Wenn ein Insider - beispielsweise ein CEO - Aktien der eigenen Firma handelt, hätte er dann wissen müssen, dass dieser Handel - egal ob kauf oder verkauf - öffentlich gemeldet werden muss, um allen Marktteilnehmern die Möglichkeit zu geben dies in seine Investmentenscheigung einfliessen zu lassen?
Kann der Insider dann - erst recht über mehrere solcher käufe und verkäufe - das NICHT Veröffentlichen dieser Käufe und Verkäufe übersehen oder wäre es sogar seine Pflicht gewesen, sicherzustellen, dass die dazugehörige Meldung am Kapitalmarkt auch ankommt.
Wenn so etwas von der Bank nicht gemeldet oder weitergeleitet wird, müsste dann DIESE sich nicht zu dem Fehler öffentlich bekennen und die Schuld, samt der Konsequenzen und Schadenersatzansprüche auf sich nehmen? Gibt es dafür vielleicht sogar eine Vermögensschadenshaftpflicht, die diese Bank haben muss?
Wäre im übrigen eine D&O Versicherung des CEOs an dieser Stelle eine Absicherung für diesen?
Wäre es nicht nun nachträglich notwendig zu jedem einzelnen Kauf oder und Verkauf rückwirkend zu klären, ob diese innerhalb oder außerhalb vor ggf. "verbotenen" Zeitfenstern stattgefunden haben?
Ich denke hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.
Stellungnahmen würde ich mir von Werner Landtahler hierzu erwarten aber genauso und noch wichtiger von der in diesem Fall NICHT ausführenden Bank. Welche zwar die Käufe und Verkäufe, nicht aber die Meldungen hierzu sichergestellt und ausgeführt hat.
Woran es genau gehakt und gelegen hat und ob die Zeitfenster hinschtlich der einzelnen Käufe und Verkäufe legitim waren, wird noch sehr spannend zu klären.
Die erheblichen Stressfaktoren der letzten Jahre möchte ich nicht abstreiten. Aber ich befürchte selbst ohne diese wäre ein Rücktritt - auf Grund des wiederholten unzureichenden Verhaltens hinsichtlich Käufen und Verkäufen - nicht zu verhindern gewesen.
Interessant ist es, welche "radikalen" politischen Wege Werner Landthaler nun gehen wird.
"....... um mich in Themen, die sich auf radikale technologische und politische Veränderungen konzentrieren, weiterzubilden.“
Quelle: www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=174229