Sie holen das Gold aus den entlegensten Winkeln der Erde, aus 5000 Metern Tiefe bei 50 Grad Hitze unter Lebensgefahr, nur, damit es dann wieder unter der Erde in Kellern und Tresoren versteckt wird.
Die weltgrößten Goldreserven besitzen die USA, gefolgt von Deutschland und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), welcher jedoch am 19. September 2009 ankündigte, sich von insgesamt 403 Tonnen Gold, das heißt einem Achtel seiner Reserven zu trennen.[7] Den Goldverkauf empfahl im Februar 2007 ein achtköpfiges Beratergremium, dem überwiegend ehemalige und amtierende Notenbankchefs (darunter Alan Greenspan und Jean-Claude Trichet) angehörten.[8] 200 Tonnen wurden an die Reserve Bank of India, sowie 10 Tonnen an die Central Bank of Sri Lanka und 2 Tonnen an die Bank of Mauritius verkauft. Die restlichen 191 Tonnen des IWF-Goldes sollen am offenen Markt veräußert werden.[9]
Teile der Goldvorräte der USA werden beispielsweise in Fort Knox gelagert. Der größte Teil des Goldes der USA lagert im Keller der Federal Reserve Bank of New York in Manhattan. Dort betreibt die US-Notenbank für rund 60 Staaten das mit 550.000 Barren größte Goldlager der Welt. Die weltweiten in Banken gelagerten Goldreserven belaufen sich auf etwa 30.000 Tonnen. Die gesamte, jemals geförderte Goldmenge wurde Ende 2009 auf etwa 165.000 Tonnen (5,321 Milliarden Unzen) geschätzt.[10] Dies entspricht einem theoretischen Marktwert von zurzeit 7.470 Milliarden US-Dollar. Zugrundegelegt wurde ein Preis von 1.403,5 US-Dollar pro Feinunze (Goldpreis vom 29. Dezember 2010).
Die größten Goldbestände befinden sich in privaten Händen. Beispielsweise wird geschätzt, dass sich in Indien etwa 20.000 Tonnen Gold in privatem Besitz befinden.[11] Der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken umfasste Ende 2009 rund 16 Prozent (26.780 Tonnen) der weltweit vorhandenen Goldmenge.[12] Global werden 70 Prozent des Goldes durch Juweliere verarbeitet, 11 Prozent wird in Industrie (vor allem Elektronik) und Medizin (Zahnheilkunde) verbraucht und 13 Prozent werden durch Banken und Privatanleger für monetäre Zwecke in Form von Münzen und Barren verwendet.[13]
Der Anteil der internationalen Goldreserven an den gesamten Währungsreserven ist in den letzten drei Jahrzehnten durch Verkäufe und eine geringere Bedeutung für die Währungssicherung von 60 Prozent 1980 auf einen Tiefststand von 8,6 Prozent im März 2005 zurückgegangen. Im Juni 2010 lag der Anteil bei 10,7 Prozent.[12]
(Quelle: wiki)