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Hamburger Hafen Aktie

Aktie
WKN:  A0S848 ISIN:  DE000A0S8488 US-Symbol:  HHULF Branche:  Transportinfrastruktur Land:  Deutschland
22,80 €
+0,2 €
+0,88%
16.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,55 Mrd. €
Streubesitz
6,01%
KGV
53,58
Dividende
0,16 €
Dividendenrendite
0,71%
HHLA Hamburger Hafen und Logistik Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender europäischer Hafen- und Logistikdienstleister mit Fokus auf Containerumschlag, Transportlogistik und Infrastrukturservices entlang der nordeuropäischen Seehandelsrouten. Das Unternehmen fungiert als systemrelevanter Knotenpunkt für den Außenhandel Deutschlands und als zentrale Drehscheibe für den Güterverkehr zwischen Asien, Europa und Nord- sowie Osteuropa. HHLA kombiniert terminalnahe Dienstleistungen, intermodale Verkehre und digitale Logistiklösungen zu einer vertikal integrierten Wertschöpfungskette. Der Konzern ist an der Börse notiert, verfolgt jedoch eine strategische Partnerschaftsstruktur mit der Freien und Hansestadt Hamburg als dominierendem Ankeraktionär, was die langfristige Ausrichtung und die Einbettung in die Hafenstandortpolitik prägt.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von HHLA basiert auf der Bewirtschaftung von Containerterminals und logistiknahen Immobilien sowie auf intermodalen Transportketten auf Schiene und Straße. Im Kern agiert HHLA als Infrastrukturanbieter und operativer Betreiber von Seecontainerterminals im Hamburger Hafen und ausgewählten internationalen Standorten. Die Erlösquellen ergeben sich vor allem aus Umschlagentgelten, Lager- und Depotgebühren, Transportleistungen und ergänzenden logistischen Services. Das Unternehmen setzt auf kapitalintensive, langfristig nutzbare Anlagen und auf hohe Automatisierung, um Skaleneffekte zu heben und die Margen in einem strukturell kompetitiven Markt zu sichern. Die strategische Logik besteht darin, hohe Auslastung sensibler Asset-Basis mit stabilen, mehrjährigen Kundenbeziehungen zu kombinieren. Reedereien, Spediteure und Bahnoperateure zählen zu den Kernkunden, die ihre globalen Supply-Chains über die Infrastruktur der HHLA abwickeln.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von HHLA besteht darin, als leistungsstarkes, effizientes und nachhaltiges Logistikunternehmen die zuverlässige Abwicklung globaler Warenströme über den Standort Hamburg und weitere Häfen zu gewährleisten. Das Management positioniert HHLA als Innovationsführer im Bereich automatisierter Terminaltechnologie, integrierter Hinterlandlogistik und digitaler Plattformlösungen. Zentrale Leitgedanken sind Verlässlichkeit, Resilienz der Lieferketten, Umweltverträglichkeit sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hamburg. Strategisch fokussiert sich das Unternehmen auf drei Dimensionen: erstens die operative Effizienzsteigerung durch Automatisierung, Datenanalyse und Prozessstandardisierung, zweitens den Ausbau der intermodalen Netzwerke in Mittel- und Osteuropa sowie drittens die selektive internationale Expansion in attraktive Hafenstandorte mit wachsendem Containeraufkommen. Zusätzlich verfolgt HHLA eine Dekarbonisierungsstrategie, die auf Elektrifizierung der Umschlagtechnik, Einsatz alternativer Antriebe und Optimierung der Hafenlogistikprozesse abzielt.

Produkte und Dienstleistungen

HHLA bietet ein breites Spektrum an Hafen- und Logistikdienstleistungen entlang der gesamten Transportkette. Kernelemente sind:
  • Containerumschlag an seeschifftiefen Terminals mit hoher Automatisierung und leistungsfähiger Kran- sowie Lagertechnik
  • Intermodale Transportleistungen auf Schiene und Straße, insbesondere durch eigene Eisenbahnlogistikunternehmen und Shuttle-Züge zwischen Hafen und Hinterlandterminals
  • Depot-, Lager- und Containerreparaturservices sowie Leercontainerlogistik
  • Logistische Zusatzleistungen wie Stuffing und Stripping von Containern, Zollabfertigung und Dokumentenhandling
  • Immobilienmanagement für hafennahe Gewerbeflächen, Logistikimmobilien und Bürostandorte im Umfeld des Hafens
  • Digitale Lösungen für Terminalplanung, Slot-Management, Trucker-Applikationen und Supply-Chain-Visibility
Diese Produktpalette adressiert die Anforderungen großer Reedereialliancen, globaler Spediteure und Industrieunternehmen, die integrierte, zeitkritische und planbare Logistikketten benötigen.

