
230 Indexzähler. Auf diesem Niveau bildet die 38-Monats-Linie (akt. bei 228 Punkten)
zusammen mit der 23,6%-Korrektur des gesamten Baisseimpulses seit 2008 (230 Punkte),
dem Abwärtstrend seit 2008 (akt. bei 232 Punkten) sowie dem Jahreshoch von 2015 bei
234 Punkten ein markantes Barrierenbündel (siehe Chart 10)











CRB-Index (Monthly)





"chart"

















WTI: Der entscheidende Zündfunke?


Unsere Prognose eines Ölpreis-Comebacks kostete im Januar bzw. Februar vergangenen
Jahres zwar noch ein paar Nerven, erwies sich letztlich aber als Volltreffer. Aus
charttechnischer Sicht befindet sich das „schwarze Gold“ aktuell erneut vor einer
Weichenstellung von ähnlich großer Tragweite. Als entscheidenden Befreiungsschlag
definieren wir einen nachhaltigen Sprung über die horizontalen Barrieren bei 51/52
USD. Derzeit kratzt der Ölpreis an diesen Schlüsselmarken. Ein nachhaltiger Spurt
würde nicht nur ein aufsteigendes Dreieck nach oben auflösen, sondern gleichzeitig
auch eine große inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation – definiert durch die Tiefs
bei 37,75/26,05/39,19 USD – vervollständigen (siehe Chart 11). Gleich zwei positiv
aufgelöste Chartmuster sollten dem Ölpreis dann Auftrieb bis zunächst rund 60 USD
geben. Auf diesem Niveau bildet das Tief vom Juli 2009 im Zusammenspiel mit den Hochs
des Jahres 2015 die nächste wichtige Widerstandszone. Das aus den beiden Chartformationen
jeweils ableitbare Kursziel ließe sogar auf „mehr“ hoffen, so dass langfristig sogar
ein Anlauf auf die 200-Wochen-Linie (akt. bei 69,89 USD) möglich erscheint.











WTI Crude (Weekly)





"chart"

















Point & Figure: Neues Investmentkaufsignal


Ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in diese Region definieren die derzeit sehr
dicht beieinanderliegenden Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Monate (akt. bei
63,42/63,60 USD). Beachten sollten Anleger in diesem Zusammenhang den Point & Figure-Chart
des Ölpreises. Diese zumindest in Europa etwas in Vergessenheit geratene Chartdarstellungsform
verfügt regelmäßig über eine sehr klare Signalgebung. Dies ist aktuell auch das entscheidende
Stichwort, denn der P & F-Chart hat jüngst bereits ein neues Einstiegssignal generiert.
Deshalb liefert diese Methodik möglicherweise einen Fingerzeig für einen nachhaltigen
Ausbruch im eigentlichen Chartverlauf. Die besten saisonalen Rahmenbedingungen findet
der Ölpreis von Mitte Februar bis Mitte Oktober vor, um aus der insgesamt günstigen
Chartkonstellation Kapital schlagen zu können. Auf der Unterseite gilt es indes, nicht
mehr auf Schlusskursbasis unter die Marke von 50 USD zurückzufallen. Ansonsten müssten
Anleger von einem Fehlausbruch auf der Oberseite ausgehen. In der Konsequenz erhielte
unser Positivszenario einen herben Dämpfer, denn dann müssten die Hoffnungen auf die
Ausprägung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation begraben werden.











Gold (Monthly)





"chart"

















Schlussfolgerungen und Fahrplan 2017


Um es offen auszusprechen: Die charttechnische Ausgangslage auf der Edelmetallseite
stellt nicht gerade eine Steilvorlage für den Jahresauftakt dar. Möglicherweise ist
„Rosinen picken“ die richtige Taktik für 2017. Schließlich weisen eine ganze Reihe
von zyklischen Faktoren auf mögliche Wendepunkte im Hochsommer des neuen Jahres hin.
Mit aufkommenden Turbulenzen auf der Aktienseite schlägt möglicherweise die Stunde
der Edelmetalle. In besten Wortsinn sollte der Goldpreis im 3. Quartal seiner Funktion
als „sicherem Hafen“ gerecht werden. Auf der Rohstoffseite sind derzeit untere Umkehrprozesse
im Gang. Während der CRB für einen endgültigen Befreiungsschlag noch die Marke von
200 Punkten überwinden muss, ist der Ölpreis bereits einen Schritt weiter. Das nach
oben verlassene aufsteigende Dreieck sowie die komplettierte inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation
lassen zunächst auf einen Test der Widerstandszone bei rund 60 USD schließen. Perspektivisch
dürfte das „schwarze Gold“ sogar bis in den Bereich der 200-Wochen-Linie vorstoßen.











Gold (Monthly)





"chart"

















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