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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

# 16535 - "Nachdenk-Chart"

3
04.02.08 21:37
Ich hoffe, ihr habt darüber wirklich intensiv nachgedacht. Da ich nun aber mangels Feedback nicht beurteilen kann, ob ihr mit euren Denkergebnissen "richtig" liegt, stelle ich einen kommentierten Chart ein. Ich weise besonders auf folgenden Umstand hin: Während die Goldhausse der 1970er mit einer Zinsinflation korrelierte, korreliert die aktuelle mit einer Zinsdeflation. So viel zu dem Argument der "Gold-Bedenkenträger", es bringe keine Zinsen.

Mein Bekannter bei Merrill teilt übrigens die ökonomische Entwicklung seit 1982 in
fünf Phasen ein:

1982 - 95: Phase organischen Wachstums

1995 - 2000: Phase irrationaler Übertreibung

2001 - 2003: Phase der "Entzerrung"

2003 - 2007: Phase liquiditäts-/kreditinduzierten ("geborgten") Wachstums

2007 - ???: Phase der "Wahrheit" (des "Offenbarungseids"?)
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Der USA Bären-Thread 146208
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metropolis:

Ohne Worte

10
04.02.08 21:53
Der USA Bären-Thread 146211
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gsamsa42:

@wawidu Goldhausse

3
04.02.08 22:14
OK: starke Inflation ist gut für Gold da nicht inflationierbarer Wert.
OK: geringe Zinsen sind im allgemeinen gut für Gold.
ABER: warum ist Gold ab 2003 so stark gestiegen? da sind die Zinsen ja wohl tendenziell gestiegen. Und von 89 bis 2000 sind Zinsen und Gold gefallen.
Also da muß es doch noch etwas geben. Aber wahscheinlich sind die Gründe so vielfältig wie die Investoren.
Je länger ich über solche Dinge nachdenke, desto irrationaler kommt mir das alles vor.
erst wenn Nordamerikas Drachensaat reift, wird die Welt wieder ähnliche Früchte zu ernten haben.    Theodor Mommsen Röm.G.II
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wawidu:

"Nachdenk-Chart" Nr. 2

 
04.02.08 22:15
Zunächst eine Bitte an alle Gold-Zweifler: Bemüht euch mal, diesen ganz nüchtern und sachlich zu analysieren. Er enthält nämlich m.E. eine zentrale ökonomische Aussage, die im Kontext zu der Phaseneinteilung meines Bekannten steht. Seine Befürchtung: Sollte der Renditeverfall der lang laufenden Treasuries eine bestimmte "Schmerzgrenze" unterschreiten, käme es vermutlich zu einer Kehrtwende bzgl. Ausländerkäufen, zunächst in Form eines "Kaufstreiks". Und ein solcher wäre hinsichtlich der geplanten massiven Neuverschuldung des Staates (siehe # 16541 von Kicky!) natürlich Gift.
Der USA Bären-Thread 146218
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metropolis:

wawidu

5
04.02.08 22:27
Ich seh nicht was das bringen soll: dein Chart sagt nur aus, dass Gold sehr teuer geworden ist sonst nichts. Genausogut könnte man den Chart $USB:$Preis für Haarschnitt posten, der würde genauso aussehen.

Deine Rationcharts sehen alle ganz gut aus, aber jeder Trend ist auch mal irgendwann zuende. Und deine Bondkäufer werden schon nicht streiken und stattdessen Gold kaufen. Bondkäufer suchen Dividende und Sicherheit; beides kann Gold nicht bieten zumal wenn auf sehr hohem Niveau.
Antworten
Ischariot MD:

gsamsa, #16553

3
04.02.08 22:52
ganz einfach, weil seit 2003 ALLES gestiegen ist, weil in Liquidität förmlich ersäuft. Und wenn diese Liquidität austrocknet (Stichwort Kreditklemme), wird Gold auch wieder fallen, wie alle assets (immer vorausgesetzt, die öffentliche Ordnung bleibt intakt). Andernfalls droht (Hyper?)inflation, und dann stimmt Deine Logik wieder.
Und wie biomuell hier immer wieder gepredigt hatte: Relevant diesbezüglich ist der Realzins, weniger das nominale Zinsniveau.
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wawidu:

@gsamsa - # 16553

2
04.02.08 23:03
"Also da muß es doch noch etwas geben."