Business Units und Segmentstruktur

Der Konzern ist in klar abgegrenzte Geschäftsbereiche strukturiert, die unterschiedliche Teile der logistischen Wertschöpfungskette abdecken. Im Zentrum steht der Bereich Container, der die operativen Terminalaktivitäten im Hamburger Hafen und an internationalen Standorten bündelt. Ein zweiter Kernbereich ist Intermodal, in dem die Bahn- und Straßentransporte sowie Inlandterminals zusammengefasst sind. Darüber hinaus verfügt HHLA über eine Einheit Logistik und Immobilien, in der logistiknahe Dienste, Consulting, Projektlogistik und die Entwicklung sowie Vermarktung von hafenaffinen Flächen gebündelt werden. Die Segmentlogik ermöglicht eine differenzierte Steuerung von kapitalintensiven Infrastrukturanlagen und wachstumsorientierten, servicebasierten Geschäftsmodellen. Synergien werden vor allem über abgestimmte Netzplanung, IT-Systeme und integrierte Kundenbeziehungen realisiert.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

HHLA verfügt über mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale. Der wichtigste Faktor ist die Rolle als führender Terminalbetreiber im Hamburger Hafen, einem der bedeutendsten Containerhäfen Nordeuropas. Die geografische Lage mit guter Anbindung an die deutschen und zentraleuropäischen Wirtschaftsregionen stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Hinzu kommt ein hoher Automatisierungsgrad an ausgewählten Terminals, der Produktivität und Kosteneffizienz unterstützt. Die Kombination aus Seehafenumschlag, eigenem Bahnnetzwerk und Hinterlandterminals schafft eine vertikal integrierte Logistikkette, die viele Wettbewerber in dieser Tiefe nicht bieten. Außerdem verfügt HHLA über langjährige, teils strategische Kundenbeziehungen zu globalen Reedereien, die in Allianzen organisiert sind und langfristige Volumenzusagen treffen. In Summe ergibt sich eine starke Wettbewerbsposition in der Nordrange der europäischen Containerhäfen, auch wenn diese durch die Expansion benachbarter Häfen kontinuierlich herausgefordert wird.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von HHLA sind hauptsächlich infrastruktureller und regulatorischer Natur. Der Betrieb von Containerterminals erfordert hohe Anfangsinvestitionen, komplexe Genehmigungsverfahren und langjährige Konzessionsvereinbarungen mit der Hafenbehörde. Diese Eintrittsbarrieren schützen etablierte Betreiber vor kurzfristigem Wettbewerb. Der physische Zugang zum seeschifftiefen Hafen, die Verfügbarkeit großer zusammenhängender Terminalflächen und die bestehende Gleis- und Straßeninfrastruktur sind nur begrenzt replizierbar. Weiterhin bilden langfristige Verträge mit Reedereien und Intermodalpartnern einen ökonomischen Moat, da ein Wechsel des Terminalstandorts im Linienverkehr operative Risiken erzeugt und im Allianzumfeld komplexe Neuplanungen erfordert. Drittens entsteht ein technologischer Burggraben durch proprietäre Terminal-Management-Systeme, Prozess-Know-how und datengetriebene Kapazitätsplanung, die nicht ohne Weiteres kopiert werden können. Schließlich wirkt die Eigentums- und Beteiligungsstruktur mit starker Einbindung der Stadt Hamburg stabilisierend und sichert dem Unternehmen eine privilegierte Stellung in der Hafenentwicklungsstrategie.

Wettbewerber und Marktumfeld

HHLA konkurriert im Kerngeschäft mit anderen Terminalbetreibern in der Nordrange und in osteuropäischen Häfen. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Konzerne und Hafenbetreiber, die in Häfen wie Bremerhaven, Wilhelmshaven, Rotterdam, Antwerpen-Brügge und Danzig aktiv sind. Im Segment Intermodal steht HHLA im Wettbewerb mit privaten Eisenbahnlogistikern, Bahnspeditionen großer Staatsbahnen und spezialisierten Intermodalanbietern. Zusätzlich entsteht Konkurrenz durch alternative Güterströme, etwa über südliche Häfen an der Adria oder Atlantikküste, die versuchen, Marktanteile in Mittel- und Osteuropa zu gewinnen. Der Wettbewerbsdruck zeigt sich vor allem in Preissensitivität großer Reedereialliancen, in der Verhandlungsmacht beim Abschluss langfristiger Terminalverträge und in der Notwendigkeit, kontinuierlich in leistungsfähige Umschlagtechnik, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung zu investieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management der HHLA verfolgt eine an Kontinuität, Risikomanagement und Standortstärkung orientierte Strategie. Die Unternehmensführung setzt auf eine ausbalancierte Kombination aus organischem Wachstum, gezielten Akquisitionen im intermodalen Bereich und selektiver Internationalisierung in aufstrebende Märkte mit attraktivem Containerwachstum. Corporate Governance-Strukturen folgen den in Deutschland etablierten Kodexempfehlungen für börsennotierte Gesellschaften, unter Berücksichtigung des Mehrheitsanteils der öffentlichen Hand. Dies führt zu einer starken Ausrichtung auf langfristige Interessen des Hafenstandortes und der regionalen Wirtschaft, während kurzfristige Renditeoptimierung weniger dominant ist. Im Zentrum der Strategie stehen die Optimierung der operativen Exzellenz an den Terminals, die Stärkung der Profitabilität im Bahn- und Logistikgeschäft sowie der sukzessive Ausbau digitaler Dienstleistungen und datenbasierter Geschäftsmodelle. Risikomanagement fokussiert sich auf Kapazitätsauslastung, Cybersecurity, regulatorische Entwicklungen und geopolitische Veränderungen im Welthandel.

