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Hannover geht derzeit die Unbeschwertheit ab

Dienstag, 14.02.2017 10:14 von

Bei seiner Analyse am Sky-Mikrofon machte Daniel Stendel zweimal eine Einschränkung. Seine Mannschaft habe ein ordentliches Spiel abgeliefert, resümierte Hannovers Trainer am Montagabend nach dem 2:1 gegen Bochum. Und sein Team habe auf ein Tor gespielt - jeweils mit dem Zusatz: "über weite Strecken". Dass Stendel Abstriche machte, war durchaus angebracht.

Die Sorgen, die 96 umtreiben, hätten andere gerne. Dank des Dreiers gegen den VfL hat Hannover nicht nur Eintracht Braunschweig in der Tabelle hinter sich gelassen, sondern auch Rang zwei hinter dem VfB Stuttgart eingenommen - ein direkter Aufstiegsplatz. 2017 haben die Niedersachsen sechs Punkte aus drei Ligaspielen geholt, das Pokal-Aus gegen Eintracht Frankfurt kam höchst unglücklich zustande. Und trotzdem gab es am Montagabend gegen Bochum Unmutsbekundungen. Etwa vereinzelte Pfiffe zur Pause - beim Stand von 1:1. Was also läuft schief bei 96?

"Wir haben uns schwer getan", räumte Doppeltorschütze Martin Harnik beim Sky-Interview ein, "wir haben vorne zu wenig angeboten. Es war ein zu großes Loch." So taten sich Kapitän Manuel Schmiedebach und Marvin Bakalorz im defensiven Mittelfeld schwer, die Partie zu gestalten. Gegen Bochum fiel auf: Hannover geht derzeit bei allem Engagement die Unbeschwertheit ab. "Es war wichtig, dass wir die Leidenschaft und den Kampf gebracht haben", sagte Harnik. Diese Tugenden sind momentan besonders gefragt. Schließlich, gestand Harnik, sei das Team momentan in einer Phase, in der es wieder zu seinem Spiel finden müsse.

Trainer Stendel hatte gegen Bochum einen guten Beginn seiner Mannschaft gesehen, dann aber geriet sie in Bedrängnis - und eine Minute nach dem Lattenschuss von Marco Stiepermann (15.) durch den Treffer von Johannes Wurtz in Rückstand. "Dann hatten wir zehn Minuten zu kämpfen", analysierte Stendel. Und: "Nach gut 25 Minuten haben wir das Spiel im Griff gehabt."

Dennoch bedurfte es auch einer Portion Glück, um die drei Punkte in der HDI-Arena zu behalten. Nicht nur bei Tim Hooglands Lattenkopfball vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Auch bei einem Handspiel von Salif Sané, bei dem Schiedsrichter Tobias Stieler nicht auf den Punkt zeigte (74). Anders als bei Alexander Merkels Foul an Edgar Prib wenige Minuten zuvor - eine strittige Szene (63.). Harnik verwandelte und hatte zehn Minuten später die Vorentscheidung auf dem Fuß, als Stieler nach Foul von Losilla an Sarenren Bazee zum zweiten Mal auf Strafstoß für 96 entschied. Der ehemalige Stuttgarter zielte jedoch am Tor vorbei und verpasste somit einen Dreierpack.

Trotz alledem fand Stendel: "Wir haben Moral gezeigt und uns den Sieg verdient."