Im eigenen Land wird über Studiengebühren, Zuzahlungen für Kindergärten, schlecht ausgestattete Schulen, Kosten defekter Strassen, Gebühren usw. bis auf den letzten Euro gefeilscht und es der Bevölkerung aufgelastet. Den Banken, Finanzakrobaten und den Eurokraten dafür hinterhergeworfen. Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?
Das sind die verschiedenen Rettungsinstrumente der Euro-Länder, der EU und des IWF..
Der Rettungsschirm (European Financial Stability Facility, EFSF), unter den nun Irland als erstes Euro-Land schlüpfen will, umfasst Kredithilfen für Länder mit massiven Zahlungsproblemen von 440 Milliarden Euro. Deutschland ist daran mit einem Haftungsanteil von knapp 148 Milliarden Euro beteiligt, Frankreich mit knapp 111 Milliarden Euro. Als Maßstab für die einzelnen Länder gelten die Kapitalanteile der Euro-Mitglieder an der Europäischen Zentralbank. Der Rettungsschirm außerhalb des bisherigen EU-Regelwerkes läuft im Juni 2013 aus.
Der „European Financial Stability Mechanism" der Europäischen Union, der eigentlich Ländern bei Naturkatastrophen helfen soll, hat ein Hilfe-Volumen von maximal 60 Milliarden Euro. Daran trägt Deutschland, gemessen an seinem Anteil am EU-Budget, rund 11,3 Milliarden Euro.
Die Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) flankieren die europäischen Rettungsinstrumente und belaufen sich auf 250 Milliarden Euro. Entsprechend dem deutschen IWF-Kapitalanteil von knapp sechs Prozent bedeutet das auf Deutschland rückgerechnet eine Haftungssumme von 14,9 Milliarden Euro gegenüber 12,3 Milliarden Euro des zweitgrößten EU-Staats Frankreich.
Der Rettungsschirm für Griechenland war noch vor dem EU-Rettungsschirm angesichts der rapiden Verschlechterung der Finanzlage in dem südosteuropäischen Euro-Staat verabschiedet worden. Aus ihm wurden bereits Hilfen ausgezahlt. Er hat ein Volumen seitens der Euro-Länder von 80 Milliarden Euro. Davon entfallen gemäß dem EZB-Kapitalanteil 22,3 Milliarden Euro auf Deutschland.
Die europäischen Hilfen für Griechenland werden flankiert durch ein IWF-Paket von 30 Milliarden Euro. Hier kommt Deutschland rückgerechnet auf 1,8 Milliarden Euro Anteil.
Außerdem rechnet das Ifo-Institut EZB-Käufe von Anleihen bedrängter Länder seit Mai 2010 als weiteres Hilfeinstrument mit einem Volumen von 63 Milliarden Euro (zum 2. November 2010) hinzu. Rechnerisch ergibt sich auf Basis des EZB-Kapitalanteils für Deutschland eine Beteilgung daran von 17,2 Milliarden Euro.
Und das reicht vorn und hinten nicht. Solange man nicht die Ursache bekämpft, kann man an den Symptomen herumdoktern wie man will. Es bleiben nur oberflächliche Reparaturen.
Quelle: Reuters, Basis: Zahlen des ifo-Instituts
www.welt.de/politik/deutschland/...n-macht-Merkel-nervoes.html
Es ist kein Zeichen von Gesundheit in einem kranken System angepaßt zu sein.
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