Branche, Regionen und Markttrends

HHLA ist in der globalen Containerlogistik, der Hafenwirtschaft und der intermodalen Transportlogistik tätig. Diese Branchen sind stark zyklisch, kapitalintensiv und von internationalen Handelsströmen sowie geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt. Der Hamburger Hafen fungiert als zentrales Gateway für Im- und Exporte aus und nach Asien, Nordamerika und Skandinavien, mit diver­si­fi­zierter Güterstruktur. Gleichzeitig erschließen intermodale Verbindungen Märkte in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und weiteren Ländern Mittel- und Osteuropas. Wichtige Branchentrends sind die Konsolidierung in der Reedereiindustrie, die Bildung großer Allianzen, die Zunahme von Megacarriern und größeren Containerschiffen, der Trend zur Verlagerung von Verkehren auf die Schiene, die Digitalisierung logistischer Prozesse und der steigende regulatorische Druck in Richtung Dekarbonisierung. Regionale Infrastrukturprojekte, Fahrrinnenanpassungen und Hinterlandkorridore beeinflussen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Hamburg und damit der HHLA maßgeblich.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von HHLA reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück, als sich der Hamburger Hafen zu einem zentralen Handelsplatz des internationalen Seehandels entwickelte. Im Laufe der Industrialisierung wurden Lagerhäuser, Kaianlagen und Hafeninfrastruktur sukzessive ausgebaut und in kommunalen sowie später unternehmerischen Strukturen zusammengeführt. Mit dem Aufstieg des Containerverkehrs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine tiefgreifende Transformation von konventionellem Stückgutumschlag hin zu standardisierten Containern und automatisierten Umschlagprozessen. HHLA spielte eine Schlüsselrolle beim Aufbau und Betrieb der ersten Containerterminals in Hamburg und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Terminalbetreiber Europas. Die Teilprivatisierung und Börsennotierung der Gesellschaft im 21. Jahrhundert eröffneten neuen Zugang zu Eigenkapitalmärkten, während die Stadt Hamburg wesentliche Eigentumsanteile behielt. Seither hat HHLA ihr Geschäftsmodell schrittweise von einem vorwiegend lokal ausgerichteten Hafenbetreiber hin zu einem integrierten europäischen Logistikkonzern mit internationaler Präsenz weiterentwickelt.

Besonderheiten und Standortfaktoren

Eine zentrale Besonderheit der HHLA ist die enge Verflechtung mit der Stadt Hamburg und ihrer Hafenstrategie. Der Konzern agiert im Spannungsfeld zwischen kommunalen Standortinteressen, nationaler Infrastrukturpolitik, EU-Regulierung und globalem Wettbewerbsdruck. Dies führt zu einer besonderen Governance- und Interessenlage, die sich von rein privatwirtschaftlich dominierten Hafenbetreibern unterscheidet. Zudem zeichnet sich der Standort Hamburg durch tideabhängige nautische Rahmenbedingungen, begrenzte Flächenreserven und die Notwendigkeit kontinuierlicher Infrastrukturinvestitionen aus. HHLA reagiert darauf mit Flächenoptimierung, vertikaler Stapeltechnologie und leistungsfähigen Zufahrtswegen für Bahn und Lkw. Eine weitere Besonderheit ist die hohe Bedeutung von Umweltschutz und Stadtverträglichkeit. Lärmschutz, Emissionsreduktion, Landnutzungskonflikte und stadtentwicklungspolitische Zielsetzungen wirken direkt auf Planung und Betrieb der Terminals ein. Gleichzeitig nutzt HHLA diese Rahmenbedingungen, um sich als nachhaltiger Logistikpartner zu positionieren und Projekte im Bereich grüner Hafenlogistik voranzutreiben.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Investoren ergeben sich potenzielle Chancen insbesondere aus der Rolle der HHLA als kritische Infrastruktur für den deutschen Außenhandel und aus der stabilen Einbindung in die Hafen- und Standortpolitik der Stadt Hamburg. Die kapitalintensiven Assets weisen langfristige Nutzungsdauern auf und können bei ausreichender Auslastung relativ planbare Cashflows generieren. Zusätzliche Chancen bestehen im weiteren Ausbau des intermodalen Schienennetzes in Mittel- und Osteuropa, wo strukturelle Verlagerungseffekte von der Straße auf die Schiene erwartet werden. Die kontinuierliche Digitalisierung der Terminalprozesse und die Einführung datenbasierter Services können die operative Effizienz erhöhen und neue Ertragsquellen erschließen. Zudem bietet die anhaltende Globalisierung von Wertschöpfungsketten, trotz temporärer Rückschläge, weiterhin strukturelle Nachfrage nach leistungsfähigen Containerhäfen und Logistikknotenpunkten. Für langfristig orientierte Anleger kann die Kombination aus Infrastrukturcharakter, regionaler Verankerung und moderatem Wachstumspotenzial attraktiv erscheinen, sofern regulatorische und geopolitische Risiken beherrschbar bleiben.