Aber sicher gibt es da noch etwas, und das ist keineswegs "irrational":

Immer wieder stoße ich auf die Auffassung, ein fallender Dollarindex sei gut für die Wirtschaft und die "Entschuldung" des Staates. Dann schau dir mal die Phase 1995 bis 2001 an! Ob die Entwicklung eines ökonomischen Aspekts in die eine oder andere Richtung gut oder schlecht ist für das Ganze hängt m.E. stets vom Zusammenspiel aller Faktoren und insbesondere von bestimmten Grenzwerten ab. Ist dieses Zusammenspiel unausgewogen oder gar erheblich gestört, kommt es zu starken ökonomischen Verwerfungen. Aus meiner Sicht reflektiert die Goldpreisentwicklung seit 2003 eine solche "Verwerfung". Nicht diese Entwicklung sondern die Entwicklung der Kreditblase seit 2002/2003 ist "irrational". Man könnte die Sachlage wohl als "Janus-köpfig" bezeichnen.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 146222
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TurboLuke:

Gehrt

6
04.02.08 23:29

Die Giants retten die Hausse

oder: Lag Weihnachten Schnee in Boston?

 

Verehrte Leserinnen und Leser,


Vorhin zog der so genannte „Kinderumzug“ an meinem Haus vorbei. Ein Faschingsumzug speziell für die Kinder ... vielleicht, weil die „Erwachsenen-Umzüge“ zu anspruchsvoll für die Kleinen sind, haha. Nun, Kinder sah ich wenige. Weder als Teilnehmer noch am Straßenrand. Dafür umso mehr alte Kämpen, deren nun schon fast fünf Tage dauerndes Engagement im Sinne des Frohsinns lila Äderchen auf die glänzenden Schelmenaugen gezaubert hat. Na ja ... für uns ist die närrische Zeit morgen Abend vorbei ... für andere endet sie nie.

Es passt durchaus zu den närrischen Tagen, dass die Welt seit gestern weiß, dass 2008 ein positives Börsenjahr wird. Die New York Giants haben nämlich den Superbowl, das Endspiel der National Football-Liga, gewonnen. Eine Statistik besagt, dass die Aktienmärkte in ca. 80% der Fälle ein positives Jahr hatten, wenn ein Team der National Football Conference NFC den Superbowl gewann und ein schlechtes, wenn ein Team der American Football Conference AFC den Sieg davon trug. Die Giants gehören zur NFC – Hausse gerettet.


Eli Manning rettet die Wall Street


Und wenn das mal nicht knapp war, werte Leser. Die Giants haben das Ruder in den letzten 150 Sekunden (!) des Spiels herumgerissen. Hätte Quarterback Eli Manning nicht im letzten Moment den entscheidenden Pass hinbekommen, was wäre dann nur aus der US-Börse geworden. Ohaueha.

Schon witzig, dass solche Indikatoren tatsächlich ernsthaft untersucht und weitergeführt werden. Und gerade dieser wird ob einer 80%-Trefferquote nahezu vergöttert. Aber irgendwie haben wir Menschen uns von den Grund-Emotionen ja auch alle nicht allzu sehr verändert, seit wir von der Felsenhöhle ins vollklimatisierte Loft umgezogen sind. Seit damals neigt unsere Spezies dazu, besonders komplexe Dinge zu vereinfachen und durch den einen oder anderen charmanten Aberglauben zu hoffen, die Sache in den Griff zu bekommen.

Mancherorts wird ein Huhn geopfert, um das eigene Leben zu verlängern und eine Nadel in ein Püppchen gepiekst, um das Leben des ungeliebten Nachbarn im Gegenteil zu verkürzen. Regentänze werden in einigen ländlichen Regionen immer noch gerne getanzt ... und für die Abteilung „modern world“ der Menschheit gibt es halt Statistiken.

Was den Super Bowl-Indikator anbelangt, ist diese bisherige Trefferquote durchaus beeindruckend. Ungefähr so, als würde man bei einer Urnenziehung mit Zurücklegen bei fünf weißen und fünf roten Kugeln viermal nacheinander rot ziehen. Statistiker, die nicht mit Hasenpfoten in der Tasche herumlaufen, werden Ihnen aber mitteilen, dass das schon mal vorkommen kann.


In hartem Widerstreit zum 10 Tage-Indikator


Und es ist auch ein wenig seltsam anzunehmen, dass der präzise Pass von Quarterback Manning nun dazu führt, dass mehr investiert wird, die Zinssenkungen schnell wirken und die Unternehmensgewinne wieder dynamisch zulegen werden. Noch bekloppter wird dies, wenn man die Sache umkehrt: Würden die US-Börsen wirklich nur deshalb im Elend versinken, wenn diesem einen Spieler nicht in letzter Minute ein Geniestreich gelungen wäre?

