Es gibt als Staat 2 Möglichkeiten unter der Bevölkerung einen gewissen und vor allem dauerhaften!! Wohlstand zu schaffen.
1) Die Menschen im Land sind in der Lage industrielle Produkte in nennenswertem Umfang zu konstruieren und zu produzieren. In Griechenland nicht der Fall.
2) Wenn Möglichkeit 1 nicht umsetzbar ist, so muss ein Land sich als verlängerte Werkbank der führenden Industrienationen interessant machen. Das heißt vor allem ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen. Dazu gehört in erster Linie eine Bürokratie die dafür sorgt dass sich Investoren in kürzester Zeit niederlassen können.
Beispiel Automobilindustrie:
Hängt man eine Karte von Europa an die Wand und steckt in jedes Land in dem Autos produziert werden ein Fähnchen, so stellt man am Ende fest dass fast in jedem Land ein Fähnchen steckt.
Aber nicht in Griechenland. Weil da sich den Investoren nicht Hände entgegenstrecken um ihn Willkommen zu heißen und ihn bei einer möglichen Niederlassung so weit wie möglich entgegenzukommen, sondern um Schmiergelder zu empfangen. Und selbst dann würde es nicht funktionieren, weil hinter dem Geschmierten schon der nächste die Hand aufhält, usw.
Hat man ja vor einiger Zeit gesehen als der Rössler mit einer riesigen Delegation deutscher Unternehmer nach Griechenland gereist ist, um zu eruieren wie sich die deutsche Wirtschaft einbringen kann um da was zu bewegen. Natürlich auch um Geld zu verdienen, das ist ja immer das oberste Interesse des Investors/Fabrikanten. Winwin sozusagen. Der Investor kann seinen Gewinn steigern und in einem Land in dem nicht viel geht, gibt es dadurch Arbeitsplätze.
Fakt war dass die deutsche Delegation nach ein paar Tagen völlig ge-/entnervt das Handtuch geschmissen hat, weil klar ersichtlich war dass bei den Griechen ohne Schmierung absolut nichts läuft.
So, und da will also ein Land wie Griechenland doppelt so hohe Renten zahlen wie der slowakische Arbeiter in der Automobilzulieferer an Lohn bekommt. Das passt doch hinten und vorne nicht. Kein Wunder dass sich (lt. meinem Informationsstand) die slowakische Führung vor einiger Zeit strikt geweigert hat sich an den Rettungsmassnahmen für Griechenland zu beteiligen (mit der berechtigten Begründung dass sie nicht das Geld ihrer Arbeiter dafür verwenden kann um den griechischen Staat es zu ermöglichen seinen Rentnern - die ja oft schon Jahre tot sind, Kopfschüttel - das Doppelte zahlen zu können). Da hört man ja recht wenig davon, wird schön unter den Teppich gekehrt. Könnte ja Nachahmer finden.
Aber die griechische Unfähigkeit wirtschaftlich was auf die Beine zu stellen, ist ja noch nicht mal das Schlimmste. Das größte Übel ist dass es kein funktionierendes System zur Steuereintreibung gibt.
Mein persönliches Fazit:
Wenn z.B. Staaten wie Kenia oder Marokko auf europäischen Gebiet liegen würden, hätten die bessere Voraussetzungen in den Euro aufgenommen zu werden (und auch darin verbleiben zu können) als Griechenland.
Darum das griechische Kapitel beenden. War ein Fehler. So what? Jeder macht mal Fehler. Und die Börse wird - wenn überhaupt - nur kurze Zeit durchgeschüttelt werden.
Finde auch witzig dass nun die Amis so engagiert sind GR im Euro zu behalten. Die Goldmännchen haben ja durch die div. Tricksereien es überhaupt möglich gemacht dass sich GR die Aufnahmekriterien ermogeln konnte. Kommt mir so vor als ob die Amis nicht wollen dass nun der Sand im europäischen Getriebe abgelassen wird.