Risiken und strukturelle Verwundbarkeiten

Dem stehen für sicherheitsorientierte Anleger allerdings gewichtige Risiken gegenüber. Die Ertragsentwicklung der HHLA hängt stark vom globalen Containerumschlag, der Konjunktur in Europa und den Volumina weniger großer Reedereialliancen ab. Konjunkturelle Abschwünge, Handelskonflikte, Sanktionen und geopolitische Spannungen können die Umschlagsmengen deutlich beeinträchtigen. Zudem besteht Standortkonkurrenz durch andere Nordrange-Häfen und alternative Verkehrsachsen, die im Zuge von Infrastrukturprojekten in Mittel- und Osteuropa an Bedeutung gewinnen. Auf der Kostenseite wirken steigende Energiepreise, Tariflohnentwicklungen und hohe Instandhaltungsaufwendungen für die Terminalanlagen belastend. Regulatorische Anforderungen im Umwelt- und Klimaschutz können weitere Investitionen erzwingen, ohne dass diese sich kurzfristig in höheren Entgelten refinanzieren lassen. Hinzu tritt das Risiko technologischer Disruption durch neue Logistikkonzepte, digital getriebene Plattformanbieter oder veränderte Produktionsketten, die etablierte Hafenstrukturen umgehen. Schließlich kann die besondere Aktionärsstruktur mit dominierendem öffentlichen Eigentümer zu Zielkonflikten zwischen standortpolitischen Interessen und den Renditeerwartungen privater Investoren führen. Konservative Anleger sollten diese Faktoren sorgfältig abwägen und sich der inhärenten Zyklik und Kapitalintensität des Geschäftsmodells bewusst sein, ohne daraus eine unmittelbare Anlageempfehlung abzuleiten.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 22,60 €
Gehandelte Stücke 797
Tagesvolumen Vortag 20.087,5 €
Tagestief 22,60 €
Tageshoch 22,90 €
52W-Tief 15,06 €
52W-Hoch 23,30 €
Jahrestief 21,20 €
Jahreshoch 23,30 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.598 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 147,52 €
Jahresüberschuss in Mio. 134,27 €
Umsatz je Aktie 16,33 €
Gewinn je Aktie 0,33 €
Gewinnrendite +17,63%
Umsatzrendite +2,03%
Return on Investment +4,09%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.730 €
KGV (Kurs/Gewinn) 53,58
KBV (Kurs/Buchwert) 2,27
KUV (Kurs/Umsatz) 1,08
Eigenkapitalrendite +4,27%
Eigenkapitalquote +23,18%

Derivate

Hebelprodukte (9)
Faktor-Zertifikate 9

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 1 Jahr
Stabilität der Dividende -0,53 (max 1,00)
Jährlicher -31,32% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs -17,89% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 22,1% (auf den Gewinn/FFO)
quote 100% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
04.07.2025 0,16 €
14.06.2024 0,080 €
16.06.2023 0,75 €
17.06.2022 0,75 €
11.06.2021 0,45 €
21.08.2020 0,70 €
19.06.2019 0,80 €
13.06.2018 0,67 €
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Termine

26.03.2026 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
31.03.2026 Quartalsmitteilung
13.05.2026 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
11.06.2026 Hauptversammlung
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 22,50 € +0,45%
22,40 € 16.01.26
Frankfurt 22,50 € 0 %
22,50 € 16.01.26
Hamburg 22,50 € 0 %
22,50 € 16.01.26
Hannover 22,50 € 0 %
22,50 € 16.01.26
München 22,60 € 0 %
22,60 € 16.01.26
Stuttgart 22,80 € +1,33%
22,50 € 16.01.26
Xetra 22,80 € +0,88%
22,60 € 16.01.26
L&S RT 22,80 € 0 %
22,80 € 17.01.26
Wien 22,80 € +0,88%
22,60 € 16.01.26
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 22,60 € 0 %
22,60 € 16.01.26
Quotrix 22,70 € +0,89%
22,50 € 16.01.26
Gettex 22,80 € +0,44%
22,70 € 16.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 22,80 18.190
15.01.26 22,60 20.088
14.01.26 22,50 163 T
13.01.26 22,70 140 T
12.01.26 22,40 83 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 22,50 € +1,33%
1 Monat 21,30 € +7,04%
6 Monate 18,70 € +21,93%
1 Jahr 18,00 € +26,67%
5 Jahre 18,08 € +26,11%

Unternehmensprofil HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG

Die HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender europäischer Hafen- und Logistikdienstleister mit Fokus auf Containerumschlag, Transportlogistik und Infrastrukturservices entlang der nordeuropäischen Seehandelsrouten. Das Unternehmen fungiert als systemrelevanter Knotenpunkt für den Außenhandel Deutschlands und als zentrale Drehscheibe für den Güterverkehr zwischen Asien, Europa und Nord- sowie Osteuropa. HHLA kombiniert terminalnahe Dienstleistungen, intermodale Verkehre und digitale Logistiklösungen zu einer vertikal integrierten Wertschöpfungskette. Der Konzern ist an der Börse notiert, verfolgt jedoch eine strategische Partnerschaftsstruktur mit der Freien und Hansestadt Hamburg als dominierendem Ankeraktionär, was die langfristige Ausrichtung und die Einbettung in die Hafenstandortpolitik prägt.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von HHLA basiert auf der Bewirtschaftung von Containerterminals und logistiknahen Immobilien sowie auf intermodalen Transportketten auf Schiene und Straße. Im Kern agiert HHLA als Infrastrukturanbieter und operativer Betreiber von Seecontainerterminals im Hamburger Hafen und ausgewählten internationalen Standorten. Die Erlösquellen ergeben sich vor allem aus Umschlagentgelten, Lager- und Depotgebühren, Transportleistungen und ergänzenden logistischen Services. Das Unternehmen setzt auf kapitalintensive, langfristig nutzbare Anlagen und auf hohe Automatisierung, um Skaleneffekte zu heben und die Margen in einem strukturell kompetitiven Markt zu sichern. Die strategische Logik besteht darin, hohe Auslastung sensibler Asset-Basis mit stabilen, mehrjährigen Kundenbeziehungen zu kombinieren. Reedereien, Spediteure und Bahnoperateure zählen zu den Kernkunden, die ihre globalen Supply-Chains über die Infrastruktur der HHLA abwickeln.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von HHLA besteht darin, als leistungsstarkes, effizientes und nachhaltiges Logistikunternehmen die zuverlässige Abwicklung globaler Warenströme über den Standort Hamburg und weitere Häfen zu gewährleisten. Das Management positioniert HHLA als Innovationsführer im Bereich automatisierter Terminaltechnologie, integrierter Hinterlandlogistik und digitaler Plattformlösungen. Zentrale Leitgedanken sind Verlässlichkeit, Resilienz der Lieferketten, Umweltverträglichkeit sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hamburg. Strategisch fokussiert sich das Unternehmen auf drei Dimensionen: erstens die operative Effizienzsteigerung durch Automatisierung, Datenanalyse und Prozessstandardisierung, zweitens den Ausbau der intermodalen Netzwerke in Mittel- und Osteuropa sowie drittens die selektive internationale Expansion in attraktive Hafenstandorte mit wachsendem Containeraufkommen. Zusätzlich verfolgt HHLA eine Dekarbonisierungsstrategie, die auf Elektrifizierung der Umschlagtechnik, Einsatz alternativer Antriebe und Optimierung der Hafenlogistikprozesse abzielt.