Aber genug der Narretei. Wie bei allen anderen seltsamen Dingen des Lebens geht es hier ja nicht um Logik. Der Glaube ist es, der die Berge versetzt, gelle? Aber, gemach und Obacht, sooo schnell glauben die Börsianer nicht. Nein, da muss zunächst noch ein sauberer wissenschaftlicher Abgleich her! Denn da hakt was:

Wir hätten da nämlich noch einen weiteren wichtigen Indikator: Den 10 Tage-Indikator. Die Schamanen sagen nämlich, dass sich das Börsenjahr so entwickeln wird, wie die ersten zehn Tage des Jahres ablaufen. Tja ... und obwohl man da je nach Gusto die ersten zehn Kalendertage oder die ersten zehn Handelstage hernehmen kann, war das in 2008 in beiden Varianten eine Pleite. Ich hatte vor ein paar Wochen mal nachgesehen, wie oft der 10 Tage-Indikator in den letzten 20 Jahren zutraf. Natürlich habe ich jetzt den Zettel verschlampt, aber ich meine, unterteilt nach Kalender- und Handelstagen traf dieser Indikator einmal in 55% und einmal in 60% der Fälle zu. Hm.

Nun ja, das ist weniger als die 80% des Super Bowl-Indikators. Aber so richtig sicher können wir da noch nicht sein. Also habe ich mich für Sie mal auf die Suche nach treffsicheren, ebenfalls zutiefst der Logik verhafteten Indikatoren gemacht, die die Entscheidung bringen sollen. Gerade in den USA wurde ich da fündig. Meine Güte, die US-Bürger kennen den Fasching nicht, aber wozu auch:


Bringt der Boston Snow-Indikator die Entscheidung?


Der Boston Snow-Indikator sagt aus: Wenn an Weihnachten in Boston Schnee liegt, wird das folgende Jahr für die Aktienmärkte ein Gutes. Oder:

Der Lipstick-Indikator: Er sagt aus, dass eine Rezession droht, wenn die Verbraucher vermehrt zu billigeren Lippenstiften greifen. Oder aber:

Der Minirock-Indikator: In einem Jahr, in dem kurze Röcke Mode sind, pflegen die Kurse zu steigen. Sind längere Röcke Mode, ist das meist ein schlechtes Börsenjahr.

Ich bin eigentlich froh, dass das alles so einfach ist. Da kann man mal sehen, wie unnötig der Aufwand ist, sich mit der Konjunktur, Zinsen, Unternehmensgewinnen, Kreditmärkten etc. zu beschäftigen. Heißa, ab sofort habe ich also mehr Zeit. Lassen Sie uns dazu mit unseren Hasenpfoten auf Holz klopfen! Zweimal über die Schulter gespuckt und etwas Salz in die Tastatur gestreut (damit es uns bei der Eingabe der richtigen WKN die Finger führt) und nix kann mehr passieren.

Nur für dieses Jahr speziell bleibt mir da noch eines unklar: Weiß jemand, ob Weihnachten in Boston Schnee lag? 

 
Herzliche Grüße!

Ihr
Ronald Gehrt

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wawidu:

@metro - # 16555

2
04.02.08 23:51
"Bondkäufer suchen Dividende und Sicherheit."

Da kann ich dir durchaus zustimmen. Aber was ist, wenn die Realverzinsung nicht mehr "stimmt", auf die Ischariot in # 16556 mit Recht hinweist. Wie sieht das mit der Bondsrendite denn mittlerweile z.B. für Japaner aus? Wo könnte denn im angehängten Chart möglicherweise die Schmerzgrenze liegen?
Der USA Bären-Thread 146224
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nightfly:

mir fehlt noch

 
05.02.08 00:08
der ami-ausverkauf- -5/6/7%
lass es angehen, erst langsam, dann immer schneller.
mfg nf
Langweilige Signatur?
Das ist so gewollt.
Damit das Qualitätsposting noch besser heraussticht.
Der USA Bären-Thread 3962865
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noise:

"Es wird noch viel schlimmer kommen"

10
05.02.08 07:49
04.02.2008 13:58
Jim Rogers: "Es wird noch viel schlimmer kommen"
Auf der ersten Frankfurter Rohstoffmesse traf boerse.ARD.de Jim Rogers. Im Interview erklärt der "Rohstoff-Guru", warum in den USA eine der schlimmsten Rezessionen droht, was die Fed falsch macht und welche Rohstoffe künftig gefragt sind.

boerse.ARD.de: Sie hatten schon im Frühjahr 2007 vor einer Kreditblase in den USA gewarnt. Hatten Sie erwartet, dass die Hypothekenkreditkrise so schnell und heftig kommt?

