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#993300">Einmal mehr Banken als Nutznießer?
„Ansteckung“ und „Flächenbrand“ zu verhindern, das sind die geflügelten Worte, mit denen EU und europäische Regierungschefs das Hilfspaket für Irland verteidigen. Das Szenario ist einfach: Stützt man Irland nicht, könnte sich die Krise auf Länder wie Portugal und Spanien ausweiten und schließlich den Euro wie die gesamte EU in den Abgrund reißen.
Zitat: ".......Irland müsste gezwungen werden, endlich anzuerkennen, dass seine Banken bankrott sind, so der Londoner Professor für Ökonomie, Andrew Clare, gegenüber dem „Guardian“. #0000ff">Man müsse die Verluste der Banken anerkennen, und zur Kasse gebeten müssten die Investoren und Gläubiger werden – und nicht die Steuerzahler der Euro-Zone.
Ähnlich argumentiert der US-Ökonom Nouriel Roubini. Die Finanzkrise bestehe weiterhin, weil die #0000ff">Inhaber von Schuldverschreibungen nicht akzeptieren wollten, dass ihre Investments nur noch 80 Prozent ihres ursprünglichen Werts haben. Aktionäre und Grundstücksbesitzer mussten Verluste hinnehmen, Anleihegläubiger nicht. Genauso wie die Iren seien schließlich die Briten und Deutschen für ihre Banken eingesprungen, um die Gläubiger zu schützen.
Österreichs Banken sind mit 4,6 Mrd. Dollar in Irland engagiert. Zusätzliche Irland-Forderungen halten österreichische Investmentfonds (5,8 Mrd. Dollar) und Versicherungen (zwei Mrd. Dollar) sowie andere Investoren.
Und nicht viel anders wird nun beim irischen Hilfspaket agiert, meinen Kommentatoren: Der irische Staat, irische Banken und andere dortige Schuldner stehen laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bei ausländischen Banken per Juni 2010 mit 731 Mrd. Dollar, davon 508 Mrd. Dollar bei europäischen Banken, in der Kreide. Die größten Gläubiger Irlands sind laut BIZ Großbritannien mit 149 Mrd. Dollar und Deutschland mit 139 Mrd. Dollar. Bei Belgien und Frankreich sind es rund 50 Mrd., es folgen die Niederlande, Portugal, die Schweiz, Dänemark und Italien mit 15 bis 20 Mrd.
#0000ff">Bei den deutschen Banken herrschte nach dem EU-Hilfspaket durchwegs #0000ff">Erleichterung, wie hinter den Kulissen zu vernehmen war - #0000ff">springen doch erneut die Staaten und damit die Steuerzahler in die Bresche.
Die EU befinde sich in „Geiselhaft der Banken“, schreibt der „Standard“: Der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann könne sich „erneut ins Fäustchen lachen“. Er habe die Entscheidungsträger der Währungsunion immer wieder aufgefordert, alles zu tun, um jedes Land in Schwierigkeiten aufzufangen. „Was er nicht sagte: Es geht nicht um die Staaten, es geht um die Banken“, heißt es in der Zeitung.............."
Nicht einmal jene, die ihren Nutzen von einem Denunzianten ziehen, schätzen diesen.
Nicht einmal jene, die ihren Nutzen von einem Denunzianten ziehen, schätzen diesen.