Ich möchte mal an dieser Stelle kurz meinen Senf dazugeben bzw. meinen Standpunkt erläutern.
Zum einen vertrete ich auch den Standpunkt, dass in der EU eine gewisse Solidarität notwendig ist, um aus diesem ganzen Schlamassel wieder heraus zu kommen. Aber, diese Solidarität muss Grenzen haben. Und diese Grenzen müssen meiner Ansicht nach in der EU endlich mal (neu) gezogen und allen Ländern klar gemacht werden.
Soll u.a. heißen, Länder, die im Euro eigentlich nichts verloren haben (weil durch wissentlich gefälschte Statistiken erst aufgenommen), wie eindeutig Griechenland, soll ein Szenario ermöglicht werden, aus der Währungsunion austreten zu können. Dabei sollte seitens der EU Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden und ein solches Konzept auch gemeinsam erarbeitet werden. Quantitativ sind in der EU genug Sesselfurzer unterwegs, nur ob deren Qualifizierung dafür reicht, zweifele ich sehr stark an.
Zum anderen dürfen keine neuen Mitglieder in die EU bzw. in die Währungsunion aufgenommen werden, bis die gegenwärtigen Probleme behoben sind. Hier liegt meiner Ansicht nach auch einer der wesentlichen Gründe, die die ganzen derzeitigen Probleme verursacht haben. Die Expansion der EU und des Euroraumes sind in der Vergangenheit eindeutig zu schnell vorangeschritten, ohne dass sich konkret mit den daraus möglicherweise entstehenden Konsequenzen auseinander zu setzen. Und wer die Schuld daran trägt, sollte jedem Klar sein, nämlich die Einheitsparteien.
Und gerade diese Einheitsparteien sind u.a. Mitschuld daran, dass die EU nicht demokratisch legitimiert ist, Gesetze und Verordnungen zu erlassen, die uns alle betreffen, wir aber diesbezüglich nicht frei entscheiden dürfen. Dieser gewaltige Geldvernichtungsapparat gehört auf ein absolutes Minimum geschrumpft! Zudem muss der Einfluss der Lobbyisten komplett untersagt werden. Hier mag ich wahrscheinlich ein wenig "naiv" sein, dass dies möglich ist. Aber so wie es sich derzeit auf EU-Ebene darstellt (Saatgutvereinheitlichung, Öl-Kannenverbot Im Restaurant, Wasserprivatisierung und und und), ist es einfach nicht länger hinnehmbar. Und wem haben wir dies zu verdanken? Den Einheitsparteien.
Diesen Einheitsparteien haben wir es auch zu danken, dass der Einfluss Deutschlands innerhalb der EU von Jahr zu Jahr weniger geworden ist. Wie viele Posten in hochrangigen Entscheidungsgremien sind denn noch durch Vertreter aus der BRD besetzt? Diese Frage stelle ich nicht, weil ich großdeutsche Allmachtsphantasien hege, sondern weil Deutschland
1. das größte (bevölkerungsreichste) Land innerhalb der EU ist
2. der größte Beitragszahler ist
3. der wirtschaftlich stärkste Mitgliedsstaat ist
usw.
Ich möchte hier klarstellen, dass ich die EU oder den Euro nicht abgeschafft haben möchte, aber beide Konstrukte bedürfen einer vollkommen neuen Organisation und Struktur. Es kann nicht sein, dass jedes Mitglied das gleiche Stimmrecht hat, es kann nicht sein, dass in einer Union, in der Solidarität von allen gefordert wird, diese Solidarität dergestalt eingefordert und verlangt wird, dass Deutschland ALLEINE allen helfen soll, ohne dabei Gegenleistungen bzw. Anforderungen stellen zu dürfen! Und es kann nicht sein, dass dieser "Solidarpartner" aus allen Ecken defamiert wird. Wo sind wir denn? Und allein die 3 zuvor genannten Punkte sollten eigentlich Grund genug dafür sein, dass der Einfluss der BRD in der EU weit größer sein müsste als er sich derzeit darstellt. Und wir können noch soviel über unsere nationale Politik schimpfen, in wirtschaftlicher Sicht war diese in der Vergangenheit vorwiegend positiv. Nur haben diese werten Volkszertreter Deutschland innerhalb der EU nicht stark genug eingebunden und sich zu sehr dem Geschwafel und Phantasien der anderen EU-Länder gebeugt...
Die EU muss zudem endlich einsehen, dass ein Gleichschalten der ganzen verschiedenen Nationalitäten nicht funktioniert. Es ist kein Klischee, sondern Tatsache, dass jede Nation ihre Eigenheiten hat. Und bisher gibt es keine, die diese wirklich ablegen wollte. Die Franzosen z.B. halten sich immer noch für die Grand Nation obwohl der Zug schon lange abgefahren ist.
Es gibt noch viele andere Dinge die ich gerne geschrieben oder ausführlicher darstellen würde, aber dann wäre ich wahrscheinlich noch in einer Stunde am schreiben...
Und aus diesem Grunde muss dem Ganzen Einhalt geboten werden. Ob dies nun über die AfD oder Demonstrationen und Proteste ist im Grunde egal. Aber es muss sich etwas ändern. Und von daher gibt es nur eine Alternative.