Rogers: Wir haben die schlimmste Kreditblase, die wir je in den USA erlebt haben. Dass Menschen ohne eigenes Geld mehrere Häuser auf Pump kaufen, gab's noch nie in der Geschichte. Ich habe immer davor gewarnt, dass die Blase platzt – und wurde ausgelacht. Das Ausmaß der Kreditkrise jetzt überrascht mich nicht. Die Krise wird uns noch lange beschäftigen.

boerse.ARD.de: Für wie wahrscheinlich halten Sie eine drohende Rezession?

Rogers: Die USA befindet sich bereits in der Rezession. Die Gewinne der Unternehmen gehen zurück, besonders die Automobil- und Finanzbranche leiden. Selbst der Einzelhandel steckt in Schwierigkeiten.

boerse.ARD.de: Die jüngsten Statistiken zeigen aber, dass die US-Wirtschaft noch wächst – wenn auch deutlich langsamer.

Rogers: Die Zahlen sind nicht ernst zu nehmen. Die Regierung manipuliert doch die Statistiken.


boerse.ARD.de: Sie haben vor kurzem in US-Medien gesagt, dass alles noch viel schlimmer werden wird. Warum?

Rogers: Es ist schlimmer gekommen als ich befürchtet habe. Die US-Notenbank Fed hat einen schweren Fehler gemacht, die Leitzinsen drastisch zu senken. Dies wird zu einer noch höheren Inflation führen, den Dollar noch stärker nach unten treiben und die Rezession verschlimmern. Es wäre besser, die Rezession geschehen zu lassen als sie mit allen Mitteln zu bekämpfen. Ich glaube, die Fed hat die Kontrolle verloren. Sie macht die gleichen Fehler wie einst die japanische Notenbank. Die Fed wirft die Druckerpresse an und erhöht die Geldmenge. Das kann nicht gut gehen. Wir werden wahrscheinlich eine der schlimmsten Rezessionen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben.

boerse.ARD.de: Wird sich die Bankenkrise noch verschärfen?

Rogers: Die Bilanzen der Banken sind eine tickende Zeitbombe. Da droht noch so manche negative Überraschung. Vor allem die Investmentbanken bekommen jetzt die Quittung für ihre jahrelangen Exzesse. Die Notenbanken tragen hier eine Mitschuld. Sie haben es versäumt, einzelne Banken zum Marktaustritt zu zwingen. Die Probleme wurden so nur aufgeschoben. Es wäre besser gewesen, dass zwei oder drei Banken Konkurs anmelden, bevor noch mehr Geldinstitute pleite gehen.

boerse.ARD.de: Wie schätzen Sie die Zukunft der Rohstoffe ein? Wird die Rezession die Rohstoff-Hausse bremsen oder gar stoppen?

Rogers: Bei einzelnen Industriemetallen wie Nickel oder Zinn ist die Rezession bereits angekommen. Die Preise für Nickel und Kupfer sind gefallen. Nickel ist 50 Prozent von seinem Rekordstand vom Mai 2007 entfernt. Langfristig werden die Preise für Metalle aber wieder anziehen. Im Augenblick bin ich vor allem bei Agrar-Rohstoffen optimistisch. Sie werden kaum von der Rezession betroffen sein. Vielleicht werden ein paar weniger Baumwoll-T-Shirts verkauft. Aber mit dem wachsenden Wohlstand in Asien wird die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Baumwolle weiter steigen. Auch als Bio-Treibstoff werden Agrar-Rohstoffe künftig immer wichtiger.

boerse.ARD.de: Wie ist Ihre Meinung zu Uran?

Rogers: Uran hat ein riesiges Zukunftspotenzial. Es gibt eine Menge von Kernkraftwerken, die ersetzt werden müssen. Einzelne Länder, ja sogar manche Umweltschützer befürworten inzwischen Atomenergie als saubererer Energieträger im Kampf gegen den Klimawandel. Der Bedarf nach Uran wird deshalb rasant zunehmen. Die Preise werden steigen, denn das Angebot ist knapp. Seit Jahrzehnten wurden keine neuen Uran-Minen mehr eröffnet.

boerse.ARD.de: In welche Branchen würden Sie derzeit außer Agrar-Rohstoffen und einzelnen Metallen investieren?

