Du beziehst Dich mit Deinem Posting
"stell dir mal vor maus es gibt sogar leute die bei dieser hitze richtig arbeiten müssen, und nicht nur in (oftmals sinnlosen) sitzungen rumsitzen :-). hoffe du weißt, dass all die leute die da drin saßen ein kostenfaktor für die firma sind."
sicher darauf:
2009 hatte Sunwin noch ca. 429 Mitarbeiter. Heute sind es ungefähr 203 Mitarbeiter.
(Angaben wurden ohne Gewähr von den Nachbarn gepostet)
Meine Einschätzung zur Mitarbeiterentwicklung ist nach wie vor: Von 429 Mitarbeiter auf 203, das ist positiv zu werten. Bei gleichzeitigem Ausbau der Kapazitäten von 300 Tonnen auf 1600 Tonnen. Mitarbeiter sind ein wesentlicher Kostenfaktor. Und diesen Kostenfaktor konnte man mehr als halbieren. Naja, alleine betrachtet keine Leistung. Aber: man hat den möglichen Output mehr als verfünffacht. OK, man müsste v.a. auch die effektiv produzierten Mengen vergleichen. Da stehen wir ganz sicher nicht beim Faktor 5. Trotzdem produzieren wir heute deutlich über 300 Tonnen - mit der halben Belegschaft. Das nenne ich mal eine Steigerung der Effizienz! Nicht unwesentlich werden dabei wohl die neuen Produktionsanlagen sein. Und da gehe ich dann eben auch davon aus, dass bei einer weiteren Verdopplung des Outputs nicht eine Verdopplung des Personals vonnöten sein wird.
Du hast das als zynisch eingestuft. Das kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen. Nicht ansatzweise. Ein Wirtschaftsunternehmen ist keine "Wohltätigkeitsveranstaltung". Nicht falsch verstehen: ich bin weiss Gott nicht der Meinung, dass eine Firma keine Soziale Verantwortung hat, und Mitarbeiter sollten wo immer möglich eingestellt und nicht entlassen werden. Aber: diese Mitarbeiter müssen einfach notwendig und produktiv sein. Bei Sunwin war's offensichtlich so, dass die Vet.-Sparte sehr personalintensiv war - und dies fiel weg. Zudem scheinen die neuen Produktionsanlagen deutlich weniger personalintensiv zu sein. Und auch hier sind offensichtlich Arbeitsplätze weggefallen. Für jeden Einzelnen ist das maximal doof. Aber: hätte Sunwin diese 226 Mitarbeiter einfach so weiter behalten sollen? Täglich in eine sinnlose Sitzung setzen sollen? Weil: für den Produktionsprozess braucht man sie nicht. Und natürlich weiter bezahlen sollen?
Ein Wirtschaftsunternehmen muss sich selbst in China gegen die Konkurrenz durchsetzen. Und ein ganz wesentlicher Faktor ist da die Produktivität. Und wenn Sunwin es da geschafft hat, die Produktivität deutlich zu steigern, dann ist das ein ganz wesentlicher und unerlässlicher Faktor, um auf dem globalen Markt zu überleben und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Selbst die Caritas würde sehr schnell Insolvenz anmelden müssen, wenn sie zu viel und zu teures Personal anstellen würde. Auch das ist nicht immer toll, aber auch das ist halt so.