www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...bringen-a-854001.html
Schaut her, das habe ich mehrmals im letzten Jahr gesagt: Wir haben auf Grund von Peak-Resources ein Nullwachstum sogar eher Minuswachstum(real), daher deflationäres Umfeld. Um die untragbaren Konsequenzen einer Deflation zu vermeiden wird man inflationieren bis sich die Balken biegen. In welchem Umfeld, Deflation oder Inflation, Edelmetalle besser performen hängt m.E. nicht in erster Linie von diesen zwei Begriffen ab sondern davon wie hoch das aggregierte Zinsen/Risiko Verhältnis ist. Heute gibt es keinen Zins ohne Risiko mehr aber viel Risiko ohne Zins! Das ist die finanztechnische Übersetzung vom globalen Minuswachstum das wir anfangen zu bekommen. Genau so wie in einer Deflation Wirtschaftskraft durch Pleiten zerstört wird und dadurch die insgesamt kaufbare Menge an Gütern und Dienstleistungen auf Grund von Kapazitätsabbau sinkt, kann auch in einem inflationärem Umfeld die kaufbare Menge an Gütern und Dienstleistungen sinken weil z.B. es eine grasierende Rohstoffknappheit gibt die eine importierte Inflation zur Folge hat. Die Preise steigen aber die Betriebe gehen trotzdem pleite weil die Rohstoffkosten schneller steigen als die nominellen Einnahmen auf Grund inflationierter Preise. Was bedeutet das alles? Es bedeutet dass die aggregierte Gütermenge in erster Linie nicht davon abhängt ob es Inflation oder Deflation gibt sondern von der Qualität bzw. von den Ursachen dieser Inflation oder Deflation. Wenn das erst einmal klar ist, dann wird auch schnell klar dass bei einem Null- oder gar Minuswachstum global aggregiert die Renditeziele bzw. Erwartungen die der Bewertung von Unternehmen bzw. Finanzinstrumenten zu Grunde liegen nicht erfüllt werden können. Das bedeutet dass man im Durchschnitt der Anlagewerkzeuge immer mehr Risiko bei immer weniger Rendite anhäuft. Das meine ich mit wenn ich sage "immer mehr Risiko ohne Zins". So mehr Anleger auf diesen Zusammenhang kommen. werden sie ihr Anlageziel von Kapitalzuwachs hin zu Kapitalerhalt ändern. Warum Edelmetalle kapitalerhaltend, sehr liquide und von höchster Mobilität sind, wurde zuhauf durchdiskutiert. Neu ist die Erklärung des Substitutionseffekt der durch die Umschichtung bzw. dem Paradigmawechsel bei Geldanlagen einsetzen wird, und der für den realen Wertzuwachs von Edelmetallen, weit über den Geldentwertungsrate, sorgen wird. Bei Silber und Platin kommen dann noch die industriellen Verbrauchspremien dazu, die einen realen Wertzuwachs bedingen werden.