Rogers: Ich sehe ein großes Zukunftspotenzial für Energieerzeugungs- und Wasseraufbereitungs-Firmen. Diese werden auch in schwierigen Zeiten von einer wachsenden Nachfrage profitieren.

boerse.ARD.de: Wird der Dollar seinen Verfall fortsetzen?

Rogers: Ja, der Dollar wird noch weiter kräftig fallen. Daran ist auch die Fed schuld, die den Dollar entwertet. Irgendwann wird der Dollar seinen Status als Reservewährung der Welt verlieren.

boerse.ARD.de: Auf welche Währungen setzen Sie stattdessen?

Rogers: Meine Favoriten sind der Schweizer Franken und der Yen. Beide Währungen litten unter den Carry-Trades. Wenn die Carry-Trades aufgelöst werden, dürften Franken und Yen wieder steigen. Optimistisch bin ich auch für den chinesischen Renmimbi.

Das Interview führte Notker Blechner.
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obgicou:

der neue ist da

3
05.02.08 08:58
Senior Loan Officer Opinion Survey Jan 2008;
Kreditrestriktion auf weiter Front:
Res. Mortgage; Comm RE; UN-Kredite; Konsumenten-Kredite;
Bernanke kannte diesen Bericht schon vor den Zinssenkungsterminen;

www.federalreserve.gov/boarddocs/...rvey/200801/fullreport.pdf
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Anti Lemming:

Dollarschwäche drückt auf dt. Firmenergebnisse

6
05.02.08 09:04
z. B. bei den Heidelberger Druckmaschinen:

Grund für die gedämpften Erwartungen ist die Finanzkrise auf dem wichtigen US-Markt. In Nordamerika schlugen die wachsenden Rezessionsängste im jüngsten Geschäftsquartal auf den Auftragseingang durch. Die Investitionsbereitschaft der nordamerikanischen Printmedien sei gesunken, teilte Heideldruck mit. Zudem verschlechtere der schwache Dollar die Wettbewerbsverhältnisse.

Durch die Aufwertung des Euro können vor allem die japanischen Konkurrenten Komori und Ryobi ihre Bogendruckmaschinen günstiger auf dem US-Markt anbieten. Der MAN-Auftragseingang schrumpfte in Nordamerika im dritten Quartal um knapp ein Drittel auf 119 Mio. Euro. In Deutschland ist Heideldruck dagegen auf Rekordkurs und wird voraussichtlich so viele Druckmaschinen verkaufen wie nie.

[Kommentar: Von den Carrytrades, die den Yen künstlich tief halten, profitiert auch die jap. Industrie. Dollar und Yen liefen die letzten 6 Jahre per saldo parallel. - A.L.]

Mehr: www.ftd.de/unternehmen/industrie/...%20Heideldruck/312658.html
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Casaubon:

Vorsicht bei "japanischen"(?) Finanzwerten?!

 
05.02.08 10:16
Habe ich in einer Kolumne hier bei ariva gefunden.
Ist schon eine intressante Analyse von eienm gewissen Norbert Lohrke von Globalyze KG (Kenne ich nicht):

--------------

"Katsuhito Sasajiama, ein Analyst der japanischen JP Morgan Securities Japan Co., sagt meines Erachtens völlig zu Recht, dass die Banken, „da ihr Kerngeschäft, wie z.B. die Kreditvergabe, nicht deutlich anziehen wird, es schwer haben werden, sich langfristig als ein attraktives Investment zu präsentieren“. Und dabei muss man wissen, dass die Verluste bei japanischen Banken im Zusammenhang mit der amerikanischen Hypothekenkrise noch weit geringer ausfielen, als die der betroffenen Institute in Europa oder den USA."
---------------------
Wer mehr wissen will:
http://www.ariva.de/You_never_catch_a_falling_bank_c2491045  
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obgicou:

mal wieder ein bisschen Senf zum Gold

8
05.02.08 10:29

paßt ja auch farblich;-)

das ganze aus mittelfristiger Sicht, also 6M bis 2Jahre

Gold hat im wesentlichen 3 Funktionen:
Schmuck, Inflationsschutz, Safe Haven
(industrielle Nachfrage laß ich mal aufgrund der vernachlässigbaren Größe außen vor)

Die Nachfrage-Situation:
a) Schwellenländer fragen aufgrund gestiegenen Wohlstands mehr Schmuck nach.
b) Inflationsschutznachfrage hat zugenommen.
c) Unsicherheitsnachfrage an den Finanzmärkten hat zugenommen.