Produkte und Dienstleistungen

HHLA bietet ein breites Spektrum an Hafen- und Logistikdienstleistungen entlang der gesamten Transportkette. Kernelemente sind:
  • Containerumschlag an seeschifftiefen Terminals mit hoher Automatisierung und leistungsfähiger Kran- sowie Lagertechnik
  • Intermodale Transportleistungen auf Schiene und Straße, insbesondere durch eigene Eisenbahnlogistikunternehmen und Shuttle-Züge zwischen Hafen und Hinterlandterminals
  • Depot-, Lager- und Containerreparaturservices sowie Leercontainerlogistik
  • Logistische Zusatzleistungen wie Stuffing und Stripping von Containern, Zollabfertigung und Dokumentenhandling
  • Immobilienmanagement für hafennahe Gewerbeflächen, Logistikimmobilien und Bürostandorte im Umfeld des Hafens
  • Digitale Lösungen für Terminalplanung, Slot-Management, Trucker-Applikationen und Supply-Chain-Visibility
Diese Produktpalette adressiert die Anforderungen großer Reedereialliancen, globaler Spediteure und Industrieunternehmen, die integrierte, zeitkritische und planbare Logistikketten benötigen.

Business Units und Segmentstruktur

Der Konzern ist in klar abgegrenzte Geschäftsbereiche strukturiert, die unterschiedliche Teile der logistischen Wertschöpfungskette abdecken. Im Zentrum steht der Bereich Container, der die operativen Terminalaktivitäten im Hamburger Hafen und an internationalen Standorten bündelt. Ein zweiter Kernbereich ist Intermodal, in dem die Bahn- und Straßentransporte sowie Inlandterminals zusammengefasst sind. Darüber hinaus verfügt HHLA über eine Einheit Logistik und Immobilien, in der logistiknahe Dienste, Consulting, Projektlogistik und die Entwicklung sowie Vermarktung von hafenaffinen Flächen gebündelt werden. Die Segmentlogik ermöglicht eine differenzierte Steuerung von kapitalintensiven Infrastrukturanlagen und wachstumsorientierten, servicebasierten Geschäftsmodellen. Synergien werden vor allem über abgestimmte Netzplanung, IT-Systeme und integrierte Kundenbeziehungen realisiert.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

HHLA verfügt über mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale. Der wichtigste Faktor ist die Rolle als führender Terminalbetreiber im Hamburger Hafen, einem der bedeutendsten Containerhäfen Nordeuropas. Die geografische Lage mit guter Anbindung an die deutschen und zentraleuropäischen Wirtschaftsregionen stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Hinzu kommt ein hoher Automatisierungsgrad an ausgewählten Terminals, der Produktivität und Kosteneffizienz unterstützt. Die Kombination aus Seehafenumschlag, eigenem Bahnnetzwerk und Hinterlandterminals schafft eine vertikal integrierte Logistikkette, die viele Wettbewerber in dieser Tiefe nicht bieten. Außerdem verfügt HHLA über langjährige, teils strategische Kundenbeziehungen zu globalen Reedereien, die in Allianzen organisiert sind und langfristige Volumenzusagen treffen. In Summe ergibt sich eine starke Wettbewerbsposition in der Nordrange der europäischen Containerhäfen, auch wenn diese durch die Expansion benachbarter Häfen kontinuierlich herausgefordert wird.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von HHLA sind hauptsächlich infrastruktureller und regulatorischer Natur. Der Betrieb von Containerterminals erfordert hohe Anfangsinvestitionen, komplexe Genehmigungsverfahren und langjährige Konzessionsvereinbarungen mit der Hafenbehörde. Diese Eintrittsbarrieren schützen etablierte Betreiber vor kurzfristigem Wettbewerb. Der physische Zugang zum seeschifftiefen Hafen, die Verfügbarkeit großer zusammenhängender Terminalflächen und die bestehende Gleis- und Straßeninfrastruktur sind nur begrenzt replizierbar. Weiterhin bilden langfristige Verträge mit Reedereien und Intermodalpartnern einen ökonomischen Moat, da ein Wechsel des Terminalstandorts im Linienverkehr operative Risiken erzeugt und im Allianzumfeld komplexe Neuplanungen erfordert. Drittens entsteht ein technologischer Burggraben durch proprietäre Terminal-Management-Systeme, Prozess-Know-how und datengetriebene Kapazitätsplanung, die nicht ohne Weiteres kopiert werden können. Schließlich wirkt die Eigentums- und Beteiligungsstruktur mit starker Einbindung der Stadt Hamburg stabilisierend und sichert dem Unternehmen eine privilegierte Stellung in der Hafenentwicklungsstrategie.

