Natürlich ist Gold nur schwer zu enteignen. Es gab aber schon Goldverbotsgesetze, und damit meine ich nicht im Mittelalter!
Und wer sagt, dass Gold nicht trotzdem seinen Wert verliert! Ich behaupte nach wie vor, dass Gold bei einem völligen Zusammenbruch eines Währungssystems auch nicht mehr den heutigen Tauschwert haben wird. Die Personen, die dann noch Waren anbieten können, werden nicht unbedingt nur Gold haben wollen.
Sinnvoller snid dann vielleicht Grundstücke, und damit meine ich nicht 500 € pro m² Grundstücke in Städten, sondern 4 € pro m² Ackerflächen in der Prärie. Da kann man dann notfalls noch Kartoffeln anpflanzen!
Und man kann ein Depot im Ausland, z.B. Australien, Kanada usw., eröffnen. Und dann von da aus einheimische Aktien kaufen, also aus dem jeweiligen Staat. Auch das wird schwer zu enteignen sein.
Aber ich persönlich glaube sowieso nicht an einen totalen Eurocrash. Es wird häufig vergessen, dass man die Staatsschulden auch weginflationieren kann. Hat unser Bundesbankchef gegenüber der Bild sogar zugegeben, wenn auch nicht so deutlich.
Und zum Inflationsschutz von Gold:
- Natürlich ist Gold grds. Inflationsgeschützt, da es ein Sachwert/Rohstoff ist.
- Aber: Meine Meinung ist, dass der Goldkurs schon alle Worst-Case-Szenarien längst eingepreis ist. Wenn ich seit 2000 halbwegs realistische Inflationszahlen annehme, dann wäre wohl eher ein Goldkurs von 500 $ real.
- Und das bedeutet: Wenn ein Goldkurs von 500 $ realistisch "wäre" und ein langfristiges Mittel bedeutet, dann hat der Goldkurs aktuell eine Inflation von 200 % vorweggenommen. Mit 200 % Inflation könnte man sogar die Griechen retten...
Aber eigentlich betrachte ich es aus Kostolany-Sicht: Gold hatte einen unglaublichen Hype und hat den Höhepunkt überwunden. Alle Zittrigen sind investiert, während die Hartgesottenen schon weitergezogen sind. Und die Folge sind dann einfach fallende Goldkurse...
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