Die Angebotssituation:
a) Südafrika hat Probleme.
b) ZBs sitzen auf Unmengen von Gold.

auf sicht von 6-24 Monaten:
Wer an Decoupling glaubt, glaubt auch an weiter steigende Nachfrage aus den Schwellenländern. Ich glaube nicht daran.
Ich glaube auch nicht an weiter steigende Inflation, hab ich ja schon öfter dargelegt.
Die Unsicherheit wird innerhalb der nächsten Monate imho noch massiv zunehmen, also hier besteht noch Potential nach oben.

Auf der Angebotsseite kann ich schwer einschätzen, wie groß die Probleme in Südafrika sind. Die ZBs allerdings sitzen immer noch auf sehr hohen Goldreserven, die sie, wenn man den Gerüchten glaubt (permanent hat sowas ma gepostet) auch bereits in den Markt drücken.

Wenn man also folgendes Szenario für wahrscheinlich hält:
starke globale konjunkturelle Abkühlung
keine Hyperinflation

stellt sich die Frage, wann ist das höchste Maß an Unsicherheit erreicht. Dies wird imho dann der Fall sein, wenn der Höhepunkt bei den Bank-Verlusten erreicht ist, denn die Unsicherheit, die hier besteht, ist insbesondere eine Unsicherheit über das Fortbestehen des Finanzsystems und nicht eine generelle Angst vor einer Rezession. Sprich, wenn die Banken die Karten offen auf den Tisch gelegt haben wird imho die Unsicherheitsnachfrage sinken (Es sei denn, das Finanzsystem bricht dann wirklich zusammen, woran ich aber nicht glaube).

Also ist für mich das wahrscheinlichste Szenario für den Goldpreis eine weiter zumindest stabile Tendenz auf Sicht von 3-6M (bis die Banken reinen Tisch gemacht haben) und danach stark fallend. Wenn man sich dann noch die Alternativen anschaut, die sich im skizzierten Szenario anbieten, erscheint mir ein gepflegtes Short-Invest auf Aktien vielversprechender.
Antworten
Malko07:

A.L. (#16563): Eine Exportsubventionierung

9
05.02.08 10:43
mittels unterbewerteter Währung nutzt der Wirtschaft nicht. Fehlender Druck mindert die Kreativität und fördert die Faulheit. Das Ergebnis ist eine schlechte Produktivitätsentwicklung. Die über Jahrzehnte stabile Exportleistung der deutschen Industrie rührt u. a. auch von der stringenten Währungspolitik her. Länder wie z.B. Italien, die ihre Probleme immer wieder mittels schwacher Währung zu lösen versucht haben, kriegen heute keinen Fuß mehr auf den Boden.

Bezeichnend ist immer wieder, dass Firmen die seit Jahren mit ungelösten strukturellen Problemen und Missmanagement (wie z.B. auch Airbus) kämpfen, gerne externe Faktoren für ihren Misserfolg vorschieben.

Antworten
Dreistein:

Das hier ist der USA Bären-Thread

3
05.02.08 10:45
und nicht der Gold Bullen- oder Bären-Thread.

Die Argumente für und wider Goldinvestments sind nun hinreichend exakt dargelegt worden, ein großartiger Wissenszuwachs ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.


Nur sieht man hier den Wald von lauter Goldbarren nicht mehr.Daher würde ich mich wirklich freuen, wenn die Gold-Diskussionen nicht mehr hier, sondern in einem anderen oder gar eigenen Thread stattfinden würden. Vielen Dank.
Antworten
Casaubon:

Dreistein - extra für dich

7
05.02.08 10:57
weil heut noch immer Karneval ist ;-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))
Der USA Bären-Thread 146272
Antworten
Malko07:

#16566.- Nachtrag.

2
05.02.08 10:59
Seit Jahren versucht MAN den problematischen Druckmaschinenbereich los zu werden. Ist allerdings nicht so einfach.  Sie führt ihn deshalb seit 2005 als Gemeinschaftsunternehmen zusammen mit Allianz Capital Partners.
Antworten
louisaner:

Dann sollen sie den Druckmaschinenbereich...