Wettbewerber und Marktumfeld

HHLA konkurriert im Kerngeschäft mit anderen Terminalbetreibern in der Nordrange und in osteuropäischen Häfen. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Konzerne und Hafenbetreiber, die in Häfen wie Bremerhaven, Wilhelmshaven, Rotterdam, Antwerpen-Brügge und Danzig aktiv sind. Im Segment Intermodal steht HHLA im Wettbewerb mit privaten Eisenbahnlogistikern, Bahnspeditionen großer Staatsbahnen und spezialisierten Intermodalanbietern. Zusätzlich entsteht Konkurrenz durch alternative Güterströme, etwa über südliche Häfen an der Adria oder Atlantikküste, die versuchen, Marktanteile in Mittel- und Osteuropa zu gewinnen. Der Wettbewerbsdruck zeigt sich vor allem in Preissensitivität großer Reedereialliancen, in der Verhandlungsmacht beim Abschluss langfristiger Terminalverträge und in der Notwendigkeit, kontinuierlich in leistungsfähige Umschlagtechnik, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung zu investieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management der HHLA verfolgt eine an Kontinuität, Risikomanagement und Standortstärkung orientierte Strategie. Die Unternehmensführung setzt auf eine ausbalancierte Kombination aus organischem Wachstum, gezielten Akquisitionen im intermodalen Bereich und selektiver Internationalisierung in aufstrebende Märkte mit attraktivem Containerwachstum. Corporate Governance-Strukturen folgen den in Deutschland etablierten Kodexempfehlungen für börsennotierte Gesellschaften, unter Berücksichtigung des Mehrheitsanteils der öffentlichen Hand. Dies führt zu einer starken Ausrichtung auf langfristige Interessen des Hafenstandortes und der regionalen Wirtschaft, während kurzfristige Renditeoptimierung weniger dominant ist. Im Zentrum der Strategie stehen die Optimierung der operativen Exzellenz an den Terminals, die Stärkung der Profitabilität im Bahn- und Logistikgeschäft sowie der sukzessive Ausbau digitaler Dienstleistungen und datenbasierter Geschäftsmodelle. Risikomanagement fokussiert sich auf Kapazitätsauslastung, Cybersecurity, regulatorische Entwicklungen und geopolitische Veränderungen im Welthandel.

Branche, Regionen und Markttrends

HHLA ist in der globalen Containerlogistik, der Hafenwirtschaft und der intermodalen Transportlogistik tätig. Diese Branchen sind stark zyklisch, kapitalintensiv und von internationalen Handelsströmen sowie geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt. Der Hamburger Hafen fungiert als zentrales Gateway für Im- und Exporte aus und nach Asien, Nordamerika und Skandinavien, mit diver­si­fi­zierter Güterstruktur. Gleichzeitig erschließen intermodale Verbindungen Märkte in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und weiteren Ländern Mittel- und Osteuropas. Wichtige Branchentrends sind die Konsolidierung in der Reedereiindustrie, die Bildung großer Allianzen, die Zunahme von Megacarriern und größeren Containerschiffen, der Trend zur Verlagerung von Verkehren auf die Schiene, die Digitalisierung logistischer Prozesse und der steigende regulatorische Druck in Richtung Dekarbonisierung. Regionale Infrastrukturprojekte, Fahrrinnenanpassungen und Hinterlandkorridore beeinflussen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Hamburg und damit der HHLA maßgeblich.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von HHLA reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück, als sich der Hamburger Hafen zu einem zentralen Handelsplatz des internationalen Seehandels entwickelte. Im Laufe der Industrialisierung wurden Lagerhäuser, Kaianlagen und Hafeninfrastruktur sukzessive ausgebaut und in kommunalen sowie später unternehmerischen Strukturen zusammengeführt. Mit dem Aufstieg des Containerverkehrs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine tiefgreifende Transformation von konventionellem Stückgutumschlag hin zu standardisierten Containern und automatisierten Umschlagprozessen. HHLA spielte eine Schlüsselrolle beim Aufbau und Betrieb der ersten Containerterminals in Hamburg und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Terminalbetreiber Europas. Die Teilprivatisierung und Börsennotierung der Gesellschaft im 21. Jahrhundert eröffneten neuen Zugang zu Eigenkapitalmärkten, während die Stadt Hamburg wesentliche Eigentumsanteile behielt. Seither hat HHLA ihr Geschäftsmodell schrittweise von einem vorwiegend lokal ausgerichteten Hafenbetreiber hin zu einem integrierten europäischen Logistikkonzern mit internationaler Präsenz weiterentwickelt.

