Wie ihr alle wisst, werden die meisten Gold-Futures nicht in natura abgewickelt, sondern gegen (täglichen) Cash-Ausgleich. Soviel Gold wäre auch gar nicht verfügbar. Ob Baumwolle oder Soja: kaum einer beansprucht die tonnenweise Auslieferung. Es geht nur darum: der eine gewinnt, der andere verliert.
Eine Binsenweisheit. Bitte im Hinterkopf behalten!
Die CDS, die massgeblich die Finanzkrise 2008 auslösten, schlummern teilweise noch in den sog. BadBanks, also toxische Papiere, die NIE wieder einen Wert haben werden. Die Pleite von LehmanBrs., die angeblich die Finanzkrise auslöste, dient gemeinhin als Ausrede, das wahre Ausmass seinerzeit zu verschleiern. Fakt ist, dass persönliche Differenzen aufgrund der Arroganz des Lehman Chefs dazu führten, dass der damalige US-Finanzminister Paulson staatliche Unterstützung verweigerte. Ermittler und Wirtschaftsprüfer fanden haarsträubende Bewertungen der Immobilien in den Büchern Lehmans.
Denn dass die Immo-Blase platzen würde, war allen Beteiligten klar. Daher die CDS, ein Derivate-Konstrukt, das dem Sicherungsnehmer erlaubt, es weiter zu veräussern an jemanden, der mit dem zugrunde liegenden Kredit überhaupt nichts zu tun hat und somit sogar ein Interesse daran hat, dass der Versicherungsfall eintritt. Die CDS gaben der "Subprime"-Krise den Rest.
Also nochmal gesagt: es geht im Grunde darum, auf etwas zu wetten, was im Ernstfall gar nicht eintreten darf... z.B. 100.000t Baumwolle vor der Tür, oder 20Mio. Unzen Gold líefern!
Und das ist die Überleitung zu Griechenland, das Ende 2010 ca.275 Mrd€ Schulden hatte. Davon haben dt. Banken 2,8Mrd. Papiere, französische und italienische Banken haben sie weitgehend an die EZB verhökert und geraten bei einem teilweisen Schuldenerlass angeblich in Probleme... Es ist ja wohl naheliegend, dass viele Banken, nachdem sie hoch verzinsliche GR-Anleihen abgestossen haben, gegen die Pleite Griechenlands gewettet haben. Es ist auch egal, ob sie long oder short sind, denn alle Finanzinstitute hängen weltweit zusammen und brechen auch zusammen zusammen, wenn die Staaten nicht wieder einspringen.
In gravierenden Fällen stimmt es also nicht, dass einer verliert und einer gewinnt: KEINES der Finanzinsitute darf ernsthafte, sytemrelevante Verluste hinnehmen!
Das bringt mich zur nächsten bewussten Lüge, die verbreitet wird, dass eur. Banken einen "Rekapitalisierungs"bedarf von 200Mrd.€ hätten. Allein die Dexia hat doch schon 100Mrd.€ ausgelagert!
Je mehr man darüber nachdenkt, desto deutlicher wird, dass "Schirme", also Bürgschaften/Garantien dazu dienen, das wahre Ausmass diesmal wieder zu verschleiern und alles auf die lange "Bank" zu schieben. Dummerweise hält diese Anleihen von Staaten, auf deren Untergang sie gewettet hat.´
Soviel zu Gold!!!