Am Wochenende war ich beruflich unterwegs und hatte Zeit, mir Gedanken über die (meine) Postaktie zu machen. Das Vertrauen in die positiven Entwicklungen (Kurs und Dividende) ist vorhanden und es ist noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzugekommen, der noch keine Erwähnung gefunden hat.
Um zu verstehen, worum es geht, möchte ich vorab eine Rahmenbedingung darstellen:
Der Erfolg der Post im PEP-Bereich ist den deutlich gewachsenen Online-Bestellungen geschuldet. Im Kern ist der Erfolg aus dem geänderten Verbraucherverhalten beim Einkauf entstanden. Immer mehr Menschen kaufen aus verschiedenen Gründen (z.B. mehr Preis-Transparenz und weniger Stress bei der Parkplatzsuche in der Stadt) ihre Artikel über entsprechende Online-Anbieter. Insbesondere der Post mit ihrer ausgefeilten Logistik werden immer mehr Pakete zum Versand anvertraut. Wir reden hier von mehr als 10 Millionen Paketen täglich in Spitzenzeiten!
Die Umsatz- und Absatzzuwächse in den vergangenen Jahren waren locker im dreistelligen Millionenbereich und es ist noch kein Ende der Zunahmen in der Zukunft abzusehen. Ich hatte mich gefragt, was müssen andere Unternehmen (z.B. Adidas und Daimler) an Vertriebskosten für Werbung und Marketing aufbringen, nur um zusätzlichen Umsatz für ein neues Produkt zu generieren. Natürlich ist die Post in entsprechenden Medien teils indirekt (z.B. die äußerst erfolgreichen Bobfahrer) vertreten. Es gibt aber in der Primetime und anderen Formaten keine oder kaum kostenträchtige Werbung. Warum auch, für geändertes Verbraucherverhalten brauche ich nicht zu werben, die Verbraucher und Großversender wissen auch so, dass sie sich auf die Post verlassen können.
Die Botschaft ist, dass für deutlich mehr Umsatz und Absatz der Post nicht extrem viel kostenträchtige Werbung gemacht werden musste und hier sehe ich einen Vorteil, der sich mittelfristig kaum ändern sollte.
Beste Grüße Flanke