Besonderheiten und Standortfaktoren

Eine zentrale Besonderheit der HHLA ist die enge Verflechtung mit der Stadt Hamburg und ihrer Hafenstrategie. Der Konzern agiert im Spannungsfeld zwischen kommunalen Standortinteressen, nationaler Infrastrukturpolitik, EU-Regulierung und globalem Wettbewerbsdruck. Dies führt zu einer besonderen Governance- und Interessenlage, die sich von rein privatwirtschaftlich dominierten Hafenbetreibern unterscheidet. Zudem zeichnet sich der Standort Hamburg durch tideabhängige nautische Rahmenbedingungen, begrenzte Flächenreserven und die Notwendigkeit kontinuierlicher Infrastrukturinvestitionen aus. HHLA reagiert darauf mit Flächenoptimierung, vertikaler Stapeltechnologie und leistungsfähigen Zufahrtswegen für Bahn und Lkw. Eine weitere Besonderheit ist die hohe Bedeutung von Umweltschutz und Stadtverträglichkeit. Lärmschutz, Emissionsreduktion, Landnutzungskonflikte und stadtentwicklungspolitische Zielsetzungen wirken direkt auf Planung und Betrieb der Terminals ein. Gleichzeitig nutzt HHLA diese Rahmenbedingungen, um sich als nachhaltiger Logistikpartner zu positionieren und Projekte im Bereich grüner Hafenlogistik voranzutreiben.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Investoren ergeben sich potenzielle Chancen insbesondere aus der Rolle der HHLA als kritische Infrastruktur für den deutschen Außenhandel und aus der stabilen Einbindung in die Hafen- und Standortpolitik der Stadt Hamburg. Die kapitalintensiven Assets weisen langfristige Nutzungsdauern auf und können bei ausreichender Auslastung relativ planbare Cashflows generieren. Zusätzliche Chancen bestehen im weiteren Ausbau des intermodalen Schienennetzes in Mittel- und Osteuropa, wo strukturelle Verlagerungseffekte von der Straße auf die Schiene erwartet werden. Die kontinuierliche Digitalisierung der Terminalprozesse und die Einführung datenbasierter Services können die operative Effizienz erhöhen und neue Ertragsquellen erschließen. Zudem bietet die anhaltende Globalisierung von Wertschöpfungsketten, trotz temporärer Rückschläge, weiterhin strukturelle Nachfrage nach leistungsfähigen Containerhäfen und Logistikknotenpunkten. Für langfristig orientierte Anleger kann die Kombination aus Infrastrukturcharakter, regionaler Verankerung und moderatem Wachstumspotenzial attraktiv erscheinen, sofern regulatorische und geopolitische Risiken beherrschbar bleiben.

Risiken und strukturelle Verwundbarkeiten

Dem stehen für sicherheitsorientierte Anleger allerdings gewichtige Risiken gegenüber. Die Ertragsentwicklung der HHLA hängt stark vom globalen Containerumschlag, der Konjunktur in Europa und den Volumina weniger großer Reedereialliancen ab. Konjunkturelle Abschwünge, Handelskonflikte, Sanktionen und geopolitische Spannungen können die Umschlagsmengen deutlich beeinträchtigen. Zudem besteht Standortkonkurrenz durch andere Nordrange-Häfen und alternative Verkehrsachsen, die im Zuge von Infrastrukturprojekten in Mittel- und Osteuropa an Bedeutung gewinnen. Auf der Kostenseite wirken steigende Energiepreise, Tariflohnentwicklungen und hohe Instandhaltungsaufwendungen für die Terminalanlagen belastend. Regulatorische Anforderungen im Umwelt- und Klimaschutz können weitere Investitionen erzwingen, ohne dass diese sich kurzfristig in höheren Entgelten refinanzieren lassen. Hinzu tritt das Risiko technologischer Disruption durch neue Logistikkonzepte, digital getriebene Plattformanbieter oder veränderte Produktionsketten, die etablierte Hafenstrukturen umgehen. Schließlich kann die besondere Aktionärsstruktur mit dominierendem öffentlichen Eigentümer zu Zielkonflikten zwischen standortpolitischen Interessen und den Renditeerwartungen privater Investoren führen. Konservative Anleger sollten diese Faktoren sorgfältig abwägen und sich der inhärenten Zyklik und Kapitalintensität des Geschäftsmodells bewusst sein, ohne daraus eine unmittelbare Anlageempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,55 Mrd. €
Aktienanzahl 72,51 Mio.
Streubesitz 6,01%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Transportinfrastruktur
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+93,99% Weitere
+6,01% Streubesitz