7
05.02.08 11:43
doch an die amerikaner verkaufen. deren alten dollardruckmaschinen dürften ja bald heissgelaufen sein und dann brauchen sie dringend neue.
diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
Antworten
Anti Lemming:

Stimmt - und noch ein Tipp

10
05.02.08 12:20
Man sollte auf Farbhersteller setzen, die günstig grüne Druckfarbe nach USA liefern können.

Was das Papier betrifft, wäre bei den Dollarnoten ein Umstieg auf "biodegradable paper" angezeigt - d.h. auf ökologisch verträglich verwitternde Papiersorten. Dann fällt auch die Inflation nicht mehr so auf.

Der Schein ist das Sein, alles Sein ist Schein.
Der USA Bären-Thread 146275
Antworten
permanent:

Credit Crisis, Not Recession May Be Fed's Big Worr

5
05.02.08 12:54
Der USA Bären-Thread 3963733

Credit Crisis, Not Recession May Be Fed's Big WorryCREDIT CRUNCH, FEDERAL RESERVE, INTEREST RATE POLICY, BEN BERNANKEBy Albert BozzoSenior Features EditorCNBC.com| 04 Feb 2008 | 01:54 PM ET

The latest economic data has done little to settle the recession debate. But it has raised a bigger question: If the health of the economy is so murky, why has the Federal Reserve been so aggressive in cutting interest rates?

The old Wall Street saying that the Fed may know something we don’t probably applies here, but with a twist.

Like Wall Street, the Fed may be more worried about the growing threat from a credit crunch than a recession.

“I worry they know things I don't about the depth of the credit crisis and the balance sheet of companies,” says Josh Bivens, research economist at the Economic Policy Institute, reflecting a growing opinion.

The recent worries about the health of bond insurers--which reversed a stock market rally last Wednesday--show just is dangerous many people think the credit crisis could become.

“My guess is that the Fed has a sort of amorphous fear of recession snowballing and getting out of hand in an unconventional way,” adds Robert Brusca, chief economist at Fact And Opinion Economics. “The Fed decided not to risk that a weak housing market topped by a recession added to a weakened financial sector that could turn into an economic disaster.”

This might explain why Fed Chairman Ben Bernanke and company slashed interest rates three-quarters of a point a week before a regularly scheduled FOMC meeting and added another half-point cut point on Jan 30 -- having opted to lower rates a mere quarter of a point in early December.

 

It’s also why economists now say the Fed is poised to cut rates again – the current thinking is half a point off of 3 percent  -- if necessary before its next meeting in mid March.

Fed On The Case

It appears the Fed clearly signaled both its thinking and intentions in its Jan. 30 policy statement.

The first sentence of the statement makes the central bank’s priorities and concerns pretty clear.

“Financial markets remain under considerable and credit has tightened further for some businesses and households.  Moreover, recent information indicates a deepening of the housing contraction as well as some softening in labor markets.”

Prior to that, the Fed’s first words addressed the state of the economy and growth.

Secondly, the fed closed it statement by saying it “will act in a timely manner”, much as it did Jan. 22, explaining its surprise cut as global stock markets fell amid renewed worries about subprime losses.

“The focus is directly on the financial markets,” Bank of Tokyo-Mitsubishi Senior Financial economist Christopher Rupkey wrote of the statement shortly after its release. “The Fed has not cut rates more than 150 bps in any quarter during the last two recessions. They would only do this if the problem was more Wall Street than Main Street.”

That’s been a growing suspicion of late, particularly in light of Wall Street’s repeated cries for aggressive rate cutting. Those cries, which initially sounded self-centered and self-serving to those worried about Fed policy and moral hazard, are beginning to resonate in more quarters.

“I think it is right to say a lot of current anxiety and uncertainty is coming from Wall Street rather Main Street and it is not always that way,” says William Silber, an author, economist aand professsor NYU’s Stern School Of Business, who adds, “One of the problems with the subprime crisis is that it wasn't isolated. The risks were sprinkled across many institutions."

Trouble Spreads

So the credit crunch has not only rippled through Wall Street, it has bled into Main Street and the rest of real economy. 

In the financial sector, problems in the subprime mortgage sector have been seen in a host of derivative products related to securitized debt. Massive loan write downs and loan loss reserves are becoming commonplace, as seen in the fourth-quarter earnings or guidance of such big firms as Citgroup , Merrill Lynch and UBS , which purchased PaineWebber years ago.

Enormous losses at Countrywide Financial , now a fire sale property for Bank of America and a well-known Main Street partly because one of its units aggressively advertised high rates for certificate of deposits, has become a poster child of the boom-to-bust syndrome.

So Wall Street intersects with Main Street, after all, and that’s why concern is growing about the problem spreading just as support is growing for aggressive monetary policy.

Lower rates are an economic stimulus and work a lot faster than the fiscal package coming together in Washington.

“We need top get the yield curve to a point that banks want to lend money again,” says Scott Rothbort, president of Lakeview Asset Management and a professor at Seton Halls’ Stillman School of Business.

Rothbort is among those who say the Fed can cut rates to two and a half percent or lower, far from where the fed funds rate was last summer at 5.25 percent.

“I think the most important thing to our financial system – and our banking system -- is clean balance sheets. Clearly we had a breakdown and the Fed can rectify that,” he says.

Other economists say not so fast. In his Jan. 28 research note, Merrill Lynch's North American Economist David A. Rosenberg said aggressive easing, "is a postive for redressing debt-servicing charges but what the rate cuts will not do is trigger credit creation at a time when mountains of bad debt come to the surface in a capital-constrained banking sector."

Lending A Hand

Economists say the next installment of the Fed's quarterly installment of its " Senior Loan Officer Opinion Survey on Bank Lending Practices" may provide insights on the credit crunch and lending practices, which it may have been referring to it is FOMC statements.

 

Bivens among others says those same Fed’s rate cuts will help adjustable rate mortgages, credit card rates, auto loan rates and other consumer loans tied directly to the prime rate because they “filter down relatively quickly.”

Perhaps as quickly, as problems in the consumer sector percolate up. There’s a growing concern about a vicious circle involving falling home prices, tightening credit and declining consumer demand.

“The average consumer is already in a mode of behaving as if hard times are already here,” says Kenneth Goldstein, an economist at the Conference Board, adding that the thinking is, “If I don't have to do it now, I'm not going to do it now.”

Economists like Nouriel Roubini have concluded that the economy is already in a recession that probably started in December and is likely to stay that way for more than a year because “losses in the financial system are spreading from the subprime area.”

“The market reaction is signaling the Fed can't rescue the economy and severe credit and financial problems,” adds Roubini.

Others are more optimistic about the outcome but just as serious about the challenge the Fed is facing.

The Fed is “unsure about where the economy is headed and pretty determined to keep as many options open as possible,” says Bivens. “I'm worried enough I want everything but the kitchen sink thrown at it.”

© 2008 CNBC.com

URL: http://www.cnbc.com/id/22953731/

Antworten
louisaner:

Die Verleugnung eines Bärenmarktes

 
05.02.08 12:55

Quelle: Financial Times  www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/...arktes/312123.html

 

...sichtigt, liegt das Verhältnis der Aktienkurse zum nominalen BIP in den USA und Europa sogar heute noch um rund ein Drittel über dem Mittelwert seit 1970, in Japan knapp darunter. Aber sollten die Kurse in der derzeitigen Lage überdurchschnittlich hoch sein? An den geschätzten Gewinnen gemessen schon, obgleich die Margen in den USA und Japan bereits mächtig unter Druck stehen und auch in Europa die Zweifel an den Prognosen zunehmen. Doch selbst wenn man einmal von ...

diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
Antworten
Pate100:

obgicou

2
05.02.08 13:04
du hast zwei wichtige Punkte vergessen.
einmal die Nachfrage der ETF's. Die Goldbestände der ETF's sind mittlerweile
größer als die von vielen Ländern.

zweitens Goldrecylining von der privaten Seite. Momentan werden unmengen an
Gold von privater seite eingeschmolzen. Das kann/hat einen negativen Einluss
auf der Angebot/Nachfrage seite haben.

Außerdem ist der (schwache) Dollar ein ganz entscheidender Punkt.  
Antworten
obgicou:

@Pate100

2
05.02.08 13:28

wer kauft die ETFs und warum?

Dem Goldrecycling von privater Seite aufgrund des hohen Goldpreises steht eine durch den hohen Goldpreis ausgelöste höhere Nachfrage nach Schmuck ggü., da Gold wieder als Wertgegenstand wahrgenommen wird. Das stammt nicht von mir, sondern habe ich am Samstag im Deutschlandfunk gehört (war eine interessante Sendung zu Rohstoffen allgemein).

Auf einen fallenden (oder steigenden) Dollar kann ich auch direkt spekulieren, und muß nicht den Umweg über Gold nehmen.
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