Community-Beiträge zu HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG

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Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Am 5. Januar 2026 hat die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE ein Squeeze‑out‑Verlangen gegenüber dem HHLA‑Vorstand mitgeteilt, woraufhin die Aktie sprungartig anzog und in der Diskussion Skepsis gegenüber der Angemessenheit einer Barabfindung für Minderheitsaktionäre — insbesondere der Belegschaftsaktionäre — sowie Kritik an möglichen taktischen Maßnahmen wie Dividendenkürzungen zur Kursdrückung und an der Rolle von Stadt und Politik geäußert wurde.
  • Bereits zuvor gab es auf der Hauptversammlung und in Foren Kontroversen über Vorstand und Aufsichtsrat (insbesondere Prof. Dr. Rüdiger Grube) sowie Unmut über hohe Vorstandsabfindungen (z. B. Titzrath) im Vergleich zu eingesparten Ausschüttungen; Anleger weisen auf rechtliche Wege (Spruchverfahren) zur Überprüfung der Abfindung hin und beklagen Unklarheiten bei der Abwicklung und Auszahlung von Angebotsannahmen.
  • Parallel prägen die Zustimmung von Behörden zum MSC‑Einstieg, das Ziel, über 95 % zu gelangen, Unternehmenskennzahlen und Dividendenvorschläge die Marktreaktionen, sodass Diskussionen darüber bestehen, ob Anleger bis zum Abschluss einer Übernahmeposition gehalten werden sollten.
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Homeopath
Das eine ist der Wunsch oder Versuch,
das andere ist "der Markt" bzw. "die Reaktion". Und andersherum weiß man ja nicht, was bei "Dividende 0,19€" oder so passiert wäre. Jedenfalls war die HV gestern ein schlimmes Schmierentheater. Der in der Meldung unten genannte Dr. Unrau war noch einer der gemäßigten Aktionärsvertreter. Der Hr. Grube hat keine besonders glückliche Figur abgegeben (auch wenn er selbst das evtl. ganz anders sehen mag) und mit Pech kriegen die besonders lauten Stimmen von gestern auch einen Hebel gegen ihn, weil er wirklich zuviele Mandate ausübt (aber ich bin kein Jurist oder gelernter Erbsenzähler). https://www.gmx.net/magazine/regio/hamburg/zoff-hauptversammlung-hafenlogistikers-hhla-41144270 und https://hhla.de/unternehmen/management/aufsichtsrat/mitglieder/prof-dr-ruediger-grube Bei einem Squeeze Out bin/wäre ich auf den Unternehmenswert gespannt - und auf den Aufstand der (einst) 2.431 Belegschaftsaktionäre. Einen Dividendanabschlag scheint es jedenfalls heute nicht zu geben ;-) HHLA Aktie 19,10 EUR +0,15 EUR +0,79 % 13:49:34 XETRA
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Vermeer
Zum Beispiel
würd ich nicht für 16-Komma meine Anteile weggeben. Früher haben wir das Ding bei 20 gehandelt und hatten immer noch eine gute Dividendenrendite dabei. Ja früher. Natürlich hielt auch ich die Aussichten zuletzt für etwas trübe.
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Vermeer
Jetzt weitere Details
Es gebe schon einen Vorvertrag (Spiegel online 10:16 Uhr: https://www.spiegel.de/wirtschaft/msc-und-hhla-groesste-container-reederei-der-welt-will-bei-hamburger-hafengesellschaft-einsteigen-a-35451f42-0381-41de-a2ec-74f42f82de87 ). Danach soll eine Kooperation entstehen, bei der die Stadt Hamburg 50,1 und MSC 49,9 % halten. Fragt sich nur, wie sie 49,9 zusammenkriegen wollen, das ist doch ziemlich viel. Deswegen haben wir kurz nach 10:15 auch nochmal einen Kaufschub gesehen...
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Zappelphillip
Und die zweite Frage, was machen die Leerverkäufe
Haben Sie Ihre Positionen bereits geschlossen?
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Zappelphillip
Hm, da kommt plötzlich MSC aus dem Gebüsch.
Kühne und Hapag Loyd sind aber auch noch da. Kommt da noch was von dieser Seite?
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Häufig gestellte Fragen zur Hamburger Hafen Aktie und zum Hamburger Hafen Kurs

Der aktuelle Kurs der Hamburger Hafen Aktie liegt bei 22,80 €.

Für 1.000€ kann man sich 43,86 Hamburger Hafen Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Hamburger Hafen Aktie lautet HHULF.

Die 1 Monats-Performance der Hamburger Hafen Aktie beträgt aktuell 7,04%.

Die 1 Jahres-Performance der Hamburger Hafen Aktie beträgt aktuell 26,67%.

Der Aktienkurs der Hamburger Hafen Aktie liegt aktuell bei 22,80 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 7,04% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Hamburger Hafen eine Wertentwicklung von 6,54% aus und über 6 Monate sind es 21,93%.

Das 52-Wochen-Hoch der Hamburger Hafen Aktie liegt bei 23,30 €.

Das 52-Wochen-Tief der Hamburger Hafen Aktie liegt bei 15,06 €.

Das Allzeithoch von Hamburger Hafen liegt bei 66,17 €.

Das Allzeittief von Hamburger Hafen liegt bei 9,38 €.

Die Volatilität der Hamburger Hafen Aktie liegt derzeit bei 33,98%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Hamburger Hafen in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,55 Mrd. €

Insgesamt sind 97,9 Mio Hamburger Hafen Aktien im Umlauf.

Am 21.08.2020 gab es einen Split im Verhältnis 31:32.

Am 21.08.2020 gab es einen Split im Verhältnis 31:32.

Hamburger Hafen hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Hamburger Hafen gehört zum Sektor Transportinfrastruktur.

Das KGV der Hamburger Hafen Aktie beträgt 53,58.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Hamburger Hafen betrug 1.598.270.000 €.

Die nächsten Termine von Hamburger Hafen sind:
  • 26.03.2026 - Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 13.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
  • 11.06.2026 - Hauptversammlung
  • 13.08.2026 - Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
  • 12.11.2026 - Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q3)

Ja, Hamburger Hafen zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 04.07.2025 eine Dividende in Höhe von 0,16 € gezahlt.

Zuletzt hat Hamburger Hafen am 04.07.2025 eine Dividende in Höhe von 0,16 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,71%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Hamburger Hafen wurde am 04.07.2025 in Höhe von 0,16 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,71%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 04.07.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,16 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.